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Reisebericht: Bonn-London
(zu alt für eine Antwort)
Klaus von der Heyde
2018-02-11 20:44:17 UTC
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Raw Message
Bevor der »Brexit« ausgeführt wird, musste ich unbedingt nochmal nach
England. Diesmal natürlich mit der Bahn, was dank »Sparpreis Europa« auch
finanziell nicht den Rahmen sprengt. Außerdem eine gute Gelegenheit, dem
Rheinischen Karneval zuverlässig zu entfliehen.

Los ging es am 2018-02-11 mit einer Regionalbahn von Bonn nach Köln.
Sicherheitshalber nahm ich einen Zug früher als notwendig.

Der Kölner Hauptbahnhof füllte sich um 11:00 schon mit Jecken (für die
nicht Eingeweihten: auch am Sonntag finden bereits Karnevalsumzüge
statt). Um 11:43 verließ ich die Metropole des rheinischen Frohsinns mit
ICE16 Richtung Brussel Zuid. WiFi an Bord klappte nun auch (lag vorher
natürlich an mir, dass es nicht ging …) und mit Zwischenhalten in Aachen
Hbf und Liège-Guillemins erreichte ich die belgische Hauptstadt pünktlich
um 13:43.

Nachdem ich die Grenzkontrollen hinter mich gebracht und in den
Sicherheitsbereich eingelassen worden war, hatte ich noch 45 Minuten
Aufenthalt in dem fensterlosen Wartesaal. Immerhin fand ich eine
Steckdose zur Wiederaufladung meines Laptops, allerdings gab es kein
wirklich freies WiFi.

Ca. 14:40 begab ich mich mit der Masse der Fahrgäste zum Bahnsteig 1, wo
ES9141 bereitstand. Die Fahrgastauslastung betrug etwa 50%. Abfahrt war
pünktlich um 14:52. Das Bord-WiFi wollte mich leider nicht haben, und
mein GNSS-Empfänger war leider auch zu gut abgeschirmt, so dass ich mir
die Fahrzeit mit Reiseberichtschreiben vertreiben musste :)

Der Eurostar fuhr meiner Meinung nach ziemlich unruhig, das kann
natürlich auch an der Gleislage liegen. Die Informationsmonitore im Wagen
(ich saß im Wagen 10) zeigen alles dreisprachig (Englisch, Französisch,
Niederländisch) an.

Der erste Zwischenhalt war Lille Europe, der Bahnhof ist eigentlich
baulich schon darauf ausgelegt, dass es einmal keine Kontrollen mehr
geben wird – das wird nun wahrscheinlich niemals passieren.

In Calais Fréthun hatten wir ein paar Minuten länger Aufenthalt. Der
Bahnhof ist geprägt durch viele Zäune mit Stacheldraht und
wacheschiebenden Soldaten. Ich bin ja damals nie in den »Osten« gereist,
aber so stelle ich mir das immer vor :(

Vor der Einfahrt in den Kanaltunnel hatte man noch einen Ausblick auf den
Autoverladeterminal. Ein von Dieselloks gezogener kurzer gemischter
Güterzug kam aus der anderen Röhre, als wir einfuhren.

Am Autoverladebahnhof auf der Insel war nur mäßig viel Betrieb, so weit
man sehen konnte, vielleicht dem Sonntag geschuldet?

Sonnenschein in England? Im Februar? Das musste ein Irrtum sein. Eine
dicke schwarze Regenwolke sorgte kurz darauf zuverlässig für Abhilfe.

Nach Halt in Ebbsfleet International ging es noch mal unter die Erde,
zuerst für den Themse-Tunnel, dann abschnittsweise unter den östlichen
Vororten Londons hindurch, bis das Ziel London St. Pancras erreicht
wurde, eine Minute vor Plan übrigens.

Durch lange Gänge und noch eine Zollkontrolle gelangte ich schließlich in
den Inlandsteil des Bahnhofs, von wo es nur noch ein paar Schritte bis
zur U-Bahnstation waren, für den letzten Abschnitt meiner Reise.

To be continued in d.e.b.stadtverkehr …

-- Klaus
David Seppi
2018-02-11 21:09:12 UTC
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Raw Message
Danke für den Bericht!

Klaus von der Heyde schrieb:

> Der erste Zwischenhalt war Lille Europe, der Bahnhof ist eigentlich
> baulich schon darauf ausgelegt, dass es einmal keine Kontrollen mehr
> geben wird

Wie äußert sich das? Schaut der Kontrollbereich so provisorisch aus?

> Durch lange Gänge und noch eine Zollkontrolle gelangte ich schließlich in
> den Inlandsteil des Bahnhofs,

Zollkontrolle? Bauen die scho für den Brexit vor?

--
David Seppi
1220 Wien
Klaus von der Heyde
2018-02-12 08:14:29 UTC
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Raw Message
David Seppi schrieb:
> Klaus von der Heyde schrieb:
>
>> Der erste Zwischenhalt war Lille Europe, der Bahnhof ist eigentlich
>> baulich schon darauf ausgelegt, dass es einmal keine Kontrollen mehr
>> geben wird
>
> Wie äußert sich das? Schaut der Kontrollbereich so provisorisch aus?

Längs der Mitte des Bahnsteigs ist eine Wand aus Glasscheiben
installiert, die die Auslands- von der Inlandsseite trennt. Die könnte
man einfach abbauen, dann hätte man einen ganz normalen Mittelbahnsteig.

>> Durch lange Gänge und noch eine Zollkontrolle gelangte ich schließlich
>> in den Inlandsteil des Bahnhofs,
>
> Zollkontrolle? Bauen die scho für den Brexit vor?

In Brüssel ist die _Grenz_kontrolle, in London die _Zoll_kontrolle.

-- Klaus
Bodo G. Meier
2018-02-12 08:57:53 UTC
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Raw Message
Am 12.02.2018 um 09:14 schrieb Klaus von der Heyde:
> David Seppi schrieb:
>> Klaus von der Heyde schrieb:
>>
>>> Der erste Zwischenhalt war Lille Europe, der Bahnhof ist eigentlich
>>> baulich schon darauf ausgelegt, dass es einmal keine Kontrollen mehr
>>> geben wird
>>
>> Wie äußert sich das? Schaut der Kontrollbereich so provisorisch aus?
>
> Längs der Mitte des Bahnsteigs ist eine Wand aus Glasscheiben
> installiert, die die Auslands- von der Inlandsseite trennt. Die könnte
> man einfach abbauen, dann hätte man einen ganz normalen Mittelbahnsteig.
>
>>> Durch lange Gänge und noch eine Zollkontrolle gelangte ich schließlich
>>> in den Inlandsteil des Bahnhofs,
>>
>> Zollkontrolle? Bauen die scho für den Brexit vor?
>
> In Brüssel ist die _Grenz_kontrolle, in London die _Zoll_kontrolle.

Das verstehe ich so, dass sich für Reisende mit dem Brexit nicht viel
ändern wird.
Die Grenzkontrolle erfüllt ja sowieso den Zweck eines Sicherheitscheck,
d.h. die wird nicht auf britischen Boden verlegt werden.
Und bei der Zollkontrolle wird man vermutlich etwas häufiger zum Öffnen
des Gepäcks heraus gewunken werden, vergleichbar mit der norwegischen
Grenze.

Gruss,
Bodo
Herbert Albrecht
2018-02-12 10:13:09 UTC
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Raw Message
Am 12.02.2018 um 09:57 schrieb Bodo G. Meier:
> Am 12.02.2018 um 09:14 schrieb Klaus von der Heyde:
>> David Seppi schrieb:
>>> Klaus von der Heyde schrieb:
>>>
>>>> Der erste Zwischenhalt war Lille Europe, der Bahnhof ist eigentlich
>>>> baulich schon darauf ausgelegt, dass es einmal keine Kontrollen mehr
>>>> geben wird
>>> Wie äußert sich das? Schaut der Kontrollbereich so provisorisch aus?
>> Längs der Mitte des Bahnsteigs ist eine Wand aus Glasscheiben
>> installiert, die die Auslands- von der Inlandsseite trennt. Die könnte
>> man einfach abbauen, dann hätte man einen ganz normalen Mittelbahnsteig.
>>
>>>> Durch lange Gänge und noch eine Zollkontrolle gelangte ich schließlich
>>>> in den Inlandsteil des Bahnhofs,
>>> Zollkontrolle? Bauen die scho für den Brexit vor?
>> In Brüssel ist die _Grenz_kontrolle, in London die _Zoll_kontrolle.
> Das verstehe ich so, dass sich für Reisende mit dem Brexit nicht viel
> ändern wird.

Das vermute ich auch. Ich war zuletzt mit dem Flugzeug in London und
musste dreimal Schlange stehen: Terrorabwehr, Zoll, Fahrpreis. Dauerte
länger als der Flug selbst.

Bei meiner nächsten Reise auf die Insel wollte ich (auch deshalb) mal
den Eurotunnel ausprobieren. Das habe ich sein gelassen, weil ich auf
meiner Strecke (Hamburg->Edinburgh) immer nach 4-5 h umsteigen musste
und deshalb kein Schlafwagen-Abschnitt vernünftig reinpasste. Ich fahre
jetzt mit dem Schiff.

Umso neugieriger war ich auf Klaus Bericht von der Zugfahrt, danke dafür.

Herbert
Schorsch
2018-02-12 10:56:40 UTC
Permalink
Raw Message
Am 12.02.2018 um 11:13 schrieb Herbert Albrecht:
> Am 12.02.2018 um 09:57 schrieb Bodo G. Meier:
>> Am 12.02.2018 um 09:14 schrieb Klaus von der Heyde:
>>> David Seppi schrieb:
>>>> Klaus von der Heyde schrieb:
>>>>
>>>>> Der erste Zwischenhalt war Lille Europe, der Bahnhof ist eigentlich
>>>>> baulich schon darauf ausgelegt, dass es einmal keine Kontrollen mehr
>>>>> geben wird
>>>> Wie äußert sich das? Schaut der Kontrollbereich so provisorisch aus?
>>> Längs der Mitte des Bahnsteigs ist eine Wand aus Glasscheiben
>>> installiert, die die Auslands- von der Inlandsseite trennt. Die könnte
>>> man einfach abbauen, dann hätte man einen ganz normalen Mittelbahnsteig.
>>>
>>>>> Durch lange Gänge und noch eine Zollkontrolle gelangte ich schließlich
>>>>> in den Inlandsteil des Bahnhofs,
>>>> Zollkontrolle? Bauen die scho für den Brexit vor?
>>> In Brüssel ist die _Grenz_kontrolle, in London die _Zoll_kontrolle.
>> Das verstehe ich so, dass sich für Reisende mit dem Brexit nicht viel
>> ändern wird.
>
> Das vermute ich auch. Ich war zuletzt mit dem Flugzeug in London und
> musste dreimal Schlange stehen: Terrorabwehr, Zoll, Fahrpreis. Dauerte
> länger als der Flug selbst.
>

Was hast Du den angestellt, dass Du am Zoll anstehen musstest? Und was
meinst Du mit Fahrpreis? Und warst Du nicht bei der Security?

Und bist Du in Londen nach der Landung angestanden oder beim Abflug? Das
ist alles sehr undeutlich, was Du da erzählst.

Und gibt es überhaupt noch ein Schiff von Hamburg nach Edinburg? Oder
welche Route nimmst Du da?

Gruß
Schorsch
Herbert Albrecht
2018-02-12 11:52:48 UTC
Permalink
Raw Message
Am 12.02.2018 um 11:56 schrieb Schorsch:
> Am 12.02.2018 um 11:13 schrieb Herbert Albrecht:
>> Am 12.02.2018 um 09:57 schrieb Bodo G. Meier:
>>> Am 12.02.2018 um 09:14 schrieb Klaus von der Heyde:
>>>> David Seppi schrieb:
>>>>> Klaus von der Heyde schrieb:
>>>>>
>>>>>> Der erste Zwischenhalt war Lille Europe, der Bahnhof ist eigentlich
>>>>>> baulich schon darauf ausgelegt, dass es einmal keine Kontrollen mehr
>>>>>> geben wird
>>>>> Wie äußert sich das? Schaut der Kontrollbereich so provisorisch aus?
>>>> Längs der Mitte des Bahnsteigs ist eine Wand aus Glasscheiben
>>>> installiert, die die Auslands- von der Inlandsseite trennt. Die könnte
>>>> man einfach abbauen, dann hätte man einen ganz normalen
>>>> Mittelbahnsteig.
>>>>
>>>>>> Durch lange Gänge und noch eine Zollkontrolle gelangte ich
>>>>>> schließlich
>>>>>> in den Inlandsteil des Bahnhofs,
>>>>> Zollkontrolle? Bauen die scho für den Brexit vor?
>>>> In Brüssel ist die _Grenz_kontrolle, in London die _Zoll_kontrolle.
>>> Das verstehe ich so, dass sich für Reisende mit dem Brexit nicht viel
>>> ändern wird.
>>
>> Das vermute ich auch. Ich war zuletzt mit dem Flugzeug in London und
>> musste dreimal Schlange stehen: Terrorabwehr, Zoll, Fahrpreis. Dauerte
>> länger als der Flug selbst.
>>
>
> Was hast Du den angestellt, dass Du am Zoll anstehen musstest? Und was
> meinst Du mit Fahrpreis? Und warst Du nicht bei der Security?

Das meinte ich mit Terrorabwehr.

Ich musste erst bei CheckIn anstehen, um mein Gepäck aufzugeben. Dann
weiter in die lange Security-Schlange, von dort in eine weitere Schlange
zwecks Passkontrolle vor dem Eingang zum Abflugbereich und zum Schluss
noch mal warten und Bordkarte vorzeigen. Also nicht dreimal sondern
sogar viermal. Mist!
>
> Und bist Du in Londen nach der Landung angestanden oder beim Abflug? Das
> ist alles sehr undeutlich, was Du da erzählst.

Hier in Hamburg beim Abflug. In London dann nur noch an der
Kofferausgabe. Beim Zoll bin ich durchgegangen.
>
> Und gibt es überhaupt noch ein Schiff von Hamburg nach Edinburg? Oder
> welche Route nimmst Du da?

Tja, das gab es mal, das fuhr direkt vor meinem WoZi-Fenster ab.
Irgendwann, hatte ich mir damals vorgenommen, fahr ich da mal mit. Dann
fuhr die Linie plötzlich nur noch ab Cuxhaven und dann gar nicht mehr.
Schade.

Als ich nun von extrem ungünstigen Abflugzeiten vom Fliegen abgeschreckt
wurde und der Plan, mit der Bahn durch den Eurotunnel zu reisen, auch
nicht so recht überzeugend war, kam mir wohl diese alte Erinnerung an
das Schiff wieder in den Sinn und ich habe gegoogelt. Ich werde nun mit
der Bahn nach Amsterdam fahren, von dort mit dem Schiff von DFDS nach
Newcastle und weiter entweder mit der Bahn oder einem Bus nach
Edinburgh. Wahrscheinlich eher mit der Bahn, denn ich komme vormittags
in Newcastle an und habe dann so 1/2 Tag 'frei', da werde ich mein
Gepäck ins Schließfach stellen. Und wenn ich dann eh noch mal zum
Bahnhof muss, ist die Bahn einfacher.

Herbert
Frank Hucklenbroich
2018-02-14 09:09:56 UTC
Permalink
Raw Message
Am Mon, 12 Feb 2018 12:52:48 +0100 schrieb Herbert Albrecht:

> Ich werde nun mit
> der Bahn nach Amsterdam fahren, von dort mit dem Schiff von DFDS nach
> Newcastle und weiter entweder mit der Bahn oder einem Bus nach
> Edinburgh.

Schön, die Tour habe ich vor ein paar Jahren mit meinem Sohn gemacht, da
haben wir uns ein Fußballspiel von Newcastle-United angeschaut. War ein
Komplettpaket von DFDS, die sind da Sponsor. Zwei Nächte auf dem Schiff und
eine im Hotel in Newcastle.

Das Schiff war allerdings etwas "speziell", sehr viel holländisches und
englisches Partyvolk, die da abends abgefeiert haben. Einen solchen
Kandidaten haben vor unseren Augen ein paar kräftige Türsteher
herausgezerrt und irgendwo in die Arrestzelle gesperrt. Was genau der
angestellt hatte, weiß ich nicht.

Ich bin auch schon mit Fähren nach Oslo und Göteborg gefahren, da ging es
deutlich gesitteter zu.

Wenn Du Zeit hast, schau Dir Newcastle an, ist eine sehr schöne Stadt.

Grüße,

Frank
Bodo G. Meier
2018-02-14 13:16:46 UTC
Permalink
Raw Message
Am 14.02.2018 um 10:09 schrieb Frank Hucklenbroich:
> Am Mon, 12 Feb 2018 12:52:48 +0100 schrieb Herbert Albrecht:
>
>> Ich werde nun mit
>> der Bahn nach Amsterdam fahren, von dort mit dem Schiff von DFDS nach
>> Newcastle und weiter entweder mit der Bahn oder einem Bus nach
>> Edinburgh.
>
> Schön, die Tour habe ich vor ein paar Jahren mit meinem Sohn gemacht, da
> haben wir uns ein Fußballspiel von Newcastle-United angeschaut. War ein
> Komplettpaket von DFDS, die sind da Sponsor. Zwei Nächte auf dem Schiff und
> eine im Hotel in Newcastle.
>
> Das Schiff war allerdings etwas "speziell", sehr viel holländisches und
> englisches Partyvolk, die da abends abgefeiert haben. Einen solchen
> Kandidaten haben vor unseren Augen ein paar kräftige Türsteher
> herausgezerrt und irgendwo in die Arrestzelle gesperrt. Was genau der
> angestellt hatte, weiß ich nicht.
>
> Ich bin auch schon mit Fähren nach Oslo und Göteborg gefahren, da ging es
> deutlich gesitteter zu.

[x] Du bist noch nicht an einem Freitag von Oslo oder Göteborg nach Kiel
gefahren.

Auf der Color Line gilt ausserdem ein Mindestalter von 21 Jahren. D.h.
als 18-jährige muss man noch einen Erziehungsberechtigten dabei haben.

Ahoj!
Bodo
Roman Racine
2018-02-14 13:37:48 UTC
Permalink
Raw Message
Bodo G. Meier wrote:

> [x] Du bist noch nicht an einem Freitag von Oslo oder Göteborg nach Kiel
> gefahren.
>
> Auf der Color Line gilt ausserdem ein Mindestalter von 21 Jahren. D.h.
> als 18-jährige muss man noch einen Erziehungsberechtigten dabei haben.

Achtzehnjährige haben in aller Regel keinen Erziehungsberechtigten.

Gruss

Roman°
Bodo G. Meier
2018-02-14 14:07:38 UTC
Permalink
Raw Message
Am 14.02.2018 um 14:37 schrieb Roman Racine:
> Bodo G. Meier wrote:
>
>> [x] Du bist noch nicht an einem Freitag von Oslo oder Göteborg nach Kiel
>> gefahren.
>>
>> Auf der Color Line gilt ausserdem ein Mindestalter von 21 Jahren. D.h.
>> als 18-jährige muss man noch einen Erziehungsberechtigten dabei haben.
>
> Achtzehnjährige haben in aller Regel keinen Erziehungsberechtigten.

Stimmt.
In Norwegen übernimmt der Staat diese Rolle, wenn es um alkoholische
Getränke insbesondere >20 vol% geht.

Ich korrigiere mich mittels Zitat von der Color Line-Webseite:

"15. Beförderung von Kindern und Jugendlichen, sowie Personen unter 20 Jahre
15.1 Alleinreisende Kinder und Jugendliche. Die Beförderung von
alleinreisenden Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren ist
ausgeschlossen. Sie dürfen nur in Begleitung eines
Erziehungsberechtigten / gesetzlichen Vertreters reisen. Das
Mindestalter der Begleitperson ist 20 Jahre.
15.2 Kinder und Personen unter 20 Jahre. Die Beförderung von allein
reisenden Kindern, Jugendlichen und Personen unter 20 Jahren ist
ausgeschlossen. Sie dürfen nur in Begleitung eines
Erziehungsberechtigten/gesetzlichen Vertreters bzw. über 18 Jahren mit
einer Begleitperson reisen. Das Mindestalter der Begleitperson ist 30
Jahre."

Gruss,
Bodo
Johann Mayerwieser
2018-02-14 17:08:36 UTC
Permalink
Raw Message
Am Wed, 14 Feb 2018 14:37:48 +0100 schrieb Roman Racine:

>> Auf der Color Line gilt ausserdem ein Mindestalter von 21 Jahren. D.h.
>> als 18-jährige muss man noch einen Erziehungsberechtigten dabei haben.
>
> Achtzehnjährige haben in aller Regel keinen Erziehungsberechtigten.

Die Engländer spinnen mehr als sich Asterix vorstellen konnte.

In London, nähe Canadian Water habe ich ein riesiges Sportgeschäft
gesehen: Eintritt unter 23 nur mit "erwachsener" Begleitperson.
Martin Ebert
2018-02-15 01:06:20 UTC
Permalink
Raw Message
Am 14.02.2018 um 18:08 schrieb Johann Mayerwieser:
> Am Wed, 14 Feb 2018 14:37:48 +0100 schrieb Roman Racine:
>>> Auf der Color Line gilt ausserdem ein Mindestalter von 21 Jahren. D.h.
>>> als 18-jährige muss man noch einen Erziehungsberechtigten dabei haben.
>> Achtzehnjährige haben in aller Regel keinen Erziehungsberechtigten.

> Die Engländer spinnen mehr als sich Asterix vorstellen konnte.
> In London, nähe Canadian Water habe ich ein riesiges Sportgeschäft
> gesehen: Eintritt unter 23 nur mit "erwachsener" Begleitperson.

Die haben schon ihre Gründe ... als ich letztens in Bristol war,
hatten die örtlichen Gymnasiasten Tage zuvor grad die Innenstadt
zerlegt.

Während meines Besuches waren die wieder ganz artig in ihren
schicken Schuluniformen.

Mt
Frank Hucklenbroich
2018-02-15 08:05:49 UTC
Permalink
Raw Message
Am 14 Feb 2018 17:08:36 GMT schrieb Johann Mayerwieser:

> Am Wed, 14 Feb 2018 14:37:48 +0100 schrieb Roman Racine:
>
>>> Auf der Color Line gilt ausserdem ein Mindestalter von 21 Jahren. D.h.
>>> als 18-jährige muss man noch einen Erziehungsberechtigten dabei haben.
>>
>> Achtzehnjährige haben in aller Regel keinen Erziehungsberechtigten.
>
> Die Engländer spinnen mehr als sich Asterix vorstellen konnte.
>
> In London, nähe Canadian Water habe ich ein riesiges Sportgeschäft
> gesehen: Eintritt unter 23 nur mit "erwachsener" Begleitperson.

Vermutlich geht es da um Ladendiebstahl bzw. um Kids, die den ganzen Tag in
diesen Läden abhängen, aber nichts kaufen.

Grüße,

Frank
Frank Hucklenbroich
2018-02-14 14:11:05 UTC
Permalink
Raw Message
Am Wed, 14 Feb 2018 14:16:46 +0100 schrieb Bodo G. Meier:

> Am 14.02.2018 um 10:09 schrieb Frank Hucklenbroich:
>> Am Mon, 12 Feb 2018 12:52:48 +0100 schrieb Herbert Albrecht:
>>
>>> Ich werde nun mit
>>> der Bahn nach Amsterdam fahren, von dort mit dem Schiff von DFDS nach
>>> Newcastle und weiter entweder mit der Bahn oder einem Bus nach
>>> Edinburgh.
>>
>> Schön, die Tour habe ich vor ein paar Jahren mit meinem Sohn gemacht, da
>> haben wir uns ein Fußballspiel von Newcastle-United angeschaut. War ein
>> Komplettpaket von DFDS, die sind da Sponsor. Zwei Nächte auf dem Schiff und
>> eine im Hotel in Newcastle.
>>
>> Das Schiff war allerdings etwas "speziell", sehr viel holländisches und
>> englisches Partyvolk, die da abends abgefeiert haben. Einen solchen
>> Kandidaten haben vor unseren Augen ein paar kräftige Türsteher
>> herausgezerrt und irgendwo in die Arrestzelle gesperrt. Was genau der
>> angestellt hatte, weiß ich nicht.
>>
>> Ich bin auch schon mit Fähren nach Oslo und Göteborg gefahren, da ging es
>> deutlich gesitteter zu.
>
> [x] Du bist noch nicht an einem Freitag von Oslo oder Göteborg nach Kiel
> gefahren.

Stimmt. Bei mir war es um die Weihnachtsfeiertage herum von Kiel nach Oslo
bzw. Göteborg. Da waren viele Familien mit kleinen Kindern an Bord, und ein
paar indische und chinesische Reisegruppen. Alles recht unauffällig.

Während auf dem DFDS-Dampfer auffällig viele kurzhaarige, tätowierte
Hooligan-Typen in Fußballtrikots am Start waren, ein paar Sportvereine, ein
Junggesellinenabschied und sowas. Und auf dem Klo quatschte mich ein junger
Holländer an und erzählte mir, was für Drogen seine Freunde gerade genommen
hätten (dabei sehe ich wirklich ganz unauffällig und normal aus, warum
sollte mich das interessieren?). Wie gesagt, ganz merkwürdige Truppe da.

> Auf der Color Line gilt ausserdem ein Mindestalter von 21 Jahren. D.h.
> als 18-jährige muss man noch einen Erziehungsberechtigten dabei haben.

Gerade da habe ich die Alkoholpreise auch noch als ziemlich saftig (=eben
norwegisch) in Erinnerung. Das kleine Bier um die 8 EUR IIRC.
DFDS war deutlich günstiger (5 EUR für die Halbe?).

Grüße,

Frank
Marc Haber
2018-02-14 15:01:14 UTC
Permalink
Raw Message
Frank Hucklenbroich <***@aol.com> wrote:
>Gerade da habe ich die Alkoholpreise auch noch als ziemlich saftig (=eben
>norwegisch) in Erinnerung. Das kleine Bier um die 8 EUR IIRC.

Für Skandinavier vermutlich immer noch spottbillig. Oder der Versuch
die Leute vom Komasaufen abzuhalten.

Grüße
Marc
--
-------------------------------------- !! No courtesy copies, please !! -----
Marc Haber | " Questions are the | Mailadresse im Header
Mannheim, Germany | Beginning of Wisdom " |
Nordisch by Nature | Lt. Worf, TNG "Rightful Heir" | Fon: *49 621 72739834
Bodo G. Meier
2018-02-14 16:01:01 UTC
Permalink
Raw Message
Am 14.02.2018 um 15:11 schrieb Frank Hucklenbroich:
> Am Wed, 14 Feb 2018 14:16:46 +0100 schrieb Bodo G. Meier:

>> Auf der Color Line gilt ausserdem ein Mindestalter von 21 Jahren. D.h.
>> als 18-jährige muss man noch einen Erziehungsberechtigten dabei haben.
>
> Gerade da habe ich die Alkoholpreise auch noch als ziemlich saftig (=eben
> norwegisch) in Erinnerung. Das kleine Bier um die 8 EUR IIRC.
> DFDS war deutlich günstiger (5 EUR für die Halbe?).

0,45 L gewöhnliches Bier kosten in Norwegen um die 8,60 Euro.

Skål!
Bodo
Martin Ebert
2018-02-15 01:00:12 UTC
Permalink
Raw Message
Am 14.02.2018 um 10:09 schrieb Frank Hucklenbroich:
> Am Mon, 12 Feb 2018 12:52:48 +0100 schrieb Herbert Albrecht:
>> Ich werde nun mit
>> der Bahn nach Amsterdam fahren, von dort mit dem Schiff von DFDS nach
>> Newcastle und weiter entweder mit der Bahn oder einem Bus nach
>> Edinburgh.

> Schön, die Tour habe ich vor ein paar Jahren mit meinem Sohn gemacht, da

15 Stunden, wenn mir recht ist?

Die Tour habe ich vor Jahren gemacht, mit Auto und einer Autofähre.
Bei Windstärke 8 und offenbar defekter Dämpfungsanlage war das nicht
der ganz perfekte Traum.

Da es über Nacht ging, hatte die Gattin eine Dreibett-Kabine ge-
ordert und dabei wohl gespart - das war auch speziell: Die hatten
Türen und Wände von deutschen Toilettenanlagen, also oben und
unten offen. Insgesamt vielleicht 20 Mann in dieser nur leicht
abgeteilten Konstruktion. Auf der einen Seite weinte ein Kind,
dessen Eltern sich wohl an der Bar die Kante gaben. Auf der
anderen Seite sägte ein Schnarcher den Hauptmast um.

So schnell war ich noch nie an einer Rezeption: Upgrade bezahlen.
Meine Einzelkabine war dann direkt über der Schiffsschraube, es
war etwas laut - dafür war dort kaum Schiffsbewegung. Und bei
monotonen Geräuschen kann man dann doch schlafen.

Also das brauche ich nicht nochmal. Seitdem fahre ich mit PKW
und Autoverladung via Channel Tunnel.

Auch das kann schief gehen - wenn Radio Kent meldet, dass
"no service because brocken train in the tunnel" ist. Richtig
lustig wird es, wenn der zuständige Polizeichef dann im
Radio-Interview mitteilt, dass nun die M20 voll gesperrt
wird, weil man für ankommende Fahrzeuge Parkplätze braucht.
Das -und die Laune der Gattin- ist aber eine andere Geschichte.

Wenn mir recht ist, war das 2004, ich hatte eins der ersten
Navis (Navigon 4 auf PDA) dabei und das war mir eine Lehre:
Seitdem immer mit Navi ...

Mt
Herbert Albrecht
2018-02-15 07:57:36 UTC
Permalink
Raw Message
Am 15.02.2018 um 02:00 schrieb Martin Ebert:
> Am 14.02.2018 um 10:09 schrieb Frank Hucklenbroich:
>> Am Mon, 12 Feb 2018 12:52:48 +0100 schrieb Herbert Albrecht:
>>> Ich werde nun mit
>>> der Bahn nach Amsterdam fahren, von dort mit dem Schiff von DFDS nach
>>> Newcastle und weiter entweder mit der Bahn oder einem Bus nach
>>> Edinburgh.
>> Schön, die Tour habe ich vor ein paar Jahren mit meinem Sohn gemacht, da
> 15 Stunden, wenn mir recht ist?

Das passt.
>
> Die Tour habe ich vor Jahren gemacht, mit Auto und einer Autofähre.
> Bei Windstärke 8 und offenbar defekter Dämpfungsanlage war das nicht
> der ganz perfekte Traum.
>
Tja, Schiffreisen bei Seegang. Anfang Juni ist ja eigentlich keine
Sturmsaison, aber man weiss ja nie. Ich habe bisher nur wenig
Gelegenheit gehabt, meine Seefestigkeit zu testen aber so ganz schlecht
bin ich da wohl nicht. Immerhin habe ich mich mal in einem
Schiffsrestaurant zur Mittagszeit über die vielen leeren Plätze
gewundert und der Kellner meinte, na ja, bei dem Seegang. Ich fand die
Wellen eher interessant.

> Da es über Nacht ging, hatte die Gattin eine Dreibett-Kabine ge-
> ordert und dabei wohl gespart - das war auch speziell: Die hatten
> Türen und Wände von deutschen Toilettenanlagen, also oben und
> unten offen. Insgesamt vielleicht 20 Mann in dieser nur leicht
> abgeteilten Konstruktion. Auf der einen Seite weinte ein Kind,
> dessen Eltern sich wohl an der Bar die Kante gaben. Auf der
> anderen Seite sägte ein Schnarcher den Hauptmast um.
>
> So schnell war ich noch nie an einer Rezeption: Upgrade bezahlen.
> Meine Einzelkabine war dann direkt über der Schiffsschraube, es
> war etwas laut - dafür war dort kaum Schiffsbewegung. Und bei
> monotonen Geräuschen kann man dann doch schlafen.

Einzelkabinen gab es bei meiner Buchung gar nicht oder sie waren schon
belegt (5 Monate vor Abfahrt?). Ich konnte zwischen 3er aussen, 3er
innen und 2er innen wählen und habe mich dann für 2er innen entschieden.
Ich will da ja schließlich schlafen und nicht aus dem Bullauge gucken.

Herbert
Martin Ebert
2018-02-16 02:38:32 UTC
Permalink
Raw Message
Am 15.02.2018 um 08:57 schrieb Herbert Albrecht:
> Am 15.02.2018 um 02:00 schrieb Martin Ebert:
>> Am 14.02.2018 um 10:09 schrieb Frank Hucklenbroich:
>>> Am Mon, 12 Feb 2018 12:52:48 +0100 schrieb Herbert Albrecht:
>>>> Ich werde nun mit der Bahn nach Amsterdam fahren, von dort mit
>>>> dem Schiff von DFDS nach Newcastle und weiter entweder mit der
>>>> Bahn oder einem Bus nach Edinburgh.
>>> Schön, die Tour habe ich vor ein paar Jahren mit meinem Sohn
>>> gemacht, da
>> 15 Stunden, wenn mir recht ist?
...
>> Die Tour habe ich vor Jahren gemacht, mit Auto und einer
>> Autofähre. Bei Windstärke 8 und offenbar defekter Dämpfungsanlage
>> war das nicht der ganz perfekte Traum.

> Tja, Schiffreisen bei Seegang. Anfang Juni ist ja eigentlich keine
> Sturmsaison, aber man weiss ja nie.

Es war August, bei mir ist es immer August. Es war einen Tag nach
einem ordentlichen Unwetter. Der deutsche Seewetterdienst meinte,
es sei Windstärke 6, real war es 8. Später sah ich dann die Sandsäcke
in Oxford und bei einigen Stationen der London Underground pumpten
sie noch fleißig.

> Ich habe bisher nur wenig Gelegenheit gehabt, meine Seefestigkeit zu
> testen aber so ganz schlecht bin ich da wohl nicht.

Das war auch lustig: An den Handläufen hingen Tüten. An denen
-also an den Handläufen- hangelten sich Leute mit blassen
Gesichtern lang. Ja gut, es schwankte etwas. Aber ich fand
es lustig, mal den breitbeinigen Seemansgang auszuprobieren,
von dem ich gelesen hatte.

Meine kleine Familie hielt sich insgesamt wacker. Ich selbst
behalf mich mit einem überteuerten Bier, wir schauten irgend
eine Show an (auf dem Dampfer gibt es Showprogramm). Das war
auch lustig: Als die leicht bekleideten Damen sich auf der
Bühne verbeugten, gab es einen Schlag auf das Schiff und die
lagen alle unten.

Das Schwanken/Wiegen des Schiffs empfand ich gar nicht als
Problem. Ab und an gab es aber einen Schlag auf das Schiff,
das war schon unangenehmer.

>> Da es über Nacht ging, hatte die Gattin eine Dreibett-Kabine ge-
>> ordert und dabei wohl gespart - das war auch speziell: Die hatten
>> Türen und Wände von deutschen Toilettenanlagen, also oben und
...
>> So schnell war ich noch nie an einer Rezeption: Upgrade bezahlen.
>> Meine Einzelkabine war dann direkt über der Schiffsschraube, es war
>> etwas laut - dafür war dort kaum Schiffsbewegung. Und bei monotonen
>> Geräuschen kann man dann doch schlafen.

> Einzelkabinen gab es bei meiner Buchung gar nicht oder sie waren
> schon belegt (5 Monate vor Abfahrt?).

Ich kann ja nur von dem Dampfer vor 14 Jahren berichten, vielleicht
ist heute ja alles anders. Ich bin da dann an diese Rezeption und
wollte umbuchen - in dem Moment war mit der konkrete Mehrpreis
unwichtig. Als die Dame sagte, dass da nix sei, habe ich mit
meinem verbesserungsfähigem Englisch ein Fass aufgemacht. Im
Ergebnis bekam die Gattin nebst Kindelein eine Zweierkabine
und ich diese einzelne - wobei nicht sicher ist, ob die
normalerweise vertickert wurde: Das war ein Bett und vielleicht
noch ein Waschbecken, ganz klein. Und wie gesagt über der
Schiffsschraube, durchaus etwas laut. War mir egal, ich habe
da gut geschlafen.

> Ich konnte zwischen 3er aussen, 3er innen und 2er innen wählen und
> habe mich dann für 2er innen entschieden. Ich will da ja schließlich
> schlafen und nicht aus dem Bullauge gucken.

"3er innen" - so hat sich die Gattin später auch gerechtfertigt.
Das war damals diese Klo-Abtrennung, von der ich berichtete.
Grüß also das weinende Kleinkind von mir.

Touri-Tipp am Rande: Wenn die Fähre aus Ijmuiden ausläuft, solltest
Du mit Kamera außen auf einem oberen Deck sein: Direkt danach
fährt das Schiff an einer beeindruckenden Festung vorbei.

Mt
Frank Hucklenbroich
2018-02-16 08:26:56 UTC
Permalink
Raw Message
Am Fri, 16 Feb 2018 03:38:32 +0100 schrieb Martin Ebert:

> Im
> Ergebnis bekam die Gattin nebst Kindelein eine Zweierkabine
> und ich diese einzelne - wobei nicht sicher ist, ob die
> normalerweise vertickert wurde: Das war ein Bett und vielleicht
> noch ein Waschbecken, ganz klein.

Das war vielleicht die Lotsenkabine, sowas haben viele Schiffe für den
Fall, daß der Lotse bei schwerem Seegang nicht mehr von Bord kann und
mitfahren muss.

Grüße,

Frank
Frank Hucklenbroich
2018-02-15 08:10:50 UTC
Permalink
Raw Message
Am Thu, 15 Feb 2018 02:00:12 +0100 schrieb Martin Ebert:

> Am 14.02.2018 um 10:09 schrieb Frank Hucklenbroich:
>> Am Mon, 12 Feb 2018 12:52:48 +0100 schrieb Herbert Albrecht:
>>> Ich werde nun mit
>>> der Bahn nach Amsterdam fahren, von dort mit dem Schiff von DFDS nach
>>> Newcastle und weiter entweder mit der Bahn oder einem Bus nach
>>> Edinburgh.
>
>> Schön, die Tour habe ich vor ein paar Jahren mit meinem Sohn gemacht, da
>
> 15 Stunden, wenn mir recht ist?

So um den Dref, ja. Frünachmittags am Ijmujden, dann war man am nächsten
Morgen in Newcastle.

> Die Tour habe ich vor Jahren gemacht, mit Auto und einer Autofähre.
> Bei Windstärke 8 und offenbar defekter Dämpfungsanlage war das nicht
> der ganz perfekte Traum.

Ich mag das ja, wenn es wackelt. Da kann ich wunderbar bei schlafen.

> Da es über Nacht ging, hatte die Gattin eine Dreibett-Kabine ge-
> ordert und dabei wohl gespart - das war auch speziell: Die hatten
> Türen und Wände von deutschen Toilettenanlagen, also oben und
> unten offen. Insgesamt vielleicht 20 Mann in dieser nur leicht
> abgeteilten Konstruktion. Auf der einen Seite weinte ein Kind,
> dessen Eltern sich wohl an der Bar die Kante gaben. Auf der
> anderen Seite sägte ein Schnarcher den Hauptmast um.

Oh je, das habe ich noch nicht erlebt. Hatte mit meinem Sohn eine
Doppelkabine, die war zwar klein mit Stockbetten, aber mit richtiger
eigener Naßzelle und Fenster und ziemlich gemütlich.

> So schnell war ich noch nie an einer Rezeption: Upgrade bezahlen.
> Meine Einzelkabine war dann direkt über der Schiffsschraube, es
> war etwas laut - dafür war dort kaum Schiffsbewegung. Und bei
> monotonen Geräuschen kann man dann doch schlafen.

Eben.

> Also das brauche ich nicht nochmal. Seitdem fahre ich mit PKW
> und Autoverladung via Channel Tunnel.

Bei der Tour brauchten wir kein Auto, das habe ich in Holland auf den
bewachten Parkplatz gestellt. Wir wurden dann in Newcastle von DFDS mit
Bussen zum Hauptbahnhof gebracht, von da ging es dann in Eigenregie zum
Hotel bzw. Stadion.

Autofahren in England muß ich eh nicht haben.

Grüße,

Frank
Martin Ebert
2018-02-16 02:47:25 UTC
Permalink
Raw Message
Am 15.02.2018 um 09:10 schrieb Frank Hucklenbroich:
> Am Thu, 15 Feb 2018 02:00:12 +0100 schrieb Martin Ebert:
>> Also das brauche ich nicht nochmal. Seitdem fahre ich mit PKW
>> und Autoverladung via Channel Tunnel.

> Bei der Tour brauchten wir kein Auto, das habe ich in Holland auf den
...
> Autofahren in England muß ich eh nicht haben.

Auto macht (darf man dies hier überhaupt sagen? [¹]) unabhängig und gibt
gewisse Sicherheit, eine RPG-7 hat ja auch nicht jeder Brite. Die
Fahrerei empfand ich als locker. Problematisch ist lediglich das
Überholen, wenn man auf der gut befahrenen Landstraße hinter einem
LKW hängt - da braucht man schon eine taffe Beifahrerin, die bei
kurzem Ausscheren Lagebericht über den Gegenverkehr erstattet.

Ich bin übrigens den Magic Roundabout [²] gefahren, danach kann
Dich nichts mehr schocken.

[¹] Zur Rechtfertigung möchte ich anführen, dass ich von North-
hampton nach London mehrfach artig Bahn fuhr. Dafür, dass die
Tube nur teilweise fuhr, kann ich nichts. Dafür kenne ich nun
die Taxis in London, ist ja auch was.

[²] <https://de.wikipedia.org/wiki/Magic_Roundabout_(Swindon)>

Mt
U***@web.de
2018-02-16 07:46:40 UTC
Permalink
Raw Message
Moin,

Am Freitag, 16. Februar 2018 03:47:23 UTC+1 schrieb Martin Ebert:

> Ich bin übrigens den Magic Roundabout [²] gefahren, danach kann
> Dich nichts mehr schocken.

Vielleicht noch ägyptische Bau-Lkw, auf der
Autobahn gegen den Strom?

Gruß, ULF
Ralph A. Schmid, dk5ras
2018-02-16 11:44:27 UTC
Permalink
Raw Message
***@web.de wrote:

>Vielleicht noch ägyptische Bau-Lkw, auf der
>Autobahn gegen den Strom?

Syrien. Eselskarren und Mopeds auf der Autobahn als Geisterfahrer. Die
Autobahn querende Kieslaster, teils auch dort einbiegend als
Geisterfahrer bis zur nächsten Ausfahrt. Bahngleise quer zur Autobahn,
mit maximal 20 km/h befahrbar.


-ras

--
Ralph A. Schmid +49-171-3631223 +49-911-21650056
http://www.schmid.xxx/ http://www.db0fue.de/
http://www.bclog.de/ http://www.kabuliyan.de/
HC Ahlmann
2018-02-16 11:38:15 UTC
Permalink
Raw Message
Martin Ebert <***@gmx.net> wrote:

> Auto macht (darf man dies hier überhaupt sagen? [?]) unabhängig und gibt
> gewisse Sicherheit, eine RPG-7 hat ja auch nicht jeder Brite. Die
> Fahrerei empfand ich als locker.

Rückblickend und mit Erfahrung ist Linksverkehr einfacher als
befürchtet, hat aber ein paar Tücken.

> Problematisch ist lediglich das Überholen, wenn man auf der gut befahrenen
> Landstraße hinter einem LKW hängt - da braucht man schon eine taffe
> Beifahrerin, die bei kurzem Ausscheren Lagebericht über den Gegenverkehr
> erstattet.

Das ist eine Tücke, die sich durch Verzicht auf Überholen vermeiden
lässt.

Eine andere Tücke ist, das Fahrer und navigierender Beifahrer (es war
Anfang der 90er Jahre) eine Rechts-Links-Schwäche entwickeln. Abhilfe
ist, statt rechts und links andere Begriffe wie außen, Straßenrand und
innen, Straßenmitte zu verwenden.

Eine weitere ist das partielle Abkleben von Scheinwerfern in Autos für
Rechtsverkehr und die gelegentliche Blendung durch Autos, bei denen das
Abkleben nicht stattgefunden hat.

Eine vierte Tücke, die nur einen kleinen Kreis betrifft, sind die
geringeren Abmessungen vieler englischer Straßen, wenn man mit
Ruderboot-Anhängern unterwegs ist, die zulässige Maße schon in
Deutschland überschreiten:
<http://hc-ahlmann.gmxhome.de/temp/Ramsgate%20Bootstransport.jpg>

> Ich bin übrigens den Magic Roundabout [?] gefahren, danach kann
> Dich nichts mehr schocken.

Nimm erst Linksverkehr im gewohnten LHD-Auto, dann ein RHD-Auto mit
Schaltung und staune über Bedienungsfehler.

Oder fahr Bahn. Besser is' das.
--
Munterbleiben
HC

<http://hc-ahlmann.gmxhome.de/> Bordkassen, Kochen an Bord, Törnberichte
Frank Hucklenbroich
2018-02-16 13:00:36 UTC
Permalink
Raw Message
Am Fri, 16 Feb 2018 12:38:15 +0100 schrieb HC Ahlmann:

> Nimm erst Linksverkehr im gewohnten LHD-Auto, dann ein RHD-Auto mit
> Schaltung und staune über Bedienungsfehler.

Oh ja. Hatte auf Jamaika (Linksverkehr) mal zwei Wochen einen alten
Suzuki-Samurai-Rechtslenker mit Schaltgetriebe als Mietwagen.

Erster Bedienungsfehler: Schalten. Aber da, wo man hingreift, ist die Tür.
Zweiter Bedienfehler: Blinken. Der Scheibenwischer geht an.
Dritter Bedienfehler: Den Scheibenwischer einschalten wollen. Und Blinken.

Als ich mich nach zwei Wochen daran gewöhnt hatte, und in Deutschland das
erste Mal wieder Auto fahren wollte, habe ich die Fehler dann erstmal
wiederholt, mit anderem Vorzeichen.

Grüße,

Frank
Inge Müller
2018-02-17 08:55:01 UTC
Permalink
Raw Message
Am 16.02.2018 um 14:00 schrieb Frank Hucklenbroich:

> Erster Bedienungsfehler: Schalten. Aber da, wo man hingreift, ist die Tür.
> Zweiter Bedienfehler: Blinken. Der Scheibenwischer geht an.
> Dritter Bedienfehler: Den Scheibenwischer einschalten wollen. Und Blinken.

Habe bis jetzt im Linksverkehr immer nur Rechtslenker gefahren. Fehler 1
trat da bei mir nicht auf, 2 und 3 aber sehr wohl. Das Heftigste war (im
Schottischen Hochland) Anfahren am Berg mit Handbremse (war zu steil um
ohne anzufahren). Im Linkslenker ist das automatisiert, ohne groß denken
Gas, Kupplung, Handbremse. Im Rechtslenker mit der linken statt der
rechten Hand im richtigen Moment die Handbremse zu öffnen war fast ein
Ding der Unmöglichkeit ... (ok, irgendwann nach mehreren Malen Abwürgen
und/oder Durch-die-Gegend-Hüpfen klappte es dann doch)

> Als ich mich nach zwei Wochen daran gewöhnt hatte, und in Deutschland das
> erste Mal wieder Auto fahren wollte, habe ich die Fehler dann erstmal
> wiederholt, mit anderem Vorzeichen.

Oh ja. Und: im Linksverkehr geriet ich nie auf die falsche Straßenseite.
Aber jedes Mal bei der ersten Fahrt nach der Rückkehr (jetzt kannst du
wieder fahren, wie du es gewohnt bist - war aber inzwischen Linksverkehr
gewohnt) ...

Was übrigens deutlich schlimmer ist als Linksverkehr, ist Rechtslenker
im Rechtsverkehr!

Aber, um vom OT wegzukommen: als ich in Schottland (ein anderes Mal) per
Bahn unterwegs war, traf ich in einem Zug mitten im Hochland eine
Cousine, die ich zuvor viele Jahre nicht gesehen hatte :-D

Gruß,
INge
David Seppi
2018-02-15 10:05:05 UTC
Permalink
Raw Message
Martin Ebert schrieb:

> Auch das kann schief gehen - wenn Radio Kent meldet, dass
> "no service because brocken train in the tunnel" ist. Richtig
> lustig wird es, wenn der zuständige Polizeichef dann im
> Radio-Interview mitteilt, dass nun die M20 voll gesperrt
> wird, weil man für ankommende Fahrzeuge Parkplätze braucht.

Ja, ich finde die Vorgehensweise auch kurios:
https://en.wikipedia.org/wiki/Operation_Stack

Könnte mit dem Brexit wieder öfter blühen.

--
David Seppi
1220 Wien
Martin Ebert
2018-02-16 03:07:34 UTC
Permalink
Raw Message
Am 15.02.2018 um 11:05 schrieb David Seppi:
> Martin Ebert schrieb:
>> Auch das kann schief gehen - wenn Radio Kent meldet, dass
>> "no service because brocken train in the tunnel" ist. Richtig
>> lustig wird es, wenn der zuständige Polizeichef dann im
>> Radio-Interview mitteilt, dass nun die M20 voll gesperrt
>> wird, weil man für ankommende Fahrzeuge Parkplätze braucht.

> Ja, ich finde die Vorgehensweise auch kurios:
> https://en.wikipedia.org/wiki/Operation_Stack

Gugg - das Verfahren hat einen Wikipediaartikel, nicht schlecht.
Damals waren Navis ganz außergewöhnlich, an dynamische Routen-
führung war noch nicht zu denken. Diese übernahm die Gattin,
die (wir wechseln regelmäßig) auf dem Beifahrersitz mit Karte
Hinweise gab. Ich fuhr ab und schlängelte ich über Nebenstraßen
bis zur Pass- und Ticketkontrolle.

Das war sehr lustig: Die ganz lange PKW-Schlange war auf der
M20, die kurze Schlange war von der Landstraße - und da war
ja ich. So kam ich vergleichsweise schnell zu dem Container
mit dem Fenster und dem Beamten und der Schranke.

Weniger lustig war: Als ich nach gewisser Zeit endlich an
dem Container mit dem Fenster und der Schranke stand, rollte
der Beamte den Rolladen runter, schloss ab und ging. Die
Schranke blieb unten.

Am Rande:
Da nicht klar war, ob und wann und wie das weiter geht,
musste einer am Auto bleiben, rate mal wer. Gattin nebst
Kindelein berichteten dann, dass ich nichts verpasst hätte,
die Schlange vor Burger-King sei etwa 100 Meter gewesen.
(Wenn Du geschickt suchst: In debm oder damals wohl eher
deb müsste eigentlich mein Bericht zu finden sein.)

> Könnte mit dem Brexit wieder öfter blühen.

Wieso dieses?

Ich glaube, Du hast da ein grundsätzlich falsches Bild.
Großbritannien war nie Teil des Schengenraums. Knackige
Pass- und Personenkontrollen gab es da immer. Und Video,
da bleibt kein Auge trocken.

Sie sind zwar Teil der Zollunion, aber das bedeutet nicht,
dass der Zoll nicht mehr kontrolliert - ich hatte schon
erfolglos versucht, Dir das zu erklären. Du fährst im
Zollbereich durch jede Art von Video und über irgendwelche
Spiegelsysteme und wirst befragt, was Du denn so zu
deklarieren hast.

Summa: Die machten das schon immer, was Du erst mit dem
Brexit erwartest.

Am Rande ist zu erwähnen, dass der in Rede stehende
Tunnel auf dem Festland "Eurotunnel", auf der britischen
Seite allerdings "Channel Tunnel" heißt - was ja wohl
alles sagt.

Mt
U***@web.de
2018-02-16 07:50:41 UTC
Permalink
Raw Message
Am Freitag, 16. Februar 2018 04:07:33 UTC+1 schrieb Martin Ebert:

> Großbritannien war nie Teil des Schengenraums. Knackige
> Pass- und Personenkontrollen gab es da immer.

Nicht von Irland her, das soll
erst kommen.

War aber hier bislang nicht Thema.

> Und Video,
> da bleibt kein Auge trocken.
>
> Sie sind zwar Teil der Zollunion, aber das bedeutet nicht,
> dass der Zoll nicht mehr kontrolliert - ich hatte schon
> erfolglos versucht, Dir das zu erklären. Du fährst im
> Zollbereich durch jede Art von Video und über irgendwelche
> Spiegelsysteme und wirst befragt, was Du denn so zu
> deklarieren hast.

Und wenn Du ohne Pkw einreist? Gepäck immer auf den Tisch,
"anything to declare"?

Gruß, ULF
David Seppi
2018-02-16 10:19:28 UTC
Permalink
Raw Message
Martin Ebert schrieb:

> Am 15.02.2018 um 11:05 schrieb David Seppi:
[...]
>> Könnte mit dem Brexit wieder öfter blühen.
>
> Wieso dieses?
>
> Ich glaube, Du hast da ein grundsätzlich falsches Bild.
> Großbritannien war nie Teil des Schengenraums. Knackige
> Pass- und Personenkontrollen gab es da immer. Und Video,
> da bleibt kein Auge trocken.

Das weiß ich. Die sind da aber weniger das Problem.
Eine Zollabfertigung dauert da deutlich länger, v.a. wenn
die Strecke stark mit LKW ausgelastet ist.

> Sie sind zwar Teil der Zollunion, aber das bedeutet nicht,
> dass der Zoll nicht mehr kontrolliert

In welche Richtung? Und eine stichprobenartige Kontrolle
ist etwas anderes als wenn jeder LKW da durch muß.

Erst vorgestern wurde ein passender Artikel gebracht
https://www.theguardian.com/politics/2018/feb/14/dover-could-suffer-20-mile-permanent-traffic-jam-after-brexit

--
David Seppi
1220 Wien
HC Ahlmann
2018-02-16 11:38:15 UTC
Permalink
Raw Message
David Seppi <***@a1.net> wrote:

> Eine Zollabfertigung dauert da deutlich länger, v.a. wenn
> die Strecke stark mit LKW ausgelastet ist.

Stimmt nur bedingt. Eine Verzollung mit Carnet ATA (hatte ich für
Ruderboote nach England, Fotoausrüstung nach Italien) geht schneller als
eine mit Carnet TIR oder gar eine dauerhafte Einfuhr. Manchmal gibt's
dafür auch unterschiedliche Schalter und Wartedauern.

Ich denke, dass bei Lkw-Verzollung eine merkliche Verlagerung auf andere
Verkehrsträger wie Schiff und Bahn stattfinden wird, weil der Vorteil
einer schnellen Reise per Lkw nicht mehr gegeben ist.
--
Munterbleiben
HC

<http://hc-ahlmann.gmxhome.de/> Bordkassen, Kochen an Bord, Törnberichte
Herbert Albrecht
2018-02-20 08:40:02 UTC
Permalink
Raw Message
Am 16.02.2018 um 04:07 schrieb Martin Ebert:
> Am 15.02.2018 um 11:05 schrieb David Seppi:
>> Martin Ebert schrieb:
>
> Am Rande ist zu erwähnen, dass der in Rede stehende
> Tunnel auf dem Festland "Eurotunnel", auf der britischen
> Seite allerdings "Channel Tunnel" heißt - was ja wohl
> alles sagt.

Ist doch logisch - hier wird nicht Europa untertunnelt sondern 'nur' der
Kanal.

Herbert
Johann Mayerwieser
2018-02-15 11:59:08 UTC
Permalink
Raw Message
Am Thu, 15 Feb 2018 02:00:12 +0100 schrieb Martin Ebert:

> Auch das kann schief gehen - wenn Radio Kent meldet, dass "no service
> because brocken train in the tunnel" ist. Richtig lustig wird es, wenn
> der zuständige Polizeichef dann im Radio-Interview mitteilt, dass nun
> die M20 voll gesperrt wird, weil man für ankommende Fahrzeuge Parkplätze
> braucht.
> Das -und die Laune der Gattin- ist aber eine andere Geschichte.
>
> Wenn mir recht ist, war das 2004, ich hatte eins der ersten Navis
> (Navigon 4 auf PDA) dabei und das war mir eine Lehre:
> Seitdem immer mit Navi ...

Da hab ich meine Gabi mit der Landkarte auf dem Beifahrersitz, trotz Navi.
Das verwenden wir nur, wenn wir wirklich nicht mehr weiter wissen - oder
wenn die Gabi nicht dabei ist.
Martin Ebert
2018-02-16 03:36:39 UTC
Permalink
Raw Message
Am 15.02.2018 um 02:00 schrieb Ingrid:

> Also das brauche ich nicht nochmal. Seitdem fahre ich mit PKW
> und Autoverladung via Channel Tunnel.
>
> Auch das kann schief gehen - wenn Radio Kent meldet, dass
> "no service because brocken train in the tunnel" ist.

Ich war noch auf der südlichen M25 (ABA-Ring London), da kam
diese erste Durchsage. Dabei muss man wissen, dass Radio Kent
eher so wie das alte RIAS-2 ist: Die Sprecher nuscheln stark,
was für Deutsche die Sache schon erschwert.

Was macht man nun aber mit der Information, dass ein Zug
broken down in dem Tunnel sei? Reden wir da über 2 Stunden
oder 14 Tage Betriebspause? Oder ist der Tunnel so be-
schädigt, dass ein Jahr saniert werden muss?

Immerhin haben die in England die dynamischen Freitextanzeigen
über der Autobahn (im Gegensatz zu Deutschland) gewissen
Informationscharakter. Zuerst stand da

(Tunnelsymbol) Term Forkstone
(LKW-Symbol) no clearance
(PKW-Symbol) 6 hrs delay

Ja gut, das ist überschaubar. Wir müssen halt gelegentlich
das kleine Hotel in Belgien anrufen, deren Rezeption
schließt 0000 Uhr.

Als allerdings auf der übernächsten Freitexttafel
(PKW-Symbol) no clearance
stand, war die Laune der Gattin schlagartig im Keller.

> "no service because brocken train in the tunnel"

Real hatte ein Zug F->GB die Oberleitung abgeräumt und
stand im Tunnel. Da ist es aber erschreckend warm, das
ist schon ein Problem. Der musste da erst raus. (Das
erfuhr ich allerdings erst in Belgien. Die Informations-
politik des Terminals Folkstone war etwa so wie die der
Deutschen Bahn ...)

Da englischer Abreisetag war, wurde der Verkehr ein-
gleisig in Richtung GB->F aufgenommen.

In Belgien bin ich dann etwas übermüdet auf der linken
Seite einer Verkehrsinsel vorbeigefahren - aber das ist
schon wieder eine andere Geschichte.

Mt
Arne Johannessen
2018-02-12 13:13:26 UTC
Permalink
Raw Message
Bodo G. Meier said:
> Am 12.02.2018 um 09:14 schrieb Klaus von der Heyde:
>> David Seppi schrieb:
>>>
>>> Zollkontrolle? Bauen die scho für den Brexit vor?
>>
>> In Brüssel ist die _Grenz_kontrolle, in London die _Zoll_kontrolle.
>
> Das verstehe ich so, dass sich für Reisende mit dem Brexit nicht viel
> ändern wird.

Das bleibt noch abzuwarten. Wir wissen ja nicht, wonach der Zoll bei
den ankommenden Reisenden aus Klaus' Zug gesucht hat. Womöglich Drogen?
Jedenfalls musste niemand etwas verzollen, denn /noch/ ist das UK ja
Teil der EU-Zollunion -- im Gegensatz zu Norwegen, wo bei der Einreise
prinzipiell geprüft wird, ob Oma Stomperud nicht etwa zu viel
Branntwein im Gepäck hat.


> Und bei der Zollkontrolle wird man vermutlich etwas häufiger zum Öffnen
> des Gepäcks heraus gewunken werden, vergleichbar mit der norwegischen
> Grenze.

Sicher häufiger als heute. FWIW, bei meiner letzten Ankunft in London
per Eurostar gab es keine Zoll- oder sonstige Kontrolle.


--
Arne Johannessen
Bodo G. Meier
2018-02-12 14:15:17 UTC
Permalink
Raw Message
Am 12.02.2018 um 14:13 schrieb Arne Johannessen:
> Bodo G. Meier said:
>> Am 12.02.2018 um 09:14 schrieb Klaus von der Heyde:
>>> David Seppi schrieb:
>>>>
>>>> Zollkontrolle? Bauen die scho für den Brexit vor?
>>>
>>> In Brüssel ist die _Grenz_kontrolle, in London die _Zoll_kontrolle.
>>
>> Das verstehe ich so, dass sich für Reisende mit dem Brexit nicht viel
>> ändern wird.
>
> Das bleibt noch abzuwarten. Wir wissen ja nicht, wonach der Zoll bei
> den ankommenden Reisenden aus Klaus' Zug gesucht hat. Womöglich Drogen?
> Jedenfalls musste niemand etwas verzollen, denn /noch/ ist das UK ja
> Teil der EU-Zollunion -- im Gegensatz zu Norwegen, wo bei der Einreise
> prinzipiell geprüft wird, ob Oma Stomperud nicht etwa zu viel
> Branntwein im Gepäck hat.

Norwegische Zollkontrollen sind Folklore pur. ;-D
Da wird nicht nur nach zu viel Brennevin, Bier und Wein gesucht, sondern
auch nach Zigaretten, Tabak und diesem elende Zeug namens Snus
(Schnupftabak). Auch die Einfuhr von Käse, Fleisch und Wurst unterliegt
gewissen Beschränkungen.
Von Trondheim fahren täglich mehrere Busse gratis zur schwedischen
Grenze bei Storlien, wo es einen grossen Konsum gibt.
https://tbuss.no/gratis-handletur-til-sverige/

Dort hat man ca. 1 1/4 Stunde Zeit einzukaufen und dann geht es zurück.
Ich bin da ab und zu mitgefahren und habe zweimal erlebt, wie der Bus
bei der Rückfahrt an der Grenze zur Kontrolle raus gewunken wurde. Alle
mussten aussteigen und sich mit ihrem Gepäck in einer Halle aufstellen.
Dann einzeln an aufgebaute Tische vortreten und Taschen und Tüten
auspacken. Da mussten selbst Mützen abgenommen werden, denn darunter
schmuggeln einige tatsächlich Snus- oder Zigarettenpäckchen.
Ich konnte dann auf einmal kein Schwedisch oder Norwegisch mehr, habe
dem Beamten meinen deutschen Personalausweis unter die Nase gehalten und
auf Englisch um konsularischen Beistand gebeten. Schon durfte ich
unkontrolliert die Halle verlassen. :->>
Nein, ich hatte nicht mehr als die erlaubte "24 h-Quote" eingekauft.

Gruss,
Bodo
Ralph A. Schmid, dk5ras
2018-02-12 15:22:53 UTC
Permalink
Raw Message
"Bodo G. Meier" <***@kabelmail.de> wrote:

>Norwegische Zollkontrollen sind Folklore pur. ;-D

Dänemark um 1990 herum war auch cool. Die Dänen haben auf der Fähre
Kollund - Flensborg Büchsenbier gekauft wie blöde , und mitnehmen
durften sie, was sie tragen konnten. Also haben die Familien immer
junge, kräftige Kerle geschickt, die ein paar Paletten Büchsenbier
locker geschultert ohne sichtbare Anstrengung durch den Zoll trugen.
Natürlich wurde auf der Fähre auch gut gepichelt, und die fuhren dann
deutlich angesoffen ihr Auto voller Büchsenbier wieder gen Heimat.

Die Fähre wollte eigentlich kostenlos fahren, ihr Geld machten die ja
mit dem Verkauf - wurde ihnen aber nicht erlaubt, also haben sie für
einen Rückfahrschein 10 Dänische Kronen genommen, so 1.20, 1.30, nach
damaligem Kurs auf heutige EUR umgerechnet. Ich kannte eins der Mädels
aus dem Verkauf näher, die konnte Stories erzählen...irre.

Ach ja, die Zöllner/Grenzpolizisten/wasauchimmerdiewaren hatten viel
mehr Augenmerk auf indisch/pakistanisch aussehende Reisende, die
wurden viel genauer inspiziert als die Alktouristen.


-ras

--
Ralph A. Schmid +49-171-3631223 +49-911-21650056
http://www.schmid.xxx/ http://www.db0fue.de/
http://www.bclog.de/ http://www.kabuliyan.de/
Helmut Barth
2018-02-12 20:06:45 UTC
Permalink
Raw Message
Salut!

Ralph A. Schmid, dk5ras schrieb:

> Dänemark um 1990 herum war auch cool. [..]

> Ach ja, die Zöllner/Grenzpolizisten/wasauchimmerdiewaren hatten viel
> mehr Augenmerk auf indisch/pakistanisch aussehende Reisende, die
> wurden viel genauer inspiziert als die Alktouristen.

Seit längerer Zeit sind die Dänen ja wieder eifriger mit
Personenkontrollen bei der Einreise. Im letzten Juli war ich dort mit
meinem Oldie von der Fähre gekullert und es wurden alle mit einer
Ausnahme kontrolliert. Bei mir genügte die gestisch angeordnete
Soundkontrolle: Gas geben, Daumen hoch, weiterfahren!

Dem Grinsen der Grenzer war anzusehen, dass sie keine Freunde
irgendwelcher Stromschleudern werden, und ich hab mich gefreut als
erster auf der Autobahn zu sein...

Grüßle, Helmut
Marc Haber
2018-02-12 20:22:16 UTC
Permalink
Raw Message
Helmut Barth <***@arcor.de> wrote:
> Seit längerer Zeit sind die Dänen ja wieder eifriger mit
>Personenkontrollen bei der Einreise. Im letzten Juli war ich dort mit
>meinem Oldie von der Fähre gekullert und es wurden alle mit einer
>Ausnahme kontrolliert. Bei mir genügte die gestisch angeordnete
>Soundkontrolle: Gas geben, Daumen hoch, weiterfahren!

Stell Dir mal vor wie die sich über den Sound einer 234 gefreut
hätten. Darfst Du die eigentlich noch fahren, oder verjährt die
Baureihenerlaubnis auch irgendwann wenn man sie nicht mehr fährt?

Grüße
Marc
--
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Helmut Barth
2018-02-12 22:29:09 UTC
Permalink
Raw Message
Salut!

Marc Haber schrieb:

> Stell Dir mal vor wie die sich über den Sound einer 234 gefreut
> hätten.

Auf der Straße? Ich fürchte, das wäre nicht so leicht durchgegangen ;).

> Darfst Du die eigentlich noch fahren, oder verjährt die
> Baureihenerlaubnis auch irgendwann wenn man sie nicht mehr fährt?

Da streiten sich die Gelehrten. Faktisch ist sie in meinem
Führerscheinbeiblatt und dem Streckenkundenachweis noch enthalten,
praktisch würde ich einen Auffrischungsunterricht haben wollen.
Zumindest wenn es um geplante Leistungen geht. Im dringenden Notfall mit
ausreichend Vorbereitungszeit mag das anders aussehen. [1]

Grüßle, Helmut

[1] Ja, das ist ein Widerspruch in sich, dessen pragmatische Lösung
irgendeinen Mittelweg zu suchen erfordert ;)
Tobias Nicht
2018-02-13 08:34:17 UTC
Permalink
Raw Message
On Mon, 12 Feb 2018 23:29:09 +0100, Helmut Barth
<***@arcor.de> wrote:

>Salut!
>
>Marc Haber schrieb:
>
>> Stell Dir mal vor wie die sich über den Sound einer 234 gefreut
>> hätten.
>
> Auf der Straße? Ich fürchte, das wäre nicht so leicht durchgegangen ;).
>
>> Darfst Du die eigentlich noch fahren, oder verjährt die
>> Baureihenerlaubnis auch irgendwann wenn man sie nicht mehr fährt?
>
> Da streiten sich die Gelehrten. Faktisch ist sie in meinem
>Führerscheinbeiblatt und dem Streckenkundenachweis noch enthalten,
>praktisch würde ich einen Auffrischungsunterricht haben wollen.
>Zumindest wenn es um geplante Leistungen geht. Im dringenden Notfall mit
>ausreichend Vorbereitungszeit mag das anders aussehen. [1]

In der Streckenkunde steht bei uns gar keine Baureihe drin. Im
Führerscheinbeiblatt habe ich auch nur noch ET und VT stehen. Laut EBA
kann vonn einer genauen Benennung der Baureihen im Beilatt abgesehen
werden, da die Baureihen durch die EU Nummer auch nicht mehr eindeutig
zu identifizieren sind. Zum Beispiel kann Baureihe 650 ein RS1 oder
eine Rangierlok sein. Den 445 gibt es auch nicht nur von Stadler. Den
GTW oder Talent bekomme ich auch noch bewegt, aber eben wie du
erwähnst mit etwas Zeit und mal eben noch kurz das Handbuch
überfliegen.

>
>Grüßle, Helmut
>
>[1] Ja, das ist ein Widerspruch in sich, dessen pragmatische Lösung
>irgendeinen Mittelweg zu suchen erfordert ;)

Kommt aber in der Realität selten vor.

Gruß Tobias
U***@web.de
2018-02-13 07:27:01 UTC
Permalink
Raw Message
Am Montag, 12. Februar 2018 21:22:17 UTC+1 schrieb Marc Haber:
> Helmut Barth <Helmut.[...]@arcor.de> wrote:
> > Seit längerer Zeit sind die Dänen ja wieder eifriger mit
> >Personenkontrollen bei der Einreise. Im letzten Juli war ich dort mit
> >meinem Oldie von der Fähre gekullert und es wurden alle mit einer
> >Ausnahme kontrolliert. Bei mir genügte die gestisch angeordnete
> >Soundkontrolle: Gas geben, Daumen hoch, weiterfahren!
>
> Stell Dir mal vor wie die sich über den Sound einer 234 gefreut
> hätten.

Hatte die Dänemarkzulassung?
Thorsten Klein
2018-02-12 19:03:10 UTC
Permalink
Raw Message
Am 12.02.2018 um 15:15 schrieb Bodo G. Meier:
> Norwegische Zollkontrollen sind Folklore pur. ;-D
> Da wird nicht nur nach zu viel Brennevin,

???

> Bier und Wein gesucht, sondern
> auch nach Zigaretten, Tabak und diesem elende Zeug namens Snus
> (Schnupftabak). Auch die Einfuhr von Käse, Fleisch und Wurst unterliegt
> gewissen Beschränkungen.

kontrollieren die da gründlicher als an der CH-Grenze? Oder bist Du nur
besonders "interessant" für den Zoll?
Ich bin noch nie kontrolliert worden, auch mit vergessenen Papieren
konnte mal einreisen (und wieder ausreisen).

Vielleicht ändert sich das, sobald entweder D oder CH harte Drogen
legalisiert....

> Von Trondheim fahren täglich mehrere Busse gratis zur schwedischen
> Grenze bei Storlien, wo es einen grossen Konsum gibt.
> https://tbuss.no/gratis-handletur-til-sverige/

Ist da auch so Einkaufstourismus wie in Konstanz/Waldshut/Weil am Rhein?
Frank Hucklenbroich
2018-02-14 09:14:39 UTC
Permalink
Raw Message
Am Mon, 12 Feb 2018 20:03:10 +0100 schrieb Thorsten Klein:

> Am 12.02.2018 um 15:15 schrieb Bodo G. Meier:
>> Norwegische Zollkontrollen sind Folklore pur. ;-D
>> Da wird nicht nur nach zu viel Brennevin,
>
> ???
>
>> Bier und Wein gesucht, sondern
>> auch nach Zigaretten, Tabak und diesem elende Zeug namens Snus
>> (Schnupftabak). Auch die Einfuhr von Käse, Fleisch und Wurst unterliegt
>> gewissen Beschränkungen.
>
> kontrollieren die da gründlicher als an der CH-Grenze? Oder bist Du nur
> besonders "interessant" für den Zoll?

An der Grenze in Basel bin ich schon oft von der Schweizer Grenzwache
kontrolliert worden. Die haben auch explizit nach Lebensmitteln gefragt und
wo ich in der Schweiz denn hinwolle.

Grüße,

Frank
Inge Müller
2018-02-14 11:24:22 UTC
Permalink
Raw Message
Am 14.02.2018 um 10:14 schrieb Frank Hucklenbroich:
> An der Grenze in Basel bin ich schon oft von der Schweizer Grenzwache
> kontrolliert worden. Die haben auch explizit nach Lebensmitteln gefragt und
> wo ich in der Schweiz denn hinwolle.
Ich fahre seit ca. 5 Jahren ungefähr alle 2 Monate am Samstag (manchmal
auch Freitag) in die Schweiz und normalerweise Sonntag wieder zurück
(Grenzübergang Bargen). In der ganzen Zeit wurde ich genau ein Mal
gefragt, was denn in der (mit einer Decke abgedeckten) Kiste auf dem
Beifahrersitz sei. Ansonsten wollte niemand einen Ausweis sehen oder das
woher/wohin wissen. Auch diese Kiste auf dem Beifahrersitz, die ca. 3
Jahre lang jedes Mal dabei war, interessierte ansonsten nicht.

Gruß,
INge
David Seppi
2018-02-12 18:53:33 UTC
Permalink
Raw Message
Klaus von der Heyde schrieb:

> David Seppi schrieb:
[...]
>> Zollkontrolle? Bauen die scho für den Brexit vor?
>
> In Brüssel ist die _Grenz_kontrolle, in London die _Zoll_kontrolle.

Eben, deshab frage ich ja!
Im Gegensatz zur Grenzkontrolle (non Schengen) ist eine Zollkontrolle ja
erst nach dem Brexit aktuell (wenn überhaupt). Derzeit sind die Briten
ja noch in der EU.

Bei meinem letzten Flug war jedenfalls in Edinburgh nur eine
Paßkontrolle. Genauso mußte ich auf der Rückreise nur beim
Umsteigen in Düsseldorf durch die Paßkontrolle, aber in Wien
dank grünem Gepäckstreifen durch keine Zollkontrolle (Ausgang EU).

--
David Seppi
1220 Wien
Klaus von der Heyde
2018-02-12 19:09:36 UTC
Permalink
Raw Message
David Seppi schrieb:
> Im Gegensatz zur Grenzkontrolle (non Schengen) ist eine Zollkontrolle ja
> erst nach dem Brexit aktuell (wenn überhaupt). Derzeit sind die Briten
> ja noch in der EU.

Ich wurde nicht wirklich kontrolliert, und habe es auch sonst nicht
gesehen. Es gibt aber diesen Kontrollbereich, und es standen auch Zöllner
herum und besahen sich die Leute, ohne jemanden anzuhalten. Ich weiß
nicht, ob das schon immer so war oder eine Vorbereitung für den »Brexit«
ist, denn das ist meine erste Reise nach London mit der Bahn.

-- Klaus
Holger Koetting
2018-02-13 18:43:30 UTC
Permalink
Raw Message
Klaus von der Heyde wrote:
> herum und besahen sich die Leute, ohne jemanden anzuhalten. Ich weiß
> nicht, ob das schon immer so war oder eine Vorbereitung für den »Brexit«

Das war schon immer so. Gelegentlich kann es aber vorkommen, daß
Du in London nochmal Deinen Ausweis (plus Fahrkarte) hinlegen
darfst. Entweder, weil sie wieder irgendeine Panik schieben oder
in Lille nicht alle ausgestiegen sind, die nach Liste hätten
aussteigen sollen. Dann gibt's wohl wieder eine Vollkontrolle.

Gruß,

Hol 'alles schon gehabt' ger K. aus D.

--
Streckenstillegung? Nein, es wird nur nichts bestellt!

E-Mail: ***@gmx.de
Homepage: http://www.strassenbahn-darmstadt.de
Frank Hucklenbroich
2018-02-14 09:17:10 UTC
Permalink
Raw Message
Am Mon, 12 Feb 2018 19:09:36 -0000 (UTC) schrieb Klaus von der Heyde:

> David Seppi schrieb:
>> Im Gegensatz zur Grenzkontrolle (non Schengen) ist eine Zollkontrolle ja
>> erst nach dem Brexit aktuell (wenn überhaupt). Derzeit sind die Briten
>> ja noch in der EU.
>
> Ich wurde nicht wirklich kontrolliert, und habe es auch sonst nicht
> gesehen.

Bei der Fähre von Amsterdam nach Newcastle wurde dort ausnahmeslos jeder
kontrolliert (Ausweis), obwohl das zu 95% Briten und Niederländer waren,
die kein Visum oder sowas brauchten. Ich habe da fast 45 Minuten
angestanden, bis ich endlich draußen war.

Grüße,

Frank
David Seppi
2018-02-14 09:37:41 UTC
Permalink
Raw Message
Frank Hucklenbroich schrieb:

> Am Mon, 12 Feb 2018 19:09:36 -0000 (UTC) schrieb Klaus von der Heyde:
>
>> David Seppi schrieb:
>>> Im Gegensatz zur Grenzkontrolle (non Schengen) ist eine Zollkontrolle ja
>>> erst nach dem Brexit aktuell (wenn überhaupt). Derzeit sind die Briten
>>> ja noch in der EU.
>>
>> Ich wurde nicht wirklich kontrolliert, und habe es auch sonst nicht
>> gesehen.
>
> Bei der Fähre von Amsterdam nach Newcastle wurde dort ausnahmeslos jeder
> kontrolliert (Ausweis),

Klar, Personenkontrollen sind Standard. Es ging mir um Warenkontrollen.
(Zoll)

--
David Seppi
1220 Wien
Martin Ebert
2018-02-12 19:53:16 UTC
Permalink
Raw Message
Am 12.02.2018 um 19:53 schrieb David Seppi:
> Klaus von der Heyde schrieb:
>> David Seppi schrieb:
> [...]
>>> Zollkontrolle? Bauen die scho für den Brexit vor?
>> In Brüssel ist die _Grenz_kontrolle, in London die _Zoll_kontrolle.

> Eben, deshab frage ich ja!
> Im Gegensatz zur Grenzkontrolle (non Schengen) ist eine Zollkontrolle ja
> erst nach dem Brexit aktuell (wenn überhaupt). Derzeit sind die Briten
> ja noch in der EU.

Ja - und?

Nimm mal den Kofferraum voll Zigaretten oder mehr als 10.000 €
über eine EU-Binnengrenze mit - dann sehen wir weiter.

Mir ist vor Jahren mal passiert, dass der britische Zoll bei
der Ausreise Terminal Folkestone meinen Kofferraum ausein-
ander nehmen wollten. Ich habe so traurig geguckt, dass sie
dann aber doch abwinkten.

Mt
David Seppi
2018-02-12 19:57:31 UTC
Permalink
Raw Message
Martin Ebert schrieb:

> Nimm mal den Kofferraum voll Zigaretten oder mehr als 10.000 €
> über eine EU-Binnengrenze mit - dann sehen wir weiter.

idR ist dort aber weit und breit kein Zoll zu sehen. Da wird höchstens
stichprobenartig kontrolliert.

--
David Seppi
1220 Wien
Martin Ebert
2018-02-13 17:36:53 UTC
Permalink
Raw Message
Am 12.02.2018 um 20:57 schrieb David Seppi:
> Martin Ebert schrieb:
>> Nimm mal den Kofferraum voll Zigaretten oder mehr als 10.000 €
>> über eine EU-Binnengrenze mit - dann sehen wir weiter.

> idR ist dort aber weit und breit kein Zoll zu sehen. Da wird höchstens
> stichprobenartig kontrolliert.

Das ist (in Deutschland) auch anders sortiert. Wir kennen,
kannten den Begriff des Zollgrenzbezirks, das sind ca 30km
ab Bundesgrenze. In diesem Bezirk darf der Zoll jeden und
alles kontrollieren. Dabei gehen die Befugnisse über die
der Polizei: Verdachtsunabhängig, sie dürfen zudem in den
Sachen rumwühlen. Und - sie machen das auch.

Direkt an der Grenze ist Zoll die Ausnahme. Das wird an
der polnischen Grenze vor Silvester durchgezogen um die
Einfuhr von Polenböllern im Rahmen zu halten.

Mt
Roman Racine
2018-02-12 22:43:30 UTC
Permalink
Raw Message
David Seppi wrote:

> Klaus von der Heyde schrieb:
>
>> David Seppi schrieb:
> [...]
>>> Zollkontrolle? Bauen die scho für den Brexit vor?
>>
>> In Brüssel ist die _Grenz_kontrolle, in London die _Zoll_kontrolle.
>
> Eben, deshab frage ich ja!
> Im Gegensatz zur Grenzkontrolle (non Schengen) ist eine Zollkontrolle ja
> erst nach dem Brexit aktuell (wenn überhaupt). Derzeit sind die Briten
> ja noch in der EU.
>
> Bei meinem letzten Flug war jedenfalls in Edinburgh nur eine
> Paßkontrolle. Genauso mußte ich auf der Rückreise nur beim
> Umsteigen in Düsseldorf durch die Paßkontrolle, aber in Wien
> dank grünem Gepäckstreifen durch keine Zollkontrolle (Ausgang EU).

Das auf den britischen Inseln der Normalfall, ausser, wenn man von anderswo
von den britischen Inseln einfliegt (sie nennen das "Common Travel Area").
Neben UK sind das noch die Republik Irland, die Isle of Man und die
Kronbesitzungen im Ärmelkanal.

Lustigerweise muss man auf EU-Flughäfen aus der Schweiz einreisend meistens
auch nicht durch eine Zollkontrolle, auch wenn die Schweiz nicht in der
Zollunion ist.

Gruss

Roman°
David Seppi
2018-02-13 00:28:51 UTC
Permalink
Raw Message
Roman Racine schrieb:

> Lustigerweise muss man auf EU-Flughäfen aus der Schweiz einreisend meistens
> auch nicht durch eine Zollkontrolle, auch wenn die Schweiz nicht in der
> Zollunion ist.

Das hingegen ist in Wien anders. Hier gibt es eine zentrale
Gepäckausgabe. Danach wird nur mehr nach Farbe des Gepäckstreifens
unterschieden, der aus der Schweiz natürlich nicht grün ist.

Im Zug habe ich allerdings auch keinen Zöllner gesehen, weder in Buchs,
noch bei der Rückfahrt in Feldkirch.

--
David Seppi
1220 Wien
Roman Racine
2018-02-13 18:23:47 UTC
Permalink
Raw Message
David Seppi wrote:

> Roman Racine schrieb:
>
>> Lustigerweise muss man auf EU-Flughäfen aus der Schweiz einreisend
>> meistens auch nicht durch eine Zollkontrolle, auch wenn die Schweiz nicht
>> in der Zollunion ist.
>
> Das hingegen ist in Wien anders. Hier gibt es eine zentrale
> Gepäckausgabe. Danach wird nur mehr nach Farbe des Gepäckstreifens
> unterschieden, der aus der Schweiz natürlich nicht grün ist.
>
> Im Zug habe ich allerdings auch keinen Zöllner gesehen, weder in Buchs,
> noch bei der Rückfahrt in Feldkirch.

Es findet im Zug im Gegensatz zu den Flughäfen ja auch keine Zollabfertigung
statt, die Reisenden sind gehalten, sich bei Bedarf schriftlich selbst
abzufertigen.

Bei der Einreise in die Schweiz ohne anwesendes Personal musst du entweder
in Buchs SG aussteigen und Waren schriftlich deklarieren, oder darfst
weiterfahren und innerhalb von sieben Tagen die Waren nachträglich
deklarieren, beispielsweise kannst du das Formular in Zürich HB ausfüllen
und einwerfen.

Sollte auf deinem Zug Zollpersonal anwesend sein, musst du mitgeführte Waren
ausserhalb der Freigrenzen unaufgefordert mündlich anmelden, ansonsten
machst du dich strafbar.

Gruss

Roman°
David Seppi
2018-02-13 18:49:13 UTC
Permalink
Raw Message
Roman Racine schrieb:

> Es findet im Zug im Gegensatz zu den Flughäfen ja auch keine Zollabfertigung
> statt, die Reisenden sind gehalten, sich bei Bedarf schriftlich selbst
> abzufertigen.

Gehat das auch bei der Ausreise (Mehrwertsteuerrückvergütung)?

--
David Seppi
1220 Wien
Roman Racine
2018-02-14 11:11:54 UTC
Permalink
Raw Message
David Seppi wrote:

> Roman Racine schrieb:
>
>> Es findet im Zug im Gegensatz zu den Flughäfen ja auch keine
>> Zollabfertigung statt, die Reisenden sind gehalten, sich bei Bedarf
>> schriftlich selbst abzufertigen.
>
> Gehat das auch bei der Ausreise (Mehrwertsteuerrückvergütung)?

Nein. Wenn du die Mehrwertsteuer rückvergütet haben willst, musst du die
Ausfuhr bei einem besetzten Grenzübergang anmelden.

Gruss

Roman°
David Seppi
2018-02-14 14:31:57 UTC
Permalink
Raw Message
Roman Racine schrieb:

> Nein. Wenn du die Mehrwertsteuer rückvergütet haben willst, musst du die
> Ausfuhr bei einem besetzten Grenzübergang anmelden.

... also nicht mit dem Zug fahren. (Oder in Nendeln aussteigen und
zu Fuß nach Tisis gehen - und hoffen, daß das Zollamt Schaanwald
besetzt ist).

--
David Seppi
1220 Wien
Marc Haber
2018-02-14 07:25:00 UTC
Permalink
Raw Message
Roman Racine <***@gmx.de> wrote:
>Bei der Einreise in die Schweiz ohne anwesendes Personal musst du entweder
>in Buchs SG aussteigen und Waren schriftlich deklarieren, oder darfst
>weiterfahren und innerhalb von sieben Tagen die Waren nachträglich
>deklarieren, beispielsweise kannst du das Formular in Zürich HB ausfüllen
>und einwerfen.

In St. Margrethen gibt es auch auf dem Bahnsteig eine Art Schreibpult
und Formulare.

Grüße
Marc
--
-------------------------------------- !! No courtesy copies, please !! -----
Marc Haber | " Questions are the | Mailadresse im Header
Mannheim, Germany | Beginning of Wisdom " |
Nordisch by Nature | Lt. Worf, TNG "Rightful Heir" | Fon: *49 621 72739834
Roman Racine
2018-02-14 11:10:56 UTC
Permalink
Raw Message
Marc Haber wrote:

> Roman Racine <***@gmx.de> wrote:
>>Bei der Einreise in die Schweiz ohne anwesendes Personal musst du entweder
>>in Buchs SG aussteigen und Waren schriftlich deklarieren, oder darfst
>>weiterfahren und innerhalb von sieben Tagen die Waren nachträglich
>>deklarieren, beispielsweise kannst du das Formular in Zürich HB ausfüllen
>>und einwerfen.
>
> In St. Margrethen gibt es auch auf dem Bahnsteig eine Art Schreibpult
> und Formulare.

Ja, genau diese Formulare gibt es an vielen Grenzbahnhöfen, an vielen nicht
dauernd besetzten Strassenübergängen, in einigen Häfen an Grenzgewässern und
zusätzlich in Zürich HB.

Bei der Einreise im Zug musst du nicht aussteigen, aber innerhalb von sieben
Tagen das Formular ausgefüllt einreichen (oder wenn es eine
Stichprobenkontrolle gibt, dich unaufgefordert melden). Bei der Einreise
über die Strasse oder mit dem Schiff musst du das Formular dagegen direkt am
Grenzübergang ausfüllen und einwerfen. Das Formular ist dreifach, das
Original wirfst du ein, die zwei durchgepausten Kopien nimmst du mit. Eine
Kopie ist für eine allfällig im Hinterland stattfindende
Stichprobenkontrolle.

Gruss

Roman°
Bodo G. Meier
2018-02-11 21:40:52 UTC
Permalink
Raw Message
Danke für Deinen Reisebericht!

Gruss,
Bodo
Hans 'HansMan' Friedlaender
2018-02-13 10:10:10 UTC
Permalink
Raw Message
Am 11.02.2018 um 21:44 schrieb Klaus von der Heyde:
> Vor der Einfahrt in den Kanaltunnel hatte man noch einen Ausblick auf den
> Autoverladeterminal. Ein von Dieselloks gezogener kurzer gemischter
> Güterzug kam aus der anderen Röhre, als wir einfuhren.

Dieseln die echt durch den Tunnel?

Gruß Hans
HC Ahlmann
2018-02-13 13:25:17 UTC
Permalink
Raw Message
Hans 'HansMan' Friedlaender <***@hans.friedlaender.org> wrote:

> Am 11.02.2018 um 21:44 schrieb Klaus von der Heyde:
> > Vor der Einfahrt in den Kanaltunnel hatte man noch einen Ausblick auf den
> > Autoverladeterminal. Ein von Dieselloks gezogener kurzer gemischter
> > Güterzug kam aus der anderen Röhre, als wir einfuhren.
>
> Dieseln die echt durch den Tunnel?

Das ist eine Einreiseerschwernis für Sauerstoff-Atmer aller Art.
--
Munterbleiben
HC

<http://hc-ahlmann.gmxhome.de/> Bordkassen, Kochen an Bord, Törnberichte
Klaus von der Heyde
2018-02-13 19:51:46 UTC
Permalink
Raw Message
Hans 'HansMan' Friedlaender schrieb:

> Dieseln die echt durch den Tunnel?

Ich müsste mich schon sehr getäuscht haben bei der Identifizierung der
Triebfahrzeuge. Lasse mich aber gerne korrigieren.

-- Klaus
Martin Ebert
2018-02-15 00:40:42 UTC
Permalink
Raw Message
Am 11.02.2018 um 21:44 schrieb Klaus von der Heyde:

> ES9141 bereitstand. Die Fahrgastauslastung betrug etwa 50%. Abfahrt war
> pünktlich um 14:52.
...
> Vororten Londons hindurch, bis das Ziel London St. Pancras erreicht
> wurde, eine Minute vor Plan übrigens.

Und wann wäre Plan gewesen?

Mt
Klaus von der Heyde
2018-02-15 07:32:11 UTC
Permalink
Raw Message
Martin Ebert schrieb:

> Und wann wäre Plan gewesen?

16:05 GMT.

-- K.
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