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Bahn 2035 - Schweizer Infrastrukturausbauten
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Jan Marco Funke
2018-11-01 08:40:13 UTC
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Vor allem Taktverdichtungen und eine höhere Kapazität stehen im Fokus:

https://www.bav.admin.ch/bav/de/home/aktuell/medienmitteilungen.msg-id-72731.html

Die einzelnen Maßnahmen im Detail:

https://www.newsd.admin.ch/newsd/message/attachments/54239.pdf

Der Lötschbergbasistunnel soll auch ausgebaut werden, um den IC Bern -
Brig im Halbstundentakt fahren zu können. Außerdem Bern - Zürich und
Zürich - Luzern im Viertelstundentakt.
--
Dieses Schreiben wurde maschinell erstellt und ist ohne Unterschrift gültig.
Martin S.
2018-11-01 17:38:05 UTC
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Post by Jan Marco Funke
Der Lötschbergbasistunnel soll auch ausgebaut werden, um den IC Bern -
Brig im Halbstundentakt fahren zu können. Außerdem Bern - Zürich und
Zürich - Luzern im Viertelstundentakt.
Leider bleibt der Lötschberg Basistunnel LBT ein Flickwerk. Es werden
nur die 15km, die bereits ausgebrochen sind, mit Bahninfrastruktur
ergänzt. An den 6km Tunnel, die noch nicht ausgebrochen sind, wird
nichts gemacht. Das heisst, der Tunnel LBT wird auch 2035 nicht
durchgehend zweigleisig sein.
--
m.s.
Patrick Rudin
2018-11-02 11:50:13 UTC
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Post by Martin S.
Leider bleibt der Lötschberg Basistunnel LBT ein Flickwerk. Es werden
nur die 15km, die bereits ausgebrochen sind, mit Bahninfrastruktur ergänzt.
Jo, sonst sprengt das das Budget. Ich hab auf Anhieb allerdings nicht
gefunden, was das ganz konkret an langsamen und schnellen Trassen
bringen wird.

Ansonsten grummeln hier die Nordwestschweizer natürlich laut, dass das
"Herzstück" (S-Bahn von Basel SBB direkt in die Innenstadt) aufgeschoben
ist.

Nervig ist es für die Luzerner, der dortige Durchgangsbahnhof (kurz DBL)
wäre für ein vernünftiges Knotenkonzept (spricht: Gute Anschlüsse auch
für Leute, die von Basel-Olten her kommen) und auch für mehr Kapazität
wirklich nötig.

Indes: Die jetzige Variante ist schon die teurere mit mehr Zeugs drin
als ursprünglich vorgesehen. SVP und FDP grummeln daher schon rum.

Mal sehen, was das Parlament damit macht, ein kleines Streichkonzert ist
durchaus denkbar. Wird irgendwann im Frühling 2019 beraten.


Grüsse

Patrick
Martin S.
1970-01-01 00:00:00 UTC
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Post by Patrick Rudin
SVP und FDP grummeln daher schon rum.
Mal sehen, was das Parlament damit macht, ein kleines Streichkonzert ist
durchaus denkbar. Wird irgendwann im Frühling 2019 beraten.
Die NZZ schiesst heute schon scharf. Ausgerechnet die Zürcher, bei
denen in den letzten Jahren *massiv* ausgebaut wurden. Tja, der
Kampf um den FABI Honigtopf ist schon entbrannt.
--
m.s.
Patrick Rudin
2018-11-02 17:16:00 UTC
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ausgerechnet die Zürcher, bei
denen in den letzten Jahren*massiv* ausgebaut wurden. Tja, der
Kampf um den FABI Honigtopf ist schon entbrannt.
Zürcher sagen immer, dass alles, was bei ihnen ausgebaut wird,
selbstverständlich dem ganzen Netz zugute kommt. Ist ja auch nicht ganz
unwahr...

So nebenbei: Im Laufental geht nun endlich etwas. Grellingen-Duggingen
kriegt Doppelspur, was zwischen Basel-Delsberg dann wohl endlich
Halbstundentakt im Fernverkehr bedeutet. Das dürfte in etwa fünf Jahren
bereots in Betrieb gehen...


Gruss

Patrick
Reinhard Greulich
2018-11-02 19:18:46 UTC
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Post by Martin S.
Die NZZ schiesst heute schon scharf. Ausgerechnet die Zürcher
Naja, die NZZ. Ist es immer noch so, dass sämtliche dort beschäftigten
Redakteure FDP-Mitglieder sein müssen?

Gruß - Reinhard.
--
70086
~=@=~
Andreas Karrer
2018-11-03 01:32:12 UTC
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Post by Reinhard Greulich
Naja, die NZZ. Ist es immer noch so, dass sämtliche dort beschäftigten
Redakteure FDP-Mitglieder sein müssen?
Nein.

Wer NZZ-Aktien (nicht börsenkotiert) kaufen will, darf nicht einer
anderen Partei angehören.

- Andi
U***@web.de
2018-11-03 09:42:31 UTC
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Post by Andreas Karrer
Post by Reinhard Greulich
Naja, die NZZ. Ist es immer noch so, dass sämtliche dort beschäftigten
Redakteure FDP-Mitglieder sein müssen?
Nein.
Wer NZZ-Aktien (nicht börsenkotiert) kaufen will, darf nicht einer
anderen Partei angehören.
Wird man bei nachträglichem Parteiwechsel oder anderweitigem -eintritt
herausgedrängt?

Gruß, ULF
Andreas Karrer
2018-11-03 01:21:43 UTC
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Post by Martin S.
Post by Patrick Rudin
SVP und FDP grummeln daher schon rum.
Mal sehen, was das Parlament damit macht, ein kleines Streichkonzert ist
durchaus denkbar. Wird irgendwann im Frühling 2019 beraten.
Die NZZ schiesst heute schon scharf. Ausgerechnet die Zürcher, bei
denen in den letzten Jahren *massiv* ausgebaut wurden. Tja, der
Die NZZ hat immerhin Fachleute, was Eisenbahnverkehr angeht.
Tages-Anzeiger, SRF und Ringier haben das nicht, die plappern nur
Pressecommuniqués aus dem UVEK nach.

Es soll in den *nächsten* Jahren ausgebaut werden, und zwar dort, wo
immer mehr Menschen leben und arbeiten, und wo es dringend nötig ist,
wo die Überlastung der aktuellen Infrastruktur jeden Tag zu beobachten
ist.

Der Elefant im Raum ist doch der Lötschbergbasistunnel. Der existiert
nur aus politischen Gründen, er ist¹ eine Ausgeburt des
galoppierenden Föderalismus' Schweizerischer Prägung, damit Bern und
Wallis damals, 1992, dem NEAT-Programm zugestimmt haben. Denn kein
halbwegs vernunftbegabter Mensch hätte sonst ZWEI
Eisenbahnbasistunnels im Abstand von 80 km durch die Alpen getrieben².

Als das dann sogar für die Schweiz zu teuer wurde, hat man die 2.
Röhre gestoppt (kein Schaden, denn den Lötschbergbasistunnel hätte
es ja eh nicht gebraucht), aber der Gotthardbasistunnel hat jetzt eben
keine Überholspur in der Mitte, die Zubringer im Norden sind
nicht ausgebaut, und überall herrscht das helvetische Malaise³, ein
gleichmässiges Level der Unzufriedenheit.

Und jetzt soll die gleiche Übung nochmal durchgespielt werden? Sicher,
ein paar wichtige Dinge werden in Angriff genommen, und in der Tat sind
einige davon in Zürich, aber damit die Anti-Zürich-Reflexe der
Walliser und Berner besänftigt werden, soll man in der Provinz für
völlig unbrauchbaren Mist wieder ein paar hundert Mio. verbrennen?

Übles Spiel, das.


- Andi, Zürcher



¹ wie die BLS ganz allgemein. Die ist fast 10x kleiner als die SBB,
tritt aber in der öffentlichen Wahrnehmung und in Bundesbern ebenso
prominent auf. Das muss aufhören.

² Im Wallis hat Tunnelbau als Geldvernichtungsmaschine Tradition,
schon in den 70/80ern wurden dort für den Furkatunnel
("Bedrettofenster") hunderte von Mio. CHF weggeworfen.

³ Max Imboden, 1964, immer noch lesenswert.
Jan Marco Funke
2018-11-03 09:14:54 UTC
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Post by Andreas Karrer
Der Elefant im Raum ist doch der Lötschbergbasistunnel. Der existiert
nur aus politischen Gründen, er ist¹ eine Ausgeburt des
galoppierenden Föderalismus' Schweizerischer Prägung, damit Bern und
Wallis damals, 1992, dem NEAT-Programm zugestimmt haben. Denn kein
halbwegs vernunftbegabter Mensch hätte sonst ZWEI
Eisenbahnbasistunnels im Abstand von 80 km durch die Alpen getrieben².
Kann man wegen der Kosten kritisieren, deshalb wäre in anderen Ländern
nur einer von beiden gebaut worden. Aus deutscher Sicht beneide ich die
Schweiz allerdings dafür, dass sie über einen Ausbau der Schiene
versucht, den Straßenverkehr einzudämmen. Vor allem auch im
Güterverkehr. Wir Deutschen sind noch nicht so weit. Der Deutschlandtakt
ist zwar ein guter Ansatz, aber was am Ende davon übrig bleibt und wann
das fertig wird, muss man jedoch abwarten. Konzepte für eine nachhaltige
Verlagerung von Gütern auf die Schiene fehlen in Deutschland weitgehend
und vielerorts würde es schon an den freien Kapazitäten auf der Schiene
scheitern. Siehe den viergleisigen Ausbau Karlsruhe - Basel, der einfach
nicht voran kommt oder die Kapazitätsengpässe auf den Gleisen bei der
Hinterlandanbindung der Nordseehäfen.
Post by Andreas Karrer
² Im Wallis hat Tunnelbau als Geldvernichtungsmaschine Tradition,
schon in den 70/80ern wurden dort für den Furkatunnel
("Bedrettofenster") hunderte von Mio. CHF weggeworfen.
Dafür kann der Glacier-Express nun ganzjährig fahren und es gibt den
Autotransport durch den Tunnel. Ob es das wert war, muss jeder für sich
selbst entscheiden. Und wenn man den Furkatunnel nennt, muss man den
Vereinatunnel auch erwähnen.
--
Dieses Schreiben wurde maschinell erstellt und ist ohne Unterschrift gültig.
Reinhard Greulich
2018-11-03 11:52:38 UTC
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Post by Jan Marco Funke
Dafür kann der Glacier-Express nun ganzjährig fahren und es gibt den
Autotransport durch den Tunnel. Ob es das wert war, muss jeder für sich
selbst entscheiden. Und wenn man den Furkatunnel nennt, muss man den
Vereinatunnel auch erwähnen.
Die zur Bauzeit noch andere geostrategische Lage mit ihren
Auswirkungen auf militärische Szenarien, in der Schweiz immer unter
größter Geheimhaltung gehalten, darf man nicht unberücksichtigt
lassen. Die bis zum Bau geltende winterbedingte Unterbrechung des
militärischen Allerheiligsten hat man damit überwunden, das
Tunnelprofil ist ausreichend für den Transport von Leopard-Panzern,
dem damaligen Standardpanzer der schweizer Armee. Das Bedrettofenster
hin zur Alpensüdseite war dem Vernehmen nach ein Teil dieser
Planungen, wurde aber niemals entsprechend ausgebaut. In dieser Gegend
hat man auch noch bis Anfang der 90er Jahre ortsfeste, großkalibrige
Geschützstellungen mit großer Reichweite in die Berge gegraben, die
teilweise bis heute noch nicht stillgelegt sind.

Der verkehrliche Nutzen ist unbestritten, ganz klar. Aber ob das als
alleiniger Grund für den Bau gereicht hätte, ist zumindest fraglich.
Naja, Schnee von gestern.

Gruß - Reinhard.
--
70086
~=@=~
Patrick Rudin
2018-11-03 11:56:22 UTC
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Post by Jan Marco Funke
Dafür kann der Glacier-Express nun ganzjährig fahren und es gibt den
Autotransport durch den Tunnel.
Naja, die Glacier-Fahrgäste werden regelmässig über Zürich-Bern
gekutschert, weil am Oberalp mal wieder das Wetter tobt. Die Verbindung
ist definitiv nicht wintersicher.

Deshalb: Oberalptunnel jetzt!

Nebenbei: Der Wisenbergtunnel ist mal wieder völlig in der Versenkung
verschwunden...


Grüsse

Patrick
U***@web.de
2018-11-03 09:40:52 UTC
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Post by Andreas Karrer
Es soll in den *nächsten* Jahren ausgebaut werden, und zwar dort, wo
immer mehr Menschen leben und arbeiten,
Also Berufspendlerrelationen.

Ist auch eine Sache von Raumplanung.
Post by Andreas Karrer
und wo es dringend nötig ist,
wo die Überlastung der aktuellen Infrastruktur jeden Tag zu beobachten
ist.
Der Elefant im Raum ist doch der Lötschbergbasistunnel. Der existiert
nur aus politischen Gründen, er ist¹ eine Ausgeburt des
galoppierenden Föderalismus' Schweizerischer Prägung, damit Bern und
Wallis damals, 1992, dem NEAT-Programm zugestimmt haben. Denn kein
halbwegs vernunftbegabter Mensch hätte sonst ZWEI
Eisenbahnbasistunnels im Abstand von 80 km durch die Alpen getrieben².
War doch wohl auch eine Sache von EU-Güterverkehrsabkommen.

Wenn man jetzt aber sieht, daß es am Gotthard trassenmäßig
klemmt...
Post by Andreas Karrer
Als das dann sogar für die Schweiz zu teuer wurde, hat man die 2.
Röhre gestoppt (kein Schaden, denn den Lötschbergbasistunnel hätte
es ja eh nicht gebraucht), aber der Gotthardbasistunnel hat jetzt eben
keine Überholspur in der Mitte,
Eine einzige hätte auch nicht so viel gebracht; eine Zusatz-GV-Trasse
pro Reisefernzug.

Gruß, ULF
Martin S.
2018-11-03 10:32:17 UTC
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Post by Andreas Karrer
Es soll in den *nächsten* Jahren ausgebaut werden, und zwar dort, wo
immer mehr Menschen leben und arbeiten, und wo es dringend nötig ist,
wo die Überlastung der aktuellen Infrastruktur jeden Tag zu beobachten
ist.
Wann wurde das denn poltisch neu definiert. Was ist mit der NEAT und
dem Güterverkehr, alles jetzt plötzlich nicht mehr so wichtig?

Und es leben auch Menschen im Wallis und im Kanton Bern und die vielen
Verspätungen und auch Ausfälle auf der Achse Brig-Visp-Bern wegen
Störungen auf der Einspurinsel LBT sind oft mehr als lästig.
Post by Andreas Karrer
Und jetzt soll die gleiche Übung nochmal durchgespielt werden? Sicher,
ein paar wichtige Dinge werden in Angriff genommen, und in der Tat sind
einige davon in Zürich, aber damit die Anti-Zürich-Reflexe der
Walliser und Berner besänftigt werden, soll man in der Provinz für
völlig unbrauchbaren Mist wieder ein paar hundert Mio. verbrennen?
Übles Spiel, das.
Nein, dein Kommentar "unbrauchbarer Mist" ist übel.
--
m.s.
Reinhard Greulich
2018-11-03 11:55:40 UTC
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Post by Martin S.
Und es leben auch Menschen im Wallis und im Kanton Bern und die vielen
Verspätungen und auch Ausfälle auf der Achse Brig-Visp-Bern wegen
Störungen auf der Einspurinsel LBT sind oft mehr als lästig.
Das Berufspendleraufkommen auf der Strecke ist beidseitig seit der
Eröffnung deutlich und erkennbar gestiegen, da wird mancher
Zweitwohnsitz nicht mehr nötig gewesen sein. Früher leerten sich die
Züge nach Süden zu den einschlägigen Zeiten in Spiez, heute mit
wesentlich größerer Kapazität in Visp.

Gruß - Reinhard.
--
70086
~=@=~
Martin S.
2018-11-03 18:46:15 UTC
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Post by Reinhard Greulich
Das Berufspendleraufkommen auf der Strecke ist beidseitig seit der
Eröffnung deutlich und erkennbar gestiegen, da wird mancher
Zweitwohnsitz nicht mehr nötig gewesen sein. Früher leerten sich die
Züge nach Süden zu den einschlägigen Zeiten in Spiez, heute mit
wesentlich größerer Kapazität in Visp.
Das ist genau so. Aber die Kritiker inkl. der NZZ haben das noch nicht
mitbekommen und fabulieren etwas davon, der LBT sei für ein paar
Ausflügler und Skifahrer.
--
m.s.
Reinhard Greulich
2018-11-03 20:00:12 UTC
Antworten
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Post by Martin S.
Das ist genau so. Aber die Kritiker inkl. der NZZ haben das noch nicht
mitbekommen und fabulieren etwas davon, der LBT sei für ein paar
Ausflügler und Skifahrer.
Ich habe mal die BLS-BZ in Spiez besuchen können, von wo auch der
Tunnel fergesteuert wird. Da war an einem ganz normalen Werktag im
Herbst überdeutlich, dass man an der Kapazitätsgrenze fährt, dies also
24/7. Es ist alltägliche Praxis, dass verspätete Güterzüge, die ihre
Fahrplantrasse verpassen, über die Bergstrecke umgeleitet werden oder
aber, wenn sie technisch da nicht fahren können, stundenlang auf den
nächsten Slot warten müssen.

Gruß - Reinhard.
--
70086
~=@=~
Martin S.
2018-11-03 20:09:57 UTC
Antworten
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Post by Reinhard Greulich
Post by Martin S.
Das ist genau so. Aber die Kritiker inkl. der NZZ haben das noch nicht
mitbekommen und fabulieren etwas davon, der LBT sei für ein paar
Ausflügler und Skifahrer.
Ich habe mal die BLS-BZ in Spiez besuchen können, von wo auch der
Tunnel fergesteuert wird. Da war an einem ganz normalen Werktag im
Herbst überdeutlich, dass man an der Kapazitätsgrenze fährt, dies also
24/7.
Danke für den Input. Einspurstrecken sind alles andere als optimal.
Jetzt sind es 21 von 35 km - nach dem "Ausbau" bleiben dann immer noch
6 km.
--
m.s.
Reinhard Greulich
2018-11-03 22:57:52 UTC
Antworten
Permalink
Post by Martin S.
Jetzt sind es 21 von 35 km - nach dem "Ausbau" bleiben dann immer noch
6 km.
Für die es allerdings das Konzept gibt, den westlich liegenden
Rettungsstollen auf der Nordseite aufuzubrechen, nachdem man einen
östlich schon bestehenden Sondierungsstollen zum neuen Rettungsstollen
erweitert hat. Da bestehen also auch erhebliche Vorleistungen, die man
nutzen kann, um die Erweiterung unterm rollenden Rad machen zu können.

Gruß - Reinhard.
--
70086
~=@=~
Patrick Rudin
2018-11-04 11:17:46 UTC
Antworten
Permalink
Post by Reinhard Greulich
Da bestehen also auch erhebliche Vorleistungen, die man
nutzen kann, um die Erweiterung unterm rollenden Rad machen zu können.
Schon, aber die Kostenschätzungen sind dennoch massiv:
https://www.loetschberg-komitee.ch/files/content/files/infoblaetter/Info_2_de.pdf


Gruss

Patrick
Martin S.
2018-11-04 12:02:50 UTC
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Permalink
Post by Patrick Rudin
Post by Reinhard Greulich
Da bestehen also auch erhebliche Vorleistungen, die man
nutzen kann, um die Erweiterung unterm rollenden Rad machen zu können.
https://www.loetschberg-komitee.ch/files/content/files/infoblaetter/Info_2_de.pdf
Definiere einmal das "massiv". Mit welchem Betrag wäre es denn noch
tragbar?
--
m.s.
Reinhard Greulich
2018-11-04 12:28:59 UTC
Antworten
Permalink
Post by Martin S.
Definiere einmal das "massiv". Mit welchem Betrag wäre es denn noch
tragbar?
Die günstigste Variante wäre gewesen, den Vollausbau wie ursprünglich
geplant zur Bauzeit zu realisieren. Das hat jedoch ganz wesentlich ein
bekannter Demagoge namens Blocher mit der SVP sowie die damals
aufsteigende Autopartei, heute bedeutungslos, zu verhindern gewusst.

Gruß - Reinhard
--
70086
~=@=~
Martin S.
2018-11-04 15:48:15 UTC
Antworten
Permalink
Post by Reinhard Greulich
Post by Martin S.
Definiere einmal das "massiv". Mit welchem Betrag wäre es denn noch
tragbar?
Die günstigste Variante wäre gewesen, den Vollausbau wie ursprünglich
geplant zur Bauzeit zu realisieren.
Das ist ganz sicher so. Und jetzt, wenn man noch einmal nur einen
Teilausbau macht, aber dann noch später (in 30 Jahren ? zum Vollausbau
kommt, wird das Ganze definitiv viel teurer.
--
m.s.
Patrick Rudin
2018-11-04 16:09:19 UTC
Antworten
Permalink
Post by Martin S.
Definiere einmal das "massiv". Mit welchem Betrag wäre es denn noch
tragbar?
Andersrum, welche anderen Projekte willst Du konkret aus der Vorlage
kippen, damit es für den Vollausbau des LBT reicht?

Und beim Vorrechnen bitte daran denken, dass die verlinkten Angaben
Stand 2008 sind, da darf man wohl locker 50 Prozent draufrechnen.

Ach, und den Wisenbergtunnel solltest du kalkulatorisch dann auch noch
im Budget unterbringen. Sowie das Herzstück Basel. Wenn schon.


Gruss

Patrick
Martin S.
2018-11-04 16:45:09 UTC
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Post by Martin S.
Definiere einmal das "massiv". Mit welchem Betrag wäre es denn noch
tragbar?
Andersrum, welche anderen Projekte willst Du konkret aus der Vorlage kippen,
damit es für den Vollausbau des LBT reicht?
Ja eben - der Honigtopf.
--
m.s.
Marc Haber
2018-11-04 17:08:41 UTC
Antworten
Permalink
Post by Reinhard Greulich
Post by Martin S.
Jetzt sind es 21 von 35 km - nach dem "Ausbau" bleiben dann immer noch
6 km.
Für die es allerdings das Konzept gibt, den westlich liegenden
Rettungsstollen auf der Nordseite aufuzubrechen, nachdem man einen
östlich schon bestehenden Sondierungsstollen zum neuen Rettungsstollen
erweitert hat. Da bestehen also auch erhebliche Vorleistungen, die man
nutzen kann, um die Erweiterung unterm rollenden Rad machen zu können.
Der Rettungsstollen auf der Nordseite liegt östlich des Fahrtunnels
und ist ein ehemaliger Sondierungsstollen. Die Tunnel sind aktuell so
ausgebrochen, dass ein Ausbruch des fehlenden Fahrtunnelstücks ohne
Sperrung des in Betriebs befindlichen Tunnels möglich ist.

Wie sich das mit dem zweispurigen Portal in Frutigen ausgeht, weiß ich
freilich nicht.

Grüße
Marc
--
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Nordisch by Nature | Lt. Worf, TNG "Rightful Heir" | Fon: *49 621 72739834
Reinhard Greulich
2018-11-04 17:17:15 UTC
Antworten
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Post by Marc Haber
Der Rettungsstollen auf der Nordseite liegt östlich des Fahrtunnels
und ist ein ehemaliger Sondierungsstollen. Die Tunnel sind aktuell so
ausgebrochen, dass ein Ausbruch des fehlenden Fahrtunnelstücks ohne
Sperrung des in Betriebs befindlichen Tunnels möglich ist.
Wie sich das mit dem zweispurigen Portal in Frutigen ausgeht, weiß ich
freilich nicht.
Hatte die Situation in falscher Erinnerung, weiter oben war eine gute
Dokumentation über die möglichen Ausbaumaßnahmen verlinkt. Da ist im
Bereich Frutigen ebenfalls ein nicht ausgebauter, aber vorhandener
Tunnelabschnitt angegeben.

Gruß - Reinhard.
--
70086
~=@=~
Martin S.
2018-11-04 18:15:49 UTC
Antworten
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Post by Reinhard Greulich
Post by Marc Haber
Der Rettungsstollen auf der Nordseite liegt östlich des Fahrtunnels
und ist ein ehemaliger Sondierungsstollen. Die Tunnel sind aktuell so
ausgebrochen, dass ein Ausbruch des fehlenden Fahrtunnelstücks ohne
Sperrung des in Betriebs befindlichen Tunnels möglich ist.
Wie sich das mit dem zweispurigen Portal in Frutigen ausgeht, weiß ich
freilich nicht.
Hatte die Situation in falscher Erinnerung, weiter oben war eine gute
Dokumentation über die möglichen Ausbaumaßnahmen verlinkt. Da ist im
Bereich Frutigen ebenfalls ein nicht ausgebauter, aber vorhandener
Tunnelabschnitt angegeben.
Die BLS wäre wohl die richtige Adresse für ein paar Details:

https://www.bls.ch/de/unternehmen/projekte-und-hintergruende/neat
https://www.bls.ch/de/unternehmen/medien/medienmitteilungen/2018/02-21-lastenrekord-loetschbergachse
https://www.bls.ch/de/unternehmen/medien/medienmitteilungen/2017/06-23-fest-10-jahre-lbt
--
m.s.
Patrick Rudin
2018-11-03 11:52:18 UTC
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Post by Andreas Karrer
¹ wie die BLS ganz allgemein. Die ist fast 10x kleiner als die SBB,
tritt aber in der öffentlichen Wahrnehmung und in Bundesbern ebenso
prominent auf. Das muss aufhören.
Naja, als der Gotthard in Betrieb ging, beschloss man in Bern, dass die
Franzosen doch gefälligst via
Belfort-Delle-Delemont-Biel-Bern-Lötschberg nach Italien reisen sollen.
Die Walliser fanden die Idee auch ganz gut.

Du kannst den Westschweizern nun wirklich nicht vorwerfen, dass sie die
Gotthardroute als unlogischen Umweg empfinden.

Ach, und wann kommt endlich der Splügen-Basistunnel?


SCNR

Patrick
Martin S.
2018-11-03 18:48:33 UTC
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Post by Patrick Rudin
Du kannst den Westschweizern nun wirklich nicht vorwerfen, dass sie die
Gotthardroute als unlogischen Umweg empfinden.
Absolument!
--
m.s.
U***@web.de
2018-11-04 11:15:09 UTC
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Permalink
Post by Patrick Rudin
Post by Andreas Karrer
¹ wie die BLS ganz allgemein. Die ist fast 10x kleiner als die SBB,
tritt aber in der öffentlichen Wahrnehmung und in Bundesbern ebenso
prominent auf. Das muss aufhören.
Naja, als der Gotthard in Betrieb ging, beschloss man in Bern, dass die
Franzosen doch gefälligst via
Belfort-Delle-Delemont-Biel-Bern-Lötschberg nach Italien reisen sollen.
Die Walliser fanden die Idee auch ganz gut.
Du kannst den Westschweizern nun wirklich nicht vorwerfen, dass sie die
Gotthardroute als unlogischen Umweg empfinden.
Über Delle fehlte es in der Folge aber an Kontinuität.
https://de.wikipedia.org/wiki/Delle#Verkehr
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