Discussion:
BUE-Unfall auf Strecke Paderborn - Hannover durch Kameraueberwachung verhindert
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Steve Schreiber
2003-07-01 20:23:58 UTC
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Hallo,

der WDR meldet unter
http://www.wdr.de/themen/panorama/unfall/bus_luegde/index.jhtml;jsessionid=EHKG3BRT5401NFO1YOCUTIQ:



"Bus wurde unter Bahnschranke eingeklemmt

Fahrdienstleiter stoppte herannahenden Zug

Glück im Unglück für 107 Erntehelfer aus Polen: Als sie am Montagabend
(30.06.03) mit einem Bus in ihr Nachtquartier gebracht wurden, blieb
der Bus beim Überqueren einer Bahnstrecke unter einer Schranke
stecken. Doch ein Bahnmitarbeiter konnte ein Unlück verhindern.

Während der Bus die Schienen langsam überquerte, senkten sich die
Schranken und klemmten den Bus ein. Bei dem Bus handelt es sich um
einen über 16 Meter langen Gelenkbus. Der Fahrer war nach
Polizeiangaben langsam über die Schienen gefahren, damit der Bus nicht
auf den Bodenwellen aufsetzt.

Aus Panik vor einem herannahenden Personenzug schlugen die Passagiere
vier Fenster mit Nothämmern ein und flüchteten aus dem Bus. Wie die
Polizei mitteilte, verletzten sich sieben Männer und Frauen beim
Sprung durch die Fenster.


Bahnmitarbeiter verhindert Katastrophe

Der zuständige Fahrdienstleiter der Deutschen Bahn AG stoppte den
herannahenden Zug in Bad Pyrmont. Er hatte auf einem Bildschirm die
Situation auf dem kameraüberwachten Bahnübergang beobachtet. So konnte
der Bus die Gleise verlassen, bevor es zu einer Katastrophe kam.

Ein Bahnsprecher kritisierte unterdessen den Busfahrer. Dieser sei
trotz mehrerer Lichtwarnzeichen auf den Bahnübergang gefahren. Der
Bahnübergang gehört zu einer zweigleisigen Hauptstrecke, die die
beiden Bundesländer Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen verbindet."


Der Bericht scheint sogar ganz brauchbar zu sein, sogar der Begriff
"Fahrdienstleiter" wird richtig verwendet, es wird nich etwa von einem
"Schaffner" gesprochen. ;-) Genauer gesagt wird der Fdl die Ausfahrt
des Zuges in Bad Pyrmont gar nicht erst gestellt haben, nach meinem
Kenntnisstand erfolgt bei kameraüberwachten Bahnübergängen die
Fahrtstellung des zugehörigen Hauptsignals ja erst nach Bestätigung
durch den Fdl.




Steve
Andreas Pothe
2003-07-01 20:34:52 UTC
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Post by Steve Schreiber
Der zuständige Fahrdienstleiter der Deutschen Bahn AG stoppte den
herannahenden Zug in Bad Pyrmont. Er hatte auf einem Bildschirm die
Situation auf dem kameraüberwachten Bahnübergang beobachtet. So konnte
der Bus die Gleise verlassen, bevor es zu einer Katastrophe kam.
Dem Bericht nach handelt es sich damit um einen der BÜs in Lügde (Westf.),
was m. W. aus Bad Pyrmont, also aus Niedersachsen, gesteuert wird.

Für denjenigen, der keine Ortskenntnis hat: Bad Pyrmont und Lügde gehen
mittlerweile direkt ineinander über, ein Teil Bad Pyrmonts liegt sogar auf
NRW-Boden (z. B. Teile des Bahnhofs).

Gruß
Andreas
--
Software für Ihr Hobby, z. B. Münzenverwaltung
http://www.pothe.de * http://www.muenze-online.de
Ulf Kutzner
2003-07-02 07:57:01 UTC
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Post by Steve Schreiber
"Bus wurde unter Bahnschranke eingeklemmt
Fahrdienstleiter stoppte herannahenden Zug
Glück im Unglück für 107 Erntehelfer aus Polen: Als sie am Montagabend
(30.06.03) mit einem Bus in ihr Nachtquartier gebracht wurden, blieb
der Bus beim Überqueren einer Bahnstrecke unter einer Schranke
stecken.
War der Bus für 107 Fahrgäste im Gelegenheitsverkehr zugelassen?

Gruß, ULF
Klaus Behrendt
2003-07-02 09:36:14 UTC
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Post by Ulf Kutzner
Post by Steve Schreiber
"Bus wurde unter Bahnschranke eingeklemmt
Fahrdienstleiter stoppte herannahenden Zug
Glück im Unglück für 107 Erntehelfer aus Polen: Als sie am Montagabend
(30.06.03) mit einem Bus in ihr Nachtquartier gebracht wurden, blieb
der Bus beim Überqueren einer Bahnstrecke unter einer Schranke
stecken.
War der Bus für 107 Fahrgäste im Gelegenheitsverkehr zugelassen?
Es war ein Gelenkbus etwas älteren Typs in der für Linienbusse typischen
Bauart.


Grüße,
Klaus
--
"Hier ist das Usenet und nicht das World Wide Web.
Hier wird diskutiert und nicht geklickt."
(Detlef Lewin in de.rec.tv.misc)
Ralf Gunkel
2003-07-02 22:11:08 UTC
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Post by Steve Schreiber
Hallo,
der WDR meldet unter
http://www.wdr.de/themen/panorama/unfall/bus_luegde/index.jhtml;jsessionid=E
HKG3BRT5401NFO1YOCUTIQ:
...al wieder eien schönen Schmarren ;-)
Post by Steve Schreiber
"Bus wurde unter Bahnschranke eingeklemmt
Die arme Schranke. der arme MA der da den Bahang austauschen kann.
Post by Steve Schreiber
Fahrdienstleiter stoppte herannahenden Zug
Bisfahrer stoppte mir verkehrswiederigen Verhalten Schranke wäre besser.
Post by Steve Schreiber
Glück im Unglück für 107 Erntehelfer aus Polen: Als sie am Montagabend
(30.06.03) mit einem Bus in ihr Nachtquartier gebracht wurden, blieb
der Bus beim Überqueren einer Bahnstrecke unter einer Schranke
stecken. Doch ein Bahnmitarbeiter konnte ein Unlück verhindern.
Wofür er auch bezahlt wird.
Bei neueren Bauformen hätte dass das Honywell Radar-Ei übernommen.
Post by Steve Schreiber
Während der Bus die Schienen langsam überquerte, senkten sich die
Schranken und klemmten den Bus ein. Bei dem Bus handelt es sich um
einen über 16 Meter langen Gelenkbus. Der Fahrer war nach
Polizeiangaben langsam über die Schienen gefahren, damit der Bus nicht
auf den Bodenwellen aufsetzt.
*lol*
Post by Steve Schreiber
Bahnmitarbeiter verhindert Katastrophe
Oh Presse *kopschüttel*
Post by Steve Schreiber
Der zuständige Fahrdienstleiter der Deutschen Bahn AG stoppte den
herannahenden Zug in Bad Pyrmont. Er hatte auf einem Bildschirm die
Situation auf dem kameraüberwachten Bahnübergang beobachtet. So konnte
der Bus die Gleise verlassen, bevor es zu einer Katastrophe kam.
Wieso sollte er auch den Bü freimelden was schon mal techn. wg. fehlender
Endlage (unten) nicht geht.
Post by Steve Schreiber
Ein Bahnsprecher kritisierte unterdessen den Busfahrer. Dieser sei
trotz mehrerer Lichtwarnzeichen auf den Bahnübergang gefahren. Der
Bahnübergang gehört zu einer zweigleisigen Hauptstrecke, die die
beiden Bundesländer Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen verbindet."
Jawoll, drauf auf den Kutscher :-)))
Post by Steve Schreiber
Der Bericht scheint sogar ganz brauchbar zu sein, sogar der Begriff
"Fahrdienstleiter" wird richtig verwendet, es wird nich etwa von einem
"Schaffner" gesprochen. ;-)
Naja "ganz Brauchbar" ist schon ein wenig geschmeichelt.
Post by Steve Schreiber
Genauer gesagt wird der Fdl die Ausfahrt
des Zuges in Bad Pyrmont gar nicht erst gestellt haben, nach meinem
Kenntnisstand erfolgt bei kameraüberwachten Bahnübergängen die
Fahrtstellung des zugehörigen Hauptsignals ja erst nach Bestätigung
durch den Fdl.
Womit du dich wegen erhöhten korrekten Fachwissen um einen Job als Redakteur
bringst.
100 Punkte für die Analyse.
HP Übergänge wie dieser mit Kamera müssen "Freigemeldet" werden. Dazu hat
der Fdl nach dem Schließvorgang den BÜ auf freisein zu überprüfen. Erst dann
kann auch das passende Signal auf Fahrt kommen.
Zudem wäre es hier eh nicht möglich gewesen da die Schranke nicht komplett
unten war.

--
Gruß Ralf
www.ralf-gunkel.de
"Fährst du schon? Oder rechnest du noch?" Harald Schmidt zur Reform von PEP
Jan Marco Funke
2003-07-03 07:34:17 UTC
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Post by Ralf Gunkel
Bisfahrer stoppte mir verkehrswiederigen Verhalten Schranke wäre besser.
[ ] Du kennst die örtliche Situation
[X] Ich kenne diesen Bahnübergang
[X] Ich halte es für extrem wahrscheinlich, dass der Busfahrer kein Gelb-
oder Rotlicht am BÜ gesehen hat, als er drauf gefahren ist
[ ] Man kann da locker mit 70 km/h drüberheizen, ohne sich das Auto
kaputtzumachen
[X] Viel schneller als Schrittgeschwindigkeit will ein vollbesetzter
Gelenkbus nicht über diesen BÜ fahren, wenn nicht gleich nach dem BÜ die
Hälfte der Fahrgäste mit diversen Knochenbrüchen ins Krankenhaus
transportiert werden sollen
Wie auf
http://www.nw-news.de/news/mantel/owl_nrw/NW_20030702_1736470002.html
zu lesen ist, mußte der Busfahrer an diesem BÜ erst vor geschlossenen
Schranken halten und ist dann, als sich die Schranken wieder öffneten,
in den BÜ eingefahren. Der Bus wies übrigens keine Mängel auf.
Ich frage mich allerdings, warum der Busfahrer nicht aufs Gas getreten
hat, als er zwischen den Schranken eingeschlossen wurde. Ich würde,
wenn ich die Verantwortung für über 100 Fahrgäste hätte, mit dem Bus
lieber die Schranke durchbrechen, als in der Gefahrenposition stehen
zu bleiben.
BTW: Hier in Rheda-Wiedenbrück gibt es an der KBS 406 einen BÜ, wo
unmittelbar hinter dem BÜ die Werkszufahrt eines großen Spanplatten-
werks abzweigt. Das Spanplattenwerk wird werktäglich von über 100 LKW
beliefert. Die meisten abbiegenden LKW halten bei Gegenverkehr
natürlich nicht schon vor, sondern mitten auf dem BÜ, und folglich
wird hier auch alle paar Monate von den LKW eine Schranke
abgerissen...
--
Jan Marco Funke
Andreas Pothe
2003-07-03 08:17:14 UTC
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Post by Jan Marco Funke
Ich frage mich allerdings, warum der Busfahrer nicht aufs Gas getreten
hat, als er zwischen den Schranken eingeschlossen wurde.
Schrecksituation?
Man könnte genauso fragen: Warum bleiben Fußgänger (oder auch Wildtiere) wie
angewurzelt stehen, wenn ein Auto mit hoher Geschwindigkeit auf sie zukommt,
anstatt sich schnellstmöglichst in Sicherheit zu bringen?

Gruß
Andreas
--
Als alle dachten, es könne nicht schlimmer werden, geht Deutschland hin
und gewinnt. Der Sieg über die USA besiegelt Englands Tag der
Enttäuschung [Daily Star nach dem Ausscheiden Englands gegen Brasilien]
Software für Ihr Hobby finden Sie auf http://www.pothe.de
Armin Muehl
2003-07-03 10:08:25 UTC
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Post by Andreas Pothe
Post by Jan Marco Funke
Ich frage mich allerdings, warum der Busfahrer nicht aufs Gas getreten
hat, als er zwischen den Schranken eingeschlossen wurde.
Schrecksituation?
Unfaehigkeit oder falsche Ausbildung?
Bringt man den Leuten beim Personenbefoerderungsschein eigentlich
richtiges Verhalten am Bahnuebergang bei?
Im Zweifelsfall sollte man wirklich Gas geben. Gerade bei den
mechanischen Schranken bricht dann das Baumlager (Sollbruchstelle),
sodass die Schranke kein Hindernis darstellt.

Armin
--
Armin Muehl

http://www.muehlenroda.de (Muehl privat)
http://www.museumsstellwerk.de (Museumsstellwerk Rheine e.V.)
Martin Hoffmann
2003-07-03 07:35:22 UTC
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Post by Ralf Gunkel
Post by Steve Schreiber
Bahnmitarbeiter verhindert Katastrophe
Oh Presse *kopschüttel*
Wieso, stimmt doch. Hunderte Bahnmitarbeiter verhindern täglich
Tausende von Katastrophen.

Gruß,
Martin
Martin Bienwald
2003-07-03 08:08:23 UTC
Antworten
Permalink
[X] Viel schneller als Schrittgeschwindigkeit will ein vollbesetzter
Gelenkbus nicht über diesen BÜ fahren, wenn nicht gleich nach dem BÜ die
Hälfte der Fahrgäste mit diversen Knochenbrüchen ins Krankenhaus
transportiert werden sollen
Gibt es keine brauchbare Alternative zu diesem für Busse und andere größere
Fahrzeuge ja offensichtlich ungeeigneten Bahnübergang?

... Martin
Steve Schreiber
2003-07-03 13:57:33 UTC
Antworten
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On Thu, 3 Jul 2003 00:11:08 +0200, "Ralf Gunkel"
Post by Ralf Gunkel
Wofür er auch bezahlt wird.
Bei neueren Bauformen hätte dass das Honywell Radar-Ei übernommen.
Ist die automatische Radarüberwachung als Ersatz für die
halbautomatische Videoüberwachung inzwischen zugelassen? Ist das
System gleich sicher?


Steve
Matthias Doerfler
2003-07-03 17:26:30 UTC
Antworten
Permalink
Post by Steve Schreiber
Ist die automatische Radarüberwachung als Ersatz für die
halbautomatische Videoüberwachung inzwischen zugelassen? Ist das
System gleich sicher?
Ja. Ja.
--
mfg Matthias Dörfler

Diese Nachricht stellt nur meine persönliche Meinung dar.
tobias b koehler
2003-07-05 08:09:01 UTC
Antworten
Permalink
Laserscanner schlucken gerne schwarze Fahrzeuge, wie ein
Kollege von mir bei Messversuchen im Straßenverkehr leidvoll
erfahren musste.
Endlich die ultimative waffe gegen schwarzparker gefunden -
vorausgesetzt, sie sind schwarz ....
--
tobias benjamin köhler ____________________________ ***@uncia.de
_________ ______________ ______________ ______________ __>_____
========H|H============H|H============H|H============H|=H=====`)
------oo-^-oo--------oo-^-oo--------oo-^-oo--------oo-^o-o--o-o=
Fredy Barth
2003-07-03 15:41:01 UTC
Antworten
Permalink
Post by Ralf Gunkel
Bei neueren Bauformen hätte dass das Honywell Radar-Ei übernommen.
Hallo Ralf,

wie funktioniert diese Radarüberwachung eigentlich genau? Ist da irgendeine
Signalabhängigkeit drübergeschaltet? Und was passiert, wenn bei
geschlossenen Schranken noch jemand über den Bü drüberläuft?
Hier im Allgäu haben sie nämlich auch so Dinger installiert. Eine Anlage in
Dietmannsried, ist glaub ich so ein Honiggut-Ding und zwischen Kempten und
Immenstadt gibt's auch irgend sowas. Da sind allerdings mehrere Kästen oder
dergleichen angebracht.

TIA


Gruß, Fredy
--
Eisenbahnbilder aus dem Allgäu:
http://www.allgaeu-eisenbahnen.de
Holger Koetting
2003-07-04 16:23:16 UTC
Antworten
Permalink
In article <***@news.fmx-online.de>,
Fredy Barth <***@spamfence.net> writes:
|> wie funktioniert diese Radarüberwachung eigentlich genau? Ist da irgendeine
|> Signalabhängigkeit drübergeschaltet? Und was passiert, wenn bei
|> geschlossenen Schranken noch jemand über den Bü drüberläuft?

Passend zum Thema Ei:
Das sind ja gleich drei Wuensche auf einmal. Das geht nun wirklich nicht.

Also zur ersten Frage: Per Radar wird der freizumeldende Raum abgescannt.
IIRC zweimal. Durch bestimmte Elementanordnungen laesst sich der zu
ueberwachende Raum auch begrenzen.

Zur Frage 2: Signalabhaengigkeit klar. Das Ding macht nix anderes, als die
bisherige haendische Freimeldung durch den Fdl zu ersetzen. Soll heissen:
Fdl musste ja bislang ueber Kamera (oder direkt) pruefen und dann dem
Stellwerk mit der Freimeldetaste den Bue als befahrbar melden. Danach
kommt das Signal auf Fahrt. Diese Freimeldung geht nun automatisch

Zur Frage 3: Das gleiche, was bei einem haendisch freigemeldeten Bue
auch passiert: gar nix, bzw. persoenliches Pech der ueber die Schranken
gekletterten Person.

Gruss,

Holger K. aus D.
--
Streckenstillegung? Nein, es wird nur nichts bestellt!

E-Mail: ***@gmx.de
Homepage: http://www.student.informatik.tu-darmstadt.de/~koetting
Franz Reh
2003-07-04 20:33:52 UTC
Antworten
Permalink
On Fri, 4 Jul 2003 16:23:16 +0000 (UTC),
Post by Holger Koetting
Zur Frage 3: Das gleiche, was bei einem haendisch freigemeldeten Bue
auch passiert: gar nix, bzw. persoenliches Pech der ueber die Schranken
gekletterten Person.
Um die Frage noch etwas zu erweitern: Die an sich ja
durchaus mögliche kontinuierliche Überwachung des
Gefahrraums wird durch das nur zweimalige Scannen nicht
genutzt. Da stellt sich mir die Frage, warum eigentlich
nicht? Technische Gründe (also dauerhaftes Scannen während
geschlossenen BÜ verschleißbehaftet) oder eher betriebliche
Gründe (sprich, wenn eine Person nach Schließen dennoch über
BÜ läuft, soll nicht gleich eine Betriebsstörung entstehen)?


Gruß

Franz
Holger Koetting
2003-07-05 10:47:57 UTC
Antworten
Permalink
Post by Franz Reh
genutzt. Da stellt sich mir die Frage, warum eigentlich
nicht?
Darauf gibt es eine einfache Antwort: Nach dem Schliessen
und der Freimeldung ist der Bahnuebergang "nicht mehr da"
und es hat danach auch niemand was darauf verloren. Von
daher muss auch keine Ruecksicht mehr auf solche Leute
genommen werden, die meinen, ueber die Schranken klettern
zu muessen.

Gruss,

Holger K. aus D.
--
Streckenstillegung? Nein, es wird nur nichts bestellt!

E-Mail: ***@gmx.de
Homepage: http://www.student.informatik.tu-darmstadt.de/~koetting
Ralf Gunkel
2003-07-08 16:27:09 UTC
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On Mon, 7 Jul 2003 11:33:00 +0000 (UTC),
Dafuer brauche ich aber nicht den Scanner. Eine Baumbrucherkennung
reicht dafuer aus.
Schrieb ich an anderer Stelle auch, aber da mein Denkprozess
hier wohl noch nicht fortgeschritten. Trotzdem interessiert
mich, ob der Scanner die beschriebenen Funktionen ohne
größeren Aufwand realsieren könnte
Logisch. Abwurf des BF Relais (EBÜT80) bei detektierung eines Hindernis.
Andererseits gibt das "Ei" das BF derzeit nicht frei wenn der Bü irgendwie
durch Straßenverker DAU's belegt ist.


(zumal auf die
Baumbruchsicherung WIMRE recht häufig verzichtet wird)
Gäänzlich auf alt DB gebiet zurückgebaut.
Lag auch daran dass sich Schaltungsbedingt eine gebrochene Baumbruchschleife
bei alten BÜ-Bauformen (Z.B. Lo57 und Fü60) erst beim 2 Zug nach dem
"Durchbruch" gemeldet haben.
Bei einem Lo Bü ist der Zug ja ohnehin schon lange am Überwacher vorbei wenn
die Schranke erst losläuft.
Zudem Brachte auch an anderen Bü's die Baumbruchschleife mehr Störungen als
Vorteile.
Gerade da sehe ich das Problem in permanenter Radarüberwachung. Die Chance
eines Durchbrechenden PKW/LKW dürchte im Promillebereich ligen im gegensatz
zu "eiligen"/lebensmüden Fußgängern die das öffnen der Schranke nicht
abwarten können.

--
Gruß Ralf
www.ralf-gunkel.de
"Fährst du schon? Oder rechnest du noch?" Harald Schmidt zur Reform von PEP
Marc Haber
2003-07-09 10:31:31 UTC
Antworten
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So bei den neuen Mautbrücken für die Lkw-Maut an
der Autobahn, da habe ich schon mehr als einmal erlebt, dass es
beinahe gekracht hätte, weil irgendein I**** vor Schreck in die Eisen
gestiegen ist, obwohl von ihm keiner was wollte.
Wenn die alle so aussehen wie die Brücke auf der A8 zwischen
Pforzheim-West und -Nord (gespickt mit Kameras, aber nirgendwo ein
Limit in Sicht), kann ich das sehr gut nachvollziehen.

Grüße
Marc
--
-------------------------------------- !! No courtesy copies, please !! -----
Marc Haber | " Das Ueberschreiten der | Mailadresse im Header
Karlsruhe, Germany | Gleise ist verboten! " | Fon: *49 721 966 32 15
Nordisch by Nature | Fdl Bad Driburg, 15.02.1997 | Fax: *49 721 966 31 29
Reinhard Greulich
2003-07-09 20:42:20 UTC
Antworten
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On Wed, 09 Jul 2003 12:31:31 +0200, Marc Haber
Post by Marc Haber
Wenn die alle so aussehen wie die Brücke auf der A8 zwischen
Pforzheim-West und -Nord (gespickt mit Kameras, aber nirgendwo ein
Limit in Sicht), kann ich das sehr gut nachvollziehen.
Ja, das sind diese Brücken. Um das wieder auf die Eisenbahn
zurückzubiegen: da ist Höft&Wessel auch mit dabei, die verkaufen nicht
nur Fahrkartenautomaten.

Gruß - Reinhard.
--
~=@=~ 70086 (52°22,726'N - 009°48,775'E)
Mailadresse im Header ist gültig.
Burkhardt Leiverkus
2003-07-09 20:13:52 UTC
Antworten
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Post by Ralf Gunkel
On Mon, 7 Jul 2003 11:33:00 +0000 (UTC),
[...]
Post by Ralf Gunkel
(zumal auf die
Baumbruchsicherung WIMRE recht häufig verzichtet wird)
Gäänzlich auf alt DB gebiet zurückgebaut.
Lag auch daran dass sich Schaltungsbedingt eine gebrochene Baumbruchschleife
bei alten BÜ-Bauformen (Z.B. Lo57 und Fü60) erst beim 2 Zug nach dem
"Durchbruch" gemeldet haben.
Bei einem Lo Bü ist der Zug ja ohnehin schon lange am Überwacher vorbei wenn
die Schranke erst losläuft.
Zudem Brachte auch an anderen Bü's die Baumbruchschleife mehr Störungen als
Vorteile.
Gerade da sehe ich das Problem in permanenter Radarüberwachung. Die Chance
eines Durchbrechenden PKW/LKW dürchte im Promillebereich ligen im gegensatz
zu "eiligen"/lebensmüden Fußgängern die das öffnen der Schranke nicht
abwarten können.
Promillebereich? Also, nach kurzem nachdenken komme ich auf 2
durchbrochene Anrufschranken durch Traktor (beide Bäume weg) und eine
durch LKW weggedrückte Halbschranke, an der sich Sekunden später ein
Steuerwagen aufspießte (Tf und Zf durch Glassplitter leicht verletzt).
Na gut, in drei Monaten passiert, also doch recht selten. Obwohl, bei
den westfälischen Bauern kann man nie wissen...

Gruß
Burkhardt (der noch in diesem Jahr zwei blöde Eier am Hals haben wird)
Ralf Gunkel
2003-07-09 21:26:56 UTC
Antworten
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Post by Burkhardt Leiverkus
Post by Ralf Gunkel
Gerade da sehe ich das Problem in permanenter Radarüberwachung. Die Chance
eines Durchbrechenden PKW/LKW dürchte im Promillebereich ligen im gegensatz
zu "eiligen"/lebensmüden Fußgängern die das öffnen der Schranke nicht
abwarten können.
Promillebereich? Also, nach kurzem nachdenken komme ich auf 2
durchbrochene Anrufschranken durch Traktor (beide Bäume weg) und eine
durch LKW weggedrückte Halbschranke, an der sich Sekunden später ein
Steuerwagen aufspießte (Tf und Zf durch Glassplitter leicht verletzt).
Na gut, in drei Monaten passiert, also doch recht selten. Obwohl, bei
den westfälischen Bauern kann man nie wissen...
Naja was kann ich dafür dass ein Sehtest/Sehen bei euch da oben nicht
Voraussetzung für den Führerschein ist ;-)
Zudem Anrufschranken zählen nicht. ie gehören eh abgeschafft.

--
Gruß Ralf
www.ralf-gunkel.de
Scumandà da traversar ils binaris
Armin Muehl
2003-07-09 22:29:01 UTC
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Permalink
On Wed, 9 Jul 2003 23:26:56 +0200, "Ralf Gunkel"
Post by Ralf Gunkel
Zudem Anrufschranken zählen nicht. ie gehören eh abgeschafft.
Warum?

Soll stattdessen so eine Lichorgel, wie in Rheine aufgebaut werden?
Fuer einen Feldweg hat man 12 Ampeln und zwei Schranken aufgestellt.
Das gibt eine nette Lightshow :-)

Frueher war das eine von Rs fernbediente normale Schranke. Da haette
es eine Anrufschranke als Ersatz wirklich getan, aber Geld spielte
hier keine Rolle. Dafuer hat aber fuer sinnvolle Weichenantriebe und
Fahrstrassen beim ESTW nicht gereicht...

Armin
--
Armin Muehl

http://www.muehlenroda.de (Muehl privat)
http://www.museumsstellwerk.de (Museumsstellwerk Rheine e.V.)
Armin Muehl
2003-07-11 18:49:19 UTC
Antworten
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On Fri, 11 Jul 2003 18:26:08 +0200, "Ralf Gunkel"
Post by Armin Muehl
Soll stattdessen so eine Lichorgel, wie in Rheine aufgebaut werden?
Fuer einen Feldweg hat man 12 Ampeln und zwei Schranken aufgestellt.
Das gibt eine nette Lightshow :-)
Typischer Fall von Fehlplanung.
Naja, es muenden halt vor und hinter dem Uebergang jeweils Feldwege
ein. Allerdings sind das Sackgassen, die nie benutzt werden, wie man
anhand des Bewuchses erkennen kann.
Dafuer haben die tatsaechlich vorgelagerte Lichtzeichen aufgebaut :-)
In der Stadt, wo die sinnvoll gewesen waeren, fehlen die dagegen...
Aber viele dieser Bü haben in angemessener Entfernung eine Alternative.
Muss eine Anrufschranke nur für Fussgänger in Sichtweite einer
Fussgängerbrücke (für Rolli geeignet) existieren?
Schon mal einen Rolli dort hoch geschoben?
Das macht durchaus Sinn.
Muss eine Landwirschaftliche Anrufschranke in 1Km Abstand zum nächsten
normalen BÜ stehen?
Nee, ich denke nicht.
Kommt auf die Oertlichkeit an. Hier waere die Alternative die
Bundesstrasse zu benutzten. Allerdings moechtest Du das nicht wirklich
mit einem Traktor, so wie die ausgebaut ist. Da ist mir schon nicht
wohl, wenn ich mal links in den Feldweg einbiege oder da raus komme,
da dort genug Merkbefreite fahren und leider kein Blitzkasten steht.


Bei einer anderen Anrufschranke liegt dahinter eine Siedlung
ausserhalb der Ortschaft. Hier muessten die Leute alternativ 1km
entlang der Bahn weg vom Ort fahren, bzw. die Schulkinder laufen, um
den naechsten Uebergang zu nutzen. Sinnvoll ist das Ding daher schon,
aber es waere auch Platz fuer eine Fussgaengerunterfuehrung vorhanden.


Bei einer anderen Anrufschranken nahe dem ex-Bk Deves frage ich mich
allerdings wirklich nach dem Sinn. Der Umweg ist minimal und wenig
befahren. Ich vermute auch hier Wegerechte.
Und von der Gattung gibt es ettliche in D
Klar, es werden sicher oft alte Wegerechte sein und mit Bauern
brauchst Du ueber so etwas nicht diskutieren, ausser Du holst das
dicke Buendel Geldscheine raus...

Armin
--
Armin Muehl

http://www.muehlenroda.de (Muehl privat)
http://www.museumsstellwerk.de (Museumsstellwerk Rheine e.V.)
Ralf Gunkel
2003-07-12 04:03:31 UTC
Antworten
Permalink
Post by Armin Muehl
On Fri, 11 Jul 2003 18:26:08 +0200, "Ralf Gunkel"
Post by Armin Muehl
Soll stattdessen so eine Lichorgel, wie in Rheine aufgebaut werden?
Fuer einen Feldweg hat man 12 Ampeln und zwei Schranken aufgestellt.
Das gibt eine nette Lightshow :-)
Typischer Fall von Fehlplanung.
Naja, es muenden halt vor und hinter dem Uebergang jeweils Feldwege
ein. Allerdings sind das Sackgassen, die nie benutzt werden, wie man
anhand des Bewuchses erkennen kann.
Dafuer haben die tatsaechlich vorgelagerte Lichtzeichen aufgebaut :-)
Naja, Fehlplanung war nicht präzise. Den Bü nicht durch FU zu ersetzen oder
Alternatvzufahrt. Dass ist eine Fehlplanung
Post by Armin Muehl
In der Stadt, wo die sinnvoll gewesen waeren, fehlen die dagegen...
Das wäre eine Fehlplanung ;-)
Aber beim Damaligen Bau war es wohl noch nicht Vorschrift.
Kommt auch immer darauf an wie man die Vorschrift auslegt.
Post by Armin Muehl
Aber viele dieser Bü haben in angemessener Entfernung eine Alternative.
Muss eine Anrufschranke nur für Fussgänger in Sichtweite einer
Fussgängerbrücke (für Rolli geeignet) existieren?
Schon mal einen Rolli dort hoch geschoben?
Das macht durchaus Sinn.
Topografisch bequem machbar. Ist keine Rampe.
Zudem habe ich an "dem" BÜ noch keien Rollifahrer gesehen.
Post by Armin Muehl
Und von der Gattung gibt es ettliche in D
Klar, es werden sicher oft alte Wegerechte sein und mit Bauern
brauchst Du ueber so etwas nicht diskutieren, ausser Du holst das
dicke Buendel Geldscheine raus...
Armin
*Bingo*
Da fällt mir ein anderer Abschnitt mit lauter Lo-Anlagen, teilweise im unter
500m Abstand ein weil jedes Bäuerchen seinen Überweg behalten will.
Da helfen nur Geldbündel.

--
Gruß Ralf
www.ralf-gunkel.de
Scumandà da traversar ils binaris
Armin Muehl
2003-07-12 09:48:55 UTC
Antworten
Permalink
On Sat, 12 Jul 2003 06:03:31 +0200, "Ralf Gunkel"
Post by Ralf Gunkel
Post by Armin Muehl
Naja, es muenden halt vor und hinter dem Uebergang jeweils Feldwege
ein. Allerdings sind das Sackgassen, die nie benutzt werden, wie man
anhand des Bewuchses erkennen kann.
Dafuer haben die tatsaechlich vorgelagerte Lichtzeichen aufgebaut :-)
Naja, Fehlplanung war nicht präzise. Den Bü nicht durch FU zu ersetzen oder
Alternatvzufahrt. Dass ist eine Fehlplanung
Was meinst Du mit FU?
Feldwegunterfuehrung?
Das waere noch teuerer gekommen und eine Alternativzufahrt scheiterte
an den unwilligen Nachbarbauernhoefen.
Der Bahnuebergang ist nunmal die einfachste Loesung fuer die Benutzer
und da erst die Bauernhoefe da waren und dann 1856 die Bahn kam, waren
die Alternativen auch schnell erledigt.
Post by Ralf Gunkel
Post by Armin Muehl
In der Stadt, wo die sinnvoll gewesen waeren, fehlen die dagegen...
Das wäre eine Fehlplanung ;-)
Aber beim Damaligen Bau war es wohl noch nicht Vorschrift.
Kommt auch immer darauf an wie man die Vorschrift auslegt.
Letzteres eher.
Post by Ralf Gunkel
Post by Armin Muehl
Schon mal einen Rolli dort hoch geschoben?
Das macht durchaus Sinn.
Topografisch bequem machbar. Ist keine Rampe.
Zudem habe ich an "dem" BÜ noch keien Rollifahrer gesehen.
Das hat nichts zu sagen, aber wenn die Bruecke ohne Rampen auskommt,
ist der Bahnuebergang wirklich ueberfluessig.
Post by Ralf Gunkel
*Bingo*
Da fällt mir ein anderer Abschnitt mit lauter Lo-Anlagen, teilweise im unter
500m Abstand ein weil jedes Bäuerchen seinen Überweg behalten will.
Da helfen nur Geldbündel.
Teilweise. Ich kann aber auch verstehen, dass man mit Traktor und zwei
Anhaengern oder anderen Grossgeraeten keine Umwege fahren will, nur um
dem Unternehmen DB einen Vorteil zu verschaffen.

Armin
--
Armin Muehl

http://www.muehlenroda.de (Muehl privat)
http://www.museumsstellwerk.de (Museumsstellwerk Rheine e.V.)
Matthias Doerfler
2003-07-17 17:53:41 UTC
Antworten
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Post by Ralf Gunkel
Post by Armin Muehl
Klar, es werden sicher oft alte Wegerechte sein und mit Bauern
brauchst Du ueber so etwas nicht diskutieren, ausser Du holst das
dicke Buendel Geldscheine raus...
Da fällt mir ein anderer Abschnitt mit lauter Lo-Anlagen, teilweise im unter
500m Abstand ein weil jedes Bäuerchen seinen Überweg behalten will.
Da helfen nur Geldbündel.
Da kann womöglich auch helfen, sich *rechtzeitig* mit dem Gesamt-
abschnitt zu befassen und das Aufgebot in die alten Wegerechte zu
betreiben - in der Mehrzahl der Bundesländer sind Feldwege nämlich
nicht öffentlich und kommt deswegen auch nicht das EKrG zur Anwendung.
Bei dem üblichen Arbeitstempo von Justitia braucht man dafür aller-
dings bis zum Erfolg die halbe technische Lebensphase einer Lo-Anlage.

Da die Frage nach einer Auflassungsmöglichkeit aber regelmäßig erst
dann gestellt wird, wenn
[ ] Rolfs Fachkollegen mit der Bestandsanlage schon verzweifeln
[ ] das ESTW signaltechnisch planungsreif durchgearbeitet ist
[ ] die Ertüchtigung für NeiTech ein politisch gewolltes Ziel-
datum hat
lässt sich im Zweifel weder ein Ersatzbauwerk in Beton unter das Gleis
gießen noch die obige rechtliche Ochsentour ergreifen.
Also heißt dann die Alternative, entweder zum Scheckbuch zu greifen,
oder die Anlage entsprechend dem Subject bzw. als Fü unter heutigen
Normen zu erneuern. Und mit den heutigen Normen kommen dann eben auch
Straßensignale heraus, die an eine Landebahnbefeuerung erinnern.
--
mfg Matthias Dörfler

Diese Nachricht stellt nur meine persönliche Meinung dar.
Mathias Boelckow
2003-07-12 14:10:18 UTC
Antworten
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Aber viele dieser Bü haben in angemessener Entfernung eine Alternative.
Muss eine Anrufschranke nur für Fussgänger in Sichtweite einer
Fussgängerbrücke (für Rolli geeignet) existieren?
Das kommt auf die Nutzungsfrequenz an. Stelle doch einmal die Kosten für
den BÜ der Umwegzeit mal Nutzer gegenüber. Würde mich nicht wundern, wenn
der Wert deutlich besser ist, als der für z.B. die NBS F-K.

Das mit den Fußwegzeiten scheint mir bei der Bahn ohnehin nicht begriffen.
Natürlich kostet ein zweiter Ausgang oder ein weiterer Querbahnsteig Geld.
Aber im Vergleich zu equivalenten Fahrzeitkürzungen auf der Strecke ist das
eher billig. Kennt hier eigentlich jemand Hamburg-Rahlstedt?

Gruß, Mathias Bölckow
Marc Haber
2003-07-14 15:03:40 UTC
Antworten
Permalink
Post by Mathias Boelckow
Kennt hier eigentlich jemand Hamburg-Rahlstedt?
Was gibt's denn da?

Grüße
Marc
--
-------------------------------------- !! No courtesy copies, please !! -----
Marc Haber | " Das Ueberschreiten der | Mailadresse im Header
Karlsruhe, Germany | Gleise ist verboten! " | Fon: *49 721 966 32 15
Nordisch by Nature | Fdl Bad Driburg, 15.02.1997 | Fax: *49 721 966 31 29
Mathias Boelckow
2003-07-15 13:44:48 UTC
Antworten
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Post by Marc Haber
Post by Mathias Boelckow
Kennt hier eigentlich jemand Hamburg-Rahlstedt?
Was gibt's denn da?
Da wird ein BÜ beseitigt, dessen Nutzungsfrequenz bisher bei etwa je 2000
Kfz, Fahrrädern und Fußgängern lag. Vor allem Omas mit schweren alten
Damenrädern und Taschen am Lenker auf dem Weg ins Ortszentrum waren die
Hauptnutzer. Der Ersatz ist eine Fahrbahn und schmaler Geh- und Radweg der
fürchterlich verschachtelt über zwei Ampeln erreichbar ist und natürlich
überhaupt nicht dort liegt, wo er gebraucht wird. Die nächste Kfz-Brücke
liegt vielleicht 500m entfernt. Bestehen bleibt die alte Unterführung
direkt am BÜ, wo sich schön erkennen lässt, wie viele Menschen es
vorziehen, vor der Schranke zu warten, als das Fahrrad auf den Spurprofilen
die Treppe runter und hoch zu schieben.

Jedenfalls wird da unheimlich viel Geld verbuddelt, um eine
Verschlechterung für die meisten Nutzer zu erreichen.

Gruß, Mathias Bölckow
Knud Schlotfeld
2003-07-12 16:48:21 UTC
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Muss eine Landwirschaftliche Anrufschranke in 1Km Abstand zum nächsten
normalen BÜ stehen?
Kommt wohl darauf an, was drüber soll. Mit einer Kuhherde möchte
ich keine 2 km Umweg machen. Viel Felder lassen sich nur auf einem
Weg erreichen.

MfG

Knud
Franz Reh
2003-07-09 21:38:50 UTC
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On Wed, 09 Jul 2003 22:13:52 +0200, Burkhardt Leiverkus
Post by Burkhardt Leiverkus
Promillebereich? Also, nach kurzem nachdenken komme ich auf 2
durchbrochene Anrufschranken durch Traktor (beide Bäume weg) und eine
durch LKW weggedrückte Halbschranke, an der sich Sekunden später ein
Steuerwagen aufspießte (Tf und Zf durch Glassplitter leicht verletzt).
Na gut, in drei Monaten passiert, also doch recht selten. Obwohl, bei
den westfälischen Bauern kann man nie wissen...
Danke für die Rückmeldung aus der Praxis, ich erinnerte mich
bei meiner Frage nur grob an so einige Vorfälle aus den
Ritzau-Büchern, wo Vollschranken durchbrochen wurdem und das
Fahrzeuge im Gefahrenbereich stehen blieben; insofern war
die Frage, ob die Redargefahrraumüberwachung nicht eine
zuverlässige Lösung als die Baumbruchüberwachung darstellen
könnte.


Gruß

Franz
Volker Blees
2003-07-11 09:09:09 UTC
Antworten
Permalink
Post by Franz Reh
Danke für die Rückmeldung aus der Praxis, ich erinnerte mich
bei meiner Frage nur grob an so einige Vorfälle aus den
Ritzau-Büchern, wo Vollschranken durchbrochen wurdem und das
Fahrzeuge im Gefahrenbereich stehen blieben;
Ritzau, das hört sich eher nach historischen Vorfällen an. Tatsächlich
waren in der ersten Hälfte des vorigen Jh. die Diskussionen um
Verbesserungen der BÜ-Sicherungstechnik stark von der Frage geprägt, wie
man die Sichtbarkeit von BÜ und Schranken aus Sicht der
Straßenverkehrsteilnehmer verbessern könnte. Das Durchbrechen von
Schranken scheint in den damaligen Zeiten allgemeiner Funzligkeit ein
erhebliches Problem gewesen zu sein.

Bitte ggf. F'up nach debh setzen.

Gruß
Volker
Volker Blees
2003-07-09 11:30:40 UTC
Antworten
Permalink
Manchmal wünsche ich mir auch eine Baumbrucherkennung, allerdings für
die Bäume die so entlang der Strecke wachsen.
Gabs früher an jeder Strecke. Nannte sich Telegrafenleitung ;-)

Gruß
Volker
Matthias Dingeldein
2003-07-09 13:35:48 UTC
Antworten
Permalink
Post by Volker Blees
Gabs früher an jeder Strecke. Nannte sich Telegrafenleitung ;-)
Habe ich schon Bäume mit etwa 10cm Durchmesser draufliegen sehen, ohne
daß was gerissen wäre. Haben sich allerdings ganz gut durchgebogen, die
Drähte :-)
(war zwischen Laasphe und Saßmannshausen - wenn ich's nicht gesehen
hätte würde ich es auch nicht glauben)

Heute gibt's da was besseres, nennt sich Fahrdraht, gibt's aber nicht
überall.

Gruß & teilw. SCNR, Matthias Dingeldein
--
"Ich mag keine Rekorde. Da muss man sich so auspowern."
sprach Rösi, eine weitere 100-Stunden-Woche abreißend
Burkhardt Leiverkus
2003-07-09 20:20:02 UTC
Antworten
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Post by Matthias Dingeldein
Post by Volker Blees
Gabs früher an jeder Strecke. Nannte sich Telegrafenleitung ;-)
Habe ich schon Bäume mit etwa 10cm Durchmesser draufliegen sehen, ohne
daß was gerissen wäre. Haben sich allerdings ganz gut durchgebogen, die
Drähte :-)
(war zwischen Laasphe und Saßmannshausen - wenn ich's nicht gesehen
hätte würde ich es auch nicht glauben)
Heute gibt's da was besseres, nennt sich Fahrdraht, gibt's aber nicht
überall.
Fahrdraht ist manchmal auch nicht dafür geeignet. Habe schon 200 m vor
der Einfahrt eine Pappel auf dem Fahrdraht beider Gleise liegen gehabt.
Hing kräftig durch, sonst ist nichts passiert. Selbst das Bäuerchen, das
die Pappeln gefällt hatte ist mit Verbrennungen und kurzem
Krankenhausaufenthalt davon gekommen. Nach zwei Stunden Strecke wieder
frei. Die Rechnung, die die Bahn geschickt hatte, hat wohl mehr Schaden
angerichtet :-) .

Gruß Burkhardt
Folke Brockmann
2003-07-09 20:32:10 UTC
Antworten
Permalink
Post by Burkhardt Leiverkus
Fahrdraht ist manchmal auch nicht dafür geeignet. Habe schon 200 m vor
der Einfahrt eine Pappel auf dem Fahrdraht beider Gleise liegen gehabt.
Hing kräftig durch, sonst ist nichts passiert. Selbst das Bäuerchen, das
die Pappeln gefällt hatte ist mit Verbrennungen und kurzem
Krankenhausaufenthalt davon gekommen. Nach zwei Stunden Strecke wieder
frei. Die Rechnung, die die Bahn geschickt hatte, hat wohl mehr Schaden
angerichtet
In Wattenscheid-Höntrop sollte vor ein paar Jahren ein holländischer
Subunternehmer im Auftrag eines Unternehmers der von DIE BAHN einen Auftrag
zur Baumbeschneidung angenommen hatte einen dicken Ast absäbeln - der
Astsäger hing im Baum als der angesägte Ast in den Fahrdraht knickte und um
die Ecke die geschobene S-Bahn kam, ein Helfer versuchte noch den (mir
bekannten Tf) mit wild winkenden Armbewegungen anzuhalten aber das nützte
nix mehr denn der Stromabnehmer verfing sich dann in den vom vorherigen
Regen noch nassen Ast und der Stromfluss durch den Baum tat dann sein
übriges - der Baumstutzer konnte nur noch tot aus dem Geäst geborgen werden
und die S1 war wegen der auf mehrere 100 Meter zerstörten Oberleitung
stundenlang gesperrt... :-((
--
Gruß Folke aus
44867 Wattenscheid

vorläufige Internetpräsenz www.DEUTSCHE-BUNDESBAHN.Webseite.ms
Holger Koetting
2003-07-09 18:22:07 UTC
Antworten
Permalink
In article <begud0$53kpb$***@ID-63273.news.dfncis.de>,
Volker Blees <***@schrankenposten.de> writes:
|> Gabs früher an jeder Strecke. Nannte sich Telegrafenleitung ;-)

Was aber Fdl'in Darmstadt-Ost nicht davon abhielt, einen Zug
loszuschicken. :-)

Der Ast ging wohl haarscharf am Arbeitsplatz des Tf
vorbei. Naja, und bis der Hilfszug zum Wiedereingleisen da war...
Aber das duerfte Dir durch Ortskenntnis ja bekannt sein.

Gruss,

Holger K. aus D.
--
Streckenstillegung? Nein, es wird nur nichts bestellt!

E-Mail: ***@gmx.de
Homepage: http://www.student.informatik.tu-darmstadt.de/~koetting
Holger Koetting
2003-07-10 11:59:51 UTC
Antworten
Permalink
In article <bei1hb$l4r$04$***@news.t-online.com>,
"Ralf Gunkel" <***@t-online.de> writes:
|> > Was aber Fdl'in Darmstadt-Ost nicht davon abhielt, einen Zug
|> > loszuschicken. :-)
|> Du kennst den Spitznamen der Kollegin? ;-)

Ich glaub, da gibt's mehrere. :-))

Gruss,

Holger K. aus D.
--
Streckenstillegung? Nein, es wird nur nichts bestellt!

E-Mail: ***@gmx.de
Homepage: http://www.student.informatik.tu-darmstadt.de/~koetting
Franz Reh
2003-07-05 11:04:30 UTC
Antworten
Permalink
On Sat, 05 Jul 2003 04:42:08 +0200, Jochen Schoenfisch
Wie soll denn deiner Meinung nach die Reaktion der Technik aussehen,
- Signal auf Halt fallen lassen, falls der Zug noch nicht drüber ist?
(Sorgt wahrscheinlich für eine Zwangsbremsung und damit für eine
erhebliche Betriebsstörung.)
Wäre die realistischste Variante; bei einem Gegenstand auf
dem BÜ, der größer und evt. härter als ein Mensch ist, gibt
es bei Zusammanprall mit dem Zug auch eine "Technische
Betriebsstörung" mit vsl. größeren Folgen als nur der
SB/Zwangsbremsung.
- Automatischen Nothaltauftrag an alle Züge in der Umgebung (wie auch
immer technisch realisiert?
Erscheint mir auch relativ kompliziert, würde aber v.a. dann
greifen, wenn der Zug bereits am Vsig des deckenden Signals
vorbeigefahren ist.
- Alarmsignal und Kameraaufschaltung beim Fdl, der möglicherweise im
ESTW viele Kilometer entfernt sitzt und für einige hundert BÜs
zuständig ist?
Dann müßte man wiederum überall Kameras aufstellen, was sich
m.E. nicht wirklich rechnet.
Außerdem ist zu beachten, dass nach einer gewissen Zeitspanne nach
Fahrtstellung mit Sicherheit in ziemlich großer Gegenstand im
Gefahrraum auftaucht. Das ist dann allerdings der Zug und jede
Reaktion der Radarüberwachung völlig fehl am Platze ...
Die man durch entsprechende Abschaltung bei Ansprechen der
Induktionsschleife dann ja auch abschlalten könnte.

Meine Frage ist damit im wesentlichen aber noch
unbeantwortet; mir ist klar, dass es im Interesse der
Vermeidung von Betriebsstörungen nicht sinnvoll erscheint,
Menschen / Tiere nach einmaliger Freimeldung noch zu
detektieren, dennoch intersiert mich

- ob eine kontinuierliche Überwachung technisch problemlos
möglich wäre
-ob die Größe der zu detektierenden Objekte zwischen
Freimeldungsdetektion und kontinuierlicher Überwachung evt.
variiert werden könnte (einmal genau, danach Ansprechen nur
auf größere Gegenstände wie z.B. PKW).


Gruß

Franz
Sven Herzfeld
2003-07-06 11:26:00 UTC
Antworten
Permalink
Bis zum Freimelden durch die Technik bleibt das Signal auf Halt,
danach geht es sofort auf Fahrt.
Beim einzigen Vollschrankenübergang in den Niederlanden ist es
umgekehrt: Der Scanner schaltet bei Bedarf Blinklampen an, die den Zug
zur Schnellbremsung auffordern. Das reicht zwar nicht, um einen Unfall
zu verhindern, aber vielleicht entgleist der Zug dann nicht ganz so
böse.

Ach ja, die BÜs sind da in der Regel nicht gedeckt, bis auf die vier
elektrisch handbedienten Übergänge, die es noch gibt.

Sven
Martin Bienwald
2003-07-06 12:38:58 UTC
Antworten
Permalink
Sven Herzfeld schrieb:

[.nl]
Post by Sven Herzfeld
Ach ja, die BÜs sind da in der Regel nicht gedeckt, bis auf die vier
elektrisch handbedienten Übergänge, die es noch gibt.
Meinst du mit "gedeckt" signalabhängig? Bü-Überwachungssignale werden sie
ja wohl haben?

... Martin
Sven Herzfeld
2003-07-07 15:17:00 UTC
Antworten
Permalink
***@gmx.de schrieb in be9592$adp$***@news1.wdf.sap-ag.de:

[Zu BÜs in den Niederlanden]
Post by Martin Bienwald
Meinst du mit "gedeckt" signalabhängig? Bü-Überwachungssignale werden sie
ja wohl haben?
Wozu? Bremsen kann der Zug eh nicht mehr. Die Störungen werden ans
Stellwerk gemeldet.

Sven
Ralf Gunkel
2003-07-06 18:55:24 UTC
Antworten
Permalink
[...]
- Alarmsignal und Kameraaufschaltung beim Fdl, der möglicherweise im
ESTW viele Kilometer entfernt sitzt und für einige hundert BÜs
zuständig ist?
wo liegt hier eigendlich die maximale Grenze? O.k, liegt sicher auch am
Fahrbetrieb, aber die gibt's doch sicher?
Hmm, da habe ich gerade keine Daten zur Hand aber es dürfte sich im Ramen
der obligatorischen 6,5 Kilometer bewegen.
Ich las aber letztens dass man bei Brilon das Problem eines zu überwachenden
Bü hat.
Der BÜ wird/wurde vom örtl. Stw per Kamera überwacht. Da der Bf aufgelassen
wird aber die Übertragungsstrecke zu lange ist wandelt man nun als
Pilotversuch das Bild in Digital um eine grössere Übertragunsreichweite zu
erreichen.

--
Gruß Ralf
www.ralf-gunkel.de
"Fährst du schon? Oder rechnest du noch?" Harald Schmidt zur Reform von PEP
Ralf Gunkel
2003-07-04 21:56:44 UTC
Antworten
Permalink
Post by Holger Koetting
|> wie funktioniert diese Radarüberwachung eigentlich genau? Ist da irgendeine
|> Signalabhängigkeit drübergeschaltet? Und was passiert, wenn bei
|> geschlossenen Schranken noch jemand über den Bü drüberläuft?
Das sind ja gleich drei Wuensche auf einmal. Das geht nun wirklich nicht.
"Geht wirklich nicht" traf auf den Prototyp in buschschlag auch gut zu..
;-)
Post by Holger Koetting
Also zur ersten Frage: Per Radar wird der freizumeldende Raum abgescannt.
IIRC zweimal. Durch bestimmte Elementanordnungen laesst sich der zu
ueberwachende Raum auch begrenzen.
So isses, sehr schln ausgedrückt.

ZUr frage im anderern Strang warum man nicht permanent überwacht.
Je mehr man überwacht, desto grösser wird die Fehlerquote und wenn so ein
De** meint er muss drüberlatschen muss man ja nicht unbedingt alle Züge
stoppen. Dann würde nämlich langsam gar nichts mehr in D fahren.

--
Gruß Ralf
www.ralf-gunkel.de
"Fährst du schon? Oder rechnest du noch?" Harald Schmidt zur Reform von PEP
U***@web.de
2020-10-09 08:13:43 UTC
Antworten
Permalink
Post by Fredy Barth
Post by Ralf Gunkel
Bei neueren Bauformen hätte dass das Honywell Radar-Ei übernommen.
wie funktioniert diese Radarüberwachung eigentlich genau? Ist da irgendeine
Signalabhängigkeit drübergeschaltet? Und was passiert, wenn bei
geschlossenen Schranken noch jemand über den Bü drüberläuft?
Hier im Allgäu haben sie nämlich auch so Dinger installiert. Eine Anlage in
Dietmannsried, ist glaub ich so ein Honiggut-Ding und zwischen Kempten und
Immenstadt gibt's auch irgend sowas. Da sind allerdings mehrere Kästen oder
dergleichen angebracht.
Die Firma Honiggut soll die Eierproduktion
eingestellt haben, was die sicherheitstechnische
Aufrüstung von BÜ erschwert. Künftig doch wieder
Freiraumüberwachung durch Hinsehen.

Was mit Ablaufdaten vorhandener Eier und
Ersatzteilversorgung für diese ist, weiß
ich nicht.
Alexandre Kampouris
2020-10-18 17:42:47 UTC
Antworten
Permalink
Post by U***@web.de
Die Firma Honiggut soll die Eierproduktion
eingestellt haben, was die sicherheitstechnische
Aufrüstung von BÜ erschwert.
War das nicht vor schon 3-4 Jahren passiert, oder hast du etwas
aktuelleres gesehen?

https://www.dielinke-mkk.de/nc/kreisverband/presse/aktuelles/detail/news/stop-the-bullshit-honeywell-maintal/

===============
13.11.2017

Die hessische Bundestagsabgeordnete Sabine Leidig (DIE LINKE)
unterstützt die Honeywell-Beschäftigten im Kampf um ihre Arbeitsplätze.

Sie traf sich heute mit Mitgliedern des Betriebsrates und
Vertrauensleuten von Honeywell, vor Ort in Maintal, am Bahnübergang
Hanau-Wilhelmsbad: [...]

Die meisten arbeiten seit vielen Jahren hier und würden mit Mitte 50
kaum angemessene Alternativen finden. Und: einige
Rüstungs-Konversionsprodukte sind volkswirtschaftlich einfach wichtig.
Zum Beispiel dieser Radarscanner (weißes "Ei" am Gleis), mit dem
Bahnübergänge abgecheckt werden, bevor ein Zug durchrauscht. Etwa 300
davon sind bei der Bahn im Einsatz - der Bedarf ist mindestens doppelt
so groß.
===============

Es mag harsch klingen, aber... ich halte dieses System leider für völlig
überholt.

Honeywell hat März 1996 (also, vor quasi ein Vierteljahrhundert) ein
deutsches Patent angemeldet, dass in allgemeinen Züge seine Arbeitsweise
beschreibt.

https://radio-bip.qc.ca/etc1/DE19612579A1-Honeywell-Bahnuebergang-Radar.pdf

[Das Gesuch wurde vom DPMA zurückgewiesen, vgl:
https://register.dpma.de/DPMAregister/pat/register?AKZ=196125790 ,
wahrscheinlich aufgrund mangelnde erfinderische Tätigkeit, früher als
"Erfindungshöhe" bekannt.]

Auf Spalte 2, Zeile 27 wird das HF-Modul beschrieben. Es handelt sich
Gunn-Diode Oszillator mit Varactor Frequenzeinstellung. Der Empfänger
ist ein passiver Mischer ohne Niedergeräuschvorverstärker.

Es stammt von der Firma "Microwave Associates", heute MACOM.

Das ist eigentlich Technik aus der 60er Jahre. Älter in sich selbst kein
Nachteil, aber es gibt in diesem Fall seitdem besseres.

Modulen sind immerhin immer noch lieferbar und /relativ/ kostengünstig,
z.B. hier:

https://www.digikey.ca/en/products/detail/macom-technology-solutions/MACS-007802-0M1RL7/12715348
https://cdn.macom.com/datasheets/MACS-007802-0M1R10.pdf

1C$~=0,65€ ; es gibt preiswertere Modelle. Gunn-Modulen müssen aber mit
relativ viel Elektronik aufgekleidet werden, um ein Dauerstrichradar
(FMCW) daraus zu machen.

Nach dieser Ebay-Kleinanzeige liege der Original Preis bei 65k€:
https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anzeige/radar-scanner-honeywell-bahnuebergangssicherung/1032382656-168-2450

Die Bilder des geschälten Eis weisen eine ziemlich Aufwendige
Konstruktion auf. Der VME-Bus Rechner im unteren Teil ist wahrscheinlich
auf dem Stand der Technik der 90er Jahren geblieben, und daher veraltet,
oder muss/müsste kostspielig erneuert werden. (Stromkosten sind auch
wahrscheinlich hoch, bei mehreren Hundert €/J.).

Die Ei-Produktionsvolumen sind zweifelsohne gering. Der Artikel oben
erwähnt eine Zahl von 300 BÜ in DE. Ist das vielleicht ein Tippfehler?
Die Seriennummer, die ich links und rechts gesehen habe, sprechen für
eine kleine Zahl. (vgl.
https://de.wikipedia.org/wiki/German_tank_problem ) Ich vermute, es war
kein Exportschläger...
Post by U***@web.de
Künftig doch wieder Freiraumüberwachung durch Hinsehen.
Nicht unbedingt.

In den letzten ugf. 15+ Jahren wurden integrierten Radarsensoren
intensiv entwickelt, zum Zweck der Kollisionsvermeidung und autonomes
Fahren von Fahrzeuge.

z.B. : http://www.hitachi-automotive.co.jp/en/products/adas/index.html

Sie sind dem guten alten MA/COM "Gunnplexer" *weitaus* überlegen.

Deren bevorzugten und vorteilhafter Frequenzbereich ist ~77-79 GHz. Sie
sind wetterfest, zuverlässig, sehr empfindlich, ohne bewegliche Teile,
billig (Kostenpunkt bei ~€50/Stück), und winzig. Die Signalbearbeitung
ist integriert, und die Kommunikation erfolgt über eine CAN-Bus
Schnittstelle. Der Strombedarf ist bei etwa 4W/Modul gering.

Bis zu 6 solchen Modulen können in ein PKW eingebaut werden: zwei davon
schauen je vor- oder rückwärts bis zu einer Entfernung von 250m, und 4
sind in Ecken montiert um parallelen Fahrbahnen zu überwachen. Die
Abmessungen eines typisches Eckmodul liegen gegenwärtig bei ~6cm x ~6cm
x ~3cm.

Etwa zwanzig Automobilzulieferer haben Radarmodulen im Angebot, darunter
Bosch und Continental in DE. Der gesamte Produktionspegel ist in
Millionenhöhe. Sie werden kontinuierlich weiterentwickelt, mit einer
neuer Produktgeneration jedes 2-4 Jahre.

Man könnte sich also ein passendes (Eck-)Radar "aus der Stange"
aussuchen, eine Menge davon vorrätig für die geplante Systemlebensdauer
(sagen wir mal, 25 Jahre) zu kaufen, und BÜs ausrüsten.

Weitere benötigte Komponenten sind ein Auto-ECU (dass ist schon eine
geprüftes Sicherheitsrelevant Element), einige Stahl- oder Betonpfosten,
Verkabelung, Stromquelle, und eine Schnittstelle zur Bahnsicherung. Die
Elektronik würde nur einen geringen Teil des gesamten Preises ausmachen.
(das Gros wäre aus Entwicklungs- und Installationskosten gebildet).

Bildverarbeitung wäre eine weitere Option, die 1996 noch nicht
verbreitet war.

Die Würfelreflektoren zur Kalibrierung des Honeywells-Ei sind m.M.n.
unnötig bei den moderneren Modulen.

Man könnte zusätzliche Funktionen anbieten, z.B. die Überwachung der
Schrankstellung und Verkehrszählung, um Gefahrenpunkte und Trends zu
identifizieren.

Auf die Schnelle konnte ich diese Patentanmeldung der Firma Bosch
auftreiben.

https://radio-bip.qc.ca/etc1/DE102014208522A1-Bosch-Bahnuebergang.pdf

Angemeldet am 7. Mai 2014.

Sie sind also auch selber auf die Möglichkeiten ihrer Sensoren
aufmerksam geworden.

[Die Anmeldung wurde aufs Eis gelegt, siehe
https://register.dpma.de/DPMAregister/pat/register?AKZ=1020142085225 .
Im deutschen Recht hat man ab dem Anmeldetag 7 Jahre Zeit, den
Prüfungsantrag zu stellen. Viele Anmeldungen sterben nach diesem Termin.]

Mist! Sie haben schon über die Schrankenüberwachung gedacht. :-) Die
Grenzen des Überwachungsraums werden auch mithilfe der Schranken definiert.

Ob Bosch oder andere tatsächlich über ein verkaufsfähiges Produkt
verfügen, ist mir nicht bekannt. Die Möglichkeit steht jedenfalls da.
Post by U***@web.de
Was mit Ablaufdaten vorhandener Eier und
Ersatzteilversorgung für diese ist, weiß
ich nicht.
Das alte Ei ist vergleichsweise so teuer, dass es sich wahrscheinlich
lohnen würde, es abzuschreiben, und einfach mit neuerer Technik zu ersetzen.

Aber sind Radar-Anlagen sinnvoll? Hier z.B. in Norddeich-Mole steht ein
Honeywell-Ei an einem BÜ, der quasi eine Lücke zwischen zwei
unmittelbare Bahnsteige bilden.



Die Züge fahren dort langsam und auf Sicht...

Alexandre
U***@web.de
2020-10-18 17:57:39 UTC
Antworten
Permalink
Post by Alexandre Kampouris
Post by U***@web.de
Künftig doch wieder Freiraumüberwachung durch Hinsehen.
Nicht unbedingt.
Aber am Unglücks-BÜ in Nied.
Post by Alexandre Kampouris
In den letzten ugf. 15+ Jahren wurden integrierten Radarsensoren
intensiv entwickelt, zum Zweck der Kollisionsvermeidung und autonomes
Fahren von Fahrzeuge.
z.B. : http://www.hitachi-automotive.co.jp/en/products/adas/index.html
Sie sind dem guten alten MA/COM "Gunnplexer" *weitaus* überlegen.
Deren bevorzugten und vorteilhafter Frequenzbereich ist ~77-79 GHz. Sie
sind wetterfest, zuverlässig, sehr empfindlich, ohne bewegliche Teile,
billig (Kostenpunkt bei ~€50/Stück), und winzig. Die Signalbearbeitung
ist integriert, und die Kommunikation erfolgt über eine CAN-Bus
Schnittstelle. Der Strombedarf ist bei etwa 4W/Modul gering.
Bis zu 6 solchen Modulen können in ein PKW eingebaut werden: zwei davon
schauen je vor- oder rückwärts bis zu einer Entfernung von 250m, und 4
sind in Ecken montiert um parallelen Fahrbahnen zu überwachen. Die
Abmessungen eines typisches Eckmodul liegen gegenwärtig bei ~6cm x ~6cm
x ~3cm.
Etwa zwanzig Automobilzulieferer haben Radarmodulen im Angebot, darunter
Bosch und Continental in DE. Der gesamte Produktionspegel ist in
Millionenhöhe. Sie werden kontinuierlich weiterentwickelt, mit einer
neuer Produktgeneration jedes 2-4 Jahre.
Man könnte sich also ein passendes (Eck-)Radar "aus der Stange"
aussuchen, eine Menge davon vorrätig für die geplante Systemlebensdauer
(sagen wir mal, 25 Jahre) zu kaufen, und BÜs ausrüsten.
Weitere benötigte Komponenten sind ein Auto-ECU (dass ist schon eine
geprüftes Sicherheitsrelevant Element), einige Stahl- oder Betonpfosten,
Verkabelung, Stromquelle, und eine Schnittstelle zur Bahnsicherung. Die
Elektronik würde nur einen geringen Teil des gesamten Preises ausmachen.
(das Gros wäre aus Entwicklungs- und Installationskosten gebildet).
Bildverarbeitung wäre eine weitere Option, die 1996 noch nicht
verbreitet war.
Eine unabdingbare "Komponente" ist hier
die EBA-Zulassung.

Gruß, ULF
Jens Nattbock
2020-10-18 18:15:25 UTC
Antworten
Permalink
Post by Alexandre Kampouris
Post by U***@web.de
Die Firma Honiggut soll die Eierproduktion
eingestellt haben, was die sicherheitstechnische
Aufrüstung von BÜ erschwert.
War das nicht vor schon 3-4 Jahren passiert, oder hast du etwas
aktuelleres gesehen?
https://www.dielinke-mkk.de/nc/kreisverband/presse/aktuelles/detail/news/stop-the-bullshit-honeywell-maintal/
===============
13.11.2017
Die hessische Bundestagsabgeordnete Sabine Leidig (DIE LINKE)
unterstützt die Honeywell-Beschäftigten im Kampf um ihre Arbeitsplätze.
Sie traf sich heute mit Mitgliedern des Betriebsrates und
Vertrauensleuten von Honeywell, vor Ort in Maintal, am Bahnübergang
Hanau-Wilhelmsbad: [...]
Die meisten arbeiten seit vielen Jahren hier und würden mit Mitte 50
kaum angemessene Alternativen finden. Und: einige
Rüstungs-Konversionsprodukte sind volkswirtschaftlich einfach wichtig.
Zum Beispiel dieser Radarscanner (weißes "Ei" am Gleis), mit dem
Bahnübergänge abgecheckt werden, bevor ein Zug durchrauscht. Etwa 300
davon sind bei der Bahn im Einsatz - der Bedarf ist mindestens doppelt
so groß.
===============
Es mag harsch klingen, aber... ich halte dieses System leider für völlig
überholt.
Honeywell hat März 1996 (also, vor quasi ein Vierteljahrhundert) ein
deutsches Patent angemeldet, dass in allgemeinen Züge seine Arbeitsweise
beschreibt.
https://radio-bip.qc.ca/etc1/DE19612579A1-Honeywell-Bahnuebergang-Radar.pdf
https://register.dpma.de/DPMAregister/pat/register?AKZ=196125790 ,
wahrscheinlich aufgrund mangelnde erfinderische Tätigkeit, früher als
"Erfindungshöhe" bekannt.]
Auf Spalte 2, Zeile 27 wird das HF-Modul beschrieben. Es handelt sich
Gunn-Diode Oszillator mit Varactor Frequenzeinstellung. Der Empfänger
ist ein passiver Mischer ohne Niedergeräuschvorverstärker.
Es stammt von der Firma "Microwave Associates", heute MACOM.
Das ist eigentlich Technik aus der 60er Jahre. Älter in sich selbst kein
Nachteil, aber es gibt in diesem Fall seitdem besseres.
Modulen sind immerhin immer noch lieferbar und /relativ/ kostengünstig,
https://www.digikey.ca/en/products/detail/macom-technology-solutions/MACS-007802-0M1RL7/12715348
https://cdn.macom.com/datasheets/MACS-007802-0M1R10.pdf
1C$~=0,65€ ; es gibt preiswertere Modelle. Gunn-Modulen müssen aber mit
relativ viel Elektronik aufgekleidet werden, um ein Dauerstrichradar
(FMCW) daraus zu machen.
https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anzeige/radar-scanner-honeywell-bahnuebergangssicherung/1032382656-168-2450
Die Bilder des geschälten Eis weisen eine ziemlich Aufwendige
Konstruktion auf. Der VME-Bus Rechner im unteren Teil ist wahrscheinlich
auf dem Stand der Technik der 90er Jahren geblieben, und daher veraltet,
oder muss/müsste kostspielig erneuert werden. (Stromkosten sind auch
wahrscheinlich hoch, bei mehreren Hundert €/J.).
Die Ei-Produktionsvolumen sind zweifelsohne gering. Der Artikel oben
erwähnt eine Zahl von 300 BÜ in DE. Ist das vielleicht ein Tippfehler?
Die Seriennummer, die ich links und rechts gesehen habe, sprechen für
eine kleine Zahl. (vgl.
https://de.wikipedia.org/wiki/German_tank_problem ) Ich vermute, es war
kein Exportschläger...
Post by U***@web.de
Künftig doch wieder Freiraumüberwachung durch Hinsehen.
Nicht unbedingt.
In den letzten ugf. 15+ Jahren wurden integrierten Radarsensoren
intensiv entwickelt, zum Zweck der Kollisionsvermeidung und autonomes
Fahren von Fahrzeuge.
z.B. : http://www.hitachi-automotive.co.jp/en/products/adas/index.html
Sie sind dem guten alten MA/COM "Gunnplexer" *weitaus* überlegen.
Deren bevorzugten und vorteilhafter Frequenzbereich ist ~77-79 GHz. Sie
sind wetterfest, zuverlässig, sehr empfindlich, ohne bewegliche Teile,
billig (Kostenpunkt bei ~€50/Stück), und winzig. Die Signalbearbeitung
ist integriert, und die Kommunikation erfolgt über eine CAN-Bus
Schnittstelle. Der Strombedarf ist bei etwa 4W/Modul gering.
Bis zu 6 solchen Modulen können in ein PKW eingebaut werden: zwei davon
schauen je vor- oder rückwärts bis zu einer Entfernung von 250m, und 4
sind in Ecken montiert um parallelen Fahrbahnen zu überwachen. Die
Abmessungen eines typisches Eckmodul liegen gegenwärtig bei ~6cm x ~6cm
x ~3cm.
Etwa zwanzig Automobilzulieferer haben Radarmodulen im Angebot, darunter
Bosch und Continental in DE. Der gesamte Produktionspegel ist in
Millionenhöhe. Sie werden kontinuierlich weiterentwickelt, mit einer
neuer Produktgeneration jedes 2-4 Jahre.
Man könnte sich also ein passendes (Eck-)Radar "aus der Stange"
aussuchen, eine Menge davon vorrätig für die geplante Systemlebensdauer
(sagen wir mal, 25 Jahre) zu kaufen, und BÜs ausrüsten.
Weitere benötigte Komponenten sind ein Auto-ECU (dass ist schon eine
geprüftes Sicherheitsrelevant Element), einige Stahl- oder Betonpfosten,
Verkabelung, Stromquelle, und eine Schnittstelle zur Bahnsicherung. Die
Elektronik würde nur einen geringen Teil des gesamten Preises ausmachen.
(das Gros wäre aus Entwicklungs- und Installationskosten gebildet).
Bildverarbeitung wäre eine weitere Option, die 1996 noch nicht
verbreitet war.
Die Würfelreflektoren zur Kalibrierung des Honeywells-Ei sind m.M.n.
unnötig bei den moderneren Modulen.
Man könnte zusätzliche Funktionen anbieten, z.B. die Überwachung der
Schrankstellung und Verkehrszählung, um Gefahrenpunkte und Trends zu
identifizieren.
Auf die Schnelle konnte ich diese Patentanmeldung der Firma Bosch
auftreiben.
https://radio-bip.qc.ca/etc1/DE102014208522A1-Bosch-Bahnuebergang.pdf
Angemeldet am 7. Mai 2014.
Sie sind also auch selber auf die Möglichkeiten ihrer Sensoren
aufmerksam geworden.
[Die Anmeldung wurde aufs Eis gelegt, siehe
https://register.dpma.de/DPMAregister/pat/register?AKZ=1020142085225 .
Im deutschen Recht hat man ab dem  Anmeldetag 7 Jahre Zeit, den
Prüfungsantrag zu stellen. Viele Anmeldungen sterben nach diesem Termin.]
Mist! Sie haben schon über die Schrankenüberwachung gedacht. :-) Die
Grenzen des Überwachungsraums werden auch mithilfe der Schranken definiert.
Ob Bosch oder andere tatsächlich über ein verkaufsfähiges Produkt
verfügen, ist mir nicht bekannt. Die Möglichkeit steht jedenfalls da.
Post by U***@web.de
Was mit Ablaufdaten vorhandener Eier und
Ersatzteilversorgung für diese ist, weiß
ich nicht.
Das alte Ei ist vergleichsweise so teuer, dass es sich wahrscheinlich
lohnen würde, es abzuschreiben, und einfach mit neuerer Technik zu ersetzen.
Aber sind Radar-Anlagen sinnvoll? Hier z.B. in Norddeich-Mole steht ein
Honeywell-Ei an einem BÜ, der quasi eine Lücke zwischen zwei
unmittelbare Bahnsteige bilden.
http://youtu.be/IUlIAMCARC0
Die Züge fahren dort langsam und auf Sicht...
Alexandre
Danke für die interessante und ausführliche Recherche!
J
Ralph A. Schmid, dk5ras
2020-10-22 14:12:57 UTC
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Post by Alexandre Kampouris
Auf Spalte 2, Zeile 27 wird das HF-Modul beschrieben. Es handelt sich
Gunn-Diode Oszillator mit Varactor Frequenzeinstellung. Der Empfänger
ist ein passiver Mischer ohne Niedergeräuschvorverstärker.
Es stammt von der Firma "Microwave Associates", heute MACOM.
Das ist eigentlich Technik aus der 60er Jahre. Älter in sich selbst kein
Nachteil, aber es gibt in diesem Fall seitdem besseres.
Wird halt weiter so gebaut wie es ist. Was da mit einem riesen-Aufwand
erreicht wird, gibt es heute schon als on-chip-Lösungen. Die
GHz-Technik hat enorme Fortschritte gemacht in den letzten Jahren und
Jahrzehnten, das ist spo faszinierend, was man heute für wenige EUR
auf einem Chip an Funktionen bekommt.


-ras
--
Ralph A. Schmid +49-171-3631223 +49-911-21650056
http://www.schmid.xxx/ http://www.db0fue.de/
http://www.bclog.de/ http://www.kabuliyan.de/
Frank Nitzschner
2020-10-22 19:06:43 UTC
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Post by Ralph A. Schmid, dk5ras
Wird halt weiter so gebaut wie es ist. Was da mit einem riesen-Aufwand
erreicht wird, gibt es heute schon als on-chip-Lösungen. Die
GHz-Technik hat enorme Fortschritte gemacht in den letzten Jahren und
Jahrzehnten, das ist spo faszinierend, was man heute für wenige EUR
auf einem Chip an Funktionen bekommt.
Das Problem ist halt, das IMO niemand soetwas neu und in bahnfest
für einen Markt <500 entwickeln und zulassen wird.
Zumal die grundsätzliche Strategie ja immer noch auf die
Beseitigung der höhengleichen Übergänge zielt.
Bei Honeywell waren eben die Komponenten in irgendeiner
Jagdflugzeugnase vorhanden. Aber trotzdem glaube ich nicht
das die damit größeren Gewinn gemacht haben.

Grüsse
Frank

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