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DB rät von Reisen am Sonntagnachmittag ab -- "Alle reden vom Wetter, wir erst recht"
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Herr Willms
2010-12-19 16:26:51 UTC
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<http://www.fr-online.de/panorama/bahn-raet-von-reisen-am-sonntagnachmittag-ab/-/1472782/5027146/-/index.html>
<http://www.deutschebahn.com/site/bahn/de/presse/presseinformationen/ubp/p20101219.html>
Geschwindigkeit auf den alten Hochgeschwindigkeitsstrecken auf 160
km/h reduziert...


-------- voller Text ------------------------

DB rechnet am Sonntagnachmittag mit Kapazitätsengpässen
aufgrund von Flugausfällen und eingeschränkter Fahrzeugverfügbarkeit

# Starker Andrang von Fluggästen und hohes Reisendenaufkommen
im Wochenendverkehr führt zu überbesetzten Fernverkehrszügen
# Witterungsbedingte Verspätungen und Ausfälle
# Reiseempfehlung: Wenn möglich Fahrten vom Sonntagnachmittag
auf weniger nachgefragte Zeiten verschieben
# Kulanzregelung für kostenlose Ticketrückgabe bis Weihnachten
verlängert.

(Berlin, 19. Dezember 2010) Aufgrund des starken Reisendenandrangs
durch ausfallende Flugverkehre ist am Sonntagnachmittag mit teilweise
erheblichen Kapazitätsengpässen auf wichtigen Fernverkehrsstrecken der
DB zu rechnen. Zum ohnehin hohen Fahrgastaufkommen am Sonntag kommen
witterungsbedingte Fahrzeugengpässe durch Schnee und Eis. Die Bahn
setzt zurzeit alle verfügbaren Mitarbeiter und Züge ein, um die
Beeinträchtigungen für die Fahrgäste möglichst gering zu halten.
Trotzdem muss auf einigen Strecken, beispielsweise zwischen Hamburg
und München, Berlin und dem Ruhrgebiet sowie von Köln nach München,
mit sehr stark ausgelasteten Zügen gerechnet werden.

Außerdem reduziert die DB die Höchstgeschwindigkeit ihrer Züge auf
einigen Strecken, beispielsweise zwischen Hannover und Würzburg sowie
zwischen Mannheim und Stuttgart, auf 160 km/h. Im restlichen deutschen
Fernverkehrsnetz gilt die bereits reduzierte Höchstgeschwindigkeit von
200 km/h. Durch die geringere Geschwindigkeit wird verhindert, dass
von der Wagenunterseite herabfallende Eisklumpen Schottersteine
hochwirbeln und dabei gravierende Schäden an den Fahrzeugen
verursachen. Daher kommt es weiterhin zu teilweise erheblichen
Verspätungen und einigen Ausfällen. Die Vorsorgemaßnahme verhindert
den großflächigen Ausfall von Zügen.

Kunden, die ihre Fahrt nicht unbedingt am Sonntagnachmittag antreten
müssen, empfiehlt die DB auf weniger nachgefragte Zeiten auszuweichen.
Fahrgäste, die ihre Fahrt heute oder in den nächsten Tagen bis
Weihnachten nicht antreten wollen, können die Tickets kostenfrei
zurückzugeben.

Aktuelle Infos zu Verspätungen und Ausfällen können rund um die Uhr
unter der kostenlosen Service-Nummer 08000 99 66 33 und unter
www.bahn.de/aktuell abgerufen werden. Nutzer mobiler Endgeräte
erhalten aktuelle Reiseinformationen über m.bahn.de/ris.

----------------- ende ----------------------


Tja.


MFG,
L.W.

-------------------------------------------------------
Wenn die Milch sich in den Kaffee integriert,
dann ändert der Kaffee seine Farbe.
Falls nicht, ists kein Kaffee, sondern Altöl
G.O.Tuhls
2010-12-19 16:44:49 UTC
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# Reiseempfehlung: Wenn m glich Fahrten vom Sonntagnachmittag
   auf weniger nachgefragte Zeiten verschieben
Als ich das heute früh im Radio in der Form
"Die Bahn rät davon ab, heute die Bahn zu benutzen."
hörte, glaubte ich, ein gutes Vierteljahr verschlafen zu haben, aber
nein, heute ist nicht der 1. April.

Gruß
G.O.
Oliver Schnell
2010-12-19 16:51:05 UTC
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Post by G.O.Tuhls
# Reiseempfehlung: Wenn m glich Fahrten vom Sonntagnachmittag
auf weniger nachgefragte Zeiten verschieben
Als ich das heute früh im Radio in der Form
"Die Bahn rät davon ab, heute die Bahn zu benutzen."
hörte, glaubte ich, ein gutes Vierteljahr verschlafen zu haben, aber
nein, heute ist nicht der 1. April.
Das ist die übliche Art und Weise, wie aus einem Ratschlag,
Spitzenzeitzen wenn möglich zu meiden, ruck zuck eine falsche Behauptung
zum fröhlichen Bahn-Bashen aufgestellt wird.
Ist nicht das erste Mal und wird auch nicht das letzte Mal sein.

Oliver Schnell
Helmut Springer
2010-12-19 17:07:04 UTC
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Post by Oliver Schnell
Das ist die übliche Art und Weise, wie aus einem Ratschlag,
Spitzenzeitzen wenn möglich zu meiden, ruck zuck eine falsche
Behauptung zum fröhlichen Bahn-Bashen aufgestellt wird.
Es ist ja auch voellig ueberraschend Winter, und dann noch voellig
unplanbar kurz vor Weihnachten.

Angesichts der Probleme im Flugverkehr fuehlt man sich vermutlich
sogar bestaetigt: da wesentlich besser zu als der gewaehlte
Wettbewerb hiesse ja, zu viel Geld auszugeben.
Post by Oliver Schnell
Ist nicht das erste Mal und wird auch nicht das letzte Mal sein.
Es ist mE lediglich die Feststellung, dass DieBahn sich nicht mehr
als der Mobilitaetsversorger sieht, den die Menschen gerne haetten.
Das kommt fuer einen Staatsbetrieb mit Fastmonopol halt nicht gut
an.
--
MfG/Best regards
helmut springer panta rhei
Helmut Springer
2010-12-19 17:08:03 UTC
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Post by Oliver Schnell
Das ist die übliche Art und Weise, wie aus einem Ratschlag,
Spitzenzeitzen wenn möglich zu meiden, ruck zuck eine falsche
Behauptung zum fröhlichen Bahn-Bashen aufgestellt wird.
Es ist ja auch voellig ueberraschend Winter, und dann noch voellig
unplanbar kurz vor Weihnachten.

Angesichts der Probleme im Flugverkehr fuehlt man sich vermutlich
sogar bestaetigt: da wesentlich besser zu leisten als der gewaehlte
Wettbewerb hiesse ja, zu viel Geld auszugeben.
Post by Oliver Schnell
Ist nicht das erste Mal und wird auch nicht das letzte Mal sein.
Es ist mE lediglich die Feststellung, dass DieBahn sich nicht mehr
als der Mobilitaetsversorger sieht, den die Menschen gerne haetten.
Das kommt fuer einen Staatsbetrieb mit Fastmonopol halt nicht gut
an.
--
MfG/Best regards
helmut springer panta rhei
Matthias Warkus
2010-12-19 19:19:18 UTC
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Post by Oliver Schnell
Post by G.O.Tuhls
# Reiseempfehlung: Wenn m glich Fahrten vom Sonntagnachmittag
auf weniger nachgefragte Zeiten verschieben
Als ich das heute früh im Radio in der Form
"Die Bahn rät davon ab, heute die Bahn zu benutzen."
hörte, glaubte ich, ein gutes Vierteljahr verschlafen zu haben, aber
nein, heute ist nicht der 1. April.
Das ist die übliche Art und Weise, wie aus einem Ratschlag,
Spitzenzeitzen wenn möglich zu meiden, ruck zuck eine falsche Behauptung
zum fröhlichen Bahn-Bashen aufgestellt wird.
Ist nicht das erste Mal und wird auch nicht das letzte Mal sein.
Ich bin übrigens heute Nachmittag problemlos von Neubrücke nach Marburg
gekommen. In beiden von mir benutzten Zügen waren reichlich Sitzplätze
frei, obwohl einer davon am Flughafen hielt. Lediglich die ungeräumten
Bahnsteige an Start und Ziel waren etwas ärgerlich.

mawa
--
http://www.prellblog.de
G.O.Tuhls
2010-12-20 08:16:46 UTC
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# Reiseempfehlung: Wenn m glich Fahrten vom Sonntagnachmittag
    auf weniger nachgefragte Zeiten verschieben
Als ich das heute fr h im Radio in der Form
"Die Bahn r t davon ab, heute die Bahn zu benutzen."
h rte, glaubte ich, ein gutes Vierteljahr verschlafen zu haben, aber
nein, heute ist nicht der 1. April.
Das ist die bliche Art und Weise, wie aus einem Ratschlag,
Spitzenzeitzen wenn m glich zu meiden, ruck zuck eine falsche Behauptung
zum fr hlichen Bahn-Bashen aufgestellt wird.
Ist nicht das erste Mal und wird auch nicht das letzte Mal sein.
Sagen wir mal so: Diese an sich traurige Meldung eines Unternehmens,
das einstmals [tm] witterungsunabhängig den Versorgungsauftrag
aufrecht erhalten konnte und sich als innovativ darstellt, wurde von
den bashenden Journalisten passend kolportiert. Steilvorlage eben.

Wann rät die Post von Weihnachtspäckchen ab?

Gruß
G.O.
Oliver Schnell
2010-12-20 09:27:28 UTC
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Post by G.O.Tuhls
# Reiseempfehlung: Wenn m glich Fahrten vom Sonntagnachmittag
    auf weniger nachgefragte Zeiten verschieben
Als ich das heute fr h im Radio in der Form
"Die Bahn r t davon ab, heute die Bahn zu benutzen."
h rte, glaubte ich, ein gutes Vierteljahr verschlafen zu haben, aber
nein, heute ist nicht der 1. April.
Das ist die bliche Art und Weise, wie aus einem Ratschlag,
Spitzenzeitzen wenn m glich zu meiden, ruck zuck eine falsche Behauptung
zum fr hlichen Bahn-Bashen aufgestellt wird.
Ist nicht das erste Mal und wird auch nicht das letzte Mal sein.
Sagen wir mal so: Diese an sich traurige Meldung eines Unternehmens,
das einstmals [tm] witterungsunabhängig den Versorgungsauftrag
aufrecht erhalten konnte
Ja? Du bist nie in Zügen der Bundesbahn wegen Überfüllung gestanden?

Im übrigen sind gestern nicht allzuviele Züge ausgefallen, der
Versorgungsauftrag (den es ohnehin nur im Nahverkehr gibt) wurde demnach
aufrechterhalten.
--
Oliver Schnell
Herr Willms
2010-12-20 10:58:02 UTC
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Am Mon, 20 Dec 2010 09:27:28 UTC, schrieb Oliver Schnell
Post by Oliver Schnell
Du bist nie in Zügen der Bundesbahn wegen Überfüllung gestanden?
Ich kann mich an sowas für meinen Fall nicht erinnern.
Post by Oliver Schnell
Im übrigen sind gestern nicht allzuviele Züge ausgefallen, der
Versorgungsauftrag (den es ohnehin nur im Nahverkehr gibt)
da irren Sie sich, Herr Schnell. Aber schon Höcherl meinte, daß er
ja nicht immer mit dem Grundgesetz unterm Arm herumlaufen könnte. Wozu
auch, das GG ist ja auch nur Dekoration ... aber der
Versorgungsauftrag steht dort.


L.W.

------------------------------------------------------
Wenn die Milch sich in den Kaffee integriert,
dann ändert der Kaffee seine Farbe.
Falls nicht, ists kein Kaffee, sondern Altöl
Ralph A. Schmid, dk5ras
2010-12-20 11:23:48 UTC
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Post by G.O.Tuhls
Sagen wir mal so: Diese an sich traurige Meldung eines Unternehmens,
das einstmals [tm] witterungsunabhängig den Versorgungsauftrag
aufrecht erhalten konnte und sich als innovativ darstellt, wurde von
den bashenden Journalisten passend kolportiert. Steilvorlage eben.
Was soll die Bahn tun? Sagt sie nix, ist hinterher das Geheule groß
wegen voller Züge usw.


-ras
--
Ralph A. Schmid

http://www.dk5ras.de/ http://www.db0fue.de/
http://www.bclog.de/
frank paulsen
2010-12-20 12:41:19 UTC
Antworten
Permalink
Post by Ralph A. Schmid, dk5ras
Post by G.O.Tuhls
Sagen wir mal so: Diese an sich traurige Meldung eines Unternehmens,
das einstmals [tm] witterungsunabhängig den Versorgungsauftrag
aufrecht erhalten konnte und sich als innovativ darstellt, wurde von
den bashenden Journalisten passend kolportiert. Steilvorlage eben.
Was soll die Bahn tun? Sagt sie nix, ist hinterher das Geheule groß
wegen voller Züge usw.
- fahrzeugreserven vorhalten

- personalreserven vorhalten

- dezentralisierte eingriffszenarien vorbereiten

- eine hohe fertigungstiefe der hauptprodukte unterhalten

wenn DB AG in Bochum keine weichen mehr fegen lassen kann, weil zwar die
versorgung mit rumaenischen 'leih'arbeitern vom schwarzarbeiterstrich
funktioniert, aber nicht genuegend SiPos zu deren einsatz bereit stehen,
hat sie mindestens drei der oben angefuehrte vier punkte falsch gemacht.
--
frobnicate foo
Johann Mayerwieser
2010-12-20 13:01:28 UTC
Antworten
Permalink
Post by frank paulsen
Post by Ralph A. Schmid, dk5ras
Was soll die Bahn tun? Sagt sie nix, ist hinterher das Geheule groß
wegen voller Züge usw.
- fahrzeugreserven vorhalten
Wer zahlt's, vor allem die 90 oder 95% des Jahres, wo sie nicht gebraucht
werden?
Post by frank paulsen
- personalreserven vorhalten
Wer zahlt's vor allem die 90 oder 95% des Jahres, wo sie nicht gebraucht
werden?
Post by frank paulsen
- eine hohe fertigungstiefe der hauptprodukte unterhalten
was meinst?

Warum verlangst du von der Bahn mehr, als der wirklich subventionierte
Autoverkehr zu diesen Zeiten nicht zusammenbringt?
Post by frank paulsen
wenn DB AG in Bochum keine weichen mehr fegen lassen kann, weil zwar die
versorgung mit rumaenischen 'leih'arbeitern vom schwarzarbeiterstrich
funktioniert, aber nicht genuegend SiPos zu deren einsatz bereit stehen,
hat sie mindestens drei der oben angefuehrte vier punkte falsch gemacht.
Wer zahlt die SiPos vor allem die 90 oder 95% des Jahres, wo sie nicht
gebraucht werden?


Hannes
--
Für persönliche Nachricht Reply-Adresse verwenden und "usenet" im Betreff
einfügen.
Dave U. Random
2010-12-20 13:39:31 UTC
Antworten
Permalink
Post by Johann Mayerwieser
Wer zahlt's, vor allem die 90 oder 95% des Jahres, wo sie nicht gebraucht
werden?
Vollkommen richtig. Aber hirnloses, kleingetipptes Bahn-Bashing ist
doch so viel einfacher, als sich mal derartige Gedanken zu machen.

Dave
Hans Bonfigt
2010-12-20 19:02:41 UTC
Antworten
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Post by Dave U. Random
Post by Johann Mayerwieser
Wer zahlt's, vor allem die 90 oder 95% des Jahres, wo sie nicht gebraucht
werden?
Vollkommen richtig. Aber hirnloses, kleingetipptes Bahn-Bashing ist
doch so viel einfacher, als sich mal derartige Gedanken zu machen.
Mach *DU* dir 'mal lieber Gedanken darüber, WER JETZT AKTUELL die Zeche
dfür zahlt, daß keine Reserven vorgehalten werden. Hier entsteht gerade
ein gigantischer volkswirtschaftlicher Schaden.

Jedenfalls ist offenbar genug Geld da, Speditionen, Fluggesellschaften
und Eisenbahnverkehre zu kaufen.
Ron Schauer
2010-12-20 14:06:34 UTC
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"Johann Mayerwieser" schrieb im Newsbeitrag ...
Post by Johann Mayerwieser
Post by frank paulsen
- fahrzeugreserven vorhalten
Wer zahlt's, vor allem die 90 oder 95% des Jahres, wo sie nicht gebraucht
werden?
Ich glaub, die werden mehr % gebraucht. Wenn Vorort-Züge regelmäßig zur
Stoßzeit überfüllt sind, wäre schon 1 Waggon mehr recht hilfreich.
Früher ist man bei schlechtem Wetter vom Auto zum Nahverkehr umgestiegen,
heute wird der Nahverkehr vorsorglich eingestellt und der Bürger aufs Auto
verwiesen.
Ich denke, die Personalkosten sind nicht unbedingt in den unteren Bereichen
zu hoch, da gibts andere Münzschlucker im Konzern. Börsennotierte
Aktiengesellschaft und Versorgungsauftrag passen eben nicht zusammen (nicht
nur bei Bahn, sondern auch bei Post, Telefon und Energie)

Gruß
Ron
Ralph A. Schmid, dk5ras
2010-12-20 15:23:10 UTC
Antworten
Permalink
Post by Ron Schauer
Wenn Vorort-Züge regelmäßig zur
Stoßzeit überfüllt sind, wäre schon 1 Waggon mehr recht hilfreich.
Das ist dann aber Sache des Bestellers des Nahverkehrs.


-ras
--
Ralph A. Schmid

http://www.dk5ras.de/ http://www.db0fue.de/
http://www.bclog.de/
Dieter Bruegmann
2010-12-20 15:37:20 UTC
Antworten
Permalink
Post by Ralph A. Schmid, dk5ras
Post by Ron Schauer
Wenn Vorort-Züge regelmäßig zur
Stoßzeit überfüllt sind, wäre schon 1 Waggon mehr recht hilfreich.
Das ist dann aber Sache des Bestellers des Nahverkehrs.
Hier gab es bei einigen RE-Linien das Problem, daß zwar genügend
Fahrzeuge da waren, aber einige Bahnsteige zu kurz dafür waren.


Da Didi
--
Dieter Brügmann, Spandau (bei Berlin) http://didispandau.de

Nieder mit dem Watzmann, freie Sicht auf Südtirol!
Stefan Reuther
2010-12-20 17:45:10 UTC
Antworten
Permalink
Post by Dieter Bruegmann
Post by Ralph A. Schmid, dk5ras
Post by Ron Schauer
Wenn Vorort-Züge regelmäßig zur
Stoßzeit überfüllt sind, wäre schon 1 Waggon mehr recht hilfreich.
Das ist dann aber Sache des Bestellers des Nahverkehrs.
Hier gab es bei einigen RE-Linien das Problem, daß zwar genügend
Fahrzeuge da waren, aber einige Bahnsteige zu kurz dafür waren.
Auf der Linie Bad Schandau <> Decin gibt es bei einigen tschechischen
Stationen im Fahrplan die grandiose Fußnote "Ein- und Ausstieg nur im
ersten Wagen" (Dolni-Zleb) und "Ein- und Ausstieg nur an der ersten Tür"
(Decin-Priper).

Ich vermute ja mal, bis man den Berg Sondergenehmigungen vom EBA für
sowas hat, sind die Züge wieder leer.


Stefan
Dieter Bruegmann
2010-12-20 18:13:01 UTC
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Post by Stefan Reuther
Post by Dieter Bruegmann
Post by Ralph A. Schmid, dk5ras
Post by Ron Schauer
Wenn Vorort-Züge regelmäßig zur
Stoßzeit überfüllt sind, wäre schon 1 Waggon mehr recht hilfreich.
Das ist dann aber Sache des Bestellers des Nahverkehrs.
Hier gab es bei einigen RE-Linien das Problem, daß zwar genügend
Fahrzeuge da waren, aber einige Bahnsteige zu kurz dafür waren.
Auf der Linie Bad Schandau <> Decin gibt es bei einigen tschechischen
Stationen im Fahrplan die grandiose Fußnote "Ein- und Ausstieg nur im
ersten Wagen" (Dolni-Zleb) und "Ein- und Ausstieg nur an der ersten Tür"
(Decin-Priper).
Ich kenne aus den 90er Jahren vom alten Bahnhof Spandau, daß bei der
Rückkehr aus Hamburg durchgesagt wurde, daß die letzten zwei oder drei
Wagen nicht am Bahnsteig halten könnten und man zum Ausstieg doch
bitte nach vorne durchgehen möchte.


Da Didi
--
Dieter Brügmann, Spandau (bei Berlin) http://didispandau.de

Verletzungen der Kausalität ermöglichen Voodoo und Windows.
(Lutz Donnerhacke)
Knud Schlotfeld
2010-12-20 22:26:44 UTC
Antworten
Permalink
Post by Dieter Bruegmann
Post by Stefan Reuther
Auf der Linie Bad Schandau <> Decin gibt es bei einigen tschechischen
Stationen im Fahrplan die grandiose Fußnote "Ein- und Ausstieg nur im
ersten Wagen" (Dolni-Zleb) und "Ein- und Ausstieg nur an der ersten Tür"
(Decin-Priper).
Ich kenne aus den 90er Jahren vom alten Bahnhof Spandau, daß bei der
Rückkehr aus Hamburg durchgesagt wurde, daß die letzten zwei oder drei
Wagen nicht am Bahnsteig halten könnten und man zum Ausstieg doch
bitte nach vorne durchgehen möchte.
Hier fuhr neulich ein EVU mit Zügen bei denen die letzten beiden Wagen
verschlossen wurden.

Gruß

Knud
Knud Schlotfeld
2010-12-20 22:25:31 UTC
Antworten
Permalink
Post by Ralph A. Schmid, dk5ras
Post by Ron Schauer
Wenn Vorort-Züge regelmäßig zur
Stoßzeit überfüllt sind, wäre schon 1 Waggon mehr recht hilfreich.
Das ist dann aber Sache des Bestellers des Nahverkehrs.
Dann frage ich mich, warum es oft mehrere Jahre dauert, bis die
Kapazitäten erhöht werden.
Vielleicht wurden dafür prohibitiv hohe Rechnungen in Aussicht gestellt.

Gruß

Knud
Moritz Kipp
2010-12-20 22:04:51 UTC
Antworten
Permalink
Post by Ron Schauer
"Johann Mayerwieser" schrieb im Newsbeitrag ...
Post by Johann Mayerwieser
Post by frank paulsen
- fahrzeugreserven vorhalten
Wer zahlt's, vor allem die 90 oder 95% des Jahres, wo sie nicht gebraucht
werden?
Ich glaub, die werden mehr % gebraucht. Wenn Vorort-Züge regelmäßig zur
Stoßzeit überfüllt sind, wäre schon 1 Waggon mehr recht hilfreich.
Das ist auch sinnloses Geschwätz! Ich kenne keinen einzigen "Vorort-Zug"
der überfüllt ist. Das gibt es nicht und wenn nur im S-Bahnbereich, wenn
irgendwelche Idioten meinen in den seit einer Stunde oder länger
fahrenden Zug noch einzusteigen und wg. 5 Minuten einen Sitzplatz erwarten.

Entweder heißt es da schnell ankommen oder gemütlich in der S-Bahn.

Viel Spaß
MK
frank paulsen
2010-12-21 05:15:10 UTC
Antworten
Permalink
Post by Moritz Kipp
Das ist auch sinnloses Geschwätz! Ich kenne keinen einzigen "Vorort-Zug"
der überfüllt ist. Das gibt es nicht und wenn nur im S-Bahnbereich, wenn
irgendwelche Idioten meinen in den seit einer Stunde oder länger
fahrenden Zug noch einzusteigen und wg. 5 Minuten einen Sitzplatz erwarten.
Entweder heißt es da schnell ankommen oder gemütlich in der S-Bahn.
http://www.derwesten.de/staedte/gladbeck/Wie-in-der-Sardinenbuechse-id4071752.html

http://www.derwesten.de/staedte/rheinberg/In-vollen-Zuegen-id4056168.html

alles nur ausgedacht, natuerlich.
--
frobnicate foo
Mathias Böwe
2010-12-21 06:21:02 UTC
Antworten
Permalink
<http://www.derwesten.de/staedte/gladbeck/Wie-in-der-Sardinenbuechse-id4071752
.html>

| "[...]Wir stellen jene Plätze zur Verfügung, die der VRR bestellt."

Hier liegt schon mal der erste Knackpunkt: Warum wird nur so wenig
bestellt, daß sich das selbstverladende Stückgut im Transportgefäß
stapelt?

| Durch die aktuelle Wetterlage seien zudem viele Autofahrer auf den Zug
| umgestiegen.

Das übliche Problem, das hier schon vermehrt angesprochen wurde: Homo
autobobiliensis hat die Hosen gestrichen voll, wenn irgendwo eine
Schneeflocke hock´hkant auf der Straße liegt und steigt in Scharen auf
die Schine um - nur um festzustellen, daß die Scheiß-Bundesbahn (sic!)
eine Auslastung weit jenseits der 100% hat. Würden sie dieses Angebot
regelmäßiger nutzen, also eine dauerhaft erhöhte Nachfrage generieren,
dann würde sich das auch auf das Angebot auswirken.
http://www.derwesten.de/staedte/rheinberg/In-vollen-Zuegen-id4056168.html
| "An dem Tag hatte die Bahn lediglich einen Waggon"

Da bin ich doch eher skeptisch. Sowas habe ich seit Ewigkeiten nicht
mehr gesehen, und wenn, dann auf Strecken, die eh nicht so enorm
nachgefragt wurden (z. B. vor Ewigkeiten, als die Strecke von Lüneburg
nach Dannenberg noch nicht mit 628 bedient wurde, sondern mit
lokbespannten Zügen. IIRC war das typischerweise eine 212 mit zwei Bn...
oder ähnlichem).

| Die NWB weiß von dem Problem, hält das anhaltende Winterwetter für
| mitverantwortlich für das Gedränge in den Abteilen. "Möglicherweise
| sind mehr Leute auf die Bahn umgestiegen."

"Möglicherweise" - aha. Sofern wenigstens gelegentlich ein KiN oder auch
nur ein Prüfteam mitfährt, sollte sich doch zumindest ein grober
Überblick über die Fahrgastzahlen verschaffen lassen. Vielleicht nicht
auf die dritte Nachkommastelle genau, aber doch zumindest so, daß man
etwas konkretere Hinweise auf die Nutzung bekommt.

Mathias
--
inzwischen wieder ohne Signatur
G.O.Tuhls
2010-12-21 07:53:18 UTC
Antworten
Permalink
Post by Mathias Böwe
Das übliche Problem, das hier schon vermehrt angesprochen wurde: Homo
autobobiliensis hat die Hosen gestrichen voll, wenn irgendwo eine
Schneeflocke hochkant auf der Straße liegt und steigt in Scharen auf
die Schiene um
Mein Weihnachtswunsch wäre, dass Deine Theorie in Erfüllung ginge.
Die Winteruntauglichen verlassen sich eher auf die Schneebeseitigung
als auf die Bahn, obwohl sie da noch verlassener sind.

Gruß
G.O.

P.S. Pfadfindersoll erfüllt: BMW-Mutti durch 10 cm Pulverschnee aus
Parklücke geholfen
Ralph A. Schmid, dk5ras
2010-12-21 11:58:16 UTC
Antworten
Permalink
Post by Mathias Böwe
Hier liegt schon mal der erste Knackpunkt: Warum wird nur so wenig
bestellt, daß sich das selbstverladende Stückgut im Transportgefäß
stapelt?
Genau das ist die Gretchenfrage. Irgendwer ermittelt den erwarteten
Bedarf nach irgendwelchen Kriterien, und dann scheint es noch
irgendwen zu geben, der davon pauschal nochmal xx% abzieht, um Kosten
zu drücken.
Post by Mathias Böwe
Das übliche Problem, das hier schon vermehrt angesprochen wurde: Homo
autobobiliensis hat die Hosen gestrichen voll, wenn irgendwo eine
Schneeflocke hock´hkant auf der Straße liegt und steigt in Scharen auf
Ja, die Flocke könnte ja beißen.
Post by Mathias Böwe
die Schine um - nur um festzustellen, daß die Scheiß-Bundesbahn (sic!)
eine Auslastung weit jenseits der 100% hat. Würden sie dieses Angebot
regelmäßiger nutzen, also eine dauerhaft erhöhte Nachfrage generieren,
dann würde sich das auch auf das Angebot auswirken.
Tja :-)
Post by Mathias Böwe
| Die NWB weiß von dem Problem, hält das anhaltende Winterwetter für
| mitverantwortlich für das Gedränge in den Abteilen. "Möglicherweise
| sind mehr Leute auf die Bahn umgestiegen."
"Möglicherweise" - aha. Sofern wenigstens gelegentlich ein KiN oder auch
nur ein Prüfteam mitfährt, sollte sich doch zumindest ein grober
Überblick über die Fahrgastzahlen verschaffen lassen. Vielleicht nicht
auf die dritte Nachkommastelle genau, aber doch zumindest so, daß man
etwas konkretere Hinweise auf die Nutzung bekommt.
Siehe oben - in einer der höheren Etagen wird das dann eh wieder
bezweifelt oder ignoriert oder schöngerechnet.
Post by Mathias Böwe
Mathias
-ras
--
Ralph A. Schmid

http://www.dk5ras.de/ http://www.db0fue.de/
http://www.bclog.de/
Stefan+ (Stefan Froehlich)
2010-12-20 14:09:38 UTC
Antworten
Permalink
Post by Johann Mayerwieser
Post by frank paulsen
- fahrzeugreserven vorhalten
Wer zahlt's, vor allem die 90 oder 95% des Jahres, wo sie nicht
gebraucht werden?
Wahlweise das Unternehmen von seinen Gewinnen, oder die Kunden ueber
hoehere Preise.
Post by Johann Mayerwieser
Post by frank paulsen
- personalreserven vorhalten
Wer zahlt's vor allem die 90 oder 95% des Jahres, wo sie nicht
gebraucht werden?
Wahlweise das Unternehmen von seinen Gewinnen, oder die Kunden ueber
hoehere Preise.

Die Kunst ist halt, die Reserven so zu dimensionieren, dass die
Kosten im Rahmen bleiben, damit aber doch ein Grossteil der
ansonsten auftretenden Verspaetungen u/o Ausfaelle abgefangen werden
kann.

Wenn ein bis zum Bahnhof x puenktlicher Zug ab dem Bahnhof x mit +60
unterwegs ist, weil das Zugteam mit einem anderen, verspaeteten Zug
angereist ist, dann haette es einen gewissen Charme, 2/3 oder mehr
dieser Verspaetung durch ein Ersatzteam wettmachen zu koennen,
sowohl fuer die Fahrgaeste des Zuges, als auch fuer unweigerlich
damit verbundenen Folgeprobleme - es sind also nicht _nur_ Kosten,
die entstehen.

Es ist nicht notwendig, derartige Reserven 95% des Jahres unnuetz
herumsitzen zu lassen (die Witterung war in den vergangenen Wochen
schliesslich absehbar und angekuendigt). Mit etwas Geschick koennte
man sogar die typischen Sollbruchstellen aus den Vorjahren kennen
und dort ganz gezielt gewisse Puffer bereithalten. Ich behaupte
nicht, dass das _einfach_ ist, aber es handelt sich bei der DB ja
andererseits auch nicht um ein 5-Mann-Unternehmen.

Servus,
Stefan
--
http://kontaktinser.at/ - die kostenlose Kontaktboerse fuer Oesterreich
Offizieller Erstbesucher(TM) von mmeike

Unverzichtbar für Weltbürger: Stefan - zutschen, wenn alles gelingt!
(Sloganizer)
k***@web.de
2010-12-20 14:32:52 UTC
Antworten
Permalink
Post by Stefan+ (Stefan Froehlich)
Es ist nicht notwendig, derartige Reserven 95% des Jahres unnuetz
herumsitzen zu lassen (die Witterung war in den vergangenen Wochen
schliesslich absehbar und angekuendigt). Mit etwas Geschick koennte
man sogar die typischen Sollbruchstellen aus den Vorjahren kennen
und dort ganz gezielt gewisse Puffer bereithalten.
Z.B. könnte man die in Spitzen- und Winterzeiten eingesetzten
zusätzlichen Züge nutzen, um im Sommer und zu Talzeiten die
Instanhaltungsrückstände aufzuarbeiten, statt daß dann Züge nur wegen
fehlender Wartung rumstehen/ausfallen/verkürzt werden.

Gruß
Knut
Johann Mayerwieser
2010-12-20 14:57:52 UTC
Antworten
Permalink
Post by Stefan+ (Stefan Froehlich)
Post by Johann Mayerwieser
Post by frank paulsen
- fahrzeugreserven vorhalten
Wer zahlt's, vor allem die 90 oder 95% des Jahres, wo sie nicht
gebraucht werden?
Wahlweise das Unternehmen von seinen Gewinnen, oder die Kunden ueber
hoehere Preise.
Deine Postings möcht ich sehen, wenn die Preise noch mehr erhöht werden.
Post by Stefan+ (Stefan Froehlich)
Die Kunst ist halt, die Reserven so zu dimensionieren, dass die Kosten
im Rahmen bleiben, damit aber doch ein Grossteil der ansonsten
auftretenden Verspaetungen u/o Ausfaelle abgefangen werden kann.
Nur haben wir hier eine besondere Situation und das dazu notwendige
Personal und die notwendigen FAhrzeuge würden trotzdem die meiste Zeit
herumstehen.

Wer hat ein zweites Auto um im Falle einer Panne oder eines Unfalles
sofort damit weiter fahren zu können.

Hannes
--
Für persönliche Nachricht Reply-Adresse verwenden und "usenet" im Betreff
einfügen.
Herr Willms
2010-12-20 15:22:54 UTC
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Am Mon, 20 Dec 2010 14:57:52 UTC, schrieb Johann Mayerwieser
Post by Johann Mayerwieser
Wer hat ein zweites Auto um im Falle einer Panne oder eines Unfalles
sofort damit weiter fahren zu können.
Die Werkstatt. Die Leihwagenfirma. Das Carsharing. Die Oma, Tochter,
Bruder, oder sonstwer.

Sie haben deutlich aufgezeigt, daß "wie schon im 1. Weltkrieg" es
ineffizient ist, gesellschaftliche Bedürfnisse durch gegeneinander
kriegende Privatfirmen besorgen zu lassen. Man muß das im
gesamtgesellschaftlichen Rahmen sehen und lösen.


MfG,
L.W.

-----------------------------------------------------
Wenn die Milch sich in den Kaffee integriert,
dann ändert der Kaffee seine Farbe.
Falls nicht, ists kein Kaffee, sondern Altöl
Stefan+ (Stefan Froehlich)
2010-12-20 15:51:57 UTC
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Post by Johann Mayerwieser
Deine Postings möcht ich sehen, wenn die Preise noch mehr erhöht werden.
Ganz sicher?

<Exkurs>
Gerade die Tage erst ist mir aufgefallen: ich zahle fuer eine Reise
nach Deutschland heute nur unwesentlich mehr als vor 10 Jahren.
Um diese ertraeglichen Preise zu bekommen, muss ich mich aber acht
oder neun Wochen im voraus auf den genauen Zug festlegen - und den
gibt mir die (in diesem Fall: oesterreichische) Bahn auch noch so
vor, dass ich mitten im Dezember einen Uebergang von 8 Minuten in
FFM Hbf habe, waehrend ich vor 10 Jahren innerhalb eines Monats mit
vollkommen beliebigen Zuegen haette fahren duerfen.

Was ist nun - ganz konkret in meinem Fall - die Folge?

Vor 10 Jahren waere ich sicherlich einen, vielleicht sogar zwei Tage
laenger dort geblieben wo ich war und haette an einem Schwachlasttag
einen Sitzplatz belegt, den auser mir ohnehin keiner gewollt haette.

So hingegen war ich notgedrungen genau zu der Zeit unterwegs, wo
alle fahren mussten, habe absehbar saemtliche Anschluesse verpasst,
die ich nur irgendwie verpassen konnte, dadurch in Summe ein halbes
Dutzend Mitarbeiter jeweils 15 Minuten lang in Anspruch genommen,
bekomme hoffentlich einen guten Teil des Kaufpreises rueckerstattet
(und die DB haette mir, waere ich nicht ueberdurchschnittlich
leidensfaehig, auch noch anstandslos ein Hotelzimmer bezahlt).

In meinen Augen ist das eine klassische lose-lose-Situation.
</Exkurs>
Post by Johann Mayerwieser
Post by Stefan+ (Stefan Froehlich)
Die Kunst ist halt, die Reserven so zu dimensionieren, dass die
Kosten im Rahmen bleiben, damit aber doch ein Grossteil der
ansonsten auftretenden Verspaetungen u/o Ausfaelle abgefangen
werden kann.
Nur haben wir hier eine besondere Situation und das dazu
notwendige Personal und die notwendigen Fahrzeuge würden trotzdem
die meiste Zeit herumstehen.
Was erst einmal zu beweisen waere. Wenigstens beim Personal sind
saisonale Schwankungen ueber gezielte Urlaubsplanung ja sogar
relativ einfach machbar (und im Wirtschaftsleben auch gang und
gebe - wuerde mich wundern, wenn das bei der Bahn nicht auf auf
irgendeine Art und Weise passiert). Bei den Fahrzeugen ist das
sicherlich schwieriger, aber ein moeglicher Weg dazu wurde ja auch
schon aufgezeigt.

Klar, wenn der Ausfall _eines_ ICEs schon zu Engpaessen fuehrt, ist
das natuerlich ein Problem, das sich logistisch nicht mehr in den
Griff bekommen laesst.
Post by Johann Mayerwieser
Wer hat ein zweites Auto um im Falle einer Panne oder eines
Unfalles sofort damit weiter fahren zu können.
Zum Glueck hat die DB ja nicht nur einen Zug sondern deren mehrere,
was das gezielte Anlegen von Reserven durchaus spuerbar vereinfachen
sollte.

Servus,
Stefan
--
http://kontaktinser.at/ - die kostenlose Kontaktboerse fuer Oesterreich
Offizieller Erstbesucher(TM) von mmeike

Für alte Gauner: Stefan - ein Märchen für Pärchen!
(Sloganizer)
k***@web.de
2010-12-20 17:07:11 UTC
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Post by Stefan+ (Stefan Froehlich)
<Exkurs>
Gerade die Tage erst ist mir aufgefallen: ich zahle fuer eine Reise
nach Deutschland heute nur unwesentlich mehr als vor 10 Jahren.
Um diese ertraeglichen Preise zu bekommen, muss ich mich aber acht
oder neun Wochen im voraus auf den genauen Zug festlegen - und den
gibt mir die (in diesem Fall: oesterreichische) Bahn auch noch so
vor, dass ich mitten im Dezember einen Uebergang von 8 Minuten in
FFM Hbf habe, waehrend ich vor 10 Jahren innerhalb eines Monats mit
vollkommen beliebigen Zuegen haette fahren duerfen.
Was ist nun - ganz konkret in meinem Fall - die Folge?
Vor 10 Jahren waere ich sicherlich einen, vielleicht sogar zwei Tage
laenger dort geblieben wo ich war und haette an einem Schwachlasttag
einen Sitzplatz belegt, den auser mir ohnehin keiner gewollt haette.
So hingegen war ich notgedrungen genau zu der Zeit unterwegs, wo
alle fahren mussten, habe absehbar saemtliche Anschluesse verpasst,
die ich nur irgendwie verpassen konnte, dadurch in Summe ein halbes
Dutzend Mitarbeiter jeweils 15 Minuten lang in Anspruch genommen,
bekomme hoffentlich einen guten Teil des Kaufpreises rueckerstattet
(und die DB haette mir, waere ich nicht ueberdurchschnittlich
leidensfaehig, auch noch anstandslos ein Hotelzimmer bezahlt).
In meinen Augen ist das eine klassische lose-lose-Situation.
</Exkurs>
Irrtum, es gibt einen Gewinner: die DB. Diese hat ihre Auslastung
damit optimal gesteuert.

Und wenn das mal nicht ganz klappt, dann gibts fast immer eine
Abteilung oder eine Unterabteilung oder eine Subsubdivision, die das
geschafft hat, und wo jetzt das Bonussystem angeworfen werden kann.
Während die Manager der anderen Abteilungen an Konzepten arbeiten, daß
das nächste Mal sie dran sind.

Gruß
Knut
Erhard Schwenk
2010-12-20 17:37:00 UTC
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Post by Johann Mayerwieser
Wer hat ein zweites Auto um im Falle einer Panne oder eines Unfalles
sofort damit weiter fahren zu können.
Zweitwagen sind nicht so unüblich. Abgesehen davon hat man für sowas in
der Tat heutzutage eine Mobilitätsgarantie, bietet jede Kfz-Versicherung
für kleines Geld an.
--
Erhard Schwenk

Akkordeonjugend Baden-Württemberg - http://www.akkordeonjugend.de/
APAYA running System - http://www.apaya.net/
Reinhard Greulich
2010-12-20 20:25:22 UTC
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Post by Erhard Schwenk
Abgesehen davon hat man für sowas in
der Tat heutzutage eine Mobilitätsgarantie, bietet jede Kfz-Versicherung
für kleines Geld an.
Na toll. Dann wedelst du mit der Versicherungspolice und das Auto
hüpft ganz spontan über die Schneewehen drüber, oder wie genau soll
das aussehen?

- R.
--
70086

~=@=~ www.debx.de ~=@=~
die Homepage der deb*-Newsgruppen.
Erhard Schwenk
2010-12-20 20:54:23 UTC
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Post by Reinhard Greulich
Post by Erhard Schwenk
Abgesehen davon hat man für sowas in
der Tat heutzutage eine Mobilitätsgarantie, bietet jede Kfz-Versicherung
für kleines Geld an.
Na toll. Dann wedelst du mit der Versicherungspolice und das Auto
hüpft ganz spontan über die Schneewehen drüber, oder wie genau soll
das aussehen?
Ich ruf mit dem Handy an und die schicken binnen 30 Minuten den
Abschleppdienst, der mich erstmal samt meines kaputten Autos und
eventueller Fahrgäste auf seinen Hof verfrachtet.

Dort wartet - so das Problem nicht schnell zu fixen ist - entweder
bereits das vollgetankte Ersatzfahrzug auf Umladung oder ein vom
Versicherer bezahltes Taxi, das Zeit und Raum bis zur Verfügbarkeit
eines Ersatzfahrzeugs überbrückt. BTDT.
--
Erhard Schwenk

Akkordeonjugend Baden-Württemberg - http://www.akkordeonjugend.de/
APAYA running System - http://www.apaya.net/
Reinhard Greulich
2010-12-20 21:04:38 UTC
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Post by Erhard Schwenk
Dort wartet - so das Problem nicht schnell zu fixen ist - entweder
bereits das vollgetankte Ersatzfahrzug auf Umladung oder ein vom
Versicherer bezahltes Taxi, das Zeit und Raum bis zur Verfügbarkeit
eines Ersatzfahrzeugs überbrückt. BTDT.
Falscher Versicherer. Bei der Bahn kriegst du wenigstens noch einen
Kaffee und mit in die Werkstatt musst du auch nicht. Was willst du da
auch?

- R.
--
70086

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die Homepage der deb*-Newsgruppen.
Johann Mayerwieser
2010-12-20 22:03:26 UTC
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Post by Erhard Schwenk
Abgesehen davon hat man für sowas in der Tat heutzutage eine
Mobilitätsgarantie, bietet jede Kfz-Versicherung für kleines Geld an.
Na toll. Dann wedelst du mit der Versicherungspolice und das Auto hüpft
ganz spontan über die Schneewehen drüber, oder wie genau soll das
aussehen?
Ich ruf mit dem Handy an und die schicken binnen 30 Minuten den
Abschleppdienst,
Bei Schneechaos auch? Ich denke da kannst locker mit bis zu 2 Stunden
rechnen, falls der Abschleppdienst überhaupt zu dir durchkommt, weil du
im Stau steckst.
Post by Erhard Schwenk
der mich erstmal samt meines kaputten Autos und
eventueller Fahrgäste auf seinen Hof verfrachtet.
Dauert nochmals mehr als eine halbe Stunde (Aufladen).
Post by Erhard Schwenk
Dort wartet - so das Problem nicht schnell zu fixen ist - entweder
bereits das vollgetankte Ersatzfahrzug auf Umladung oder ein vom
Versicherer bezahltes Taxi, das Zeit und Raum bis zur Verfügbarkeit
eines Ersatzfahrzeugs überbrückt. BTDT.
Nachdem du die Formalitäten erledigt hast, also in Summe günstigenfalls
1,5 Stunden, bei SChneechaos oder ähnlichen Zuständen auch gleich 3-4
Stunden.

Aber man kann sich jede Frau schön saufen.

Hannes
--
Für persönliche Nachricht Reply-Adresse verwenden und "usenet" im Betreff
einfügen.
frank paulsen
2010-12-21 05:54:13 UTC
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Post by Johann Mayerwieser
Post by Erhard Schwenk
Ich ruf mit dem Handy an und die schicken binnen 30 Minuten den
Abschleppdienst,
Bei Schneechaos auch? Ich denke da kannst locker mit bis zu 2 Stunden
rechnen, falls der Abschleppdienst überhaupt zu dir durchkommt, weil du
im Stau steckst.
Post by Erhard Schwenk
der mich erstmal samt meines kaputten Autos und
eventueller Fahrgäste auf seinen Hof verfrachtet.
Dauert nochmals mehr als eine halbe Stunde (Aufladen).
ich habe das mal ostermontag morgen irgendwo in der pampa vor Winterberg
durchgespielt, stau auf der A45 und mir geht die kiste auf der strecke
'ueber land' kaputt. schnee und glatteis.

der abschleppwagen kam hinter dem schneepflug, ankunftsverspaetung
zuhause knapp eine stunde.
--
frobnicate foo
Johann Mayerwieser
2010-12-21 07:22:37 UTC
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Post by frank paulsen
ich habe das mal ostermontag morgen irgendwo in der pampa vor Winterberg
durchgespielt, stau auf der A45 und mir geht die kiste auf der strecke
'ueber land' kaputt. schnee und glatteis.
der abschleppwagen kam hinter dem schneepflug, ankunftsverspaetung
zuhause knapp eine stunde.
Ich bin auch schon einmal mit der Eisenbahn 12 Minuten vor Plan am
Zielbahnhof angekommen.

Sind beides in der Art Ausnahmefälle.

Hannes
--
Für persönliche Nachricht Reply-Adresse verwenden und "usenet" im Betreff
einfügen.
Erhard Schwenk
2010-12-20 17:35:29 UTC
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Post by Stefan+ (Stefan Froehlich)
Post by Johann Mayerwieser
Post by frank paulsen
- fahrzeugreserven vorhalten
Wer zahlt's, vor allem die 90 oder 95% des Jahres, wo sie nicht
gebraucht werden?
Wahlweise das Unternehmen von seinen Gewinnen, oder die Kunden ueber
hoehere Preise.
Man könnte Managerboni, den Etat für Dienstfahrzeuge und den für
Schnittchen bei Vorstandsbesprechungen kürzen. Dazu weniger Managerboni
auszahlen, nicht sinnlos Geld für einen Börsengang nebst den danach
auszuzahlenden Dividenden verbraten.
Post by Stefan+ (Stefan Froehlich)
Es ist nicht notwendig, derartige Reserven 95% des Jahres unnuetz
herumsitzen zu lassen (die Witterung war in den vergangenen Wochen
schliesslich absehbar und angekuendigt). Mit etwas Geschick koennte
man sogar die typischen Sollbruchstellen aus den Vorjahren kennen
und dort ganz gezielt gewisse Puffer bereithalten. Ich behaupte
nicht, dass das _einfach_ ist, aber es handelt sich bei der DB ja
andererseits auch nicht um ein 5-Mann-Unternehmen.
ACK.

Keiner würde was sagen, wenn er an solchen Tagen halt mal zwei Stationen
auf nem Stehplatz zubringt. Früher ging das auch so - an normalen
Werktagen konnte man sitzen, wenn der Wintereinbruch kommt muß man halt
ein paar Minuten stehen.

Bei der Bahn wird aber mittlerweile wohl eher so bemessen, daß man im
normalen Berufsverkehr schon die Stehplätze ausreizt und dann an solchen
Tagen laufen darf.
--
Erhard Schwenk

Akkordeonjugend Baden-Württemberg - http://www.akkordeonjugend.de/
APAYA running System - http://www.apaya.net/
Reinhard Greulich
2010-12-20 20:26:22 UTC
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Post by Erhard Schwenk
Man könnte Managerboni, den Etat für Dienstfahrzeuge und den für
Schnittchen bei Vorstandsbesprechungen kürzen.
Wie viele Schnittchen kostet eine ICE3-Doppeltraktion?

- R.
--
70086

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die Homepage der deb*-Newsgruppen.
Erhard Schwenk
2010-12-20 20:55:19 UTC
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Post by Reinhard Greulich
Post by Erhard Schwenk
Man könnte Managerboni, den Etat für Dienstfahrzeuge und den für
Schnittchen bei Vorstandsbesprechungen kürzen.
Wie viele Schnittchen kostet eine ICE3-Doppeltraktion?
so wohlgenährt wie Mehdorn und Konsorten daherkommen, würde dafür eine
Kürzung von 15% locker reichen.
--
Erhard Schwenk

Akkordeonjugend Baden-Württemberg - http://www.akkordeonjugend.de/
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Reinhard Greulich
2010-12-20 21:03:18 UTC
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Post by Erhard Schwenk
Post by Reinhard Greulich
Wie viele Schnittchen kostet eine ICE3-Doppeltraktion?
so wohlgenährt wie Mehdorn und Konsorten daherkommen, würde dafür eine
Kürzung von 15% locker reichen.
Und du meinst, das ergibt dann die 82 Millionen Euro, die das im Jahr
1999 gekostet hat?

- R.
--
70086

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frank paulsen
2010-12-20 15:50:07 UTC
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Post by Johann Mayerwieser
Post by frank paulsen
Post by Ralph A. Schmid, dk5ras
Was soll die Bahn tun? Sagt sie nix, ist hinterher das Geheule groß
wegen voller Züge usw.
- fahrzeugreserven vorhalten
Wer zahlt's, vor allem die 90 oder 95% des Jahres, wo sie nicht gebraucht
werden?
fahrzeugreserven sind dann besonders teuer, wenn man eine grosse anzahl
unterschiedlicher baureihen vorhaelt, die sich prinzipiell nicht
untereinander austauschen lassen.

fahrzeugreserven sind dann guenstig, wenn man sie ausserhalb bekannt
problematischer nutzungszeitpunkte im saisonverkehr nutzen kann, und
wenn die anschaffungskosten (z.B. bei altmaterial) verhaeltnismaessig
gering sind.

*natuerlich* waere es unbezahlbar, je fuenf komplette ICE1, ICE2, ICE3,
ICE-T, ICE-TD einfach so irgendwo abzustellen, weil dabei natuerlich
eine grandiose menge an antrieben und stromversorgungen schlecht genutzt
bleibt.

aber man koennte natuerlich darueber nachdenken, nur fuer den FV eine
hinreichend grosse zahl von UIC-personenwagen fahrbereit vorraetig zu
halten, wenn man weiss, dass man im winter eh nur mit 160km/h unterwegs
sein wird, weil die modernen fahrzeuge sonst das eiskotzen anfangen und
sich und die gleise beschaedigen.

(und da habe ich noch nichts zum nahverkehr mit drei unterschiedlichen
bahnsteighoehen geschrieben, damit das kein roman wird)
Post by Johann Mayerwieser
Post by frank paulsen
- personalreserven vorhalten
Wer zahlt's vor allem die 90 oder 95% des Jahres, wo sie nicht gebraucht
werden?
man koennte auf die absurde idee kommen, keine schmalspurpersonalpolitik
zu betreiben, wo das rotkaeppchen und die verwaltungsfachkraft schlicht
deshalb keinen weichenbesen in die hand nehmen duerfen, weil man sechs
wochen schulung sparen kann. so mal als erster grober ansatz.

es ist ja nicht so, dass DB AG besonder _wenig_ personal vorhalt, im
vergleich zu anderen eisenbahnen. DB AG leistet sich aber eine grosse
menge wenig flexibel einsetzbaren personals, und verreckt daran.
Post by Johann Mayerwieser
Post by frank paulsen
- eine hohe fertigungstiefe der hauptprodukte unterhalten
was meinst?
Warum verlangst du von der Bahn mehr, als der wirklich subventionierte
Autoverkehr zu diesen Zeiten nicht zusammenbringt?
nun. ich verlange da einzig und allein deshalb mehr, weil das produkt
sonst kaum noch zu verkaufen ist. die stagnierenden fahrgastzahlen im
fernverkehr (ueber die zeit der DB AG) kommen ja nicht, weil DB AG durch
die reduktion der fertigungstiefe ploetzlich konkurrenzfaehig gegenueber
dem flugzeug oder dem auto geworden ist...
Post by Johann Mayerwieser
Post by frank paulsen
wenn DB AG in Bochum keine weichen mehr fegen lassen kann, weil zwar die
versorgung mit rumaenischen 'leih'arbeitern vom schwarzarbeiterstrich
funktioniert, aber nicht genuegend SiPos zu deren einsatz bereit stehen,
hat sie mindestens drei der oben angefuehrte vier punkte falsch gemacht.
Wer zahlt die SiPos vor allem die 90 oder 95% des Jahres, wo sie nicht
gebraucht werden?
die 90-95% sind natuerlich von der grundannahme her schon falsch: der
winter mit erhoehtem personalbedarf umfasst selbst in schlechten jahren
schon mal locker 20% des jahres, dazu kommen der boese herbst, der fiese
heisse sommer, und die anlaufprobleme im fruehjahr. lass die SiPos mal
fuer witterungsbedingt 30% des jahres benoetigt werden, dann koennte man
darueber nachdenken, sie weitere 30% des jahres bei allfaelligen
bauarbeiten einzusetzen. schon sieht das preismaessig ein wenig
interessanter aus.

wenn ich die SiPos dann zur ferienzeit als zusaetzliches personal am
bahnhof aktivieren kann, weil ich bauarbeiten ausserhalb kernwinter und
ferienzeit lege, wird da sogar ein echter plan draus.

ich habe dieses wochenende bis zu den knoecheln im schnee auf dem
bahnsteig gestanden, und gestrandeten fahrgaesten mit meinem
schlaufernsprecher und der abfahrtstafel kostenlos und unverbindlich
alternative verbindungen rausgesucht, weil die normalen informationen
der DB AG desolat waren, und der servicepoint voellig ueberlastet.

was ist daran bemerkenswert?

dies ist der winter der winteroffensive marke Grube, der uns noch vor
wenigen wochen erzaehlte, DB AG sei 'gut aufgestellt' fuer den winter.

letztes jahr, gleiches wochende, gleicher bahnhof, gleiche schneehoehe,
gleiches chaos.

faellt mir nichts mehr zu ein.
--
frobnicate foo
Reinhard Greulich
2010-12-20 17:07:23 UTC
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Post by frank paulsen
nun. ich verlange da einzig und allein deshalb mehr, weil das produkt
sonst kaum noch zu verkaufen ist. die stagnierenden fahrgastzahlen im
fernverkehr (ueber die zeit der DB AG) kommen ja nicht, weil DB AG durch
die reduktion der fertigungstiefe ploetzlich konkurrenzfaehig gegenueber
dem flugzeug oder dem auto geworden ist...
Die Züge gestern wirkten nicht, als wenn die Bahn Probleme damit
hätte, ihr Produkt zu verkaufen.

Gruß - Reinhard.
--
70086

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die Homepage der deb*-Newsgruppen.
frank paulsen
2010-12-20 17:24:39 UTC
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Post by Reinhard Greulich
Post by frank paulsen
nun. ich verlange da einzig und allein deshalb mehr, weil das produkt
sonst kaum noch zu verkaufen ist. die stagnierenden fahrgastzahlen im
fernverkehr (ueber die zeit der DB AG) kommen ja nicht, weil DB AG durch
die reduktion der fertigungstiefe ploetzlich konkurrenzfaehig gegenueber
dem flugzeug oder dem auto geworden ist...
Die Züge gestern wirkten nicht, als wenn die Bahn Probleme damit
hätte, ihr Produkt zu verkaufen.
wenn ich die haelfte der FV-zuege ausfallen lasse, sehen die
verbliebenen auf den ersten blick nicht unterbesetzt aus.

das sagt ueber die fahrgastzahlen, die im geschaeftsbericht dann
irgendwann auftauchen, aber eher wenig aus.
--
frobnicate foo
Dave U. Random
2010-12-20 19:12:16 UTC
Antworten
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Post by frank paulsen
wenn ich die haelfte der FV-zuege ausfallen lasse, sehen die
verbliebenen auf den ersten blick nicht unterbesetzt aus.
Du hast sicherlich einen Beleg dafür, dass gestern die Hälfte der FV-
Züge ausgefallen sind. Oder sollte das nur wieder inhaltsleeres Bahn-
Bashing sein?

Dave
Reinhard Greulich
2010-12-20 20:28:34 UTC
Antworten
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Post by frank paulsen
wenn ich die haelfte der FV-zuege ausfallen lasse, sehen die
verbliebenen auf den ersten blick nicht unterbesetzt aus.
Wo ich unterwegs war, ist kein Fernverkehrszug ausgefallen. Hingegen
gab es 30 Minuten Abfahrtverspätung, weil ein frisch eingesetzter Zug
wegen Überfüllung teilweise wieder geräumt werden musste.

Gruß - Reinhard.
--
70086

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die Homepage der deb*-Newsgruppen.
frank paulsen
2010-12-21 05:48:09 UTC
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Post by Reinhard Greulich
Post by frank paulsen
wenn ich die haelfte der FV-zuege ausfallen lasse, sehen die
verbliebenen auf den ersten blick nicht unterbesetzt aus.
Wo ich unterwegs war, ist kein Fernverkehrszug ausgefallen. Hingegen
gab es 30 Minuten Abfahrtverspätung, weil ein frisch eingesetzter Zug
wegen Überfüllung teilweise wieder geräumt werden musste.
in Hagen HBf war das aber so. und es war genauso am gleichen
vorweihnachtswochenende vor einem jahr.
--
frobnicate foo
Stefan Reuther
2010-12-20 16:01:46 UTC
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Post by Johann Mayerwieser
Warum verlangst du von der Bahn mehr, als der wirklich subventionierte
Autoverkehr zu diesen Zeiten nicht zusammenbringt?
Prinzipiell ist das System Bahn nun mal in der Lage, mehr zu leisten,
als der Autoverkehr bei diesem Wetter zusammenbringt. Also kann man das
durchaus auch mal wieder betonen. Es ist ja nicht wirklich eine neue
Forderung, genausowenig wie die nach mehr Fahrzeugreserven.


Stefan
Hans Bonfigt
2010-12-20 20:27:42 UTC
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Post by Johann Mayerwieser
Post by frank paulsen
- fahrzeugreserven vorhalten
Wer zahlt's, vor allem die 90 oder 95% des Jahres, wo sie nicht gebraucht
werden?
Nun stell' Dir vor, die Energieversorger dimensionieren ihre Kraftwerke
nach der Durchschnittslast und sagen bei Zusammenbruch des Netzes,
"Pumpspeicherwerke ? Lastreserven ? Wer zahlt's ???"
Post by Johann Mayerwieser
Wer zahlt die SiPos vor allem die 90 oder 95% des Jahres, wo sie nicht
gebraucht werden?
"Sonderpreise" für Hooligans ?


Überhaupt: Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis. Warum also nicht
zu den bekannten Hauptreisezeiten sämtliche Schnäppchen und Vergünsti-
gungen streichen, ibs. die für Kinder ?
Uns *schon* ist Ruhe. Aber erst frecherweise die 1. Klasse mit Rentnern
und Enkeln vollpacken *und dann nicht fahren*, das geht nun 'mal gar
nicht.
Reinhard Greulich
2010-12-20 20:45:40 UTC
Antworten
Permalink
Post by Hans Bonfigt
Nun stell' Dir vor, die Energieversorger dimensionieren ihre Kraftwerke
nach der Durchschnittslast und sagen bei Zusammenbruch des Netzes,
"Pumpspeicherwerke ? Lastreserven ? Wer zahlt's ???"
Nun ist es ja nicht so, dass Pumpspeicherwerke und Lastreserven aus
Kundenfreundlichkeit der Energieversorger existieren. Vielmehr lässt
sich in Zeiten ohne Eigenbedarf damit anderswo vortrefflich Geld
verdienen, und zwar viel Geld. Das Prinzip ist auf die Eisenbahn nicht
ohne Weiteres übertragbar, weil man die Nachfrage nicht einfach durch
eine Leitung an eine andere Stelle schaffen kann.

Gruß - Reinhard.
--
70086

~=@=~ www.debx.de ~=@=~
die Homepage der deb*-Newsgruppen.
Oliver Schnell
2010-12-21 10:26:43 UTC
Antworten
Permalink
Post by Reinhard Greulich
Post by Hans Bonfigt
Nun stell' Dir vor, die Energieversorger dimensionieren ihre Kraftwerke
nach der Durchschnittslast und sagen bei Zusammenbruch des Netzes,
"Pumpspeicherwerke ? Lastreserven ? Wer zahlt's ???"
Nun ist es ja nicht so, dass Pumpspeicherwerke und Lastreserven aus
Kundenfreundlichkeit der Energieversorger existieren. Vielmehr lässt
sich in Zeiten ohne Eigenbedarf damit anderswo vortrefflich Geld
verdienen, und zwar viel Geld. Das Prinzip ist auf die Eisenbahn nicht
ohne Weiteres übertragbar, weil man die Nachfrage nicht einfach durch
eine Leitung an eine andere Stelle schaffen kann.
Doch ließe sich schon: BC50 und BC100 in ihrer beisherigen Form abschaffen,
Zeitkarten mit Gültigkeit vor 9 Uhr drastisch verteuern.
Ruckzuck hättest du Spitzenpreise in zeiten der Spitzennachfrage und
das genöle der gutmenschelnden Vertreter vermeintlicher Fahrgastinteressen
gleich gratis mit dazu.
--
Oliver Schnell
frank paulsen
2010-12-21 11:11:35 UTC
Antworten
Permalink
Post by Oliver Schnell
Doch ließe sich schon: BC50 und BC100 in ihrer beisherigen Form abschaffen,
Zeitkarten mit Gültigkeit vor 9 Uhr drastisch verteuern.
Ruckzuck hättest du Spitzenpreise in zeiten der Spitzennachfrage und
das genöle der gutmenschelnden Vertreter vermeintlicher Fahrgastinteressen
gleich gratis mit dazu.
man haette bei konsequenter anwendung deines vorschlages vor allem nicht
mehr das problem, die flaeche bedienen zu muessen.

die beschraenkung auf allokation zugbuchungspflichter fahrkarten
versucht, ein makrooekonomisches problem mikrooekonomisch zu loesen.

dass das nicht funktioniert, weil man zu oft auf lokalen minima der
kostenfunktion haengen bleibt, ohne ein globales minimum finden zu
koennen, hat man mir als naturwissenschaftler irgendwann mal
beigebracht.

(bzw. ich musste das vor versammelter mannschaft zugeben, weil unsere
simulationen da schlicht zu einfach waren, obwohl sie inhaltlich exakt
so arbeiteten, wie das reine allokationspreissystem funktioniert. nur
sieht man das bei strukturen, die man relativ simpel roentgen kann, halt
etwas einfacher, als wenn man erst ein komplettes verkehrssystem an die
wand fahren muss)
--
frobnicate foo
Oliver Schnell
2010-12-21 11:44:27 UTC
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Post by frank paulsen
Post by Oliver Schnell
Doch ließe sich schon: BC50 und BC100 in ihrer beisherigen Form abschaffen,
Zeitkarten mit Gültigkeit vor 9 Uhr drastisch verteuern.
Ruckzuck hättest du Spitzenpreise in zeiten der Spitzennachfrage und
das genöle der gutmenschelnden Vertreter vermeintlicher Fahrgastinteressen
gleich gratis mit dazu.
man haette bei konsequenter anwendung deines vorschlages vor allem nicht
mehr das problem, die flaeche bedienen zu muessen.
Wieso das denn? Gerade in der Fläche ist die Nachfrage doch eher überschaubar.
Gerade dort wendest du eben keine Spitzenpreise an.
Post by frank paulsen
die beschraenkung auf allokation zugbuchungspflichter fahrkarten
versucht, ein makrooekonomisches problem mikrooekonomisch zu loesen.
Das geht (nur eben nicht zugscharf) auch ohne Zugbuchung. Zu bestimmten
Zeiten sind bestimmte Angebote einfach nicht vorgesehen. So könntest du
sogar BahnCards weiter bestehen lassen. Exemplarisch: Die BC50 gilt Freitag
Nachmittag oder Sonntagabend eben nicht oder bringt dann nur 10% Rabatt.
Post by frank paulsen
dass das nicht funktioniert, weil man zu oft auf lokalen minima der
kostenfunktion haengen bleibt, ohne ein globales minimum finden zu
koennen, hat man mir als naturwissenschaftler irgendwann mal
beigebracht.
Du kannst das obendrauf noch mit der reservieungspflicht koppeln. Je
übler das Genöle wegen überfüllter Züge wird, um so mehr steigt die
Wahrscheinlichkeit, dass eine Pfliocht zur Reservierung zumindest für
bestimmte Züge, an bestimmten Tagen eingeführt wird.
--
Oliver Schnell
Johann Mayerwieser
2010-12-20 20:47:41 UTC
Antworten
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Post by Hans Bonfigt
Post by Johann Mayerwieser
Post by frank paulsen
- fahrzeugreserven vorhalten
Wer zahlt's, vor allem die 90 oder 95% des Jahres, wo sie nicht
gebraucht werden?
Nun stell' Dir vor, die Energieversorger dimensionieren ihre Kraftwerke
nach der Durchschnittslast und sagen bei Zusammenbruch des Netzes,
"Pumpspeicherwerke ? Lastreserven ? Wer zahlt's ???"
Die Energieversorger haben nicht so extreme Spitzen zu so kurzen Zeiten
mit technischen Ausfällen von 10 - 20% des Equipments, weil das meiste in
trockenen (oder bewusst feuchten) Räumen steht und das was im Freien
steht, nicht bewegt wird.
Post by Hans Bonfigt
Überhaupt: Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis. Warum also nicht
zu den bekannten Hauptreisezeiten sämtliche Schnäppchen und Vergünsti-
gungen streichen, ibs. die für Kinder ? Uns *schon* ist Ruhe.
Die Bahn wäre schön blöd, würde sie wegen der Schlechtwetterreisenden die
Stammkunden verärgern. Das würdest nur du tun.

Hannes
--
Für persönliche Nachricht Reply-Adresse verwenden und "usenet" im Betreff
einfügen.
Stefan+ (Stefan Froehlich)
2010-12-20 22:01:33 UTC
Antworten
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Post by Johann Mayerwieser
Die Bahn wäre schön blöd, würde sie wegen der Schlechtwetterreisenden
die Stammkunden verärgern.
Die Bahn /hat/ gerade wieder einmal ganz massiv Stammkunden veraergert.
Jedenfalls die, die ich so um mich herum erlebt habe.

Servus,
Stefan
--
http://kontaktinser.at/ - die kostenlose Kontaktboerse fuer Oesterreich
Offizieller Erstbesucher(TM) von mmeike

Stefan. Über den bescheuerten Klee zu loben!
(Sloganizer)
Hans Bonfigt
2010-12-20 22:05:42 UTC
Antworten
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Post by Stefan+ (Stefan Froehlich)
Post by Johann Mayerwieser
Die Bahn wäre schön blöd, würde sie wegen der Schlechtwetterreisenden
die Stammkunden verärgern.
Die Bahn /hat/ gerade wieder einmal ganz massiv Stammkunden veraergert.
Jedenfalls die, die ich so um mich herum erlebt habe.
Jo, speziell die programmierende Zunft, Dieses Jahr zwar nicht, weil
noch krankgeschrieben, aber sonst um diese Zeit hat unsereins Reise-
Hochkonjunktur.
Da kommt eine vollgepfropfte Sardinenbüchse, um mehrere Stunden ver-
spätet, überhaupt nicht gut.
Ralph A. Schmid, dk5ras
2010-12-21 04:44:05 UTC
Antworten
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Post by Johann Mayerwieser
Die Bahn wäre schön blöd, würde sie wegen der Schlechtwetterreisenden die
Stammkunden verärgern. Das würdest nur du tun.
Höh?! Genau das tut sie derzeit doch.


-ras
--
Ralph A. Schmid

http://www.dk5ras.de/ http://www.db0fue.de/
http://www.bclog.de/
Oliver Schnell
2010-12-21 10:24:14 UTC
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Post by Johann Mayerwieser
Post by Hans Bonfigt
Überhaupt: Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis. Warum also nicht
zu den bekannten Hauptreisezeiten sämtliche Schnäppchen und Vergünsti-
gungen streichen, ibs. die für Kinder ? Uns *schon* ist Ruhe.
Die Bahn wäre schön blöd, würde sie wegen der Schlechtwetterreisenden die
Stammkunden verärgern. Das würdest nur du tun.
Das ist eine der üblichen Plattheiten des Hans B. Würde die DB die Ticket-
bepreisung wirklich auf nachfrageabhängigkeit komplett umstellen, gäbe es
solche Dinge wie eine BC50 oder gar BC100 nicht mehr. Auch Streckenzeitkarten
(mit denen bekanntlich Pendler zu Sopitzenzeiten zum absoluten
Schnäppchenpreis fahren können) gäbe es dann nicht mehr mit einer deart hohen
Rabattierung. Und hansilein würde ob des Verlustes seiner BC100 toben.
--
Oliver Schnell
Dave U. Random
2010-12-21 11:49:52 UTC
Antworten
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Post by Hans Bonfigt
Warum also nicht
zu den bekannten Hauptreisezeiten sämtliche Schnäppchen und Vergünsti-
gungen streichen, ibs. die für Kinder ?
Ist deine BC100 nicht eins der größten Schnäppchen? Warum streichen
wir nicht erst die? Dann ist auch Ruhe.

Dave
Detlev Bartsch
2010-12-20 14:50:31 UTC
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Post by frank paulsen
wenn DB AG in Bochum keine weichen mehr fegen lassen kann, weil zwar die
versorgung mit rumaenischen 'leih'arbeitern vom schwarzarbeiterstrich
funktioniert, aber nicht genuegend SiPos zu deren einsatz bereit stehen,
hat sie mindestens drei der oben angefuehrte vier punkte falsch gemacht.
Dafür hat die Bahn heute morgen im Hagener Hbf auf einem unbenutzten,
zugeschneiten Gepäckbahnsteig Vegetationsrückschnitt betrieben. Soweit
ich sehen konnte, ein Mann am Rasentrimmer, ein SiPo, ein Zuchau ...
Vorarbeiter.


Tschüss
db
Stefan Reuther
2010-12-20 17:47:25 UTC
Antworten
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Post by Detlev Bartsch
Post by frank paulsen
wenn DB AG in Bochum keine weichen mehr fegen lassen kann, weil zwar die
versorgung mit rumaenischen 'leih'arbeitern vom schwarzarbeiterstrich
funktioniert, aber nicht genuegend SiPos zu deren einsatz bereit stehen,
hat sie mindestens drei der oben angefuehrte vier punkte falsch gemacht.
Dafür hat die Bahn heute morgen im Hagener Hbf auf einem unbenutzten,
zugeschneiten Gepäckbahnsteig Vegetationsrückschnitt betrieben. Soweit
ich sehen konnte, ein Mann am Rasentrimmer, ein SiPo, ein Zuchau ...
Vorarbeiter.
Mal von der Anzahl beteiligter Mitarbeiter abgesehen: gibt es ein
ineffizienteres Arbeitsgerät als einen Rasentrimmer?


Stefan
Tobias Nicht
2010-12-20 17:59:16 UTC
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Post by Stefan Reuther
Mal von der Anzahl beteiligter Mitarbeiter abgesehen: gibt es ein
ineffizienteres Arbeitsgerät als einen Rasentrimmer?
Wieso die Dinger sind doch cool, damit kann man auch einen Achszähler
abnabeln.

Gruß Tobias
Ralph A. Schmid, dk5ras
2010-12-20 15:23:10 UTC
Antworten
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Post by frank paulsen
- fahrzeugreserven vorhalten
Wie viel? Endlos kann man das nicht aufstocken, kost' ja auch Geld.
Post by frank paulsen
- personalreserven vorhalten
S.o.
Post by frank paulsen
- dezentralisierte eingriffszenarien vorbereiten
Die gibt es, werden ausgebaut, aber vermutlich wagt manch einer nach
den Erlebnissen aus den letzten Jahren nicht mehr viel
Eigeninitiative. Bin gespannt, ob das besser wird, aber das wurde in
Jahren kaputtgemacht, der Aufbau dauert wohl genauso lange.
Post by frank paulsen
wenn DB AG in Bochum keine weichen mehr fegen lassen kann, weil zwar die
versorgung mit rumaenischen 'leih'arbeitern vom schwarzarbeiterstrich
funktioniert, aber nicht genuegend SiPos zu deren einsatz bereit stehen,
hat sie mindestens drei der oben angefuehrte vier punkte falsch gemacht.
So schaut's aus.


-ras
--
Ralph A. Schmid

http://www.dk5ras.de/ http://www.db0fue.de/
http://www.bclog.de/
Ralf Gunkel
2010-12-20 17:22:55 UTC
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Post by frank paulsen
Post by Ralph A. Schmid, dk5ras
Post by G.O.Tuhls
Sagen wir mal so: Diese an sich traurige Meldung eines Unternehmens,
das einstmals [tm] witterungsunabhängig den Versorgungsauftrag
aufrecht erhalten konnte und sich als innovativ darstellt, wurde von
den bashenden Journalisten passend kolportiert. Steilvorlage eben.
Was soll die Bahn tun? Sagt sie nix, ist hinterher das Geheule groß
wegen voller Züge usw.
- fahrzeugreserven vorhalten
- personalreserven vorhalten
- dezentralisierte eingriffszenarien vorbereiten
- eine hohe fertigungstiefe der hauptprodukte unterhalten
ein wichtiger Punkt fehlt noch

- Großbuchstaben kaufen.

Gruß Ralf
--
Wollen sie einen Bedienplatz von Siem***, oder gleich was gescheites?
Erhard Schwenk
2010-12-20 17:29:29 UTC
Antworten
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Post by Ralph A. Schmid, dk5ras
Post by G.O.Tuhls
Sagen wir mal so: Diese an sich traurige Meldung eines Unternehmens,
das einstmals [tm] witterungsunabhängig den Versorgungsauftrag
aufrecht erhalten konnte und sich als innovativ darstellt, wurde von
den bashenden Journalisten passend kolportiert. Steilvorlage eben.
Was soll die Bahn tun?
Die Gleise betriebsbereit halten, die für solche Fälle doch wohl
hoffentlich vorgehaltene Reserve an zusätzlichem rollendem Material
anhängen und fahren, was sonst?
Post by Ralph A. Schmid, dk5ras
Sagt sie nix, ist hinterher das Geheule groß
wegen voller Züge usw.
Wenn sie ihren Job richtig macht sollte eigentlich nicht passieren. Dazu
müßte sie allerdings ihre Kapazitäten mit ordentlich Reserve bemessen
und nicht nur am Jahresdurchschnitt mit ein paar % Schwankungsbreite
ausrichten. Was dann natürlich Geld kostet und daher die Privatisierung
versaut, aber man kann nicht alles haben.
--
Erhard Schwenk

Akkordeonjugend Baden-Württemberg - http://www.akkordeonjugend.de/
APAYA running System - http://www.apaya.net/
Reinhard Greulich
2010-12-20 20:31:19 UTC
Antworten
Permalink
Post by Erhard Schwenk
Die Gleise betriebsbereit halten, die für solche Fälle doch wohl
hoffentlich vorgehaltene Reserve an zusätzlichem rollendem Material
anhängen und fahren, was sonst?
Was willst Du denn an einen 1er ICE dranhängen, wenn der voll ist?
Deine Ideen haben schon "Weltniveau", das muss man dir lassen.

- R.
--
70086

~=@=~ www.debx.de ~=@=~
die Homepage der deb*-Newsgruppen.
Erhard Schwenk
2010-12-20 20:55:58 UTC
Antworten
Permalink
Post by Reinhard Greulich
Post by Erhard Schwenk
Die Gleise betriebsbereit halten, die für solche Fälle doch wohl
hoffentlich vorgehaltene Reserve an zusätzlichem rollendem Material
anhängen und fahren, was sonst?
Was willst Du denn an einen 1er ICE dranhängen, wenn der voll ist?
Man stellt einfach nen zweiten hin und läßt den hinterherfahren?
--
Erhard Schwenk

Akkordeonjugend Baden-Württemberg - http://www.akkordeonjugend.de/
APAYA running System - http://www.apaya.net/
Reinhard Greulich
2010-12-20 21:05:59 UTC
Antworten
Permalink
Post by Erhard Schwenk
Man stellt einfach nen zweiten hin und läßt den hinterherfahren?
Und der steht so lange irgendwo im Regal, bis man ihn mal braucht?

- R.
--
70086

~=@=~ www.debx.de ~=@=~
die Homepage der deb*-Newsgruppen.
Erhard Schwenk
2010-12-20 21:48:15 UTC
Antworten
Permalink
Post by Reinhard Greulich
Post by Erhard Schwenk
Man stellt einfach nen zweiten hin und läßt den hinterherfahren?
Und der steht so lange irgendwo im Regal, bis man ihn mal braucht?
Ja, das ist der Plan. Nennt sich "Reserve". Wird in Verkehrsarmen Zeiten
gebraucht, damit man ohne Ausfälle die turnusmäßigen Wartungsarbeiten
durchführen kann und in verkehrsreichen Zeiten, damit keiner laufen muß.
Zumindest würde das ein denkender Mensch so machen.
--
Erhard Schwenk

Akkordeonjugend Baden-Württemberg - http://www.akkordeonjugend.de/
APAYA running System - http://www.apaya.net/
Johann Mayerwieser
2010-12-20 22:05:01 UTC
Antworten
Permalink
Post by Erhard Schwenk
Post by Reinhard Greulich
Post by Erhard Schwenk
Man stellt einfach nen zweiten hin und läßt den hinterherfahren?
Und der steht so lange irgendwo im Regal, bis man ihn mal braucht?
Ja, das ist der Plan. Nennt sich "Reserve". Wird in Verkehrsarmen Zeiten
gebraucht, damit man ohne Ausfälle die turnusmäßigen Wartungsarbeiten
durchführen kann und in verkehrsreichen Zeiten, damit keiner laufen muß.
Zumindest würde das ein denkender Mensch so machen.
So stellt sich der kleine Maxi die große Welt vor.

Hannes
--
Für persönliche Nachricht Reply-Adresse verwenden und "usenet" im Betreff
einfügen.
Reinhard Greulich
2010-12-21 00:13:16 UTC
Antworten
Permalink
Post by Erhard Schwenk
Ja, das ist der Plan. Nennt sich "Reserve".
Doller Plan. Und du zahlst? Oder wer?

- R.
--
70086

~=@=~ www.debx.de ~=@=~
die Homepage der deb*-Newsgruppen.
Erhard Schwenk
2010-12-21 00:24:41 UTC
Antworten
Permalink
Post by Reinhard Greulich
Post by Erhard Schwenk
Ja, das ist der Plan. Nennt sich "Reserve".
Doller Plan. Und du zahlst? Oder wer?
Wie wärs mit den Bahnchefs, die sich offensichtlich deftige Gehälter für
ihre Nichtleistung gönnen?
--
Erhard Schwenk

Akkordeonjugend Baden-Württemberg - http://www.akkordeonjugend.de/
APAYA running System - http://www.apaya.net/
Mathias Böwe
2010-12-21 05:52:06 UTC
Antworten
Permalink
Post by Erhard Schwenk
Post by Reinhard Greulich
Post by Erhard Schwenk
Ja, das ist der Plan. Nennt sich "Reserve".
Doller Plan. Und du zahlst? Oder wer?
Wie wärs mit den Bahnchefs, die sich offensichtlich deftige Gehälter für
ihre Nichtleistung gönnen?
Und Du hast auch nur ansatzweise eine Vorstellung, wieviele Züge samt
Personal in Reserve gehalten werden könnten, wenn der Vorstand komplett
auf sein Gehalt verzichten würde? Offensichtlich nicht.

Mathias
--
inzwischen wieder ohne Signatur
frank paulsen
2010-12-21 06:48:28 UTC
Antworten
Permalink
Post by Mathias Böwe
Und Du hast auch nur ansatzweise eine Vorstellung, wieviele Züge samt
Personal in Reserve gehalten werden könnten, wenn der Vorstand komplett
auf sein Gehalt verzichten würde? Offensichtlich nicht.
spannende frage. wuerde man die vorstandsbezuege 1999 in etwa mit
einem inflationsausgleich versehen und heute auszahlen, wuerden rund
10Mio EUR pro jahr frei. (die muessten dann nicht verhungern, und die
meisten der vorstaende wuerden dadurch nicht mal zu aufstockern)

von diesen 10 Mio EUR liessen sich bei verwendung abgeschriebenen
wagenmaterials vermutlich so etwa dreissig reservezuege vollzeit
vorhalten, bei kreativem personalmanagement aber auch gerne die doppelte
zahl.
--
frobnicate foo
Johann Mayerwieser
2010-12-21 07:36:58 UTC
Antworten
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spannende frage. wuerde man die vorstandsbezuege 1999 in etwa mit einem
inflationsausgleich versehen und heute auszahlen, wuerden rund 10Mio EUR
pro jahr frei. (die muessten dann nicht verhungern, und die meisten der
vorstaende wuerden dadurch nicht mal zu aufstockern)
von diesen 10 Mio EUR liessen sich bei verwendung abgeschriebenen
wagenmaterials vermutlich so etwa dreissig reservezuege vollzeit
vorhalten, bei kreativem personalmanagement aber auch gerne die doppelte
zahl.
Mir sind diese Gehälter auch sehr suspekt, ich kann nicht verstehen,
warum jemand so viel verlangen muss, was er mit diesem Geld machen soll
und halte es für asozial - außer derjenige macht das 3-5 Jahre und lebt
dann von diesem Geld als Privatier, dann vergönne ich ihm das von Herzen.

Aber ich bin Realist: Diese Gehälter machen das Kraut auch nicht Fett,
jedem Eisenbahner 10 Euro im Monat wegnehmen bringt viel mehr.

Hannes
--
Für persönliche Nachricht Reply-Adresse verwenden und "usenet" im Betreff
einfügen.
Herr Willms
2010-12-21 07:10:29 UTC
Antworten
Permalink
Am Tue, 21 Dec 2010 00:13:16 UTC, schrieb Reinhard Greulich
Post by Reinhard Greulich
Post by Erhard Schwenk
Ja, das ist der Plan. Nennt sich "Reserve".
Doller Plan. Und du zahlst? Oder wer?
Derzeit zahlen alle dafür, daß es keine Reserven, weder an Material
noch an Personal, gibt.

Und das kostet mehr.


L.W.

-----------------------------------------------------
Wenn die Milch sich in den Kaffee integriert,
dann ändert der Kaffee seine Farbe.
Falls nicht, ists kein Kaffee, sondern Altöl
Oliver Schnell
2010-12-21 10:19:30 UTC
Antworten
Permalink
Post by Reinhard Greulich
Post by Erhard Schwenk
Ja, das ist der Plan. Nennt sich "Reserve".
Doller Plan. Und du zahlst? Oder wer?
Zum Thema Reserve sollte man nicht vergessen, dass die DB wegen der
Achsenhysterie immer noch eine größere Zahl vobn Triebzügen
permanente in der Wartung hat, als früher.Die fehlen jetzt halt.
--
Oliver Schnell
Herr Willms
2010-12-21 07:10:29 UTC
Antworten
Permalink
Am Mon, 20 Dec 2010 21:48:15 UTC, schrieb Erhard Schwenk
Post by Erhard Schwenk
Post by Reinhard Greulich
Post by Erhard Schwenk
Man stellt einfach nen zweiten hin und läßt den hinterherfahren?
Und der steht so lange irgendwo im Regal, bis man ihn mal braucht?
Ja, das ist der Plan. Nennt sich "Reserve". Wird in Verkehrsarmen Zeiten
gebraucht, damit man ohne Ausfälle die turnusmäßigen Wartungsarbeiten
durchführen kann und in verkehrsreichen Zeiten, damit keiner laufen muß.
Zumindest würde das ein denkender Mensch so machen.
<unterschreib>


MfG,
L.W.


-----------------------------------------------------
Wenn die Milch sich in den Kaffee integriert,
dann ändert der Kaffee seine Farbe.
Falls nicht, ists kein Kaffee, sondern Altöl
Stefan Reuther
2010-12-20 23:10:51 UTC
Antworten
Permalink
Post by Reinhard Greulich
Post by Erhard Schwenk
Man stellt einfach nen zweiten hin und läßt den hinterherfahren?
Und der steht so lange irgendwo im Regal, bis man ihn mal braucht?
Man kann natürlich auch sagen, die relativ großen und nicht einfach in
der Größe veränderbaren Einheiten sind Teil des Problems, nicht der
Lösung. An einen Wagenzug kann man Wagen anhängen.

ICE-T5 vs. ICE-T7 ist schon mal ein Ansatz, allerdings materialisiert da
auch nicht der 7er, wenn der 5er übervoll ist; man müsste das Teil im
Ganzen in der Garage stehen haben und kann nicht einfach in den 5er zwei
Wagen einfügen.

Gibt es überhaupt hochgeschwindigkeitstaugliche Züge, die man flexibel
verlängern könnte?


Stefan
Mathias Böwe
2010-12-20 23:22:35 UTC
Antworten
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Post by Stefan Reuther
An einen Wagenzug kann man Wagen anhängen.
Auch nicht in unbegrenzter Anzahl.

Mathias
--
inzwischen wieder ohne Signatur
Wolfgang Hauser
2010-12-21 09:05:35 UTC
Antworten
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Post by Mathias Böwe
Post by Stefan Reuther
An einen Wagenzug kann man Wagen anhängen.
Auch nicht in unbegrenzter Anzahl.
Aber dafür irgendwelche beliebigen. Beim Konzept "Triebwagen" klappt
das, von den selten gewordenen Exemplaren mit Standardkupplung
abgesehen, nur mit sehr eng verwandten Baureihen.
Johann Mayerwieser
2010-12-20 23:29:29 UTC
Antworten
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Post by Stefan Reuther
Post by Reinhard Greulich
Post by Erhard Schwenk
Man stellt einfach nen zweiten hin und läßt den hinterherfahren?
Und der steht so lange irgendwo im Regal, bis man ihn mal braucht?
Man kann natürlich auch sagen, die relativ großen und nicht einfach in
der Größe veränderbaren Einheiten sind Teil des Problems, nicht der
Lösung. An einen Wagenzug kann man Wagen anhängen.
Auch nicht mehr so einfach, da man meist schon mit Steuerwagen fährt.
Allein das Umfahren des Zuges mit einer Lok am Endbahnhof stört den
Betrieb, an Kopfbahnhöfen gibts noch mehr Arbeit. Wenn man da Wagen
anhängt (was technisch durchaus oft möglich ist) hat man am Endbahnhof
das Problem mit diesen.

Abgesehen davon: Es genügt nicht nur, Reservewaggons bereit zu halten
(wo, und wieviele dort), man braucht auch das entsprechende Gefährt und
Personal, diese an den Zug zu bringen. Und es genügt dann nicht, nur zwei
oder drei bereit zu halten, man muss sie für mehrere Züge bereit halten.


Hannes
--
Für persönliche Nachricht Reply-Adresse verwenden und "usenet" im Betreff
einfügen.
Stefan Reuther
2010-12-21 00:10:42 UTC
Antworten
Permalink
Post by Johann Mayerwieser
Post by Stefan Reuther
Man kann natürlich auch sagen, die relativ großen und nicht einfach in
der Größe veränderbaren Einheiten sind Teil des Problems, nicht der
Lösung. An einen Wagenzug kann man Wagen anhängen.
Auch nicht mehr so einfach, da man meist schon mit Steuerwagen fährt.
Allein das Umfahren des Zuges mit einer Lok am Endbahnhof stört den
Betrieb, an Kopfbahnhöfen gibts noch mehr Arbeit. Wenn man da Wagen
anhängt (was technisch durchaus oft möglich ist) hat man am Endbahnhof
das Problem mit diesen.
Abgesehen davon: Es genügt nicht nur, Reservewaggons bereit zu halten
(wo, und wieviele dort), man braucht auch das entsprechende Gefährt und
Personal, diese an den Zug zu bringen. Und es genügt dann nicht, nur zwei
oder drei bereit zu halten, man muss sie für mehrere Züge bereit halten.
Schon klar -- nur sollte das Bereithalten von Wagen eine Größenordnung
billiger sein als das Bereithalten kompletter Züge. An Großkampftagen
wird der geneigte Fahrgast sicher auch den alten ausgenuddelten Bimz
einer ungewissen Wartezeit auf einem kalten Bahnsteig vorziehen.


Stefan
Johann Mayerwieser
2010-12-21 07:31:53 UTC
Antworten
Permalink
Post by Stefan Reuther
Schon klar -- nur sollte das Bereithalten von Wagen eine Größenordnung
billiger sein als das Bereithalten kompletter Züge. An Großkampftagen
wird der geneigte Fahrgast sicher auch den alten ausgenuddelten Bimz
einer ungewissen Wartezeit auf einem kalten Bahnsteig vorziehen.
Schade, dass man das nicht in einem Großfeldversuch testen kann, aber ich
trau mich zu wetten, dass da genau so massive Kritiken von Fahrgästen,
Presse und hier als Postings aufschlagen würden, wie jetzt.

Hannes
--
Für persönliche Nachricht Reply-Adresse verwenden und "usenet" im Betreff
einfügen.
Oliver Schnell
2010-12-21 10:17:32 UTC
Antworten
Permalink
Post by Johann Mayerwieser
Post by Stefan Reuther
Schon klar -- nur sollte das Bereithalten von Wagen eine Größenordnung
billiger sein als das Bereithalten kompletter Züge. An Großkampftagen
wird der geneigte Fahrgast sicher auch den alten ausgenuddelten Bimz
einer ungewissen Wartezeit auf einem kalten Bahnsteig vorziehen.
Schade, dass man das nicht in einem Großfeldversuch testen kann, aber ich
trau mich zu wetten, dass da genau so massive Kritiken von Fahrgästen,
Presse und hier als Postings aufschlagen würden, wie jetzt.
Gabs doch auch als im Sommer diverse ICE durch lokbespannte Einheiten
mit den schratkompatiblen Bimzen durch die Gegend fuhren.
--
Oliver Schnell
frank paulsen
2010-12-21 10:46:00 UTC
Antworten
Permalink
Post by Johann Mayerwieser
Post by Stefan Reuther
Schon klar -- nur sollte das Bereithalten von Wagen eine Größenordnung
billiger sein als das Bereithalten kompletter Züge. An Großkampftagen
wird der geneigte Fahrgast sicher auch den alten ausgenuddelten Bimz
einer ungewissen Wartezeit auf einem kalten Bahnsteig vorziehen.
Schade, dass man das nicht in einem Großfeldversuch testen kann, aber ich
trau mich zu wetten, dass da genau so massive Kritiken von Fahrgästen,
Presse und hier als Postings aufschlagen würden, wie jetzt.
haette DB AG die Bimze (und Aimze, um die es objektiv auch nicht
wirklich schade ist) nicht einfach verschrotten lassen, so sie nicht
nach suedosteuropa verkaufbar waren, haette man diesen modellversuch
machen koennen.

aber: DB AG *musste* die natuerlich verschrotten lassen, weil die kosten
fuer monatelanges abstellen selbst auf sonst nicht mehr verwendeten
rangierbahnhoefen natuerlich nennenswert das ergebnis der einen sparte
schmaelern, und das der anderen erhoehen, obwohl da kaum eine objektiv
berechenbare arbeit stattfindet.

da fliegt einem dann schlicht die kostenrechnung vor die fuesse, und es
waere interessant zu wissen, ob das in der grossen summe nun einen
vorteil gebracht hat, moeglichst granular fiktive kosten zu ermitteln
und abzurechnen.
--
frobnicate foo
Ralph A. Schmid, dk5ras
2010-12-21 11:58:16 UTC
Antworten
Permalink
Post by Johann Mayerwieser
Schade, dass man das nicht in einem Großfeldversuch testen kann, aber ich
Dochdoch, das gab es in den letzten zwei Jahren zur Genüge.
Post by Johann Mayerwieser
trau mich zu wetten, dass da genau so massive Kritiken von Fahrgästen,
Presse und hier als Postings aufschlagen würden, wie jetzt.
So isses. Die Dinger wurden in teilweise desolatem Zustand
losgeschickt, dreckig, speckig, abgenudelt.


-ras
--
Ralph A. Schmid

http://www.dk5ras.de/ http://www.db0fue.de/
http://www.bclog.de/
frank paulsen
2010-12-21 06:01:31 UTC
Antworten
Permalink
Post by Johann Mayerwieser
Post by Stefan Reuther
Man kann natürlich auch sagen, die relativ großen und nicht einfach in
der Größe veränderbaren Einheiten sind Teil des Problems, nicht der
Lösung. An einen Wagenzug kann man Wagen anhängen.
Auch nicht mehr so einfach, da man meist schon mit Steuerwagen fährt.
Allein das Umfahren des Zuges mit einer Lok am Endbahnhof stört den
Betrieb, an Kopfbahnhöfen gibts noch mehr Arbeit. Wenn man da Wagen
anhängt (was technisch durchaus oft möglich ist) hat man am Endbahnhof
das Problem mit diesen.
wir haben 2010. man haette, wenn politisches interesse an einer
funktionierenden eisenbahn bestuende, eine kompatible automatische
mittelpufferkupplung einfuehren koennen, die auch das problem mit den
steuerwagen deutlich vereinfachen wuerde.

da werfe ich Bundesbahn und DB AG vor allem vor, nicht hinreichend viel
lobbyarbeit betrieben zu haben, und vor allem eine masse technisch
hoechst inkompatibler fahrzeuge beschafft zu haben.
Post by Johann Mayerwieser
Abgesehen davon: Es genügt nicht nur, Reservewaggons bereit zu halten
(wo, und wieviele dort), man braucht auch das entsprechende Gefährt und
Personal, diese an den Zug zu bringen. Und es genügt dann nicht, nur zwei
oder drei bereit zu halten, man muss sie für mehrere Züge bereit halten.
wenn man sein wagenmaterial tauglich beschafft, und nicht zu viele
weichen herausrupft, braucht es dafuer selbst in groesseren bahnhoefen
vieleicht zwei rangiererstellen und zweieinhalb rangierschlepper.
--
frobnicate foo
Johann Mayerwieser
2010-12-21 07:28:38 UTC
Antworten
Permalink
Post by frank paulsen
Post by Johann Mayerwieser
Auch nicht mehr so einfach, da man meist schon mit Steuerwagen fährt.
Allein das Umfahren des Zuges mit einer Lok am Endbahnhof stört den
Betrieb, an Kopfbahnhöfen gibts noch mehr Arbeit. Wenn man da Wagen
anhängt (was technisch durchaus oft möglich ist) hat man am Endbahnhof
das Problem mit diesen.
wir haben 2010. man haette, wenn politisches interesse an einer
funktionierenden eisenbahn bestuende, eine kompatible automatische
mittelpufferkupplung einfuehren koennen, die auch das problem mit den
steuerwagen deutlich vereinfachen wuerde.
Dann hast aber trotzdem das Problem, dass man bei der Wende diese Wagons
vor der Nase hat.
Post by frank paulsen
Post by Johann Mayerwieser
Abgesehen davon: Es genügt nicht nur, Reservewaggons bereit zu halten
(wo, und wieviele dort), man braucht auch das entsprechende Gefährt und
Personal, diese an den Zug zu bringen. Und es genügt dann nicht, nur
zwei oder drei bereit zu halten, man muss sie für mehrere Züge bereit
halten.
wenn man sein wagenmaterial tauglich beschafft, und nicht zu viele
weichen herausrupft, braucht es dafuer selbst in groesseren bahnhoefen
vieleicht zwei rangiererstellen und zweieinhalb rangierschlepper.
Und wie oft am Tag oder in der Woche oder im Monat?
Firmen können sich nicht das leisten, was der Private macht: Ein Gerät um
(beim Privaten X0.000 Euro, bei der Bahn um X00.000 - x.000.000 Euro) zu
beschaffen und 23 oder mehr Stunden am Tag nicht zu verwenden. Beim
Privaten ist das übrigens das Auto, bei der Bahn summierte sich die
Investitionssumme auf eine Riesensumme.

Hannes
--
Für persönliche Nachricht Reply-Adresse verwenden und "usenet" im Betreff
einfügen.
frank paulsen
2010-12-21 10:07:12 UTC
Antworten
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Post by Johann Mayerwieser
Post by frank paulsen
wir haben 2010. man haette, wenn politisches interesse an einer
funktionierenden eisenbahn bestuende, eine kompatible automatische
mittelpufferkupplung einfuehren koennen, die auch das problem mit den
steuerwagen deutlich vereinfachen wuerde.
Dann hast aber trotzdem das Problem, dass man bei der Wende diese Wagons
vor der Nase hat.
ja, klar. aber deshalb bauen wir ja Stuttgart 21: damit nicht mehr
gewendet werden muss.

ganz ehrlich: wir haben die steuerwagen im deutschen fernverkehr noch
nicht soo furchtbar lange, ich kann mich noch sehr gut an deren
einfuehrung erinnern. das bedeutet, dass man grundsaetzlich wohl ohne
sie auskommen kann, wenn man die kostenlast zu tragen bereit ist.

wenn man sich die ueblich gewordene verteilung der lokpersonale ansieht,
und die idee einer automatischen kupplung weiter denkt, dann kann man
natuerlich an Bahnhöfen wie Frankfurt HBf relativ problemlos mit einer
anderen lok und anderem Tf beifahren, kuppeln, bremsprobe machen und los
gehts. bonuspunkte gibt es, wenn ein zukunftssicherer zugbus in die
kupplung integriert wird, mit dem eine automatische, sichere bremsprobe
moeglich ist.

rund kann es nur werden, wenn einerseits die technischen vorkehrungen an
den fahrzeugen getroffen werden, andererseits eine hinreichende anzahl
von weichen an wendebahnhoefen zur verfuegung steht, und nicht zuletzt
die fahrplaene und personaldisposition darauf abgestimmt werden.
Post by Johann Mayerwieser
Post by frank paulsen
wenn man sein wagenmaterial tauglich beschafft, und nicht zu viele
weichen herausrupft, braucht es dafuer selbst in groesseren bahnhoefen
vieleicht zwei rangiererstellen und zweieinhalb rangierschlepper.
Und wie oft am Tag oder in der Woche oder im Monat?
Firmen können sich nicht das leisten, was der Private macht: Ein Gerät um
(beim Privaten X0.000 Euro, bei der Bahn um X00.000 - x.000.000 Euro) zu
beschaffen und 23 oder mehr Stunden am Tag nicht zu verwenden. Beim
Privaten ist das übrigens das Auto, bei der Bahn summierte sich die
Investitionssumme auf eine Riesensumme.
nochmal: wir haben 2010, wir haben mitlerweile elektrolokomotiven, die
nicht nur vor halbwegs schnellen personenzuegen verwendet werden
koennen, sondern auch vor gueterzuegen. wenn ich die rangierer und
schlepper *ausschliesslich* fuer DB Fernverkehr vorhalte, dann wird das
vermutlich unbezahlbar. wenn ich mit einer automatischen kupplung und
passender bahnhofssausstattung dafuer sorge, dass ich auch einen
konkurrenzfaehigen einzelwagenverkehr betreiben kann, dann habe ich auch
eine chance, das gerechnet zu bekommen.

sicher gehen da einige zig milliarden drauf, aber ich sehe kaum eine
andere moeglichkeit, die existenz der flaechendeckenden eisenbahn
in deutschland langfristig zu sichern.
--
frobnicate foo
Marc Haber
2010-12-21 09:34:57 UTC
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Post by Johann Mayerwieser
Auch nicht mehr so einfach, da man meist schon mit Steuerwagen fährt.
Allein das Umfahren des Zuges mit einer Lok am Endbahnhof stört den
Betrieb, an Kopfbahnhöfen gibts noch mehr Arbeit. Wenn man da Wagen
anhängt (was technisch durchaus oft möglich ist) hat man am Endbahnhof
das Problem mit diesen.
Die SBB hat das Verstärkermodul schon vor Jahren erfunden.

Grüße
Marc
--
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Hans Bonfigt
2010-12-21 00:04:54 UTC
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Post by Stefan Reuther
Gibt es überhaupt hochgeschwindigkeitstaugliche Züge, die man flexibel
verlängern könnte?
Den mit Abstand schnellsten Schnitt (170 Km/h) mit der Bahn bin ich
'mal mit einer MET-Garnitur gefahren, B - HH, gezogen von einer 101.

Der Franzmann brachte es schon 1960 auf 331 Km/h (Vmax).

Ich wäre ja für einen ICE-Ersatz mit herkömmlichen Waggons und vor allen
Dingen *Abteilen*. Gezogen von einer richtigen Lok und mit kompatibler
Kupplung.
Matthias Warkus
2010-12-21 08:53:28 UTC
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Post by Stefan Reuther
Post by Reinhard Greulich
Post by Erhard Schwenk
Man stellt einfach nen zweiten hin und läßt den hinterherfahren?
Und der steht so lange irgendwo im Regal, bis man ihn mal braucht?
Man kann natürlich auch sagen, die relativ großen und nicht einfach in
der Größe veränderbaren Einheiten sind Teil des Problems, nicht der
Lösung. An einen Wagenzug kann man Wagen anhängen.
Ich freue mich bereits jetzt auf eine interessante Diskussion über
diesen neuartigen Vorschlag.

mawa
--
http://www.prellblog.de
Ralph A. Schmid, dk5ras
2010-12-21 04:45:30 UTC
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Post by Erhard Schwenk
Man stellt einfach nen zweiten hin und läßt den hinterherfahren?
Man hat auch gleich eine dazu passende Trasse parat, quer durchs Land?


-ras
--
Ralph A. Schmid

http://www.dk5ras.de/ http://www.db0fue.de/
http://www.bclog.de/
Falk S c h a d e
2010-12-20 21:15:47 UTC
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Post by Reinhard Greulich
Post by Erhard Schwenk
Die Gleise betriebsbereit halten, die für solche Fälle doch wohl
hoffentlich vorgehaltene Reserve an zusätzlichem rollendem Material
anhängen und fahren, was sonst?
Was willst Du denn an einen 1er ICE dranhängen, wenn der voll ist?
Deine Ideen haben schon "Weltniveau", das muss man dir lassen.
nicht doch, "Loveparade" auf dem Stuttgarter Flughafen war sein bislang
Bester
Christoph Schmitz
2010-12-20 17:24:46 UTC
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Post by G.O.Tuhls
Wann rät die Post von Weihnachtspäckchen ab?
Sollten sie mal tun, dann waeren die Schlangen am Schalter
nicht so lang. Aber wenigstens haben sie eben die Leute
teilweise schon in der Schlange bedient, so dass ich meinen
Brief trotzdem schnell erhalten habe.

Christoph
Frederic Daguenet
2010-12-20 11:48:32 UTC
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Hi!
Post by Oliver Schnell
Das ist die übliche Art und Weise, wie aus einem Ratschlag,
Spitzenzeitzen wenn möglich zu meiden, ruck zuck eine falsche Behauptung
zum fröhlichen Bahn-Bashen aufgestellt wird.
Ist nicht das erste Mal und wird auch nicht das letzte Mal sein.
Wenn man sieht, was sich hier im Raum Berlin in diesem Winter bisher
abspielt, ist der Vorschlag die Bahn nicht zu benutzen u.U. eine gute Idee.

Erst heute früh war wieder wegen dem Schnee Chaos. Am Morgen fuhr bei
den RE2s garnix mehr richtig und die aus Nauen hatten auch ihre
Probleme. Grund waren mal wieder Weichenstörungen.

Ich wollte mit dem 6:30 ab Wustermark fahren... der hatte laut Online
Auskunft +10. Am Bahnhof hieß es dann schon +15, dann wurden da im
fetten Schneetreiben am Ende +35 raus.
Bis kurz vor Berlin Spandau kamen wir dann halbwegs. Dort standen wir
dann aber wieder wegen Weichenstörung einige Minuten. Einem Fahrgast
wurde das zu viel und der viel mit lauten Rumms in sich zusammen. Zum
Glück kam der bald wieder zu sich und konnte Spandau auf eignen Füßen raus.

In Spandau wurde auch gewartet... mittlerweile waren es +60 und wir
dachten noch, das der wohl einfach quasi die Fahrt vom eine Stunde
später fahrenden dann übernimmt. Tja, nee... nach weiterem warten kam
die Info: Weichenstörung! Zug setzt zurück und rangiert dann auf anderen
Bahnsteig um. Okaaaay! Mal was neues...
Der setzte sich dann auch nach einiger Zeit in Bewegung, fuhr den
Bahnsteig runter bis ans westliche Ende... und blieb wieder stehen.
Warten, warten, warten, warten.... und mit der Ansage, das auf Grund
einer weiteren Weichenstörugn das Vorhaben nicht mehr möglich war,
konnten wir aussteigen. Da paßt es dann noch, das am ganzen hinteren
Bahnsteig feiner Schnee auf dem Boden lag. Zusammen mit den an sich
schon glatten Kacheln dort gab das eine üble Rutschpartie.

Am Ende hab ich für einen Weg von 60 Minuten heut 150 gebraucht... nur
weil in meinen Laienaugen die Bahn nicht mehr in der Lage ist in einem
normalen Winter (Wir haben keine 80cm Schnee, wir haben keine -30°) die
Weichen betriebsfähig zu halten.

Gruß...
Reinhard Greulich
2010-12-20 17:01:00 UTC
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Post by Frederic Daguenet
Wenn man sieht, was sich hier im Raum Berlin in diesem Winter bisher
abspielt, ist der Vorschlag die Bahn nicht zu benutzen u.U. eine gute Idee.
Welche Alternative schlägst Du vor? Ich bin gestern abend ganz gut von
Berlin nach Hannover gekommen, zwar mit +100 Minuten, aber auf dem
reservierten Sitzplatz und gemütlich und warm. Im Auto hätte ich das
nicht fahren wollen, da wäre die Gesamtfahrzeit sowieso höher gewesen.

Gruß - Reinhard.
--
70086

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