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Hausgemachter Vandalismus bei der DB
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Jan Marco Funke
2018-10-25 15:38:24 UTC
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Das ist ja kaum zu glauben:

https://www1.wdr.de/nachrichten/westfalen-lippe/bahn-sperrung-aufgehoben-arnsberg-bestwig--kabel-schaden-100.html

Kurze Zusammenfassung:

Tagelange Störungen auf der Oberen Ruhrtalbahn im Sauerland wegen
Signalstörungen, weil in einem Schuppen ein Schaltschrank mit
Signaltechnik entsorgt wurde, der noch in Betrieb war.

Hintergrund: Die DB hatte den Schuppen schon vor 20 Jahren verkauft,
dabei aber vereinbart, die Technik in dem Schuppen weiter nutzen zu
dürfen. Nach mehreren Besitzerwechseln ist das Wissen darum wohl
verloren gegangen. Da der Schuppen nun abgerissen werden soll, entsorgte
ein Schrottsammler den Schrank im Auftrag des aktuellen Besitzers nun...
--
Dieses Schreiben wurde maschinell erstellt und ist ohne Unterschrift gültig.
Reinhard Greulich
2018-10-25 19:41:51 UTC
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Post by Jan Marco Funke
Hintergrund: Die DB hatte den Schuppen schon vor 20 Jahren verkauft,
dabei aber vereinbart, die Technik in dem Schuppen weiter nutzen zu
dürfen. Nach mehreren Besitzerwechseln ist das Wissen darum wohl
verloren gegangen. Da der Schuppen nun abgerissen werden soll, entsorgte
ein Schrottsammler den Schrank im Auftrag des aktuellen Besitzers nun...
Verloren gegangen wohl kaum. Das wird als Grundbuchlast eingetragen
gewesen sein. Wenn das irgendein Besitzer ignoriert, macht er sich
schadenersatzpflichtig. Die DB kann da wirklich nix für.

Gruß - Reinhard.
--
70086
~=@=~
Stephan Seitz
2018-10-25 19:54:52 UTC
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Post by Reinhard Greulich
Post by Jan Marco Funke
Hintergrund: Die DB hatte den Schuppen schon vor 20 Jahren verkauft,
dabei aber vereinbart, die Technik in dem Schuppen weiter nutzen zu
dürfen. Nach mehreren Besitzerwechseln ist das Wissen darum wohl
verloren gegangen. Da der Schuppen nun abgerissen werden soll, entsorgte
ein Schrottsammler den Schrank im Auftrag des aktuellen Besitzers nun...
Verloren gegangen wohl kaum. Das wird als Grundbuchlast eingetragen
gewesen sein. Wenn das irgendein Besitzer ignoriert, macht er sich
schadenersatzpflichtig. Die DB kann da wirklich nix für.
Das ist noch nicht mal ein einsames Bahnproblem. Die Story von der
Firma mit zwei Gebäuden, die ein Gebäude mit der gemeinsamen USV
verkauft und dann (zu spät) feststellt, daß der neue Eigentümer
dieselbe entsorgt hat, macht in IT-Kreise auch gerne die Runde.

Je nachdem wer der erste Käufer war (z.B. ein Bahner) könnte ich mir
durchaus vorstellen, daß die Schrankproblematik nicht eingetragen
wurde.

Shade and sweet water!

Stephan
--
| Stephan Seitz E-Mail: stse+***@fsing.rootsland.net |
| Public Keys: http://fsing.rootsland.net/~stse/keys.html |
Reinhard Greulich
2018-10-25 21:22:14 UTC
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Post by Stephan Seitz
Je nachdem wer der erste Käufer war (z.B. ein Bahner) könnte ich mir
durchaus vorstellen, daß die Schrankproblematik nicht eingetragen
wurde.
Warum nicht? Der Eigentümerwechsel muss ja sowieso ins Grundbuch
eingetragen werden, da ist die Grundbuchlast ein Aufwasch. Kostet
nicht mal extra.

Gruß - Reinhard.
--
70086
~=@=~
Stephan Seitz
2018-10-26 10:13:43 UTC
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Post by Reinhard Greulich
Post by Stephan Seitz
Je nachdem wer der erste Käufer war (z.B. ein Bahner) könnte ich mir
durchaus vorstellen, daß die Schrankproblematik nicht eingetragen
wurde.
Warum nicht? Der Eigentümerwechsel muss ja sowieso ins Grundbuch
eingetragen werden, da ist die Grundbuchlast ein Aufwasch. Kostet
nicht mal extra.
Weniger wegen der Kosten, aber das sind vermutlich andere Abteilungen.
Die Abteilung für den Verkauf dürfte von sich aus nichts über die
Technik wissen. Und wenn die Technikabteilung das nicht weiterleitet,
weil das Thema abteilungsintern gelöst wurde bzw. weil vielleicht
sonst der Verkauf nach internen Richtlinien gar nicht zu Stande
gekommen wäre, dann kommt auch nichts ins Grundbuch.

Shade and sweet water!

Stephan
--
| Stephan Seitz E-Mail: stse+***@fsing.rootsland.net |
| Public Keys: http://fsing.rootsland.net/~stse/keys.html |
Paul Muster
2018-10-26 14:57:04 UTC
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Post by Stephan Seitz
Weniger wegen der Kosten, aber das sind vermutlich andere Abteilungen.
Die Abteilung für den Verkauf dürfte von sich aus nichts über die
Technik wissen. Und wenn die Technikabteilung das nicht weiterleitet,
weil das Thema abteilungsintern gelöst wurde bzw. weil vielleicht
sonst der Verkauf nach internen Richtlinien gar nicht zu Stande
gekommen wäre, dann kommt auch nichts ins Grundbuch.
Kommunikationspannen innerhalb des heiligen integrierten Konzerns kommen
in Reinhards Welt nicht vor.


mfG Paul
Ferdi Albers
2018-10-26 16:00:18 UTC
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Post by Stephan Seitz
Post by Reinhard Greulich
Post by Stephan Seitz
Je nachdem wer der erste Käufer war (z.B. ein Bahner) könnte ich mir
durchaus vorstellen, daß die Schrankproblematik nicht eingetragen
wurde.
Warum nicht? Der Eigentümerwechsel muss ja sowieso ins Grundbuch
eingetragen werden, da ist die Grundbuchlast ein Aufwasch. Kostet
nicht mal extra.
Weniger wegen der Kosten, aber das sind vermutlich andere Abteilungen.
Die Abteilung für den Verkauf dürfte von sich aus nichts über die
Technik wissen. Und wenn die Technikabteilung das nicht weiterleitet,
weil das Thema abteilungsintern gelöst wurde bzw. weil vielleicht
sonst der Verkauf nach internen Richtlinien gar nicht zu Stande
gekommen wäre, dann kommt auch nichts ins Grundbuch.
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Seit Tagen fallen im Hochsauerland zahlreiche Züge aus. Jetzt ist
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Meschede. Die Züge im Sauerland fahren nach dem Bahn-Chaos wieder. Es
bleibt aber die Frage: Wieso ist wichtige Technik in fremden Schuppen
untergebracht?

Wie ist es möglich, dass wichtige Technik der Deutschen Bahn in einem
baufälligen Schuppen untergebracht ist? Dass Schaltschrank und Kabel
nicht gekennzeichnet sind? Spurensuche nach der Posse um die
verschwundene Steuerungsanlage der Deutschen Bahn.

Ein Schrotthändler hatte einen Schaltschrank und ein
Kommunikationskabel, wie berichtet, am Dienstag aus einem Nebengebäude
der kurdischen Gemeinde mitgenommen. Seitdem fielen zahlreiche Züge aus.
Bahnausfälle im Sauerland: Zunächst Vandalismus vermutet

Techniker der Deutschen Bahn hocken am Donnerstagvormittag in orangen
Warnwesten direkt hinter dem Gebäude. Quasi im Gebüsch arbeiten sie in
der Tiefe und verlegen eine neue Leitung. Am Mittag sind sie damit
fertig. Äußern wollen sie sich nicht. Nur soviel: Ja, da habe der
Eigentümer des Gebäudes wohl etwas zerstört... Eine „aufwändige
Störungssuche“ sei dieser Reparatur vorangegangen, teilte die Deutsche
Bahn offiziell mit.

Zugausfälle
Seit Tagen fallen im Hochsauerland zahlreiche Züge aus. Jetzt ist die
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Schaltkasten der Deutschen Bahn versehentlich entsorgt

Das Unternehmen hatte am Dienstag auf einmal festgestellt, dass sich die
Weichen auf den Gleisen zwischen Bestwig und Arnsberg nicht mehr
automatisch stellen ließen. Warum? Wieso? Es herrschte Rätselraten.
Vielleicht Vandalismus. Dann ein defektes Kabel, so die Vermutung. Die
mühsame Suche entlang der Strecke begann - am Ende führte sie in ein
Nebengebäude der kurdischen Gemeinde.
Kurdische Gemeinde kaufte Gelände mitsamt wichtigem Teil der Steuerung 2013
Techniker der Deutschen Bahn verlegen ein neues Kabel vor de Schuppen.
Techniker der Deutschen Bahn verlegen ein neues Kabel vor de Schuppen.
Foto: Oliver Eickhoff

Im Jahr 2013 hatte der Verein das Gelände an der Lagerstraße gekauft -
mitsamt Anbau, in dem die Deutsche Bahn noch einen kleinen, aber
wichtigen Teil ihrer Steuerung installiert hatte. Möglicherweise
handelte es sich früher um ein Gebäude für die Techniker. Es sei nicht
unüblich, dass sich das Unternehmen von solchen Immobilien trenne,
erklärte ein Sprecher der Deutschen Bahn. „Wir haben nicht mehr den
Platzbedarf wie früher.“

Im Kaufvertrag werde dann festgehalten, dass die Technik durch die
Deutsche Bahn auch weiterhin gewährt werden muss und dieses auch gilt,
wenn das Gebäude weiterverkauft wird. Das sei auch in Meschede so
geregelt worden. Allerdings: Die kurdische Gemeinde erwarb das
Grundstück aus einer Zwangsversteigerung. Der Bahnsprecher: „Ob die
Regelung in den Kaufverträgen aufgenommen wurde, entzieht sich unserer
Kenntnis.“

In dem alten Schuppen ist es schwer die Stelle überhaupt zu finden, wo
der metallene Leitungskasten abgesägt wurde. Alles sieht ziemlich
baufällig aus, das Dach droht einzustürzen, im Innern liegt ein alter
Schrank, Müll, andere Räume sind bereits entkernt. „Der alte Eigentümer
hat hier immer alles einfach abgeladen“, sagt Ismail Uzun vom Vorstand
der kurdischen Moschee.

Er liefert später ein Foto nach: An der Stelle habe offenbar der
Schaltkasten der Bahn gestanden - ein offener Schrank ohne irgendwelche
Warnhinweise. „Ein Schrotthändler aus Arnsberg hat ihn abgeflext und
mitgenommen. Wir hatten keine Ahnung, dass da wichtige Leitungen der
Bahn drin waren.“

Tatsächlich, so räumt die Bahn ein, war der Schaltschrank nicht
gekennzeichnet. Es sei allerdings „kein kleines Kabel“ gewesen, das
entfernt worden sei.

Auch die Bundespolizei hat die Ermittlungen aufgenommen, bestätigt Jens
Flören, Pressesprecher der Direktion in St. Augustin. „Wir klären vor
Ort, ob wir ermitteln.“ Grundsätzlich komme Vandalismus,
Sachbeschädigung, gefährlicher Eingriff in den Bahnverkehr oder
betriebsstörende und gefährliche Handlungen in Frage.

Die Bahn selbst wird Schadensersatzansprüche prüfen, kündigte sie an.
Schließlich habe ein Dritter ihre Kommunikationsanlagen zerstört. Die
Erfolgsaussichten, so heißt es intern, seien angesichts der wechselnden
Eigentümer allerdings gering.

https://www.wp.de/staedte/meschede-und-umland/zug-chaos-wichtige-bahn-technik-in-baufaelligem-schuppen-id215651859.html

Gruß
Ferdi
Jan Marco Funke
2018-10-27 08:09:01 UTC
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Post by Ferdi Albers
Er liefert später ein Foto nach: An der Stelle habe offenbar der
Schaltkasten der Bahn gestanden - ein offener Schrank ohne irgendwelche
Warnhinweise. „Ein Schrotthändler aus Arnsberg hat ihn abgeflext und
mitgenommen. Wir hatten keine Ahnung, dass da wichtige Leitungen der
Bahn drin waren.“
Tatsächlich, so räumt die Bahn ein, war der Schaltschrank nicht
gekennzeichnet.
Sollte die DB für weitere Schaltschränke in fremden Immobilien auf
Grundstücken Dritter vielleicht ganz dringend nachholen, statt die
Schuld hinterher bei anderen zu suchen.
Post by Ferdi Albers
Die Bahn selbst wird Schadensersatzansprüche prüfen, kündigte sie an.
Schließlich habe ein Dritter ihre Kommunikationsanlagen zerstört. Die
Erfolgsaussichten, so heißt es intern, seien angesichts der wechselnden
Eigentümer allerdings gering.
Dann sollte man es bleiben lassen und die Energie lieber in die
Prävention stecken, damit solch ein Fall andernorts nicht nochmal passiert.
--
Dieses Schreiben wurde maschinell erstellt und ist ohne Unterschrift gültig.
U***@web.de
2018-10-27 08:22:53 UTC
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Post by Jan Marco Funke
Post by Ferdi Albers
Er liefert später ein Foto nach: An der Stelle habe offenbar der
Schaltkasten der Bahn gestanden - ein offener Schrank ohne irgendwelche
Warnhinweise. „Ein Schrotthändler aus Arnsberg hat ihn abgeflext und
mitgenommen. Wir hatten keine Ahnung, dass da wichtige Leitungen der
Bahn drin waren.“
Tatsächlich, so räumt die Bahn ein, war der Schaltschrank nicht
gekennzeichnet.
Sollte die DB für weitere Schaltschränke in fremden Immobilien auf
Grundstücken Dritter vielleicht ganz dringend nachholen, statt die
Schuld hinterher bei anderen zu suchen.
Wie häufig brauchen solche Schaltschränke eigentlich eine Nachschau?

Gruß, ULF
Ralph A. Schmid, dk5ras
2018-10-26 09:47:39 UTC
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Post by Stephan Seitz
Das ist noch nicht mal ein einsames Bahnproblem. Die Story von der
Firma mit zwei Gebäuden, die ein Gebäude mit der gemeinsamen USV
verkauft und dann (zu spät) feststellt, daß der neue Eigentümer
dieselbe entsorgt hat, macht in IT-Kreise auch gerne die Runde.
Als ich mal in der Jugendarbeit tätig war hat die Stadt gesagt, geht
zu dem Haus X-Str. Y und schaut euch die Möbel an, morgen kommt der
Entrümpler, und in einer Woche beginnt der Abriß. Sehe ich da doch,
daß noch Strom da ist, und daß der Stromzähler seltsam pulsiert. Naja,
nix bei gedacht, als wir feststellt hatten, daß das Gerümpel zu nix
taugt und raus sind, hab ich halt die Sicherung rausgedreht - wird ja
eh abgerissen. Tags darauf kommt die Stadtjugendpfleger zu mir, grinst
und meint, sie hat eben n Anschiß von der Stadt bekommen, warum wir
die Sicherung raus hätten; deswegen ist das gelbe Blinklicht am
Zebrastreifen ausgefallen, Verkehrsgefahr, bla, zeter :) Meine Antwort
war, Brandschutz, jede Menge schadhafter Schalter und Steckdosen im
Objekt, Kabel hängen aus Decken usw., verantwortungslos, also
abgedreht.


-ras
--
Ralph A. Schmid +49-171-3631223 +49-911-21650056
http://www.schmid.xxx/ http://www.db0fue.de/
http://www.bclog.de/ http://www.kabuliyan.de/
Helmut Barth
2018-10-30 13:02:38 UTC
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Salut!
Post by Stephan Seitz
Das ist noch nicht mal ein einsames Bahnproblem. Die Story von der
Firma mit zwei Gebäuden, die ein Gebäude mit der gemeinsamen USV
verkauft und dann (zu spät) feststellt, daß der neue Eigentümer
dieselbe entsorgt hat, macht in IT-Kreise auch gerne die Runde.
Je nachdem wer der erste Käufer war (z.B. ein Bahner) könnte ich mir
durchaus vorstellen, daß die Schrankproblematik nicht eingetragen
wurde.
Ebenfalls denkbar: Das Ensemble war einst auf einem gemeinsamen
Grundstück, wurde gemeinsam verkauft und später bei einer Teilung wurde
die eingetragene Dienstbarkeit, auf das falsche Teilstück übertragen.

Das wäre allerdings nur mit Zustimmung desjenigen möglich, der die
Dienstbarkeit nutzt. Wenn diese Zustimmung allerdings ohne genauere
Prüfung erteilt wird, bspw. weil alle Beteiligten davon überzeugt sind,
dass es dabei um eine Dienstbarkeit im Empfangsgebäude handelt (bspw.
eine noch vorhandene Fdl-Bude, Relaisraum, etc.) dann wars das mit
"eingetragen". Es ist keinesfalls eine triviale Aufgabe, derlei Anfragen
sauber zu prüfen und das notwendige Wissen zu erwerben um wirklich alle
Eventualitäten zu berücksichtigen. Zumal man bei Anfragen an
entsprechende Fachbereiche nicht voraussetzen kann, dass diese die
vollständige rechtliche Tragweite der Anfrage überhaupt erkennen können.

Damit fiele in so einem Fall das Wissen um den Schaltschrank beim
nächsten Weiterverkauf des abgeteilten Grundstücks weg. Dann kann sowas
passieren, ohne dass man zum Schluß noch einen wirklich Schuldigen
greifen und haftbar machen kann.

Gerade eingetragene Dienstbarkeiten und Grundstücksteilungen scheinen
eine Menge Tücken zu bergen, wenn niemand akribisch hinschaut. Aus
eigener Erfahrung: Gegeben waren zwei Grundstücke mit zusammengebauten
Hauptgebäuden, von denen eines der Grundstücke noch ein Nebengebäude
(Schuppen) beherbergte. In den Hauptgebäuden sind wechselseitige
Dienstbarkeiten eingetragen für eine Dachgeschosstreppe und als
Ausgleich eine Kellernutzung im jeweils anderen Hauptgebäude.

Das Grundstück des Gebäudes mit der Dachgeschosstreppe wurde geteilt,
das Nebengebäude auf dem abgeteilten Grundstück abgerissen und ein
Mehrfamilienhaus errichtet. Praktischerweise hat man auch die
Dienstbarkeit mit geteilt, so dass alle Parteien im Neubau einen
Mitnutzungsanspruch für ein feuchtes 9m² Kellerloch bekamen. Das ganze
war von Immobilienprofis gemacht und notariell beurkundet worden, bevor
ich bei einem der Gebäude durch Kauf als Miteigentümer Einblick in die
Details bekam.

Grüßle, Helmut

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