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RB Burgdorf-Eichenberg-InterConnex-Halle-Großburgwedel [sehr lang]
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Ben von Lueder
2003-07-15 13:06:43 UTC
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Moin,
gestern bot sich mal wieder die Gelegenehit zu einer umfangreichen,
interessanten, aber auch preiswerten Tour mit der Bahn.
Gestartet bin ich mit der Buslinie 639, die mich pünktlich nach
Burgdorf(Han) gebracht hat.Die Übergangszeit zum RegionalExpress ist
optimal, gerade mal 5 Minuten muss ich warten, bis der "Kurvenzug"
Celle-Hannover (Karlsruher Kopf geschoben von 141vr) in den Bahnhof
einfährt.

# Burgdorf(Han) 09.54 - 10.17 Hannover/Hbf. RE 24629 #

Pünktlich um 09.54 Uhr geht es los, ich genieße die Fahrt im Silberling
bei offenem Fenster.
Kurz hinter Aligse wird Vr2 signalisiert, ich vermute dass der Fdl
Lehrte uns mal wieder quer durch die Nordgruppe schicken will, aber nach
dem Hp2 folgt nichts dergleichen, wir bleiben wie immer auf dem
durchgehenden Hauptgleis, hätten also eigentlich Hp1 bekommen
können/müssen. Wie ist so etwas möglich?
Der Lehrter Gbf. ist erstaunlich leer, lediglich eine ausgewaschene 140
wartet mit ihrem Interfrigo-Zug einsam in den Weiten der Gleise.
Zügig geht es auf den S-Bahn-Gleisen weiter gen Hannover, bis etwa
Anderten/Misburg aber nur mit gedrosseltem Tempo, da auf dem
Fernbahngleis gen Hannover kräftig gebaut wird (anwesend ist u.a. ein
seeehr langer Gleisbauzug der Firma Wiebe) und die V320, wenn ich das
richtig erkannt habe.
Pünktlich um 10.17 Uhr erreichen wir Hannover/Hbf., Gleis 14.
Aufgrund der dichten Gleisbelegung in Hannover/Hbf. müssen viele Gleis
doppelt belegt werden, so hält mein Zug im Abschnitt D-G um die
nachfolgende RB aus Hildesheim in den Abschnitt A-C einfahren zu lassen.

# Hannover/Hbf. 10.30 - 11.50 Göttingen/Pbf. RE 24071 #

Auch mein Anschlußzug ist von dieser Doppelbelegung der Gleis betroffen,
er wartet auf Gleis 3 im Abschnitt A-C während im hinteren Abschnitt
gerade der RE nach Halle (612-Pärchen) bereitgestellt wird.
Ich nehme im ersten Wagen hinter der schon heulenden Bügelfalten 110vr
Platz und pünktlich um 10.30 Uhr gehts los.
Vor Sarstedt gibts das erste Mal Vr0/Hp0, nach kurzer Wartezeit lässt
man uns aber in den Bahnhof. Im weiteren Verlauf gibt es immer mal
wieder Vr0, zwischen Elze(Han) und Banteln sogar mal wieder Hp0. Ich
vermute einen langsamen Gz oder ähnliches vor uns. Eine Überholung
findet aber nicht statt, der Gz scheint ab Banteln an Zeit zu gewinnen,
und wir haben grüne Welle... bis wir in der Einfahrt Göttingen
schließlich wieder vor einem Hp0 stehen. Rechts von uns mündet die
Strecke aus Bodenfelde in einer weit gezogenen Kurve in unsere ein, und
anhand der Sperrsignale kann ich erkennen, das hier eine Fahrstraße gen
Göttingen/Pbf. gezogen ist. Von der RB aus Bodenfelde ist aber weit und
breit nichts zu sehen. Nach einigen Minuten wird die Fahrstraße aus
Bodenfelde zurückgenommen, wir bekommen Hp1 und laufen mit +3 in
Göttingen ein.
Ich nutze den Aufenhalt um mich mit etwas Proviant einzudecken und
begebe mich dann auf Gleis 6.

# Göttingen 12.14 - 12.28 Eichenberg RB 14365 #

Dort wartet bereits das 425er-Pärchen gen Bad Hersfeld (1. Zugteil) und
Kassel/Hbf. (2. Zugteil). Der Zuglaufanzeige am Bahnsteig verkündet
einen Laufweg über Eichenberg-Bebra-Frankfurt(Main)-Mainz.
Rein intuitiv entscheide ich mich für den hinteren (Kasseler) Zugteil,
was später noch von Bedeutung sein sollte.
Im Quietschmobil herrscht eine miese Luft, zwar gut temperiert, aber ein
Hauch von WC/Müllkippe... es lebe die Frischluft im Silberling.
Als ich mich setze bin ich verwundert... ich fühle mit meinen Händen
nach und Tatsache! Hier existiert eine Polsterung. Ich hatte mich auf
Sitzbretter eingestellt, fand aber recht bequeme (die steile Rückenlehne
stört mich immer noch) gepolsterte(!)Sitze vor.
Um 12.20 Uhr steht der Zug immer noch, eine Ansage erfolgt nicht, der
anwesende Zub (sowas gibts im 425 auch) kontrolliert schon mal die
Fahrkarten und telefoniert auf Nachfrage mit seinem Communicator mit der
Leitstelle. Es soll technische Probleme geben. Er schimpft auf den Tf
("Der könnte ja wenigstens mal ne Durchsage machen, der Dölmer."). Um
12.23 gehen schließlich FIS, Klima und Licht aus.
Eine Durchsage ist immer noch nicht erfolgt.
Viele Fahrgäste stöhnen auf, es sind Sätze wie "Nicht schon wieder",
"dieser moderne Mistkrams", "früher war alles besser", "diese scheiß
Privatwirtschaft", "Kundenservice, den gibts schon lange nicht mehr"
oder "was waren die alten Wagen doch zuverlässig" zu hören.
Immerhin geht die Notbeleuchtung nun an.
In den folgenden Minuten geht die Klimanlage immer mal wieder an um nach
wenigen Sekunden wieder auszugehen. Mittlerweile ist es 12.34 Uhr, als
ein Tf den Bahnsteig entlangspaziert kommt, zusteigt und im hinteren
Führerstand Platz nimmt.
Mit +20 geht es los... aber in die falsche Richtung. Die erste Ansage
nach 20min klärt auf, wir (der Kasseler Zugteil) rangieren um auf Gleis
5, um den kaputten Hersfelder Zugteil zu überholen.
Das Rangiermanöver geht recht zügig vonstatten, um 12.39 Uhr stehen wir
auf Gleis 5 neben dem Hersfelder Zugteil und erhalten um punkt 12.40 Uhr
mit +26 Ausfahrt. Im Hersfelder 425 ist der Tf wild am telefonieren.
Eichenberg wird schließlich mit +25 erreicht, ich sehe den InterConnex
schon am Gleis 10 warten. Am Bahnsteig wird der InterConnex sogar als
Anschlußzug durchgesagt.

# Eichenberg 12.56 - 15.33 Halle(Saale)/Hbf. X 84101 #

Am Bahnsteig Eichenberg stehen einige Schaulustige, die den Zug (Zuglok
185-515-4) inspizieren, ich laufe erst ein Stück am Zug entlang und
steige dann in Wagen 2 ein. Werfe einen Blick in die Abteile der
Economy-Class und bin überrascht. Alle Abteile sind belegt, viele mit 3
Personen und mehr.
Im Wagen 3 (Traveller-Class) ist kein einziges Abteil mehr für mich
alleine frei, auch in Wagen 4 sieht es schlecht aus (viele Abteile sind
jedoch nur mit 1-2 Personen belegt), doch im vorletzen Abteil des Zuges
finde ich endlich einen Platz. Es sind viele junge Menschen unterwegs,
aber auch Senoiren und sogar Geschäftsleute säumen die Abteile.
Um punkt 12.56 Uhr geht es los. Die Abteile sind zwar recht spartanisch
eingerichtet, aber doch recht bequem. Die Sitzbezüge sind freundlich
gestaltet. Auch mit der Laufruhe bin ich zufrieden.
In Heiligenstadt kommen wir pünktlich an, der Aufenthalt der im Fahrplan
angegeben ist, ist unsinnig, die Ausfahrt steht schon bei der Einfahrt,
der Fahrgastwechsel ist nach einer Minute vollzogen.
Weiter gehts in Richtung Leinefelde, das Tempo auf der Strecke ist nicht
berauschend, ich tippe 120 und das trotz neuer Oberleitungsmasten und
teilweise neuen Signalanlagen (Ks-Signale).
Kurz vor Leinefelde besorge ich mir bei der vorbeikommenden Zubine ein
Ticket Eichenberg-Halle (auf dem Ticket steht Eichenberg Stadt) für
10,50€, das erste Ticket des Tages, bis Eichenberg konnte ich das
SchülerFerienTicket benutzen.
In Leinefelde treffen wir pünktlich ein, der Gegenzug wartet bereits im
Bahnhof. Wieder ist der im Fahrplan angegebene Aufenthalt unsinnig, die
Ausfahrt steht schon bei der Einfahrt.
Weiter gehts im gemächlichen Tempo durch die Weiten des Eichsfeldes,
viele, viele kleine Haltepunkte säumen die Strecke, teilweise mitten im
Grünen ohne eine erkennbare Ansiedlung. Ob sich das rentiert?
Kurz vor Bernterode mündet eine eingleisige, elektrifiziert Strecke von
Süden ein, im Kursbuch ist aber keine solche Strecke eingezeichnet...
Weiß jemand wo die herkommt?
Komischerweise hält der InterConnex heute auch im noch mit Formsignalen
ausgestatteten Bleicherode Ost (mit Ansage), obwohl dies nirgendwo
vermerkt ist. Wir halten dort bei gestellter Ausfahrt von 13.45 bis 13.48.
Nordhausen erreichen wir mit +2, es werden Anschlußmöglichkeiten
durchgesagt. In Nordhausen ist der Bahnsteig recht voll, es steigen
viele Leute ein und auch viele aus. Viele Senoiren steigen zu.
Wieder ist der Aufenthalt Unsinn, die Ausfahrt steht schon.
Weiter geht es vorbei an trostlos ausschauenden Bahnanlagen die vor sich
hin rotten, die Bahnhöfe sind (fast) alle noch besetzt, die meisten
haben sogar 2 oder mehr Stellwerke.
In Berga-Kelbra kommen wir pünktlich an, der Desiro nach Stolberg(Harz)
wartet abfahrbereit, doch keiner der 5 Aussteiger will weiter nach Stolberg.
Wir durchfahren Wallhausen(Helme), wo es auch noch Formsignale gibt und
erreichen schließlich Sangerhausen, diesmal mit -2. Auch hier existieren
noch Formsignale. Am Bahnsteig gegenüber wartet eine 143 mit Dostos zur
Fahrt nach Erfurt.
Wenn die unsinnigen Aufenthalte in Heiligenstadt, Leinefelde und
Nordhausen wegfallen würden und man die Fahrzeit etwas straffen würde
(auch in Eichenberg war der X zu früh) könnte man locker 10-15 Minuten
einsparen und somit in Sangerhausen vor der um 14.26 Uhr abfahrenden RB
gen Halle (Halt überall) abfahren. Somit lässt sich das derzeitige
Auflaufen des "X" auf die RB verhindern, und man wäre wesentlich eher in
Halle(Saale).
Hinter Angersdorf durchlaufe ich den "X" noch einmal und zähle ~85
Fahrgäste, im Businessbereich sind nur 4 Fahrgäste.
Halle wird mit -4 erreicht. Auch hier finden sich wieder Schaulustige am
Bahnsteig, wie an vielen Unterwegsbahnhöfen auch.
Der umgebaute/renovierte Hauptbahnhof in Halle(S) ist IMHO recht schön
geworden, es finden sich vernünftige Geschäfte, die Atmosphäre ist
freundlich. Das ReiseZentrum ist (natürlich) überfüllt, also bemühe ich
den NTA, der nach 4 Versuchen auch meine Karte annimmt (welch Wunder!),
um mein Anschlußticket zu besorgen.

# Halle(Saale)/Hbf. 16.08 - 19.20 Hannover/Hbf. RE 3612 #

Als ich auf Gleis 10 ankomme, wird gerade angekündigt, dass sich der
Harz-Express aus/nach Hannover, Ankunft 15.54 Uhr um voraussichtlich
15-20 Minuten verzögern wird. Standard.
Der Bahnsteig füllt sich und ich bekomme langsam Bedenken und habe die
Horrorvision einer 612-Einfachtraktion vor Augen.
Zum Glück fährt um 16.13 Uhr schließlich eine Doppeltraktion ein, ich
finde bequem einen Sitzplatz. Die Gardine zum Führerstand ist leider
verschlossen.
Um 16.18 Uhr gehts mit +10 los. Die Neigetechnik arbeitet recht ruppig,
aber es ist aushaltbar, die Geschwindigkeit wundert mich, eine solche
Raserei hatte ich nicht erwartet. (Durchschnitt Halle-Könnern laut
Fahrplan 128km/h, Halle-Aschersleben inkl. 2 Halten 114,375 km/h).
Das hätte ich auf ner eingleisigen Strecke in strukturschwachem Gebiet
nicht erwartet. In Könnern wartet ein Ferkel schon ungeduldig auf
Anschlußreisende, um dann bei der parallen Ausfahrt gegen uns zu
verlieren ;-)
Auch in Sandersleben steht ein Ferkel am anderen Bahnsteig bereit, ist
das evtl. die Füllleistung Sandersleben-Aschersleben? Die anderen
RB-Leistungen auf dieser Strecke werden übrigens von der BR218 mit
y-Wagen erbracht, teilweise (im Abschnitt Vienenburg-Halberstadt) auch
mit 628.
Bis IIRC Hedersleben-Wedderstedt gibt es nur Ks-Signale die vielen
Wärterstellwerke sind mit Holzplatten vernagelt und teilweise in
furchtbarem Zustand. Auch die brach liegenden Bahnanlagen, z.B. im
Bereich Aschersleben sind ein Trauerspiel.
Ab Wegeleben ändert sich die Strecke jedoch schlagartig. Ab nun gibt es
alte Signaltechnik, besetzte Bahnhöfe und Zuckeltempo.
In Halberstadt stehen viele y-Wagen nutzlos herum, viele 218er säumen
den Bahnhof. Durch den planmäßig vorgesehenen Aufenthalt von 11 Minuten
können wir die Verspätung auf +2 drücken.
Ab Minsleben wird der Streckenzustand noch schlechter, ich dachte ich
sehe nicht recht, als plötzlich am Streckenrand P-Tafeln auftauchen. Die
Strecke ist scheinbar Nebenbahn. In Wernigerode schleichen wir auf
eingeengter Trasse durchs Stadtgebiet. In Ilsenburg wird eifrig von den
VPS rangiert, hier findet noch reger Güterverkehr statt. Der Bahnhof ist
sehr klein, 1 Mittelbahnsteig direkt neben dem Gbf.
Ab Stapelburg gibt es zumindest keine technisch nicht gesicherten BÜ's
mehr und wir fahren gemächlich mit geschätzten 100-120km/h über die NBS.
Auch von Vienenburg bis Bad Harzburg ist es nicht besser, wir schleichen
wieder (ca. 80km/h)... Die schönen Fahrzeitgewinne gehen hier wieder
flöten, auch der Umweg über Bad Harzburg tut das Seinige.
Die Wendezeit in Bad Harzburg nutze ich, um mich an der bildschönen
Signalbrücke zu ergötzen, um dann wieder im Wackeldackel Platz zu
nehmen. Wir schleichen mit ca. 80km/h weiter nach Oker um dort auf
30km/h runterzubremsen.
Nach Goslar geben wir endlich wieder Gas und erreichen
Salzgitter/Ringelheim pünktlich. Allerdings verzögert sich die
Abfahrtszeit mal wieder (letzten Donnerstag war es genauso) um 8
Minuten, da man Anschluß von Braunschweig und Seesen abwartet. Das ist
prinzipiell löblich, aber nicht wenn wir planmäßig um .32 abfahren
sollen und der Zug aus Braunschweig/Seesen .29 eintreffen sollen, aber
beide erst um .37 (letzten Do. genauso) eintreffen. Nach Halten in so
bedeutenden Orten wie Baddeckenstedt erreichen wir schließlich
Hildesheim wo eine t/b 141 ungeduldig heulend mit ihrer RB nach
Braunschweig auf uns wartet.
Bis Hannover haben wir noch +5.

# Hannover/Hbf. 19.40 - 19.56 Großburgwedel RE 24090 #

In Hannover tobt mal wieder das Chaos und die Informationspolitik der DB
ist wie so häufig mal wieder desolat.
Digital-Else tönt von 3 Bahnsteigen gleichzeitig "Wegen einer
Betriebsstörung wird...bla", "Due to disturbances in operations,...",
"60 Minuten später eintreffen", "45 Minuten später eintreffen" etc.
Rotkäppchen sehe ich keine, manuelle Durchsagen gibts auch nicht.
Betroffen sind alle Züge aus Richtung Hamburg, auf der KBS110 scheint
also mal wieder was vorgefallen zu sein.
Mein RE ist aber davon nicht betroffen und so erreiche ich pünktlich um
19.56 Uhr Großburgwedel, auch der Gegen-RE aus Uelzen ist pünktlich, die
Störung scheint also nördlich von Uelzen gewesen zu sein.
Meine Buslinie 620 hat +5, mit denen ich dann auch zu Hause eintreffe.


Ich hoffe der Bericht war nicht allzu langweilig bzw. zu lang, wenn ich
einmal anfange zu schreiben kann ich einfach nicht wieder aufhören. ;-)

Gruß

Ben von Lueder
Steve Schreiber
2003-07-15 13:33:50 UTC
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On Tue, 15 Jul 2003 15:06:43 +0200, Ben von Lueder
Post by Ben von Lueder
Dort wartet bereits das 425er-Pärchen gen Bad Hersfeld (1. Zugteil) und
Kassel/Hbf. (2. Zugteil). Der Zuglaufanzeige am Bahnsteig verkündet
einen Laufweg über Eichenberg-Bebra-Frankfurt(Main)-Mainz.
Da sind immer noch die Fallblattanzeiger?
Post by Ben von Lueder
Rein intuitiv entscheide ich mich für den hinteren (Kasseler) Zugteil,
was später noch von Bedeutung sein sollte.
Übrigens: Der Einsatz von Doppel-425 bis Eichenberg und nachfolgend
Solotriebwagen nach Kassel bzw. Bebra ist eine Unverschämtheit.
Ehemals verkehrte die R1 Göttingen - Kassel grundsätzlich mit 3
Buntlingen, auf einigen Umläufen auch mit 4, die R7 Göttingen -
Eschwege - Bebra verkehrte mit 3 Buntlingen. Die 425-Solotriebwagen ab
Eichenberg sind hier eine deutliche Kapazitätsreduzierung. Normal
müsste ab Göttingen 4teilig gefahren werden (425+426+426+425), in
Eichenberg müsste der Zug dann in der Mitte durchgehauen werden und R1
und R7 müssten dann mit 425+426 verkehren. IMO ist eh das ganze
Flügelkonzept Mist.
Post by Ben von Lueder
Als ich mich setze bin ich verwundert... ich fühle mit meinen Händen
nach und Tatsache! Hier existiert eine Polsterung. Ich hatte mich auf
Sitzbretter eingestellt, fand aber recht bequeme (die steile Rückenlehne
stört mich immer noch) gepolsterte(!)Sitze vor.
Naja, Polsterung. Ich vermute, dass du ansonsten die S-Bahn-424
gewohnt bist. Da haben die 425 etwas weichere Sitze, aber von
richtiger Polsterung kann man auch nicht sprechen.
Post by Ben von Lueder
Um 12.20 Uhr steht der Zug immer noch, eine Ansage erfolgt nicht, der
anwesende Zub (sowas gibts im 425 auch) kontrolliert schon mal die
Fahrkarten und telefoniert auf Nachfrage mit seinem Communicator mit der
Leitstelle. Es soll technische Probleme geben. Er schimpft auf den Tf
("Der könnte ja wenigstens mal ne Durchsage machen, der Dölmer.").
Man muss bei manchen Eisenbahnern gerade im Fahrdienst leider eine
gewisse Betriebsblindheit und reine Technikorientierung feststellen.
Kommunikationsfähigkeit und Kommunikationsbereitschaft vermisst man da
leider öfters mal.
Post by Ben von Lueder
Viele Fahrgäste stöhnen auf, es sind Sätze wie "Nicht schon wieder",
"dieser moderne Mistkrams", "früher war alles besser", "diese scheiß
Privatwirtschaft", "Kundenservice, den gibts schon lange nicht mehr"
oder "was waren die alten Wagen doch zuverlässig" zu hören.
Was die Beförderungsfälle sich auf 425/26-bedienten Strecken gefallen
lassen müssen, geht auch auf keine Kuhhaut. Das ist einfach nur eine
Frechheit! Von verkürzten Zügen und engem Gedränge im Gang über
ausgefallene Klimaanlage, defekte Toiletten, Verspätungen durch
verminderte Geschwindigkeit bis hin zu Totalausfällen. Die neuen ET
sind einfach nur zum Kotzen! Jedes kommunale Verkehrsunternehmen, das
neue Straßenbahnfahrzeuge erhält, lässt für eine Übergangszeit die
alten noch betriebstauglich, damit diese im Störungsfall sofort als
Ersatz zur Verfügung stehen, nur bei der DB vertraut man darauf, dass
es mit Neuentwicklungen keine Probleme gibt und das, obwohl die
Baureihe 425 ohne jeglichen Prototyp allein auf Basis einer
Computersimulation erstellt wurde.

Meiner Meinung nach müsste die gesamte Baureihe 425/426 _sofort_ aus
dem Betrieb genommen und durch die alten Buntlinge ersetzt werden. Die
neuen Fahrzeuge sollen erst dann wieder zurückkehren, wenn sie einen
brauchbaren Innenraum erhalten haben, darüber hinaus technisch
einwandfrei funktionieren und die gefährlichen Zustände im
Zustiegsbereich beseitigt wurden.
Post by Ben von Lueder
In den folgenden Minuten geht die Klimanlage immer mal wieder an um nach
wenigen Sekunden wieder auszugehen.
Mist ist übrigens auch, dass die Klimaanlagen der ET im Stand nur
schwächer laufen als während der Fahrt. Dabei ist die Anlage doch
ohnehin viel zu schwach, in den Kisten herrscht derart abgestandene,
heiße und stickige Luft, da ist mir ein fahrender Buntling mit offenem
Fenster lieber.
Post by Ben von Lueder
Mittlerweile ist es 12.34 Uhr, als
ein Tf den Bahnsteig entlangspaziert...
Ja, das mag ich auch besonders, wenn Betriebspersonal im
Verspätungsfalle "spaziert".
Post by Ben von Lueder
Mit +20 geht es los... aber in die falsche Richtung. Die erste Ansage
nach 20min klärt auf, wir (der Kasseler Zugteil) rangieren um auf Gleis
5, um den kaputten Hersfelder Zugteil zu überholen.
D.h. nach Bad Hersfeld - Bebra ersatzloser Ausfall, nächste
Fahrmöglichkeit eine Stunde später. Gratulation, DB Regio!
Post by Ben von Lueder
Das Rangiermanöver geht recht zügig vonstatten, um 12.39 Uhr stehen wir
auf Gleis 5 neben dem Hersfelder Zugteil und erhalten um punkt 12.40 Uhr
mit +26 Ausfahrt. Im Hersfelder 425 ist der Tf wild am telefonieren.
Eichenberg wird schließlich mit +25 erreicht, ich sehe den InterConnex
schon am Gleis 10 warten. Am Bahnsteig wird der InterConnex sogar als
Anschlußzug durchgesagt.
Ist eigentlich der Bahnhof Eichenberg inzwischen endlich umgebaut?
Post by Ben von Lueder
Im Wagen 3 (Traveller-Class) ist kein einziges Abteil mehr für mich
alleine frei, auch in Wagen 4 sieht es schlecht aus (viele Abteile sind
jedoch nur mit 1-2 Personen belegt), doch im vorletzen Abteil des Zuges
finde ich endlich einen Platz.
D.h. kein Großraum? Das ist wirklich schlecht.
Post by Ben von Lueder
Komischerweise hält der InterConnex heute auch im noch mit Formsignalen
ausgestatteten Bleicherode Ost (mit Ansage), obwohl dies nirgendwo
vermerkt ist.
Vielleicht wegen Übergang nach Berga-Kelbra? Bleicherode Ost ist wegen
diesem Übergang touristisch bedeutsam.
Post by Ben von Lueder
Wenn die unsinnigen Aufenthalte in Heiligenstadt, Leinefelde und
Nordhausen wegfallen würden und man die Fahrzeit etwas straffen würde
Ich könnte mir vorstellen, dass Connex diese Aufenthalte zu Beginn so
wollte, damit bei eventuellen anfänglichen technischen Problemen nicht
ständig Verspätungen und Anschlussverluste eintreten.
Post by Ben von Lueder
Als ich auf Gleis 10 ankomme, wird gerade angekündigt, dass sich der
Harz-Express aus/nach Hannover, Ankunft 15.54 Uhr um voraussichtlich
15-20 Minuten verzögern wird. Standard.
Die Linie dürfte auch mal besser gelaufen sein, als dort noch
Diesellok-Züge fuhren.
Post by Ben von Lueder
In Könnern wartet ein Ferkel schon ungeduldig auf
Anschlußreisende, um dann bei der parallen Ausfahrt gegen uns zu
verlieren ;-)
Eigentlich sollten die alten Ferkeltaxen doch nicht mehr fahren - und
neue Ferkeltaxen (BR640) gibt es doch wohl in Sachsen-Anhalt nicht,
die fahren dafür in NRW.
Post by Ben von Lueder
Ab Wegeleben ändert sich die Strecke jedoch schlagartig. Ab nun gibt es
alte Signaltechnik, besetzte Bahnhöfe und Zuckeltempo.
In Halberstadt stehen viele y-Wagen nutzlos herum, viele 218er säumen
den Bahnhof. Durch den planmäßig vorgesehenen Aufenthalt von 11 Minuten
können wir die Verspätung auf +2 drücken.
Ab Minsleben wird der Streckenzustand noch schlechter, ich dachte ich
sehe nicht recht, als plötzlich am Streckenrand P-Tafeln auftauchen. Die
Strecke ist scheinbar Nebenbahn. In Wernigerode schleichen wir auf
eingeengter Trasse durchs Stadtgebiet. In Ilsenburg wird eifrig von den
VPS rangiert, hier findet noch reger Güterverkehr statt. Der Bahnhof ist
sehr klein, 1 Mittelbahnsteig direkt neben dem Gbf.
Eigentlich sollte die Strecke doch schon zur Expo ertüchtigt sein. Da
es zur Expo nicht geklappt hat, hat man wohl kein Interesse mehr
daran, das schnellstmöglichst nachzuholen.




Steve
Ben von Lueder
2003-07-15 19:04:00 UTC
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Post by Steve Schreiber
Post by Ben von Lueder
Dort wartet bereits das 425er-Pärchen gen Bad Hersfeld (1. Zugteil) und
Kassel/Hbf. (2. Zugteil). Der Zuglaufanzeige am Bahnsteig verkündet
einen Laufweg über Eichenberg-Bebra-Frankfurt(Main)-Mainz.
Da sind immer noch die Fallblattanzeiger?
Ja, die kleinen blauen mit weißem Untergrund älterer Bauart (Krone?).
Post by Steve Schreiber
Übrigens: Der Einsatz von Doppel-425 bis Eichenberg und nachfolgend
Solotriebwagen nach Kassel bzw. Bebra ist eine Unverschämtheit.
Finde ich auch, in Schwachlastzeiten sicher in Ordnung, aber in der HVZ
und beim SWT-Verkehr am Wochenende (Nord-Süd geht hauptsächlich via
Göttingen-Bebra) eine absolute Zumutung.
Post by Steve Schreiber
IMO ist eh das ganze Flügelkonzept Mist.
Es gibt sicher Orte an denen es wesentlich sinnvoller ist zu flügeln als
dort, aber "Flügelung" ist für Politiker genauso wie "Neigetechnik"
immer so ein Schlagwort für modernen Bahnbetrieb, sprich das was der
Wähler will. Die kennen halt die Realität nicht.
Post by Steve Schreiber
Post by Ben von Lueder
Als ich mich setze bin ich verwundert... ich fühle mit meinen Händen
nach und Tatsache! Hier existiert eine Polsterung. Ich hatte mich auf
Sitzbretter eingestellt, fand aber recht bequeme (die steile Rückenlehne
stört mich immer noch) gepolsterte(!)Sitze vor.
Naja, Polsterung. Ich vermute, dass du ansonsten die S-Bahn-424
gewohnt bist. Da haben die 425 etwas weichere Sitze, aber von
richtiger Polsterung kann man auch nicht sprechen.
Stimmt, fahre sonst hauptsächlich 424, daher hatte ich im 425 mit
derselben Tortur gerechnet.
Post by Steve Schreiber
Man muss bei manchen Eisenbahnern gerade im Fahrdienst leider eine
gewisse Betriebsblindheit und reine Technikorientierung feststellen.
Kommunikationsfähigkeit und Kommunikationsbereitschaft vermisst man da
leider öfters mal.
Full ACK
Post by Steve Schreiber
Mist ist übrigens auch, dass die Klimaanlagen der ET im Stand nur
schwächer laufen als während der Fahrt. Dabei ist die Anlage doch
ohnehin viel zu schwach, in den Kisten herrscht derart abgestandene,
heiße und stickige Luft, da ist mir ein fahrender Buntling mit offenem
Fenster lieber.
Die Luft war wirklich furchtbar, wie ich auch schon geschrieben habe.
Beim Ausstieg in Eichenberg habe ich dann gemerkt, was frische Luft doch
wert ist. ;-)
Post by Steve Schreiber
Post by Ben von Lueder
Mittlerweile ist es 12.34 Uhr, als
ein Tf den Bahnsteig entlangspaziert...
Ja, das mag ich auch besonders, wenn Betriebspersonal im
Verspätungsfalle "spaziert".
Beim anschließenden Fahrtrichtungswechsel im Vorfeld des Göttinger Pbf.
war der Tf auch die Ruhe selbst, ganz langsam den Führerstand verlassen,
sorgfältig abgeschlossen und dann im Spaziertempo in den anderen
Führerstand.
Post by Steve Schreiber
D.h. nach Bad Hersfeld - Bebra ersatzloser Ausfall, nächste
Fahrmöglichkeit eine Stunde später. Gratulation, DB Regio!
Falls die das Ding nicht wieder flott gekriegt haben, ja! Ich fand es
auch schon ein starkes Stück dass den Fahrgästen aus dem Hersfelder
Zugteil, die nach Friedland oder Eichenberg wollten, kein Umstieg in
unseren Zugteil mehr ermöglicht wurde. Entsprechend wütend waren die
Gesichter im vorderen Zugteil, als wir über Gleis 5 überholten.
Post by Steve Schreiber
Ist eigentlich der Bahnhof Eichenberg inzwischen endlich umgebaut?
Hatte leider nicht viel Zeit, aber der zumindest der "Flügel"-Bahnsteig
ist umgebaut, die Unterführung war recht sauber, aber umgebaut sah die
nicht aus. Der Bahnsteig an dem der "X" startet war IMO unmodernisiert.
Post by Steve Schreiber
D.h. kein Großraum? Das ist wirklich schlecht.
Nein, alles ex-Reichsbahn-Abteilwagen, es gibt außer den Abteilen nur
noch große Gepäckabteile mit Klappsitzen.
Post by Steve Schreiber
Vielleicht wegen Übergang nach Berga-Kelbra? Bleicherode Ost ist wegen
diesem Übergang touristisch bedeutsam.
Berga-Kelbra? Da hält der X ja auch und dort ist auch der von dir
angesprochene touristische Übergang nach Stolberg(Harz) und Quedlinburg.
Ab Bleicherode Ost gibt es nur die stillgelegte Strecke nach
Bischofferode. Da war auch richtig tote Hose, absolut nichts...
Post by Steve Schreiber
Ich könnte mir vorstellen, dass Connex diese Aufenthalte zu Beginn so
wollte, damit bei eventuellen anfänglichen technischen Problemen nicht
ständig Verspätungen und Anschlussverluste eintreten.
Das könnte natürlich gut sein, aber dann könnte man die Fahrzeiten ja
bei Gelegenheit straffen.
Post by Steve Schreiber
Post by Ben von Lueder
Als ich auf Gleis 10 ankomme, wird gerade angekündigt, dass sich der
Harz-Express aus/nach Hannover, Ankunft 15.54 Uhr um voraussichtlich
15-20 Minuten verzögern wird. Standard.
Die Linie dürfte auch mal besser gelaufen sein, als dort noch
Diesellok-Züge fuhren.
Korrekt... 218 und 5 y-Wagen sind wesentlich bequemer als die
Wackeldackel. Haben übrigens auch wesentlich mehr Kapazität. Am
Wochenende empfehle ich immer wieder diese Strecke zu meiden, oft ein
einzelner 612 für den gesamten Ost-West-SWT-Verkehr.
Post by Steve Schreiber
Eigentlich sollten die alten Ferkeltaxen doch nicht mehr fahren - und
neue Ferkeltaxen (BR640) gibt es doch wohl in Sachsen-Anhalt nicht,
die fahren dafür in NRW.
Tu dem guten alten Taxi kein Unrecht an. Die Ferkel sind immer
zuverlässig gefahren, der 640 ist IMO noch schlimmer als ein Ferkel, die
Luft, die Sitze... nur die Kapazität ist wohl etwas höher, aber reicht
auch nicht aus. Unglaublich dass die Länder sowas noch fördern...
Post by Steve Schreiber
Post by Ben von Lueder
Ab Wegeleben ändert sich die Strecke jedoch schlagartig. Ab nun gibt es
alte Signaltechnik, besetzte Bahnhöfe und Zuckeltempo.
In Halberstadt stehen viele y-Wagen nutzlos herum, viele 218er säumen
den Bahnhof. Durch den planmäßig vorgesehenen Aufenthalt von 11 Minuten
können wir die Verspätung auf +2 drücken.
Ab Minsleben wird der Streckenzustand noch schlechter, ich dachte ich
sehe nicht recht, als plötzlich am Streckenrand P-Tafeln auftauchen. Die
Strecke ist scheinbar Nebenbahn. In Wernigerode schleichen wir auf
eingeengter Trasse durchs Stadtgebiet. In Ilsenburg wird eifrig von den
VPS rangiert, hier findet noch reger Güterverkehr statt. Der Bahnhof ist
sehr klein, 1 Mittelbahnsteig direkt neben dem Gbf.
Eigentlich sollte die Strecke doch schon zur Expo ertüchtigt sein. Da
es zur Expo nicht geklappt hat, hat man wohl kein Interesse mehr
daran, das schnellstmöglichst nachzuholen.
Bis Heddersleben-Wedderstedt ist ja alles astrein, aber dann... als ob
da abrupt die Finanzreserven am Ende waren...

Gruß

Ben
Steve Schreiber
2003-07-15 21:37:06 UTC
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On Tue, 15 Jul 2003 21:04:00 +0200, Ben von Lueder
Post by Ben von Lueder
Finde ich auch, in Schwachlastzeiten sicher in Ordnung, aber in der HVZ
und beim SWT-Verkehr am Wochenende (Nord-Süd geht hauptsächlich via
Göttingen-Bebra) eine absolute Zumutung.
Vor noch längerer Zeit wurde zum SWT-Verkehr am Wochenende die RB
Göttingen - Kassel übrigens noch um einen weiteren Wagen verstärkt,
also 5-Wagen-Verkehr. So einen aufwändigen Service hat die DB Regio AG
aber natürlich schon zu Buntlingzeiten nicht mehr betrieben.
Post by Ben von Lueder
Es gibt sicher Orte an denen es wesentlich sinnvoller ist zu flügeln als
dort, aber "Flügelung" ist für Politiker genauso wie "Neigetechnik"
immer so ein Schlagwort für modernen Bahnbetrieb, sprich das was der
Wähler will. Die kennen halt die Realität nicht.
Full ACK.
Post by Ben von Lueder
Die Luft war wirklich furchtbar, wie ich auch schon geschrieben habe.
Beim Ausstieg in Eichenberg habe ich dann gemerkt, was frische Luft doch
wert ist. ;-)
Derzeit ist aber draußen auch kaum Luft, im Moment wird es ja nicht
mal nachts angenehm kühl. Klimaanlage ist schon was Gutes, sie muss
nur ausreichend dimensioniert sein. In den Dostos ist das etwa mit der
Klimaanlage sehr angenehm, gleiches gilt im Prinzip für den 612. Mist
ist da nur, dass die Eingangsbereiche gar nicht klimatisiert sind. Ist
der Zug überfüllt und muss man da stehen bleiben, wird es wirklich
unerträglich.
Post by Ben von Lueder
Falls die das Ding nicht wieder flott gekriegt haben, ja! Ich fand es
auch schon ein starkes Stück dass den Fahrgästen aus dem Hersfelder
Zugteil, die nach Friedland oder Eichenberg wollten, kein Umstieg in
unseren Zugteil mehr ermöglicht wurde. Entsprechend wütend waren die
Gesichter im vorderen Zugteil, als wir über Gleis 5 überholten.
Unglaublich, was sich die Experten da wieder geleistet haben.
Post by Ben von Lueder
Hatte leider nicht viel Zeit, aber der zumindest der "Flügel"-Bahnsteig
ist umgebaut, die Unterführung war recht sauber, aber umgebaut sah die
nicht aus. Der Bahnsteig an dem der "X" startet war IMO unmodernisiert.
Also weiterhin keine Aufzüge?
Post by Ben von Lueder
Korrekt... 218 und 5 y-Wagen sind wesentlich bequemer als die
Wackeldackel. Haben übrigens auch wesentlich mehr Kapazität. Am
Wochenende empfehle ich immer wieder diese Strecke zu meiden, oft ein
einzelner 612 für den gesamten Ost-West-SWT-Verkehr.
Die ganze 612-Anschaffung ist quatsch, weil die Triebwagen vom ersten
Tag schon veraltet sind (hoher Einstieg über Feststufen, nicht einmal
ein Hublift ist vorhanden) und im Übrigen viel zu klein. Eine Einheit
hat gerade mal 110 Sitzplätze 2. Klasse. Der RE17 Hagen - Kassel fuhr
etwa früher regelmäßig mit einem 4-Buntling-Wendezug (320 Sitzplätze),
allein um diese Kapazität zu bieten, müsste der 612 also in
Dreifachtraktion fahren. Am Wochenende verkehrten stark belastete
Kurse sogar mit 6-Buntling-Wendezügen. Inzwischen ist es so, dass die
ehemaligen 6-Buntling-Züge normal mit 3x612 fahren und die ehemaligen
4-Buntling-Züge mit 2x612. Immer wieder trifft man auch
Einfachtraktionen an. Die 612 sind wegen viel zu geringer Kapazität
völlig ungeeignet, außerdem ist das Fahrradabteil viel zu klein.
Solche Züge etwa auf typischen Fahrradrouten wie Koblenz - Gießen
einzusetzen, ist auch ein Unding.
Post by Ben von Lueder
Tu dem guten alten Taxi kein Unrecht an. Die Ferkel sind immer
zuverlässig gefahren, der 640 ist IMO noch schlimmer als ein Ferkel, die
Luft, die Sitze... nur die Kapazität ist wohl etwas höher, aber reicht
auch nicht aus. Unglaublich dass die Länder sowas noch fördern...
Die 640 sollten eigentlich allein als Verstärkereinheiten dienen, um
die 643 während der Hauptverkehrszeit zu verstärken. Leider musste die
DB nach Auslieferung feststellen, dass 643 und 640 gar nicht
miteinander kuppelbar sind. Aus diesem Grund fahren die 640 nun solo,
was ursprünglich nie vorgesehen war.



Steve
Mathias Boelckow
2003-07-16 09:21:49 UTC
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Post by Steve Schreiber
On Tue, 15 Jul 2003 21:04:00 +0200, Ben von Lueder
Post by Ben von Lueder
Es gibt sicher Orte an denen es wesentlich sinnvoller ist zu flügeln als
dort, aber "Flügelung" ist für Politiker genauso wie "Neigetechnik"
immer so ein Schlagwort für modernen Bahnbetrieb, sprich das was der
Wähler will. Die kennen halt die Realität nicht.
Full ACK.
Nunja, wenn man sich das mit der Flügelung in Dänemark und mit der
Neigetechnik in Schweden anguckt, bekommt man den Eindruck dass die Technik
beherrschbar ist und dort wird sie auch beherrscht. Die Spezifikation und
Inbetriebnahme der Technik ist nun wirklich nicht primäre Aufgabe der
Politik. Wenn die Technik unter den gegebenen Bedingungen nicht zuverlässig
funktioniert bzw. absehbar ist, dass sie nicht funktioniert, so sollte dies
der Politik zu Kenntnis gegeben werden. Wenn sich die Praktiker zu fein
sind, zu sagen, dass mit dem billigen Material kein zuverlässiger Betrieb
möglich ist, dann haben m.E. die Praktiker versagt.

Warum hat offenbar niemand im Bahnbetrieb das Rückgrad darauf zu bestehen,
keinen Flügelzugfahrplan ohne Rückfallebene zu machen oder auf Rollmaterial
wie IC3 oder 471 zu bestehen, die Flügelzugtauglichkeit nachgewiesen haben?
Aufgabe der Politik kann nur sein, die Fehlentscheider von ihren Posten zu
entfernen.

Gruß, Mathias Bölckow
Martin Hoffmann
2003-07-16 10:04:32 UTC
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Post by Mathias Boelckow
Post by Steve Schreiber
On Tue, 15 Jul 2003 21:04:00 +0200, Ben von Lueder
Post by Ben von Lueder
Es gibt sicher Orte an denen es wesentlich sinnvoller ist zu flügeln als
dort, aber "Flügelung" ist für Politiker genauso wie "Neigetechnik"
immer so ein Schlagwort für modernen Bahnbetrieb, sprich das was der
Wähler will. Die kennen halt die Realität nicht.
Full ACK.
Ich sehe hier weniger die Politik des Bestellers als Einsparungs-
potential des EVU als Grund. Die Flügelung spart im Abschnitt
Göttingen--Eichenberg immerhin je Stunde eine Trasse ein.
Ein weiterer Vorteil ist die einfachere Gestaltung von Anschlüssen
in Göttingen. Ob der genutzt wird, weiss ich natürlich nicht.

Das dabei die Kapazitäten schrumpfen, ist nicht nett. Aber ist
dort wirklich so viel los? Die paar Mal, bei denen ich von
Göttingen nach Kassel oder Bebra geregiot bin, war da eher Leere.
Und zwar auch an einem Samstag früh zur besten SWT-Zeit.
Post by Mathias Boelckow
Nunja, wenn man sich das mit der Flügelung in Dänemark und mit der
Neigetechnik in Schweden anguckt, bekommt man den Eindruck dass die Technik
beherrschbar ist und dort wird sie auch beherrscht.
Sie tut es auch verschiedenerorts in Deutschland. Die Regio-
Shuttle tun sich auch hier als sehr zuverlässig hervor.
Post by Mathias Boelckow
Die Spezifikation und
Inbetriebnahme der Technik ist nun wirklich nicht primäre Aufgabe der
Politik. Wenn die Technik unter den gegebenen Bedingungen nicht zuverlässig
funktioniert bzw. absehbar ist, dass sie nicht funktioniert, so sollte dies
der Politik zu Kenntnis gegeben werden. Wenn sich die Praktiker zu fein
sind, zu sagen, dass mit dem billigen Material kein zuverlässiger Betrieb
möglich ist, dann haben m.E. die Praktiker versagt.
Das die DB im voraus nichts sagt, ist logisch. Der Besteller
könnte ja auf die Idee verfallen, jemanden zu fragen, der sich
damit auskennt resp. Fahrzeuge einzusetzen bereit ist, die tat-
sächlich funktionieren.

Tja, und dann ist das Kind halt in den Brunnen gefallen. Bleibt
dem Besteller nur, aus seinen eigenen und den Fehlern der anderen
Besteller zu lernen (Zaunspfahl, wink, wink).
Post by Mathias Boelckow
Warum hat offenbar niemand im Bahnbetrieb das Rückgrad darauf zu bestehen,
keinen Flügelzugfahrplan ohne Rückfallebene zu machen
Ist es möglich, kurzfristig passende Trassen von DB Netz zu
bekommen? Wenn man ständig Notfalltrassen reservieren müsste,
dann wäre ein Teil des Nutzens der Flügelei ja verloren. Und
einen Reserve-Tf bräuchte man auch.
Post by Mathias Boelckow
oder auf Rollmaterial
wie IC3 oder 471 zu bestehen, die Flügelzugtauglichkeit nachgewiesen haben?
Aufgabe der Politik kann nur sein, die Fehlentscheider von ihren Posten zu
entfernen.
ACK.

Gruß,
Martin
Martin Bienwald
2003-07-16 17:04:19 UTC
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OK, die Politik könnte darauf bestehen, entsprechend drastische Strafen für
Verspätung und Zugausfälle im Vertrag mit dem EVU festzulegen. Wobei
natürlich auch so etwas wieder gegen die Politik gewendet wird. Ich
erinnere nur an die Diskussion wegen Regionalbahn in Schleswig-Holstein,
die deshalb nicht mehr auf den Fernverkehr wartet und die Schuld auf die
Politk schiebt.
Dann möge der Besteller ebensolche Strafen für verpaßte Anschlüsse festlegen.

... Martin
Mathias Boelckow
2003-07-17 11:18:10 UTC
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Post by Martin Bienwald
OK, die Politik könnte darauf bestehen, entsprechend drastische Strafen für
Verspätung und Zugausfälle im Vertrag mit dem EVU festzulegen. Wobei
natürlich auch so etwas wieder gegen die Politik gewendet wird. Ich
erinnere nur an die Diskussion wegen Regionalbahn in Schleswig-Holstein,
die deshalb nicht mehr auf den Fernverkehr wartet und die Schuld auf die
Politk schiebt.
Dann möge der Besteller ebensolche Strafen für verpaßte Anschlüsse festlegen.
Du meinst die RB SH soll in jedem Fall zahlen, also wenn sie auf den FV
wartet weil sie dann zu spät ist und wenn sie nicht wartet und den
Anschluss platzen lässt? Ich fürchte da wird sich kein EVU drauf einlassen.

Gruß, Mathias Bölckow
Martin Bienwald
2003-07-17 15:58:05 UTC
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Post by Mathias Boelckow
Du meinst die RB SH soll in jedem Fall zahlen, also wenn sie auf den FV
wartet weil sie dann zu spät ist und wenn sie nicht wartet und den
Anschluss platzen lässt? Ich fürchte da wird sich kein EVU drauf einlassen.
Das Warten auf den Anschluß darf sie sich gern ihrerseits von R&T bezahlen
lassen. Ich hatte allerdings bei den "Strafen" für geplatzte Anschlüsse
zunächst mal an solche zwischen Nahverkehrszügen gedacht.

... Martin
Martin Hoffmann
2003-07-17 05:51:43 UTC
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Post by Martin Hoffmann
Tja, und dann ist das Kind halt in den Brunnen gefallen. Bleibt
dem Besteller nur, aus seinen eigenen und den Fehlern der anderen
Besteller zu lernen (Zaunspfahl, wink, wink).
Und was meinst Du sei die Lehre? In den Verkehrsminsterien hochdotierte
Fachleute für die Beschaffung von Schienenfahrzeugen einstellen?
Nö; eine Firma, die bei derartigen Projekten mehrfach versagt
hat, sollte auch einem normalen Sachbearbeiter auffallen.
Nein. Genau deshalb wäre mein Vorschlag, mit neuen Fahrzeugen erst mal
einen Winter die Flügelung als Probebetrieb zu machen aber Tf und Trassen
für Fahrten im Blockabstand vorhalten.
Prinzipiell sicherlich vernünftig, allerdings auf eingleisigen
Netzen mit dichten Fahrplänen nur bedingt durchführbar. Fährt
man dann im Probebetrieb einen eher entspannten Fahrplan, treten
(Murphy sei Dank) im regulären Einsatz trotzdem wieder seltsame
Fehler auf.

Gruß,
Martin
Mathias Boelckow
2003-07-17 11:18:10 UTC
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Post by Martin Hoffmann
Post by Martin Hoffmann
Tja, und dann ist das Kind halt in den Brunnen gefallen. Bleibt
dem Besteller nur, aus seinen eigenen und den Fehlern der anderen
Besteller zu lernen (Zaunspfahl, wink, wink).
Und was meinst Du sei die Lehre? In den Verkehrsminsterien hochdotierte
Fachleute für die Beschaffung von Schienenfahrzeugen einstellen?
Nö; eine Firma, die bei derartigen Projekten mehrfach versagt
hat, sollte auch einem normalen Sachbearbeiter auffallen.
Wenn der Sachbearbeiter nur ein EVU kennt, dürfte ihm kaum etwas auffallen.
Zumal, ich erinnere nur an die BOB, auch andere EVU nicht ganz von solchen
Pannen verschon wurden.

Gruß, Mathias Bölckow
Martin Bienwald
2003-07-16 13:30:58 UTC
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Ben von Lueder schrieb:

[Eichenberg]
Post by Ben von Lueder
Hatte leider nicht viel Zeit, aber der zumindest der "Flügel"-Bahnsteig
ist umgebaut, die Unterführung war recht sauber, aber umgebaut sah die
nicht aus. Der Bahnsteig an dem der "X" startet war IMO unmodernisiert.
Das müßte der östlichste Bahnsteig sein, der ca. 1990 neu gebaut wurde. Der
sollte eine Renovierung noch nicht wieder nötig haben.

... Martin
Joerg-Uwe Tessmer
2003-07-17 06:51:47 UTC
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Kai-Uwe Thiessenhusen wrote:
[Ferkel}
Das mit der Abschaffung war ein Gerücht. Die fahren noch
Bernburg-Könnern und Wittenberge- Salzwedel an Wochenenden,
und wohl auch noch den Ascherleben-Klostermansfeld Pendel.
Ich denke die PEG faehrt seit Anfang Juli Wittenberge - Salzwedel
im Auftrag DB-Regio?
Auch nur ein Geruecht?

Gruesse,
Joerg-Uwe
--
Joerg-Uwe Tessmer Universitaet Potsdam
Tel.: +49+331-9771613 Institut fuer Physik
Fax.: +49+331-9771142 Lehrstuhl Nichtlineare Dynamik
https://www.agnld.uni-potsdam.de/~joerg
Timo Car
2003-07-15 13:53:46 UTC
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Post by Ben von Lueder
Moin,
[Sehr interessanten Bericht deletiert]
Post by Ben von Lueder
Weiter gehts im gemächlichen Tempo durch die Weiten des Eichsfeldes,
viele, viele kleine Haltepunkte säumen die Strecke, teilweise mitten im
Grünen ohne eine erkennbare Ansiedlung. Ob sich das rentiert?
Kurz vor Bernterode mündet eine eingleisige, elektrifiziert Strecke von
Süden ein, im Kursbuch ist aber keine solche Strecke eingezeichnet...
Weiß jemand wo die herkommt?
Das ist der Anschluß (ca. 5 km ?) des Zementwerkes Deuna.

.Timo
Heiko Schneider
2003-07-15 13:59:59 UTC
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Post by Ben von Lueder
# Eichenberg 12.56 - 15.33 Halle(Saale)/Hbf. X 84101 #
Am Bahnsteig Eichenberg stehen einige Schaulustige, die den Zug (Zuglok
185-515-4) inspizieren, ich laufe erst ein Stück am Zug entlang und
steige dann in Wagen 2 ein. Werfe einen Blick in die Abteile der
Economy-Class und bin überrascht. Alle Abteile sind belegt, viele mit 3
Personen und mehr.
Im Wagen 3 (Traveller-Class) ist kein einziges Abteil mehr für mich
alleine frei, auch in Wagen 4 sieht es schlecht aus (viele Abteile sind
jedoch nur mit 1-2 Personen belegt), doch im vorletzen Abteil des Zuges
finde ich endlich einen Platz. Es sind viele junge Menschen unterwegs,
aber auch Senoiren und sogar Geschäftsleute säumen die Abteile.
Da die Aufzählung nur bis Wagen 4 geht, so hab ich die kurze Frage, ob
der X immer noch mit den vier oder inzwischen mit sechs Wagen fährt.
--
Heiko Schneider, Haltepunkt Zwickau Zentrum (KBS 539)
Pirna - Zwickau www.pirnese.de.vu
"Der neue Werbeslogan der Bahn: Fährst Du schon oder
rechnest Du noch?" (Harald Schmidt, 21.05.2003)
Ben von Lueder
2003-07-15 18:35:43 UTC
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Moin,
Post by Heiko Schneider
Da die Aufzählung nur bis Wagen 4 geht, so hab ich die kurze Frage, ob
der X immer noch mit den vier oder inzwischen mit sechs Wagen fährt.
Nein, sind weiterhin nur 4 Wagen, was bei der aktuellen Nachfrage auch
reicht. Allerdings frage ich mich, wie du Auslastung an
Freitagen/Sonntagen ausschaut, für nen Montag fand ich die Auslastung
recht gut.

Gruß

Ben von Lueder
Matthias Doerfler
2003-07-17 17:53:44 UTC
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Post by Ben von Lueder
Kurz vor Bernterode mündet eine eingleisige, elektrifiziert Strecke von
Süden ein, im Kursbuch ist aber keine solche Strecke eingezeichnet...
Weiß jemand wo die herkommt?
Ja.
Post by Ben von Lueder
Ab Minsleben wird der Streckenzustand noch schlechter, [...]
Wie Kai-Uwe schon schrieb, war Heudeber-Danstedt bis Ilsenburg war vor
dem Reparationsabbau zweigleisige Nebenbahn, die Fortführung nach Oker
über Eckertal eingleisige Nebenbahn. Die Neubaustrecke Stapelburg -
Vienenburg ist hingegen eingleisige Hauptbahn.
Post by Ben von Lueder
Auch von Vienenburg bis Bad Harzburg ist es nicht besser, wir schleichen
wieder (ca. 80km/h)... Die schönen Fahrzeitgewinne gehen hier wieder
flöten, auch der Umweg über Bad Harzburg tut das Seinige.
Ebenfalls eingleisige Nebenbahn.
Post by Ben von Lueder
Die Wendezeit in Bad Harzburg nutze ich, um mich an der bildschönen
Signalbrücke zu ergötzen, um dann wieder im Wackeldackel Platz zu
nehmen. Wir schleichen mit ca. 80km/h weiter nach Oker um dort auf
30km/h runterzubremsen.
Nach Goslar geben wir endlich wieder Gas und erreichen
Salzgitter/Ringelheim pünktlich. Allerdings verzögert sich die
Abfahrtszeit mal wieder (letzten Donnerstag war es genauso) um 8
Minuten, da man Anschluß von Braunschweig und Seesen abwartet. Das ist
prinzipiell löblich, aber nicht wenn wir planmäßig um .32 abfahren
sollen und der Zug aus Braunschweig/Seesen .29 eintreffen sollen, aber
beide erst um .37 (letzten Do. genauso) eintreffen.
Es ist äußerst sinnvoll, dass mit dem jetzigen Jahresfahrplan erst-
malig nach der Bahnreform ein Zwei-Stundentakt von SZ-Bad bzw. Bad
Lauterberg, Herzberg, Osterode nach Hildesheim und Hannover bzw. umge-
kehrt eingerichtet wurde und dieser dann auch gewährleistet wird.
Post by Ben von Lueder
Nach Halten in so bedeutenden Orten wie Baddeckenstedt
Baddeckenstedt ist immerhin bedeutsamer als Holle, und die (Wieder-)
Einführung von Verkehrshalten der Eilzug(-Nachfolger) dort schon
sinnvoll. Weswegen aber krampfhaft an Derneburg als Systemhalt
festgehalten wird, statt Hildesheim Ost zu bedienen, wissen nur die
Besteller bei der LNVG.
Post by Ben von Lueder
Ich hoffe der Bericht war nicht allzu langweilig bzw. zu lang, wenn ich
einmal anfange zu schreiben kann ich einfach nicht wieder aufhören. ;-)
Nönö.
--
mfg Matthias Dörfler

Diese Nachricht stellt nur meine persönliche Meinung dar.
U***@web.de
2020-10-14 11:29:17 UTC
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Post by Ben von Lueder
Eichenberg wird schließlich mit +25 erreicht, ich sehe den InterConnex
schon am Gleis 10 warten. Am Bahnsteig wird der InterConnex sogar als
Anschlußzug durchgesagt.
# Eichenberg 12.56 - 15.33 Halle(Saale)/Hbf. X 84101 #
Am Bahnsteig Eichenberg stehen einige Schaulustige, die den Zug (Zuglok
185-515-4) inspizieren, ich laufe erst ein Stück am Zug entlang und
steige dann in Wagen 2 ein. Werfe einen Blick in die Abteile der
Economy-Class und bin überrascht. Alle Abteile sind belegt, viele mit 3
Personen und mehr.
Im Wagen 3 (Traveller-Class)
Nach etwas Pause läßt man nächstes Jahr
in Eichenberg die Fernverkehrsbedienung
wieder aufleben:

+-------------------------+--------+--------+----------+----------------+
| Karlsruhe-Durlach | | 07:09 | ICE 1672 |CK FR FB BR 1. |
| Eichenberg | 11:36 | | | |
+-------------------------+--------+--------+----------+----------------+
| Fahrzeit: 4:27; |
| fährt 24. Apr bis 16. Jul 2021 Mo - Sa; nicht 24. Mai 2021 |

Gruß, ULF

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