Discussion:
Hoher Schaden für Spediteure
(zu alt für eine Antwort)
Michael Zink
2017-09-09 16:38:26 UTC
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Hallo,

ich habe gerade zufällig in den Nachrichten einen Beitrag mit o.g.
Titel gesehen. Die Streckensperrung bei Rastatt würde den Spediteuren
hohe Verluste bringen. Irgendwie war die Rede von 1.000.000 EUR für
"einen Mittelständler" - keine Ahnung, in welcher Zeit.

Ist es wirklich zu naiv gedacht, daß die Spediteure sich über
Mehrumsatz freuen, wenn ein Konkurrent ausfällt?

Ich kann mir zwar Einzelfälle vorstellen, wo ein Spediteur Waren im
Auftrag per Bahn tranportieren soll und jetzt auf Mehrkosten sitzen
bleibt. Aber kommt das so häufig vor?

Wer kennt sich aus?

TIA

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Michael
--
Das Internet darf kein GRUNDrechtsfreier Raum werden!
Thorsten Klein
2017-09-09 16:41:12 UTC
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Post by Michael Zink
Ist es wirklich zu naiv gedacht, daß die Spediteure sich über
Mehrumsatz freuen, wenn ein Konkurrent ausfällt?
Ich kann mir zwar Einzelfälle vorstellen, wo ein Spediteur Waren im
Auftrag per Bahn tranportieren soll und jetzt auf Mehrkosten sitzen
bleibt. Aber kommt das so häufig vor?
Wer kennt sich aus?
IMHO führt eine Spedition Gütertransporte durch. Diese können aber auch
auf der Schiene stattfinden (Sprich es müsste Speditionen geben, die
prinzipiell nur auf der Schiene verkehren) und dann kommts eben zu
diesem Schaden wenn die weniger Durchsatz haben.
Michael Zink
2017-09-10 07:51:25 UTC
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Post by Thorsten Klein
Post by Michael Zink
Ist es wirklich zu naiv gedacht, daß die Spediteure sich über
Mehrumsatz freuen, wenn ein Konkurrent ausfällt?
Ich kann mir zwar Einzelfälle vorstellen, wo ein Spediteur Waren im
Auftrag per Bahn tranportieren soll und jetzt auf Mehrkosten sitzen
bleibt. Aber kommt das so häufig vor?
Wer kennt sich aus?
IMHO führt eine Spedition Gütertransporte durch. Diese können aber auch
auf der Schiene stattfinden (Sprich es müsste Speditionen geben, die
prinzipiell nur auf der Schiene verkehren) und dann kommts eben zu
diesem Schaden wenn die weniger Durchsatz haben.
OK, das ist dann der Extremfall der von mir genannten "Einzelfälle".
So kann natürlich einigen Spediteuren hoher Schaden entstehen. Aber
IMHO nicht "den Spediteuren".

Aber vielleicht ging es ursprünglich wirklich um solche Fälle. Und aus
der Feststellung, daß einigen hoher Schaden entsteht, andere aber
Umsatzsteigerungen haben, wurde irgendwie der genannte Bericht.

Das wird jetzt zwar OT, aber ich muß gerade an die hiesigen Winzer
denken. Da ist fast jedes Jahr zunächst die Ernte bedroht, weil es zu
warm, kalt, nass, trocken, ... ist. Und hinterher wird gewöhnlich
jedes Jahr der außergewöhnlich gute Wein gelobt ...

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Michael
--
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Ralf Gunkel
2017-09-10 08:43:22 UTC
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Am 10.09.17 09:51, schrieb Michael Zink:
...
Post by Michael Zink
Das wird jetzt zwar OT, aber ich muß gerade an die hiesigen Winzer
denken. Da ist fast jedes Jahr zunächst die Ernte bedroht, weil es zu
warm, kalt, nass, trocken, ... ist. Und hinterher wird gewöhnlich
jedes Jahr der außergewöhnlich gute Wein gelobt ...
Warum bekomnt der Nachwuchs von Winzern sofort nach der Geburt einen
Backstein auf den Bauch gebunden?
Damit er schon früh genug das Jammern lernt.

*scnr*


Gruß Ralf
--
"Sicherungstechnik ist gelebte Paranoia. Und das ist gut so." Dirk Möbius in
deb*
Michael Zink
2017-09-10 10:13:50 UTC
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Post by Ralf Gunkel
Warum bekomnt der Nachwuchs von Winzern sofort nach der Geburt einen
Backstein auf den Bauch gebunden?
Damit er schon früh genug das Jammern lernt.
Nicht nur die Winzer. "Jammern ist der Gruß der Kaufleute." soll ja
ein altes phönizisches Sprichwort sein.

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Michael
--
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Schorsch
2017-09-10 12:05:42 UTC
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Post by Michael Zink
Post by Ralf Gunkel
Warum bekomnt der Nachwuchs von Winzern sofort nach der Geburt einen
Backstein auf den Bauch gebunden?
Damit er schon früh genug das Jammern lernt.
Nicht nur die Winzer. "Jammern ist der Gruß der Kaufleute." soll ja
ein altes phönizisches Sprichwort sein.
Sitzen zwei Kaufleute auf einer Bank. Seufzt der eine laut auf. Sagt der
andere: "Nu hör mal auf von der Arbeit zu reden!"

SCNR
Schorsch
Thorsten Klein
2017-09-11 20:46:07 UTC
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Post by Michael Zink
OK, das ist dann der Extremfall der von mir genannten "Einzelfälle".
So kann natürlich einigen Spediteuren hoher Schaden entstehen. Aber
IMHO nicht "den Spediteuren".
Naja, so viele Einzelfälle?
Gerade im SRF Magazin "Eco": Der Spediteur Bertschi führt etwa 80%
Schienengüterverkehr durch, 20% per LKW -> starker Verlust.
Ebenso Hupac.
Wolfgang Kynast
2017-09-09 16:46:06 UTC
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Post by Michael Zink
Hallo,
ich habe gerade zufällig in den Nachrichten einen Beitrag mit o.g.
Titel gesehen. Die Streckensperrung bei Rastatt würde den Spediteuren
hohe Verluste bringen. Irgendwie war die Rede von 1.000.000 EUR für
"einen Mittelständler" - keine Ahnung, in welcher Zeit.
Ist es wirklich zu naiv gedacht, daß die Spediteure sich über
Mehrumsatz freuen, wenn ein Konkurrent ausfällt?
Den Spediteuren fehlen eh Fahrer - ich hatte kürzlich einen Link dazu
gepostet.
--
Schöne Grüße,
Wolfgang
Michael Zink
2017-09-10 07:54:18 UTC
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Post by Wolfgang Kynast
Den Spediteuren fehlen eh Fahrer - ich hatte kürzlich einen Link dazu
gepostet.
Dann müßten sie bei steigender Nachfrage aber immerhin steigene Preise
durchsetzen können. ...

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Michael
--
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Frank Hucklenbroich
2017-09-12 08:39:15 UTC
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Post by Michael Zink
Post by Wolfgang Kynast
Den Spediteuren fehlen eh Fahrer - ich hatte kürzlich einen Link dazu
gepostet.
Dann müßten sie bei steigender Nachfrage aber immerhin steigene Preise
durchsetzen können. ...
Langfristig schon. Wobei es da ja teilweise längerfristige Verträge gibt,
und die Speditionen europaweite Konkurrenz haben. Ob dann auch die
ukrainischen und weißrussischen Spediteure ihre Preise anheben, ist dann
die nächste Frage.

Grüße,

Frank

Klaus Mueller
2017-09-10 12:44:55 UTC
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Post by Michael Zink
Hallo,
ich habe gerade zufällig in den Nachrichten einen Beitrag mit o.g.
Titel gesehen. Die Streckensperrung bei Rastatt würde den Spediteuren
hohe Verluste bringen. Irgendwie war die Rede von 1.000.000 EUR für
"einen Mittelständler" - keine Ahnung, in welcher Zeit.
Ist es wirklich zu naiv gedacht, daß die Spediteure sich über
Mehrumsatz freuen, wenn ein Konkurrent ausfällt?
Ich kann mir zwar Einzelfälle vorstellen, wo ein Spediteur Waren im
Auftrag per Bahn tranportieren soll und jetzt auf Mehrkosten sitzen
bleibt. Aber kommt das so häufig vor?
Wer kennt sich aus?
Man möge hier zunächst mal Spediteur und Transporteur unterscheiden. Diese
sind zwar häufig, aber nicht immer eine Firma. Der Spediteur organisiert
zunächst mal die Verbringung der Ware, ob er diese dann in vereinigter
Funktion als Transporteur auf eigenen LKW fahren lässt oder den Transport
untervergibt, evtl. auch an ein EVU, ist eine andere Frage. Wenn nun ein
Spediteur in seiner Transportkette Züge der Rheintalbahn hat und als Ersatz
ggf. kurzfristig Straßentransportkapazität anmieten muss kann das schon ins
Geld gehen.
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