Discussion:
RE fährt durch für Feuerwehreinsatz gesperrten Streckenabschnitt
(zu alt für eine Antwort)
Christian Schumacher
2019-04-07 20:46:41 UTC
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[x-post mit f'up nach de.etc.bahn.misc]

Hallo,

einem Einsatzbericht der Feuerwehr Freising [1] sowie einem
Pressebericht des Münchner Merkurs [2] ist zu entnehmen, dass am
07.04.19 ein RE mit unverminderter Geschwindigkeit durch einen für einen
Feuerwehreinsatz gesperrten Bereich bei Marzling gefahren sei.
Die Sperrung sei schriftlich bestätigt gewesen.
Außer Schrecken und einem abgetrennten FW-Schlauch ist wohl nichts
Schlimmeres passiert.

Vertrauenserweckend ist das für Einsatzkräfte allerdings nicht, was da
passiert ist.

Wie werden Streckensperrungen denn in der Fahrdienstleitung umgesetzt
und gesichert?

Gruß
Christian

[1]
https://www.feuerwehr-freising.de/flaechenbrand-in-der-isarau-zwischenfall-auf-gesperrter-bahnstrecke/

[2]
https://www.merkur.de/lokales/freising/marzling-ort377194/freising-pilot-meldet-rauch-an-gleisen-feuerwehrler-entgehen-unglueck-knapp-12140363.html
Henning Koch
2019-04-07 21:35:41 UTC
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Post by Christian Schumacher
Die Sperrung sei schriftlich bestätigt gewesen.
Außer Schrecken und einem abgetrennten FW-Schlauch ist wohl nichts
Schlimmeres passiert.
Werden solche Vorfälle eigentlich von der Bundesstelle für
Eisenbahnunfalluntersuchung des Bundes untersucht?

Auf FB war zu lesen, dass es kürzlich in Niedersachsen (ich meine
zwischen Stade und Cuxhaven) einen ähnlichen Vorfall gegeben habe.
Ralph A. Schmid, dk5ras
2019-04-08 05:53:10 UTC
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Post by Christian Schumacher
Vertrauenserweckend ist das für Einsatzkräfte allerdings nicht, was da
passiert ist.
Ja, das ist extrem bedenklich. Bisher hat man sich ja eigentlich schon
darauf verlassen können.

Je nach Stellwerksform ist das Vorgehen unterschiedlich, aber
jedenfalls würde ich erwarten, daß nach der Sperrung Bediensperren an
die betreffenden Stell-Elemente angebracht werden, deren Entfernen
dann auch wieder dokumentationspflichtig ist.

Ich hoffe ja auf einen Unfallbericht.


-ras
--
Ralph A. Schmid +49-171-3631223 +49-911-21650056
http://www.schmid.xxx/ http://www.db0fue.de/
http://www.bclog.de/ http://www.kabuliyan.de/
U***@web.de
2019-04-08 08:04:10 UTC
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Post by Ralph A. Schmid, dk5ras
Post by Christian Schumacher
Vertrauenserweckend ist das für Einsatzkräfte allerdings nicht, was da
passiert ist.
Ja, das ist extrem bedenklich. Bisher hat man sich ja eigentlich schon
darauf verlassen können.
Je nach Stellwerksform ist das Vorgehen unterschiedlich, aber
jedenfalls würde ich erwarten, daß nach der Sperrung Bediensperren an
die betreffenden Stell-Elemente angebracht werden, deren Entfernen
dann auch wieder dokumentationspflichtig ist.
Und vor Anbringen der Bediensperre möge man einen Haltbegriff
verursachen. Wurde ein solcher passiert?

Klingt erstmal unwahrscheinlich.
Ingo Stiller
2019-04-08 09:38:45 UTC
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Post by Christian Schumacher
Außer Schrecken und einem abgetrennten FW-Schlauch ist wohl nichts
Schlimmeres passiert.
Da hat eindeutig die Feuerwehr schuld.
Hier sieht man, wie man es richtig macht
Post by Christian Schumacher
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(Aus KD Eisenbahnforum)

Gruß Ingo
U***@web.de
2019-04-08 09:40:06 UTC
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Post by Christian Schumacher
[x-post mit f'up nach de.etc.bahn.misc]
einem Einsatzbericht der Feuerwehr Freising [1] sowie einem
Pressebericht des Münchner Merkurs [2] ist zu entnehmen, dass am
07.04.19 ein RE mit unverminderter Geschwindigkeit durch einen für einen
Feuerwehreinsatz gesperrten Bereich bei Marzling gefahren sei.
Die Sperrung sei schriftlich bestätigt gewesen.
Inzwischen wird kolportiert, RE 4081 habe in Moosburg die Aufhebung der
Sperrung abgewartet. Daß dann noch Material im und
Feuerwehrleute am Gleis waren, war nicht besonders glücklich.

Gruß, ULF
Johann Mayerwieser
2019-04-11 22:57:53 UTC
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Post by Christian Schumacher
[x-post mit f'up nach de.etc.bahn.misc]
Hallo,
einem Einsatzbericht der Feuerwehr Freising [1] sowie einem
Pressebericht des Münchner Merkurs [2] ist zu entnehmen, dass am
07.04.19 ein RE mit unverminderter Geschwindigkeit durch einen für einen
Feuerwehreinsatz gesperrten Bereich bei Marzling gefahren sei.
Die Sperrung sei schriftlich bestätigt gewesen.
Außer Schrecken und einem abgetrennten FW-Schlauch ist wohl nichts
Schlimmeres passiert.
In Vorarlberg hat vor einigen Jahrenso ein Vorfall einem Polizsten, einer
Polizistin und einem Leichenbestatter das Leben gekostet.
Paul Muster
2019-04-23 05:24:10 UTC
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Post by Christian Schumacher
einem Einsatzbericht der Feuerwehr Freising [1] sowie einem
Pressebericht des Münchner Merkurs [2] ist zu entnehmen, dass am
07.04.19 ein RE mit unverminderter Geschwindigkeit durch einen für einen
Feuerwehreinsatz gesperrten Bereich bei Marzling gefahren sei.
Die Sperrung sei schriftlich bestätigt gewesen.
Außer Schrecken und einem abgetrennten FW-Schlauch ist wohl nichts
Schlimmeres passiert.
Beim Fall vom Osterwochenende ist unklar, ob die Strecke gesperrt war
bzw. gewesen sein sollte:

https://www.allgemeine-zeitung.de/lokales/mainz/nachrichten-mainz/bahnarbeiter-von-regionalzug-erfasst-und-schwer-verletzt_20095659


mfG Paul
U***@web.de
2019-04-23 09:17:56 UTC
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Post by Paul Muster
Post by Christian Schumacher
einem Einsatzbericht der Feuerwehr Freising [1] sowie einem
Pressebericht des Münchner Merkurs [2] ist zu entnehmen, dass am
07.04.19 ein RE mit unverminderter Geschwindigkeit durch einen für einen
Feuerwehreinsatz gesperrten Bereich bei Marzling gefahren sei.
Die Sperrung sei schriftlich bestätigt gewesen.
Außer Schrecken und einem abgetrennten FW-Schlauch ist wohl nichts
Schlimmeres passiert.
Beim Fall vom Osterwochenende
Den hatten wir, soweit ersichtlich, noch nicht.

Weicheninstandsetzer im Bereich Mainz-Mombach durch
umgeleiteten RE erfaßt.

Welche Regionalzüge in der Folge weiter auf Mainz Hbf beschränkt wurden,
bleibt unklar.
Post by Paul Muster
ist unklar, ob die Strecke gesperrt war
https://www.allgemeine-zeitung.de/lokales/mainz/nachrichten-mainz/bahnarbeiter-von-regionalzug-erfasst-und-schwer-verletzt_20095659
Baubedingt war zwischen Mainz Hbf und Mombach gesperrt,
nicht jedoch jeweils von und nach Kaiserbrücke.

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