Discussion:
Nicht nur Berliner Stadtverkehr war komplett eingestellt
(zu alt für eine Antwort)
U***@web.de
2017-10-06 07:47:47 UTC
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Raw Message
Hierzu Näheres in debs.

Jedoch war der Orkan Xavier erstaunlicherweise
nicht auf ein oder zwei Städte beschränkt,
und so sammelten sich die gestrandeten Reisenden
unter anderem in Hannover Hbf.

Züge strandeten auch.

Gruß, ULF
Jan Marco Funke
2017-10-06 08:03:55 UTC
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Raw Message
Post by U***@web.de
Hierzu Näheres in debs.
Jedoch war der Orkan Xavier erstaunlicherweise
nicht auf ein oder zwei Städte beschränkt,
und so sammelten sich die gestrandeten Reisenden
unter anderem in Hannover Hbf.
Züge strandeten auch.
Wie üblich bekommt die DB nichts, aber auch gar nichts auf die Reihe.
Rastatt wird immer mehr zum Normalzustand. So rät die DB ihren Kunden,
vor der Fahrt in der Reiseauskunft zu überprüfen, ob der gebuchte Zug
überhaupt fährt. Da stehen vor der Abfahrt am Startbahnhof aber viele
Züge noch als pünktlich drin, die überhaupt nicht fahren können, weil
die Strecken gesperrt sind. Bei den Zügen zwischen Hannover und Hamburg
erscheint ein Warnhinweis, dass die Strecke zwischen Rheine und
Norddeich gesperrt ist. Die Sperrung Hannover - Hamburg wird
verschwiegen. So werden etliche Reisende in die Bahnhöfe gelockt, um
erst dort zu erfahren, dass noch nichts fährt. Die DB kann es einfach
nicht und ich habe auch die Hoffnung aufgegeben, dass sich das jemals
bessern wird. Bei angekündigten Unwettern kann man in Deutschland
eigentlich nur noch ein Fazit ziehen: Bloß nicht mit dem Zug fahren!

Viele Grüße
Jan Marco
--
8000315 - ERDW - KBS 400+406
U***@web.de
2017-10-06 08:16:45 UTC
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Raw Message
Post by Jan Marco Funke
Bei angekündigten Unwettern kann man in Deutschland
eigentlich nur noch ein Fazit ziehen: Bloß nicht mit dem Zug fahren!
Manchmal läuft es auch umgekehrt: In einer Ecke
ist Sturm (zu erwarten), gesperrt wird größtflächig
auch in Flautengegenden.

Gruß, ULF
Wolfgang Kynast
2017-10-06 08:19:24 UTC
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Raw Message
On Fri, 6 Oct 2017 10:03:55 +0200, "Jan Marco Funke" posted:

...
Post by Jan Marco Funke
Bei angekündigten Unwettern kann man in Deutschland
eigentlich nur noch ein Fazit ziehen: Bloß nicht mit dem Zug fahren!
Klar, da nimmt man sicherheitshalber das Auto:

"In Mecklenburg-Vorpommern wurde am Donnerstag ein 51-jähriger
Lastwagenfahrer in seinem Fahrzeug von einem Baum erschlagen. Im
Hamburg starb eine 54-jährige Frau, als ein Baum auf das Auto fiel, in
dem sie saß. Deutschlandweit sind mindestens acht Menschen infolge des
Sturms ums Leben gekommen."
Jan Marco Funke
2017-10-06 08:26:10 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Wolfgang Kynast
....
Post by Jan Marco Funke
Bei angekündigten Unwettern kann man in Deutschland
eigentlich nur noch ein Fazit ziehen: Bloß nicht mit dem Zug fahren!
"In Mecklenburg-Vorpommern wurde am Donnerstag ein 51-jähriger
Lastwagenfahrer in seinem Fahrzeug von einem Baum erschlagen. Im
Hamburg starb eine 54-jährige Frau, als ein Baum auf das Auto fiel, in
dem sie saß. Deutschlandweit sind mindestens acht Menschen infolge des
Sturms ums Leben gekommen."
Bei jährlich über 3000 Verkehrstoten in Deutschland macht das den Kohl
auch nicht fett. Das Risiko wird von den Autofahrern wohl oder übel in
Kauf genommen.

Viele Grüße
Jan Marco
--
8000315 - ERDW - KBS 400+406
U***@web.de
2017-10-06 08:30:40 UTC
Permalink
Raw Message
Moin,
Post by Jan Marco Funke
Bei jährlich über 3000 Verkehrstoten in Deutschland macht das den Kohl
auch nicht fett. Das Risiko wird von den Autofahrern wohl oder übel in
Kauf genommen.
Es kann auch Fußgänger treffen.

Wenn Geäst durch die Gegend fliegt, versuche ich, mich
in Gebäuden aufzuhalten.

Gruß, ULF
Jan Marco Funke
2017-10-06 08:37:22 UTC
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Raw Message
Post by U***@web.de
Moin,
Es kann auch Fußgänger treffen.
Wenn Geäst durch die Gegend fliegt, versuche ich, mich
in Gebäuden aufzuhalten.
Was hättest du gemacht, wenn du für morgen Nachmittag einen Sparpreis
nach Nord- oder Ostdeutschland besessen hättest?

Da die DB ja mittlerweile regelmäßig bei Orkanböen ihren Verkehr
einstellt, wäre es doch IMHO nur fair, wenn bei Unwetterwarnungen ab
Windstärke 11 (oder Starkschneefall / Eisregen) die Möglichkeit besteht,
seinen Sparpreis schon vor der Fahrt ohne Gebühr zu stornieren. Ganz im
Gegenteil sollen die Fahrgastrechte nun jedoch sogar noch geschwächt
werden, indem Unwetterfolgen künftig als "höhere Gewalt" eingestuft
werden, bei denen es gar nichts zurück gibt...

Viele Grüße
Jan Marco
--
8000315 - ERDW - KBS 400+406
Thorsten Klein
2017-10-06 12:09:08 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Jan Marco Funke
Ganz im
Gegenteil sollen die Fahrgastrechte nun jedoch sogar noch geschwächt
werden, indem Unwetterfolgen künftig als "höhere Gewalt" eingestuft
werden, bei denen es gar nichts zurück gibt...
Das war doch schonmal so.
U***@web.de
2017-10-06 12:43:05 UTC
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Raw Message
Moin,
Post by Jan Marco Funke
Was hättest du gemacht, wenn du für morgen Nachmittag einen Sparpreis
nach Nord- oder Ostdeutschland besessen hättest?
Gute Frage.
Post by Jan Marco Funke
Da die DB ja mittlerweile regelmäßig bei Orkanböen ihren Verkehr
einstellt, wäre es doch IMHO nur fair, wenn bei Unwetterwarnungen ab
Windstärke 11 (oder Starkschneefall / Eisregen) die Möglichkeit besteht,
seinen Sparpreis schon vor der Fahrt ohne Gebühr zu stornieren.
Mittlerweile heißt es, gestrige Fahrscheine hätten
heute noch Gültigkeit, bindungsfrei.

Gruß, ULF
Till Kinstler
2017-10-06 12:58:17 UTC
Permalink
Raw Message
Post by U***@web.de
Mittlerweile heißt es, gestrige Fahrscheine hätten
heute noch Gültigkeit, bindungsfrei.
Hat man für Fahrten auf den derzeit noch gesperrten Strecken verlängert:
"Damit Kunden ihre Reise flexibel gestalten können, gelten Zugtickets
für die betroffenen Relationen mit Gültigkeit ab Donnerstag, 5. Oktober
vorsorglich bis einschließlich 15. Oktober. Diese Regelung gilt auch für
Tickets mit Zugbindung. Bei Reiseverzicht können Tickets ohne Gebühr
zurückgeben werden. "
Steht auf
<https://www.bahn.de/p/view/home/info/sonderkommunikation-unwetter.shtml?dbkanal_007=L01_S01_D001_KIN0001_-_BLITZBOX-UNWETTER-XAVIER-171005_LZ01>,
das sich insgesamt nicht sehr optimistisch hinsichtlich kurzfristiger
Normalisierung des Verkehrs liest...

Grüße,
Till
Fa.lk.Sc.H.a.de
2017-10-06 15:09:33 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Till Kinstler
Post by U***@web.de
Mittlerweile heißt es, gestrige Fahrscheine hätten
heute noch Gültigkeit, bindungsfrei.
"Damit Kunden ihre Reise flexibel gestalten können, gelten Zugtickets
für die betroffenen Relationen mit Gültigkeit ab Donnerstag, 5. Oktober
vorsorglich bis einschließlich 15. Oktober. Diese Regelung gilt auch für
Tickets mit Zugbindung. Bei Reiseverzicht können Tickets ohne Gebühr
zurückgeben werden. "
Steht auf
<https://www.bahn.de/p/view/home/info/sonderkommunikation-unwetter.shtml?dbkanal_007=L01_S01_D001_KIN0001_-_BLITZBOX-UNWETTER-XAVIER-171005_LZ01>,
das sich insgesamt nicht sehr optimistisch hinsichtlich kurzfristiger
Normalisierung des Verkehrs liest...
Nein, Nein, die pöse Bahn will natürlich das alle neue Tickets kaufen
müssen und erstattet gar nichts!
So hier noch die Buzzwords: Börsengang, Mehdorn
Jan Marco Funke
2017-10-06 15:50:05 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Fa.lk.Sc.H.a.de
So hier noch die Buzzwords: Börsengang, Mehdorn
Ich finde, man sollte das nicht ins Lächerliche ziehen. Fakt ist doch,
erst unter ihm ist es salonfähig geworden, den Streckenfreischnitt so
sehr zu vernachlässigen, dass bei Unwettern kein sicherer Bahnbetrieb
mehr möglich ist und der Verkehr deshalb besser schon vorsorglich
eingestellt wird.

Daran, dass dieser Zustand von nahezu allen klaglos hingenommen wird
merkt man aber auch, dass Deutschland ein Autoland ist und es nur wenige
wirklich stört, wenn die Bahn regelmäßig mehrere Tage pro Jahr einfach
ausfällt.

Viele Grüße
Jan Marco
--
8000315 - ERDW - KBS 400+406
Fa.lk.Sc.H.a.de
2017-10-06 16:22:33 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Jan Marco Funke
Post by Fa.lk.Sc.H.a.de
So hier noch die Buzzwords: Börsengang, Mehdorn
Ich finde, man sollte das nicht ins Lächerliche ziehen. Fakt ist doch,
erst unter ihm ist es salonfähig geworden, den Streckenfreischnitt so
sehr zu vernachlässigen, dass bei Unwettern kein sicherer Bahnbetrieb
mehr möglich ist und der Verkehr deshalb besser schon vorsorglich
eingestellt wird.
es li9egt natürlich keinesfalls daran das die Bahn nicht mehr einfach so
20m Freischneiden darf, sondern die Zustimmung des Eigentümers nötig
ist. So was war früher mal öffentliches Intresse und stand über
persönlichen Belangen und Wünschen.

Außerdem wird im Fall eines Falles in letzter Zeit derart auf die Bahn
eingeschlagen das man da eben lieber den Verkehr einstellt als sich dann
wieder ans Bein pissen lässt wenn es im Katastrophenfall länger dauert.
Die Pisser sind, auch hier, die selben die jetzt maulen weil der Verkehr
eingestellt wird.
Post by Jan Marco Funke
Daran, dass dieser Zustand von nahezu allen klaglos hingenommen wird
merkt man aber auch, dass Deutschland ein Autoland ist und es nur wenige
wirklich stört, wenn die Bahn regelmäßig mehrere Tage pro Jahr einfach
ausfällt.
Gut das es noch ein paar Unermüdliche gibt die das nicht so hinnehmen.
Tobias Nicht
2017-10-07 10:31:53 UTC
Permalink
Raw Message
On Fri, 6 Oct 2017 18:22:33 +0200, "Fa.lk.Sc.H.a.de"
Post by Fa.lk.Sc.H.a.de
es li9egt natürlich keinesfalls daran das die Bahn nicht mehr einfach so
20m Freischneiden darf, sondern die Zustimmung des Eigentümers nötig
ist. So was war früher mal öffentliches Intresse und stand über
persönlichen Belangen und Wünschen.
Von den fünfi Bäumen, die ich dieses vor mir im Gleis hatte, standen
alle auf Bahngebiet. Diese Woche war ich nicht arbeiten, aber habe ein
paar Infos von Kollegen erhalten und da kam auch nichts vom
Fremdgelende. Cottbus - Berlin ist noch bis Montag (eher länger)
dicht. Da standen die Bäume auch immer sehr dicht und nix mit V
Schnitt. Bei ner Überwachungsfahrt hab ich mit dem Teamleiter zwischen
Wittenberge und Lud nebenbei mal gezählt, was so umfallen kann. Ich
könnte mich auch als Wahrsager bei Astro TV bewerben.
Post by Fa.lk.Sc.H.a.de
Außerdem wird im Fall eines Falles in letzter Zeit derart auf die Bahn
eingeschlagen das man da eben lieber den Verkehr einstellt als sich dann
wieder ans Bein pissen lässt wenn es im Katastrophenfall länger dauert.
Die Pisser sind, auch hier, die selben die jetzt maulen weil der Verkehr
eingestellt wird.
Die Züge in den Bahnhöfen zurückzuhalten war richtig. Evakuierungen
gab es auch und auch recht schnell, war aber wohl auch nicht richtig,
weil die Leutz nicht weiterkamen. Busse und anderes bei dem Wetter
aufzutreiben ist eher aussichtslos. Die Informationspolitik, egal
welches Unternehmen war grottig.

Gruß Tobias
Jan Marco Funke
2017-10-07 12:06:04 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Fa.lk.Sc.H.a.de
Post by Jan Marco Funke
Post by Fa.lk.Sc.H.a.de
So hier noch die Buzzwords: Börsengang, Mehdorn
Ich finde, man sollte das nicht ins Lächerliche ziehen. Fakt ist doch,
erst unter ihm ist es salonfähig geworden, den Streckenfreischnitt so
sehr zu vernachlässigen, dass bei Unwettern kein sicherer Bahnbetrieb
mehr möglich ist und der Verkehr deshalb besser schon vorsorglich
eingestellt wird.
es li9egt natürlich keinesfalls daran das die Bahn nicht mehr einfach so
20m Freischneiden darf, sondern die Zustimmung des Eigentümers nötig
ist. So was war früher mal öffentliches Intresse und stand über
persönlichen Belangen und Wünschen.
Unterstützenswert finde ich die aktuellen Vorschläge von Pro Bahn:

| Trotz allen Entgegenkommens des Unternehmens kritisierte
| Niedersachsens Chef des Fahrgastverbands Pro Bahn, Björn
| Gryschka, bei tagesschau24 das schlechte digitale Management
| der Bahn. Dass manche Züge in digitalen Systemen als pünktlich
| angezeigt werden, obwohl sie gar nicht fahren, führe bei vielen
| Reisenden zu Verwirrungen und Unmut. Gryschka forderte ein
| Eingreifen der Politik, um die Digitalisierung auch im Bahnsystem
| voranzubringen.
|
| Fahrgastverband appelliert an Bahn und Politik
|
| Zudem appellierte Gryschka sowohl an die Bahn als auch an die
| Politik, die Kriterien der Bepflanzung entlang der Bahnstrecken
| neu zu bewerten. Bis zur Abschaffung der Dampfloks vor 40 Jahren
| habe es zehn Meter breite Brandschutzstreifen entlang der Gleise
| gegeben, die später schlichtweg zugewachsen seien.
| Auch seien früher die den Gleisen am nächsten stehenden Bäume
| kurz gehalten worden, damit sie nicht auf die Schienen fallen und
| dahinter stehende Bäume bei einem Unwetter auffangen können.
| Notfalls sei auch der Gesetzgeber gefordert, um zwischen dem
| Naturschutz und der Verlässlichkeit der Bahn eine Neugewichtung
| vorzunehmen.

http://www.tagesschau.de/inland/sturm-xavier-105.html

Es muss doch endlich mal was geschehen, mittlerweile ist es doch
wirklich so weit gekommen, dass man in der DB-Fahrplanauskunft so wie
bei den Nordseefähren auch bei allen Zügen eigentlich dringend den
Hinweis anbringen sollte, dass die Fahrpläne Witterungsabhängig sind und
bei Sturm sowie Eis und Schnee leider kein planmäßiger Verkehr möglich
ist und dann auch jederzeit mit Betriebseinstellungen zu rechnen ist.

Nur leider ist es unseren Politikern völlig egal, ob die Züge rollen
oder nicht. Oder habt ihr mitbekommen, dass sich Dobrindt auch nur ein
einziges mal zu Rastatt geäußert hätte?

Viele Grüße
Jan Marco
--
8000315 - ERDW - KBS 400+406
U***@web.de
2017-10-07 12:19:53 UTC
Permalink
Raw Message
Moin,
Post by Jan Marco Funke
| Trotz allen Entgegenkommens des Unternehmens kritisierte
| Niedersachsens Chef des Fahrgastverbands Pro Bahn, Björn
| Gryschka,
| Gryschka forderte ein
| Eingreifen der Politik, um die Digitalisierung auch im Bahnsystem
| voranzubringen.
Auch elektronische Falschauskünfte fallen
unter Digitalisierung.

Gruß, ULF
U***@web.de
2017-10-07 10:16:32 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Jan Marco Funke
den Streckenfreischnitt so
sehr zu vernachlässigen, dass bei Unwettern kein sicherer Bahnbetrieb
mehr möglich ist und der Verkehr deshalb besser schon vorsorglich
eingestellt wird.
Daran, dass dieser Zustand von nahezu allen klaglos hingenommen wird
merkt man aber auch, dass Deutschland ein Autoland ist und es nur wenige
wirklich stört, wenn die Bahn regelmäßig mehrere Tage pro Jahr einfach
ausfällt.
Roman scheint bei weniger als 125 Tagen Nichtverkehren im
Jahr keinen Handlungsbedarf zu sehen. Mag sein, daß
er die Ausfälle nur an Wochenenden verplant.

Gruß, ULF
Till Kinstler
2017-10-06 17:40:28 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Fa.lk.Sc.H.a.de
Nein, Nein, die pöse Bahn will natürlich das alle neue Tickets kaufen
müssen und erstattet gar nichts!
So hier noch die Buzzwords: Börsengang, Mehdorn
Was ist denn mit dir los? Ich habe lediglich die Kulanzregelung deines
Arbeitgebers zitiert und meinen Eindruck hinzugefügt, dass die
Formulierung des Textes auf der Seite zu diesem Zeitpunkt nicht eine
baldige Wiederaufnahme des normalen Betriebs erwarten ließ. Dem ist ja
tatsächlich so: Von Berlin in Richtung Hamburg und Hannover ist heute
nichts gefahren. Der Regionalverkehr in Berlin und Brandenburg ist
weiterhin stark gestört.

Grüße,
Till
Jan Marco Funke
2017-10-07 12:56:31 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Till Kinstler
Post by Fa.lk.Sc.H.a.de
Nein, Nein, die pöse Bahn will natürlich das alle neue Tickets kaufen
müssen und erstattet gar nichts!
So hier noch die Buzzwords: Börsengang, Mehdorn
Was ist denn mit dir los? Ich habe lediglich die Kulanzregelung deines
Arbeitgebers zitiert und meinen Eindruck hinzugefügt, dass die
Formulierung des Textes auf der Seite zu diesem Zeitpunkt nicht eine
baldige Wiederaufnahme des normalen Betriebs erwarten ließ.
Wess' Brot ich ess, dess' Lied ich sing. Im Grunde ist es ja nicht
verkehrt, zu seinem Arbeitgeber zu stehen. Aber bei den Leistungen des
Managements der DB ist IMHO schon noch viel Luft nach oben und nicht
selten bekommen leider ausgerechnet die, die nichts dafür können, also
die Mitarbeiter an der Front, den Ärger der Fahrgäste ab, wenn es mal
wieder nicht läuft. Insofern staune ich auch, wie unkritisch er hinter
seinen obersten Vorgesetzten steht.

Viele Grüße
Jan Marco
--
8000315 - ERDW - KBS 400+406
Roman Racine
2017-10-06 14:27:50 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Jan Marco Funke
Wie üblich bekommt die DB nichts, aber auch gar nichts auf die Reihe.
Rastatt wird immer mehr zum Normalzustand.
Nunja, es ist eine ökonomische Frage, ob man auf ein Wetterereignis wie es
etwa einmal im Jahr auftritt, abfangen will. Man könnte schweres Gerät und
genügend Personal, um dieses zu bedienen, an zahlreichen Stützpunkten
vorrätig halten. Besonders sinnvoll dürfte das halt nicht sein.

Aus meiner Sicht setzt man zur Verfügung stehendes Geld am besten primär
ein, um Probleme, wie sie 250 Mal pro Jahr (sprich: jeden Werktag) auftreten
zu beheben, nicht um seltene Extremereignisse abzufangen.

Gruss

Roman°
Reinhard Greulich
2017-10-06 22:21:50 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Roman Racine
Man könnte schweres Gerät und
genügend Personal, um dieses zu bedienen, an zahlreichen Stützpunkten
vorrätig halten. Besonders sinnvoll dürfte das halt nicht sein.
Üblicherweise sind die mit dem schweren Gerät die vom
Katastrophenschutz oder der örtlichen Feuerwehr, die DB hängt
hinterher den Draht wieder hin und stellt ggf. Masten neu. Das
bedeutet aber auch, dass man auf die örtlichen Einsatzkräfte
angewiesen ist, die sich natürlich bei so einer Großschadenslage nicht
drei- und vierteilen können. Grundsätzlich gilt für diese natürlich
auch das, was Du oben schreibst.

Gruß - Reinhard.
--
70086
~=@=~
HC Ahlmann
2017-10-06 18:49:25 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Jan Marco Funke
Bei angekündigten Unwettern kann man in Deutschland
eigentlich nur noch ein Fazit ziehen: Bloß nicht mit dem Zug fahren!
Die Bahn warb vor rund 50 Jahren: "Alle reden vom Wetter. Wir nicht!"
<Loading Image...>

Auch heute redet sie nicht, wenn das Wetter den Bahnverkehr
beeinträchtigt. Ist die Haltung nicht konsequent?
--
Munterbleiben
HC

<http://hc-ahlmann.gmxhome.de/> Bordkassen, Kochen an Bord, Törnberichte
Reinhard Greulich
2017-10-06 22:15:32 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Jan Marco Funke
Wie üblich bekommt die DB nichts, aber auch gar nichts auf die Reihe.
Rastatt wird immer mehr zum Normalzustand.
Wolltest Du jetzt den Bäumen das Umfallen verbieten oder erwartest Du
von der DB, dass diese das tut?

Problem in der Fahrplanauskunft ist, dass diese die Daten nur
veröffentlichen darf, wenn die Unternehmen diese liefern oder es
wenigstens genehmigen. Wenn von da nix kommt, gilt ein Zug als
planmäßig. Natürlich weiß DB Netz, was Sache ist, aber ohne Zustimmung
des Dateninhabers, im Falle von Drittunternehmen sind das auch
Zugverspätungen und -ausfälle, dürfen die nix rausgeben, auch nicht an
Hafas.

Eigentlich bist Du doch lange genug hier dabei, dass Du das selbst
wissen könntest.

- R.
--
70086
~=@=~
Frank Nitzschner
2017-10-07 05:49:30 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Reinhard Greulich
Wolltest Du jetzt den Bäumen das Umfallen verbieten oder erwartest Du
von der DB, dass diese das tut?
Als bei uns im Elbtal in den 70er Jahren elektrifiziert wurde, fällte
man die Bäume an den Hängen bis ezwa in Höhe des ehem. Brandstreifens.
Es wurde auch bis Ende der 80er regelmäßig in der Höhe nachgeschnitten.
Keine Probleme mit der Signalsicht und keine Probleme mit Holz in der Ol.

Grüsse
Frank
Fa.lk.Sc.H.a.de
2017-10-07 07:28:50 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Frank Nitzschner
Post by Reinhard Greulich
Wolltest Du jetzt den Bäumen das Umfallen verbieten oder erwartest Du
von der DB, dass diese das tut?
Als bei uns im Elbtal in den 70er Jahren elektrifiziert wurde, fällte
man die Bäume an den Hängen bis ezwa in Höhe des ehem. Brandstreifens.
Es wurde auch bis Ende der 80er regelmäßig in der Höhe nachgeschnitten.
Keine Probleme mit der Signalsicht und keine Probleme mit Holz in der Ol.
mach das mal im Heutigen Naturschutzgebiet, resp. Nationalpark.
Paul Muster
2017-10-07 08:03:08 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Fa.lk.Sc.H.a.de
Post by Frank Nitzschner
Post by Reinhard Greulich
Wolltest Du jetzt den Bäumen das Umfallen verbieten oder erwartest Du
von der DB, dass diese das tut?
Als bei uns im Elbtal in den 70er Jahren elektrifiziert wurde, fällte
man die Bäume an den Hängen bis ezwa in Höhe des ehem. Brandstreifens.
Es wurde auch bis Ende der 80er regelmäßig in der Höhe nachgeschnitten.
Keine Probleme mit der Signalsicht und keine Probleme mit Holz in der Ol.
mach das mal im Heutigen Naturschutzgebiet, resp. Nationalpark.
Hat die Bahn denn mal mit den Verantwortlichen gesprochen? Haben die
tatsächlich ihre Zustimmung verweigert?
Oder ist das - wie so oft - nur Falks persönliche Fehde gegen andere
Menschen, hier Umwelt-/Naturschützer?

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/xavier-bahn-bestreitet-mangelnden-rueckschnitt-von-baeumen-a-1171629.html

| Der Fahrgastverband Pro Bahn forderte hingegen, Bäume und Sträucher
| entlang der Hauptverkehrsstrecken besser zu stutzen. Bis zur
| Abschaffung der Dampflok vor 40 Jahren habe es zehn Meter breite
| Brandschutzstreifen entlang der Gleise gegeben, die später schlichtweg
| zugewachsen seien, sagte Niedersachsens Pro-Bahn-Chef Björn Gryschka.
| Früher seien zudem die den Gleisen am nächsten stehenden Bäume kurz
| gehalten worden, damit sie nicht auf die Schienen fallen und dahinter
| stehende Bäume bei einem Unwetter auffangen können.
|
| Laut Bahn wird schon heute auf ausreichenden Abstand zwischen
| Vegetation und Zügen geachtet. "Alle Strecken werden durchgearbeitet,
| indem auf mindestens sechs Metern rechts und links der Gleise die
| Vegetation zurückgeschnitten wird", so die Sprecherin. Für neue
| Pflanzungen würden tiefwurzelnde Baumarten wie Eiche oder Blutahorn
| eingesetzt. "In fast allen Regionalbereichen der DB ist dieses
| Programm bereits vollständig umgesetzt."

Na, dann wundert man sich, warum der Laden dermaßen Probleme mit den
Bäumen hat wie aktuell gerade. Sind die allermeisten Bäume womöglich
sehr deutlich höher als 6m??

| An sogenannten "Hot Spots" setzt die Bahn eigenen Angaben zufolge den
| sogenannte V-Schnitt ein: Dabei werden Bäume auch jenseits einer
| gerodeten Fläche von sechs Meter so beschnitten, dass die Höhe der
| Baumkronen stufenweise ansteigt. Für Maßnahmen an diesen Schwerpunkten
| seien weitere rund 16 Millionen Euro bereitgestellt worden, bis Ende
| 2017 würden fast 400 Kilometer mit dem V-Schnitt durchgearbeitet sein.

Ach, doch demnächst dann schon "fast 400km"? Von wieviel zehntausend
Strecken-km? Von wieviel tausend Strecken-km an wirklich wichtigen
Hauptstrecken?


mfG Paul
Jan Marco Funke
2017-10-07 13:27:31 UTC
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Raw Message
Post by Paul Muster
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/xavier-bahn-bestreitet-mangelnden-rueckschnitt-von-baeumen-a-1171629.html
| Der Fahrgastverband Pro Bahn forderte hingegen, Bäume und Sträucher
| entlang der Hauptverkehrsstrecken besser zu stutzen. Bis zur
| Abschaffung der Dampflok vor 40 Jahren habe es zehn Meter breite
| Brandschutzstreifen entlang der Gleise gegeben, die später schlichtweg
| zugewachsen seien, sagte Niedersachsens Pro-Bahn-Chef Björn Gryschka.
| Früher seien zudem die den Gleisen am nächsten stehenden Bäume kurz
| gehalten worden, damit sie nicht auf die Schienen fallen und dahinter
| stehende Bäume bei einem Unwetter auffangen können.
|
| Laut Bahn wird schon heute auf ausreichenden Abstand zwischen
| Vegetation und Zügen geachtet. "Alle Strecken werden durchgearbeitet,
| indem auf mindestens sechs Metern rechts und links der Gleise die
| Vegetation zurückgeschnitten wird", so die Sprecherin. Für neue
| Pflanzungen würden tiefwurzelnde Baumarten wie Eiche oder Blutahorn
| eingesetzt. "In fast allen Regionalbereichen der DB ist dieses
| Programm bereits vollständig umgesetzt."
Na, dann wundert man sich, warum der Laden dermaßen Probleme mit den
Bäumen hat wie aktuell gerade. Sind die allermeisten Bäume womöglich
sehr deutlich höher als 6m??
Man muss da nur mit offenen Augen durch die Welt gehen. In Österreich,
der Schweiz und Holland stehen anders als bei uns kaum ausgewachsene
Bäume auf den Böschungen, sondern maximal kleine Büsche, die den Betrieb
nicht weiter gefährden.

Es mag sein, dass es nicht alleine die Schuld der DB ist, dass das in
Deutschland anders ist. Aber auch Gesetze kann man ändern. Wenn die
vielen großen Bäume entlang deutscher Bahnstrecken eine Betriebsgefahr
darstellen, was sich spätestens nach Kyrill und jetzt Xavier wohl kaum
noch leugnen lässt, dann möge sich halt die DB zusammen mit dem EBA beim
Bund (der ja nebenbei Eigentümer der DB ist) dafür einsetzen, dass die
Gesetze entsprechend geändert werden.

Viele Grüße
Jan Marco
--
8000315 - ERDW - KBS 400+406
Tobias Nicht
2017-10-07 10:37:12 UTC
Permalink
Raw Message
On Sat, 7 Oct 2017 09:28:50 +0200, "Fa.lk.Sc.H.a.de"
Post by Fa.lk.Sc.H.a.de
Post by Frank Nitzschner
Post by Reinhard Greulich
Wolltest Du jetzt den Bäumen das Umfallen verbieten oder erwartest Du
von der DB, dass diese das tut?
Als bei uns im Elbtal in den 70er Jahren elektrifiziert wurde, fällte
man die Bäume an den Hängen bis ezwa in Höhe des ehem. Brandstreifens.
Es wurde auch bis Ende der 80er regelmäßig in der Höhe nachgeschnitten.
Keine Probleme mit der Signalsicht und keine Probleme mit Holz in der Ol.
mach das mal im Heutigen Naturschutzgebiet, resp. Nationalpark.
Soviel Naturschutzgebiete entlang der Gleise gibt es nicht. Auch wenn
die Auflagen rechthoch ist, ist es machbar. Netze hat an einigen
Stellen dies gezeigt. Wenn ich aber anfange die Leistungen
UnterUnterUnterUnterzuvergeben und sich die Gartenbaufirma Ewald
Prindisil dann ohne Sipo und zwei Monate nach dem erlaubten Termin
aufmacht die Bäume ohne Kennzeichnung zu fällen, dann ist das Mist.

Gruß Tobias
Frank Nitzschner
2017-10-07 12:16:52 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Fa.lk.Sc.H.a.de
mach das mal im Heutigen Naturschutzgebiet, resp. Nationalpark.
Abgesehen davon, das der Nationalpark auf der anderen Elbseite
ist, hat man im Elbtal die kritischen Stellen aktuell sehr
gut ausgedünnt. (Königsteiner Kurve, Schmilka-Schöna-Gelobtbach/CZ)
Teilweise Holzabtransport mit Hubschraubern..

Grüsse
Frank
Volker Borchert
2017-10-07 08:06:15 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Reinhard Greulich
Wolltest Du jetzt den Bäumen das Umfallen verbieten oder erwartest Du
von der DB, dass diese das tut?
In Zeiten von Dampf und Diesel hätte man eine Kettensäge und
Betriebsstoffe für 2 Stunden auf dem Führerstand gehabt und
irgendjemand im Zug mit Schein für liegend hätte das wegräumen
können.
Post by Reinhard Greulich
Problem in der Fahrplanauskunft ist, dass diese die Daten nur
veröffentlichen darf, wenn die Unternehmen diese liefern oder es
wenigstens genehmigen. Wenn von da nix kommt, gilt ein Zug als
planmäßig. Natürlich weiß DB Netz, was Sache ist, aber ohne Zustimmung
des Dateninhabers, im Falle von Drittunternehmen sind das auch
Zugverspätungen und -ausfälle, dürfen die nix rausgeben, auch nicht an
Hafas.
Von Fratzenbuch lernen heißt siegen lernen!

In diesem Fall, wie man Datennutzungsklauseln gestaltet...
--
"I'm a doctor, not a mechanic." Dr Leonard McCoy <***@ncc1701.starfleet.fed>
"I'm a mechanic, not a doctor." Volker Borchert <***@despammed.com>
Stefan Reuther
2017-10-07 09:18:27 UTC
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Raw Message
Post by Reinhard Greulich
Problem in der Fahrplanauskunft ist, dass diese die Daten nur
veröffentlichen darf, wenn die Unternehmen diese liefern oder es
wenigstens genehmigen. Wenn von da nix kommt, gilt ein Zug als
planmäßig.
Und das ist erstens albern und zweitens genau das Problem.
Post by Reinhard Greulich
Natürlich weiß DB Netz, was Sache ist, aber ohne Zustimmung
des Dateninhabers, im Falle von Drittunternehmen sind das auch
Zugverspätungen und -ausfälle, dürfen die nix rausgeben, auch nicht an
Hafas.
Dann muss das halt geändert werden.

Mir fällt jetzt kein Grund ein, warum ein EVU *kein* Interesse daran
haben könnte, Echtzeitdaten seiner Züge in Auskunftssystemen zu haben -
außer "da hält einer die Hand für jedes IP-Paket auf, und die per
Verkehrsvertrag vorgeschriebene Meldung an den Verbund ist schon teuer
genug".

Wenn Bahnhofsbetreiber per Gesetz dazu verpflichtet werden können,
Echtzeitdaten an jedem Pampa-Haltepunkt zu liefern, kann doch wohl auch
der Anbieter eines Universal-Auskunftsportals verpflichtet werden,
Echtzeitdaten zu liefern.


Stefan
Gerald Gruner
2017-10-07 13:32:36 UTC
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Raw Message
Post by Stefan Reuther
Post by Reinhard Greulich
Problem in der Fahrplanauskunft ist, dass diese die Daten nur
veröffentlichen darf, wenn die Unternehmen diese liefern oder es
wenigstens genehmigen. Wenn von da nix kommt, gilt ein Zug als
planmäßig.
Und das ist erstens albern und zweitens genau das Problem.
Post by Reinhard Greulich
Natürlich weiß DB Netz, was Sache ist, aber ohne Zustimmung
des Dateninhabers, im Falle von Drittunternehmen sind das auch
Zugverspätungen und -ausfälle, dürfen die nix rausgeben, auch nicht an
Hafas.
Dann muss das halt geändert werden.
Formulierungen wie die obige, werden gerne genutzt, wenn die Beteiligten
etwas einfach nicht gebacken kriegten und eine "äußere" Ursache brauchten.

Ich habe mal bei einem Quasi-Monopolisten (wenn auch zwei Größenordnungen
kleiner als die Bahn) gearbeitet und mir manchmal an den Kopf gefasst, über
welche teils lächerlichen, bürokratischen Problemen manche wichtigen
Vorhaben gestolpert sind. Manch eine Abteilung schien ihre
Existenzberechtigung dadurch beweisen zu wollen, überall mitreden zu
müssen, aber immer dagegen zu sein. "Dafür" zu sein, machte einen wohl
nicht wichtig genug. Und manchmal waren es sogar nur persönliche
Animositäten. (Ja, das gibt es auch in großen Organisationen. Am Ende
sitzen überall Menschen, die etwas tun müssten - oder es eben nicht tun.)
Es ist erstaunlich, mit wie wenig Aufwand man gerade in großen Bürokratien
genügend Sand vertreuen kann, um das "Getriebe" zu blockieren...
Post by Stefan Reuther
Mir fällt jetzt kein Grund ein, warum ein EVU *kein* Interesse daran
haben könnte, Echtzeitdaten seiner Züge in Auskunftssystemen zu haben -
Interesse an etwas haben und es dann auch zu tun/bekommen, sind zwei Paar
Stiefel.
Post by Stefan Reuther
außer "da hält einer die Hand für jedes IP-Paket auf, und die per
Verkehrsvertrag vorgeschriebene Meldung an den Verbund ist schon teuer
genug".
Auch das kann passieren. Und 100 andere Beteiligte, die einem aus
widersinnigsten Gründen ein Bein stellen.

MfG
Gerald
--
No trees were killed in the sending of this message. However
a large number of electrons were terribly inconvenienced.
Till Kinstler
2017-10-07 10:24:27 UTC
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Post by Reinhard Greulich
Post by Jan Marco Funke
Wie üblich bekommt die DB nichts, aber auch gar nichts auf die Reihe.
Rastatt wird immer mehr zum Normalzustand.
Wolltest Du jetzt den Bäumen das Umfallen verbieten oder erwartest Du
von der DB, dass diese das tut?
Problem in der Fahrplanauskunft ist, dass diese die Daten nur
veröffentlichen darf, wenn die Unternehmen diese liefern oder es
wenigstens genehmigen.
Das ist eines der Teilprobleme. Erklärt aber nicht, warum auch bei Zügen
von Unterehmen des DB-Konzerns Quatsch angezeigt wird. ICE 1093 wurde
zum Beispiel gestern (rund 24 Stunden nach dem Sturm) noch bis gegen
17:00 als normal verkehrend angezeigt (da war in anderen Quellen[1]
längst ersichtlich, dass an dem Tag nix mehr in Richtung Wolfsburg
fahren würde) und so auch an Infoschaltern am Ostbahnhof an Reisende
kommuniziert (einer Bekannten, die seit ca. Mittag am Bahnhof auf den
ersten Zug in Richtung Frankfurt wartete, wurde um 16:00 noch gesagt:
"Der Sprinter um 17:52 könnte fahren", ich habe sie dann zum
Hauptbahnhof geschickt, um den ICE 1536 um 17:00 über Erfurt zu nehmen,
auf den wurde am Ostbahnhof nicht hingewiesen, der fuhr aber dann
tatsächlich, denn in Richtung Leipzig/Halle war Fahrten ja schon seit
ein paar Stunden wieder möglich). Natürlich ist ICE 1093 ausgefallen
(zumindest laut Daten nach gestern 17:00), erwurde auch nicht durch
Thrüringen geschickt (wie man es heute mit den ICE von Berlin in
Richtung Frankfurt macht).

Ich habe Verständnis dafür, dass man nicht beliebig viel Personal für
eine brauchbare Information an Reisende herbeizaubern kann. Gerade
deswegen müssen Informationsprozesse aber so automatisiert werden, dass
sie auch bei Störungsfällen zuverlässig funktionieren und nicht
Datenquatsch liefern. Denn gerade da werden sie gebraucht.

Grüße,
Till

[1] brauchbare Informationen lieferte zum Beispiel
<http://fahrweg.dbnetze.com/fahrweg-de/kunden/betrieb/grossstoerungen.html>,
das wurde aber manuell gepflegt und ist für Reisende ohne ein bisschen
Hintergrundwissen zum Bahnbetrieb wenig hilfreich
Jan Marco Funke
2017-10-07 13:16:22 UTC
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Raw Message
Post by Reinhard Greulich
Post by Jan Marco Funke
Wie üblich bekommt die DB nichts, aber auch gar nichts auf die Reihe.
Rastatt wird immer mehr zum Normalzustand.
Wolltest Du jetzt den Bäumen das Umfallen verbieten oder erwartest Du
von der DB, dass diese das tut?
Problem in der Fahrplanauskunft ist, dass diese die Daten nur
veröffentlichen darf, wenn die Unternehmen diese liefern oder es
wenigstens genehmigen. Wenn von da nix kommt, gilt ein Zug als
planmäßig. Natürlich weiß DB Netz, was Sache ist, aber ohne Zustimmung
des Dateninhabers, im Falle von Drittunternehmen sind das auch
Zugverspätungen und -ausfälle, dürfen die nix rausgeben, auch nicht an
Hafas.
Eigentlich bist Du doch lange genug hier dabei, dass Du das selbst
wissen könntest.
Wenn die DB weiß, das Hafas bei Großstörungen nur Müll auswirft, warum
rät sie ihren Fahrgästen dann über Fernsehen, Radio und Internet,
ausgerechnet Hafas zu nutzen, bevor man sich auf den Weg zum Bahnhof
macht? Ich verstehe das nicht! Warum gibt es alleine auf der DB-Homepage
vier (oder noch mehr?) verschiedene Quellen über Streckensperrungen und
die oft noch mit widersprüchlichem Datenstand? [1]

Es ist selbst für mich als jemanden, der allen Quellen kennt schwierig,
sich während eines Unwetters oder in den ersten 24 Stunden danach
zuverlässig zu informieren, welche Strecken gesperrt und welche frei
sind. Da besteht für die Zukunft auf jeden Fall ganz dringendes und
erhebliches Verbesserungspotential.

Auf Strecken, auf denen sowohl DB-Fernverkehr als auch Privatbahnen im
Nahverkehr fahren, bekommt man auf den Seiten der NE-Bahnen oft
zuverlässigere und deutlich schneller Auskünfte als auf den Seiten der
DB. Gibt dir das nicht zu denken? Aber sicher wird dir wieder was
einfallen, wie du das schönreden oder vom Thema ablenken kannst, so wie
du das meistens machst, wenn die DB völlig zu recht kritisiert wird.
Deine Freunde im Geiste Falk Schade und Olli Schnell werden dir dabei
bestimmt zur Hilfe kommen.


[1] Auf der Startseite verlinkt:
https://www.bahn.de/p/view/home/info/sonderkommunikation-unwetter.shtml?dbkanal_007=L01_S01_D001_KIN0001_-_BLITZBOX-UNWETTER-XAVIER-171005_LZ01

Die Standard-Seite für Störungen: http://www.bahn.de/aktuell

DB Netz:
http://fahrweg.dbnetze.com/fahrweg-de/kunden/betrieb/grossstoerungen.html

DB Presseabteilung:
http://www.deutschebahn.com/de/presse/pressestart_zentrales_uebersicht/15441374/Sturmtief_Xavier_15_Uhr.html


Viele Grüße
Jan Marco
--
8000315 - ERDW - KBS 400+406
Till Kinstler
2017-10-06 10:54:29 UTC
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Raw Message
Post by U***@web.de
und so sammelten sich die gestrandeten Reisenden
unter anderem in Hannover Hbf.
Nicht nur dort. Hier ab Berlin sollen seit ca. 1 Stunde erste Fernzüge
wieder in Richtung Leipzig fahren, der sonstige Fern- und
Regionalverkehr scheint weiterhin weitgehend zu ruhen. Die S-Bahn
verkehrt nur eingeschänkt, auf vielen Streckenabschnitten gar nicht. Ein
Sprecher der DB eben im Radio verwies auf ca. 15:00 für eine Prognose(!)
über die Dauer der Störungen.

Die Auskunftssysteme von VBB und DB bilden die Situation nicht wirklich
gut ab. Es gibt allerlei Geisterfahrten und der Ausfall von Leistungen
findet sich erst kurz vor oder gar nach planmäßiger Abfahrt in den
Daten. Dabei wären sie gerade jetzt sehr nützlich (und ich befürchte, an
den überlasteten Infoschaltern erfährt man auch nichts nützliches,
zumindest wenn die nicht Zugriff auf andere Daten haben).

Grüße,
Till
U***@web.de
2017-10-06 12:44:45 UTC
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Raw Message
Moin,
Post by Till Kinstler
Die Auskunftssysteme von VBB und DB bilden die Situation nicht wirklich
gut ab. Es gibt allerlei Geisterfahrten und der Ausfall von Leistungen
findet sich erst kurz vor oder gar nach planmäßiger Abfahrt in den
Daten. Dabei wären sie gerade jetzt sehr nützlich
Teils heißt es auch, wie bei Eisregen, das RIS könne
mit den vorhandenen Mitteln gar nicht auf höhere
Werte von Fahrplanabweichungen dimensioniert werden.

Gruß, ULF
Marc Haber
2017-10-06 17:14:13 UTC
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Raw Message
Post by Till Kinstler
Post by U***@web.de
und so sammelten sich die gestrandeten Reisenden
unter anderem in Hannover Hbf.
Nicht nur dort. Hier ab Berlin sollen seit ca. 1 Stunde erste Fernzüge
wieder in Richtung Leipzig fahren, der sonstige Fern- und
Regionalverkehr scheint weiterhin weitgehend zu ruhen. Die S-Bahn
verkehrt nur eingeschänkt, auf vielen Streckenabschnitten gar nicht. Ein
Sprecher der DB eben im Radio verwies auf ca. 15:00 für eine Prognose(!)
über die Dauer der Störungen.
In 300 km Entfernung vom Unwetter, bei Sonnenschein, gibt es auch 27
Stunden nach dem Ereignis abgesehen von keinen verlässlichen
Ersatzkonzept auch keine verlässlichen Auskünfte, welche Züge mit
welcher Verspätung fahren. Der in Frankfurt beginnende IC 2295 hat
vermutlich außer seinen eigenen Fahrgästen noch die von zwei anderen
trotz der Einkürzung ab Kassel grotesk verspäteten oder ausgefallenen
ICEs an Bord, ist zu ca. 140 % ausgelastet, während der zehn Minuten
hintendran fahrende ICE 1179 mit 10 % Auslastung super gemütlich und
entspannt die Bergstraße runterschippert.

Grüße
Marc
--
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Reinhard Greulich
2017-10-06 22:25:16 UTC
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Raw Message
Post by Till Kinstler
Die Auskunftssysteme von VBB und DB bilden die Situation nicht wirklich
gut ab. Es gibt allerlei Geisterfahrten und der Ausfall von Leistungen
findet sich erst kurz vor oder gar nach planmäßiger Abfahrt in den
Daten.
Es hilft, wenn man bei von Dritt-EVU betriebenen Zügen auf deren
eigenen Internetseiten nachsieht, die sind meistens aktuell. Offenbar
wird es häufig versäumt, Fahrplanabweichungen auch an DB
weiterzugeben, damit sie in die Fahrpläne einfließen können. DB Netz
weiß das alles natürlich, darf es aber, wenn es sich um Dritt-EVU
handelt, nicht einfach veröffentlichen.

Gruß - Reinhard.
--
70086
~=@=~
Marc Haber
2017-10-07 07:58:41 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Reinhard Greulich
Post by Till Kinstler
Die Auskunftssysteme von VBB und DB bilden die Situation nicht wirklich
gut ab. Es gibt allerlei Geisterfahrten und der Ausfall von Leistungen
findet sich erst kurz vor oder gar nach planmäßiger Abfahrt in den
Daten.
Es hilft, wenn man bei von Dritt-EVU betriebenen Zügen auf deren
eigenen Internetseiten nachsieht, die sind meistens aktuell. Offenbar
wird es häufig versäumt, Fahrplanabweichungen auch an DB
weiterzugeben, damit sie in die Fahrpläne einfließen können. DB Netz
weiß das alles natürlich, darf es aber, wenn es sich um Dritt-EVU
handelt, nicht einfach veröffentlichen.
DB Fernverkehr bekommt es nicht besser hin. Das, was als
Fahrgastinformation geboten wird, wird von Monat zu Monat trauriger.

Grüße
Marc
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Nordisch by Nature | Lt. Worf, TNG "Rightful Heir" | Fon: *49 621 72739834
Tobias Nicht
2017-10-07 10:41:27 UTC
Permalink
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On Sat, 07 Oct 2017 00:25:16 +0200, Reinhard Greulich
Post by Reinhard Greulich
Post by Till Kinstler
Die Auskunftssysteme von VBB und DB bilden die Situation nicht wirklich
gut ab. Es gibt allerlei Geisterfahrten und der Ausfall von Leistungen
findet sich erst kurz vor oder gar nach planmäßiger Abfahrt in den
Daten.
Es hilft, wenn man bei von Dritt-EVU betriebenen Zügen auf deren
eigenen Internetseiten nachsieht, die sind meistens aktuell. Offenbar
wird es häufig versäumt, Fahrplanabweichungen auch an DB
weiterzugeben, damit sie in die Fahrpläne einfließen können. DB Netz
weiß das alles natürlich, darf es aber, wenn es sich um Dritt-EVU
handelt, nicht einfach veröffentlichen.
Da brauchst Du nichts eingeben, das geht automatisch. Der Krux ist die
teilweise Unzuverlässigkeit bei einigen DB Systemen, so dass die
Privaten eigene Systeme auf Basis Mobiltelefon bzw Tablet angeschafft
haben umd die Echtzeitdaten zuverlässig gewinnen zu können. Nebenbei
werden die noch für die Abrechnung gegenüber den Verbünden eingesetzt.

Gruß Tobias
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