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[RB] Bergensbane
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Martin Hoffmann
2006-01-23 16:48:39 UTC
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Salut,

die letzten drei Tage hatte es nahezu ununterbrochen geschneit. Zeit
also, die hierzugrupps vielgerühmte Winterfestigkeit der norwegischen
Eisenbahn einem Praxistest zu unterziehen. Da mir diese Idee erst
Sonntagmorgen beim Frühstück einfiel, war es für die meisten Züge
bereits zu spät. Allein die Bergenbahn hat noch einen Zug halb Elf ab
Oslo. Allerdings reicht es damit nicht bis nach Bergen, vielmehr muss
man bereits in Myrdal kehrt machen. Und auch dann ist man erst gegen
zehn wieder zurück.

Angesichts der kürzlichen Nachfrage (wenn auch für eine andere Tour) und
der geäußerten Überlegungen eines Norwegenurlaubs hier ein kleiner
Bericht.

Der Fahrkartenkauf geschieht problemlos am Automaten. Deren Touchscreens
sind das ganze Gegenteil der von der DB verwendeten -- sie sprechen
bereits an, wenn die Fingerspitzen sich auf einen halben Zentimeter
nähern. Billig ist das ganze nicht eben, allerdings bekommt man dafür
auch knapp zwölf Stunden Bahnfahrt (zwar fünf davon im Dunkeln, aber wer
wird schon pingelig sein).

Regionentog 601 wartet bereits am Bahnsteig 4. Er besteht aus einem mit
einer El 18 bespannten Train mit neun Wagen. Mein reservierter Platz
befindet sich im Wagen 408, dem Schlusswagen. Da die Übergänge zwischen
den Wagen offen sind, vermute ich, dass die Züge fest gekoppelt sind. Das
Innere präsentiert sich großzügig. Der Sitzabstand ist enorm und ergibt 74
Plätze pro Wagen bei einem Sitzteiler von 2+2 (auch wennn die Wagen kürzer
sind als deutsche Bpmz). Die Reihensitze weisen zudem alle in die selbe
Richtung. Offenbar macht man sich die Mühe, die Züge am Ende zu drehen.

Pünktliche Abfahrt in den Tunnel unter Oslos Innenstadt. Bis Drammen
besteht die (Neubau-) Strecke hauptsächlich aus solchen. Dort erreicht
die Schneehöhe bereits gute 20 Zentimeter über Schienenoberkante. Weiter
ins Landesinnere hinein nimmt sie jedoch erst einmal wieder etwas ab,
sobal die Linie zu klettern beginnt, steigt sie jedoch wieder. In Ål
schließlich besitzt jede Weiche ihren eigenen Besen und Schaufel. Die
Strecke führt häufig entlang zugefrorener und -geschneiter Seen.

Bis Geilo ist der Zug nur mäßig besetzt. Dort jedoch beginnt der Ansturm
der heimkehrenden Skifahrer. Was will man aber auch von einem Ort
erwarten, bei dem alle Taxen Skikästen auf dem Dach haben. Ich packe
meine Kopfhörer aus. Da ich nur mäßig norwegisch verstehe, kann ich
Kindergebrabbel normalerweiße recht gut ausblenden. Ein auf dem Laptop
laut abgespielter Kindefilm inklusive dauerhafter Kommentare der Zuseher
übersteigt jedoch selbst meine Fähigkeiten des Ignorierens.

Hinter Geilo wird die Landschaft zunehmend hochgebirgiger. Die vom Zug
aufgewirbelten Schneewolken versperren gelegentlich alle Sicht. Wie man
hört, trainieren hier oben Polarexpeditionen. Tatsächlich kann man in
Finse Skifahrer beobachten, die sich mit anghängten Lastenschlitten über
das Plateau quälen. Hauptsächlich sieht man aber solche, die sich durch
Drachen über selbiges ziehen lassen. Die penetrant bunten Drachenschirme
mindern das Gefühl von Mondlandschaft etwas.

Hinter Finse liegt zunächst der 10,3 km lange Finsetunnel. Auch danach
ist die Strecke größtenteils zum Schutz vor Schnee überbaut. Davon gibt
es zwar reichlich aber nicht in Unmengen. Die Form der Landschaft
begünstigt jedoch Winde und mithin Schneeverwehungen. An den Einfahrten zu
den Überbauungen muss die Lok regelmäßig kleine Schneeberge durchbrechen.
Die Station von Hallingskeid liegt komplett im Schneetunnel und ist für
unseren Zug etwas zu kurz. Aus dem letzten Wagen ist der Ausstieg
unmöglich.

Eine viertel Stunde später verlasse ich den mittlerweile deutlich
überfüllten Zug in Myrdal. Bis zur Rückfahrt habe ich eine Stunde Zeit.
Fünf vor Vier fährt die Flåmsbane, wenn auch ohne Passagiere. Nach
weiteren zehn Minuten hat man alles gesehen. Zum herumschlendern ist es
zudem zu kalt und zu windig.

Zwar mag meine Kamera knappes Licht nicht wirklich, aber zwei Bilder
aus Myrdal kann ich dann doch vorzeigen.

Loading Image...

Das ist ungefähr alles, was es in Myrdal zu sehen gibt. Links nicht zu
sehen ist das Bahnsteiggleis Richtung Flåm. Das Gebäude rechts ist eine
Werkstatthalle. Der wartende Triebzug dürfte ein nur werktäglich
verkehrender Lokalzug Richtung Bergen sein. Ein paar Schritte weiter
nördlich und mangels Stativ etwas verwackelt:

Loading Image...

Rechts die Strecke nach Finse, links die Flåmsbane nach Flåm. In die
andere Richtung ist der Weg bis zum Tunnel etwas länger, aber nicht
viel.

Pünktlich 16.55 Uhr kommt es jenem der nur frei- und sonntags
verkehrende 604 in Form eines (vierteiligen) BM 73 an. Da dank der
Jahreszeit die Rückfahrt komplett im Dunkeln stattfindet, habe ich die
75 Kronen extra für die "Komfort" genannte 1. Klasse investiert. Dort
gibt es nämlich Steckdosen und so kann ich mir die Zeit mit
Programmieren vertreiben. Außerdem gibt es Kaffee für lau. Der geht als
typisch norwegischer Filterkaffee jedoch als erstklassige Batteriesäure
durch. Der Ausschank in Form einer Thermoskanne, einer weiteren mit
Heißwasser für Tee und der notwendigen Utensilien befindet sich dort, wo
normalerweise der zweite Eingang ist. Diesen haben die NSB jedoch
verschlossen und stattdessen ein Vorratsregal und einige Sessel
angeordnet.

In Gol fangen wir uns bei der Kreuzung mit dem Gegenzug zwölf Minuten
Verspätung ein. Über deren Entwicklung hält uns der Zugchef während der
restlichen zweieinhalb Stunden auf dem laufenden. Kurz hinter Grefsen
verabschiedet er sich, und erinnert seine Reisenden daran, dass das
Gepäckabteil ziemlich voll sei und sie doch bitte daran denken mögen, ihr
Gepäck abzuholen. Bei der Einfahrt in Oslo S meldet er sich schließlich
nochmal, um stolz zu verkünden das wir lediglich zwei Minuten zu spät
ankommen.

Meinereiner macht sich zufrieden auf den Heimweg. Das bisschen Schnee
macht der Eisenbahn hier oben natürlich gar nichts aus. Und in fünf
Stunden Bahnfahrt durch schwärzeste Nacht kann man erstaunlich viel
Quellcode produzieren (und es hat sogar gereicht, ihn zum kompilieren
zu bringen).

Gruß,
Martin
Juergen Starek
2006-01-23 21:07:30 UTC
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[einen Reisebericht]
Danke für den Reisebericht! Da kam mir einiges bekannt vor, mit einem
Komilitonen habe ich mal 10 Tage in dieser Gegend verbracht. Wir waren
zwar nur mit der Flåmsbane unterwegs, aber dabei hatte ich den Eindruck
bekommen, dass Norwegen mit dem Auto mehr Spass macht -- durch die engen,
kurvigen Sträßchen und die vielen Fähren in den Schären (:-)) kriegt man
IMHO mehr von der Landschaft mit. Wie ist das denn bei der Bergenbahn?

Jürgen
Christoph Aders
2006-01-23 22:18:24 UTC
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Post by Juergen Starek
mit dem Auto mehr Spass macht -- durch die engen,
kurvigen Sträßchen und die vielen Fähren in den Schären (:-)) kriegt man
IMHO mehr von der Landschaft mit. Wie ist das denn bei der Bergenbahn?
Man sieht schon was, aber die Bergensbahn har reichlich an Tunnel und
Schneeschutzüberbauten. Etwa 200 Tunnel, wovon die 8 längsten etwa 50 km
ausmachen. 25 km mit Schneeschutzüberbauten und noch einmal etwa 50 km mit
Schneeschtuzwänden säumen die Strecke. Ich würde mal schätzen, dass
mindestens ein Viertel der Strecke ohne Aussicht ist. Zwischendurch gibt es
dann aber schon tolle Panoramen zu bestaunen, und gleichzeitig erlebt man
auf einer einzigen Bahnfart sehr unterschiedliche norwegische Natur.

Allerding würde ich der Nordlandsbahn immer den Vorzug geben. Leider läßt
NSB an fünf Tagen in der Woche einen Talent (BM93) als Tageszug fahren, so
dass es keinen Speisewagen mehr an diesen Tagen gibt. Auch Dovre-, Rauma-
und auch auf der Rörosbahn gibt es mehr zu sehen. Auch die Ofotbahn ist ein
tolles Erlebnis.

Natürlich siehst du mehr von Norwegen, wenn du mit dem Auto unterwegs bist.
Das norwegische Banhnetz ist eben nur etwa 4000 km lang, aber dort wo die
Bahn nicht hinfährt, gibt es bestimmt einen Expressbus oder auch Lokalbusse.
Ist eben eine Frage, wie du Norwegen erleben möchtest und wie flexiebel du
bist ;-))

Christoph
Ulf Kutzner
2006-01-24 11:50:53 UTC
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Post by Christoph Aders
Allerding würde ich der Nordlandsbahn immer den Vorzug geben. Leider läßt
NSB an fünf Tagen in der Woche einen Talent (BM93) als Tageszug fahren, so
dass es keinen Speisewagen mehr an diesen Tagen gibt.
Wie teuer ist das Angebot denn im Speisewagen?

Gruß, ULF
Martin Hoffmann
2006-01-24 15:08:34 UTC
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Post by Ulf Kutzner
Post by Christoph Aders
Allerding würde ich der Nordlandsbahn immer den Vorzug geben.
Ist halt von Oslo aus als Tagestour ein bisschen knapp. Wenn etwas mehr
Licht in, mache ich das aber als Wochenendtour.
Post by Ulf Kutzner
Post by Christoph Aders
Leider läßt
NSB an fünf Tagen in der Woche einen Talent (BM93) als Tageszug fahren, so
dass es keinen Speisewagen mehr an diesen Tagen gibt.
Wie teuer ist das Angebot denn im Speisewagen?
Für norwegische Verhältnisse normal. Guckst du hier:
http://www2.nsb.no/multimedia/archive/00033/stolmeny_kafe_tosidi_33714a.pdf

Gruß,
Martin
Hans-Joachim Zierke
2006-01-27 09:36:31 UTC
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Post by Juergen Starek
Danke für den Reisebericht! Da kam mir einiges bekannt vor, mit einem
Komilitonen habe ich mal 10 Tage in dieser Gegend verbracht. Wir waren
zwar nur mit der Flåmsbane unterwegs, aber dabei hatte ich den Eindruck
bekommen, dass Norwegen mit dem Auto mehr Spass macht -- durch die engen,
kurvigen Sträßchen und die vielen Fähren in den Schären (:-)) kriegt man
IMHO mehr von der Landschaft mit.
Das geeignete Verkehrsmittel für Norwegen ist das Fahrrad. Leider ist es
allerdings wohl mittlerweile so, daß an jedem dritten der chic
beleuchteten und belüfteten Furztunnel ein Verbotsschild steht, während
wir bei unseren ersten Fahrten in keiner Weise am Befahren
kilometerlanger Schotterstreßentunnel ohne Belüftung und Beleuchtung
gehindert wurden.
Bei unseren letzten Fahrten sind wir dann schlicht dazu übergegangen, die
Schilder zu ignorieren, was angesichts der fürstlichen Ausstattung der
neuen Tunnel nicht das kleinste Problem verursachte.

Leider sind mittlerweile viele der kleinen, kurvigen, anderthalbspurigen
Landstraßen verlorengegangen, die wir in den 80ern noch befahren durften.
Das waren ideale Radwege.
Post by Juergen Starek
Wie ist das denn bei der Bergenbahn?
Wenn Du die wirklich sehen willst, bleibt nur Rallarveien. Das geht zu
Fuß oder mit dem Rad. Da man dort auch sechsjährige Norweger ihr Kinderrad
durch den Schnee schieben sieht, sollte Dich das nicht überfordern. ;-)


Hans-Joachim
Juergen Starek
2006-01-27 13:35:33 UTC
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Post by Hans-Joachim Zierke
Das geeignete Verkehrsmittel für Norwegen ist das Fahrrad.
Ich stelle mir grade unsere Tour um den Aurlandsfjord (runter von der
Höhe, rauf auf die Höhe, runter von der Höhe...) mit dem Fahrrad vor.

Bist du dir da ganz sicher?
Post by Hans-Joachim Zierke
Post by Juergen Starek
Wie ist das denn bei der Bergenbahn?
Wenn Du die wirklich sehen willst, bleibt nur Rallarveien. Das geht zu
Fuß oder mit dem Rad. Da man dort auch sechsjährige Norweger ihr
Kinderrad durch den Schnee schieben sieht, sollte Dich das nicht
überfordern. ;-)
Hey, die sind noch jung und belastbar. Ich studiere und bin dekadent
geworden...

Jürgen
Hans-Joachim Zierke
2006-01-27 19:02:43 UTC
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Post by Juergen Starek
Ich stelle mir grade unsere Tour um den Aurlandsfjord (runter von der
Höhe, rauf auf die Höhe, runter von der Höhe...) mit dem Fahrrad vor.
Bist du dir da ganz sicher?
In der Gegend bin ich ein paar mal vorbeigekommen mit dem Rad.

Das erstemal auf dem Rueckweg von Trondheim, da kamen wir aus Richtung
Skei zum Sognefjord - dort, wo man ueber den Fjaerlandfjord muss - Hella
oder wie das heisst. Dann sind wir ueber Laerdal und Moerkedalen in
Richtung Heimat gefahren.

Na gut - Ende September war es oben in Moerkedalen in der Tat schon etwas
frisch fuer Radfahrer, aber die Farbenpracht des Herbstes ist weit
oberhalb der Baumgrenze einfach berauschend.

Einmal kam ich vom Sognefjell herunter, auf dem Rueckweg von den Lofoten,
und bin den ganzen Sognefjord entlanggefahren bis vorn nach Lavik, zwecks
Uebersetzen in Richtung Bergen. Das war eine meiner großartigsten Fahrten,
Sognefjord im Vollmond, dazu der alte kleine Rijksvej 1 mit seinen
unzähligen Kurven. Die neue Straße wurde aber gerade gebaut.

Oben fuhr man mollig warm im Vollmondlicht und glitzerndem Fjord, aber
bei jedem Bachbett tauchte man in dichten, kalten Nebel, und kletterte
dann wieder in's Mondlicht... Dazu die ganz langsam treibenden
Nebelschwaden am Waldrand, viel langsamer als ein Fußgänger... Ich hatte
mir eigentlich einen Übernachtungsplatz suchen wollen, aber das war so
faszinierend, ich bin weitergefahren und weitergefahren bis weit nach
Mitternacht, Du mußt einfach mal ein Kümo nachts auf dem Fjord im
Vollmondlicht gesehen haben... Irgendwann mußte ich dann doch anhalten,
die Fähre bei Lavik verkehrt nachts nicht, sonst wäre ich wohl
weitergefahren und weitergefahren und weitergefahren durch die Nacht...

Ein weiteres Mal waren wir ganz weit draußen an der Küste entlang
hochgefahren bis Maloey, dann in's Landesinnere, Fjorde gucken. Da war
der Fjaerlandtunnel schon fertig, wir sind also verbotenerweise
durchgefahren (überhaupt kein Problem) und kamen bei Sogndal runter an
den Sognefjord. Kurz danach hat es uns uebelst erwischt: Gerissener
Flansch an meiner Hinterradnabe. Da wir sowieso nur noch 5 Tage hatten,
haben wir dann das Boot nach Flam genommen, und sind auf dem hier gerade
beschriebenen Weg ueber Myrdal in den gerade hier beschriebenen Wagen
nach Hause gefahren.

Ein weiteres Mal kam ich vom Rallarveien und Myrdal herunter nach Flam.
Am nächsten Tag habe ich dann aber das Schiff genommen, weil man mit
Fahrrad oder Auto nun einmal nicht Naeroeyfjord gucken fahren kann. Und
das lohnt sich wirklich!
Von Gudvangen dann weiter mit dem Rad Richtung Voss.


Aber die von Dir befürchteten schlimmen Steigungen habe ich in Norwegen
nirgends gesehen, auch so etwas wie Trollstigsveien hat nur so 8 bis
10% nach meiner Erinnerung.
Post by Juergen Starek
Hey, die sind noch jung und belastbar. Ich studiere und bin dekadent
geworden...
Es gibt unterwegs mehrere Moeglichkeiten zur Einkehr. ;-)


Hans-Joachim
Bodo G. Meier
2006-01-24 07:55:38 UTC
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Hei!

Danke für den Reisebericht!
Billig ist das ganze nicht eben, allerdings bekommt man dafür auch
knapp zwölf Stunden Bahnfahrt (zwar fünf davon im Dunkeln, aber wer
wird schon pingelig sein).
Mit NSB Minipris und ein bisschen Glück könnte man Oslo - Bergen - Oslo
für 2x 199 NOK bekommen. Aber das eignet sich natürlich weniger für
Spontanfahrten: Buchung spätestens 1 Tag vor der Reise.

http://www.nsb.no/internet/no/Guide_til_reisen/markedskampanjer/article.jhtml?articleID=29549
Da die Übergänge zwischen den Wagen offen sind, vermute ich, dass die
Züge fest gekoppelt sind.
Den Satz verstehe ich nicht.
Die Reihensitze weisen zudem alle in die selbe Richtung. Offenbar
macht man sich die Mühe, die Züge am Ende zu drehen.
Man macht es sich etwas einfacher: die Doppelsitze in den B7-Wagen
lassen sich drehen. :-) (Ausgenommen die an den Wagenenden...)
Da ist so ein Fusshebel unten zur Gangseite hin: wenn man den drückt,
dann lässt sich der Sitz etwas Richtung Gang herausziehen und dann
schwenken. Das geht aber offenbar nur mit allen Sitzen einer Seite
gleichzeitig. Ich habe mal versucht, uns einen "Viererplatz" zu
schaffen, aber da stiess der Sitz während des Schwenkens mit einem
anderen zusammen und es ging nicht weiter. Es mag aber auch sein, dass
ich den Mechanismus nicht vollständig durchblickt habe.
Das bisschen Schnee macht der Eisenbahn hier oben natürlich gar
nichts aus.
Wie war das noch mit dem BM 73-Triebzug, der sich am Wochenende auf der
Sørlandsbanen(!) festgefahren hatte? :-> Die Reisenden sassen 8 Stunden
lang im Zug fest, bevor sie endlich evakuiert wurden.

Quelle u.a.:
http://www.fedrelandsvennen.no/nyheter/article335428.ece

Hilsen, Bodo
--
Bodo G. Meier * dr. rer. nat. * Trondheim * Norway
URL: http://home.c2i.net/bmeier
Martin Hoffmann
2006-01-24 08:18:23 UTC
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Post by Bodo G. Meier
Billig ist das ganze nicht eben, allerdings bekommt man dafür auch
knapp zwölf Stunden Bahnfahrt (zwar fünf davon im Dunkeln, aber wer
wird schon pingelig sein).
Mit NSB Minipris und ein bisschen Glück könnte man Oslo - Bergen - Oslo
für 2x 199 NOK bekommen. Aber das eignet sich natürlich weniger für
Spontanfahrten: Buchung spätestens 1 Tag vor der Reise.
Meine Versuche, sonntags einen Minipris für die Bergens- oder Dovrebanen
zu bekommen, waren bislang reichlich erfolglos.
Post by Bodo G. Meier
Da die Übergänge zwischen den Wagen offen sind, vermute ich, dass die
Züge fest gekoppelt sind.
Den Satz verstehe ich nicht.
Offen im Sinne von keine Tür, also so wie beim ICE im Gegensatz zu IC.
Post by Bodo G. Meier
Die Reihensitze weisen zudem alle in die selbe Richtung. Offenbar
macht man sich die Mühe, die Züge am Ende zu drehen.
Man macht es sich etwas einfacher: die Doppelsitze in den B7-Wagen
lassen sich drehen. :-) (Ausgenommen die an den Wagenenden...)
Da kommt wohl meine deutsche Herkunft durch: Ich hielt es für
naheliegender, eine Dreiecksfahrt zu machen, als eine Horde Leute durch
den Zug zu schicken, die Sitze zu drehen.
Post by Bodo G. Meier
Wie war das noch mit dem BM 73-Triebzug, der sich am Wochenende auf der
Sørlandsbanen(!) festgefahren hatte? :-> Die Reisenden sassen 8 Stunden
lang im Zug fest, bevor sie endlich evakuiert wurden.
Vielleicht hätte man ja auch denen eines von diesen hässlichen gelben
Dingern verpassen sollen.

Gruß,
Martin
Bodo G. Meier
2006-01-24 08:40:44 UTC
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Post by Martin Hoffmann
Post by Bodo G. Meier
Billig ist das ganze nicht eben, allerdings bekommt man dafür auch
knapp zwölf Stunden Bahnfahrt (zwar fünf davon im Dunkeln, aber wer
wird schon pingelig sein).
Mit NSB Minipris und ein bisschen Glück könnte man Oslo - Bergen - Oslo
für 2x 199 NOK bekommen. Aber das eignet sich natürlich weniger für
Spontanfahrten: Buchung spätestens 1 Tag vor der Reise.
Meine Versuche, sonntags einen Minipris für die Bergens- oder Dovrebanen
zu bekommen, waren bislang reichlich erfolglos.
Logisch, Hauptverkehrszeit. Wäre interessant, ob man da z.B. 3 Monate
vor Reisedatum Minipris ergattern kann. Möglicherweise gibt es an
Sonntagen gar kein Kontingent.
Post by Martin Hoffmann
Post by Bodo G. Meier
Da die Übergänge zwischen den Wagen offen sind, vermute ich, dass die
Züge fest gekoppelt sind.
Den Satz verstehe ich nicht.
Offen im Sinne von keine Tür, also so wie beim ICE im Gegensatz zu IC.
Ach so, jetzt dämmert's! :-) Ich bin mir aber sicher, dass ich auch
schon in B7-Wagen am Ende eine pneumatische Schiebetür bedient habe.
Früher(tm) konnte man die Schiebetür, die vom 2. Klasse-Teil des Zuges
in den 1. Kl.-Wagen am Zugende/anfang führte, sogar nur mit einer
besonderen Karte öffnen. Die bekam man vermutlich beim Fahrscheinkauf.
Post by Martin Hoffmann
Post by Bodo G. Meier
Die Reihensitze weisen zudem alle in die selbe Richtung. Offenbar
macht man sich die Mühe, die Züge am Ende zu drehen.
Man macht es sich etwas einfacher: die Doppelsitze in den B7-Wagen
lassen sich drehen. :-) (Ausgenommen die an den Wagenenden...)
Da kommt wohl meine deutsche Herkunft durch: Ich hielt es für
naheliegender, eine Dreiecksfahrt zu machen, als eine Horde Leute durch
den Zug zu schicken, die Sitze zu drehen.
Ja, in den nicht gerade langen Wendezeiten der B7-Garnituren in
Trondheim haben die Zub einen hektischen Job: Müll einsammeln und Sitze
drehen, Vorräte in den Bistrowagen einladen.
Post by Martin Hoffmann
Post by Bodo G. Meier
Wie war das noch mit dem BM 73-Triebzug, der sich am Wochenende auf der
Sørlandsbanen(!) festgefahren hatte? :-> Die Reisenden sassen 8 Stunden
lang im Zug fest, bevor sie endlich evakuiert wurden.
Vielleicht hätte man ja auch denen eines von diesen hässlichen gelben
Dingern verpassen sollen.
Ähm, Du meinst den grossen Schneepflug?

Gruss, Bodo
--
Bodo G. Meier * dr. rer. nat. * Trondheim * Norway
URL: http://home.c2i.net/bmeier
Bodo G. Meier
2006-01-24 08:55:31 UTC
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Post by Bodo G. Meier
Post by Martin Hoffmann
Post by Bodo G. Meier
Billig ist das ganze nicht eben, allerdings bekommt man dafür auch
knapp zwölf Stunden Bahnfahrt (zwar fünf davon im Dunkeln, aber wer
wird schon pingelig sein).
Mit NSB Minipris und ein bisschen Glück könnte man Oslo - Bergen - Oslo
für 2x 199 NOK bekommen. Aber das eignet sich natürlich weniger für
Spontanfahrten: Buchung spätestens 1 Tag vor der Reise.
Meine Versuche, sonntags einen Minipris für die Bergens- oder Dovrebanen
zu bekommen, waren bislang reichlich erfolglos.
Logisch, Hauptverkehrszeit. Wäre interessant, ob man da z.B. 3 Monate
vor Reisedatum Minipris ergattern kann. Möglicherweise gibt es an
Sonntagen gar kein Kontingent.
Doch, ich habe es gerade für den 23. April mal ausprobiert :-) :
Oslo S ab 8:31
Bergen an 14:52
Bergen ab 15:58
Oslo S an 22:32
Økonomi Minipris 398,- NOK. Komfort Minipris 548,- NOK.

Gruss, Bodo
--
Bodo G. Meier * dr. rer. nat. * Trondheim * Norway
URL: http://home.c2i.net/bmeier
Martin Hoffmann
2006-01-24 09:50:42 UTC
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Post by Bodo G. Meier
Post by Bodo G. Meier
Logisch, Hauptverkehrszeit. Wäre interessant, ob man da z.B. 3 Monate
vor Reisedatum Minipris ergattern kann. Möglicherweise gibt es an
Sonntagen gar kein Kontingent.
Oslo S ab 8:31
Bergen an 14:52
Bergen ab 15:58
Oslo S an 22:32
Økonomi Minipris 398,- NOK. Komfort Minipris 548,- NOK.
Ich hab's im Mai probiert und keins bekommen. Dann wiederum könnte 14.
Mai ein eher dummes Datum sein.

Gruß,
Mar'http://de.wikipedia.org/wiki/17._Mai'tin
U***@web.de
2020-10-10 05:13:07 UTC
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Post by Bodo G. Meier
Post by Martin Hoffmann
Post by Bodo G. Meier
Billig ist das ganze nicht eben, allerdings bekommt man dafür auch
knapp zwölf Stunden Bahnfahrt (zwar fünf davon im Dunkeln, aber wer
wird schon pingelig sein).
Mit NSB Minipris und ein bisschen Glück könnte man Oslo - Bergen - Oslo
für 2x 199 NOK bekommen. Aber das eignet sich natürlich weniger für
Spontanfahrten: Buchung spätestens 1 Tag vor der Reise.
Meine Versuche, sonntags einen Minipris für die Bergens- oder Dovrebanen
zu bekommen, waren bislang reichlich erfolglos.
Logisch, Hauptverkehrszeit. Wäre interessant, ob man da z.B. 3 Monate
vor Reisedatum Minipris ergattern kann. Möglicherweise gibt es an
Sonntagen gar kein Kontingent.
Post by Martin Hoffmann
Post by Bodo G. Meier
Da die Übergänge zwischen den Wagen offen sind, vermute ich, dass die
Züge fest gekoppelt sind.
Den Satz verstehe ich nicht.
Offen im Sinne von keine Tür, also so wie beim ICE im Gegensatz zu IC.
Ach so, jetzt dämmert's! :-) Ich bin mir aber sicher, dass ich auch
schon in B7-Wagen am Ende eine pneumatische Schiebetür bedient habe.
Da wurden mittlerweile teils Wagenübergänge der
Standardbauart nachgerüstet, aus Kompatibilitätsgründen.

Gruß, ULF

Ulf Kutzner
2006-01-24 11:52:34 UTC
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Post by Martin Hoffmann
Post by Bodo G. Meier
Billig ist das ganze nicht eben, allerdings bekommt man dafür auch
knapp zwölf Stunden Bahnfahrt (zwar fünf davon im Dunkeln, aber wer
wird schon pingelig sein).
Mit NSB Minipris und ein bisschen Glück könnte man Oslo - Bergen - Oslo
für 2x 199 NOK bekommen. Aber das eignet sich natürlich weniger für
Spontanfahrten: Buchung spätestens 1 Tag vor der Reise.
Meine Versuche, sonntags einen Minipris für die Bergens- oder Dovrebanen
zu bekommen, waren bislang reichlich erfolglos.
Vielleicht bis Geilo? Anschließend ist der Zug ga ge- bis überfüllt, wie
Du schriebst.

Gruß, ULF
Hans-Joachim Zierke
2006-01-27 09:40:07 UTC
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Post by Martin Hoffmann
Da kommt wohl meine deutsche Herkunft durch: Ich hielt es für
naheliegender, eine Dreiecksfahrt zu machen, als eine Horde Leute durch
den Zug zu schicken, die Sitze zu drehen.
Auch deutsche TEE waren so ausgestattet.

Hans-Joachim
Bodo G. Meier
2006-01-27 15:08:37 UTC
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Post by Hans-Joachim Zierke
Post by Martin Hoffmann
Da kommt wohl meine deutsche Herkunft durch: Ich hielt es für
naheliegender, eine Dreiecksfahrt zu machen, als eine Horde Leute durch
den Zug zu schicken, die Sitze zu drehen.
Auch deutsche TEE waren so ausgestattet.
Und bei den Schienenbussen (VT/VB/VS 95/98) konnten bei den Sitzbänken
die Rückenlehne umgelegt werden. Ungemein praktisch, aber bestimmt nicht
mehr heutigen Sicherheitsanforderungen entsprechend.

Gruss, Bodo
--
Bodo G. Meier * dr. rer. nat. * Trondheim * Norway
URL: http://home.c2i.net/bmeier
W. Kraîl
2006-01-27 21:12:17 UTC
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Am Fri, 27 Jan 2006 16:08:37 +0100, schrieb "Bodo G. Meier"
Post by Bodo G. Meier
Post by Hans-Joachim Zierke
Post by Martin Hoffmann
Da kommt wohl meine deutsche Herkunft durch: Ich hielt es für
naheliegender, eine Dreiecksfahrt zu machen, als eine Horde Leute durch
den Zug zu schicken, die Sitze zu drehen.
Auch deutsche TEE waren so ausgestattet.
Und bei den Schienenbussen (VT/VB/VS 95/98) konnten bei den Sitzbänken
die Rückenlehne umgelegt werden.
Ebenso beim ET491 (Gläserner Zug)
Post by Bodo G. Meier
Ungemein praktisch, aber bestimmt nicht
Beim ET491 ändertenn sich die Sitzplatznummern durch das umklappen.
Die Nummerierung begann in jeder Fahrtrichtung ganz vorne, also
wurden beim Richtungswechsel oft die Plätze getauscht.
Post by Bodo G. Meier
mehr heutigen Sicherheitsanforderungen entsprechend.
Siehe ET491.
Post by Bodo G. Meier
Grüße
Wolfram
Ulf Kutzner
2006-01-24 11:47:39 UTC
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Permalink
Moin,
Post by Martin Hoffmann
Sonntagmorgen
Regionentog 601 wartet bereits am Bahnsteig 4.
Bis Geilo ist der Zug nur mäßig besetzt. Dort jedoch beginnt der Ansturm
der heimkehrenden Skifahrer. Was will man aber auch von einem Ort
erwarten, bei dem alle Taxen Skikästen auf dem Dach haben.
Die Station von Hallingskeid liegt komplett im Schneetunnel und ist für
unseren Zug etwas zu kurz. Aus dem letzten Wagen ist der Ausstieg
unmöglich.
Eine viertel Stunde später verlasse ich den mittlerweile deutlich
überfüllten Zug in Myrdal.
Da darf man also auch unreserviert mitfahren?

Gruß, ULF
Martin Hoffmann
2006-01-24 15:05:17 UTC
Antworten
Permalink
Post by Ulf Kutzner
Post by Martin Hoffmann
Eine viertel Stunde später verlasse ich den mittlerweile deutlich
überfüllten Zug in Myrdal.
Da darf man also auch unreserviert mitfahren?
Das frage ich mich auch. Im Fahrplan steht "Plassreservering mulig." Der
Fahrkartenautomat freilich hat ungefragt Plätze reserviert.

Gruß,
Martin
tobias b köhler
2006-01-24 15:30:06 UTC
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Permalink
Post by Ulf Kutzner
Da darf man also auch unreserviert mitfahren?
Ja. Allerdings werden reservierte plätze nicht gekennzeichnet.
Unreservierte fahrgäste müssen sich also darauf einrichten, mehrfach den
platz wechseln zu müssen.
Der/die schaffner(in) kommt manchmal mit einer liste und notiert, wer wo
sitzt und bis wo fährt. Sie/er müsste also bescheid wissen, wo noch was
frei ist oder wird.
--
tobias benjamin köhler ____________________________________ ***@uncia.de
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tobias b köhler
2006-01-24 15:36:14 UTC
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Post by Martin Hoffmann
Regionentog 601 wartet bereits am Bahnsteig 4. Er besteht aus einem mit
einer El 18 bespannten Train mit neun Wagen. Mein reservierter Platz
befindet sich im Wagen 408, dem Schlusswagen. Da die Übergänge zwischen
den Wagen offen sind, vermute ich, dass die Züge fest gekoppelt sind.
Die wagen der B7-generation wurden mit druckdichten sonderübergängen
geliefert. An einer stelle haben die expresszüge allerdings normale
gummiwulstübergänge; hier werden sie geteilt und ein teil (2 sitzwagen +
bistro) mit schlafwagen zusammengehängt, um den nachtzug zu bilden.
Post by Martin Hoffmann
Der Ausschank in Form einer Thermoskanne, einer weiteren mit
Heißwasser für Tee und der notwendigen Utensilien befindet sich dort, wo
normalerweise der zweite Eingang ist. Diesen haben die NSB jedoch
verschlossen und stattdessen ein Vorratsregal und einige Sessel
angeordnet.
Da wurde nichts verschlossen. Die BM 73 haben pro wagen einen
einstiegsraum und ein panoramafenster, das als notausstieg verwendet
werden kann.
--
tobias benjamin köhler ____________________________________ ***@uncia.de
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Martin Hoffmann
2006-01-24 15:46:14 UTC
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Post by tobias b köhler
Post by Martin Hoffmann
Der Ausschank in Form einer Thermoskanne, einer weiteren mit
Heißwasser für Tee und der notwendigen Utensilien befindet sich dort, wo
normalerweise der zweite Eingang ist. Diesen haben die NSB jedoch
verschlossen und stattdessen ein Vorratsregal und einige Sessel
angeordnet.
Da wurde nichts verschlossen. Die BM 73 haben pro wagen einen
einstiegsraum und ein panoramafenster, das als notausstieg verwendet
werden kann.
Die BM 71 haben dort ein zweites Türenpaar. Die BM 73 mögen in ihrer
aktuellen Konfiguration geliefert worden sein. Das ändert aber nichts
daran, dass man einfach den Türausschnitt verblecht hat.

Gruß,
Martin
Ulrich Onken
2006-01-26 21:40:46 UTC
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Hallo,
Post by Martin Hoffmann
Hinter Finse liegt zunächst der 10,3 km lange Finsetunnel. Auch danach
ist die Strecke größtenteils zum Schutz vor Schnee überbaut. Davon gibt
es zwar reichlich aber nicht in Unmengen. Die Form der Landschaft
begünstigt jedoch Winde und mithin Schneeverwehungen. An den Einfahrten zu
den Überbauungen muss die Lok regelmäßig kleine Schneeberge durchbrechen.
Die Station von Hallingskeid liegt komplett im Schneetunnel und ist für
unseren Zug etwas zu kurz. Aus dem letzten Wagen ist der Ausstieg
unmöglich.
Vor Jahren habe ich den Finsetunnel im Winter auf Ski "umrundet". Am
Berghang südlich des Tunnels ist noch die alte Strecke auszumachen.
In dem Gebiet gibt es wirklich meterhohe Schneeverwehungen. Eine
Fussgängerunterführung unter der neuen Strecke (am westlichen
Tunnelausgang) war komplett zugeweht, so dass mich mit einem
mulmigen Gefühl durch hohen Schnee auf und über das Gleis der neuen
Strecke geplagt habe. Die Zugfolge ist zum Glück nicht sehr dicht...
Post by Martin Hoffmann
Pünktlich 16.55 Uhr kommt es jenem der nur frei- und sonntags
verkehrende 604 in Form eines (vierteiligen) BM 73 an. Da dank der
Jahreszeit die Rückfahrt komplett im Dunkeln stattfindet, habe ich die
75 Kronen extra für die "Komfort" genannte 1. Klasse investiert. Dort
gibt es nämlich Steckdosen und so kann ich mir die Zeit mit
Programmieren vertreiben. Außerdem gibt es Kaffee für lau.
Vor zwei Jahren habe ich ab Oslo einen ähnlichen Tagesausflug
gemacht, allerdings die Hinfahrt mit dem ersten Zug gegen 8 Uhr
morgens. So hat es noch für einen Abstecher nach Flåm gereicht. Ich
musste für die Hinfahrt die 75 NOK zusätzlich bezahlen, weil die
übrigen Plätze bereits ausgebucht waren. Den Aufpreis fand ich gut
angelegt: Ledersitze, viel Platz und der erwähnte Kaffee.

Grüsse
Uli
Hans-Joachim Zierke
2006-01-27 09:25:31 UTC
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Post by Martin Hoffmann
Zwar mag meine Kamera knappes Licht nicht wirklich, aber zwei Bilder
aus Myrdal kann ich dann doch vorzeigen.
Da gucken wir doch mal schnell, ob Svein bessere Bilder gemacht hat:

http://home.online.no/~sulvund/Voss_Now/foto28339.htm
http://home.online.no/~sulvund/Voss_Now/foto28338.htm
http://home.online.no/~sulvund/Voss_Now/foto28335.htm
http://home.online.no/~sulvund/Voss_Now/foto28345.htm
http://home.online.no/~sulvund/Voss_Now/foto28342.htm
http://home.online.no/~sulvund/Voss_Now/foto28349.htm
http://home.online.no/~sulvund/Voss_Now/foto28348.htm
http://home.online.no/~sulvund/Voss_Now/foto28353.htm
http://home.online.no/~sulvund/Voss_Now/foto28354.htm

Ist entgegen Deinen Versprechungen aber nicht viel Schnee zu sehen. Na
gut: An der Westküste schneit es normalerweise nicht zur gleichen Zeit
wie in Oslo.


BTW: Flamsbahn mit Triebwagen? Wußte gar nicht, daß die passende Bremsen
haben dafür.


Hans-Joachim
Martin Hoffmann
2006-01-27 10:20:34 UTC
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Post by Hans-Joachim Zierke
Post by Martin Hoffmann
Zwar mag meine Kamera knappes Licht nicht wirklich, aber zwei Bilder
aus Myrdal kann ich dann doch vorzeigen.
http://home.online.no/~sulvund/Voss_Now/foto28339.htm
Am Donnerstag musste ich leider arbeiten. An dem Tag war in Westnorwegen
ziemlich übles Wetter. Wie man auf den Bildern leicht sieht.
Post by Hans-Joachim Zierke
Ist entgegen Deinen Versprechungen aber nicht viel Schnee zu sehen.
Offenbar hatten sie am Sonntag den Schnee von Donnerstag/Freitag schon
entfernt oder er ist von selber weggeweht.
Post by Hans-Joachim Zierke
Na
gut: An der Westküste schneit es normalerweise nicht zur gleichen Zeit
wie in Oslo.
Vermutlich war ich am Sonntag nur zu spät. In Oslo und Drammen war
allerdings reichlich Schnee. Mittlerweile ist er aber fast gänzlich
verschwunden.
Post by Hans-Joachim Zierke
BTW: Flamsbahn mit Triebwagen? Wußte gar nicht, daß die passende Bremsen
haben dafür.
War ein hundsgewöhnlicher BM 69.

Grüße aus dem angeblich so kalten Norden,
Martin
tobias b köhler
2006-01-27 11:46:35 UTC
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Post by Hans-Joachim Zierke
BTW: Flamsbahn mit Triebwagen? Wußte gar nicht, daß die passende Bremsen
haben dafür.
Sie haben wohl ein paar 69er entsprechend ausgerüstet, die früher (vor
den jetzigen grünen zügen) auch häufiger dort fuhren. Ich weiß nicht, ob
alle für die strecke zugelassen sind.
--
tobias benjamin köhler ____________________________________ ***@uncia.de
._______..__________.._______.._________. <>_<> <>_<>
| |_| || |_| |_| || |_| || |_| |_| | .---|'"`|---. .---|'"`|---.
"-o---o-""-oo----oo-""-o---o-""-oo---oo-""o"O-OO-OO-O"o""o"O-OO-OO-O"o"_
Bodo G. Meier
2006-01-27 15:15:26 UTC
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Am 27.01.2006 10:25 schrieb Hans-Joachim Zierke:
[...]
Post by Hans-Joachim Zierke
BTW: Flamsbahn mit Triebwagen? Wußte gar nicht, daß die passende Bremsen
haben dafür.
Vor einigen Jahren wurden dort sogar X10 aus Stockholm während der
Touristensaison im regulären Verkehr eingesetzt. Finde ich zwar auch
erstaunlich, ging aber offenbar.

Gruss, Bodo
--
Bodo G. Meier * dr. rer. nat. * Trondheim * Norway
URL: http://home.c2i.net/bmeier
Bodo G. Meier
2006-01-27 15:30:06 UTC
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Post by Bodo G. Meier
[...]
Post by Hans-Joachim Zierke
BTW: Flamsbahn mit Triebwagen? Wußte gar nicht, daß die passende Bremsen
haben dafür.
Vor einigen Jahren wurden dort sogar X10 aus Stockholm während der
Touristensaison im regulären Verkehr eingesetzt. Finde ich zwar auch
erstaunlich, ging aber offenbar.
...und hier der Bildbeweis dazu: :-))
http://www.jarnvag.net/vagnguide/X10.asp

Fuhren die Züge anfangs so, wie sie aus Stockholm kamen, soll später
wenigstens die Aufschrift "Stockholms Lokaltrafik" übermalt worden sein,
um ausländische Touristen nicht zu verwirren. ;-)

Gruss, Bodo
--
Bodo G. Meier * dr. rer. nat. * Trondheim * Norway
URL: http://home.c2i.net/bmeier
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