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Graffiti-Sprayer im Bahnhof Rüsselsheim festgenommen
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Paul Muster
2021-01-04 22:57:14 UTC
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<https://www.main-spitze.de/lokales/kreis-gross-gerau/ruesselsheim/graffiti-sprayer-im-bahnhof-russelsheim-festgenommen_22899791>

| Im Bahnhof Rüsselsheim ist am Sonntagabend ein 48-jähriger Mann aus
| Wiesbaden festgenommen worden, der kurz zuvor einen abgestellten ICE
| großflächig mit Farbe besprüht hatte.
|
| Gegen 18.30 Uhr ging bei der Polizei Frankfurt die Meldung ein, dass
| im Außenbereich des Bahnhofes Rüsselsheim eine männliche Person einen
| ICE mit Farbe besprühen würde. [...]

Wo genau und warum stellt man in Rüsselsheim eine ICE-Garnitur ab? Hat
man mittlerweile dermaßen viel Infrastruktur kaputtgemacht, dass man
ICEs in irgendwelchen Bahnhöfen parken muss anstatt beim Startbahnhof,
ab dem es am nächsten Morgen wieder losgehen soll (hier z.B. F HBf, F
Flugh Fern, F Süd, Mz, WI), oder beim Instandhaltungswerk (F-Höchst)?


mfG Paul
Andreas Neumann
2021-01-05 08:21:16 UTC
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Post by Paul Muster
Wo genau und warum stellt man in Rüsselsheim eine ICE-Garnitur ab?
Ich spekuliere auf die einfachstmögliche Erklärung: Es ist halt mal wieder
einer liegengeblieben und es war zu spät/zu dunkel/zu Wetter, um eine Crew
mit den 218ern loszuschicken.

Viel wichtiger finde ich
Post by Paul Muster
| Im Bahnhof Rüsselsheim ist am Sonntagabend ein 48-jähriger Mann aus
| Wiesbaden festgenommen worden, der kurz zuvor einen abgestellten ICE
| großflächig mit Farbe besprüht hatte.
Hoffentlich kettet man solche Leute persönlich ans Objekt und lässt sie
schrubben, bis alles wieder blitzeblank ist.

Ok, träumen darf man ja mal.
Marc Haber
2021-01-05 09:53:27 UTC
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Post by Andreas Neumann
Post by Paul Muster
Wo genau und warum stellt man in Rüsselsheim eine ICE-Garnitur ab?
Ich spekuliere auf die einfachstmögliche Erklärung: Es ist halt mal wieder
einer liegengeblieben und es war zu spät/zu dunkel/zu Wetter, um eine Crew
mit den 218ern loszuschicken.
Lall. Geh bitte.
--
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Marc Haber | " Questions are the | Mailadresse im Header
Mannheim, Germany | Beginning of Wisdom " |
Nordisch by Nature | Lt. Worf, TNG "Rightful Heir" | Fon: *49 621 72739834
Ulf Kutzner
2021-01-05 08:31:18 UTC
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Post by Paul Muster
<https://www.main-spitze.de/lokales/kreis-gross-gerau/ruesselsheim/graffiti-sprayer-im-bahnhof-russelsheim-festgenommen_22899791>
| Im Bahnhof Rüsselsheim ist am Sonntagabend ein 48-jähriger Mann aus
| Wiesbaden festgenommen worden, der kurz zuvor einen abgestellten ICE
| großflächig mit Farbe besprüht hatte.
|
| Gegen 18.30 Uhr ging bei der Polizei Frankfurt die Meldung ein, dass
| im Außenbereich des Bahnhofes Rüsselsheim eine männliche Person einen
| ICE mit Farbe besprühen würde. [...]
Wo genau und warum stellt man in Rüsselsheim eine ICE-Garnitur ab? Hat
man mittlerweile dermaßen viel Infrastruktur kaputtgemacht, dass man
ICEs in irgendwelchen Bahnhöfen parken muss anstatt beim Startbahnhof,
ab dem es am nächsten Morgen wieder losgehen soll (hier z.B. F HBf, F
Flugh Fern, F Süd, Mz, WI), oder beim Instandhaltungswerk (F-Höchst)?
Im Bft Opelwerk, was mit "Außenbereich" gemeint gewesen sein könnte,
hatte ich schon einen über Tage hinweg abgestellten ICE beschrieben.
Auch parkte man dort seinerzeit wohl die letzten 420er aus Frankfurt.

Weiß nicht, ob die Abteilung Zugeinkürzung bei DB FV schon wieder
zugeschlagen hat; man hat dort aber infolge ICE4-Ablieferung ausnahmsweise
keine große Knappheit. Bei IC1 mag das schon wieder anders aussehen.
Jens Nattbock
2021-01-05 09:25:56 UTC
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Post by Paul Muster
<https://www.main-spitze.de/lokales/kreis-gross-gerau/ruesselsheim/graffiti-sprayer-im-bahnhof-russelsheim-festgenommen_22899791>
| ein 48-jähriger Mann
Der passte jetzt nicht in meine Vorstellung von typischer Weise
jugendlichen Straßtätern. Aber warum auch nicht, auch die Sprayer werden
älter. Demnächst eine Meldung über eomem Senior im Pflegeheim, der die
Türen der Kantine mit Senf und Ketchup neu gestaltet hat?
J
Ulf Kutzner
2021-01-05 09:36:44 UTC
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Post by Jens Nattbock
Post by Paul Muster
| ein 48-jähriger Mann
Der passte jetzt nicht in meine Vorstellung von typischer Weise
jugendlichen Straßtätern.
Der war gut...
Paul Muster
2021-01-05 10:43:46 UTC
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Post by Jens Nattbock
Post by Paul Muster
<https://www.main-spitze.de/lokales/kreis-gross-gerau/ruesselsheim/graffiti-sprayer-im-bahnhof-russelsheim-festgenommen_22899791>
| ein 48-jähriger Mann
Der passte jetzt nicht in meine Vorstellung von typischer Weise
jugendlichen Straßtätern.
Ja, fiel mir auch auf. Junggeblieben in einer negativen Form.
Post by Jens Nattbock
Aber warum auch nicht, auch die Sprayer werden
älter. Demnächst eine Meldung über eomem Senior im Pflegeheim, der die
Türen der Kantine mit Senf und Ketchup neu gestaltet hat?
Na, solange er a) im Heim und b) mit Senf und Ketchup rumpfuscht, kann
uns hier das relativ egal sein. Kritisch und OnT wird es, wenn er mit
dem Rollator im Gleisbett steckenbleibt....


*SCNR* & mfG Paul
Tim Landscheidt
2021-01-05 11:41:30 UTC
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Post by Jens Nattbock
Post by Paul Muster
<https://www.main-spitze.de/lokales/kreis-gross-gerau/ruesselsheim/graffiti-sprayer-im-bahnhof-russelsheim-festgenommen_22899791>
| ein 48-jähriger Mann
Der passte jetzt nicht in meine Vorstellung von typischer Weise
jugendlichen Straßtätern. Aber warum auch nicht, auch die Sprayer werden
älter. Demnächst eine Meldung über eomem Senior im Pflegeheim, der die
Türen der Kantine mit Senf und Ketchup neu gestaltet hat?
Das ist meistens für das Sendungsbewusstsein nicht öffent-
lich genug.

Tim
Frank Hucklenbroich
2021-01-05 12:37:51 UTC
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Post by Jens Nattbock
Post by Paul Muster
<https://www.main-spitze.de/lokales/kreis-gross-gerau/ruesselsheim/graffiti-sprayer-im-bahnhof-russelsheim-festgenommen_22899791>
| ein 48-jähriger Mann
Der passte jetzt nicht in meine Vorstellung von typischer Weise
jugendlichen Straßtätern.
Old School eben, der hat wohl irgendwann in den 80ern als Jugendlicher mit
dem Sprayen angefangen. Nur wachsen sich solche "Hobbies" normalerweise
irgendwann aus.
Post by Jens Nattbock
Aber warum auch nicht, auch die Sprayer werden
älter. Demnächst eine Meldung über eomem Senior im Pflegeheim, der die
Türen der Kantine mit Senf und Ketchup neu gestaltet hat?
Von Rentnern die Autos zerkratzen liest man immer mal wieder in der
Zeitung.

Grüße,

Frank
Hartmut Ott
2021-01-05 13:56:36 UTC
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Hej,
Post by Jens Nattbock
Post by Paul Muster
<https://www.main-spitze.de/lokales/kreis-gross-gerau/ruesselsheim/graffiti-sprayer-im-bahnhof-russelsheim-festgenommen_22899791>
| ein 48-jähriger Mann
Der passte jetzt nicht in meine Vorstellung von typischer Weise
jugendlichen Straßtätern. Aber warum auch nicht, auch die Sprayer werden
älter. Demnächst eine Meldung über eomem Senior im Pflegeheim, der die
Türen der Kantine mit Senf und Ketchup neu gestaltet hat?
J
Naja, gegenüber oz mag auch ein 48-jähriger noch jung sein.


https://de.wikipedia.org/wiki/Oz_(Sprayer)

...wikipedia................
Oz oder OZ (* 7. Januar 1950 in Heidelberg; † 25. September 2014 in
Hamburg; war ein deutscher Graffiti-Künstler.

Zuletzt lebte Oz in einer Ladenwohnung im Stadtteil Billstedt. Er war
von einem Gericht als „seelisch behindert“ eingestuft worden und wurde
die letzten sechs Jahre seines Lebens von Sozialarbeitern betreut.[10]

Am 25. September 2014 gegen 22:30 Uhr sprühte Oz auf den Gleisen
zwischen den Stationen Hamburg Hauptbahnhof und Berliner Tor. Dort
erfasste ihn eine vorbeifahrende S-Bahn. Er starb an schweren Kopf- und
Rückenverletzungen.
...............................

Wobei ich mich etwas an "Graffiti-Künstler" stoße, denn die massenweise
Anbringung des Zeichen oz überall in Hamburg halte ich nicht für Kunst,
eher für Schmiererei.
--
--
mfg
Hartmut Ott
Herbert
2021-01-06 10:20:26 UTC
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Post by Hartmut Ott
Wobei ich mich etwas an "Graffiti-Künstler" stoße, denn die massenweise
Anbringung des Zeichen oz überall in Hamburg halte ich nicht für Kunst,
eher für Schmiererei.
Ich bin auch nicht qualifiziert, zu definieren, was Kunst ist und was
nicht, aber im Falle oz würde ich auf Kunst plädieren, weil er dieses
Konzept 'erfunden' hat (und darin würde die Kunst bestehen) - also: Bei
ihn ja, bei allen Nachahmern nein.

Rein praktisch hatte er das Problem, dass er nie was verkaufen konnte
und das unterschied ihn von anderen (richtigen?) Künstlern. Und es war
die Ursache dafür, dass er zeitlebens arm blieb, obwohl er fleissig war.

Herbert
Tim Landscheidt
2021-01-06 11:54:16 UTC
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Post by Herbert
Post by Hartmut Ott
Wobei ich mich etwas an "Graffiti-Künstler" stoße, denn
die massenweise
Anbringung des Zeichen oz überall in Hamburg halte ich nicht für Kunst,
eher für Schmiererei.
Ich bin auch nicht qualifiziert, zu definieren, was Kunst
ist und was nicht, aber im Falle oz würde ich auf Kunst
plädieren, weil er dieses Konzept 'erfunden' hat (und darin
würde die Kunst bestehen) - also: Bei ihn ja, bei allen
Nachahmern nein.
Äh, sein Revier zu markieren ist sicherlich keine Erfindung
des 20. Jahrhunderts und noch nicht einmal menschlichen Ur-
sprungs. Die meisten Kinder werden eine Phase durchleben, wo
für sie jede Tapete eine Leinwand ist.
Post by Herbert
Rein praktisch hatte er das Problem, dass er nie was
verkaufen konnte und das unterschied ihn von anderen
(richtigen?) Künstlern. Und es war die Ursache dafür, dass
er zeitlebens arm blieb, obwohl er fleissig war.
War er das? Laut dem Wikipedia-Artikel schätzte die Hambur-
ger Polizei für den Zeitraum 1992 bis 2002 120000 von ihm
hinterlassene „Zeichen“. Selbst wenn man diese Zahl für wahr
hält (Sicherheitsbehörden haben häufig ein taktisches Ver-
hältnis zu Statistiken), wären das etwa 1,25 „Zeichen“/Ar-
beitsstunde (bei 40 h/Woche und vier Wochen Urlaub).

IMHO war es nicht ausschlaggebend (es gab und gibt in Ham-
burg etwa 20000 Menschen, die in ähnlichen Verhältnissen wie
Oz leben, unbeachtet von der Öffentlichkeit), aber ich denke
nicht, dass es für ihn hilfreich war, seinen Lebensstil zu
Kunst zu adeln.

Tim
Hartmut Ott
2021-01-06 13:30:28 UTC
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Hej,
Post by Tim Landscheidt
War er das? Laut dem Wikipedia-Artikel schätzte die Hambur-
ger Polizei für den Zeitraum 1992 bis 2002 120000 von ihm
hinterlassene „Zeichen“. Selbst wenn man diese Zahl für wahr
hält (Sicherheitsbehörden haben häufig ein taktisches Ver-
hältnis zu Statistiken), wären das etwa 1,25 „Zeichen“/Ar-
beitsstunde (bei 40 h/Woche und vier Wochen Urlaub).
Da ich ja früher öfter mal in Hamburg per Bahn, auch S- oder U-Bahn
unterwegs war, würde ich sagen gefühlt sind das noch viel mehr. Und es
gehört wohl eine Art Besessenheit dazu so ein Zeichen massenhaft an alle
möglichen und auch unmöglichen Orte aufzutragen, wo man normalerweise
gar nicht hinkommen kann. Insofern wundert es mich etwas, das oz ganz
ordinär von einer S-Bahn erwischt wurde und nicht irgendwo runter
gefallen ist.
--
--
mfg
Hartmut Ott
Ulf Kutzner
2021-01-06 21:28:22 UTC
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Post by Hartmut Ott
Da ich ja früher öfter mal in Hamburg per Bahn, auch S- oder U-Bahn
unterwegs war, würde ich sagen gefühlt sind das noch viel mehr. Und es
gehört wohl eine Art Besessenheit dazu so ein Zeichen massenhaft an alle
möglichen und auch unmöglichen Orte aufzutragen, wo man normalerweise
gar nicht hinkommen kann. Insofern wundert es mich etwas, das oz ganz
ordinär von einer S-Bahn erwischt wurde und nicht irgendwo runter
gefallen ist.
Wenn er nicht profilfrei im Gleis stand, war er an einem "unmöglichen" Ort,
an den man ohne Gleissperrung und ohne Arbeitsauftrag eigentlich nicht
hinkommt. Ob er zuvor auch einmal abgerutscht ist, weiß ich nicht, aber
von einer S-Bahn erwischt zu werden, ist dann schon die harte Tour - in den
meisten Fällen zu hart.

Gruß, ULF
Hartmut Ott
2021-01-07 14:35:28 UTC
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Hej,
Post by Ulf Kutzner
Post by Hartmut Ott
Da ich ja früher öfter mal in Hamburg per Bahn, auch S- oder U-Bahn
unterwegs war, würde ich sagen gefühlt sind das noch viel mehr. Und es
gehört wohl eine Art Besessenheit dazu so ein Zeichen massenhaft an alle
möglichen und auch unmöglichen Orte aufzutragen, wo man normalerweise
gar nicht hinkommen kann. Insofern wundert es mich etwas, das oz ganz
ordinär von einer S-Bahn erwischt wurde und nicht irgendwo runter
gefallen ist.
Wenn er nicht profilfrei im Gleis stand, war er an einem "unmöglichen" Ort,
an den man ohne Gleissperrung und ohne Arbeitsauftrag eigentlich nicht
hinkommt. Ob er zuvor auch einmal abgerutscht ist, weiß ich nicht, aber
Wenn da mehrere Gleise liegen, sechs oder acht Stück, steht man, wenn
man dem Gleis zu nahe ist, auch nicht profilfrei. Mit unmöglichen Orten
meinte ich vor allen die, wo man ohne Ausrüstung gar nicht hinkommt, zig
Meter über den Boden bzw. Dach des Anbaus usw bis hin zu den Brücken,
deren Außenseiten wohl nur mit akrobatischen Kunststücken erreicht
werden können. Die Zeichen sind ja nicht nur auf Bahngebiet, auch
angrenzende Häuser und Fabriken wurden so verschmiert.
Post by Ulf Kutzner
von einer S-Bahn erwischt zu werden, ist dann schon die harte Tour - in den
meisten Fällen zu hart.
Naja, 10 oder auch 20 Meter von einer Wand runterfallen oder von einer
Brücke und dann auf ein Geländer oder Stein aufzuschlagen dürfte auch
recht hart sein.
--
--
mfg
Hartmut Ott
Hartmut Ott
2021-01-06 13:16:18 UTC
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Post by Herbert
Post by Hartmut Ott
Wobei ich mich etwas an "Graffiti-Künstler" stoße, denn die massenweise
Anbringung des Zeichen oz überall in Hamburg halte ich nicht für Kunst,
eher für Schmiererei.
Ich bin auch nicht qualifiziert, zu definieren, was Kunst ist und was
nicht, aber im Falle oz würde ich auf Kunst plädieren, weil er dieses
Konzept 'erfunden' hat (und darin würde die Kunst bestehen) - also: Bei
ihn ja, bei allen Nachahmern nein.
Wie Tim Landscheidt schon schrieb "sein Revier zu markieren ist
sicherlich keine Erfindung des 20. Jahrhunderts und noch nicht einmal
menschlichen Ursprungs". Mich erinnert das eher an unserer Hunde, soweit
sie Rüden waren, die immer mit ihrem Urin fleißig markierten alle
Stellen markierten, selbst wenn es nur ein paar Tropfen waren. Das ist
keine Kunst - und wenn Farbe dazu benutzt wird, ist es Sachbeschädigung.
Post by Herbert
Rein praktisch hatte er das Problem, dass er nie was verkaufen konnte
und das unterschied ihn von anderen (richtigen?) Künstlern. Und es war
die Ursache dafür, dass er zeitlebens arm blieb, obwohl er fleissig war.
Etwas grob und spitz gesagt, sein Problem war wohl, das er nicht alle
Tassen im Schrank hatte.
--
--
mfg
Hartmut Ott
Herbert
2021-01-07 10:14:26 UTC
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Post by Hartmut Ott
Post by Herbert
Post by Hartmut Ott
Wobei ich mich etwas an "Graffiti-Künstler" stoße, denn die massenweise
Anbringung des Zeichen oz überall in Hamburg halte ich nicht für Kunst,
eher für Schmiererei.
Ich bin auch nicht qualifiziert, zu definieren, was Kunst ist und was
nicht, aber im Falle oz würde ich auf Kunst plädieren, weil er dieses
Konzept 'erfunden' hat (und darin würde die Kunst bestehen) - also: Bei
ihn ja, bei allen Nachahmern nein.
Wie Tim Landscheidt schon schrieb "sein Revier zu markieren ist
sicherlich keine Erfindung des 20. Jahrhunderts und noch nicht einmal
menschlichen Ursprungs". Mich erinnert das eher an unserer Hunde, soweit
sie Rüden waren, die immer mit ihrem Urin fleißig markierten alle
Stellen markierten, selbst wenn es nur ein paar Tropfen waren.
Mich auch. Vielleicht war das für ihn eine Inspiration.

Das ist
Post by Hartmut Ott
keine Kunst - und wenn Farbe dazu benutzt wird, ist es Sachbeschädigung.
Auf jeden Fall. Auch bei anerkannten Graffitti-Künstlern, deren Werke
für 5-stellige Summen verkauft wurden, hätte ich als Hausbesitzer immer
noch das Recht, das Bild auf meiner Wand doof zu finden und zu
verlangen, dass es entfernt wird.
Post by Hartmut Ott
Post by Herbert
Rein praktisch hatte er das Problem, dass er nie was verkaufen konnte
und das unterschied ihn von anderen (richtigen?) Künstlern.
In diesem Sonderfall könnte der Künstler sein Bild incl. Wand entfernen
und die Wand neu aufbauen lassen. Wenn er mich dann noch für die lästige
Baustelle an meinem Haus angemessen entschädigt, würde ich ihm das
Eigentumsrecht an der alten Wand incl. Bild übertragen.

Solcher Bau- und Transportarbeiten könnten durchaus 5-stellige Summen
kosten, aber wenn er einen Käufer findet, der mehr zahlt, kann er gerne
dabei reich werden.

Und es war
Post by Hartmut Ott
Post by Herbert
die Ursache dafür, dass er zeitlebens arm blieb, obwohl er fleissig war.
Etwas grob und spitz gesagt, sein Problem war wohl, das er nicht alle
Tassen im Schrank hatte.
Klar, Genie und Wahnsinn liegt eng zusammen.

Herbert
Gerald Gruner
2021-01-06 19:45:50 UTC
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Post by Herbert
Rein praktisch hatte er das Problem, dass er nie was verkaufen konnte
und das unterschied ihn von anderen (richtigen?) Künstlern. Und es war
die Ursache dafür, dass er zeitlebens arm blieb, obwohl er fleissig war.
Die eigentliche "Kunst" manches "Künstlers" ist, einen Deppen zu finden,
der für diesen Schrott Geld ausgibt...

MfG
Gerald
--
Ich glaube nicht an die kollektive Weisheit individueller Ignoranz.
- Thomas Carlyle, schottischer Philosoph, über die Demokratie
Ulf Kutzner
2021-01-06 21:31:37 UTC
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Post by Gerald Gruner
Post by Herbert
Rein praktisch hatte er das Problem, dass er nie was verkaufen konnte
und das unterschied ihn von anderen (richtigen?) Künstlern. Und es war
die Ursache dafür, dass er zeitlebens arm blieb, obwohl er fleissig war.
Die eigentliche "Kunst" manches "Künstlers" ist, einen Deppen zu finden,
der für diesen Schrott Geld ausgibt...
Es gab auch andere, die zu ihren Lebzeiten nichts verkaufen konnten;
alls Illegalgraffiteur kann man von den in Eigeninitiative geschafenen
Werken allerdings rein gar nichts verkaufen.
Michael Landenberger
2021-01-06 12:03:15 UTC
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Post by Hartmut Ott
Wobei ich mich etwas an "Graffiti-Künstler" stoße, denn die massenweise
Anbringung des Zeichen oz überall in Hamburg halte ich nicht für Kunst,
eher für Schmiererei.
Ein Sprayer kann ein noch so großer Künstler sein: solange er fremdes Eigentum
ohne Einverständnis des Eigentümers beschädigt (Graffiti stufe ich als
Beschädigung ein), lehne ich seine "Kunst" ab und betrachte den "Künstler"
nicht als solchen, sondern nur als ordinären Straftäter.

Man kann auch legal sprayen und es entstehen auch sehr schöne Sachen dabei.
Hier ein Beispiel:
<https://www.urban-arthall.de/arthall>

Gruß

Michael
Ulrich Onken
2021-01-06 13:17:21 UTC
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Post by Michael Landenberger
Man kann auch legal sprayen und es entstehen auch sehr schöne Sachen dabei.
<https://www.urban-arthall.de/arthall>
Hier in der Nähe kann man auch legal sprayen:
https://www.loerrach.de/de/Loerrach-Erleben/Generationen-Gesellschaft/Jugendliche/Graffiti-unter-der-Autobahn

Die Wiesentalbrücke, aus heutiger Sicht eine schlimme Bausünde aus den
70er Jahren des letzten Jahrhunderts, führt quer über einen Stadtpark
und hat sich mit den Graffiti von hässlichen grauen Säulen in etwas
Ansehlicheres gewandelt.

Grüsse
Uli
Herbert
2021-01-07 10:29:41 UTC
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Post by Ulrich Onken
Post by Michael Landenberger
Man kann auch legal sprayen und es entstehen auch sehr schöne Sachen dabei.
<https://www.urban-arthall.de/arthall>
https://www.loerrach.de/de/Loerrach-Erleben/Generationen-Gesellschaft/Jugendliche/Graffiti-unter-der-Autobahn
Die Wiesentalbrücke, aus heutiger Sicht eine schlimme Bausünde aus den
70er Jahren des letzten Jahrhunderts, führt quer über einen Stadtpark
und hat sich mit den Graffiti von hässlichen grauen Säulen in etwas
Ansehlicheres gewandelt.
Architekturmoden hat es gegeben, seit gebaut wurde. Sichtbeton galt in
den 60er/70er als schick und wurde beim Wiederaufbau Deutschlands nach
dem Krieg gerne von der öffentlichen Hand eingesetzt. Ich habe mein
Berufsleben in einer Uni verbracht, die viele 'Bauwerke' aus dieser
Phase hatte.

Diese Gebäude sahen ziemlich schnell ziemlich häßlich aus (ohne
Grafitti, meistens auch mit) aber das lag nicht unbedingt am Sichtbeton
sondern an der völligen Abwesenheit jeglicher Bauunterhaltung.
Inzwischen sind einige davon baufällig geworden - die Stahlarmierung
wurde feucht und rostete.

Man hätte IMO die Gebäude besser pflegen und spätestens in den 90er
überarbeiten sollen mit dem Ziel, die Wärmedämmung zu verbessern und
Sonnenenergie zu nutzen und wenn man das architektonisch geschickt
gemacht hätte, dann sähen sie immer noch gut aus und würden weniger
'beschmiert'.

Herbert
Ulf Kutzner
2021-01-07 12:11:02 UTC
Antworten
Permalink
Post by Herbert
Sichtbeton galt in
den 60er/70er als schick und wurde beim Wiederaufbau Deutschlands nach
dem Krieg gerne von der öffentlichen Hand eingesetzt. Ich habe mein
Berufsleben in einer Uni verbracht, die viele 'Bauwerke' aus dieser
Phase hatte.
Diese Gebäude sahen ziemlich schnell ziemlich häßlich aus (ohne
Grafitti, meistens auch mit) aber das lag nicht unbedingt am Sichtbeton
sondern an der völligen Abwesenheit jeglicher Bauunterhaltung.
Inzwischen sind einige davon baufällig geworden - die Stahlarmierung
wurde feucht und rostete.
Wenn jede Sichtbetonfassade mit Rostspuren auf Baufälligkeit
weist, dann haben die Rückbauunternehmer einiges zu tun.

Wie soll man den Beton unterhalten? Im Hochhaus alle paar Jahre
eine Polymerschutzschicht auftragen? Ist ggf. kontraproduktiv, weil
das Material dann auch bei bester Dürreperiode nicht vernünftig
austrocknen kann.
Herbert
2021-01-08 11:42:24 UTC
Antworten
Permalink
Post by Ulf Kutzner
Post by Herbert
Sichtbeton galt in
den 60er/70er als schick und wurde beim Wiederaufbau Deutschlands nach
dem Krieg gerne von der öffentlichen Hand eingesetzt. Ich habe mein
Berufsleben in einer Uni verbracht, die viele 'Bauwerke' aus dieser
Phase hatte.
Diese Gebäude sahen ziemlich schnell ziemlich häßlich aus (ohne
Grafitti, meistens auch mit) aber das lag nicht unbedingt am Sichtbeton
sondern an der völligen Abwesenheit jeglicher Bauunterhaltung.
Inzwischen sind einige davon baufällig geworden - die Stahlarmierung
wurde feucht und rostete.
Wenn jede Sichtbetonfassade mit Rostspuren auf Baufälligkeit
weist, dann haben die Rückbauunternehmer einiges zu tun.
Ja, haben sie. Brücken werden regelmäßig untersucht und es soll tausende
davon geben, die bald ersatzbedürftig sind. Gutes Beispiel ist die
weithin bekannte Köhlbrandbrücke, für die Statiker meinen, sie wäre noch
für ungefähr 10 Jahre zu erhalten, aber dann müsse sie weg. Noch
besseres Beispiel ist diese Autobahnbrücke in Genua.
Post by Ulf Kutzner
Wie soll man den Beton unterhalten? Im Hochhaus alle paar Jahre
eine Polymerschutzschicht auftragen? Ist ggf. kontraproduktiv, weil
das Material dann auch bei bester Dürreperiode nicht vernünftig
austrocknen kann.
Ich habe selbst mal in einem Hochhaus gewohnt und gestaunt, dass der
Sachverständige der ETW-Verwaltung stark verkürzt gesagt hat, dass das,
was sein Kollege vor 15-20 Jahren empfohlen hatte, damals Stand der
Technik war aber gleichwohl falsch. Wir haben dann die Fassade für einen
Millionenbetrag sanieren lassen.

Wenn die in 20 Jahren erneut fragen, werden sie die gleiche Auskunft
bekommen.

Herbert
Ulf Kutzner
2021-01-08 21:13:12 UTC
Antworten
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Post by Herbert
Post by Ulf Kutzner
Post by Herbert
Sichtbeton galt in
den 60er/70er als schick und wurde beim Wiederaufbau Deutschlands nach
dem Krieg gerne von der öffentlichen Hand eingesetzt. Ich habe mein
Berufsleben in einer Uni verbracht, die viele 'Bauwerke' aus dieser
Phase hatte.
Diese Gebäude sahen ziemlich schnell ziemlich häßlich aus (ohne
Grafitti, meistens auch mit) aber das lag nicht unbedingt am Sichtbeton
sondern an der völligen Abwesenheit jeglicher Bauunterhaltung.
Inzwischen sind einige davon baufällig geworden - die Stahlarmierung
wurde feucht und rostete.
Wenn jede Sichtbetonfassade mit Rostspuren auf Baufälligkeit
weist, dann haben die Rückbauunternehmer einiges zu tun.
Ja, haben sie. Brücken werden regelmäßig untersucht und es soll tausende
davon geben, die bald ersatzbedürftig sind. Gutes Beispiel ist die
weithin bekannte Köhlbrandbrücke,
Da hat man recht viele Bauarten beieinander für Hauptöffnung und Rampen.
Post by Herbert
für die Statiker meinen, sie wäre noch
für ungefähr 10 Jahre zu erhalten, aber dann müsse sie weg. Noch
besseres Beispiel ist diese Autobahnbrücke in Genua.
Die ist ein Beispiel dafür, daß Bauwerksuntersucher
dort zu selten oder zu einflußlos waren.

Bei einigen Brücken hier heißt es, in der Armierung sei leider eine
unpassende Sorte Stahl verbaut worden; die müssen bald weg.

Die Hochstraße zwischen Mombacher Straße und Industriehafen hat man
hier schon von 80 km/h auf 50 km/h, maximal Pkw, gesetzt. Ich warte ja
darauf, ab wann nur noch Fahrräder und Fußgänger und ab wann gar keine
Last mehr zulässig.

Ach ja, das Ludwigshafener Hochstraßennetz ist auch ein steter Quell der Freude.
Zeitweise durften nicht einmal die darunter verlaufenden Straßenbahnquerungen
genutzt werden.
Hartmut Ott
2021-01-08 13:55:45 UTC
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Permalink
Hej,
Post by Herbert
Ja, haben sie. Brücken werden regelmäßig untersucht und es soll tausende
davon geben, die bald ersatzbedürftig sind. Gutes Beispiel ist die
weithin bekannte Köhlbrandbrücke, für die Statiker meinen, sie wäre noch
für ungefähr 10 Jahre zu erhalten, aber dann müsse sie weg. Noch
besseres Beispiel ist diese Autobahnbrücke in Genua.
Wie mal jemand schrieb:


"Die Römerbrücke in Trier ist 1800 Jahre alt, heute gebaute Brücken sind
Dauersanierungsfälle. Weil man ja an etwas solide gebautem nichts
verdienen kann."


Und wenn ich an die örtliche Umgehung Itzehoe denke, die erste
Umgehungsbrücke wurde mit viel TamTam eingeweiht als ich jung war.
Später war sie ein Jahrzehnte dauernder Sanierungsfall bis endlich neue
Brücken gebaut wurden, diesmal gleich zwei, erst eine neben der alten,
die nach dem Bau der neuen abgerissen wurde und dann daneben eine zweite.

So hat man jedenfalls immer eine die man befahren kann, wenn die andere
irgendwann in der Zukunft auch wieder saniert oder ersetzt werden muss.
Zumindest soweit wurde mal mitgedacht.
--
--
mfg
Hartmut Ott
Marc Haber
2021-01-09 10:14:10 UTC
Antworten
Permalink
Post by Hartmut Ott
Post by Herbert
Ja, haben sie. Brücken werden regelmäßig untersucht und es soll tausende
davon geben, die bald ersatzbedürftig sind. Gutes Beispiel ist die
weithin bekannte Köhlbrandbrücke, für die Statiker meinen, sie wäre noch
für ungefähr 10 Jahre zu erhalten, aber dann müsse sie weg. Noch
besseres Beispiel ist diese Autobahnbrücke in Genua.
"Die Römerbrücke in Trier ist 1800 Jahre alt,
und hat vergleichbare technische Daten an Belastbarkeit,
Durchfahrtshöhe und -weite?

Grüße
Marc
--
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Klaus von der Heyde
2021-01-09 11:09:53 UTC
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Post by Marc Haber
Post by Hartmut Ott
"Die Römerbrücke in Trier ist 1800 Jahre alt,
Die Brückenbögen sind allerdings deutlich jünger. Zuerst war der Überbau
aus Holz. In den zwei Jahrhunderten vor dem Bau der heutigen Pfeiler gab
es Vorgängerbauten — die wohl nicht so lange gehalten haben.
Post by Marc Haber
und hat vergleichbare technische Daten an Belastbarkeit,
Durchfahrtshöhe und -weite?
In OSM ist sie mit Beschränkung auf 3.5t eingetragen.
In der 1. Hälfte des 20. Jh. fuhr aber auch die Straßenbahn drüber.

-- Klaus
Johann Mayerwieser
2021-01-09 11:46:44 UTC
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Post by Klaus von der Heyde
In OSM ist sie mit Beschränkung auf 3.5t eingetragen.
In der 1. Hälfte des 20. Jh. fuhr aber auch die Straßenbahn drüber.
Damals waren die Waggons leichter und:
Bei gleichem Gewicht wird eine Straßenbahn die Brücke weniger belasten
als ein LKW, weil die Straßenbahn auf Grund des Schiene-Rad-Systems
weniger Stöße verursacht.
--
Mailadresse ist gültig Mails werden nur gelesen, wenn im Betreff [usenet]
steht
Hartmut Ott
2021-01-06 13:21:45 UTC
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Hej,
Post by Michael Landenberger
Post by Hartmut Ott
Wobei ich mich etwas an "Graffiti-Künstler" stoße, denn die massenweise
Anbringung des Zeichen oz überall in Hamburg halte ich nicht für Kunst,
eher für Schmiererei.
Ein Sprayer kann ein noch so großer Künstler sein: solange er fremdes Eigentum
ohne Einverständnis des Eigentümers beschädigt (Graffiti stufe ich als
Beschädigung ein), lehne ich seine "Kunst" ab und betrachte den "Künstler"
nicht als solchen, sondern nur als ordinären Straftäter.
Ich würde es zwar etwas differenzierter sehen, aber vom Grundsatz her,
ist es Sachbeschädigung, deren Beseitigung teuer bis sehr teuer ist.
Post by Michael Landenberger
Man kann auch legal sprayen und es entstehen auch sehr schöne Sachen dabei.
<https://www.urban-arthall.de/arthall>
Durchaus - dieser Züricher Sprayer damals, ich komm jetzt nicht auf den
Namen, der war ganz gut, wenn auch illegal.
--
--
mfg
Hartmut Ott
Frank Hucklenbroich
2021-01-06 15:32:36 UTC
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Post by Hartmut Ott
Durchaus - dieser Züricher Sprayer damals, ich komm jetzt nicht auf den
Namen, der war ganz gut, wenn auch illegal.
Der hier:

https://de.wikipedia.org/wiki/Harald_Naegeli

Grüße,

Frank
Gerald Gruner
2021-01-07 18:05:14 UTC
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Hej,
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Hartmut Ott
Durchaus - dieser Züricher Sprayer damals, ich komm jetzt nicht auf den
Namen, der war ganz gut, wenn auch illegal.
https://de.wikipedia.org/wiki/Harald_Naegeli
Ja, Danke. Das, was Naegeli gemacht hat, würde ich für Kunst halten.
Die Bilder dort sehen wir eher wie ziemlich infantile Schmiererei aus. Da
gibt es alleine hier im Umkreis an Brücken und Wänden Werke, die weitaus
mehr Talent verlangen.
Aber Kunst liegt halt im Auge des Betrachters.

MfG
Gerald
--
Volksentscheide und Demokratie sind natürlich nur dann akzeptabel, wenn
das Volk /richtig/ abstimmt. Und was "richtig" ist, bestimmt natürlich
die Partei.
- Kommentar in dspm zum ignorierten Volksentscheid zu Fughafen Tegel
Hartmut Ott
2021-01-08 13:40:33 UTC
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Hej,
Post by Gerald Gruner
Post by Frank Hucklenbroich
https://de.wikipedia.org/wiki/Harald_Naegeli
Ja, Danke. Das, was Naegeli gemacht hat, würde ich für Kunst halten.
Die Bilder dort sehen wir eher wie ziemlich infantile Schmiererei aus. Da
gibt es alleine hier im Umkreis an Brücken und Wänden Werke, die weitaus
mehr Talent verlangen.
Oh, die Bilder, die man damals von ihm in den Zeitungen und
Zeitschriften sehen konnte, waren besser als das was man in der
Wikipedia sieht.
Post by Gerald Gruner
Aber Kunst liegt halt im Auge des Betrachters.
Eben, watt den en sin Uhl ... ,-)
--
--
mfg
Hartmut Ott
Tim Loeber
2021-01-07 19:44:29 UTC
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Hej,
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Hartmut Ott
Durchaus - dieser Züricher Sprayer damals, ich komm jetzt nicht auf den
Namen, der war ganz gut, wenn auch illegal.
https://de.wikipedia.org/wiki/Harald_Naegeli
Ja, Danke. Das, was Naegeli gemacht hat, würde ich für Kunst halten.
So verschieden können doch Geschmäcker sein, ich halte es für meist
pupertierendes Geschmiere. Aber Kunst liegt halt im Auge des betrachters
und in letzter Zeit auch im Argen.
Wolfgang Kynast
2021-01-06 16:17:14 UTC
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Post by Hartmut Ott
Hej,
Post by Michael Landenberger
Post by Hartmut Ott
Wobei ich mich etwas an "Graffiti-Künstler" stoße, denn die massenweise
Anbringung des Zeichen oz überall in Hamburg halte ich nicht für Kunst,
eher für Schmiererei.
Ein Sprayer kann ein noch so großer Künstler sein: solange er fremdes Eigentum
ohne Einverständnis des Eigentümers beschädigt (Graffiti stufe ich als
Beschädigung ein), lehne ich seine "Kunst" ab und betrachte den "Künstler"
nicht als solchen, sondern nur als ordinären Straftäter.
Ich würde es zwar etwas differenzierter sehen, aber vom Grundsatz her,
ist es Sachbeschädigung, deren Beseitigung teuer bis sehr teuer ist.
Das verstehe ich nicht, was du da differenzieren möchtest. Wenn er
edle Motive hat ist es keine Sachbeschädigung?
Post by Hartmut Ott
Post by Michael Landenberger
Man kann auch legal sprayen und es entstehen auch sehr schöne Sachen dabei.
<https://www.urban-arthall.de/arthall>
Es gibt etliche, die davon leben. Ein Beispiel:
https://www.loechner-kunst.com
--
Schöne Grüße,
Wolfgang
Frank Hucklenbroich
2021-01-06 15:31:36 UTC
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Post by Michael Landenberger
Post by Hartmut Ott
Wobei ich mich etwas an "Graffiti-Künstler" stoße, denn die massenweise
Anbringung des Zeichen oz überall in Hamburg halte ich nicht für Kunst,
eher für Schmiererei.
Ein Sprayer kann ein noch so großer Künstler sein: solange er fremdes Eigentum
ohne Einverständnis des Eigentümers beschädigt (Graffiti stufe ich als
Beschädigung ein), lehne ich seine "Kunst" ab und betrachte den "Künstler"
nicht als solchen, sondern nur als ordinären Straftäter.
Beim "Bananensprayer" waren die derart Beglückten aber meistens froh, wenn
er ihnen eine Banane an die Wand gesprüht hatte, denn das tat er nur bei
ausgewählten Kunst- und Kulturbetrieben:

https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Baumgärtel
Post by Michael Landenberger
Man kann auch legal sprayen und es entstehen auch sehr schöne Sachen dabei.
<https://www.urban-arthall.de/arthall>
Hier in Köln gibt es diverse schöne Grafittos von Seakone:

https://de.wikipedia.org/wiki/Seak

Der hat vor allem Trafohäuschen von der Bahn besprüht (legal).

Grüße,

Frank
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