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Zug entlaufen und wieder eingefangen
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Paul Muster
2018-01-27 10:36:24 UTC
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https://www.dorstenerzeitung.de/Staedte/Dorsten/Zug-faehrt-ohne-Lokfuehrer-und-rammt-Transporter-1250327.html

| [...] als der Zug auf freier Strecke zwischen Gladbeck Ost und
| Gelsenkirchen-Buer Süd anhielt. „Der Zugführer sagte durch, dass es
| Probleme mit dem Bremssystem und der Druckluft gebe, und stieg aus.“
| Eine volle Stunde sei er um den Zug gelaufen, hätte telefoniert und
| kontrolliert. „Dann sagte er, dass ein Techniker unterwegs sei und wir
| versuchen würden, bis zum nächsten Bahnhof zu fahren, um dort
| auszusteigen.“

| Deswegen machte sich der Fahrgast auch keine Sorgen, als der Zug kurze
| Zeit später wieder losrollte. „Er fuhr zwar rückwärts, aber ich wusste
| ja auch nicht, ob der nächstgelegene Bahnhof vielleicht hinter uns
| liegt.“ Immer schneller seien sie geworden, bestimmt 50 bis 60
| Stundenkilometer schnell. „Da scheint ja wieder alles zu
| funktionieren“, habe er sich gedacht.
|
| Plötzlich dann der Knall. Der Dorstener sah, wie ein Transporter
| gerammt wurde und wie die Schranken am Bahnübergang Wielandstraße in
| Gladbeck offen standen. „Da wurde mir klar, dass da was nicht
| stimmte.“ Er lief zum Führerstand hinten, ein anderer Fahrgast
| kontrollierte vorne. „Da bemerkten wir, dass das andere Zugteil fehlte
| und auch kein Zugführer da war.“

| Er zog die Notbremse. Der Waggon hielt auf freier Strecke. „Ich habe
| die Polizei gerufen. Wir wussten ja gar nicht, wo wir sind und ob das
| jetzt gefährlich ist. Es hätte ja auch ein anderer Zug kommen können.“
| Und dann sah er den anderen Zugteil anrollen. „Da haben wir die Türen
| geöffnet und uns zum Aussteigen bereit gemacht. Es hätte ja sein
| können, dass der nicht bremsen kann.“
|
| Konnte er aber. Der Zugführer kam, koppelte die beiden Waggons wieder
| zusammen und fuhr nach Gelsenkirchen Buer Süd.

Ja, ich weiß, das hat alles so seine Richtigkeit, und wenn irgendwer ein
winziges Fehlerchen gemacht haben sollte, steht das in zwei Jahren im
Untersuchungsbericht. </Sarkasmus>


mfG Paul
Jan Marco Funke
2018-01-27 11:30:32 UTC
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Raw Message
Post by Paul Muster
https://www.dorstenerzeitung.de/Staedte/Dorsten/Zug-faehrt-ohne-Lokfuehrer-und-rammt-Transporter-1250327.html
| [...] als der Zug auf freier Strecke zwischen Gladbeck Ost und
| Gelsenkirchen-Buer Süd anhielt. „Der Zugführer sagte durch, dass es
| Probleme mit dem Bremssystem und der Druckluft gebe, und stieg aus.“
| Eine volle Stunde sei er um den Zug gelaufen, hätte telefoniert und
| kontrolliert. „Dann sagte er, dass ein Techniker unterwegs sei und wir
| versuchen würden, bis zum nächsten Bahnhof zu fahren, um dort
| auszusteigen.“
| Deswegen machte sich der Fahrgast auch keine Sorgen, als der Zug kurze
| Zeit später wieder losrollte. „Er fuhr zwar rückwärts, aber ich wusste
| ja auch nicht, ob der nächstgelegene Bahnhof vielleicht hinter uns
| liegt.“ Immer schneller seien sie geworden, bestimmt 50 bis 60
| Stundenkilometer schnell. „Da scheint ja wieder alles zu
| funktionieren“, habe er sich gedacht.
|
| Plötzlich dann der Knall. Der Dorstener sah, wie ein Transporter
| gerammt wurde und wie die Schranken am Bahnübergang Wielandstraße in
| Gladbeck offen standen. „Da wurde mir klar, dass da was nicht
| stimmte.“ Er lief zum Führerstand hinten, ein anderer Fahrgast
| kontrollierte vorne. „Da bemerkten wir, dass das andere Zugteil fehlte
| und auch kein Zugführer da war.“
| Er zog die Notbremse. Der Waggon hielt auf freier Strecke.
Da stellt sich die Frage, warum die SIFA den Zug nicht gestoppt hat. Auf
der Linie fahren VT 640, also LINT 27 in Doppeltraktion. Schaltet sich
die SIFA beim hinteren Fahrzeug nicht automatisch ein, wenn das vordere
Fahrzeug abgekuppelt wird?
--
Dieses Schreiben wurde maschinell erstellt und ist ohne Unterschrift gültig.
Gerd Belo
2018-01-27 11:38:34 UTC
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Post by Jan Marco Funke
Da stellt sich die Frage, warum die SIFA den Zug nicht gestoppt hat. Auf
der Linie fahren VT 640, also LINT 27 in Doppeltraktion. Schaltet sich
die SIFA beim hinteren Fahrzeug nicht automatisch ein, wenn das vordere
Fahrzeug abgekuppelt wird?
Warum sollte sie das? Sie wird bei den meisten Fahrzeugen erst aktiv,
wenn der Führerstand aktiviert wird. Zudem hatte das Fahrzeug
offensichtlich eine Bremsstörung.....

Tschüß GERD
--
Gerd Belo
***@BAFAS.de
Reinhard Greulich
2018-01-27 11:47:59 UTC
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Post by Jan Marco Funke
Da stellt sich die Frage, warum die SIFA den Zug nicht gestoppt hat.
Da war keine Sifa. Offenbar ist ein Zugteil entlaufen, nachdem die
Bremse händisch gelöst wurde - darauf deutet jedenfalls das hin, was
in der Zeitung beschrieben war. Dazu muss irgendwo entkuppelt worden
sein. Was auch immer wen auch immer da geritten haben mag, sowas mit
einem besetzten Zug anzustellen, was natürlich ein no-go ist. Glück im
Unglück, dass die Bremsen nicht erschöpft waren, so dass die
Fahrgastnotbremse noch Wirkung hatte.

Aber Evakuieren hätte gedauert. Dann hätten die Musters dieser Welt
wieder ihre Schreikrämpfe bekommen. Offenbar können unter solchem
Druck kapitale Fehlentscheidungen entstehen. Hätte richtig übel
ausgehen können, das.
--
70086
~=@=~
Jan Marco Funke
2018-01-27 17:28:09 UTC
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Raw Message
Post by Reinhard Greulich
Post by Jan Marco Funke
Da stellt sich die Frage, warum die SIFA den Zug nicht gestoppt hat.
Da war keine Sifa. Offenbar ist ein Zugteil entlaufen, nachdem die
Bremse händisch gelöst wurde - darauf deutet jedenfalls das hin, was
in der Zeitung beschrieben war. Dazu muss irgendwo entkuppelt worden
sein. Was auch immer wen auch immer da geritten haben mag, sowas mit
einem besetzten Zug anzustellen, was natürlich ein no-go ist. Glück im
Unglück, dass die Bremsen nicht erschöpft waren, so dass die
Fahrgastnotbremse noch Wirkung hatte.
Wäre nach den vorliegenden Informationen folgendes Szenario denkbar?

Am in Fahrtrichtung hinteren Triebwagen gab es ein Luftleck, als der
Druck in der Hauptbremsleitung unter eine bestimmte Grenze gesunken ist,
gab es eine automatische Bremsung auf freier Strecke. Wegen des Lecks
ließ sich die Bremse nicht mehr lösen und nicht weiter fahren.
Offensichtlich war geplant, mit dem defekten Zug möglichst irgendwie
noch den nächsten Bahnsteig zu erreichen, um nicht auf freier Strecke
evakuieren zu müssen.
Post by Reinhard Greulich
Aber Evakuieren hätte gedauert. Dann hätten die Musters dieser Welt
wieder ihre Schreikrämpfe bekommen. Offenbar können unter solchem
Druck kapitale Fehlentscheidungen entstehen. Hätte richtig übel
ausgehen können, das.
Im Zeitungsbericht steht ja geschrieben, dass er draußen telefoniert
hat, bevor der Zug entlaufen ist. Mit wem er da auch immer telefoniert
haben mag, offensichtlich ist er da nicht gut beraten worden. In der
Luftfahrt gibt es für nahezu jede Störung Checklisten an Bord, wie in
Notfällen oder bei Störungen zu verfahren ist, nach denen die Piloten
sich richten, wenn dazu im Notfall überhaupt noch Zeit ist. Haben Tf
auch stets alle Weisungen und Vorschriften dabei oder wird von ihnen
verlangt, unter Stress auswendig zu wissen, was im Falle einer seltenen
Störung an den Bremsen zu tun ist?
--
Dieses Schreiben wurde maschinell erstellt und ist ohne Unterschrift gültig.
Marc Haber
2018-01-27 18:33:51 UTC
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Raw Message
Post by Jan Marco Funke
Haben Tf
auch stets alle Weisungen und Vorschriften dabei oder wird von ihnen
verlangt, unter Stress auswendig zu wissen, was im Falle einer seltenen
Störung an den Bremsen zu tun ist?
Anhalten. Hotline anrufen.

Das geht im Flieger nicht.

Grüße aus dem ICE 22
Marc
--
-------------------------------------- !! No courtesy copies, please !! -----
Marc Haber | " Questions are the | Mailadresse im Header
Mannheim, Germany | Beginning of Wisdom " |
Nordisch by Nature | Lt. Worf, TNG "Rightful Heir" | Fon: *49 621 72739834
Andreas Barth
2018-01-27 19:56:49 UTC
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Raw Message
Post by Marc Haber
Post by Jan Marco Funke
Haben Tf
auch stets alle Weisungen und Vorschriften dabei oder wird von ihnen
verlangt, unter Stress auswendig zu wissen, was im Falle einer seltenen
Störung an den Bremsen zu tun ist?
Anhalten. Hotline anrufen.
Das geht im Flieger nicht.
Hotline anrufen geht, und wird auch gemacht. Zumindest wenn es nicht
total zeitkritisch ist. Siehe z.B.
https://avherald.com/h?article=47d74074


Viele Grüße,
Andi
Jan Marco Funke
2018-01-28 09:01:59 UTC
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Raw Message
Post by Marc Haber
Post by Jan Marco Funke
Haben Tf
auch stets alle Weisungen und Vorschriften dabei oder wird von ihnen
verlangt, unter Stress auswendig zu wissen, was im Falle einer seltenen
Störung an den Bremsen zu tun ist?
Anhalten. Hotline anrufen.
Das geht im Flieger nicht.
In dem Zusammenhang empfehlenswert ist die Doku-Serie "Mayday - Alarm im
Cockpit":
https://www.fernsehserien.de/mayday-cdn/sendetermine

Läuft frei empfangbar auf N24 Doku und beleuchtet die Hintergründe
realer Flugunglücke. Besonders dramatisch sind dabei die Fälle, in denen
das Fluggerät eigentlich noch funktionsfähig war und menschliches
Versagen zum Absturz geführt hat. Mal durch unzureichende Schulung, mal
durch falsche Entscheidungen in Streßsituationen. Aber es gibt auch
andere Fälle, wie die Notwasserung mit ausgefallenen Triebwerken auf dem
Hudson-River, bei der die Piloten dank viel Erfahrung und Können in
einer nahezu aussichtslosen Situation alles richtig gemacht haben.
--
Dieses Schreiben wurde maschinell erstellt und ist ohne Unterschrift gültig.
Andreas Barth
2018-01-28 09:26:26 UTC
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Raw Message
Post by Jan Marco Funke
In dem Zusammenhang empfehlenswert ist die Doku-Serie "Mayday - Alarm im
https://www.fernsehserien.de/mayday-cdn/sendetermine
Ich finde ja avherald besser, da weniger sensationslüstern.
Post by Jan Marco Funke
Läuft frei empfangbar auf N24 Doku und beleuchtet die Hintergründe
realer Flugunglücke. Besonders dramatisch sind dabei die Fälle, in denen
das Fluggerät eigentlich noch funktionsfähig war und menschliches
Versagen zum Absturz geführt hat.
Hey, von den mindestens 3 bekannten Fällen bei AF, wo die Piloten
ihre Maschine in den Stall fliegen wollten (Stall = Abriss der
Flügelströmung, danach dann freier Fall) hat die Automatik das 2x
verhindert. Bei der AF 447 war die Sicherheitsautomatik aus (und die
anderen beiden Fälle waren danach).

Über "nix nach außen passiert" ist aber vermutlich nix in der Serie
enthalten, das sind aber die wo Sicherheitsmanagement ansetzen sollte.



Viele Grüße,
Andi
Gernot Griese
2018-01-28 09:54:19 UTC
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Raw Message
Post by Andreas Barth
Post by Jan Marco Funke
In dem Zusammenhang empfehlenswert ist die Doku-Serie "Mayday - Alarm im
https://www.fernsehserien.de/mayday-cdn/sendetermine
Ich finde ja avherald besser, da weniger sensationslüstern.
Post by Jan Marco Funke
Läuft frei empfangbar auf N24 Doku und beleuchtet die Hintergründe
realer Flugunglücke. Besonders dramatisch sind dabei die Fälle, in denen
das Fluggerät eigentlich noch funktionsfähig war und menschliches
Versagen zum Absturz geführt hat.
Hey, von den mindestens 3 bekannten Fällen bei AF, wo die Piloten
ihre Maschine in den Stall fliegen wollten (Stall = Abriss der
Flügelströmung, danach dann freier Fall) hat die Automatik das 2x
verhindert. Bei der AF 447 war die Sicherheitsautomatik aus (und die
anderen beiden Fälle waren danach).
Über "nix nach außen passiert" ist aber vermutlich nix in der Serie
enthalten, das sind aber die wo Sicherheitsmanagement ansetzen sollte.
Letzteres ist ja auch durchaus der Fall. Jedes moderne Verkehrsflugzeug
registriert Zwischenfälle und Grenzwertüberschreitungen selbsttätig.
Nach der Landung gibt es dann einen Ausdruck, mit dem die Piloten beim
Chefpiloten antanzen dürfen.

Spätestens, wenn eine Gefährdung bestand, gibt es eine Meldung an die
zuständige Behörde, in Deutschland an die BFU, die die Angelegenheit
uberprüft und ggf. eine weitere Untersuchung einleitet und Empfehlungen
an Fluggesellschaften, Flugzeughersteller oder Gesetzgeber ausspricht.
Alle Meldungen und Untersuchungsberichte werden auch veröffentlicht,
aber die Medien interessieren sich halt nur für die besonders
spektakulären Fälle und nicht für die tägliche Routinearbeit.

Gernot
--
Lügenpresse ist, wenn die TAGESSCHAU über ein Ereignis von regionaler
Bedeutung nicht berichtet und dadurch keinen nicht vorhandenen
Zusammenhang mit der Bundespolitik impliziert.
Andreas Barth
2018-01-28 10:27:00 UTC
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Raw Message
Post by Gernot Griese
Post by Andreas Barth
Über "nix nach außen passiert" ist aber vermutlich nix in der Serie
enthalten, das sind aber die wo Sicherheitsmanagement ansetzen sollte.
Letzteres ist ja auch durchaus der Fall.
Ich würde Dir ja gerne zustimmen. Für die LH passt das, aber nicht nur
bei z.B. AF habe ich da massive Zweifel. Insbesondere wenn der selbe
(kritische) Fehler mehrfach passiert (für mich ist ein Fehler auch
dann kritisch, wenn nur durch einen nicht vorher geprüfen Umstand,
z.B. die Existenz der automatischen Absicherungen, kein Unfall
passiert).
Post by Gernot Griese
Alle Meldungen und Untersuchungsberichte werden auch veröffentlicht,
aber die Medien interessieren sich halt nur für die besonders
spektakulären Fälle und nicht für die tägliche Routinearbeit.
Nun ja, auch da gibt es genug Beispiele bei denen z.B. avherald massiv
nachfragen muss, damit die feststellen "da gab es was". Manchmal mit
"leider haben wir keine Daten mehr". Und es war auch neulich zu lesen,
dass z.B. die türkische Aufsichtsbehörde nicht veröffentlicht.


Viele Grüße,
Andi
Gernot Griese
2018-01-28 10:38:43 UTC
Antworten
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Raw Message
Post by Andreas Barth
Post by Gernot Griese
Post by Andreas Barth
Über "nix nach außen passiert" ist aber vermutlich nix in der Serie
enthalten, das sind aber die wo Sicherheitsmanagement ansetzen sollte.
Letzteres ist ja auch durchaus der Fall.
Ich würde Dir ja gerne zustimmen. Für die LH passt das, aber nicht nur
bei z.B. AF habe ich da massive Zweifel.
Die Vorschriften hierzu gelten international.
Post by Andreas Barth
Insbesondere wenn der selbe
(kritische) Fehler mehrfach passiert (für mich ist ein Fehler auch
dann kritisch, wenn nur durch einen nicht vorher geprüfen Umstand,
z.B. die Existenz der automatischen Absicherungen, kein Unfall
passiert).
Das kann ich nicht beurteilen, weil ich ich nicht weiß, welchen
kritischen Fehler du meinst.>
Post by Andreas Barth
Post by Gernot Griese
Alle Meldungen und Untersuchungsberichte werden auch veröffentlicht,
aber die Medien interessieren sich halt nur für die besonders
spektakulären Fälle und nicht für die tägliche Routinearbeit.
Nun ja, auch da gibt es genug Beispiele bei denen z.B. avherald massiv
nachfragen muss, damit die feststellen "da gab es was".
Avherald ist jetzt auch nicht unbedingt eine um äußerste Objektivität
bemühte Quelle.
Post by Andreas Barth
Manchmal mit
"leider haben wir keine Daten mehr". Und es war auch neulich zu lesen,
dass z.B. die türkische Aufsichtsbehörde nicht veröffentlicht.
Das wäre AFAIK ein Verstoß gegen internationale Abkommen.

Gernot
--
Lügenpresse ist, wenn die TAGESSCHAU über ein Ereignis von regionaler
Bedeutung nicht berichtet und dadurch keinen nicht vorhandenen
Zusammenhang mit der Bundespolitik impliziert.
U***@web.de
2018-01-28 11:27:36 UTC
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Permalink
Raw Message
Moin,
Post by Jan Marco Funke
Post by Marc Haber
Anhalten. Hotline anrufen.
Das geht im Flieger nicht.
In dem Zusammenhang empfehlenswert ist die Doku-Serie "Mayday - Alarm im
https://www.fernsehserien.de/mayday-cdn/sendetermine
Läuft frei empfangbar auf N24 Doku und beleuchtet die Hintergründe
realer Flugunglücke. Besonders dramatisch sind dabei die Fälle, in denen
das Fluggerät eigentlich noch funktionsfähig war und menschliches
Versagen zum Absturz geführt hat. Mal durch unzureichende Schulung, mal
durch falsche Entscheidungen in Streßsituationen.
Auch unglückliche oder fehlerhafte Anweisungen im
Handbuch darf man gerne als Unglücksursache in
Betracht ziehen.

Gruß, ULF
Johann Mayerwieser
2018-01-28 12:19:19 UTC
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Raw Message
Aber es gibt auch andere Fälle, wie die Notwasserung mit ausgefallenen
Triebwerken auf dem Hudson-River, bei der die Piloten dank viel
Erfahrung und Können in einer nahezu aussichtslosen Situation alles
richtig gemacht haben.
Erfahrung war da nicht viel dabei, so viele Notwasserungen hat der
Kapitän noch nicht gehabt :)
Fa.lk.Sc.H.a.de
2018-01-28 12:28:15 UTC
Antworten
Permalink
Raw Message
Post by Johann Mayerwieser
Aber es gibt auch andere Fälle, wie die Notwasserung mit ausgefallenen
Triebwerken auf dem Hudson-River, bei der die Piloten dank viel
Erfahrung und Können in einer nahezu aussichtslosen Situation alles
richtig gemacht haben.
Erfahrung war da nicht viel dabei, so viele Notwasserungen hat der
Kapitän noch nicht gehabt :)
Im Simulator bestimmt.
Gernot Griese
2018-01-28 12:41:37 UTC
Antworten
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Raw Message
Post by Fa.lk.Sc.H.a.de
Post by Johann Mayerwieser
Aber es gibt auch andere Fälle, wie die Notwasserung mit ausgefallenen
Triebwerken auf dem Hudson-River, bei der die Piloten dank viel
Erfahrung und Können in einer nahezu aussichtslosen Situation alles
richtig gemacht haben.
Erfahrung war da nicht viel dabei, so viele Notwasserungen hat der
Kapitän noch nicht gehabt :)
Im Simulator bestimmt.
Eher nicht. Simulatoren werden mit real erflogenen Daten betrieben.

Gernot
--
Lügenpresse ist, wenn die TAGESSCHAU über ein Ereignis von regionaler
Bedeutung nicht berichtet und dadurch keinen nicht vorhandenen
Zusammenhang mit der Bundespolitik impliziert.
U***@web.de
2018-01-28 12:29:27 UTC
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Permalink
Raw Message
Moin,
Post by Johann Mayerwieser
Aber es gibt auch andere Fälle, wie die Notwasserung mit ausgefallenen
Triebwerken auf dem Hudson-River, bei der die Piloten dank viel
Erfahrung und Können in einer nahezu aussichtslosen Situation alles
richtig gemacht haben.
Erfahrung war da nicht viel dabei, so viele Notwasserungen hat der
Kapitän noch nicht gehabt :)
Dennoch war er erfahren. Er soll schon beim Militär pilotiert
haben und hatte mehr Flugerfahrung als die meisten
seiner Kollegen.

Nach den alten Regelungen wäre er bei Lufthansa schon
längst im Ruhestand gewesen.

Gruß, ULF
Jan Marco Funke
2018-01-28 14:01:21 UTC
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Raw Message
Post by Johann Mayerwieser
Aber es gibt auch andere Fälle, wie die Notwasserung mit ausgefallenen
Triebwerken auf dem Hudson-River, bei der die Piloten dank viel
Erfahrung und Können in einer nahezu aussichtslosen Situation alles
richtig gemacht haben.
Erfahrung war da nicht viel dabei, so viele Notwasserungen hat der
Kapitän noch nicht gehabt :)
Wasser ist beim Aufprall aus großer Höhe oder mit hoher Geschwindigkeit
im falschen Winkel hart wie Beton. Die Maschine heile an einem Stück auf
dem Wasser zu landen ist, zumindest laut den Aussagen in der Sendung
Mayday, alles andere als einfach. Und das in diesem Fall erschwerend
noch ohne jeden Antrieb.
--
Dieses Schreiben wurde maschinell erstellt und ist ohne Unterschrift gültig.
Andreas Barth
2018-01-28 15:52:31 UTC
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Raw Message
Post by Jan Marco Funke
Post by Johann Mayerwieser
Aber es gibt auch andere Fälle, wie die Notwasserung mit ausgefallenen
Triebwerken auf dem Hudson-River, bei der die Piloten dank viel
Erfahrung und Können in einer nahezu aussichtslosen Situation alles
richtig gemacht haben.
Erfahrung war da nicht viel dabei, so viele Notwasserungen hat der
Kapitän noch nicht gehabt :)
Wasser ist beim Aufprall aus großer Höhe oder mit hoher Geschwindigkeit
im falschen Winkel hart wie Beton. Die Maschine heile an einem Stück auf
dem Wasser zu landen ist, zumindest laut den Aussagen in der Sendung
Mayday, alles andere als einfach. Und das in diesem Fall erschwerend
noch ohne jeden Antrieb.
Dafür: keine hohen Wellen (war ja noch nicht offener Ozean), und
extrem gut gelegen (die haben die Leute mit Fähren von der Tragfläche
geholt, weil die ja quasi vor Ort waren).


Viele Grüße,
Andi
Martin Ebert
2018-01-30 04:08:09 UTC
Antworten
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Raw Message
Post by Andreas Barth
Post by Jan Marco Funke
Wasser ist beim Aufprall aus großer Höhe oder mit hoher Geschwindigkeit
im falschen Winkel hart wie Beton. Die Maschine heile an einem Stück auf
dem Wasser zu landen ist, zumindest laut den Aussagen in der Sendung
Mayday, alles andere als einfach. Und das in diesem Fall erschwerend
noch ohne jeden Antrieb.
Dafür: keine hohen Wellen (war ja noch nicht offener Ozean), und
extrem gut gelegen (die haben die Leute mit Fähren von der Tragfläche
geholt, weil die ja quasi vor Ort waren).
Andererseits ist anzumerken, dass da nicht so fürchterlich viel
Platz (auf dem Wasser) war, ringsum waren ja eher hohe Häuser.
Das war sein Hauptproblem.

Mt
U***@web.de
2018-01-30 07:24:10 UTC
Antworten
Permalink
Raw Message
Moin,
Post by Martin Ebert
Post by Andreas Barth
Post by Jan Marco Funke
Wasser ist beim Aufprall aus großer Höhe oder mit hoher Geschwindigkeit
im falschen Winkel hart wie Beton. Die Maschine heile an einem Stück auf
dem Wasser zu landen ist, zumindest laut den Aussagen in der Sendung
Mayday, alles andere als einfach. Und das in diesem Fall erschwerend
noch ohne jeden Antrieb.
Dafür: keine hohen Wellen (war ja noch nicht offener Ozean), und
extrem gut gelegen (die haben die Leute mit Fähren von der Tragfläche
geholt, weil die ja quasi vor Ort waren).
Andererseits ist anzumerken, dass da nicht so fürchterlich viel
Platz (auf dem Wasser) war, ringsum waren ja eher hohe Häuser.
Das war sein Hauptproblem.
Andererseits sind übliche runways auch nicht breiter
als der Hudson, wenngleich hier noch die Spannweite
zu berücksichtigen war.

Gruß, ULF
HC Ahlmann
2018-01-30 12:52:13 UTC
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Raw Message
(Sullenbergers Airbus im Hudson)
Post by U***@web.de
Post by Martin Ebert
Andererseits ist anzumerken, dass da nicht so fürchterlich viel
Platz (auf dem Wasser) war, ringsum waren ja eher hohe Häuser.
Das war sein Hauptproblem.
Andererseits sind übliche runways auch nicht breiter
als der Hudson, wenngleich hier noch die Spannweite
zu berücksichtigen war.
Die Breite von Hudson-River und Runways unterscheiden sich erheblich,
wie dieses Bild zeigt:
<Loading Image...>
--
Munterbleiben
HC

<http://hc-ahlmann.gmxhome.de/> Bordkassen, Kochen an Bord, Törnberichte
Martin Ebert
2018-01-31 21:04:13 UTC
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Raw Message
Post by U***@web.de
Post by Martin Ebert
Andererseits ist anzumerken, dass da nicht so fürchterlich viel
Platz (auf dem Wasser) war, ringsum waren ja eher hohe Häuser.
Das war sein Hauptproblem.
Andererseits sind übliche runways auch nicht breiter
als der Hudson, wenngleich hier noch die Spannweite
zu berücksichtigen war.
Andererseits ist die Gefahr von Segelbooten auf SLB zu vernachlässigen.

Mt
Helmut Barth
2018-01-28 14:30:06 UTC
Antworten
Permalink
Raw Message
Salut!
Post by Johann Mayerwieser
Erfahrung war da nicht viel dabei, so viele Notwasserungen hat der
Kapitän noch nicht gehabt :)
Das mag richtig sein, aber vom Ausfall der Triebwerke bis zum
Aufsetzen auf dem Wasser muss er ja einiges gemacht haben um zb. eine
halbwegs stabile Fluglage im Gleitflug zu erreichen und manövrierfähig
zu bleiben. Erfahrung heißt nicht, dass man die konkrete Situation schon
mal erlebt hat, sondern dass man Routinen kennt die eine solche neue
unbekannte Situation möglicherweise beherrschbar machen.

Grüßle, Helmut
U***@web.de
2018-01-28 16:10:03 UTC
Antworten
Permalink
Raw Message
Moin,
Post by Helmut Barth
Post by Johann Mayerwieser
Erfahrung war da nicht viel dabei, so viele Notwasserungen hat der
Kapitän noch nicht gehabt :)
Das mag richtig sein, aber vom Ausfall der Triebwerke bis zum
Aufsetzen auf dem Wasser muss er ja einiges gemacht haben um zb. eine
halbwegs stabile Fluglage im Gleitflug zu erreichen und manövrierfähig
zu bleiben. Erfahrung heißt nicht, dass man die konkrete Situation schon
mal erlebt hat, sondern dass man Routinen kennt die eine solche neue
unbekannte Situation möglicherweise beherrschbar machen.
Es heißt auch, daß sich bestimmte Sachen beim Piloten
automatisieren und er nach Jahrzehnten ein sehr brauchbares
Gefühl für sein Arbeitsgerät/seine Arbeitsgeräte hat.

Gruß, ULF
Helmut Barth
2018-01-29 21:04:33 UTC
Antworten
Permalink
Raw Message
Salut!
Post by U***@web.de
Es heißt auch, daß sich bestimmte Sachen beim Piloten
automatisieren und er nach Jahrzehnten ein sehr brauchbares
Gefühl für sein Arbeitsgerät/seine Arbeitsgeräte hat.
Das ist nicht nur bei Piloten so!

Grüßle, Hel*er"fahren"*mut
Martin Ebert
2018-01-30 04:09:44 UTC
Antworten
Permalink
Raw Message
Post by U***@web.de
Es heißt auch, daß sich bestimmte Sachen beim Piloten
automatisieren und er nach Jahrzehnten ein sehr brauchbares
Gefühl für sein Arbeitsgerät/seine Arbeitsgeräte hat.
 Das ist nicht nur bei Piloten so!
Landung im Wolfsburg aber nicht immerzu auslassen!

Mt
Helmut Barth
2018-01-31 18:10:37 UTC
Antworten
Permalink
Raw Message
Salut!
Post by Martin Ebert
Post by Helmut Barth
Post by U***@web.de
Es heißt auch, daß sich bestimmte Sachen beim Piloten
automatisieren und er nach Jahrzehnten ein sehr brauchbares
Gefühl für sein Arbeitsgerät/seine Arbeitsgeräte hat.
Das ist nicht nur bei Piloten so!
Landung im Wolfsburg aber nicht immerzu auslassen!
Nicht mein Zug, nicht mein Bereich, Kollege kommt gleich!

Grüßle, Helmut
Hartmut Ott
2018-01-28 13:24:09 UTC
Antworten
Permalink
Raw Message
Hewk,
Aber es gibt auch andere Fälle, wie die Notwasserung mit ausgefallenen>> Triebwerken auf dem Hudson-River, bei der die Piloten dank viel>>
Erfahrung und Können in einer nahezu aussichtslosen Situation alles>>
richtig gemacht haben.> > Erfahrung war da nicht viel dabei, so viele
Notwasserungen hat der > Kapitän noch nicht gehabt :)
Das stimmt zwar was die Anzahl der Notwasserungen betrifft, aber ohne
seine Erfahrungen hätte er nicht die richtigen Entscheidungen getroffen
und wäre dann irgendwo in der Stadt aufgeschlagen. Und auch die
Notwasserung wäre ohne fliegerisches Können und Erfahrung nicht so gut
verlaufen.



mfg
Hartmut Ott
*Wir alle tragen den Heiligenschein des gewöhnlichen Wahnsinns*
--
Trage es lachend
Johann Mayerwieser
2018-01-28 19:22:56 UTC
Antworten
Permalink
Raw Message
Post by Hartmut Ott
Hewk,
Aber es gibt auch andere Fälle, wie die Notwasserung mit
ausgefallenen>> Triebwerken auf dem Hudson-River, bei der die Piloten
dank viel>>
Erfahrung und Können in einer nahezu aussichtslosen Situation alles>>
richtig gemacht haben.> > Erfahrung war da nicht viel dabei, so viele
Notwasserungen hat der > Kapitän noch nicht gehabt :)
Das stimmt zwar was die Anzahl der Notwasserungen betrifft, aber ohne
seine Erfahrungen hätte er nicht die richtigen Entscheidungen getroffen
und wäre dann irgendwo in der Stadt aufgeschlagen. Und auch die
Notwasserung wäre ohne fliegerisches Können und Erfahrung nicht so gut
verlaufen.
du hast
1) den Smily übersehen und
2) dein User-Agent scheint misskonfiguriert zu sein, schau dir das
Quoting-Verhalten an.
Martin Ebert
2018-01-30 03:54:49 UTC
Antworten
Permalink
Raw Message
Post by Jan Marco Funke
In dem Zusammenhang empfehlenswert ist die Doku-Serie "Mayday - Alarm im
Ach, da sterben die doch alle.
Post by Jan Marco Funke
andere Fälle, wie die Notwasserung mit ausgefallenen Triebwerken auf dem
Hudson-River, bei der die Piloten dank viel Erfahrung und Können in
einer nahezu aussichtslosen Situation alles richtig gemacht haben.
Erfolgreiche Mayday-Landungen sind der Traum.

Ein Crossair-Pilot schaffte es in den 1990er Jahren, die (kleine)
Maschine auf einem geschlossenen ehemaligen sowjetischen Flugplatz
bei Berlin zu landen. Die SLB war durch einen Erdwall unterbrochen,
mit (geringer) Geschwindigkeit ging die Maschine da rein.

Obwohl wirklich alles schief lief, brachte der Pilot alle heil runter:
<https://de.wikipedia.org/wiki/Hapag-Lloyd-Flug_3378>

(Gab es einen ähnlichen Vorfall nicht mit Destination Düsseldorf,
da dann Graslandung?)

Warsaw Chopin (Flughafen Warschau) hat die Ehre, Schaumteppichlandungen
besonders gut hinzukriegen: Bei nicht ausfahrbaren Fahrwerken muss die
Bude ja auch irgendwie runter. Das haben die polnischen Kollegen da
mehrfach perfekt durchgezogen.

Wir haben da ja Zeit ohne Ende ... die Flughafenfeuerwehr fährt vor
und legt auf 2,5 Kilometer einen Schaumteppich. Der ist ganz dünn:
Es geht nicht um eine schaumweiche Landung. Es geht darum, jede Art
von Funken zu vermeiden. Der Rest ist Sache des Piloten, macht sich
für den ja gut, wenn ein Fahrwerk fehlt: Die Chance, dass das
Flugzeug bei Bodenkontakt ausbricht, ist die deutlich wahrscheinlichste
Option.

2011:
<https://en.wikipedia.org/wiki/LOT_Polish_Airlines_Flight_16>

Die letzte Schaumteppich-Landung auf Chopin ist übrigens keinen Monat
her, Wikipedia ist leider nicht immer so wirklich gut: Der Pilot hat
am 11. Januar alle seine Passagiere heil nach Hause gebracht.
<http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/a-a-1187222.html>

Mt
Schorsch
2018-01-30 08:01:12 UTC
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Raw Message
Post by Martin Ebert
Post by Jan Marco Funke
In dem Zusammenhang empfehlenswert ist die Doku-Serie "Mayday - Alarm im
Ach, da sterben die doch alle.
Post by Jan Marco Funke
andere Fälle, wie die Notwasserung mit ausgefallenen Triebwerken auf dem
Hudson-River, bei der die Piloten dank viel Erfahrung und Können in
einer nahezu aussichtslosen Situation alles richtig gemacht haben.
Erfolgreiche Mayday-Landungen sind der Traum.
Ein Crossair-Pilot schaffte es in den 1990er Jahren, die (kleine)
Maschine auf einem geschlossenen ehemaligen sowjetischen Flugplatz
bei Berlin zu landen. Die SLB war durch einen Erdwall unterbrochen,
mit (geringer) Geschwindigkeit ging die Maschine da rein.
<https://de.wikipedia.org/wiki/Hapag-Lloyd-Flug_3378>
Flascher Link! Meinst Du den hier:
https://www.bfu-web.de/DE/Publikationen/Untersuchungsberichte/2002/Bericht_02_AX002_Saab2000_Werneuchen.pdf?__blob=publicationFile


Ist ne spannende Geschichte.

Gruß
Schorsch
Martin Ebert
2018-01-31 21:11:36 UTC
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Raw Message
Post by Martin Ebert
Erfolgreiche Mayday-Landungen sind der Traum.
Ein Crossair-Pilot schaffte es in den 1990er Jahren, die (kleine)
Maschine auf einem geschlossenen ehemaligen sowjetischen Flugplatz
bei Berlin zu landen. Die SLB war durch einen Erdwall unterbrochen,
mit (geringer) Geschwindigkeit ging die Maschine da rein.
<https://de.wikipedia.org/wiki/Hapag-Lloyd-Flug_3378>
Flascher Link! Meinst Du den hier: https://www.bfu-web.de/DE/Publikationen/Untersuchungsberichte/2002/Bericht_02_AX002_Saab2000_Werneuchen.pdf?__blob=publicationFile
Ähhmmmm - zwei verschiedene Vorfälle. Zu dem Werneuchen fand ich
auf die Schnelle keinen Link.
Ist ne spannende Geschichte.
Lernfähiges System. Man hört, dass seitdem ein Fliegerhorst als
Ausweich-2 für Berlin/Dresden/Leipzig zusätzlich zur Verfügung
steht. Der ist mit 3.000-Meter-SLB 24/7 annahmefähig.

Das hat wohl auch damit zu tun, dass nach 9/11 die Kontrollzone
Berlin .... hmm. Naja, Sicherheit unso.

Mt
Jan Marco Funke
2018-01-30 17:04:19 UTC
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Raw Message
Post by Martin Ebert
Post by Jan Marco Funke
In dem Zusammenhang empfehlenswert ist die Doku-Serie "Mayday - Alarm im
Ach, da sterben die doch alle.
Genau da schließt sich der Kreis zur Bahn: Die Vorschriften sind mit
Blut geschrieben. Aus den meisten Unglücken lernt man und schließt
Sicherheitslücken, die zuvor nicht bekannt waren oder von denen man
bisher meinte, dass sie nie eintreten würden. Die Hintergründe zu
erfahren, warum es überhaupt zu den Unglücken kam, das interessiert doch
eigentlich fast jeden. Ob man das menschliche Leid bei Mayday so
ausführlich zeigen muss, darüber kann man natürlich geteilter Meinung sein.
Post by Martin Ebert
Post by Jan Marco Funke
andere Fälle, wie die Notwasserung mit ausgefallenen Triebwerken auf dem
Hudson-River, bei der die Piloten dank viel Erfahrung und Können in
einer nahezu aussichtslosen Situation alles richtig gemacht haben.
Erfolgreiche Mayday-Landungen sind der Traum.
Gezeigt werden in solchen Sendungen natürlich nur die Fälle, in denen
ein Spannungsbogen zum dran bleiben verleitet. Und das sind meistens die
Bruchlandungen / Abstürze ohne happy end.
--
Dieses Schreiben wurde maschinell erstellt und ist ohne Unterschrift gültig.
Reinhard Greulich
2018-01-27 18:37:03 UTC
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Raw Message
Post by Jan Marco Funke
Haben Tf
auch stets alle Weisungen und Vorschriften dabei oder wird von ihnen
verlangt, unter Stress auswendig zu wissen, was im Falle einer seltenen
Störung an den Bremsen zu tun ist?
Es gibt meines Wissens Unterlagen zur Störungsbeseitigung im Fahrzeug
und auch eine Hotline, die kontaktiert werden kann. Aber das wissen
die Tf hier besser. Auswendig wissen muss nicht sein, Erfahrung
schadet aber naturlich in der Regel nicht.

Gruß - Reinhard.
--
70086
~=@=~
Helmut Barth
2018-01-28 14:15:16 UTC
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Raw Message
Salut!
Post by Jan Marco Funke
Im Zeitungsbericht steht ja geschrieben, dass er draußen telefoniert
hat, bevor der Zug entlaufen ist. Mit wem er da auch immer telefoniert
haben mag, offensichtlich ist er da nicht gut beraten worden. In der
Luftfahrt gibt es für nahezu jede Störung Checklisten an Bord, wie in
Notfällen oder bei Störungen zu verfahren ist, nach denen die Piloten
sich richten, wenn dazu im Notfall überhaupt noch Zeit ist. Haben Tf
auch stets alle Weisungen und Vorschriften dabei oder wird von ihnen
verlangt, unter Stress auswendig zu wissen, was im Falle einer seltenen
Störung an den Bremsen zu tun ist?
Es gibt eine gedruckte Entstörhilfe auf dem Fahrzeug, die aber heute
meist nur noch die Dinge umfasst, die nötig sind um die fahrzeugeigene
Diagnose- und Entstörtechnik wieder flott zu bekommen. Dann finden sich
die Maßnahmen zum Entstören als eine Art Checkliste in den
fahrzeugtechnischen Displays.

Gerade bei Bremsgeschichten ist das etwas doof, weil man das Display
nicht zur gestörten Bremse mitnehmen kann.[1]

Man kann unter Umständen auch auf dem Diensttablett (so vorhanden,
handhabt jedes EVU für sich) Hilfe finden. Das dauert aber meist länger,
als bei einer Hotline anzurufen. (Alleine z.B. die ETCS Geschichte für
den ICE1 umfasst inkl. Beschreibung, Bedienung und Abhilfemaßnahmen ca.
150 Seiten, die gefühlt mit einer Pkw- Bedienungsanleitung
gleichzusetzen sind, bei der man nach dem Ölwechsel erfährt wie man
einsteigt und wo zwischen Blinker und Nebelschlußleuchte die Schaltung
erklärt ist. Ich nenne es mal zurückhaltend: unübersichtlich)

Was einem aber bei allen Arbeiten an Kupplungen und Bremsen immer klar
sein muss, und das muss man auswendig wissen: Erst wenn alles gesichert
ist, kann man dran arbeiten. Wenn die Arbeiten das manuelle Aufheben der
Sicherung umfassen muss vorher anderweitig sichergestellt sein, dass
unbeabsichtigte Bewegungen vermieden werden. Taktische Schottersteine
gelten in diesem Sinn übrigens nicht als anderweitige Sicherung, weil
Profis natürlich wissen, dass denen eine gewisse Unzuverlässigkeit
innewohnt und sie sich beim ersten Anzeichen von Belastung einfach
verkrümeln.

Grüßle, Helmut

[1] Wie erwähnt haben viele Tf Smartphones oder Tabletts mit denen sich
der Störtext abfotografieren und so zur Störstelle "mitnehmen" lässt. Da
muss man im Störungsfall und unter Stress aber auch erst mal drauf
kommen, dass die Dinger sowohl als "Taschenlampe" als auch als
transportabler "Notizzettel" taugen. Gelehrt wird sowas nämlich nicht.
Jan Marco Funke
2018-01-28 14:51:25 UTC
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Raw Message
Post by Helmut Barth
Gerade bei Bremsgeschichten ist das etwas doof, weil man das Display
nicht zur gestörten Bremse mitnehmen kann.[1]
Man kann unter Umständen auch auf dem Diensttablett (so vorhanden,
handhabt jedes EVU für sich) Hilfe finden. Das dauert aber meist länger,
als bei einer Hotline anzurufen. (Alleine z.B. die ETCS Geschichte für
den ICE1 umfasst inkl. Beschreibung, Bedienung und Abhilfemaßnahmen ca.
150 Seiten, die gefühlt mit einer Pkw- Bedienungsanleitung
gleichzusetzen sind, bei der man nach dem Ölwechsel erfährt wie man
einsteigt und wo zwischen Blinker und Nebelschlußleuchte die Schaltung
erklärt ist. Ich nenne es mal zurückhaltend: unübersichtlich)
Oha. Vielen Dank für die ausführliche Beschreibung.
Post by Helmut Barth
Was einem aber bei allen Arbeiten an Kupplungen und Bremsen immer klar
sein muss, und das muss man auswendig wissen: Erst wenn alles gesichert
ist, kann man dran arbeiten. Wenn die Arbeiten das manuelle Aufheben der
Sicherung umfassen muss vorher anderweitig sichergestellt sein, dass
unbeabsichtigte Bewegungen vermieden werden. Taktische Schottersteine
gelten in diesem Sinn übrigens nicht als anderweitige Sicherung, weil
Profis natürlich wissen, dass denen eine gewisse Unzuverlässigkeit
innewohnt und sie sich beim ersten Anzeichen von Belastung einfach
verkrümeln.
Wie hätte er denn in diesem Fall korrekterweise vorgehen müssen?

Ich nehme an, eine Handbremse wie in Reisezugwagen sucht man in einem VT
auch vergeblich, oder gibt es die?

Hätte es bei einem angenommenen Leck im Bremssystem überhaupt eine
Möglichkeit gegeben, mit beiden VT völlig gefahrlos den nächsten Bahnhof
zu erreichen, oder hätte der Tf in diesem Fall auf einer Evakuierung der
Fahrgäste auf freier Strecke bestehen müssen?

Mit einem Dosto-Zug habe ich vor vielen Jahren etwas ähnliches erlebt,
das sich unter Inkaufnahme von etwas Verschleiß an den Bremsbelägen
deutlich einfach lösen ließ: Bremsung und halt auf freier Strecke. Nach
etwas längerer Standzeit wurde langsam bis in den nächsten Bahnhof
weiter gefahren. Dort roch es dann stark nach heißer Bremse. Die 111 vor
dem Zug war laut am zischen, irgendwo entwich da Druckluft. Der Tf
versuchte, den Fehler zu finden und zu beheben, leider erfolglos. Am
Ende ging es dann für uns eine Stunde später mit dem nächsten Zug weiter.
--
Dieses Schreiben wurde maschinell erstellt und ist ohne Unterschrift gültig.
Stefan Reuther
2018-01-29 17:56:41 UTC
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Raw Message
Post by Jan Marco Funke
Post by Helmut Barth
Was einem aber bei allen Arbeiten an Kupplungen und Bremsen immer klar
sein muss, und das muss man auswendig wissen: Erst wenn alles gesichert
ist, kann man dran arbeiten. Wenn die Arbeiten das manuelle Aufheben der
Sicherung umfassen muss vorher anderweitig sichergestellt sein, dass
unbeabsichtigte Bewegungen vermieden werden. Taktische Schottersteine
gelten in diesem Sinn übrigens nicht als anderweitige Sicherung, weil
Profis natürlich wissen, dass denen eine gewisse Unzuverlässigkeit
innewohnt und sie sich beim ersten Anzeichen von Belastung einfach
verkrümeln.
Wie hätte er denn in diesem Fall korrekterweise vorgehen müssen?
Ich nehme an, eine Handbremse wie in Reisezugwagen sucht man in einem VT
auch vergeblich, oder gibt es die?
Gilt eine Federspeicherbremse als Handbremse?

Ansonsten hätte ich mal ganz naiv angenommen: jeder Bus führt für den
Fall der Fälle Unterlegkeile mit. In einem Eisenbahnfahrzeug hätte ich
also Hemmschuhe erwartet.


Stefan
Helmut Barth
2018-01-29 21:18:51 UTC
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Raw Message
Salut!
Post by Stefan Reuther
Post by Jan Marco Funke
Ich nehme an, eine Handbremse wie in Reisezugwagen sucht man in einem VT
auch vergeblich, oder gibt es die?
Gilt eine Federspeicherbremse als Handbremse?
Nein, aber beide zählen zu den Feststellbremsen die zur Sicherung
verwendet werden können.
Post by Stefan Reuther
Ansonsten hätte ich mal ganz naiv angenommen: jeder Bus führt für den
Fall der Fälle Unterlegkeile mit. In einem Eisenbahnfahrzeug hätte ich
also Hemmschuhe erwartet.
Das kommt auf das Fahrzeug und das Einsatzgebiet an. Für Steilstrecken
und Ausland gibt es Regeln die Hemmschuhe oder Radvorleger vorschreiben.

Grüßle, Helmut
U***@web.de
2018-01-30 07:20:36 UTC
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Raw Message
Moin,
Post by Helmut Barth
Post by Stefan Reuther
Ansonsten hätte ich mal ganz naiv angenommen: jeder Bus führt für den
Fall der Fälle Unterlegkeile mit. In einem Eisenbahnfahrzeug hätte ich
also Hemmschuhe erwartet.
Das kommt auf das Fahrzeug und das Einsatzgebiet an. Für Steilstrecken
und Ausland gibt es Regeln die Hemmschuhe oder Radvorleger vorschreiben.
Irgendwo war noch der SNCF-Triebfix, der mit Fahrgästen
gegen den Willen des Tf wieder rückwärts rollte. In den
Pyrenäen, man gönnt sich ja sonst nichts.

Gruß, ULF
Helmut Barth
2018-01-31 18:43:50 UTC
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Raw Message
Salut!
Post by U***@web.de
Irgendwo war noch der SNCF-Triebfix, der mit Fahrgästen
gegen den Willen des Tf wieder rückwärts rollte. In den
Pyrenäen, man gönnt sich ja sonst nichts.
Das Fahrzeug muss zum Ausbringen irgendwelcher Hemmnisse geraume Zeit
stehen. Der Tf sollte die Auslegeware suchen und bereitlegen, die Türe
öffnen, Aussteigen, zum Drehgestell laufen und Hemmschuh, Keil oder
Radvorleger dicht am Rad positionieren.

Wenn keine Bremse und kein bergwärtiger Vortrieb das Fahrzeug an Ort
und Stelle hält, hat man da ganz schlechte Karten, selbst wenn man die
ersten 2-3 Schritte perfekt hinbekäme.

Ich nehme an, Du meinst den Fall wo ein 75000er Triebwagen (Walfisch)
nach einem Unfall mit Kühen weder Motor- noch Bremskraft aufbringen
konnte und beim zweiten "Wenden" an der rückwärtigen Steigung von der
WIMRE Tf'in eingefangen wurde. Vermutlich durch abspringen kurz vor
Stillstand und auslegen der Keile auf der Gefälleseite.

Grüßle, Helmut
U***@web.de
2018-02-01 07:45:08 UTC
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Raw Message
Moin,
Post by Helmut Barth
Post by U***@web.de
Irgendwo war noch der SNCF-Triebfix, der mit Fahrgästen
gegen den Willen des Tf wieder rückwärts rollte. In den
Pyrenäen, man gönnt sich ja sonst nichts.
Das Fahrzeug muss zum Ausbringen irgendwelcher Hemmnisse geraume Zeit
stehen. Der Tf sollte die Auslegeware suchen
Wenn man die natürlich vielleicht irgendwo
im Zug liegen hat, aber man weiß nicht wo,
ist das ungünstig.
Post by Helmut Barth
und bereitlegen, die Türe
öffnen, Aussteigen, zum Drehgestell laufen und Hemmschuh, Keil oder
Radvorleger dicht am Rad positionieren.
Wenn keine Bremse und kein bergwärtiger Vortrieb das Fahrzeug an Ort
und Stelle hält, hat man da ganz schlechte Karten,
Ein ordentlicher Zug [TM] hätte da die Druckluftbremse,
ohne deren Funktionieren er weder auf den Weg geschickt
werden noch auf selbigem sein sollte.

Züge, die das nur schaffen, wenn die Software keinen
Schluckauf hat, muß man nicht zwingend zulassen.
Post by Helmut Barth
selbst wenn man die
ersten 2-3 Schritte perfekt hinbekäme.
Ich nehme an, Du meinst den Fall wo ein 75000er Triebwagen (Walfisch)
nach einem Unfall mit Kühen weder Motor- noch Bremskraft aufbringen
konnte und beim zweiten "Wenden" an der rückwärtigen Steigung von der
WIMRE Tf'in eingefangen wurde. Vermutlich durch abspringen kurz vor
Stillstand und auslegen der Keile auf der Gefälleseite.
Den kannte ich auch, ich meinte aber den Vorfall
in den Pyrenäen, ohne Kuh, aber WIMRE mit
ungewolltem Zurückrollen in den letzten Bahnhof.
Puymorens-Strecke, man gönnt sich ja sonst nichts für
seinen Fahrzeugabgang.

Gruß, ULF
Helmut Barth
2018-02-01 21:50:43 UTC
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Raw Message
Salut!
Post by U***@web.de
Ein ordentlicher Zug [TM] hätte da die Druckluftbremse,
ohne deren Funktionieren er weder auf den Weg geschickt
werden noch auf selbigem sein sollte.
Die Kuh hat an beiden Drehgestellen die Luftleitungen derart
beschädigt, dass die Bremsluft widerstandslos zu Umgebungsluft werden
konnte und die Bremszylinder davon unbehelligt blieben. Des weiteren
wurden Teile der Krafterzeugungs- und -übertragungsanlage zerstört. Das
Fahrzeug wurde von der Kuh/den Kühen zu einem unbremsbaren Wagen
umgewandelt.
Post by U***@web.de
Züge, die das nur schaffen, wenn die Software keinen
Schluckauf hat, muß man nicht zwingend zulassen.
Software spielte beim Vorfall selbst keine Rolle. Kritischer zu
bewerten ist die Humansoftware im Entwicklungsstadium: Wenn zerstörte
Luftschläuche die Bremsanlage komplett lahmlegen können müssen sie
entweder besonders gesichert werden oder eine andere unabhängige Bremse
verbaut werden.
Post by U***@web.de
Den kannte ich auch, ich meinte aber den Vorfall
in den Pyrenäen, ohne Kuh, aber WIMRE mit
ungewolltem Zurückrollen in den letzten Bahnhof.
Puymorens-Strecke, man gönnt sich ja sonst nichts für
seinen Fahrzeugabgang.
Den kenne ich nicht und finde mit den einschlägigen Suchbegriffen auch
nichts. Link?

Grüßle, Helmut
Johann Mayerwieser
2018-02-02 02:06:19 UTC
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Raw Message
Post by Helmut Barth
Software spielte beim Vorfall selbst keine Rolle. Kritischer zu
bewerten ist die Humansoftware im Entwicklungsstadium: Wenn zerstörte
Luftschläuche die Bremsanlage komplett lahmlegen können müssen sie
entweder besonders gesichert werden oder eine andere unabhängige Bremse
verbaut werden.
Gibt es da nicht auch noch die e-Bremse, die allerdings wegen eines
zweiten Schadens (Antriebsstrang) auch wirkungslos war?
Reinhard Greulich
2018-02-02 19:24:51 UTC
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Raw Message
Post by Johann Mayerwieser
Gibt es da nicht auch noch die e-Bremse
Eher selten bei Dieseltriebwagen.

- R.
--
70086
~=@=~
U***@web.de
2018-02-02 19:32:43 UTC
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Raw Message
Post by Reinhard Greulich
Post by Johann Mayerwieser
Gibt es da nicht auch noch die e-Bremse
Eher selten bei Dieseltriebwagen.
Gar nicht extrem selten.
https://de.wikipedia.org/wiki/StLB_VT_31%E2%80%9335
https://heros-rail.com/de/triebzuege/hochgeschwindigkeits-diesel-neigezug-vt605.html
https://de.wikipedia.org/wiki/%C4%8CD-Baureihe_843
Tobias Nicht
2018-02-03 15:19:45 UTC
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Raw Message
On Fri, 02 Feb 2018 20:24:51 +0100, Reinhard Greulich
Post by Reinhard Greulich
Post by Johann Mayerwieser
Gibt es da nicht auch noch die e-Bremse
Eher selten bei Dieseltriebwagen.
646

Gruß Tobias
U***@web.de
2018-02-02 07:28:30 UTC
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Raw Message
Moin,
Post by Helmut Barth
Post by U***@web.de
Den kannte ich auch, ich meinte aber den Vorfall
in den Pyrenäen, ohne Kuh, aber WIMRE mit
ungewolltem Zurückrollen in den letzten Bahnhof.
Puymorens-Strecke, man gönnt sich ja sonst nichts für
seinen Fahrzeugabgang.
Den kenne ich nicht und finde mit den einschlägigen Suchbegriffen auch
nichts. Link?
Link! http://www.bea-tt.equipement.gouv.fr/IMG/pdf/Rapport_BEATT_2013_012.pdf

Gruß, ULF
Helmut Barth
2018-01-29 21:46:55 UTC
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Raw Message
Salut!
Post by Jan Marco Funke
Wie hätte er denn in diesem Fall korrekterweise vorgehen müssen?
Ich kenne weder das Fahrzeug, noch die Örtlichkeit noch die Art der
Störung und kann dazu deswegen im Detail gar nichts sagen.

Allgemein gesprochen ist es aber so, dass Triebwagen zwei voneinander
unabhängige Bremssysteme haben (salopp: Betriebsbremse und
Festhaltebremse) und eine der beiden wirksam sein muss, wenn an der
anderen gearbeitet werden soll. Wenn ich also eine selbsttätig angelegte
Federspeicherbremse (zb. wg. Schlauchplatzer) von Hand lösen muss, muss
der Zug mit der durchgehenden Bremse gesichert sein.

Es gibt aber gerade bei Federspeicherbremsen eine kleine Falle: Wenn
diese von Hand gelöst wurde, kann es, je nach Bauart, vorkommen, dass
sie zum wirksamen Anlegen erst einmal einen Zyklus anlegen - lösen
machen muss, damit Anzeigen und Wirkung wieder übereinstimmen. Macht man
das nicht (weil man zb. nicht weiß dass die FSpBr von Hand gelöst wurde)
und verlässt sich auf die Anzeigen, kann es tatsächlich passieren, dass
das Fz plötzlich nicht mehr gesichert ist, wenn man die durchgehende
Bremse ebenfalls löst (egal ob manuell oder zb. zur Bremsprobe mit dem
Bremsventil).

Warum die zwei Zugteile im vorliegenden Fall getrennt wurden ist
natürlich reine Spekulation. Denkbar ist, dass man das gemacht hat um
das Problem auf ein Fahrzeug einzugrenzen. Möglicherweise wurde das auch
erst gemacht, nachdem schon andere Maßnahmen an den Bremsen versucht
worden waren. Da entsteht sehr schnell eine Situation, in der man etwas
übersieht und das dann unerwartete Folgen hat.

Ich sehe das inbsbesondere dann kritisch, wenn mehr als einer am
Fahrzeug arbeitet oder eine Hotline kein exaktes Bild von der Situation
bekommt und daher eventuelle Fallstricke übersieht.

Grüßle, Helmut
Jan Marco Funke
2018-01-30 17:18:33 UTC
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Raw Message
Post by Helmut Barth
Salut!
Post by Jan Marco Funke
Wie hätte er denn in diesem Fall korrekterweise vorgehen müssen?
Ich kenne weder das Fahrzeug, noch die Örtlichkeit noch die Art der
Störung und kann dazu deswegen im Detail gar nichts sagen.
Warum die zwei Zugteile im vorliegenden Fall getrennt wurden ist
natürlich reine Spekulation. Denkbar ist, dass man das gemacht hat um
das Problem auf ein Fahrzeug einzugrenzen. Möglicherweise wurde das auch
erst gemacht, nachdem schon andere Maßnahmen an den Bremsen versucht
worden waren. Da entsteht sehr schnell eine Situation, in der man etwas
übersieht und das dann unerwartete Folgen hat.
Könnte sein. Es war ja die Rede davon, dass der Tf mit telefonischer
Hilfe schon eine ganze Stunde lang versuchte, den Zug wieder flott zu
bekommen.
Post by Helmut Barth
Ich sehe das inbsbesondere dann kritisch, wenn mehr als einer am
Fahrzeug arbeitet oder eine Hotline kein exaktes Bild von der Situation
bekommt und daher eventuelle Fallstricke übersieht.
Ich sehe schon, das ist alles wirklich ziemlich komplex und spekulativ.
Wir werden also den Untersuchungsbericht abwarten müssen.
--
Dieses Schreiben wurde maschinell erstellt und ist ohne Unterschrift gültig.
Helmut Barth
2018-01-31 18:46:16 UTC
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Raw Message
Salut!
Post by Jan Marco Funke
Ich sehe schon, das ist alles wirklich ziemlich komplex und spekulativ.
Wir werden also den Untersuchungsbericht abwarten müssen.
Das wird hierzugroup nicht umsonst gerne propagiert, wenn zuviel
Spekulatius im Spiel ist. ;)

Grüßle, Helmut
Marc Haber
2018-01-31 20:34:54 UTC
Antworten
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Raw Message
Post by Helmut Barth
Post by Jan Marco Funke
Ich sehe schon, das ist alles wirklich ziemlich komplex und spekulativ.
Wir werden also den Untersuchungsbericht abwarten müssen.
Das wird hierzugroup nicht umsonst gerne propagiert, wenn zuviel
Spekulatius im Spiel ist. ;)
Leider ist meine Anfrage, ob zu der S5-Geisterfahrt im Elsenztal mit
dienstuntauglichem Tf und überbrückter Fahrgastnotbremse noch ein
Bericht kommt, auch nach zwei Monaten nicht beantwortet.

Grüße
Marc
--
-------------------------------------- !! No courtesy copies, please !! -----
Marc Haber | " Questions are the | Mailadresse im Header
Mannheim, Germany | Beginning of Wisdom " |
Nordisch by Nature | Lt. Worf, TNG "Rightful Heir" | Fon: *49 621 72739834
U***@web.de
2018-01-28 16:06:35 UTC
Antworten
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Raw Message
Moin,
Post by Helmut Barth
Post by Jan Marco Funke
In der
Luftfahrt gibt es für nahezu jede Störung Checklisten an Bord, wie in
Notfällen oder bei Störungen zu verfahren ist, nach denen die Piloten
sich richten, wenn dazu im Notfall überhaupt noch Zeit ist. Haben Tf
auch stets alle Weisungen und Vorschriften dabei oder wird von ihnen
verlangt, unter Stress auswendig zu wissen, was im Falle einer seltenen
Störung an den Bremsen zu tun ist?
Es gibt eine gedruckte Entstörhilfe auf dem Fahrzeug, die aber heute
meist nur noch die Dinge umfasst, die nötig sind um die fahrzeugeigene
Diagnose- und Entstörtechnik wieder flott zu bekommen. Dann finden sich
die Maßnahmen zum Entstören als eine Art Checkliste in den
fahrzeugtechnischen Displays.
Gerade bei Bremsgeschichten ist das etwas doof, weil man das Display
nicht zur gestörten Bremse mitnehmen kann.[1]
Man kann unter Umständen auch auf dem Diensttablett (so vorhanden,
handhabt jedes EVU für sich) Hilfe finden. Das dauert aber meist länger,
als bei einer Hotline anzurufen. (Alleine z.B. die ETCS Geschichte für
den ICE1 umfasst inkl. Beschreibung, Bedienung und Abhilfemaßnahmen ca.
150 Seiten, die gefühlt mit einer Pkw- Bedienungsanleitung
gleichzusetzen sind, bei der man nach dem Ölwechsel erfährt wie man
einsteigt und wo zwischen Blinker und Nebelschlußleuchte die Schaltung
erklärt ist. Ich nenne es mal zurückhaltend: unübersichtlich)
Wurde denn wenigstens die Suchfunktion weggespart?

Gruß, ULF
Helmut Barth
2018-01-29 21:15:16 UTC
Antworten
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Raw Message
Salut!
Post by U***@web.de
[..] (Alleine z.B. die ETCS Geschichte für
den ICE1 umfasst inkl. Beschreibung, Bedienung und Abhilfemaßnahmen ca.
150 Seiten, die gefühlt mit einer Pkw- Bedienungsanleitung
gleichzusetzen sind, bei der man nach dem Ölwechsel erfährt wie man
einsteigt und wo zwischen Blinker und Nebelschlußleuchte die Schaltung
erklärt ist. Ich nenne es mal zurückhaltend: unübersichtlich)
Wurde denn wenigstens die Suchfunktion weggespart?
Natürlich nicht, es war billiger sie in "wenig hilfreich" zu
realisieren. Im Ernst: Die Trefferliste der Suchfunktion ist genial,
weil Begriffe oder Kapitelnummern vom Inhaltsverzeichnis über alle
Querverweise bis zum einzigen wichtigen Treffer gefunden werden. Das
muss man dann manuell sichten und sich dahin vorarbeiten, wo man hin
will. "Bremsstörung" als Suchbegriff bringt möglicherweise gar nichts,
während "Ausfall von Bremsen" dann dutzende Treffer präsentiert und es
dem Nutzer überlässt diese zu sichten. Kombinationen von Suchbegriffen
funktionieren nach meienm Empfinden überhaupt nicht, weil die scheinbar
immer ODER verknüpft sind und damit mehr, statt weniger Treffer
generieren (Im Beispiel könnten also auch mal Treffer auftauchen in
denen nur das Wort "von" zutreffend wäre).

SCNR, Helmut
Martin Ebert
2018-01-30 04:19:43 UTC
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Raw Message
Post by Helmut Barth
Gerade bei Bremsgeschichten ist das etwas doof, weil man das Display
nicht zur gestörten Bremse mitnehmen kann.[1]
Ich muss da jetzt mal was wirklich Dummes fragen.

Du redest vermutlich ja nicht von einem Güterzug mit 40 Waggons
aus dem Baujahr 1973 - wir reden schon über moderne Personenzüge?

Ich weiß, dass elektronisch regelt wird, wann eine Notbremse auch
eine sein darf. Ich weiß, dass jedes defekte Klo elektronisch zu
Mutti telefoniert.

Sagst Du grad (platt formuliert), dass die vergessen haben, ein
Telefon für jede Bremse einzubauen?
Post by Helmut Barth
[1] Wie erwähnt haben viele Tf Smartphones oder Tabletts mit denen
sich der Störtext abfotografieren und so zur Störstelle "mitnehmen"
lässt.
Wow.

Na wenigstens können Hacker diese Schnittstelle nicht angreifen.

Mt
P.S: Keine Häme. Danke für Bericht.
Tobias Nicht
2018-01-30 11:33:21 UTC
Antworten
Permalink
Raw Message
Post by Martin Ebert
Post by Helmut Barth
Gerade bei Bremsgeschichten ist das etwas doof, weil man das Display
nicht zur gestörten Bremse mitnehmen kann.[1]
Ich muss da jetzt mal was wirklich Dummes fragen.
Du redest vermutlich ja nicht von einem Güterzug mit 40 Waggons
aus dem Baujahr 1973 - wir reden schon über moderne Personenzüge?
Absperrhähne kann der Hersteller auch schon mal willkürlich auf 25 bis
100 Meter wild verteilen. Natürlich nicht Staubgeschützt und mit auch
nach einem Jahr noch lesbarer Aufschrit. Da hift das Bild oder der
Übersichtsplan schon enorm weiter.
Post by Martin Ebert
Ich weiß, dass elektronisch regelt wird, wann eine Notbremse auch
eine sein darf. Ich weiß, dass jedes defekte Klo elektronisch zu
Mutti telefoniert.
Das Klo sagt aber auch nur "kaputt". Mehr nicht.
Post by Martin Ebert
Sagst Du grad (platt formuliert), dass die vergessen haben, ein
Telefon für jede Bremse einzubauen?
Nein die sagen auch nur , dass sie defekt sind und dann soll eben
abgesperrt werden.
Post by Martin Ebert
Post by Helmut Barth
[1] Wie erwähnt haben viele Tf Smartphones oder Tabletts mit denen
sich der Störtext abfotografieren und so zur Störstelle "mitnehmen"
lässt.
Auf die Idee war ich noch nicht gekommen, da auch nicht alle
Abhilfetexte tatsächlich hilfreich sind.

Beispiel "Störlampe gelb an", OK ich sehe die Störlampe und sehe auch
das die an ist, das brauch mir das Display nicht zu sagen, es soll
sagen warum die verf... Störlampe an ist
Post by Martin Ebert
Wow.
Na wenigstens können Hacker diese Schnittstelle nicht angreifen.
Mt
P.S: Keine Häme. Danke für Bericht.
Gruß Tobias
U***@web.de
2018-01-30 13:03:25 UTC
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Raw Message
Post by Tobias Nicht
Absperrhähne kann der Hersteller auch schon mal willkürlich auf 25 bis
100 Meter wild verteilen. Natürlich nicht Staubgeschützt und mit auch
nach einem Jahr noch lesbarer Aufschrit.
Wenn die EVIU so etwas abnehmen, warum nicht?
Helmut Barth
2018-01-31 19:24:54 UTC
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Raw Message
Salut!
Post by Martin Ebert
Post by Helmut Barth
Gerade bei Bremsgeschichten ist das etwas doof, weil man das Display
nicht zur gestörten Bremse mitnehmen kann.[1]
Ich muss da jetzt mal was wirklich Dummes fragen.
Du redest vermutlich ja nicht von einem Güterzug mit 40 Waggons
aus dem Baujahr 1973 - wir reden schon über moderne Personenzüge?
Ich weiß, dass elektronisch regelt wird, wann eine Notbremse auch
eine sein darf. Ich weiß, dass jedes defekte Klo elektronisch zu
Mutti telefoniert.
Sagst Du grad (platt formuliert), dass die vergessen haben, ein
Telefon für jede Bremse einzubauen?
Nein, natürlich nicht. Nehmen wir an, wir hätten zwei moderne NV-
Triebwagen, irgendwas 4-8-achsiges. Nehmen wir weiter an, im hinteren
Fahrzeug platzt der Schlauch zur Federspeicherbremse (Feststellbremse).
Dann spricht nach kurzer Zeit wegen Druckverlust im
Federspeicherluftkreis die Federspeicherüberwachung an und stellt den
Zug mit einer Zwangsbremsung hin, damit man nicht mit 2-4 Motoren gegen
die Scheibenbremse kämpft bis die ausglüht. Das sagt einem auf modernen
Fahrzeugen auch das Display "Federspeicherüberwachung angesprochen".

Was einem das Display nicht sagen kann ist, ob es um einen
fehlerhaften Drucksensor, eine defekte Verkabelung (Schaden nach
Wildunfall, Wackelkontakt, schlechte Wartung), einen geplatzten Schlauch
oder digitale Phantomschmerzen geht.

Die digitale Störhilfe wird also den Tf auffordern, verschiedene Dinge
zu kontrollieren und dabei von einfach nach komplex versuchen Ursachen
auszuschließen. Erster Schritt wird der Lösebefehl per Drucktaster sein.
Bringt natürlich nix, wenn der Schlauch ab ist und kein Druck aufgebaut
werden kann. Nächster Schritt wird also die Kontrolle der Display- und
Schauzeichenanzeigen sein. Dann vielleicht die manuelle Bedienung der
Ventile und irgendwann kommt der Punkt "Zug mit der durchgehenden Bremse
sichern" und "Federspeicherbremse lösen bedienen" und auf
Luftausströmgeräusche achten. Wir finden den kaputten Schlauch, weils
dort zischt.
Post by Martin Ebert
Post by Helmut Barth
[1] Wie erwähnt haben viele Tf Smartphones oder Tabletts mit denen
sich der Störtext abfotografieren und so zur Störstelle "mitnehmen"
lässt.
Wow.
Nächster Schritt wäre nun, die defekte Federspeicherbremse abzusperren
und manuell zu lösen, weil man ja irgendwann weiterfahren will. Alles
was man dazu wissen muss steht im Führerraum auf dem Display, der Tf
steht aber 40m weiter hinten, sucht Absperrhähne im Unterflurbereich und
muss dann im Schaltschrank quittieren. Und hier kommt mein Tip mit dem
Abfotografieren und "mitnehmen" ins Spiel, der spart dann schnell mal
ein paar 100m Fußweg oder mehrere Minuten abschreiben.

Außerdem ist nachlesen deutlich besser, da im Störungsfall kaum ein
Fußweg ohne Telefonat zurückgelegt wird. Irgendwer will immer was
wissen, oder man will selbst die Hotline sprechen. Da vergisst man
schnell mal einen wichtigen Halbsatz, wenn man das Bild nicht vor Augen
sondern nur im Kopf hat.
Post by Martin Ebert
Na wenigstens können Hacker diese Schnittstelle nicht angreifen.
Gib mir eine Hacke und ein Tablett und ich zeige Dir, wie sich das
sehr wohl angreifen lässt ;).
Post by Martin Ebert
Mt
P.S: Keine Häme. Danke für Bericht.
Never mind, Grüßle, Helmut
Martin Ebert
2018-01-31 21:16:04 UTC
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Raw Message
Post by Martin Ebert
Post by Helmut Barth
Gerade bei Bremsgeschichten ist das etwas doof, weil man das Display
nicht zur gestörten Bremse mitnehmen kann.[1]
[...]
Post by Martin Ebert
Sagst Du grad (platt formuliert), dass die vergessen haben, ein
Telefon für jede Bremse einzubauen?
 Nein, natürlich nicht. Nehmen wir an, [usw]
Ich bedanke mich für die ausführliche Erklärung.

Mt
P.S: Ich gebe Dir keine Hacke - Du machst das dann ja putt.
Helmut Barth
2018-02-01 21:52:26 UTC
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Raw Message
Salut!
Post by Martin Ebert
Post by Martin Ebert
Post by Helmut Barth
Gerade bei Bremsgeschichten ist das etwas doof, weil man das Display
nicht zur gestörten Bremse mitnehmen kann.[1]
[...]
Post by Martin Ebert
Sagst Du grad (platt formuliert), dass die vergessen haben, ein
Telefon für jede Bremse einzubauen?
Nein, natürlich nicht. Nehmen wir an, [usw]
Ich bedanke mich für die ausführliche Erklärung.
Mt
P.S: Ich gebe Dir keine Hacke - Du machst das dann ja putt.
Ist das nicht das, was Hacker machen? Außer die Münchner Hacker, die
brauen Bier ;)

Grüßle, Helmut
Ralph A. Schmid, dk5ras
2018-01-30 08:22:02 UTC
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Raw Message
Post by Jan Marco Funke
Haben Tf
auch stets alle Weisungen und Vorschriften dabei oder wird von ihnen
verlangt, unter Stress auswendig zu wissen, was im Falle einer seltenen
Störung an den Bremsen zu tun ist?
In den Bz sitzen Profis für die einzelnen Fahrzeugtypen, die auch
Zugriff auf umfangreiche Unterlagen haben und den Tf klare Anweisungen
zur Fehlersuche und Störungsbehebung geben können. Können sollten.


-ras
--
Ralph A. Schmid +49-171-3631223 +49-911-21650056
http://www.schmid.xxx/ http://www.db0fue.de/
http://www.bclog.de/ http://www.kabuliyan.de/
Marc Haber
2018-01-30 11:54:54 UTC
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Raw Message
Post by Ralph A. Schmid, dk5ras
Post by Jan Marco Funke
Haben Tf
auch stets alle Weisungen und Vorschriften dabei oder wird von ihnen
verlangt, unter Stress auswendig zu wissen, was im Falle einer seltenen
Störung an den Bremsen zu tun ist?
In den Bz sitzen Profis für die einzelnen Fahrzeugtypen, die auch
Zugriff auf umfangreiche Unterlagen haben und den Tf klare Anweisungen
zur Fehlersuche und Störungsbehebung geben können. Können sollten.
Eventuell wäre es vermutlich nützlich, wenn diese Profis nicht in der
Bz, sondern auf einem Referenz-Fahrzeug sitzen würden.

Grüße
Marc
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U***@web.de
2018-01-30 13:07:27 UTC
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Raw Message
Post by Marc Haber
Post by Ralph A. Schmid, dk5ras
In den Bz sitzen Profis für die einzelnen Fahrzeugtypen, die auch
Zugriff auf umfangreiche Unterlagen haben und den Tf klare Anweisungen
zur Fehlersuche und Störungsbehebung geben können. Können sollten.
Eventuell wäre es vermutlich nützlich, wenn diese Profis nicht in der
Bz, sondern auf einem Referenz-Fahrzeug sitzen würden.
Dann wird hier aber gefragt, warum die Fahrzeugreserven
nicht zur Verhinderung von Zugausfällen und
Sardinenzügen genutzt werden. Du willst diese
Referenzbremsentstörungen nicht auf einem
irgendwo anders fahrenden Planzug machen.
Ralph A. Schmid, dk5ras
2018-01-30 13:57:39 UTC
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Raw Message
Post by Marc Haber
Post by Ralph A. Schmid, dk5ras
In den Bz sitzen Profis für die einzelnen Fahrzeugtypen, die auch
Zugriff auf umfangreiche Unterlagen haben und den Tf klare Anweisungen
zur Fehlersuche und Störungsbehebung geben können. Können sollten.
Eventuell wäre es vermutlich nützlich, wenn diese Profis nicht in der
Bz, sondern auf einem Referenz-Fahrzeug sitzen würden.
Nette Vorstellung, in Frankfurt auf dem Hof viele Gleise, voll mit
einer bunten Mischung an Fahrzeugen, und in jedem Führerstand hockt
ein Hansel drin, hat es sich gemütlich gemacht und wartet auf Anrufe
zu seiner Karre :)

Ich denke aber mal, auch im Büro können da erfahrene Lokführer /
Ausbilder, die auf den betreffenden Fahrzeugen selber Dienst gemacht
haben und im Prinzip jeden Kniff kennen, da einen guten Job machen.
Übrigens auch zu alten und selten gewordenen Schätzchen wie der BR 103
gibt es so jemanden.



-ras
--
Ralph A. Schmid +49-171-3631223 +49-911-21650056
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U***@web.de
2018-01-30 14:01:43 UTC
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Raw Message
Post by Ralph A. Schmid, dk5ras
Post by Marc Haber
Eventuell wäre es vermutlich nützlich, wenn diese Profis nicht in der
Bz, sondern auf einem Referenz-Fahrzeug sitzen würden.
Nette Vorstellung, in Frankfurt auf dem Hof viele Gleise, voll mit
einer bunten Mischung an Fahrzeugen, und in jedem Führerstand hockt
ein Hansel drin, hat es sich gemütlich gemacht und wartet auf Anrufe
zu seiner Karre :)
Bei allen in D noch im PV verwendeten
Fahrzeugen also zwei Hanseln pro Karre.
U***@web.de
2018-01-31 07:08:54 UTC
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Raw Message
Post by Marc Haber
Eventuell wäre es vermutlich nützlich, wenn diese Profis nicht in der
Bz, sondern auf einem Referenz-Fahrzeug sitzen würden.
Ein Referenzfahrzeug pro Unterbauart und
Softwareversion, gell?
Tobias Nicht
2018-01-31 15:18:05 UTC
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Raw Message
On Tue, 30 Jan 2018 09:22:02 +0100, "Ralph A. Schmid, dk5ras"
Post by Ralph A. Schmid, dk5ras
In den Bz sitzen Profis für die einzelnen Fahrzeugtypen, die auch
Zugriff auf umfangreiche Unterlagen haben und den Tf klare Anweisungen
zur Fehlersuche und Störungsbehebung geben können. Können sollten.
In der BZ sitzen keine Profis für Fahrzeugstörungen. Wenn dann hat das
EVU sowas. Unsere Leitstelle klingelt notfalls die
Werkstattbereitschaft raus und die rufen mich dann an, wenn es
wirklich notwendig sein sollte.

Gruß Tobias
Ralph A. Schmid, dk5ras
2018-02-01 13:04:53 UTC
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Post by Tobias Nicht
In der BZ sitzen keine Profis für Fahrzeugstörungen.
Ja, nun, an sich geht es schon in die Richtung, was ich in Frankfurt
so erlebt habe. Wie definiert man "Profi für Fahrzeugstörungen"? :)
Jedenfalls sind das Leute, welche die üblichen Störungen kennen, wohl
meist auch aus eigenem Erleben, und welche auch alle Unterlagen im
Zugriff haben, in denen man nachsehen kann, um vielleicht doch noch
ohne Abschleppen weiterzukommen.


-ras
--
Ralph A. Schmid +49-171-3631223 +49-911-21650056
http://www.schmid.xxx/ http://www.db0fue.de/
http://www.bclog.de/ http://www.kabuliyan.de/
Helmut Barth
2018-01-31 19:35:24 UTC
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Salut!
Post by Ralph A. Schmid, dk5ras
In den Bz sitzen Profis für die einzelnen Fahrzeugtypen, die auch
Zugriff auf umfangreiche Unterlagen haben und den Tf klare Anweisungen
zur Fehlersuche und Störungsbehebung geben können. Können sollten.
SWIW ist keine Hotline rund um die Uhr erreichbar, und oft sitzt dort
auch nur ein einzelner Mitarbeiter mit zugegebenerweise umfangreicher
Wissensbasis.

Wenn man mit Exotenfahrzeugen anruft ist das Gespräch oft schon nach
"tut mir leid, kenne ich mich gar nicht aus, aber gut dass Du angerufen
hast" vorbei (wird seltener, vlt. auch weil ich weniger Exoten fahre in
letzter Zeit).

Andersrum tut sich die Hotline allerdings auch schwer, wenn der Tf
nicht mitarbeitet und nichts sagt oder nicht das macht, was ihm geraten
wird.

Grüßle, Helmut
Eckhard Sihler
2018-01-31 20:09:14 UTC
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Raw Message
Post by Helmut Barth
Wenn man mit Exotenfahrzeugen anruft ist das Gespräch oft schon nach
"tut mir leid, kenne ich mich gar nicht aus, aber gut dass Du angerufen
hast" vorbei (wird seltener, vlt. auch weil ich weniger Exoten fahre in
letzter Zeit).
Wo hat der FV noch Exoten (den TGV zähle ich nicht dazu)? Oder musstest
Du neulich die 111 mit dem IC auf der Gäubahn fahren? :-)

Grüße,
Eckhard
Helmut Barth
2018-01-31 20:21:11 UTC
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Raw Message
Salut!
Post by Eckhard Sihler
Wo hat der FV noch Exoten (den TGV zähle ich nicht dazu)? Oder musstest
Du neulich die 111 mit dem IC auf der Gäubahn fahren? :-)
TGV ist für die deutsche Hotline ein Exot und die 181 war und ist es
auch weitgehend. Ebenso war es mit dem Gastspiel der 234 auf der
Südbahn, da war man als Fernfahrer bei der Cargo-Hotline besser
aufgehoben. Meistens.

Grüßle, Helmut
Marc Haber
2018-01-31 20:38:05 UTC
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Raw Message
Post by Helmut Barth
Post by Eckhard Sihler
Wo hat der FV noch Exoten (den TGV zähle ich nicht dazu)? Oder musstest
Du neulich die 111 mit dem IC auf der Gäubahn fahren? :-)
TGV ist für die deutsche Hotline ein Exot und die 181 war und ist es
auch weitgehend. Ebenso war es mit dem Gastspiel der 234 auf der
Südbahn, da war man als Fernfahrer bei der Cargo-Hotline besser
aufgehoben. Meistens.
An die 234 hatte ich auch gedacht, aber kann man für den Train a
Grande Verspätung nicht auch französisch parlierend die line de chaud
aus dem westlichen Nachbarland anrufen?

Grüße
Marc
--
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Marc Haber | " Questions are the | Mailadresse im Header
Mannheim, Germany | Beginning of Wisdom " |
Nordisch by Nature | Lt. Worf, TNG "Rightful Heir" | Fon: *49 621 72739834
Helmut Barth
2018-02-01 22:26:56 UTC
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Raw Message
Salut!
Post by Marc Haber
An die 234 hatte ich auch gedacht, aber kann man für den Train a
Grande Verspätung nicht auch französisch parlierend die line de chaud
aus dem westlichen Nachbarland anrufen?
Ja das kann man. Aber die Jungs sind überaus vorsichtig mit
Ratschlägen, da sie mit unserem Regelwerk nicht vertraut sind und nicht
so recht wissen, wie gut oder schlecht wir ihre Ratschläge in unsere
Region und die geltenden Regeln übersetzen können.

Zudem gibt es unterschiedliche Haltungen zu Störungen zw. F und D. Dem
französischen Tf oder Hotliner ist die Wiederinbetriebnahme eines einmal
gestörten Systems nahezu komplett fremd. Wenn etwas gestört ist, ist das
in F fast immer ein Fall für die Werkstatt.

Selbst wenn es um so etwas profanes wie einen PZB Rechnerabsturz beim
Aufrüsten über einem wirksamen PZB- Magnet geht, der seine Frequenz just
beim Selbsttest wechselt. Wir würden einen Neustart und Prüflauf machen
und die Sache beobachten, weil wir von unseren Anlagen solche
"Verhaltensweise" gewohnt sind. Der französische Tf schaltet zwar aus,
aber nicht wieder ein (es sei denn die Hotline beauftragt ihn
ausdrücklich). Die Idee selbstständig ein Subsystem neu zu starten ist
"typisch deutsch" und irritiert westlich des Rheins...

...genauso wie der Versuch, Ursachen für bestimme Fehler zu finden und
zu dokumentieren. Da gab es einst auf dem TGV POS eine schöne Störung,
die man nur auf französisch abarbeiten konnte, weil im Hilfesystem dafür
keine deutschsprachige Seite hinterlegt war. Versuchte man die Störung
auf deutsch abzuarbeiten führte der Versuch dazu, dass der Rechner nach
dem Aufruf der Seite in einer Endlosschleife versucht hat, die
nichtexistente Seite anzuzeigen. 3 Resets später war mir das klar und
eine entsprechende Störmeldung im Buch. Lob und Tadel lagen dicht
beisammen: Lob für die Fehlermeldung und Rüffel für die 3
eigentständigen Resets (ohne die der Zug aber schlicht nicht mehr
einsatzbereit gewesen wäre und die vorgesehenen Zugfahrten ausgefallen
wären). Muss man nicht verstehen ;).

Grüßle, Helmut
Volker Borchert
2018-02-01 22:07:29 UTC
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Train a Grande Verspätung
ROTFLMAOABITC
--
"I'm a doctor, not a mechanic." Dr Leonard McCoy <***@ncc1701.starfleet.fed>
"I'm a mechanic, not a doctor." Volker Borchert <***@despammed.com>
U***@web.de
2018-09-19 19:07:14 UTC
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Raw Message
Post by Helmut Barth
Post by Eckhard Sihler
Wo hat der FV noch Exoten (den TGV zähle ich nicht dazu)? Oder musstest
Du neulich die 111 mit dem IC auf der Gäubahn fahren? :-)
TGV ist für die deutsche Hotline ein Exot und die 181 war und ist es
auch weitgehend.
Letztere soll gerüchteweise bald abgestellt werden.

Man munkelt von Fahrplanwechsel.

Gruß, ULF

U***@web.de
2018-02-01 07:48:02 UTC
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Moin,
Post by Eckhard Sihler
Post by Helmut Barth
Wenn man mit Exotenfahrzeugen anruft ist das Gespräch oft schon nach
"tut mir leid, kenne ich mich gar nicht aus, aber gut dass Du angerufen
hast" vorbei (wird seltener, vlt. auch weil ich weniger Exoten fahre in
letzter Zeit).
Wo hat der FV noch Exoten (den TGV zähle ich nicht dazu)?
Im Giruno zwischen Basel und Frankfurt?

Gruß, ULF
Ralf Gunkel
2018-02-04 21:43:55 UTC
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Raw Message
Post by U***@web.de
Moin,
Post by Eckhard Sihler
Post by Helmut Barth
Wenn man mit Exotenfahrzeugen anruft ist das Gespräch oft schon nach
"tut mir leid, kenne ich mich gar nicht aus, aber gut dass Du angerufen
hast" vorbei (wird seltener, vlt. auch weil ich weniger Exoten fahre in
letzter Zeit).
Wo hat der FV noch Exoten (den TGV zähle ich nicht dazu)?
Im Giruno zwischen Basel und Frankfurt?
Der verkehrt da (noch) nicht.

Ich vermute du beziehst dich auf den EC(E) Ffm - Mailand.
Das ist ein ETR 610.
https://www.sbb.ch/de/bahnhof-services/im-zug/unsere-zuege/etr-610.html


Gruß Ralf
--
"Sicherungstechnik ist gelebte Paranoia. Und das ist gut so." Dirk Möbius in
deb*
U***@web.de
2018-02-05 10:21:38 UTC
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Raw Message
Post by Ralf Gunkel
Post by U***@web.de
Post by Eckhard Sihler
Wo hat der FV noch Exoten (den TGV zähle ich nicht dazu)?
Im Giruno zwischen Basel und Frankfurt?
Der verkehrt da (noch) nicht.
Ich vermute du beziehst dich auf den EC(E) Ffm - Mailand.
Das ist ein ETR 610.
https://www.sbb.ch/de/bahnhof-services/im-zug/unsere-zuege/etr-610.html
Verzeichnung. Als Exot geht der rund um Mannheim aber
trotzdem durch.
Ralf Gunkel
2018-02-05 19:35:03 UTC
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Raw Message
Post by U***@web.de
Post by Ralf Gunkel
Post by U***@web.de
Post by Eckhard Sihler
Wo hat der FV noch Exoten (den TGV zähle ich nicht dazu)?
Im Giruno zwischen Basel und Frankfurt?
Der verkehrt da (noch) nicht.
Ich vermute du beziehst dich auf den EC(E) Ffm - Mailand.
Das ist ein ETR 610.
https://www.sbb.ch/de/bahnhof-services/im-zug/unsere-zuege/etr-610.html
Verzeichnung. Als Exot geht der rund um Mannheim aber
trotzdem durch.
Ack. Sehr exotisch.

Gruß Ralf
--
"Sicherungstechnik ist gelebte Paranoia. Und das ist gut so." Dirk Möbius in
deb*
Ralph A. Schmid, dk5ras
2018-02-01 13:06:24 UTC
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Raw Message
Post by Helmut Barth
Andersrum tut sich die Hotline allerdings auch schwer, wenn der Tf
nicht mitarbeitet und nichts sagt oder nicht das macht, was ihm geraten
wird.
Da sagst Du ein wahres Wort! Ich bin irgendwie auch so eine Hotline,
wenn auch nicht für Fahrzeuge, sondern diverses Industriegerät, und
ich kann von solchen Kandidaten ein Lied singen :(


-ras
--
Ralph A. Schmid +49-171-3631223 +49-911-21650056
http://www.schmid.xxx/ http://www.db0fue.de/
http://www.bclog.de/ http://www.kabuliyan.de/
Tobias Nicht
2018-01-30 11:24:29 UTC
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Raw Message
On Sat, 27 Jan 2018 18:28:09 +0100, Jan Marco Funke
Post by Jan Marco Funke
Post by Reinhard Greulich
Post by Jan Marco Funke
Da stellt sich die Frage, warum die SIFA den Zug nicht gestoppt hat.
Da war keine Sifa. Offenbar ist ein Zugteil entlaufen, nachdem die
Bremse händisch gelöst wurde - darauf deutet jedenfalls das hin, was
in der Zeitung beschrieben war. Dazu muss irgendwo entkuppelt worden
sein. Was auch immer wen auch immer da geritten haben mag, sowas mit
einem besetzten Zug anzustellen, was natürlich ein no-go ist. Glück im
Unglück, dass die Bremsen nicht erschöpft waren, so dass die
Fahrgastnotbremse noch Wirkung hatte.
Wäre nach den vorliegenden Informationen folgendes Szenario denkbar?
Am in Fahrtrichtung hinteren Triebwagen gab es ein Luftleck, als der
Druck in der Hauptbremsleitung unter eine bestimmte Grenze gesunken ist,
gab es eine automatische Bremsung auf freier Strecke. Wegen des Lecks
ließ sich die Bremse nicht mehr lösen und nicht weiter fahren.
Offensichtlich war geplant, mit dem defekten Zug möglichst irgendwie
noch den nächsten Bahnsteig zu erreichen, um nicht auf freier Strecke
evakuieren zu müssen.
Beim deaktivieren des Führerstandes legen die Federspeicher an. Bei
einigen Fahrzeugtypen löst gleichzeitig die Haltebremse aus. Um den
Zug abzukuppeln muss der Füherstand deaktiviert werden und der
Schlüssel in die andere Richtung gedreht werden. Eigentlich kann der
Zug nicht wegrollen. Da hier keiner den Softwarestand bzw die
Fahrzeugausrüstung kennt, ist der Rest Spekulatius. Da hilft nur auf
den Bericht zu warten.
Post by Jan Marco Funke
Post by Reinhard Greulich
Aber Evakuieren hätte gedauert. Dann hätten die Musters dieser Welt
wieder ihre Schreikrämpfe bekommen. Offenbar können unter solchem
Druck kapitale Fehlentscheidungen entstehen. Hätte richtig übel
ausgehen können, das.
Im Zeitungsbericht steht ja geschrieben, dass er draußen telefoniert
hat, bevor der Zug entlaufen ist. Mit wem er da auch immer telefoniert
haben mag, offensichtlich ist er da nicht gut beraten worden. In der
Luftfahrt gibt es für nahezu jede Störung Checklisten an Bord, wie in
Notfällen oder bei Störungen zu verfahren ist, nach denen die Piloten
sich richten, wenn dazu im Notfall überhaupt noch Zeit ist. Haben Tf
auch stets alle Weisungen und Vorschriften dabei oder wird von ihnen
verlangt, unter Stress auswendig zu wissen, was im Falle einer seltenen
Störung an den Bremsen zu tun ist?
Ich habe es sogar doppelt. Auf jedem Fahrzeug haben wir einen
Störsuchplan und ich habe es auch auf dem Diensttablet. Fehler
passieren häufig eher dadurch, dass nach der "hab ich schon mal
gemacht" Methode vorgegangen wird.

Gruß Tobias
Reinhard Greulich
2018-01-27 11:41:04 UTC
Antworten
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Raw Message
Post by Paul Muster
Ja, ich weiß, das hat alles so seine Richtigkeit
Das weißt du? Echt? Für derart inkompetent hätte ich dich nun wieder
nicht gehalten.

Oder freust du dich gerade, dass du mal eine wirklich gefährliche
Situation gefunden hast, damit du herumstänkern kannst? Aber nein, das
kann ja nicht sein, Du bist ja der Auffassung, das habe alles seine
Richtigkeit.

- R.
--
70086
~=@=~
Paul Muster
2018-01-27 12:19:49 UTC
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Raw Message
Post by Reinhard Greulich
Post by Paul Muster
Ja, ich weiß, das hat alles so seine Richtigkeit
Das weißt du? Echt? Für derart inkompetent hätte ich dich nun wieder
nicht gehalten.
Oder freust du dich gerade, dass du mal eine wirklich gefährliche
Situation gefunden hast, damit du herumstänkern kannst? Aber nein, das
kann ja nicht sein, Du bist ja der Auffassung, das habe alles seine
Richtigkeit.
"wirklich gefährliche Situation"? Da stehen doch überall Andreaskreuze,
die auch bei offenen Schranken jegliche Verantwortung auf alle anderen
als die Bahn abschieben. Jedenfalls nach Meinung bestimmter Leute.


mfG Paul
Marc Haber
2018-01-27 18:35:14 UTC
Antworten
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Raw Message
Post by Paul Muster
Post by Reinhard Greulich
Post by Paul Muster
Ja, ich weiß, das hat alles so seine Richtigkeit
Das weißt du? Echt? Für derart inkompetent hätte ich dich nun wieder
nicht gehalten.
Oder freust du dich gerade, dass du mal eine wirklich gefährliche
Situation gefunden hast, damit du herumstänkern kannst? Aber nein, das
kann ja nicht sein, Du bist ja der Auffassung, das habe alles seine
Richtigkeit.
"wirklich gefährliche Situation"? Da stehen doch überall Andreaskreuze,
die auch bei offenen Schranken jegliche Verantwortung auf alle anderen
als die Bahn abschieben. Jedenfalls nach Meinung bestimmter Leute.
Ich denke es ist völlig unstrittig, dass da etwas kapital
schiefgelaufen ist. Ungefähr auf dem Level, dass ein osteuropäischer
Lastwagen mit funktionsuntüchtigen Bremsen innerdeutsche Fracht
transportiert.

Grüße
Marc
--
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Thomas Hochstein
2018-01-27 21:30:25 UTC
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Raw Message
Post by Marc Haber
Ich denke es ist völlig unstrittig, dass da etwas kapital
schiefgelaufen ist. Ungefähr auf dem Level, dass ein osteuropäischer
Lastwagen mit funktionsuntüchtigen Bremsen innerdeutsche Fracht
transportiert.
Was denn jetzt - "völlig kapital schiefgelaufen" oder "Alltag"?
Andreas Barth
2018-01-28 10:23:31 UTC
Antworten
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Raw Message
Post by Thomas Hochstein
Post by Marc Haber
Ich denke es ist völlig unstrittig, dass da etwas kapital
schiefgelaufen ist. Ungefähr auf dem Level, dass ein osteuropäischer
Lastwagen mit funktionsuntüchtigen Bremsen innerdeutsche Fracht
transportiert.
Was denn jetzt - "völlig kapital schiefgelaufen" oder "Alltag"?
Manchmal ist auch der Alltag völlig kapital schiefgelaufen.


Viele Grüße,
Andi
Marc Haber
2018-01-28 13:33:09 UTC
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Raw Message
Post by Thomas Hochstein
Post by Marc Haber
Ich denke es ist völlig unstrittig, dass da etwas kapital
schiefgelaufen ist. Ungefähr auf dem Level, dass ein osteuropäischer
Lastwagen mit funktionsuntüchtigen Bremsen innerdeutsche Fracht
transportiert.
Was denn jetzt - "völlig kapital schiefgelaufen" oder "Alltag"?
Manchmal gibt es kapital schieflaufende Dinge, die jeden Tag passieren
und es halt noch gut geht.

Grüße
Marc
--
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Reinhard Greulich
2018-01-28 13:48:08 UTC
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Raw Message
Post by Marc Haber
Manchmal gibt es kapital schieflaufende Dinge, die jeden Tag passieren
und es halt noch gut geht.
Ich wäre ernsthaft beunruhigt, wenn solche Sachen jeden Tag passieren
würden, auch wenn es, was eigentlich wenig wahrscheinlich ist, so gut
geht wie in diesem Fall.

Das ist schon ein Ding, wo ich sehr gespannt auf den EUB-Bericht
warten werde, auch wenn das dauern wird.

Gruß - Reinhard.
--
70086
~=@=~
Martin Ebert
2018-01-30 04:58:49 UTC
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Post by Thomas Hochstein
Post by Marc Haber
Ich denke es ist völlig unstrittig, dass da etwas kapital
schiefgelaufen ist. Ungefähr auf dem Level, dass ein osteuropäischer
Lastwagen mit funktionsuntüchtigen Bremsen innerdeutsche Fracht
transportiert.
Was denn jetzt - "völlig kapital schiefgelaufen" oder "Alltag"?
Damit wir nicht bei fake news landen, ist auch dort eine ganz kleine
Kleinigkeit richtigzustellen.

Ich war heute mal wieder gen Berlin. Per Auto, ich traue es mich
kaum zu sagen. Berliner Ring dürfte ein Begriff sein, der südliche
Teil nennt sich im Volksmund "Warschauer Allee" - weil da unendlich
viele osteuropäische Laster zu Gange sind.

Heute sah das aus Richtung Frankfurt/Oder in Richtung MD so aus:
Zwei Spuren fast komplett Laster, ganz links trödele ich hinter
Opa in seinem ollen Kadett hinterher.

Alle Laster sind heil angekommen. Das waren deutlich mehr als
die PKW, die da auch zu Gange waren.

Das ist wie mit Bahnens - ich hab ganz schwer was gegen kultivierte
Vorurteile. Der ständige Kontrolldruck ist derart hoch, dass seit
Jahren die osteuropäischen Speditionen mit erstklassigen Gerät
in Deutschland unterwegs sind. Über den Durchschnitt betrachtet
ist die nach Deutschland einfahrende Flotte jünger als die von
Deutschen betriebenen Speditionen.

Diese komischen weißen Kleintransporter mit dem dünnen blauen
Streifen in der Art eines Servicesfahrzeugs - hat oft den
Schriftzug "BAG". Achtet beim nächsten Mal drauf, die haben da
oben eine eher unauffällige blaue Rundumbeleuchtung. Man sieht das
zuerst nicht. Die sind deutlich unbeliebter als die Steuerfahndung ...

Ich weiß, ich weiß. "Guck doch mal Fernsehen, da werden die doch
ständig gefangen!". Naja, was sollen die auch senden, ein
Fernsehbeitrag "alles war ok" macht doch keinen Spaß. Und da
ist es wie bei der Bahn: Da wird der Fall hochgezogen, der
wirklich blöd ist. Gibt es, gibt es wirklich unbestritten alles.
Aber das ist weniger als Promille - die osteuropäischen Kollegen
kommen alle mit der Fuhre am Ziel an. Und dann wieder heil nach
Hause.

Ganz deutlich weniger als PKW-Unfälle auf BAB. PKW sind das
Problem - nicht LKW. Wenn es aber schief läuft, läuft es
gleich richtig schief: Ein 40-Tonner macht dann nun mal Späne.
Womit wir wieder bei Bahnens sind.

Mt
P.S: Die wirklich modernsten Laster mit allem Sicherheits-
Schnickschnack wie Spurhalteassistent, Abstandsradar, auto-
matischem Notbremssystem fahren nun ausgerechnet die Weiß-
russen. Belaruss. Mal gelegentlich drauf achten: Die schnee-
weißen 40-Tonner: Weißrussisches Kennzeichen.
U***@web.de
2018-01-30 07:28:02 UTC
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Moin,
Post by Martin Ebert
Der ständige Kontrolldruck ist derart hoch,
In Belgien soll er höher sein, was die Ruhezeiten betrifft.
Post by Martin Ebert
dass seit
Jahren die osteuropäischen Speditionen mit erstklassigen Gerät
in Deutschland unterwegs sind.
Ähnlich bei Nevercomeback-Airlines. Wenn die nach
Frankfurt fliegen, setzen sie das beste verfügbare
Flugzeug ein.

Gruß, ULF
Helmut Barth
2018-01-31 19:41:31 UTC
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Salut!
Post by Martin Ebert
Alle Laster sind heil angekommen. Das waren deutlich mehr als
die PKW, die da auch zu Gange waren.
Der dazu passende bedauerliche Einzelfall ist gerade mal zwei Wochen
alt:
<https://www.zvw.de/inhalt.haubersbronn-lkw-bleibt-auf-feldweg-stecken.8005e54f-54e1-4aa5-92e1-0f931e5d2b7b.html>

SCNR, Helmut
Martin Ebert
2018-01-31 21:22:59 UTC
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Post by Martin Ebert
Alle Laster sind heil angekommen. Das waren deutlich mehr als
die PKW, die da auch zu Gange waren.
 Der dazu passende bedauerliche Einzelfall ist gerade mal zwei Wochen alt: <https://www.zvw.de/inhalt.haubersbronn-lkw-bleibt-auf-feldweg-stecken.8005e54f-54e1-4aa5-92e1-0f931e5d2b7b.html>
Klar passiert praktisch jeden Tag was mit LKW auf deutschen
Autobahnen. Nun müsste man fairerweise Tonnagekilometer
rechnen ...

Ich will ja auf was ganz anderes hinaus: Deren Branche
kämpft mit dem, was wir bei Berichterstattung über die
Bahn auch immer beklagen:

Wenn was passiert *rasen* Laster *immer*. Wenn es nur Klein-
kram gab, wird nicht berichtet, Beispiel: Mit 40 Tonnen
fuhr der mit 3 km/h Rest (wegen Notbremssystem) auf,
Blechschaden.

Wenn einer relativ ungebremst einschlägt, dann gibt es
richtig Späne.

Mt
Reinhard Zwirner
2018-02-01 18:47:55 UTC
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Helmut Barth schrieb:

[...]
 Der dazu passende bedauerliche Einzelfall ist gerade mal zwei Wochen
<https://www.zvw.de/inhalt.haubersbronn-lkw-bleibt-auf-feldweg-stecken.8005e54f-54e1-4aa5-92e1-0f931e5d2b7b.html>
Einzelfall?

<http://www.haz.de/Nachrichten/Der-Norden/Uebersicht/Rettungsaktion-im-Deister-Navi-fuehrt-Lkw-Fahrer-in-den-Wald>

SCNR

Reinhard
Helmut Barth
2018-02-01 22:29:46 UTC
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Salut!
Post by Reinhard Zwirner
[...]
Post by Helmut Barth
Der dazu passende bedauerliche Einzelfall ist gerade mal zwei Wochen
<https://www.zvw.de/inhalt.haubersbronn-lkw-bleibt-auf-feldweg-stecken.8005e54f-54e1-4aa5-92e1-0f931e5d2b7b.html>
Einzelfall?
<http://www.haz.de/Nachrichten/Der-Norden/Uebersicht/Rettungsaktion-im-Deister-Navi-fuehrt-Lkw-Fahrer-in-den-Wald>
Ok, zwei Einzelfälle ;)

Grüßle, Helmut
Wolfgang Kynast
2018-02-02 07:50:08 UTC
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Raw Message
Post by Helmut Barth
Salut!
Post by Reinhard Zwirner
[...]
Post by Helmut Barth
Der dazu passende bedauerliche Einzelfall ist gerade mal zwei Wochen
<https://www.zvw.de/inhalt.haubersbronn-lkw-bleibt-auf-feldweg-stecken.8005e54f-54e1-4aa5-92e1-0f931e5d2b7b.html>
Einzelfall?
<http://www.haz.de/Nachrichten/Der-Norden/Uebersicht/Rettungsaktion-im-Deister-Navi-fuehrt-Lkw-Fahrer-in-den-Wald>
Ok, zwei Einzelfälle ;)
Wenn wir noch "Abkommen von der Straße ohne Fremdeinwirkung"
dazunehmen, wird's umfangreich:

http://www.stimme.de/polizei/heilbronn/Lkw-im-Graben-B293-halbseitig-gesperrt;art1491,3974024
http://www.stimme.de/polizei/heilbronn/Lastwagen-mit-Tierfutter-auf-B27-umgekippt;art1491,3905583
http://www.stimme.de/polizei/suedwesten/Laster-kracht-in-S21-Baustelle-Komplizierte-Bergung-auf-A8;art1495,3963867
http://www.stimme.de/deutschland-welt/newsticker/Unfaelle-Verkehr-Lebensmittel-UNTERFRANKEN-24-Tonnen-Huehnerbrust-nach-Lkw-Unfall-vernichtet;art305,3730548
http://www.stimme.de/deutschland-welt/newsticker/Notfaelle-Unfaelle-Verkehr-Laster-haengt-stundenlang-ueber-Bahnstrecke-am-Titisee;art305,3693028

Und dass Martins Laster bei Berlin alle heil angekommen sind, war ein
eigenartiger Zufall. Hier auf der A6 im Raum Heilbronn gibt es fast
täglich LKW-Unfälle, meist schwer, oft tödlich.
--
Schöne Grüße,
Wolfgang
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