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Aus für Berlin-Night-Express?
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Bodo G. Meier
2003-10-09 15:06:55 UTC
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Hei,

im schwedischen Forum postvagnen ist zu lesen, dass die SJ offenbar nach
dem 14. Dezember nicht mehr an der Weiterführung des Nachtzuges
Berlin<->Malmö in Zusammenarbeit mit GVG interessiert seien.
Politiker aus der Region Skåne haben sich daher mit einem Brief an die
SJ gewandt, worin eine solche Entscheidung bedauert wird und auf die
Umweltfreundlichkeit der Zugverbindung im Vergleich zu Pkw und Flugzeug
hingewiesen wird. Darüber hinaus sei die Fahrplanlage mit morgendlicher
Ankunft in Berlin sehr günstig für geschäftliche Treffen. Man wolle sich
bemühen, zu einer besseren Ausnutzung der Verbindung beizutragen.

Quelle: Sydsvenskan. http://w1.sydsvenskan.se//Article.jsp?article=10052066

Grüsse, Bodo
--
Bodo G. Meier * dr. rer. nat. * Trondheim * Norway
URL: http://home.c2i.net/bmeier
Falk Schade
2003-10-09 15:19:44 UTC
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Post by Bodo G. Meier
Hei,
im schwedischen Forum postvagnen ist zu lesen, dass die SJ offenbar nach
dem 14. Dezember nicht mehr an der Weiterführung des Nachtzuges
Berlin<->Malmö in Zusammenarbeit mit GVG interessiert seien.
Politiker aus der Region Skåne haben sich daher mit einem Brief an die
SJ gewandt, worin eine solche Entscheidung bedauert wird und auf die
Umweltfreundlichkeit der Zugverbindung im Vergleich zu Pkw und Flugzeug
hingewiesen wird. Darüber hinaus sei die Fahrplanlage mit morgendlicher
Ankunft in Berlin sehr günstig für geschäftliche Treffen. Man wolle sich
bemühen, zu einer besseren Ausnutzung der Verbindung beizutragen.
da drängt sich die Frage auf, warum man das erst nach der
Einstllungsankündigung tun will?
Kann den GVG den Zug nicht alleine durchführen, sie können ja die Wagen des
SJ kaufen oder können sie das nicht?

Falk
Oliver Schnell
2003-10-09 15:38:32 UTC
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Post by Falk Schade
da drängt sich die Frage auf, warum man das erst nach der
Einstllungsankündigung tun will?
Kann den GVG den Zug nicht alleine durchführen, sie können ja die Wagen des
SJ kaufen oder können sie das nicht?
Das Ding rechnet sich doch nicht! GVG fährt den genauso, wie DB Regio
irgendeinen beliebigen Nahverkehrszug in dieser Republik. Und jetzt hat
der Besteller (SJ) eben einfach keinen Bock mehr, diese Zugleistung zu
bestellen.
--
Oliver Schnell
Oliver Schnell
2003-10-09 15:31:50 UTC
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Post by Bodo G. Meier
Hei,
im schwedischen Forum postvagnen ist zu lesen, dass die SJ offenbar nach
dem 14. Dezember nicht mehr an der Weiterführung des Nachtzuges
Berlin<->Malmö in Zusammenarbeit mit GVG interessiert seien.
Am Nachtzug generell oder an der Zusammenarbeit mit GVG.
Post by Bodo G. Meier
Politiker aus der Region Skåne haben sich daher mit einem Brief an die
SJ gewandt, worin eine solche Entscheidung bedauert wird und auf die
Umweltfreundlichkeit der Zugverbindung im Vergleich zu Pkw und Flugzeug
hingewiesen wird. Darüber hinaus sei die Fahrplanlage mit morgendlicher
Ankunft in Berlin sehr günstig für geschäftliche Treffen. Man wolle sich
bemühen, zu einer besseren Ausnutzung der Verbindung beizutragen.
Das Ding würde bedeutend besser laufen, wenn es gen Mitternacht Hamburg
verließe, nach 6 Uhr in Kopenhagen einträfe und vor 7 Uhr in Malmö
wäre. (um 7:14 Uhr gehts weiter nach Stockholm, um 7:05 nach
Göteborg, nur mal so als Beispiel).
Gegenrichtung analog mit Ankunft Hamburg gegen 6 Uhr.

Dazu eine Wagengruppe Malmö - Dresden, die saisonal am Wochenende bis/ab
Prag verkehrte und südlich Hamburg in den zeitlich passenden EC
mitgenommen wird. Damit hätte man nicht nur Berlin (wie heute) sondern
sowohl aus NRW und Rhein/Main eine selbst für Geschäftsreisen taugliche
Übernachtverbindung von/nach Kopenhagen/Südschweden. Und jetzt kommt mir
bitte keiner damit, dass da irgendsoeine blöde Lok, die diesen Zug von
Kopenhagen nach Malmö ziehen könnte, fehlt. Wegen so eines Pups sollte
die Einrichtung eines viele Quell-/Zielmärkte gut verbindenden
Nachtzuges nicht scheitern.
--
Oliver Schnell
tobias b koehler
2003-10-09 15:55:18 UTC
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Post by Oliver Schnell
Und jetzt kommt mir
bitte keiner damit, dass da irgendsoeine blöde Lok, die diesen Zug von
Kopenhagen nach Malmö ziehen könnte, fehlt.
Bombardier und Siemens haben produkte im programm, die in
Deutschland unter den baureihennummern 185 und 182 bekannt sind
und von den stromsystemen her passen. Die ausrüstung mit den
notwendigen signalsystemen und zulassung in Dänemark und
Schweden sollte kein grundsätzliches problem darstellen, es
müsste sich nur jemand darum kümmern.

Gruß, tobias (mal ganz herstellerunabhängig)
--
tobias benjamin köhler ____________________________ ***@uncia.de
_________ ______________ ______________ ______________ __>_____
========H|H============H|H============H|H============H|=H=====`)
------oo-^-oo--------oo-^-oo--------oo-^-oo--------oo-^o-o--o-o=
Jan Marco Funke
2003-10-09 19:52:48 UTC
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Post by tobias b koehler
Post by Oliver Schnell
Und jetzt kommt mir
bitte keiner damit, dass da irgendsoeine blöde Lok, die diesen Zug von
Kopenhagen nach Malmö ziehen könnte, fehlt.
Bombardier und Siemens haben produkte im programm, die in
Deutschland unter den baureihennummern 185 und 182 bekannt sind
und von den stromsystemen her passen. Die ausrüstung mit den
notwendigen signalsystemen und zulassung in Dänemark und
Schweden sollte kein grundsätzliches problem darstellen, es
müsste sich nur jemand darum kümmern.
War die 185 nicht schon zwecks Testfahrten in Schweden? Was hat man da
eigentlich genau getestet?
--
Jan Marco Funke
Holger Paulsen
2003-10-09 17:12:41 UTC
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Post by tobias b koehler
Bombardier und Siemens haben produkte im programm, die in
Deutschland unter den baureihennummern 185 und 182 bekannt sind
und von den stromsystemen her passen. Die ausrüstung mit den
Entsprächen diese Baureihen den meines Wissens hohen
Sicherheitsstandards des Øresundtunnels bzw. ließen sie
sich so modifizieren, daß sie es täten?


Holger
tobias b koehler
2003-10-10 10:49:30 UTC
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Post by Holger Paulsen
Entsprächen diese Baureihen den meines Wissens hohen
Sicherheitsstandards des Øresundtunnels bzw. ließen sie
sich so modifizieren, daß sie es täten?
Spontane explosionen sind jedenfalls noch nicht vorgekommen.
Worin bestehen diese hohen sicherheitsstandards im vergleich zu
anderen strecken?
--
tobias benjamin köhler ____________________________ ***@uncia.de
_________ ______________ ______________ ______________ __>_____
========H|H============H|H============H|H============H|=H=====`)
------oo-^-oo--------oo-^-oo--------oo-^-oo--------oo-^o-o--o-o=
Xelax
2003-10-10 06:58:54 UTC
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Post by tobias b koehler
Post by Oliver Schnell
Und jetzt kommt mir
bitte keiner damit, dass da irgendsoeine blöde Lok, die diesen Zug von
Kopenhagen nach Malmö ziehen könnte, fehlt.
Bombardier und Siemens haben produkte im programm, die in
Deutschland unter den baureihennummern 185 und 182 bekannt sind
und von den stromsystemen her passen.
Und noch dazu kommen die 27000 und 37000 von Alstom (kikirikki!). Eine
Version der 27000 ist zusammen mit der 185 schon auf die Strecke
Mannheim-Woippy(F) tätig.

Es muss sicher geeignete Loks schon geben, mindestens für den S-DK
Frachtverkehr. IMHO, ein Lokwechsel an die D-DK Grenze wäre schon besser
als was heutzutage passiert mit der Fähre.

Wo erfolgt den Stromsystemwechsel ? In DK ? Oder die Strecke ist
vieilleicht mit 25kV bis Malmö Central ausgerüstet ? Wo gibt's eine
Beschreibung darüber im Netz ?

Alexandre
tobias b koehler
2003-10-10 10:51:50 UTC
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Post by Xelax
Es muss sicher geeignete Loks schon geben, mindestens für den S-DK
Frachtverkehr. IMHO, ein Lokwechsel an die D-DK Grenze wäre schon besser
als was heutzutage passiert mit der Fähre.
Es gibt die DSB Gods reihe EG. Sehr zugkräftig, aber keine
zugsammelschiene.
Post by Xelax
Wo erfolgt den Stromsystemwechsel ? In DK ? Oder die Strecke ist
vieilleicht mit 25kV bis Malmö Central ausgerüstet ? Wo gibt's eine
Beschreibung darüber im Netz ?
Nach dieser karte

Loading Image...

in Lernacken (Schweden).
--
tobias benjamin köhler ____________________________ ***@uncia.de
_________ ______________ ______________ ______________ __>_____
========H|H============H|H============H|H============H|=H=====`)
------oo-^-oo--------oo-^-oo--------oo-^-oo--------oo-^o-o--o-o=
Xelax
2003-10-10 17:54:37 UTC
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Permalink
Post by tobias b koehler
Post by Xelax
Wo erfolgt den Stromsystemwechsel ? In DK ? Oder die Strecke ist
vieilleicht mit 25kV bis Malmö Central ausgerüstet ? Wo gibt's eine
Beschreibung darüber im Netz ?
Nach dieser karte
http://trainspotting.buekkes.de/maps/oeresund-area/oeresund-area.gif
in Lernacken (Schweden).
Mmmmmmh... Am Tunneleingang ? Wirklich ?

Alexandre
Tor-Einar Jarnbjo
2003-10-11 22:30:38 UTC
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Post by Xelax
Mmmmmmh... Am Tunneleingang ? Wirklich ?
Wohl etwa auf gleicher Höhe wie die Mautstelle. Die Züge können übrigens
seit neulich bei 200kmh den Systemwechsel durchführen.

Gruß, Tor
Bodo G. Meier
2003-10-09 15:56:35 UTC
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Post by Oliver Schnell
Post by Bodo G. Meier
Hei,
im schwedischen Forum postvagnen ist zu lesen, dass die SJ offenbar nach
dem 14. Dezember nicht mehr an der Weiterführung des Nachtzuges
Berlin<->Malmö in Zusammenarbeit mit GVG interessiert seien.
Am Nachtzug generell oder an der Zusammenarbeit mit GVG.
Generell, so wie ich das verstanden habe.
Post by Oliver Schnell
Das Ding würde bedeutend besser laufen, wenn es gen Mitternacht Hamburg
verließe, nach 6 Uhr in Kopenhagen einträfe und vor 7 Uhr in Malmö
wäre. (um 7:14 Uhr gehts weiter nach Stockholm, um 7:05 nach
Göteborg, nur mal so als Beispiel).
Gegenrichtung analog mit Ankunft Hamburg gegen 6 Uhr.
Das finde ich persönlich eine klasse Idee, da sowohl Hamburg als auch
Berlin zu meinen Zielen gehören!

Gruss, Bodo
--
Bodo G. Meier * dr. rer. nat. * Trondheim * Norway
URL: http://home.c2i.net/bmeier
Christoph Muenzing
2003-10-09 17:32:11 UTC
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Post by Oliver Schnell
[...]
Dazu eine Wagengruppe Malmö - Dresden, die saisonal am Wochenende bis/ab
Prag verkehrte
mein Eindruck (nicht aus dem Georg-Zug, den ich nie genutzt habe, aber aus
dem Hungaria) war, daß nicht wenige Skandinavier mit Ziel Tschechien den
Georg-Zug genutzt haben.
Post by Oliver Schnell
und südlich Hamburg in den zeitlich passenden EC
mitgenommen wird. Damit hätte man nicht nur Berlin (wie heute) sondern
sowohl aus NRW und Rhein/Main eine selbst für Geschäftsreisen taugliche
Übernachtverbindung von/nach Kopenhagen/Südschweden.
Man könnte (zusätzlich) auch den H-C. Andersen nach Malmö verlängern. Mit
den zwei Zügen würde man fast ganz Deutschland abdecken.

Gruß,
Christoph
Oliver Schnell
2003-10-09 19:54:24 UTC
Antworten
Permalink
Post by Christoph Muenzing
Man könnte (zusätzlich) auch den H-C. Andersen nach Malmö verlängern. Mit
den zwei Zügen würde man fast ganz Deutschland abdecken.
Die Anschlüsse aus BaWÜ zu dem Zug sind - sagen wir mal - suboptimnal.

Außerdem kommt das Ding reichlich spät in Kopemhagen an. Was tumn, wenn
du nach Kristianstad, Ystad oder auch wie ich kürzlich nach Växjö
(Unistadt, IT-Sektor, etc.) musst? Einen Voermittagstermin kannst du dir
da abschminken.
--
Oliver Schnell
U***@web.de
2020-10-31 09:49:07 UTC
Antworten
Permalink
Post by Oliver Schnell
Post by Christoph Muenzing
Man könnte (zusätzlich) auch den H-C. Andersen nach Malmö verlängern. Mit
den zwei Zügen würde man fast ganz Deutschland abdecken.
Die Anschlüsse aus BaWÜ zu dem Zug sind - sagen wir mal - suboptimnal.
Außerdem kommt das Ding reichlich spät in Kopemhagen an. Was tumn, wenn
du nach Kristianstad, Ystad oder auch wie ich kürzlich nach Växjö
(Unistadt, IT-Sektor, etc.) musst? Einen Voermittagstermin kannst du dir
da abschminken.
Ystad hat nun eine Fährlinie von Sassnitz, ohne
Zugmitnahme.

Ob das jetzt bei geschäftlichen Vormittagsterminen
so viel weiterhilft, weiß ich allerdings nicht.
Markus Ermert
2020-11-07 20:35:49 UTC
Antworten
Permalink
Post by U***@web.de
Ystad hat nun eine Fährlinie von Sassnitz, ohne
Zugmitnahme.
Und von Swinemünde, ist von Berlin aus näher.
U***@web.de
2020-11-07 20:41:17 UTC
Antworten
Permalink
Post by Markus Ermert
Post by U***@web.de
Ystad hat nun eine Fährlinie von Sassnitz, ohne
Zugmitnahme.
Und von Swinemünde, ist von Berlin aus näher.
Sollte man den BNE auf jene Fähre stellen
können, wäre die BG See außen vor.

Hans-Joachim Zierke
2003-10-19 09:53:08 UTC
Antworten
Permalink
Post by Christoph Muenzing
mein Eindruck (nicht aus dem Georg-Zug, den ich nie genutzt habe, aber aus
dem Hungaria) war, daß nicht wenige Skandinavier mit Ziel Tschechien den
Georg-Zug genutzt haben.
Ich habe mich vor ca. einem Jahr mit dem Projektleiter der SJ über den
Zug unterhalten. Sein Problem ist wohl, daß zu ca. 80% Schweden
drinsitzen. Würde er sich auch in D angemessen verkaufen, bestünde
keinerlei Problem.


Hans-Joachim
Mario Lembke
2003-10-19 19:44:43 UTC
Antworten
Permalink
Post by Hans-Joachim Zierke
Post by Christoph Muenzing
mein Eindruck (nicht aus dem Georg-Zug, den ich nie genutzt habe, aber aus
dem Hungaria) war, daß nicht wenige Skandinavier mit Ziel Tschechien den
Georg-Zug genutzt haben.
Ich habe mich vor ca. einem Jahr mit dem Projektleiter der SJ über den
Zug unterhalten. Sein Problem ist wohl, daß zu ca. 80% Schweden
drinsitzen. Würde er sich auch in D angemessen verkaufen, bestünde
keinerlei Problem.
Wo ist da das Problem des Herrn? Es dürfte doch wohl egal sein, welcher
Nationalität die Reisenden sind oder übersehe ich da etwas?

Viele Grüsse, Mario
Olaf Hansen
2003-10-20 08:34:16 UTC
Antworten
Permalink
Post by Mario Lembke
Post by Hans-Joachim Zierke
Post by Christoph Muenzing
mein Eindruck (nicht aus dem Georg-Zug, den ich nie genutzt habe, aber aus
dem Hungaria) war, daß nicht wenige Skandinavier mit Ziel Tschechien den
Georg-Zug genutzt haben.
Ich habe mich vor ca. einem Jahr mit dem Projektleiter der SJ über den
Zug unterhalten. Sein Problem ist wohl, daß zu ca. 80% Schweden
drinsitzen. Würde er sich auch in D angemessen verkaufen, bestünde
keinerlei Problem.
Wo ist da das Problem des Herrn? Es dürfte doch wohl egal sein, welcher
Nationalität die Reisenden sind oder übersehe ich da etwas?
Wenn 80% der Reisenden Schweden sind, koennte dies ein Zeichen sein,
dass das Potential in Deutschland nicht ausgeschoepft wird. Dies ist
fuer die Wirtschaftlichkeit - und damit fuer den Bestand des Zuges -
schon ein wichtiger Punkt.

oh
Martin Bienwald
2003-10-20 09:21:45 UTC
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Permalink
Post by Olaf Hansen
Wenn 80% der Reisenden Schweden sind, koennte dies ein Zeichen sein,
dass das Potential in Deutschland nicht ausgeschoepft wird. Dies ist
fuer die Wirtschaftlichkeit - und damit fuer den Bestand des Zuges -
schon ein wichtiger Punkt.
Eigentlich nicht. Es geht hier nicht um Marktanteile und dergleichen,
sondern um die Wirtschaftlichkeit eines Zuges - wenn der genug Reisende
hat, um wirtschaftlich zu sein, ist es egal, wo die herkommen.

... Martin
Helmut Uttenthaler
2003-10-20 09:49:45 UTC
Antworten
Permalink
Post by Martin Bienwald
Post by Olaf Hansen
Wenn 80% der Reisenden Schweden sind, koennte dies ein Zeichen sein,
dass das Potential in Deutschland nicht ausgeschoepft wird. Dies ist
fuer die Wirtschaftlichkeit - und damit fuer den Bestand des Zuges -
schon ein wichtiger Punkt.
Eigentlich nicht. Es geht hier nicht um Marktanteile und dergleichen,
sondern um die Wirtschaftlichkeit eines Zuges - wenn der genug Reisende
hat, um wirtschaftlich zu sein, ist es egal, wo die herkommen.
Das stimmt. Aber wenn gleich viel Deutsche den Zug benutzen würden, wie
_derzeit_ Schweden, dann wäre die Wirtschaftlichkeit besser:
Angenommen, es fahren derzeit 80 Schweden und 20 Deutsche mit. Wenn man es
schafft, dass 80 Schweden und 80 Deutsche mitfahren, käme dies einer
Steigerung um 60% gleich.
Das ist jetzt zwar eine sehr vereinfachte Rechnung (es fahren ja auch andere
als Deutsche und Schweden mit), aber ich denke, sie erklärt worauf
Hans-Joachim hinaus wollte.
--
LG

Helmut Uttenthaler,
Graz
Mario Lembke
2003-10-20 11:03:11 UTC
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Post by Helmut Uttenthaler
Post by Martin Bienwald
Post by Olaf Hansen
Wenn 80% der Reisenden Schweden sind, koennte dies ein Zeichen sein,
dass das Potential in Deutschland nicht ausgeschoepft wird. Dies ist
fuer die Wirtschaftlichkeit - und damit fuer den Bestand des Zuges -
schon ein wichtiger Punkt.
Eigentlich nicht. Es geht hier nicht um Marktanteile und dergleichen,
sondern um die Wirtschaftlichkeit eines Zuges - wenn der genug Reisende
hat, um wirtschaftlich zu sein, ist es egal, wo die herkommen.
Das stimmt. Aber wenn gleich viel Deutsche den Zug benutzen würden, wie
Angenommen, es fahren derzeit 80 Schweden und 20 Deutsche mit. Wenn man es
schafft, dass 80 Schweden und 80 Deutsche mitfahren, käme dies einer
Steigerung um 60% gleich.
Das selbe Ergebnis würde eintreten, wenn weitere 80 Schweden (also auch
160 Reisende im Zug sitzen würden.

Grüsse, Mario
Martin Bienwald
2003-10-20 12:22:08 UTC
Antworten
Permalink
Post by Martin Bienwald
Eigentlich nicht. Es geht hier nicht um Marktanteile und dergleichen,
sondern um die Wirtschaftlichkeit eines Zuges - wenn der genug Reisende
hat, um wirtschaftlich zu sein, ist es egal, wo die herkommen.
Das stimmt. Aber wenn gleich viel Deutsche den Zug benutzen w?rden, wie
Sicher. Genauso würde sich die Wirtschaftlichkeit verbessern, wenn noch
mehr Schweden als jetzt mitführen. Das Zahlenverhältnis zwischen deutschen
und schwedischen Fahrgästen ist als solches aber für die Wirtschaftlichkeit
belanglos.

... Martin
Ulf Kutzner
2003-10-20 17:04:05 UTC
Antworten
Permalink
Post by Martin Bienwald
Post by Martin Bienwald
Eigentlich nicht. Es geht hier nicht um Marktanteile und dergleichen,
sondern um die Wirtschaftlichkeit eines Zuges - wenn der genug Reisende
hat, um wirtschaftlich zu sein, ist es egal, wo die herkommen.
Das stimmt. Aber wenn gleich viel Deutsche den Zug benutzen w?rden, wie
Sicher. Genauso würde sich die Wirtschaftlichkeit verbessern, wenn noch
mehr Schweden als jetzt mitführen. Das Zahlenverhältnis zwischen deutschen
und schwedischen Fahrgästen ist als solches aber für die Wirtschaftlichkeit
belanglos.
Übrigens: die meisten hier betrachteten Schweden wohnen nördlich und die
meisten betrachteten Deutschen südlich von Sassnitz(Gr).

Ein grobes Mißverhältnis bei Quellverkehrsanteilen bei nicht
gigantischen Kaufkraft- bzw Bevölkerungsdichteunterschieden (wir reden
hier nicht von einer Fluglinie Frankfurt <-> Tamanrasset) deutet klar
auf Nichtausschöpfung des Marktes.

An nanderer Stelle wurde erwähnt, daß die Auslastung dadurch leicht
ungleichmäßig wird (die Bewohner eines Quellgebiets fahren
beispielsweise im August für 4 Wochen in Urlaub).

Gruß, ULF
Hans-Joachim Zierke
2003-10-21 11:03:18 UTC
Antworten
Permalink
Post by Helmut Uttenthaler
Das ist jetzt zwar eine sehr vereinfachte Rechnung (es fahren ja auch andere
als Deutsche und Schweden mit), aber ich denke, sie erklärt worauf
Hans-Joachim hinaus wollte.
Ich weiß nicht, was an einer so simplen Sache derart kompliziert gemacht
werden muß.

Die Passagiere in diesem Zug bilden die Gesamtreiseströme nicht ab. Dies
heißt nichts anderes, als daß die Vermarktung des Angebots in Schweden
besser gelingt als in Deutschland -> unausgeschöpftes Potential in D.

Insgesamt ist der Verkehrsanteil der Schiene in D übrigens höher als in S.


Hans-Joachim
--
Post by Helmut Uttenthaler
Hoffentlich positioniert sie es dort nicht auch noch fixiert.
body { position: bondage } (Steffi Abel)
Martin Bienwald
2003-10-21 14:18:30 UTC
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Permalink
Post by Hans-Joachim Zierke
Die Passagiere in diesem Zug bilden die Gesamtreiseströme nicht ab. Dies
heißt nichts anderes, als daß die Vermarktung des Angebots in Schweden
besser gelingt als in Deutschland -> unausgeschöpftes Potential in D.
Ja klar. Aber für die Wirtschaftlichkeit eines Angebots ist sein Markt-
anteil irrelevant. (Das muß einen ja nicht davon abhalten, den Markt-
anteil und damit die absolute Fahrgastzahl vergrößern zu wollen).

... Martin
Hans-Joachim Zierke
2003-10-21 18:18:03 UTC
Antworten
Permalink
Post by Martin Bienwald
Ja klar. Aber für die Wirtschaftlichkeit eines Angebots ist sein Markt-
anteil irrelevant. (Das muß einen ja nicht davon abhalten, den Markt-
anteil und damit die absolute Fahrgastzahl vergrößern zu wollen).
Falls ein Zug nicht so richtig rentabel ist, kann es wirklich ungemein
zielführend sein, die absolute Fahrgastzahl vergrößern zu wollen.

Hans-Joachim
--
Post by Martin Bienwald
Hoffentlich positioniert sie es dort nicht auch noch fixiert.
body { position: bondage } (Steffi Abel)
Oliver Schnell
2003-10-24 07:41:54 UTC
Antworten
Permalink
Post by Hans-Joachim Zierke
Falls ein Zug nicht so richtig rentabel ist, kann es wirklich ungemein
zielführend sein, die absolute Fahrgastzahl vergrößern zu wollen.
nach dem Komma sollte eigentlich stehen "die absoluten Einnahmen zu
erhöhen, wozu das von dir gesagte durchaus seinen Beitrag leisten kann,
aber eben nicht allein selig machend ist.
--
Oliver Schnell
Hans-Joachim Zierke
2003-10-24 12:37:33 UTC
Antworten
Permalink
Post by Oliver Schnell
nach dem Komma sollte eigentlich stehen "die absoluten Einnahmen zu
erhöhen, wozu das von dir gesagte durchaus seinen Beitrag leisten kann,
aber eben nicht allein selig machend ist.
Ja gut, das ist korrekt, da aber die Preise dieses Zuges derzeit nicht
ungewöhnlich niedrig sind, und die Produktion auch nicht gerade ungewöhnlich
teuer erfolgt, sehe ich wenig Möglichkeiten, an zusätzliche Einnahmen in
größerem Umfang zu kommen, ohne den einen oder anderen zusätzlichen
Fahrgast zum Abliefern seines Geldes zu überreden.

Hans-Joachim
--
Vorteile der neuen, amtlichen deutschen Rechtschreibung plausibel erklärt, #1:

www.spiegel.de: Gouverneur Schwarzenegger
"Ich werde euch nicht hängen lassen"
Olaf Hansen
2003-10-21 19:08:52 UTC
Antworten
Permalink
Post by Martin Bienwald
Post by Olaf Hansen
Wenn 80% der Reisenden Schweden sind, koennte dies ein Zeichen sein,
dass das Potential in Deutschland nicht ausgeschoepft wird. Dies ist
fuer die Wirtschaftlichkeit - und damit fuer den Bestand des Zuges -
schon ein wichtiger Punkt.
Eigentlich nicht. Es geht hier nicht um Marktanteile und dergleichen,
sondern um die Wirtschaftlichkeit eines Zuges - wenn der genug Reisende
hat, um wirtschaftlich zu sein, ist es egal, wo die herkommen.
... Martin
Natürlich ist es völlig egal, woher die Reisenden kommen! Aber wenn
die Kunden größtenteils aus der einen Zielgruppe (der schwedischen)
kommen, könnte es doch vielleicht doch so sein, dass das Potential in
der anderen (der deutschen) weniger gut ausgeschöpft wird. Dann könnte
sich für die Bahngesellschaft lohnen darüber nachzudenken, wie auch
aus dem bisher schlecht erschlossenen (deutschen) Markt weitere Kunden
gewonnen werden können bzw. was am bisherigen Marketing schlecht
läuft.
Das Potential für neue Kunden dürfte nämlich dort am größten sein, wo
man das Verkehrspotential bisher weniger gut ausschöpft.

Vielleicht wird mein Gedankengang ja jetzt klarer.

oh
K.H?ller
2003-10-22 09:02:31 UTC
Antworten
Permalink
... Aber wenn
die Kunden größtenteils aus der einen Zielgruppe (der schwedischen)
kommen, könnte es doch vielleicht doch so sein, dass das Potential in
der anderen (der deutschen) weniger gut ausgeschöpft wird. Dann könnte
sich für die Bahngesellschaft lohnen darüber nachzudenken, wie auch
aus dem bisher schlecht erschlossenen (deutschen) Markt weitere Kunden
gewonnen werden können bzw. was am bisherigen Marketing schlecht
läuft.
Das Potential für neue Kunden dürfte nämlich dort am größten sein, wo
man das Verkehrspotential bisher weniger gut ausschöpft.
Falls es dieses Potential gibt, d.h. falls nicht Faktoren vorliegen,
die außerhalb der Reichweite der "Marketing"abteilung liegen. Es
könnte z.B. sein, daß der Süden für die Nordeuropäer ein wesentlich
attraktiveres Reiseziel darstellt als Skandinavien für die
"Süd"länder.

Die Mallorcaflieger müssen mit demselben Problem leben. Wenn der
größte Andrang hinwärts ist, fliegen die Maschinen leer zurück. Am
Ferienschluss ist es umgekehrt.

Es ist klar, daß dieses Argument auf den Städtetourismus viel weniger
zutrifft (oder vielleicht doch im dunklen Winter ? Es gab mal
Winter-Spottpreise für Kurzreisen auf den Kiel-Oslo-Fähren aus genau
diesem Grund).

Gruß
Hüller,,Knut
Olaf Hansen
2003-10-22 16:54:56 UTC
Antworten
Permalink
Post by K.H?ller
... Aber wenn
die Kunden größtenteils aus der einen Zielgruppe (der schwedischen)
kommen, könnte es doch vielleicht doch so sein, dass das Potential in
der anderen (der deutschen) weniger gut ausgeschöpft wird. Dann könnte
sich für die Bahngesellschaft lohnen darüber nachzudenken, wie auch
aus dem bisher schlecht erschlossenen (deutschen) Markt weitere Kunden
gewonnen werden können bzw. was am bisherigen Marketing schlecht
läuft.
Das Potential für neue Kunden dürfte nämlich dort am größten sein, wo
man das Verkehrspotential bisher weniger gut ausschöpft.
Falls es dieses Potential gibt, d.h. falls nicht Faktoren vorliegen,
die außerhalb der Reichweite der "Marketing"abteilung liegen. Es
könnte z.B. sein, daß der Süden für die Nordeuropäer ein wesentlich
attraktiveres Reiseziel darstellt als Skandinavien für die
"Süd"länder.
Die Mallorcaflieger müssen mit demselben Problem leben. Wenn der
größte Andrang hinwärts ist, fliegen die Maschinen leer zurück. Am
Ferienschluss ist es umgekehrt.
Es ist klar, daß dieses Argument auf den Städtetourismus viel weniger
zutrifft (oder vielleicht doch im dunklen Winter ? Es gab mal
Winter-Spottpreise für Kurzreisen auf den Kiel-Oslo-Fähren aus genau
diesem Grund).
Gruß
Hüller,,Knut
Ein wichtiger Punkt. Hier wäre ein Vergleich mit anderen
Zügen/Verkehrsmitteln interessant. Die vom SJ-Mann zitierte Aussage
lässt aber zumindest den Schluss zu, dass die SJ eine größere Resonanz
unter den deutschen Kunden erwartet hat.

oh
Ulf Kutzner
2003-11-03 18:44:15 UTC
Antworten
Permalink
Post by K.H?ller
Die Mallorcaflieger müssen mit demselben Problem leben. Wenn der
größte Andrang hinwärts ist, fliegen die Maschinen leer zurück. Am
Ferienschluss ist es umgekehrt.
Es ist klar, daß dieses Argument auf den Städtetourismus viel weniger
zutrifft (oder vielleicht doch im dunklen Winter ? Es gab mal
Winter-Spottpreise für Kurzreisen auf den Kiel-Oslo-Fähren aus genau
diesem Grund).
Gibt es meines Wissens noch immer. Die Fähren fahren ständig, schon
wegen der Lkw, nur gibt es im Spätherbst wenig Touristen.

Stippvisite (2 1/2 Tage, Kiel-Oslo)

Produktname Preis gültig ab €
Stippvisite Oslo 02.11.-06.11. 112


colorline.de

Gruß, ULF
Robert Weemeyer
2003-10-20 09:48:46 UTC
Antworten
Permalink
Post by Mario Lembke
Wo ist da das Problem des Herrn? Es dürfte doch wohl egal sein, welcher
Nationalität die Reisenden sind oder übersehe ich da etwas?
Das Problem sind nicht zu viele Schweden, sondern zu wenige Deutsche.

Robert Weemeyer, Berlin
Oliver Schnell
2003-10-20 10:49:41 UTC
Antworten
Permalink
Post by Robert Weemeyer
Post by Mario Lembke
Wo ist da das Problem des Herrn? Es dürfte doch wohl egal sein, welcher
Nationalität die Reisenden sind oder übersehe ich da etwas?
Das Problem sind nicht zu viele Schweden, sondern zu wenige Deutsche.
Nö, das Problem sind zuwenig Reisende im diesem Zug, wobei die SJ davon
ausgehen, dass aus Deutschland deutlich mehr als die bis jetzt
Mitfahrenden zu gewinnen sein müssten, während das bei den
schwedischen Passagieren weniger der Fall ist.

Da kann ich nur sagen, wenn die SJ einen Nachtzug nach Schweden mit mehr
Reisenden füllen möcten, müssen sie dafür Sorge tragen, dass sich sein
Einzugsbereich in .de deutlich erhöht und ebenso die Zahl mit Anschlusszügen
in vertretbarer Zeit erreichbarer Ziele in Skandinavien ausgeweitet
wird. Hinzu kommt noch eine Preispolitik, die diesen Zug attraktiv zu
konkurrenzierenden Angeboten anderer Verkehrsträger / Routen zu
aussehen lassen sollte.

Sowohl Route, Fahrzeiten und anwendbare Tarife des Berlin-Night-Express
halte ich aus diesem Blickwinkel heraus für eher suboptimal.
--
Oliver Schnell
Christoph Muenzing
2003-10-20 11:36:10 UTC
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Post by Oliver Schnell
Post by Robert Weemeyer
Post by Mario Lembke
Wo ist da das Problem des Herrn? Es dürfte doch wohl egal sein, welcher
Nationalität die Reisenden sind oder übersehe ich da etwas?
Das Problem sind nicht zu viele Schweden, sondern zu wenige Deutsche.
Nö, das Problem sind zuwenig Reisende im diesem Zug, wobei die SJ davon
ausgehen, dass aus Deutschland deutlich mehr als die bis jetzt
Mitfahrenden zu gewinnen sein müssten, während das bei den
schwedischen Passagieren weniger der Fall ist.
Vor allem das. Daneben halte ich auch dadurch entstehende Assymmetrien in
der Auslastung für wirtschaftlich suboptimal, da sich dann die
Auslastungsspitzen noch stärker auf bestimmte Zeiten uind Richtungen
konzentrieren dürften, als sie das für gewöhnlich eh schon tun (statt
Spitzen an Fr/So bzw. zum Ferienanfang in beiden Richtungen hat man sie
dann nur in einer...).
Post by Oliver Schnell
Da kann ich nur sagen, wenn die SJ einen Nachtzug nach Schweden mit mehr
Reisenden füllen möcten, müssen sie dafür Sorge tragen, dass sich sein
Einzugsbereich in .de deutlich erhöht und ebenso die Zahl mit
Anschlusszügen
Post by Oliver Schnell
in vertretbarer Zeit erreichbarer Ziele in Skandinavien ausgeweitet
wird. Hinzu kommt noch eine Preispolitik, die diesen Zug attraktiv zu
konkurrenzierenden Angeboten anderer Verkehrsträger / Routen zu
aussehen lassen sollte.
Sowohl Route, Fahrzeiten und anwendbare Tarife des Berlin-Night-Express
halte ich aus diesem Blickwinkel heraus für eher suboptimal.
ACK.

Gruß,
Christoph
Jan Marco Funke
2003-10-20 19:16:41 UTC
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Post by Oliver Schnell
Sowohl Route, Fahrzeiten und anwendbare Tarife des Berlin-Night-Express
halte ich aus diesem Blickwinkel heraus für eher suboptimal.
ACK. Als wir letztes Jahr mit dem Scan-Rail-Pass durch Schweden und
Norwegen gefahren sind, wollten wir unsere Tour eigentlich auch mit
dem Berlin-Night-Express beginnen, für unsere Verbindung von Ostwest-
falen nach Stockholm wären die Fahrzeiten sogar brauchbar gewesen. Als
wir dann aber die Fahrpreise genauer betrachtet hatten, haben wir doch
noch auf die deutlich preiswertere Nachtfähre Travemünde - Trelleborg
umgeschwenkt, die vom Preis-Leistungs-Verhältnis deutlich besser
abschneidet. Wenn es in Trelleborg doch nur wie in Travemünde direkten
Bahnanschluß an die Fähren gäbe, dann wäre es optimal. Wobei es mit
der Busverbindung nach Malmö auch geht, wenigstens ist der Takt recht
dicht, nur fahren die Busse nicht direkt vom Hafen und nicht zum
Bahntarif.
--
Jan Marco Funke
K.H?ller
2003-10-20 16:07:15 UTC
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Post by Robert Weemeyer
Post by Mario Lembke
Wo ist da das Problem des Herrn? Es dürfte doch wohl egal sein, welcher
Nationalität die Reisenden sind oder übersehe ich da etwas?
Das Problem sind nicht zu viele Schweden, sondern zu wenige Deutsche.
Genauer: die hieraus resultierende ungleichmäßige Auslastung. An
typischen Hinreisetagen (z.B. Fr) füllen die überwiegend schwedischen
Kunden den Zug südwärts und an typischen Rückreisetagen (z.B. So)
nordwärts. Jeder deutsche Kunde, der in einer solchen Situation mit
dem leere(re)n Gegenzug fährt, kann im Grunde als Reingewinn verbucht
werden.

Grundsätzlich: je mehr Benutzergruppen mit unterschiedlichen
Reisegewohnheiten (Verkehrsspitzen) man hat, desto bessere Auslastung
läßt sich im Mittel erreichen. Umgekehrt: ein Konzept zur Senkung der
Auslastung würde möglichst getrennte Angebote (z.B. verschieden
vermarktete Zugtypen) für die einzelnen Benutzergruppen schaffen.
Damit würde sichergestellt, daß zu jedem beliebigen Zeitpunkt ein
beträchtlicher Teil des Gesamtangebots leer herumfährt.

Gruß
Hüller,,Knut
Robert Weemeyer
2003-10-20 09:48:48 UTC
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Post by Hans-Joachim Zierke
Ich habe mich vor ca. einem Jahr mit dem Projektleiter der SJ über den
Zug unterhalten. Sein Problem ist wohl, daß zu ca. 80% Schweden
drinsitzen. Würde er sich auch in D angemessen verkaufen, bestünde
keinerlei Problem.
Worauf führst du zurück, dass der Zug sich in Deutschland so schlecht
verkauft? Der Zug fehlt ja in den (von der DB herausgegebenen) Pro-
spekten über Nachtzüge. Aber ob deren Reichweite wirklich so groß ist?

Robert Weemeyer, Berlin
Hans-Joachim Zierke
2003-10-20 19:53:16 UTC
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Post by Robert Weemeyer
Worauf führst du zurück, dass der Zug sich in Deutschland so schlecht
verkauft?
Beispielsweise fehlt das Talent des Herrn Leister, mit den Flügeln zu
schlagen. Je kleiner die Firma, desto notwendiger ist dies.

Hans-Joachim
--
Post by Robert Weemeyer
Hoffentlich positioniert sie es dort nicht auch noch fixiert.
body { position: bondage } (Steffi Abel)
Ulf Kutzner
2003-10-10 08:27:30 UTC
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Post by Oliver Schnell
Post by Bodo G. Meier
im schwedischen Forum postvagnen ist zu lesen, dass die SJ offenbar nach
dem 14. Dezember nicht mehr an der Weiterführung des Nachtzuges
Berlin<->Malmö in Zusammenarbeit mit GVG interessiert seien.
Am Nachtzug generell oder an der Zusammenarbeit mit GVG.
Post by Bodo G. Meier
Politiker aus der Region Skåne haben sich daher mit einem Brief an die
SJ gewandt, worin eine solche Entscheidung bedauert wird und auf die
Umweltfreundlichkeit der Zugverbindung im Vergleich zu Pkw und Flugzeug
hingewiesen wird. Darüber hinaus sei die Fahrplanlage mit morgendlicher
Ankunft in Berlin sehr günstig für geschäftliche Treffen. Man wolle sich
bemühen, zu einer besseren Ausnutzung der Verbindung beizutragen.
Das Ding würde bedeutend besser laufen, wenn es gen Mitternacht Hamburg
verließe, nach 6 Uhr in Kopenhagen einträfe und vor 7 Uhr in Malmö
wäre. (um 7:14 Uhr gehts weiter nach Stockholm, um 7:05 nach
Göteborg, nur mal so als Beispiel).
Irgenwann in diesem Sommer gab es Stockholm <-> Berlin, allerdings ohne
Fahrplanveröffentlichung.
Post by Oliver Schnell
Gegenrichtung analog mit Ankunft Hamburg gegen 6 Uhr.
Dazu eine Wagengruppe Malmö - Dresden, die saisonal am Wochenende bis/ab
Prag verkehrte und südlich Hamburg in den zeitlich passenden EC
mitgenommen wird.
Magnetgebremste Schlaf- und Liegewagen und eine Änderung des
"Produktbilds EC"...
Post by Oliver Schnell
Damit hätte man nicht nur Berlin (wie heute) sondern
sowohl aus NRW und Rhein/Main eine selbst für Geschäftsreisen taugliche
Übernachtverbindung von/nach Kopenhagen/Südschweden. Und jetzt kommt mir
bitte keiner damit, dass da irgendsoeine blöde Lok, die diesen Zug von
Kopenhagen nach Malmö ziehen könnte, fehlt. Wegen so eines Pups sollte
die Einrichtung eines viele Quell-/Zielmärkte gut verbindenden
Nachtzuges nicht scheitern.
Ich komme damit, daß die endlich eigeführten schwedischen
Großprofilwagen unterwegs anzuecken drohen.

Ulf Kutzner
Oliver Schnell
2003-10-10 08:37:10 UTC
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Post by Ulf Kutzner
Post by Oliver Schnell
Gegenrichtung analog mit Ankunft Hamburg gegen 6 Uhr.
Dazu eine Wagengruppe Malmö - Dresden, die saisonal am Wochenende bis/ab
Prag verkehrte und südlich Hamburg in den zeitlich passenden EC
mitgenommen wird.
Magnetgebremste Schlaf- und Liegewagen und eine Änderung des
"Produktbilds EC"...
Ersteres gibts. Letzteres kann entfallen. Der EC Köln - Paris selig
führte lange Zeit den Schlafwagen Kopenhagen - Paris mit sich.
Post by Ulf Kutzner
Post by Oliver Schnell
Damit hätte man nicht nur Berlin (wie heute) sondern
sowohl aus NRW und Rhein/Main eine selbst für Geschäftsreisen taugliche
Übernachtverbindung von/nach Kopenhagen/Südschweden. Und jetzt kommt mir
bitte keiner damit, dass da irgendsoeine blöde Lok, die diesen Zug von
Kopenhagen nach Malmö ziehen könnte, fehlt. Wegen so eines Pups sollte
die Einrichtung eines viele Quell-/Zielmärkte gut verbindenden
Nachtzuges nicht scheitern.
Ich komme damit, daß die endlich eigeführten schwedischen
Großprofilwagen unterwegs anzuecken drohen.
Was ist dir lieber?

Eine eingestellte Verbindung mit solchen Fahrzeugen oder eine
modifizierte, aber nutzbare mit Fahrzeugen nach UIC-Norm?
--
Oliver Schnell
Ulf Kutzner
2003-10-10 16:50:05 UTC
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Post by Oliver Schnell
Post by Ulf Kutzner
Post by Oliver Schnell
Gegenrichtung analog mit Ankunft Hamburg gegen 6 Uhr.
Dazu eine Wagengruppe Malmö - Dresden, die saisonal am Wochenende bis/ab
Prag verkehrte und südlich Hamburg in den zeitlich passenden EC
mitgenommen wird.
Magnetgebremste Schlaf- und Liegewagen und eine Änderung des
"Produktbilds EC"...
Ersteres gibts. Letzteres kann entfallen. Der EC Köln - Paris selig
führte lange Zeit den Schlafwagen Kopenhagen - Paris mit sich.
Du möchtest die Liegewagen streichen?
Post by Oliver Schnell
Post by Ulf Kutzner
Post by Oliver Schnell
Damit hätte man nicht nur Berlin (wie heute) sondern
sowohl aus NRW und Rhein/Main eine selbst für Geschäftsreisen taugliche
Übernachtverbindung von/nach Kopenhagen/Südschweden. Und jetzt kommt mir
bitte keiner damit, dass da irgendsoeine blöde Lok, die diesen Zug von
Kopenhagen nach Malmö ziehen könnte, fehlt. Wegen so eines Pups sollte
die Einrichtung eines viele Quell-/Zielmärkte gut verbindenden
Nachtzuges nicht scheitern.
Ich komme damit, daß die endlich eigeführten schwedischen
Großprofilwagen unterwegs anzuecken drohen.
Was ist dir lieber?
Eine eingestellte Verbindung mit solchen Fahrzeugen oder eine
modifizierte, aber nutzbare mit Fahrzeugen nach UIC-Norm?
Ich weiß nicht, wie hoch der Anteil der nichtsaisonalen Dresdenfahrer ab
Malmö ist.
Ich hielte es für fatal, die Ankunft in Berlin unzumutbar früh zu legen.
Unzumutbar früh für Umsteiger wäre auch unzumutbar früh für
Zielankömmlinge.

Ulf Kutzner
Oliver Schnell
2003-10-10 18:28:49 UTC
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Post by Ulf Kutzner
Post by Oliver Schnell
Post by Ulf Kutzner
Post by Oliver Schnell
Gegenrichtung analog mit Ankunft Hamburg gegen 6 Uhr.
Dazu eine Wagengruppe Malmö - Dresden, die saisonal am Wochenende bis/ab
Prag verkehrte und südlich Hamburg in den zeitlich passenden EC
mitgenommen wird.
Magnetgebremste Schlaf- und Liegewagen und eine Änderung des
"Produktbilds EC"...
Ersteres gibts. Letzteres kann entfallen. Der EC Köln - Paris selig
führte lange Zeit den Schlafwagen Kopenhagen - Paris mit sich.
Du möchtest die Liegewagen streichen?
Wie kommst du denn da drauf? Sollte es die nur ohne Mg geben?
Im genannten Beispiel war es jedoch ausschließlich ein WLABm 33 der DB.
Post by Ulf Kutzner
Post by Oliver Schnell
Post by Ulf Kutzner
Post by Oliver Schnell
Damit hätte man nicht nur Berlin (wie heute) sondern
sowohl aus NRW und Rhein/Main eine selbst für Geschäftsreisen taugliche
Übernachtverbindung von/nach Kopenhagen/Südschweden. Und jetzt kommt mir
bitte keiner damit, dass da irgendsoeine blöde Lok, die diesen Zug von
Kopenhagen nach Malmö ziehen könnte, fehlt. Wegen so eines Pups sollte
die Einrichtung eines viele Quell-/Zielmärkte gut verbindenden
Nachtzuges nicht scheitern.
Ich komme damit, daß die endlich eigeführten schwedischen
Großprofilwagen unterwegs anzuecken drohen.
Was ist dir lieber?
Eine eingestellte Verbindung mit solchen Fahrzeugen oder eine
modifizierte, aber nutzbare mit Fahrzeugen nach UIC-Norm?
Ich weiß nicht, wie hoch der Anteil der nichtsaisonalen Dresdenfahrer ab
Malmö ist.
Ich hielte es für fatal, die Ankunft in Berlin unzumutbar früh zu legen.
Unzumutbar früh für Umsteiger wäre auch unzumutbar früh für
Zielankömmlinge.
Ich nannte für Hamburg Nord-Süd-Richtung eine Ankunft gegen 6 Uhr.
Demzufolge erfolgte in Berlin keine unzumutbar frühe Ankunft.
Nur die Zeit in Prag zwischen Ankunft und Rückleistung wäre etwas knapp.
--
Oliver Schnell
Ulf Kutzner
2003-10-13 08:58:31 UTC
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Post by Oliver Schnell
Post by Ulf Kutzner
Post by Oliver Schnell
Post by Ulf Kutzner
Post by Oliver Schnell
Gegenrichtung analog mit Ankunft Hamburg gegen 6 Uhr.
Dazu eine Wagengruppe Malmö - Dresden, die saisonal am Wochenende bis/ab
Prag verkehrte und südlich Hamburg in den zeitlich passenden EC
mitgenommen wird.
Magnetgebremste Schlaf- und Liegewagen und eine Änderung des
"Produktbilds EC"...
Ersteres gibts. Letzteres kann entfallen. Der EC Köln - Paris selig
führte lange Zeit den Schlafwagen Kopenhagen - Paris mit sich.
Du möchtest die Liegewagen streichen?
Wie kommst du denn da drauf? Sollte es die nur ohne Mg geben?
Im genannten Beispiel war es jedoch ausschließlich ein WLABm 33 der DB.
Liegewagen passen nicht ins "EC-Produktbild".

Ulf Kutzner
Oliver Schnell
2003-10-15 08:33:06 UTC
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Post by Ulf Kutzner
Post by Oliver Schnell
Wie kommst du denn da drauf? Sollte es die nur ohne Mg geben?
Im genannten Beispiel war es jedoch ausschließlich ein WLABm 33 der DB.
Liegewagen passen nicht ins "EC-Produktbild".
Der muss dem von dir so hoch gehaltenen Produktbild in keinster Weise
abträglich sein. Man führe so eine Schlaf-/Liegewagengruppe an einem
EC123 ganz locker als eigenen Nachzug 50123 oder ähnlich führen.
Wo liegt da das Problem außer darin, dass du eines sehen möchtest?
--
Oliver Schnell
Ulf Kutzner
2003-10-15 08:55:43 UTC
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Post by Oliver Schnell
Post by Ulf Kutzner
Liegewagen passen nicht ins "EC-Produktbild".
Der muss dem von dir so hoch gehaltenen Produktbild in keinster Weise
abträglich sein. Man führe so eine Schlaf-/Liegewagengruppe an einem
EC123 ganz locker als eigenen Nachzug 50123 oder ähnlich führen.
Wo liegt da das Problem außer darin, dass du eines sehen möchtest?
Ist das jetzt mein Produktbild oder wie?

Ulf Kutzner
Oliver Schnell
2003-10-15 09:58:46 UTC
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Post by Ulf Kutzner
Post by Oliver Schnell
Post by Ulf Kutzner
Liegewagen passen nicht ins "EC-Produktbild".
Der muss dem von dir so hoch gehaltenen Produktbild in keinster Weise
abträglich sein. Man führe so eine Schlaf-/Liegewagengruppe an einem
EC123 ganz locker als eigenen Nachzug 50123 oder ähnlich führen.
Wo liegt da das Problem außer darin, dass du eines sehen möchtest?
Ist das jetzt mein Produktbild oder wie?
Scheint so. Oder steht in irgendeiner Beschreibung des EC seitens DB oder einer
anderen Bahngesellschaft, die einen Eurocity betreibt, das Mitführen von
Liegewagen sei verboten?
--
Oliver Schnell
Ulf Kutzner
2003-10-15 17:17:45 UTC
Antworten
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Post by Oliver Schnell
Post by Ulf Kutzner
Post by Oliver Schnell
Post by Ulf Kutzner
Liegewagen passen nicht ins "EC-Produktbild".
Der muss dem von dir so hoch gehaltenen Produktbild in keinster Weise
abträglich sein. Man führe so eine Schlaf-/Liegewagengruppe an einem
EC123 ganz locker als eigenen Nachzug 50123 oder ähnlich führen.
Wo liegt da das Problem außer darin, dass du eines sehen möchtest?
Ist das jetzt mein Produktbild oder wie?
Scheint so. Oder steht in irgendeiner Beschreibung des EC seitens DB oder einer
anderen Bahngesellschaft, die einen Eurocity betreibt, das Mitführen von
Liegewagen sei verboten?
Ich meine in der Tat, daß dem so war oder ist, mindestens in der
Variante "hochgradig unerwünscht". Erggogeln kann ich aber nichts
Passendes.

Ulf Kutzner
Johannes Picht
2003-10-15 19:40:41 UTC
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'nabend!
Post by Ulf Kutzner
[Produktbilder]
Scheint so. Oder steht in irgendeiner Beschreibung des EC seitens DB oder einer
anderen Bahngesellschaft, die einen Eurocity betreibt, das Mitführen von
Liegewagen sei verboten?
Ich meine in der Tat, daß dem so war oder ist, mindestens in der
Variante "hochgradig unerwünscht". Erggogeln kann ich aber nichts
Passendes.
Die Schlafwagen aus Kopenhagen/Berlin/Moskau/Warschau im EC nach Paris
waren dann auch hochgradige Einbildung?

... fragt sich

Johannes.
Ulf Kutzner
2003-10-16 07:56:24 UTC
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Moin,
Post by Johannes Picht
Post by Ulf Kutzner
[Produktbilder]
Scheint so. Oder steht in irgendeiner Beschreibung des EC seitens DB oder einer
anderen Bahngesellschaft, die einen Eurocity betreibt, das Mitführen von
Liegewagen sei verboten?
Ich meine in der Tat, daß dem so war oder ist, mindestens in der
Variante "hochgradig unerwünscht". Erggogeln kann ich aber nichts
Passendes.
Die Schlafwagen aus Kopenhagen/Berlin/Moskau/Warschau im EC nach Paris
waren dann auch hochgradige Einbildung?
Wenn es sich bei diesen Schlafwagen um Liegewagen hahandelt haben
sollte, ja.

Gruß, ULF
Johannes Picht
2003-10-16 19:34:19 UTC
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'nabend!
Post by Ulf Kutzner
Moin,
Post by Johannes Picht
Post by Ulf Kutzner
[Produktbilder]
Scheint so. Oder steht in irgendeiner Beschreibung des EC seitens DB oder einer
anderen Bahngesellschaft, die einen Eurocity betreibt, das Mitführen von
Liegewagen sei verboten?
Ich meine in der Tat, daß dem so war oder ist, mindestens in der
Variante "hochgradig unerwünscht". Erggogeln kann ich aber nichts
Passendes.
Die Schlafwagen aus Kopenhagen/Berlin/Moskau/Warschau im EC nach Paris
waren dann auch hochgradige Einbildung?
Wenn es sich bei diesen Schlafwagen um Liegewagen hahandelt haben
sollte, ja.
Ertappt.

Aber zwei Exzentriker habe ich noch gefunden:

1) Laut SNCF liefen zum Bleistift im Winter 92/93 die Talgos von Paris
nach Madrid und Barcelona als EC, Zugbildung jede Menge WL und
Speisewagen; die T4 vielleicht knapp an der Grenze zum Liegewagen.

2) Sommer 91, EC290/291 "Alfred Nobel" Hamburg - Stockholm u.z.
In der Schwachlastzeit 2 WL und 4 Bc nach Stockholm, 1 WL und 2 Bc nach
Oslo, 1 Bm nach Puttgarden, bei Hochbetrieb 2 Bc nach Stockholm, 1 Bc
nach Oslo zusätzlich.

Johannes.
Ulf Kutzner
2003-10-17 20:20:46 UTC
Antworten
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N'Abend,
Post by Johannes Picht
Post by Ulf Kutzner
[Produktbilder]
Scheint so. Oder steht in irgendeiner Beschreibung des EC seitens DB oder einer
anderen Bahngesellschaft, die einen Eurocity betreibt, das Mitführen von
Liegewagen sei verboten?
Ich meine in der Tat, daß dem so war oder ist, mindestens in der
Variante "hochgradig unerwünscht". Erggogeln kann ich aber nichts
Passendes.
2) Sommer 91, EC290/291 "Alfred Nobel" Hamburg - Stockholm u.z.
In der Schwachlastzeit 2 WL und 4 Bc nach Stockholm, 1 WL und 2 Bc nach
Oslo, 1 Bm nach Puttgarden, bei Hochbetrieb 2 Bc nach Stockholm, 1 Bc
nach Oslo zusätzlich.
Wurde der nicht baldigst wieder abgestuft?

Gruß, ULF
Johannes Picht
2003-10-20 19:02:51 UTC
Antworten
Permalink
'nabend!
[Nacht-ECs]
... gab es auch zwischen Frankreich und Italien.
Post by Johannes Picht
2) Sommer 91, EC290/291 "Alfred Nobel" Hamburg - Stockholm u.z.
In der Schwachlastzeit 2 WL und 4 Bc nach Stockholm, 1 WL und 2 Bc nach
Oslo, 1 Bm nach Puttgarden, bei Hochbetrieb 2 Bc nach Stockholm, 1 Bc
nach Oslo zusätzlich.
Wurde der nicht baldigst wieder abgestuft?
Mag es sein, daß die EC-Definition mal geändert wurde?

Aus der "Bundesbahn" von 1987:

| Gohlke sagte dazu: "Das sind grenzüberschreitende Qualitätszüge,
| die 20 Qualitätskriterien hinsichtlich Fahrplan, Komfort, Service
| und Sauberkeit erfüllen müssen". Durch den Bereich der Deutschen
| Bundesbahn sollen künftig 31 Tages- und zwei Nachtzugpaare fahren,
| die 60 Bahnhöfe im Bundesgebiet bedienen.

Keine weitere Einschränkung, keine Bedenken.

Irgendwann ist dann ja die Qualitätsmarke "Euronight" eingeführt worden,
die Skandinavier sind mit IN und INN ihre eigenen Wege gegangen.

Johanes.
Christoph Muenzing
2003-10-20 22:39:14 UTC
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Post by Johannes Picht
Irgendwann ist dann ja die Qualitätsmarke "Euronight" eingeführt worden,
die Skandinavier sind mit IN und INN ihre eigenen Wege gegangen.
Was unterschied das eigentlich vom EC? Meine damalige (ist schon mehr als
10 Jahre her) Erklärung war, daß man das innerskandinavische Ausland
weniger als Ausland ansah als das Ausland in Kontinentaleuropa ;-)

Gruß,
Christoph
tobias b koehler
2003-10-21 09:45:10 UTC
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Post by Johannes Picht
Irgendwann ist dann ja die Qualitätsmarke "Euronight" eingeführt worden,
die Skandinavier sind mit IN und INN ihre eigenen Wege gegangen.
Der EC Nacht wurde zum EuroNight.
Von IN und INN habe ich in Dänemark gehört, der gleiche zug wurde
aber in Schweden als "Regionalzug" geführt ....
--
tobias benjamin köhler ____________________________ ***@uncia.de
_________ ______________ ______________ ______________ __>_____
========H|H============H|H============H|H============H|=H=====`)
------oo-^-oo--------oo-^-oo--------oo-^-oo--------oo-^o-o--o-o=
tobias b koehler
2003-10-13 09:07:16 UTC
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Post by Oliver Schnell
Post by Ulf Kutzner
Du möchtest die Liegewagen streichen?
Wie kommst du denn da drauf? Sollte es die nur ohne Mg geben?
Druckdichte, mehrspannungsfähige /LIEGEWAGEN/ für 200 km/h
gibt es schon in der zweiten generation bei der ÖBB. Dunakeszi/
SGP werden aber sicher gerne welche nachproduzieren, wenn sich
nachfrager finden.
Post by Oliver Schnell
Post by Ulf Kutzner
Ich hielte es für fatal, die Ankunft in Berlin unzumutbar früh zu legen.
Unzumutbar früh für Umsteiger wäre auch unzumutbar früh für
Zielankömmlinge.
In Lichtenberg oder Charlottenburg wird sich ein ankunftbahnsteig
zum ausschlafen für eine wagengruppe aus minimal je einem schlaf-
und liegewagen finden lassen.
--
tobias benjamin köhler ____________________________ ***@uncia.de
_________ ______________ ______________ ______________ __>_____
========H|H============H|H============H|H============H|=H=====`)
------oo-^-oo--------oo-^-oo--------oo-^-oo--------oo-^o-o--o-o=
Bodo G. Meier
2003-10-14 12:54:35 UTC
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Hei
Post by Ulf Kutzner
Irgenwann in diesem Sommer gab es Stockholm <-> Berlin, allerdings ohne
Fahrplanveröffentlichung.
Wie findest Du solche dem gemeinen Publikum offenbar nicht zugänglich
gemachten Informationen eigentlich? WIMRE ist das nun schon das zweite
Mal, dass ich nachträglich von Dir von einer für mich interessanten
Zugverbindung erfahre.
Du weisst nicht zufällig, ob der Nachtzug Malmö-Storlien auch in dieser
Saison wieder Extratouren fährt, die im normalen SJ-Fahrplan nicht
aufgeführt sind? Oder Berlin-Stockholm so etwa Mitte Dezember?

Gruss, Bodo
--
Bodo G. Meier * dr. rer. nat. * Trondheim * Norway
URL: http://home.c2i.net/bmeier
Ulf Kutzner
2003-10-15 08:24:50 UTC
Antworten
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Post by Bodo G. Meier
Irgendwann in diesem Sommer gab es Stockholm <-> Berlin, allerdings ohne
Fahrplanveröffentlichung.
Wie findest Du solche dem gemeinen Publikum offenbar nicht zugänglich
gemachten Informationen eigentlich? WIMRE ist das nun schon das zweite
Mal, dass ich nachträglich von Dir von einer für mich interessanten
Zugverbindung erfahre.
Wird nachträglich bei lok-report.de zu lesen gewesen sein.
Post by Bodo G. Meier
Du weisst nicht zufällig, ob der Nachtzug Malmö-Storlien auch in dieser
Saison wieder Extratouren fährt,
Vermute es, habe aber noch keine gefunden.
Post by Bodo G. Meier
die im normalen SJ-Fahrplan nicht
aufgeführt sind? Oder Berlin-Stockholm so etwa Mitte Dezember?
Kaum.
Ulf Kutzner
2003-11-14 17:02:25 UTC
Antworten
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Post by Bodo G. Meier
Du weisst nicht zufällig, ob der Nachtzug Malmö-Storlien auch in dieser
Saison wieder Extratouren fährt, die im normalen SJ-Fahrplan nicht
aufgeführt sind?
Storlien - Malmö fährt wieder zwischen Mitte Dezember und April auf dem
Weg über Stockholm. Die Zuganschlüsse von Trondheim sind bescheiden.
In der Gegenrichtung klappt die Verbindung recht gut: 16:55 - 11:55.

Fehlt nur noch die Verlängerung nach Trelleborg...

Gruß, ULF
Bodo G. Meier
2003-11-14 21:28:24 UTC
Antworten
Permalink
Post by Ulf Kutzner
Post by Bodo G. Meier
Du weisst nicht zufällig, ob der Nachtzug Malmö-Storlien auch in dieser
Saison wieder Extratouren fährt, die im normalen SJ-Fahrplan nicht
aufgeführt sind?
Storlien - Malmö fährt wieder zwischen Mitte Dezember und April auf dem
Weg über Stockholm. Die Zuganschlüsse von Trondheim sind bescheiden.
um nicht zu sagen: besch*****. :-((
Post by Ulf Kutzner
In der Gegenrichtung klappt die Verbindung recht gut: 16:55 - 11:55.
Genau. Deswegen habe ich hier auch schon die Reservierung für zwei
Bettplätze im Double für eben diesen Zug am 11. Dez. liegen. Auch vom
"Reisebüro meines Vertrauens" in Kiel. Zusammen 62 Euro mit Scanrail.
Den Zug erwarte ich "frisch gewaschen und gebügelt", wird es doch die
erste Fahrt der Garnitur in dieser Saison sein. ;-)
Post by Ulf Kutzner
Fehlt nur noch die Verlängerung nach Trelleborg...
...und von/nach Trondheim!

Gruss, Bodo
--
Bodo G. Meier * dr. rer. nat. * Trondheim * Norway
URL: http://home.c2i.net/bmeier
Xelax
2003-10-10 06:46:35 UTC
Antworten
Permalink
Post by Bodo G. Meier
im schwedischen Forum postvagnen ist zu lesen, dass die SJ offenbar nach
dem 14. Dezember nicht mehr an der Weiterführung des Nachtzuges
Berlin<->Malmö in Zusammenarbeit mit GVG interessiert seien.
Dumme Frage : warum überhaupt gibt's immer noch diesen Zug, wenn die
Verbindung über Hamburg und die Øresund-Brücke nun möglich ist? Der
Betrieb von der Ostseefähren muss sicher teurer als den Umweg und die
Brückengebühren - und die Nachtstunden sind jedenfalls kein "prime time"
Stunden. Ausserdem schläft man nicht so gut bei der Schiffsbeladung; ich
wurde jedes Mal geweckt während solche Reise. Einmal auf Rostock-Rodby
war es mir wirklich klaustrophobisch - mein Schlaf war aber sowieso
schon durch die Grenzkontrollen verdorben. Ich habe mich um 4 Uhr
angezogen und ging im Schiffsrestaurant.

Ich hoffe jedoch, diese Verbindung testen zu können. Ich hatte etwas für
Anfang 2004 geplant.

Alexandre
Ulf Kutzner
2003-10-10 08:29:53 UTC
Antworten
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Post by Xelax
Post by Bodo G. Meier
im schwedischen Forum postvagnen ist zu lesen, dass die SJ offenbar nach
dem 14. Dezember nicht mehr an der Weiterführung des Nachtzuges
Berlin<->Malmö in Zusammenarbeit mit GVG interessiert seien.
Dumme Frage : warum überhaupt gibt's immer noch diesen Zug, wenn die
Verbindung über Hamburg und die Øresund-Brücke nun möglich ist?
Meines Wissens gibt es noch immer keine Reisezuglokomotiven mit
dänischer, schwedischer und Öresundzulassung.
Post by Xelax
Der
Betrieb von der Ostseefähren muss sicher teurer als den Umweg und die
Brückengebühren - und die Nachtstunden sind jedenfalls kein "prime time"
Stunden. Ausserdem schläft man nicht so gut bei der Schiffsbeladung; ich
wurde jedes Mal geweckt während solche Reise. Einmal auf Rostock-Rodby
war es mir wirklich klaustrophobisch - mein Schlaf war aber sowieso
schon durch die Grenzkontrollen verdorben.
Da wurde Dein Schiff ganz heftig umgeleitet...

Gruß, ULF
Xelax
2003-10-10 14:22:22 UTC
Antworten
Permalink
Post by Ulf Kutzner
Post by Xelax
Einmal auf Rostock-Rodby
war es mir wirklich klaustrophobisch - mein Schlaf war aber sowieso
schon durch die Grenzkontrollen verdorben.
Da wurde Dein Schiff ganz heftig umgeleitet...
Oups ! Ich meinte Gedser !

Alexandre
Bodo G. Meier
2003-10-10 09:22:48 UTC
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Post by Xelax
Post by Bodo G. Meier
im schwedischen Forum postvagnen ist zu lesen, dass die SJ offenbar nach
dem 14. Dezember nicht mehr an der Weiterführung des Nachtzuges
Berlin<->Malmö in Zusammenarbeit mit GVG interessiert seien.
Dumme Frage : warum überhaupt gibt's immer noch diesen Zug, wenn die
Verbindung über Hamburg und die Øresund-Brücke nun möglich ist?
Gegenfrage: warum fahren die EC Hamburg-København immer noch über
Puttgarden-Rødby?
Wenn ich mir das auf einer Karte anschaue, dann ist der Weg über
Hamburg-Flensburg-Grosser Belt doch kilometermässig in ziemlicher Umweg.
Ich habe aber keine Ahnung, wie hoch die Trassenpreise im Vergleich zur
Trajektierung der Wagen Sassnitz-Trelleborg sind.
Post by Xelax
Der
Betrieb von der Ostseefähren muss sicher teurer als den Umweg und die
Brückengebühren
Die Ostseefähren werden ja nicht nur wegen der Personenzüge betrieben.
Als ich im letzten Dezember morgens in Trelleborg war, wurden neben dem
Berlin-Night-Express auch eine nicht unerhebliche Zahl von Güterwaggons
und natürlich auch Lkw von der Fähre entladen.
Post by Xelax
Einmal auf Rostock-Rodby
Rostock-Gedser oder Puttgarden-Rødby?
Post by Xelax
mein Schlaf war aber sowieso
schon durch die Grenzkontrollen verdorben.
In welchem Jahr war das?

Keine Ahnung, ob und wie heute in einem grenzüberschreitenden Nachtzug
nach/von DK oder S kontrolliert wird.
Meine Erfahrungen beschränken sich auf den EC von HH nach København bzw.
Malmö. In den letzten Jahren stieg in Lübeck immer eine "Gang aus
Zoll-Zivilunken" ein, die ganz gezielt "die üblichen Verdächtigen"
(Hautfarbe, Haarfarbe, Bart, Kleidung) kontrolliert haben.
Erwartungsgemäss haben die nicht mal einen Stempel für Zollpapiere
dabei, dafür aber Knarre und Handfesseln. :-(
Einmal hat auch der dänische Zoll in Rødby den EC durchwühlt und alle
Klappen und Türen geöffnet. Ich glaube, Passpolizei war auch dabei.

Die bisher heftigste innerskandinavische Kontrolle habe ich im Nachtzug
København-Oslo/Stockholm erlebt, 1998 oder 1999(?). Da haben erst die
Dänen nach der Abfahrt in København kontrolliert und kaum war der Zug in
Helsingør, stürmte ein Schwarm von schwedischen Pass- und ZollbeamtInnen
den Zug, sogar unter den Zug, Schnüffelhunde natürlich auch dabei.
Sämtliches Reisegepäck wurde den einzelnen Reisenden zugeordnet, sogar
gleich mehrmals, und mit Kreidekreuzen markiert und dazu noch Fragen
über Fragen und stichprobenweises Öffnen von Gepäckstücken. Eine
Reisende wurde halb im Gang, halb in der Toilette leibesvisitiert. Das
Spektakel dauerte die ganze Überfahrt nach Helsingborg und ging IIRC
noch in Helsingborg F weiter.

Als der genannte Nachtzug dann nur noch von/nach Malmö fuhr, habe ich
einmal erlebt, dass der Bahnsteig, auf dem gerade der späte EC von
Hamburg eingefahren war, komplett von einer Reihe von ca. 10
schwedischen BeamtenInnen "abgeriegelt" war. Mich haben sie aber in Ruhe
gelassen, mein Karton mit einem 19"-Bildschirm drin war wohl
unverdächtig auffällig. ;-))
Unangenehm war in diesem Zug dann die Kontrolle zu nachtschlafender Zeit
durch den norwegischen Zoll in seiner zwanghaften Suche nach
überschrittenen Zollfreiquoten an Allohol und Zigaretten. :-(( Mit
typisch norwegischem "smalltalk" wurde erst eine Viertelstunde nach dem
woher, wohin, warum, weshalb gefragt und um den heissen Brei geredet,
bis dann endlich die "erlösenden Frage" kam: hast Du Alkohol dabei. ;-)
Manchmal kamen die aber auch gar nicht oder standen erst bei Ankunft in
Oslo S auf dem Bahnsteig. Mit besagtem Karton wurde ich damals auch von
zwei Zivilfahndern mit Cocker-Spaniel in Oslo S angehalten. Aber da ich
die Quittung und ausserdem meinen legalen Alk sofort zur Hand hatte, war
ich nach ca. 2 Minuten wieder "frei".

Wo ich das hier so schreibe fällt mir auf, dass ich mich kaum an
Kontrollen bei der Reiserichtung Norwegen-Schweden-Deutschland in den
letzten Jahren erinnern kann. Durch die beiden Wagen des damals noch
verkehrenden IR Malmö-Berlin-Leipzig gingen im November 2000 nach der
Ausschiffung in Sassnitz-Mukran einige deutsche Beamte und
kontrollierten die Ausweise/Pässe. In den 80ern fragte mich mal ein
deutscher Beamter beim Verlassen der Fähre in Puttgarden, ob ich
"Literatur" dabei hätte. Ich musste lachen und fragte, ob er
Pornographie meine. Nein, nationalsozialistische Propaganda. Da war ich
echt sauer! Muss ich damals ausgesehen haben... ;-((

Gruss, Bodo
--
Bodo G. Meier * dr. rer. nat. * Trondheim * Norway
URL: http://home.c2i.net/bmeier
Xelax
2003-10-10 18:23:46 UTC
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Post by Bodo G. Meier
Post by Xelax
Post by Bodo G. Meier
im schwedischen Forum postvagnen ist zu lesen, dass die SJ offenbar nach
dem 14. Dezember nicht mehr an der Weiterführung des Nachtzuges
Berlin<->Malmö in Zusammenarbeit mit GVG interessiert seien.
Dumme Frage : warum überhaupt gibt's immer noch diesen Zug, wenn die
Verbindung über Hamburg und die Øresund-Brücke nun möglich ist?
Gegenfrage: warum fahren die EC Hamburg-København immer noch über
Puttgarden-Rødby?
Wenn ich mir das auf einer Karte anschaue, dann ist der Weg über
Hamburg-Flensburg-Grosser Belt doch kilometermässig in ziemlicher Umweg.
Ich habe aber keine Ahnung, wie hoch die Trassenpreise im Vergleich zur
Trajektierung der Wagen Sassnitz-Trelleborg sind.
Post by Xelax
Der
Betrieb von der Ostseefähren muss sicher teurer als den Umweg und die
Brückengebühren
Die Ostseefähren werden ja nicht nur wegen der Personenzüge betrieben.
Als ich im letzten Dezember morgens in Trelleborg war, wurden neben dem
Berlin-Night-Express auch eine nicht unerhebliche Zahl von Güterwaggons
und natürlich auch Lkw von der Fähre entladen.
Post by Xelax
Einmal auf Rostock-Rodby
Rostock-Gedser oder Puttgarden-Rødby?
Post by Xelax
mein Schlaf war aber sowieso
schon durch die Grenzkontrollen verdorben.
In welchem Jahr war das?
1988, von (West-)Berlin nach Kopenhagen. Diese Nacht war sowieso
unvergesslich.
Post by Bodo G. Meier
In den letzten Jahren stieg in Lübeck immer eine "Gang aus
Zoll-Zivilunken" ein, die ganz gezielt "die üblichen Verdächtigen"
(Hautfarbe, Haarfarbe, Bart, Kleidung) kontrolliert haben.
Erwartungsgemäss haben die nicht mal einen Stempel für Zollpapiere
dabei, dafür aber Knarre und Handfesseln. :-(
Ich habe in der achtziger Jahren in einem IC von Amsterdam beobachtet,
wie eine kleine Truppe von (damals west-) deutschen Grenzbeamten den
Koffer von einem Schweizer mit Geduld durchgesucht haben. Vergeblich.
Der Typ hat mir später erklärt, dass für die Beamten galt die Gleichung
: "Schweizer in Holland = Kiffer"... Es hat mich überrascht, dass sie
mich überhaupt nicht angeschaut hatten - nicht einmal mein Pass!

Alexandre
Tor-Einar Jarnbjo
2003-10-11 22:42:43 UTC
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Post by Bodo G. Meier
Gegenfrage: warum fahren die EC Hamburg-København immer noch über
Puttgarden-Rødby?
Wenn ich mir das auf einer Karte anschaue, dann ist der Weg über
Hamburg-Flensburg-Grosser Belt doch kilometermässig in ziemlicher Umweg.
Was willst du hier eigentlich fragen? :)

Die EC-Züge Hamburg-Kopenhagen fahren wahrscheinlich über Puttgarden-Rødby
weil das trotz Fährüberfahrt etwa eine Stunde schneller ist als über
Flensburg. Der EC Hamburg-Aarhus hat ja in Kolding Anschluss an einem IC
nach Kopenhagen und bei 6 Minuten Zeit beim Umsteigen braucht die Variante
etwa 5:30 gegenüber 4:30 über Fehmarn.

Gruß, Tor
Bodo G. Meier
2003-10-14 08:42:53 UTC
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Post by Bodo G. Meier
im schwedischen Forum postvagnen ist zu lesen, dass die SJ offenbar nach
dem 14. Dezember nicht mehr an der Weiterführung des Nachtzuges
Berlin<->Malmö in Zusammenarbeit mit GVG interessiert seien.
[...]

Einer der Regulars des postvagnen hat einen Brief an die SJ geschrieben,
in welchem er sich über die evtl. Einstellung des Berlin-Night-Express
beklagte. Er erhielt darauf sinngemäss folgende Antwort:
Die SJ werden sich aus der Zusammenarbeit [mit GVG] zurückziehen und im
Augenblick finden Verhandlungen statt, welches/welche Unternehmen
stattdessen den Berlin-Night-Express weiterführen wird. Eine
Entscheidung wird voraussichtlich bereits in der nächsten Woche fallen.
Voraussichtlich werden Buchungen für diesen Zug auch noch nicht möglich
sein, wenn die SJ am 20. Oktober mit den Reservierungen für den
Weihnachtsverkehr beginnen. Sowie die Verhandlungen abgeschlossen sind,
wird der Zug in das Buchungssystem aufgenommen werden.
Quelle: http://f15.parsimony.net/forum25608/messages/281217.htm

Man darf also gespannt sein, ob dieser Zug nach dem Fahrplanwechsel am
14. Dezember überhaupt noch auf den Schienen zu finden sein wird.

Gruss, Bodo
--
Bodo G. Meier * dr. rer. nat. * Trondheim * Norway
URL: http://home.c2i.net/bmeier
Oliver Schnell
2003-10-15 08:35:04 UTC
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Post by Bodo G. Meier
Die SJ werden sich aus der Zusammenarbeit [mit GVG] zurückziehen und im
Augenblick finden Verhandlungen statt, welches/welche Unternehmen
stattdessen den Berlin-Night-Express weiterführen wird.
Man darf also gespannt sein, ob dieser Zug nach dem Fahrplanwechsel am
14. Dezember überhaupt noch auf den Schienen zu finden sein wird.
Nö, lt. deinem Zitat aus deisem SJ-Statement lautet die Farge nicht
"ob", sondern "wer".
--
Oliver Schnell
Bodo G. Meier
2003-10-15 18:13:44 UTC
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Post by Oliver Schnell
Post by Bodo G. Meier
Die SJ werden sich aus der Zusammenarbeit [mit GVG] zurückziehen und im
Augenblick finden Verhandlungen statt, welches/welche Unternehmen
stattdessen den Berlin-Night-Express weiterführen wird.
Man darf also gespannt sein, ob dieser Zug nach dem Fahrplanwechsel am
14. Dezember überhaupt noch auf den Schienen zu finden sein wird.
Nö, lt. deinem Zitat aus deisem SJ-Statement lautet die Farge nicht
"ob", sondern "wer".
Nicht, dass ich das hier herbeirufen möchte, aber auch laufende und
bereits weitgediehene Verhandlungen können noch "platzen"...

Gruss, Bodo
--
Bodo G. Meier * dr. rer. nat. * Trondheim * Norway
URL: http://home.c2i.net/bmeier
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