Discussion:
Grenze der Adhäsionsbahnen (was: Unfallzahlen Radfahrende vs. Straßenbahnschienen)
(zu alt für eine Antwort)
HC Ahlmann
2020-12-08 15:27:14 UTC
Permalink
x'post und f'up2 de.etc.bahn.misc
3) 5% Steigung ist für Schienenverkehr zwar nicht unmöglich aber
schon eine Herausforderung.
Hähh? Auch 10% schafft eine Straßenbahn mit links. 5% Merkt sie nicht
einmal.
Du verwechselst anscheinend Prozent und Promille – 10% oder 100‰ sind
das obere Ende für Adhäsionsbahnen.
<https://de.wikipedia.org/wiki/Adh%C3%A4sionsbahn>
Der Link widerspricht deiner Aussage.
Nein, "oberes Ende" ist nicht synonym zu obere Schranke, die keinesfalls
überschritten wird. Aus der überschaubaren Zahl an Adhäsionsbahnen mit
100‰ oder mehr folgt unmittelbar, dass es nicht mehr "mit links", mit
Leichtigkeit geht.
--
Munterbleiben
HC
Ulf Kutzner
2020-12-08 16:34:09 UTC
Permalink
Post by HC Ahlmann
x'post und f'up2 de.etc.bahn.misc
3) 5% Steigung ist für Schienenverkehr zwar nicht unmöglich aber
schon eine Herausforderung.
Hähh? Auch 10% schafft eine Straßenbahn mit links. 5% Merkt sie nicht
einmal.
Du verwechselst anscheinend Prozent und Promille – 10% oder 100‰ sind
das obere Ende für Adhäsionsbahnen.
<https://de.wikipedia.org/wiki/Adh%C3%A4sionsbahn>
Der Link widerspricht deiner Aussage.
Nein, "oberes Ende" ist nicht synonym zu obere Schranke, die keinesfalls
überschritten wird. Aus der überschaubaren Zahl an Adhäsionsbahnen mit
100‰ oder mehr folgt unmittelbar, dass es nicht mehr "mit links", mit
Leichtigkeit geht.
Jein. Moderne Fahrzeuge mit passender Motorisierung, möglichst
Allachsantrieb, Allachsbremse und Magnetschienenbremse schaffen
das, auch wenn sich fürs Flachland gebaute Fahrzeuge schwertun könnten.

Eisenbahn klassischen Typs mit Lok und womöglich mäßig schlecht
gebremsten Güterwagen funktioniert auf solchen Steigungen nicht mehr
sehr gut. Wenn, dann wenig Güterwagen auf viel Lok/ET.

Nicht umsonst gibt es für D eine Steilstreckenvorschrift, die unter 5 %
Längsneigung einsetzt.
Holger Koetting
2020-12-08 21:32:36 UTC
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100‰ oder mehr folgt unmittelbar, dass es nicht mehr "mit links", mit
Leichtigkeit geht.
Das Problem ist im Regelfall ja auch nicht die Berg-, sondern die
Talfahrt. Berg hochkommen, so die Gleise nicht gerade extremst
schmierig sind, ist nicht wirklich schwierig. Das Ding aber bei
Talfahrt im Griff zu haben und so einbremsen zu können, daß Dir
der Zug nicht durchgeht, ist ziemlich aufwendig. Klar kann man
mit neuerer Technik noch etwas mehr rausholen als früher, aber
irgendwann ist der Punkt erreicht, an dem auch kein Anwalt mehr
gegen die Gesetze der Physik hilft.

Deswegen haben/hatten die Adhäsionsbahnen am "oberen Ende" ja
meist auch besondere Einrichtungen zum Bremsen, nicht zum Fahren.
Siehe die besondere Schienenform für die Bremszangen bei der
(alten) Pöstlingbergbahn oder die Zahnstange der Snaefell
Mountain Railway, die nur als Brems-, aber nicht als
Antriebsschiene dient.

Gruß,

Holger K. aus D.
--
Streckenstillegung? Nein, es wird nur nichts bestellt!

E-Mail: ***@gmx.de
Homepage: http://www.strassenbahn-darmstadt.de
Ulf Kutzner
2020-12-09 07:35:42 UTC
Permalink
Post by Holger Koetting
Deswegen haben/hatten die Adhäsionsbahnen am "oberen Ende" ja
meist auch besondere Einrichtungen zum Bremsen, nicht zum Fahren.
Siehe die besondere Schienenform für die Bremszangen bei der
(alten) Pöstlingbergbahn oder die Zahnstange der Snaefell
Mountain Railway, die nur als Brems-, aber nicht als
Antriebsschiene dient.
Vgl. auch Adhäsionstriebwagen mit Bremszahnrad.
Dafür brauchte es auch die besondere Form, in dem
Fall einer dritten Schiene.

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