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ARD: Nur jeder fünfte ICE "voll funktionsfähig"
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Paul Muster
2018-11-22 05:18:13 UTC
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https://www.tagesschau.de/wirtschaft/deutsche-bahn-163.html

| Zu wenige Züge, zu wenig Personal und ein enormer Investitionsstau:
| Was Bahnfahrer tagtäglich spüren, belegen auch interne Dokumente des
| Unternehmens, die dem ARD-Magazin Kontraste vorliegen. Demnach sind
| nur magere 20 Prozent der ICE "vollständig funktionsfähig". Diese
| frappierende Zahl findet sich in Aufsichtsratsunterlagen der DB-
| Tochter Fernverkehr vom Juni 2018.
|
| Zwar habe man seit dem Jahr 2016 in den Instandhaltungswerken
| deutlich mehr Züge mit Schäden abgearbeitet, heißt es in der aktuellen
| Vorstandsvorlage für die heutige Sondersitzung des DB-Aufsichtsrats -
| die Rede ist immerhin von einer Steigerung um 45 Prozent.
|
| Doch dieser Erfolg werde "überkompensiert", da "der Schadenseingang im
| gleichen Zeitraum anstieg", also mehr ICE-Züge mit Schäden in der
| Werkstatt eintrafen. Was dazu führt, dass die Anzahl der ICE, die mit
| Mängeln die Werkstatt wieder verlassen, sogar um 17 Prozent anstieg.
|
| Auf gut Bahndeutsch wird als Grund unter anderem die "hohe
| Eingangsverspätung" aus dem Betrieb genannt, was auf Normaldeutsch
| heißt: ICE kommen auch im Instandhaltungswerk verspätet an, die
| Werkstattzeit wird knapper. Abgearbeitet wird dann nur, was
| sicherheitsrelevant ist, der Rest bleibt liegen. Und so kommt es, dass
| manchmal tagelang dieselben ICE mit kaputten Toiletten, defekten
| Klimaanlagen oder Kaffeemaschinen auf Reisen sind. Ein Teufelskreis.

...und mehr.

Na, Glückwunsch. Da müssten noch viel mehr Köpfe rollen als nur der des
FV-Vorstand Produktion, der seit dieser Woche neu besetzt ist.

BTW: Hat das "Leaken" der og. Unterlagen an "Kontraste" womöglich einen
zeitlichen Zusammenhang zu dieser Personalie?


mfG Paul
Till Kinstler
2018-11-22 08:26:43 UTC
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Post by Paul Muster
Na, Glückwunsch. Da müssten noch viel mehr Köpfe rollen als nur der des
FV-Vorstand Produktion, der seit dieser Woche neu besetzt ist.
Naja, Teil des Problems scheint ja zu sein, dass den Verkehrsunternehmen
im Allgemeinen zur Zeit die Leute freiwillig weglaufen... :-/
Man glaubt bei Bahnens offenbar selbst nicht an eine schnelle Lösung:
"Von einem wichtigen Ziel verabschiedete sich die Bahn angesichts der
Vielzahl der Probleme offenbar. Die erwünschte Pünktlichkeitsquote von
82 Prozent aller Fahrten soll nicht mehr 2018, sondern erst *2025*
erreicht werden, wie aus den Dokumenten hervorgeht, die "Kontraste"
vorliegen."
(<https://www.tagesschau.de/wirtschaft/deutsche-bahn-163.html>,
Hervorhebung von mir).
2025! Immerhin denkt man mittelfristig in der Firma...
Mal sehen, wie Bahnens' Antwort dazu ausfällt, die sicher irgendwann auf
<https://www.deutschebahn.com/de/presse/pressestart_zentrales_uebersicht>
auftaucht...

Sonstwo läuft es aber auch nicht besser, in Berlin spricht man von einer
"U-Bahn-Krise" als deren Ursache von Kritikern der BVG auch eine
Mischung aus zu wenigen, zu schadanfälligen Zügen plus Personalmangel
gesehen wird:
<https://www.berliner-zeitung.de/berlin/verkehr/massive-ausfaelle-und-verspaetungen-u-bahn-krise-erreicht-ihren-hoehepunkt-31628334>

Grüße,
Till
Ralph A. Schmid, dk5ras
2018-11-22 09:22:04 UTC
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Post by Till Kinstler
Naja, Teil des Problems scheint ja zu sein, dass den Verkehrsunternehmen
im Allgemeinen zur Zeit die Leute freiwillig weglaufen... :-/
Personal ist ein großes Problem, die Abgänge in die Rente in den
nächsten Jahren werden durchaus erschreckend hoch ausfallen, und der
Markt ist leergefegt.


-ras
--
Ralph A. Schmid +49-171-3631223 +49-911-21650056
http://www.schmid.xxx/ http://www.db0fue.de/
http://www.bclog.de/ http://www.kabuliyan.de/
Wolfgang Kynast
2018-11-22 09:28:45 UTC
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Post by Ralph A. Schmid, dk5ras
Post by Till Kinstler
Naja, Teil des Problems scheint ja zu sein, dass den Verkehrsunternehmen
im Allgemeinen zur Zeit die Leute freiwillig weglaufen... :-/
Personal ist ein großes Problem, die Abgänge in die Rente in den
nächsten Jahren werden durchaus erschreckend hoch ausfallen, und der
Markt ist leergefegt.
Wir brauchen also mehr Migranten und nicht weniger.
--
Schöne Grüße,
Wolfgang
Ralph A. Schmid, dk5ras
2018-11-22 09:48:02 UTC
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Post by Wolfgang Kynast
Post by Ralph A. Schmid, dk5ras
Personal ist ein großes Problem, die Abgänge in die Rente in den
nächsten Jahren werden durchaus erschreckend hoch ausfallen, und der
Markt ist leergefegt.
Wir brauchen also mehr Migranten und nicht weniger.
Ja, wobei halt für etliche Jobs schon die Deutschkenntnisse und
weitere Qualifikation wichtig sind, da tut man sich also aktuell
schwer, Personal zu rekrutieren. Die Bahn stellt aber auch Migranten
ein, die sind da ganz entspannt, wer für den Job taugt, der kriegt
ihn.


-ras
--
Ralph A. Schmid +49-171-3631223 +49-911-21650056
http://www.schmid.xxx/ http://www.db0fue.de/
http://www.bclog.de/ http://www.kabuliyan.de/
Wolfgang Kynast
2018-11-22 11:12:42 UTC
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Post by Ralph A. Schmid, dk5ras
Post by Wolfgang Kynast
Post by Ralph A. Schmid, dk5ras
Personal ist ein großes Problem, die Abgänge in die Rente in den
nächsten Jahren werden durchaus erschreckend hoch ausfallen, und der
Markt ist leergefegt.
Wir brauchen also mehr Migranten und nicht weniger.
Ja, wobei halt für etliche Jobs schon die Deutschkenntnisse und
weitere Qualifikation wichtig sind, da tut man sich also aktuell
schwer, Personal zu rekrutieren.
Ja, aber in 3 Jahren gibt es auch keinen deutschen Lokführerüberschuß.
Da muss man sich schon *jetzt* Migranten "erziehen".
Post by Ralph A. Schmid, dk5ras
Die Bahn stellt aber auch Migranten
ein, die sind da ganz entspannt, wer für den Job taugt, der kriegt
ihn.
Das hoffe ich doch, dass die rational handeln ;-)
--
Schöne Grüße,
Wolfgang
U***@web.de
2018-11-22 12:46:38 UTC
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Post by Wolfgang Kynast
Post by Ralph A. Schmid, dk5ras
Post by Wolfgang Kynast
Post by Ralph A. Schmid, dk5ras
Personal ist ein großes Problem, die Abgänge in die Rente in den
nächsten Jahren werden durchaus erschreckend hoch ausfallen, und der
Markt ist leergefegt.
Wir brauchen also mehr Migranten und nicht weniger.
Ja, wobei halt für etliche Jobs schon die Deutschkenntnisse und
weitere Qualifikation wichtig sind, da tut man sich also aktuell
schwer, Personal zu rekrutieren.
Ja, aber in 3 Jahren gibt es auch keinen deutschen Lokführerüberschuß.
Da muss man sich schon *jetzt* Migranten "erziehen".
Von Fremdspracheninstituten und Dolmetscherschulen
könnte man womöglich welche bekommen, die in drei Jahren die
Sprachkenntnisse zusammenbekommen. Dann fehlt aber doch
die bahnfachliche Ausbildung.

Und ob die Leute Loks fahren wollen, wäre auch noch zu klären.
Reinhard Greulich
2018-11-22 23:39:53 UTC
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Post by U***@web.de
Von Fremdspracheninstituten und Dolmetscherschulen
könnte man womöglich welche bekommen, die in drei Jahren die
Sprachkenntnisse zusammenbekommen. Dann fehlt aber doch
die bahnfachliche Ausbildung.
Da könnte ein Blick zur (ebenso unter Personalmangel leidenden) SBB
helfen. In einem kleinen, aber viersprachigen Land mit Englisch als
verbreiteter Zusatzanforderung spielt das Sprachenlernen eine wichtige
Rolle und die SBB haben recht ausgefeilte Programme dafür. Gut, die
vierte Landessprache ist optional und wird wohl nur gesprochen, wenn
sie als Muttersprache mitgebracht wird, aber auch ohne diese bleiben
immer noch drei plus eine, die zumindest Bahnmitarbeiter, die täglich
quer durchs Land unterwegs sind, beherrschen müssen.

Gruß - Reinhard.
--
70086
~=@=~
Fa.lk.Sc.H.a.de
2018-11-23 07:34:15 UTC
Antworten
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Post by Reinhard Greulich
Post by U***@web.de
Von Fremdspracheninstituten und Dolmetscherschulen
könnte man womöglich welche bekommen, die in drei Jahren die
Sprachkenntnisse zusammenbekommen. Dann fehlt aber doch
die bahnfachliche Ausbildung.
Da könnte ein Blick zur (ebenso unter Personalmangel leidenden) SBB
helfen. In einem kleinen, aber viersprachigen Land mit Englisch als
verbreiteter Zusatzanforderung spielt das Sprachenlernen eine wichtige
Rolle und die SBB haben recht ausgefeilte Programme dafür. Gut, die
vierte Landessprache ist optional und wird wohl nur gesprochen, wenn
sie als Muttersprache mitgebracht wird, aber auch ohne diese bleiben
immer noch drei plus eine, die zumindest Bahnmitarbeiter, die täglich
quer durchs Land unterwegs sind, beherrschen müssen.
die zukünftigen Eisenbahner sollen also drei Sprachen lernen müssen?
Wolfgang Kynast
2018-11-23 08:39:20 UTC
Antworten
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Post by Fa.lk.Sc.H.a.de
Post by Reinhard Greulich
Post by U***@web.de
Von Fremdspracheninstituten und Dolmetscherschulen
könnte man womöglich welche bekommen, die in drei Jahren die
Sprachkenntnisse zusammenbekommen. Dann fehlt aber doch
die bahnfachliche Ausbildung.
Da könnte ein Blick zur (ebenso unter Personalmangel leidenden) SBB
helfen. In einem kleinen, aber viersprachigen Land mit Englisch als
verbreiteter Zusatzanforderung spielt das Sprachenlernen eine wichtige
Rolle und die SBB haben recht ausgefeilte Programme dafür. Gut, die
vierte Landessprache ist optional und wird wohl nur gesprochen, wenn
sie als Muttersprache mitgebracht wird, aber auch ohne diese bleiben
immer noch drei plus eine, die zumindest Bahnmitarbeiter, die täglich
quer durchs Land unterwegs sind, beherrschen müssen.
die zukünftigen Eisenbahner sollen also drei Sprachen lernen müssen?
Für München-Leipzig müssen sie schon mal Bayrisch, Sächsisch und
Deutsch können.
;-)
--
Wolfgang
Reinhard Greulich
2018-11-23 18:28:58 UTC
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Post by Fa.lk.Sc.H.a.de
die zukünftigen Eisenbahner sollen also drei Sprachen lernen müssen?
Naja, es fördert die Berufsaussichten. Der Einsatz erfolgt möglichst
in den Sprachräumen, die beherrscht werden, zwei müssen es mindestens
sein (soweit ich weiß). Und drei sind besser als zwei. Kurse bietet
die SBB selbst in ihrem Weiterbildungsprogramm an.

- R.
--
70086
~=@=~
Fa.lk.Sc.H.a.de
2018-11-24 08:05:36 UTC
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Post by Reinhard Greulich
Post by Fa.lk.Sc.H.a.de
die zukünftigen Eisenbahner sollen also drei Sprachen lernen müssen?
Naja, es fördert die Berufsaussichten. Der Einsatz erfolgt möglichst
in den Sprachräumen, die beherrscht werden, zwei müssen es mindestens
sein (soweit ich weiß). Und drei sind besser als zwei. Kurse bietet
die SBB selbst in ihrem Weiterbildungsprogramm an.
Und du glaubst das ein Migrant, so er dann vier Sprachen spricht, würde
bei der DB arbeiten?
Johann Mayerwieser
2018-11-24 10:58:02 UTC
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Post by Fa.lk.Sc.H.a.de
Und du glaubst das ein Migrant, so er dann vier Sprachen spricht, würde
bei der DB arbeiten?
Wenn er ein Affe ist, vielleicht - wegen der Peanuts warats
Reinhard Greulich
2018-11-24 20:58:26 UTC
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Post by Fa.lk.Sc.H.a.de
Und du glaubst das ein Migrant, so er dann vier Sprachen spricht, würde
bei der DB arbeiten?
Bei der DB besteht ja nicht so die Notwendigkeit, da sollte Deutsch
reichen.

- R.
--
70086
~=@=~
U***@web.de
2018-11-23 08:54:05 UTC
Antworten
Permalink
Post by Reinhard Greulich
Post by U***@web.de
Von Fremdspracheninstituten und Dolmetscherschulen
könnte man womöglich welche bekommen, die in drei Jahren die
Sprachkenntnisse zusammenbekommen. Dann fehlt aber doch
die bahnfachliche Ausbildung.
Da könnte ein Blick zur (ebenso unter Personalmangel leidenden) SBB
helfen. In einem kleinen, aber viersprachigen Land mit Englisch als
verbreiteter Zusatzanforderung spielt das Sprachenlernen eine wichtige
Rolle und die SBB haben recht ausgefeilte Programme dafür.
Gerade wird berichtet, die DB habe eine Anzahl rumänischer Eisenbahner
unter Vertrag genommen. Wenn das nicht alles Deutschsprachige
etwa aus Hermannstadt sind, wird man auch da mit Sprachkurs beginnen
müssen.

Aus der Vergangenheit ward ja überliefert, daß manchem real hier fahrenden
Tf das sprachliche Rüstzeug zur Verständigung mit den Fdl fehlte,
was man so nicht haben mag.
Ralph A. Schmid, dk5ras
2018-11-23 13:07:48 UTC
Antworten
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Post by U***@web.de
Aus der Vergangenheit ward ja überliefert, daß manchem real hier fahrenden
Tf das sprachliche Rüstzeug zur Verständigung mit den Fdl fehlte,
was man so nicht haben mag.
"Ich nix schreibä Bäfähl - du mache grün, ich fahre" - so in der
Art...


-ras
--
Ralph A. Schmid +49-171-3631223 +49-911-21650056
http://www.schmid.xxx/ http://www.db0fue.de/
http://www.bclog.de/ http://www.kabuliyan.de/
Helmut Barth
2018-11-24 14:54:15 UTC
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Salut!
Post by U***@web.de
Von Fremdspracheninstituten und Dolmetscherschulen
könnte man womöglich welche bekommen, die in drei Jahren die
Sprachkenntnisse zusammenbekommen.
Du überschätzt die Anforderungen an Sprachkenntnisse. Level B1 (vgl.
<http://www.europaeischer-referenzrahmen.de/sprachniveau.php>) reicht um
als Lokführer zu arbeiten. Das ist, zusammen mit den bahnsprachlichen
Fachbegriffen, in einem Jahr locker zu schaffen, wenn der betreffende es
lernen _will_. Letzteres kann man bei entsprechendem Berufswunsch
voraussetzen.
Post by U***@web.de
Dann fehlt aber doch
die bahnfachliche Ausbildung.
Und ob die Leute Loks fahren wollen, wäre auch noch zu klären.
Bei im Ausland angeworbenen Lokführern sind das die kleineren Hürden,
da sie mit den Grundsätzen schon vertraut sind. Bei fach- und
kulturfremd sozialisierten Leuten könnte das aber in der Tat ein Problem
werden[1].

Grüßle, Helmut

[1] "Der Bahnbetrieb läuft bei uns auch am Sabbat" um ein wenig
realistisches Beispiel in den Raum zu werfen ;)
U***@web.de
2018-11-24 14:59:42 UTC
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Post by Helmut Barth
Post by U***@web.de
Von Fremdspracheninstituten und Dolmetscherschulen
könnte man womöglich welche bekommen, die in drei Jahren die
Sprachkenntnisse zusammenbekommen.
Du überschätzt die Anforderungen an Sprachkenntnisse. Level B1 (vgl.
<http://www.europaeischer-referenzrahmen.de/sprachniveau.php>) reicht um
als Lokführer zu arbeiten. Das ist, zusammen mit den bahnsprachlichen
Fachbegriffen, in einem Jahr locker zu schaffen, wenn der betreffende es
lernen _will_.
Ich hätte jetzt angenommen, daß man mit B1 die entsprechenden
Regelwerke noch nicht versteht. Aber es ist ja auch nicht
verboten, während der fachlichen Ausbildung weiter an der
Sprache zu arbeiten.

Gruß, ULF
Juergen Thome
2018-11-22 12:39:23 UTC
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Post by Wolfgang Kynast
Post by Ralph A. Schmid, dk5ras
Post by Till Kinstler
Naja, Teil des Problems scheint ja zu sein, dass den Verkehrsunternehmen
im Allgemeinen zur Zeit die Leute freiwillig weglaufen... :-/
Personal ist ein großes Problem, die Abgänge in die Rente in den
nächsten Jahren werden durchaus erschreckend hoch ausfallen, und der
Markt ist leergefegt.
Wir brauchen also mehr Migranten und nicht weniger.
Weiss hier jemand, wie viel neues Personal benötigt würde, um sagen wir
bescheiden, zwanzig Prozent des automobilen Individualverkehrs zu
übernehmen?

Ich geh mal davon aus, dass die Beschaffung von rollendem Material nur eine
Frage des Geldes wäre.

Gruß
Jürgen
Fa.lk.Sc.H.a.de
2018-11-22 13:57:11 UTC
Antworten
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Post by Juergen Thome
Post by Wolfgang Kynast
Post by Ralph A. Schmid, dk5ras
Post by Till Kinstler
Naja, Teil des Problems scheint ja zu sein, dass den Verkehrsunternehmen
im Allgemeinen zur Zeit die Leute freiwillig weglaufen... :-/
Personal ist ein großes Problem, die Abgänge in die Rente in den
nächsten Jahren werden durchaus erschreckend hoch ausfallen, und der
Markt ist leergefegt.
Wir brauchen also mehr Migranten und nicht weniger.
Weiss hier jemand, wie viel neues Personal benötigt würde, um sagen wir
bescheiden, zwanzig Prozent des automobilen Individualverkehrs zu
übernehmen?
Ich geh mal davon aus, dass die Beschaffung von rollendem Material nur eine
Frage des Geldes wäre.
Die Rekrutierung des Personals auch. Dann müsste man nur noch die nötige
Infrastruktur schaffen und dann würde das klappen. Wird aber nicht
passieren.
Juergen Thome
2018-11-24 17:14:01 UTC
Antworten
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Post by Fa.lk.Sc.H.a.de
Post by Juergen Thome
Post by Wolfgang Kynast
Post by Ralph A. Schmid, dk5ras
Post by Till Kinstler
Naja, Teil des Problems scheint ja zu sein, dass den Verkehrsunternehmen
im Allgemeinen zur Zeit die Leute freiwillig weglaufen... :-/
Personal ist ein großes Problem, die Abgänge in die Rente in den
nächsten Jahren werden durchaus erschreckend hoch ausfallen, und der
Markt ist leergefegt.
Wir brauchen also mehr Migranten und nicht weniger.
Weiss hier jemand, wie viel neues Personal benötigt würde, um sagen wir
bescheiden, zwanzig Prozent des automobilen Individualverkehrs zu
übernehmen?
Ich geh mal davon aus, dass die Beschaffung von rollendem Material nur eine
Frage des Geldes wäre.
Die Rekrutierung des Personals auch. Dann müsste man nur noch die nötige
Infrastruktur schaffen und dann würde das klappen. Wird aber nicht
passieren.
Passend zu diesem Thema hat sich recht frisch "die Bahn" geäußert.

Also der Aufsichtsrat. Wobei ich gestehe, Wirtschaftsnachrichten zur
Bahn nicht intensiv zu verfolgen und somit nicht weiß, welchen Einfluß
der Aufsichtsrat hat.

https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/zweitaegige-aufsichtsratsklausur-bahn-will-gegen-die-krise-investieren/23675742.html

Gruß
Jürgen
Hartmut Ott
2018-11-22 14:00:10 UTC
Antworten
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Hej,
Post by Juergen Thome
Weiss hier jemand, wie viel neues Personal benötigt würde, um sagen wir
bescheiden, zwanzig Prozent des automobilen Individualverkehrs zu
übernehmen?
Ich jedenfalls nicht.
Post by Juergen Thome
Ich geh mal davon aus, dass die Beschaffung von rollendem Material nur eine
Frage des Geldes wäre.
Da, so wie mir scheint, im Moment überall Personalmangel herrscht,
dürfte das nicht nur eine Frage des Geldes sein.




mfg
Hartmut Ott
*Wir alle tragen den Heiligenschein des gewöhnlichen Wahnsinns*
--
Trage es lachend
U***@web.de
2018-11-22 14:39:02 UTC
Antworten
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Post by Hartmut Ott
Post by Juergen Thome
Weiss hier jemand, wie viel neues Personal benötigt würde, um sagen wir
bescheiden, zwanzig Prozent des automobilen Individualverkehrs zu
übernehmen?
Ich jedenfalls nicht.
Post by Juergen Thome
Ich geh mal davon aus, dass die Beschaffung von rollendem Material nur eine
Frage des Geldes wäre.
Da, so wie mir scheint, im Moment überall Personalmangel herrscht,
dürfte das nicht nur eine Frage des Geldes sein.
Wie motivierend sind die mittlerweile üblichen
Beschäftigungskonditionen für potentielle
Zuwanderer unter den Berufsbusfahrern?

Gruß, ULF
Schorsch
2018-11-22 16:02:30 UTC
Antworten
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Post by Hartmut Ott
Hej,
Post by Juergen Thome
Weiss hier jemand, wie viel neues Personal benötigt würde, um sagen wir
bescheiden, zwanzig Prozent des automobilen Individualverkehrs zu
übernehmen?
Ich jedenfalls nicht.
Post by Juergen Thome
Ich geh mal davon aus, dass die Beschaffung von rollendem Material nur eine
Frage des Geldes wäre.
Da, so wie mir scheint, im Moment überall Personalmangel herrscht,
dürfte das nicht nur eine Frage des Geldes sein.
Na ja, 20% des automobilen Indivualverkehrs weniger dürften sich in
eingien Wirtschaftsbereichen bemerkbar machen und dort Personal und
Kapazitäten freimachen.

Schorsch
U***@web.de
2018-11-22 16:58:33 UTC
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Post by Schorsch
Post by Hartmut Ott
Post by Juergen Thome
Weiss hier jemand, wie viel neues Personal benötigt würde, um sagen wir
bescheiden, zwanzig Prozent des automobilen Individualverkehrs zu
übernehmen?
Ich jedenfalls nicht.
Post by Juergen Thome
Ich geh mal davon aus, dass die Beschaffung von rollendem Material nur eine
Frage des Geldes wäre.
Da, so wie mir scheint, im Moment überall Personalmangel herrscht,
dürfte das nicht nur eine Frage des Geldes sein.
Na ja, 20% des automobilen Indivualverkehrs weniger dürften sich in
eingien Wirtschaftsbereichen bemerkbar machen und dort Personal und
Kapazitäten freimachen.
Zudem will der Bundesverkehrsmister für den Einsatz
von Amateurfahrern in der gewerblichen Personenbeförderung sorgen.

Gruß, ULF
Fa.lk.Sc.H.a.de
2018-11-22 16:55:59 UTC
Antworten
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Post by Hartmut Ott
Hej,
Post by Juergen Thome
Weiss hier jemand, wie viel neues Personal benötigt würde, um sagen wir
bescheiden, zwanzig Prozent des automobilen Individualverkehrs zu
übernehmen?
Ich jedenfalls nicht.
Post by Juergen Thome
Ich geh mal davon aus, dass die Beschaffung von rollendem Material nur eine
Frage des Geldes wäre.
Da, so wie mir scheint, im Moment überall Personalmangel herrscht,
dürfte das nicht nur eine Frage des Geldes sein.
doch natürlich, wer am meisten zahlt bekommt das Personal, wenn der FV
aber Gewinn machen muss und der NV so wenig wie möglich kosten darf ...
Juergen Thome
2018-11-24 17:21:53 UTC
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Post by Hartmut Ott
Hej,
Post by Juergen Thome
Weiss hier jemand, wie viel neues Personal benötigt würde, um sagen wir
bescheiden, zwanzig Prozent des automobilen Individualverkehrs zu
übernehmen?
Ich jedenfalls nicht.
Post by Juergen Thome
Ich geh mal davon aus, dass die Beschaffung von rollendem Material nur eine
Frage des Geldes wäre.
Da, so wie mir scheint, im Moment überall Personalmangel herrscht,
dürfte das nicht nur eine Frage des Geldes sein.
Angeblich haben wir ja in Deutschland einen Fachkräftemangel.

Das Bosch-Werk in Homburg Saar bekämpft den folgendermaßen. Man stellt
eifrig junge Handwerker diverser Gewerke ein und wirft sie nach einem
Jahr, maximal zweien wieder raus. Alle, immer!

Die Jungen gehen trotzdem gern hin, weil sie dort sehr gut bezahlt
werden. An die Gehälter der Alten dort kommen sie trotzdem nicht
annähernd ran. Deren ganzes Bestreben widerum ist, vor der
gesetzlichen Rente satt sechsstellig abgefunden zu werden, damit sie
ein wenig früher gehen.

Wenn das mal ein Zukunftsmodell für den Standort ist.

Gruß
Jürgen
Hartmut Ott
2018-11-25 15:38:02 UTC
Antworten
Permalink
Hej,
Post by Juergen Thome
Post by Hartmut Ott
Da, so wie mir scheint, im Moment überall Personalmangel herrscht,
dürfte das nicht nur eine Frage des Geldes sein.
Angeblich haben wir ja in Deutschland einen Fachkräftemangel.
Scheint nicht nur angeblich zu sein. Zwei Tage bevor ich die Mail
abschickt, kam endlich, nach einigen Monaten hinterhertelefonierens, der
Mitarbeiter der Firma, die bei uns den Wasserschaden (Im Keller tropfe
das Wasser von der Decke, Lochfraß an der Lötstelle im Estrich unter der
Spüle in der Küche, also Küche und Flur Estrich und Dämmung [Steinwolle]
entfernen, Trocknung etc. und neu aufbringen etc.) beseitigt hat, um im
Keller die letzten Arbeiten (Holzverkleidung wieder in Ordnung bringen)
zu machen. Wobei auch die Beseitigung des Wasserschadens nicht zügig von
Statten ging, weil anderweitig neue vordringliche Schäden zu beheben
waren. Auch die Maler waren mehr als ausgebucht. Das hat sich lange
hingezogen und die Behebung der Folgeschäden, nachdem der Grund für den
Schaden beseitigt war, erfolgte in mehreren Etappen. Als Grund wurde uns
von allen Seiten "Zu wenig Leute" genannt.

Und klar dürfte sein, wenn woanders auch so ein ähnlicher Schaden
auftritt, hat die Beseitigung der Schadensursache Vorrang.
Post by Juergen Thome
Das Bosch-Werk in Homburg Saar bekämpft den folgendermaßen. Man stellt
eifrig junge Handwerker diverser Gewerke ein und wirft sie nach einem
Jahr, maximal zweien wieder raus. Alle, immer!
Die Frage ist, was für Verträge bekommen die?
Post by Juergen Thome
Die Jungen gehen trotzdem gern hin, weil sie dort sehr gut bezahlt
werden. An die Gehälter der Alten dort kommen sie trotzdem nicht
annähernd ran. Deren ganzes Bestreben widerum ist, vor der
gesetzlichen Rente satt sechsstellig abgefunden zu werden, damit sie
ein wenig früher gehen.
Naja, wenn sowas möglich ist, machen sie damit einen Platz frei, der
möglicherweise wieder neu besetzt werden muss.
Post by Juergen Thome
Wenn das mal ein Zukunftsmodell für den Standort ist.
Erinnert mich irgendwie an den Schweinezyklus.



mfg
Hartmut Ott
*Wir alle tragen den Heiligenschein des gewöhnlichen Wahnsinns*
--
Trage es lachend
Johann Mayerwieser
2018-11-22 18:49:45 UTC
Antworten
Permalink
Post by Juergen Thome
Weiss hier jemand, wie viel neues Personal benötigt würde, um sagen wir
bescheiden, zwanzig Prozent des automobilen Individualverkehrs zu
übernehmen?
Kann ich nicht, aber ich habe in den Neunzigern im damaligen kleinen Netz
eine Studie des Fraunhofer-Institutes gefunden, das besagte, dass die
komplette Umstellung der Personenbeförderung von KFZ auf öffentlichen
Verkehr mehr Arbeitsplätze schaffen würde als verloren gingen. Scheint so
zu sein, dass "die Bahn" (und nicht nur die) froh sein muss, dass die
Menschen mit dem Auto fahren.
Ralph A. Schmid, dk5ras
2018-11-23 07:02:04 UTC
Antworten
Permalink
Post by Juergen Thome
Ich geh mal davon aus, dass die Beschaffung von rollendem Material nur eine
Frage des Geldes wäre.
Nein, die Zeiten sind das Problem, Ausschreibung, Entwicklung, das
dauert Jahre...


-ras
--
Ralph A. Schmid +49-171-3631223 +49-911-21650056
http://www.schmid.xxx/ http://www.db0fue.de/
http://www.bclog.de/ http://www.kabuliyan.de/
U***@web.de
2018-11-23 08:55:36 UTC
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Post by Ralph A. Schmid, dk5ras
Post by Juergen Thome
Ich geh mal davon aus, dass die Beschaffung von rollendem Material nur eine
Frage des Geldes wäre.
Nein, die Zeiten sind das Problem, Ausschreibung, Entwicklung, das
dauert Jahre...
Man behelfe sich mit noch bestellbaren zulassungsfähigen Fahrzeugen
und halte sich mit der Verbenderung altbrauchbaren Materials etwas zurück.
Ralph A. Schmid, dk5ras
2018-11-23 13:08:17 UTC
Antworten
Permalink
Post by U***@web.de
Man behelfe sich mit noch bestellbaren zulassungsfähigen Fahrzeugen
Was man ja gerade tut.
Post by U***@web.de
und halte sich mit der Verbenderung altbrauchbaren Materials etwas zurück.
Naja, da ist schon viel bei, was einfach mal weg muß.


-ras
--
Ralph A. Schmid +49-171-3631223 +49-911-21650056
http://www.schmid.xxx/ http://www.db0fue.de/
http://www.bclog.de/ http://www.kabuliyan.de/
Helmut Springer
2018-11-23 09:04:06 UTC
Antworten
Permalink
Post by Ralph A. Schmid, dk5ras
Post by Juergen Thome
Ich geh mal davon aus, dass die Beschaffung von rollendem Material
nur eine Frage des Geldes wäre.
Nein, die Zeiten sind das Problem, Ausschreibung, Entwicklung, das
dauert Jahre...
Es ist faszinierend, dass das Bahnwesen im 21sten Jahrhundert nicht
in der Lage ist, einfach und schnell X Einheiten einer bereits
genutzten Bauform zusaetzlich zu erstellen und in Betrieb zu nehmen.

Das duerfte ein Alleinstellungsmerkmal sein?
--
Best Regards
helmut springer panta rhei
Gerd Belo
2018-11-23 09:14:24 UTC
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Post by Helmut Springer
Post by Ralph A. Schmid, dk5ras
Post by Juergen Thome
Ich geh mal davon aus, dass die Beschaffung von rollendem Material
nur eine Frage des Geldes wäre.
Nein, die Zeiten sind das Problem, Ausschreibung, Entwicklung, das
dauert Jahre...
Es ist faszinierend, dass das Bahnwesen im 21sten Jahrhundert nicht
in der Lage ist, einfach und schnell X Einheiten einer bereits
genutzten Bauform zusaetzlich zu erstellen und in Betrieb zu nehmen.
Das duerfte ein Alleinstellungsmerkmal sein?
Nö. Das Problem sitzt in Brüssel.

Die Berliner U-Bahn wollte auch mal schnell ein paar Züge nachbauen
lassen.....

Wobei, Ausschreibungen könnte man auch so gestalten, dass sie auf einen
Anbieter zugeschnitten sind. Was garantiert zu Klagen der Konkurrenz
führt - ob sinnvoll oder nicht.

Tschüß GERD
--
Gerd Belo
***@BAFAS.de
Till Kinstler
2018-11-23 09:37:19 UTC
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Post by Gerd Belo
Post by Helmut Springer
Post by Ralph A. Schmid, dk5ras
Post by Juergen Thome
Ich geh mal davon aus, dass die Beschaffung von rollendem Material
nur eine Frage des Geldes wäre.
Nein, die Zeiten sind das Problem, Ausschreibung, Entwicklung, das
dauert Jahre...
Es ist faszinierend, dass das Bahnwesen im 21sten Jahrhundert nicht
in der Lage ist, einfach und schnell X Einheiten einer bereits
genutzten Bauform zusaetzlich zu erstellen und in Betrieb zu nehmen.
Das duerfte ein Alleinstellungsmerkmal sein?
Nö. Das Problem sitzt in Brüssel.
?!? Du meinst, die DB Fernverkehr AG muss Beschaffungen öffentlich nach
EU Vergaberecht ausschreiben? Ist das so? Warum?
Bei Unternehmen, die bestellten Regional- und Nahverkehr erbringen,
ergibt sich das wohl, weil "diese Tätigkeit auf der Grundlage von
besonderen oder ausschließlichen Rechten ausgeübt wird, die von einer
zuständigen Behörde gewährt wurden" (GWB §100). Deswegen muss die BVG
öffentlich ausschreiben. Aber beim Schienenfernverkehr?

Grüße,
Till
U***@web.de
2018-11-23 10:02:01 UTC
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Post by Till Kinstler
Post by Gerd Belo
Post by Helmut Springer
Post by Ralph A. Schmid, dk5ras
Post by Juergen Thome
Ich geh mal davon aus, dass die Beschaffung von rollendem Material
nur eine Frage des Geldes wäre.
Nein, die Zeiten sind das Problem, Ausschreibung, Entwicklung, das
dauert Jahre...
Es ist faszinierend, dass das Bahnwesen im 21sten Jahrhundert nicht
in der Lage ist, einfach und schnell X Einheiten einer bereits
genutzten Bauform zusaetzlich zu erstellen und in Betrieb zu nehmen.
Das duerfte ein Alleinstellungsmerkmal sein?
Nö. Das Problem sitzt in Brüssel.
?!? Du meinst, die DB Fernverkehr AG muss Beschaffungen öffentlich nach
EU Vergaberecht ausschreiben? Ist das so?
Mir war so, als sei so etwas wie https://ted.europa.eu/TED/notice/udl?uri=TED:NOTICE:79173-2017:TEXT:DE:HTML ihrer staatlichen Inhaberschaft
geschuldet.
Post by Till Kinstler
Warum?
Bei Unternehmen, die bestellten Regional- und Nahverkehr erbringen,
ergibt sich das wohl, weil "diese Tätigkeit auf der Grundlage von
besonderen oder ausschließlichen Rechten ausgeübt wird, die von einer
zuständigen Behörde gewährt wurden" (GWB §100).
Der Aufgabenträger muß ausschreiben.
Bei NE, die sich auf den Auftrag bewerben,
bin ich mir gerade nicht sicher.
Post by Till Kinstler
Deswegen muss die BVG
öffentlich ausschreiben.
Ich meine, das sei ihrer öffentlichen Inhaberschaft
geschuldet.
Post by Till Kinstler
Aber beim Schienenfernverkehr?
Flixtrain dürfte nicht ausschreiben müssen.

Gruß, ULF
Schorsch
2018-11-23 10:18:20 UTC
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Post by Till Kinstler
Post by Gerd Belo
Post by Helmut Springer
Post by Ralph A. Schmid, dk5ras
Post by Juergen Thome
Ich geh mal davon aus, dass die Beschaffung von rollendem Material
nur eine Frage des Geldes wäre.
Nein, die Zeiten sind das Problem, Ausschreibung, Entwicklung, das
dauert Jahre...
Es ist faszinierend, dass das Bahnwesen im 21sten Jahrhundert nicht
in der Lage ist, einfach und schnell X Einheiten einer bereits
genutzten Bauform zusaetzlich zu erstellen und in Betrieb zu nehmen.
Das duerfte ein Alleinstellungsmerkmal sein?
Nö. Das Problem sitzt in Brüssel.
?!? Du meinst, die DB Fernverkehr AG muss Beschaffungen öffentlich nach
EU Vergaberecht ausschreiben? Ist das so? Warum?
Bei Unternehmen, die bestellten Regional- und Nahverkehr erbringen,
ergibt sich das wohl, weil "diese Tätigkeit auf der Grundlage von
besonderen oder ausschließlichen Rechten ausgeübt wird, die von einer
zuständigen Behörde gewährt wurden" (GWB §100). Deswegen muss die BVG
öffentlich ausschreiben. Aber beim Schienenfernverkehr?
Alle öffentlichen Auftraggeber müssen Aufträge mit einem Volumen über
210.000 Euro öffentlich ausschreiben.
Bei Bauvorhaben gilt ein Wert von irgendwo um 5 Millionen.
Da wird nur unterschieden ob etwas geliefert wird oder ob gebaut wird.
Alles andere spielt erst mal keine Rolle.
Da gibt es ein paar Ausnahmeregelungen aber die sind mir zu komplex,
ehrlich gesagt.

Rollendes Material dürfte aber in der Regel oberhalb der Grenze sein.

Gruß
Schorsch
Till Kinstler
2018-11-23 11:05:22 UTC
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Post by Schorsch
Alle öffentlichen Auftraggeber müssen Aufträge mit einem Volumen über
210.000 Euro öffentlich ausschreiben.
Die DB Fernverkehr AG ist aber erstmal eine Aktiengesellschaft. Sie kann
durch §99 des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB) ein
öffentlicher Auftraggeber sein, mir ist aber nicht klar, warum. Erfüllt
sie "im Allgemeininteresse liegende Aufgaben nichtgewerblicher Art"?
Warum kann sie dann ihre Preise frei festsetzen?

Sektorenauftraggeber nach GWB §100 ist sie auch nicht, oder? Zwar gibt
es einen "beherrschenden Einfluss" eines "öffentlichen Auftraggebers"
und sie erbringt Verkehrsleistungen, aber doch nicht "Verkehrsleistung
gemäß den von einer zuständigen Behörde festgelegten Bedingungen [...];
dazu gehören die Festlegung der Strecken, die Transportkapazitäten und
die Fahrpläne." (GWB §102 (4))
(ja, ich weiß, dass die DB Fernverkehr AG mittlerweile auch einige
wenige Leistungen in diesem Bereich erbringt, aber müssen deswegen
gleich alle Beschaffungen nach öffentlichem Vergaberecht erfolgen?)

Grüße,
Till
U***@web.de
2018-11-23 09:38:25 UTC
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Post by Gerd Belo
Post by Helmut Springer
Post by Ralph A. Schmid, dk5ras
Post by Juergen Thome
Ich geh mal davon aus, dass die Beschaffung von rollendem Material
nur eine Frage des Geldes wäre.
Nein, die Zeiten sind das Problem, Ausschreibung, Entwicklung, das
dauert Jahre...
Es ist faszinierend, dass das Bahnwesen im 21sten Jahrhundert nicht
in der Lage ist, einfach und schnell X Einheiten einer bereits
genutzten Bauform zusaetzlich zu erstellen und in Betrieb zu nehmen.
Das duerfte ein Alleinstellungsmerkmal sein?
Nö. Das Problem sitzt in Brüssel.
Ist das EBA aus Bonn weggezogen? Denen lastet man doch alles an.
Post by Gerd Belo
Die Berliner U-Bahn wollte auch mal schnell ein paar Züge nachbauen
lassen.....
Doch nicht alles.
Post by Gerd Belo
Wobei, Ausschreibungen könnte man auch so gestalten, dass sie auf einen
Anbieter zugeschnitten sind. Was garantiert zu Klagen der Konkurrenz
führt - ob sinnvoll oder nicht.
Dann schreibe man einen Aufgabenträger-Fahrzeugpool und
dessen Betrieb separat aus.

Dumm nur, wenn man für den Fahrzeugpool Müll beschafft hat.
Marc Haber
2018-11-23 10:01:37 UTC
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Post by Helmut Springer
Post by Ralph A. Schmid, dk5ras
Post by Juergen Thome
Ich geh mal davon aus, dass die Beschaffung von rollendem Material
nur eine Frage des Geldes wäre.
Nein, die Zeiten sind das Problem, Ausschreibung, Entwicklung, das
dauert Jahre...
Es ist faszinierend, dass das Bahnwesen im 21sten Jahrhundert nicht
in der Lage ist, einfach und schnell X Einheiten einer bereits
genutzten Bauform zusaetzlich zu erstellen und in Betrieb zu nehmen.
So lange für die Zulassung die Bestimmungen zum Bauzeitpunkt relevant
ist, dürfte z.B. der Nachbau von ICE 3 möglich, aber nicht zugelassen
sein.

Dafür kann weder die Bahn noch die Industrie was.

Wir leben in einem Land, wo _neu konstruierte_ Fahrzeuge nicht
zugelassen werden, weil zwischen Auftrag und Fertigstellung die Normen
verschärft wurden.

Stänkerst Du in Berlin auch?

Grüße
Marc
--
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Helmut Springer
2018-11-23 11:46:38 UTC
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Post by Helmut Springer
Es ist faszinierend, dass das Bahnwesen im 21sten Jahrhundert
^^^^^^^^^^^^^
Post by Helmut Springer
nicht in der Lage ist, einfach und schnell X Einheiten einer
bereits genutzten Bauform zusaetzlich zu erstellen und in Betrieb
zu nehmen.
Das umfasst alle Beteiligten. Und die stecken alle zusammen in
Teilen noch so tief in der Mitte des letzten Jahrunderts, dass es
fuer unsere Gesellschaft ein Problem darstellt.
--
Best Regards
helmut springer panta rhei
Ralph A. Schmid, dk5ras
2018-11-23 13:09:36 UTC
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Post by Helmut Springer
Es ist faszinierend, dass das Bahnwesen im 21sten Jahrhundert nicht
in der Lage ist, einfach und schnell X Einheiten einer bereits
genutzten Bauform zusaetzlich zu erstellen und in Betrieb zu nehmen.
Das duerfte ein Alleinstellungsmerkmal sein?
Naja, wo sollen die herkommen? Ist halt mit den ICE 4 nicht wie "ich
bräuchte mal eben noch 60 VW Golf".


-ras
--
Ralph A. Schmid +49-171-3631223 +49-911-21650056
http://www.schmid.xxx/ http://www.db0fue.de/
http://www.bclog.de/ http://www.kabuliyan.de/
Helmut Springer
2018-11-23 13:18:49 UTC
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Post by Ralph A. Schmid, dk5ras
Post by Helmut Springer
Es ist faszinierend, dass das Bahnwesen im 21sten Jahrhundert
nicht in der Lage ist, einfach und schnell X Einheiten einer
bereits genutzten Bauform zusaetzlich zu erstellen und in Betrieb
zu nehmen.
Das duerfte ein Alleinstellungsmerkmal sein?
Naja, wo sollen die herkommen? Ist halt mit den ICE 4 nicht wie
"ich bräuchte mal eben noch 60 VW Golf".
Nicht mal wie "ich braeuchte mal eben noch 10 A320".

Mittleres 20sten Jahrhundert halt.
--
Best Regards
helmut springer panta rhei
Martin Ebert
2018-11-23 20:52:37 UTC
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Post by Ralph A. Schmid, dk5ras
Post by Helmut Springer
Es ist faszinierend, dass das Bahnwesen im 21sten Jahrhundert nicht
in der Lage ist, einfach und schnell X Einheiten einer bereits
genutzten Bauform zusaetzlich zu erstellen und in Betrieb zu nehmen.
Naja, wo sollen die herkommen?
Ich kenne jede (wirklich zutreffende) Begründung, ich will die
nicht alle aufzählen.

Gegenbeispiel (eine Ausnahme, leider):
A20[¹], Triebsees - da ist ja die komplette BAB im Moor versunken.

Zuerst das gleiche Spiel: Müssen wir mal untersuchen, dann mal
neu planfeststellen, dann mal kosmosweit ausschreiben, isso!

Zwei Wochen später standen die betroffenen Dörfler auf der Matte:
So geht das aber nicht! Noch lächelten alle. Fünf Wochen später
standen die Hoteliers der Ostsee auf der Matte - da lächelte
schon niemand mehr. Sondern der dortige Verkehrsminister lief
ziemlich aufgeregt zum Bund.

Schau an, es geht.
Die haben inzwischen das Moor komplett stabilisiert. Aktuell legen
die eine Behelfsbrücke 1+1 darüber.

Selbstverständlich dauert auch das, man muss schon Realitäten zur
Kenntnis nehmen. Aber es muss nicht die formalen sieben Jahre
dauern - wenn alle das Problem als Problem empfinden, dann geht
das auch in einem Jahr.

Ich wüsste jetzt nicht, was dagegen spricht nach Brüssel zu
laufen und zu sagen "wir haben x Stück ICE-4 bestellt, aber
das brennt hier so lichterloh, dass wir zusätzlich y Stück zum
Ausschreibungspreis beschaffen müssen, bittebitte, ja?"

[¹] Die A20 ist ein Sonderfall bei deutschen Autobahnen, Struktur
ist 2+2, Stettin Richtung HH. Zu stinknormalen Tagen ist die so
leer, dass man sich fragt, warum die Hinterwäldler eine BAB brauchen.
Das ändert sich schlagartig an Wochenenden und zur Urlaubszeit:
Krachend voll.

Mt
Reinhard Greulich
2018-11-23 22:03:02 UTC
Antworten
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Post by Martin Ebert
Ich wüsste jetzt nicht, was dagegen spricht nach Brüssel zu
laufen und zu sagen "wir haben x Stück ICE-4 bestellt, aber
das brennt hier so lichterloh, dass wir zusätzlich y Stück zum
Ausschreibungspreis beschaffen müssen, bittebitte, ja?"
Kann in Ausnahmefällen vielleicht funktionieren - sowas Ähnliches hat
man ja bei der U-Bahn Berlin gemacht, wo ja bekanntlich ziemlich die
Hütte brennt. Dann allerdings muss man wissen, dass es kein
Eisenbahnfahrzeug gibt, das vom Fließband kommt. Das sind alles im
Vergleich zu Straßenfahrzeugen Kleinserienfertigungen, da wird also
mehr oder minder jeder Wagen einzeln von Hand zusammengedengelt, auch
wenn es sich um ein sogenanntes Serienfahrzeug namens ICE-4 oder 412
handelt. Das dauert ein paar Monate. Sofern es Fertigungskapazitäten
gibt, mit denen man gleich anfangen kann.

Gruß - Reinhard.
--
70086
~=@=~
Fa.lk.Sc.H.a.de
2018-11-24 08:19:01 UTC
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Post by Martin Ebert
Ich wüsste jetzt nicht, was dagegen spricht nach Brüssel zu
laufen und zu sagen "wir haben x Stück ICE-4 bestellt, aber
das brennt hier so lichterloh, dass wir zusätzlich y Stück zum
Ausschreibungspreis beschaffen müssen, bittebitte, ja?"
dafür baut dann der Herrsteller, eine Fabrik neben die die er schon hat,
stellt Mitarbeiter ein und baut ein paar ICE4?

Was glaubst Du was die da gerade machen? Die bauen ICE4.
Michael Zink
2018-11-24 09:20:26 UTC
Antworten
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Post by Martin Ebert
Ich wüsste jetzt nicht, was dagegen spricht nach Brüssel zu
laufen und zu sagen "wir haben x Stück ICE-4 bestellt, aber
das brennt hier so lichterloh, dass wir zusätzlich y Stück zum
Ausschreibungspreis beschaffen müssen, bittebitte, ja?"
Dazu muß der Hersteller (und seine Sub-, Sub-Sub-Unternehmer, ...,
Lieferanten etc.) bereit sein, mal eben "kurzfristig" die Produktion
umzustellen, andere Kunden zu verärgern usw. ohne dafür einen
"kleinen" Aufschlag zu verlangen.

"Ausschreibungspreis + X " dürfte IMHO realistischer sein.

Auf Wiederlesen

Michael
--
Das Internet darf kein GRUNDrechtsfreier Raum werden!
Marc Haber
2018-11-25 20:05:59 UTC
Antworten
Permalink
Post by Martin Ebert
Ich wüsste jetzt nicht, was dagegen spricht nach Brüssel zu
laufen und zu sagen "wir haben x Stück ICE-4 bestellt, aber
das brennt hier so lichterloh, dass wir zusätzlich y Stück zum
Ausschreibungspreis beschaffen müssen, bittebitte, ja?"
Auf welcher Fertigungslinie sollen die gebaut werden? Die vorhandene
ist bis auf weiteres mit den bereits erfolgten Bestellungen belegt.

Grüße
Marc
--
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Jens Nattbock
2018-11-23 19:03:35 UTC
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Post by Ralph A. Schmid, dk5ras
Post by Juergen Thome
Ich geh mal davon aus, dass die Beschaffung von rollendem Material nur eine
Frage des Geldes wäre.
Nein, die Zeiten sind das Problem, Ausschreibung, Entwicklung, das
dauert Jahre...
... und Werke stehen auch nicht beliebig zur Verfügung, Arbeit in drei
Schichten ist teuer und die Belegschaften dafür fallen auch nicht vom
Himmel.
J
Helmut Springer
2018-11-23 19:08:38 UTC
Antworten
Permalink
Post by Jens Nattbock
Post by Ralph A. Schmid, dk5ras
Post by Juergen Thome
Ich geh mal davon aus, dass die Beschaffung von rollendem
Material nur eine Frage des Geldes wäre.
Nein, die Zeiten sind das Problem, Ausschreibung, Entwicklung,
das dauert Jahre...
... und Werke stehen auch nicht beliebig zur Verfügung, Arbeit in
drei Schichten ist teuer und die Belegschaften dafür fallen auch
nicht vom Himmel.
Und ueberhaupt stoeren solchen Aenderungen nur den planmaessigen
Betrieb, wen kuemmern schon Verkehr oder Kunden. Genau.

Und dann wundern, wenn man als Bahnwesen nicht mehr ernst genommen
wird.
--
Best Regards
helmut springer panta rhei
Jens Nattbock
2018-11-23 19:22:16 UTC
Antworten
Permalink
Post by Helmut Springer
Und ueberhaupt stoeren solchen Aenderungen nur den planmaessigen
Betrieb, wen kuemmern schon Verkehr oder Kunden. Genau.
Und dann wundern, wenn man als Bahnwesen nicht mehr ernst genommen
wird.
Bla, bla.
Helmut Springer
2018-11-23 19:34:02 UTC
Antworten
Permalink
Post by Jens Nattbock
Post by Helmut Springer
Und dann wundern, wenn man als Bahnwesen nicht mehr ernst genommen
wird.
Bla, bla.
Nein, leider nicht.

Ich glaube Dir sogar, dass Dir nicht klar ist, wie weit sich das
Bahnwesen in Deutschland von der Realitaet handlungsfaehiger
Infrastruktur abgekoppelt hat.

Das ist fatal, denn wir brauchen die Bahn. Aber im gegenwaertigen
Zustand wuerde ich keine Hoffnung darauf setzen, wenn ich
Entscheidungen faellen muesste.
--
Best Regards
helmut springer panta rhei
Ralph A. Schmid, dk5ras
2018-11-26 07:14:50 UTC
Antworten
Permalink
Post by Helmut Springer
Ich glaube Dir sogar, dass Dir nicht klar ist, wie weit sich das
Bahnwesen in Deutschland von der Realitaet handlungsfaehiger
Infrastruktur abgekoppelt hat.
So? Hat es das? Das kannst Du sicher näher belegen, vor ich zahlreiche
Gegenbeispiele anführe.


-ras
--
Ralph A. Schmid +49-171-3631223 +49-911-21650056
http://www.schmid.xxx/ http://www.db0fue.de/
http://www.bclog.de/ http://www.kabuliyan.de/
Marc Haber
2018-11-23 20:02:22 UTC
Antworten
Permalink
Post by Helmut Springer
Post by Jens Nattbock
Post by Ralph A. Schmid, dk5ras
Post by Juergen Thome
Ich geh mal davon aus, dass die Beschaffung von rollendem
Material nur eine Frage des Geldes wäre.
Nein, die Zeiten sind das Problem, Ausschreibung, Entwicklung,
das dauert Jahre...
... und Werke stehen auch nicht beliebig zur Verfügung, Arbeit in
drei Schichten ist teuer und die Belegschaften dafür fallen auch
nicht vom Himmel.
Und ueberhaupt stoeren solchen Aenderungen nur den planmaessigen
Betrieb, wen kuemmern schon Verkehr oder Kunden. Genau.
Und dann wundern, wenn man als Bahnwesen nicht mehr ernst genommen
wird.
Kannst Du noch was anderes als Stänkern? So berechtigt Deine Beiträge
auch sein mögen, es langweilt.
--
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Helmut Springer
2018-11-23 20:14:03 UTC
Antworten
Permalink
Post by Marc Haber
Kannst Du noch was anderes als Stänkern?
Ich bemuehe mich um einen Realitaetsabgleich.
Post by Marc Haber
So berechtigt Deine Beiträge auch sein mögen, es langweilt.
Du musst mich nicht lesen, das weisst Du.
--
Best Regards
helmut springer panta rhei
Marc Haber
2018-11-25 20:07:09 UTC
Antworten
Permalink
Post by Helmut Springer
Post by Marc Haber
Kannst Du noch was anderes als Stänkern?
Ich bemuehe mich um einen Realitaetsabgleich.
Wenn man Zeugnisdeutsch zugrundelegt, stimmt das.
Post by Helmut Springer
Post by Marc Haber
So berechtigt Deine Beiträge auch sein mögen, es langweilt.
Du musst mich nicht lesen, das weisst Du.
Dann bleibt Dein Unfug am Ende unwidersprochen stehen.
--
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Helmut Springer
2018-11-26 22:12:18 UTC
Antworten
Permalink
Post by Marc Haber
Post by Helmut Springer
Ich bemuehe mich um einen Realitaetsabgleich.
Wenn man Zeugnisdeutsch zugrundelegt, stimmt das.
Es gab mal eine Zeit, da hattest Du mehr Substanz und sowas nicht
noetig, schade eigentlich.
Post by Marc Haber
Post by Helmut Springer
Post by Marc Haber
So berechtigt Deine Beiträge auch sein mögen, es langweilt.
Du musst mich nicht lesen, das weisst Du.
Dann bleibt Dein Unfug am Ende unwidersprochen stehen.
Mein berechtigter "Unfug", wie Du ja selber schreibst.
--
Best Regards
helmut springer panta rhei
Marc Haber
2018-11-27 08:19:07 UTC
Antworten
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Post by Helmut Springer
Post by Marc Haber
Post by Helmut Springer
Ich bemuehe mich um einen Realitaetsabgleich.
Wenn man Zeugnisdeutsch zugrundelegt, stimmt das.
Es gab mal eine Zeit, da hattest Du mehr Substanz und sowas nicht
noetig, schade eigentlich.
Ja, Du hattest auch schonmal konstruktivere Zeiten.
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Martin Ebert
2018-11-23 20:38:06 UTC
Antworten
Permalink
Post by Marc Haber
Post by Helmut Springer
Und ueberhaupt stoeren solchen Aenderungen nur den planmaessigen
Betrieb, wen kuemmern schon Verkehr oder Kunden. Genau.
...
Post by Marc Haber
Kannst Du noch was anderes als Stänkern?
Vielleicht müssen wir alle zur Kenntnis nehmen, dass es
viel schlimmer ist, als selbst ich (als kritischer Geist)
annahm.

In der Berliner Abendschau war zu gleichem Thema ein Beitrag,
einer der Herren hatte eine aufgeschlagene Mappe in der Hand.
Bei aufgezeichneten Sendungen kann man ja ... ich fiel fast
um: 78% (Zahl mir unsicher) aller Züge fahren pünktlich ab.

Dagegen fällt "20% aller ICE starten ohne Störungen" fast
nicht ins Gewicht.

Mt
Detlev Bartsch
2018-11-24 09:24:15 UTC
Antworten
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Post by Martin Ebert
In der Berliner Abendschau war zu gleichem Thema ein Beitrag,
einer der Herren hatte eine aufgeschlagene Mappe in der Hand.
Bei aufgezeichneten Sendungen kann man ja ... ich fiel fast
um: 78% (Zahl mir unsicher) aller Züge fahren pünktlich ab.
Da braucht man kein Standbild, die Zahlen sind öffentlich:

<https://www.bahn.de/p/view/service/auskunft/puenktlichkeit_personenverkehr.shtml>

Laut ARD wurde das für dieses Jahr geplante Pünktlichkeitsziel
von 82% auf 2025 verschoben.

Tschüss
db
Jan Marco Funke
2018-11-24 11:13:48 UTC
Antworten
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Post by Detlev Bartsch
Laut ARD wurde das für dieses Jahr geplante Pünktlichkeitsziel
von 82% auf 2025 verschoben.
Zumindest mal eine ehrliche und realistische Planung. Von heute auf
morgen lassen sich die vielen Mängel und Probleme leider nicht beheben.
Und falls das Ziel doch schon ein Jahr eher erreicht werden sollte, wird
sich hinterher niemand beschweren.

Wenn es die Bundesregierung ernst meint mit ihrem Ziel, die
Fahrgastzahlen im Fernverkehr bis 2030 zu verdoppeln, dann muss sie
allerdings jetzt ins Netz und in neue Züge investieren. Bisher klaffen
da Anspruch und Wirklichkeit noch weit auseinander. Nur Ankündigungen
machen reicht nicht, es müssen endlich auch Taten folgen. Ich bezweifle
allerdings, dass das unter dem jetzigen Verkehrsminister noch was wird.
Außer heiße Luft zu erzeugen hat der noch rein gar nichts zustande
gebracht. :-(
--
Dieses Schreiben wurde maschinell erstellt und ist ohne Unterschrift gültig.
Marc Haber
2018-11-25 20:09:44 UTC
Antworten
Permalink
Post by Martin Ebert
In der Berliner Abendschau war zu gleichem Thema ein Beitrag,
einer der Herren hatte eine aufgeschlagene Mappe in der Hand.
Bei aufgezeichneten Sendungen kann man ja ... ich fiel fast
um: 78% (Zahl mir unsicher) aller Züge fahren pünktlich ab.
Aller Fernverkehrszüge. Das lässt die Presse ja bekanntermaßen gerne
unter den Tisch fallen.

Das wird sich übrigens nicht durch Neubaustrecken in der Pampa oder
durch Erhöhung von Fahrzeugbestellungen lösen, sondern dazu muss man
massiv Leute finden, ausbilden und einstellen, und außerdem in den
Ballungsgebieten Infrastruktur aufbauen. Und besonders letzteres wird
in diesem Land nicht passieren.
Post by Martin Ebert
Dagegen fällt "20% aller ICE starten ohne Störungen" fast
nicht ins Gewicht.
wenn eine von 24 Türen oder eine von 10 Toiletten defekt ist, hätte
ich lieber dass der Zug fährt und Fahrgäste transportiert und nicht in
der Werkstatt steht. Die Bahn macht _das_ nicht so verkehrt; die
Presse stürzt sich nur wieder mit Freude drauf und bemüht sich nach
Kräften, die Bahn als Telekom-Verschnitt dastehen zu lassen.

Grüße
Marc
--
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Martin Ebert
2018-11-26 05:10:12 UTC
Antworten
Permalink
Post by Marc Haber
Post by Martin Ebert
In der Berliner Abendschau war zu gleichem Thema ein Beitrag,
einer der Herren hatte eine aufgeschlagene Mappe in der Hand.
Bei aufgezeichneten Sendungen kann man ja ... ich fiel fast
um: 78% (Zahl mir unsicher) aller Züge fahren pünktlich ab.
Aller Fernverkehrszüge. Das lässt die Presse ja bekanntermaßen gerne
unter den Tisch fallen.
Marc?
Die Zahl ist eine völlige Katastrophe.

Mt
Marc Haber
2018-11-26 07:18:43 UTC
Antworten
Permalink
Post by Martin Ebert
Post by Marc Haber
Post by Martin Ebert
In der Berliner Abendschau war zu gleichem Thema ein Beitrag,
einer der Herren hatte eine aufgeschlagene Mappe in der Hand.
Bei aufgezeichneten Sendungen kann man ja ... ich fiel fast
um: 78% (Zahl mir unsicher) aller Züge fahren pünktlich ab.
Aller Fernverkehrszüge. Das lässt die Presse ja bekanntermaßen gerne
unter den Tisch fallen.
Marc?
Die Zahl ist eine völlige Katastrophe.
Das unbenommen: Sie ist dennoch falsch, wenn man sie als die
Pünktlichkeitsrate "aller Züge" benannt veröffentlicht.

Diese Veröffentlichung belegt nur, dass in den Augen der Journaliste
unterhalb des ICE kein nennenswerter Zugverkehr existiert.

Grüße
Marc
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Ralph A. Schmid, dk5ras
2018-11-26 07:19:29 UTC
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Post by Marc Haber
wenn eine von 24 Türen oder eine von 10 Toiletten defekt ist, hätte
ich lieber dass der Zug fährt und Fahrgäste transportiert und nicht in
der Werkstatt steht. Die Bahn macht _das_ nicht so verkehrt; die
Presse stürzt sich nur wieder mit Freude drauf und bemüht sich nach
Kräften, die Bahn als Telekom-Verschnitt dastehen zu lassen.
Auch die Telekom ist viel besser als ihr Ruf.

Witzig ist, daß offenbar auch das Bahnbashing der Medien Leute in den
Zug bringt. Sogar durch negative publicity scheinen Leute zu merken,
daß es da auch noch ein anderes Verkehrsmittel gibt, die sagen zwar
alle, wie scheiße das sei, aber was solls, der Fernbus letztens war
auch kacke, für 19.99 bzw. als quasi-gratis-Anhängsel zum Flug bei der
nächsten Fernreise probiere ich das halt einfach mal. Manch einer
kommt dann halt doch wieder, weil es besser klappt als befürchtet...

Letztlich interessieren auch die Pünktlichkeitsprozentpunkte wenig,
zmal sich das regional stark unterscheidet. Wenn ich in einer "guten
Gegend" reise, merke ich davon eh nix.


-ras
--
Ralph A. Schmid +49-171-3631223 +49-911-21650056
http://www.schmid.xxx/ http://www.db0fue.de/
http://www.bclog.de/ http://www.kabuliyan.de/
Arne Johannessen
2018-11-26 11:35:24 UTC
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Post by Ralph A. Schmid, dk5ras
Auch die Telekom ist viel besser als ihr Ruf.
ACK
Post by Ralph A. Schmid, dk5ras
Witzig ist, daß offenbar auch das Bahnbashing der Medien Leute in den
Zug bringt. Sogar durch negative publicity scheinen Leute zu merken,
daß es da auch noch ein anderes Verkehrsmittel gibt, die sagen zwar
alle, wie scheiße das sei, aber was solls, der Fernbus letztens war
auch kacke, für 19.99 bzw. als quasi-gratis-Anhängsel zum Flug bei der
nächsten Fernreise probiere ich das halt einfach mal. Manch einer
kommt dann halt doch wieder, weil es besser klappt als befürchtet...
Die Bahn ist eh immer unpünktlich, weiß doch jeder. Für die Bahn ist
das vielleicht inzwischen ein wichtiger Vorteil, denn mit diesem
"Wissen" _kann_ sie etwas unpünktlich sein, ohne dass sich sofort
jemand groß aufregt.

Verona: Dies ist _kein_ Grund, nicht besser werden zu wollen. :)
--
Arne Johannessen
Ralph A. Schmid, dk5ras
2018-11-26 12:30:18 UTC
Antworten
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Post by Arne Johannessen
Die Bahn ist eh immer unpünktlich, weiß doch jeder. Für die Bahn ist
das vielleicht inzwischen ein wichtiger Vorteil, denn mit diesem
"Wissen" _kann_ sie etwas unpünktlich sein, ohne dass sich sofort
jemand groß aufregt.
Ich erlebe derzeit bisher-Autofahrer, die mal die Bahn probieren, daß
die das kurioserweise ähnlich entspannt sehen wie ich, die paar
Minuten Verspätung jucken nicht im Vergleich zum Autobahnchaos, und
wenn mal der Anschluß platzt, gibt es derweil halt einen Kaffee oder
eine Bratwurst im Bahnhof.
Post by Arne Johannessen
Verona: Dies ist _kein_ Grund, nicht besser werden zu wollen. :)
ACK :)


-ras
--
Ralph A. Schmid +49-171-3631223 +49-911-21650056
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Reinhard Zwirner
2018-11-26 19:00:18 UTC
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Ralph A. Schmid, dk5ras schrieb:

[...]
Post by Ralph A. Schmid, dk5ras
Ich erlebe derzeit bisher-Autofahrer, die mal die Bahn probieren, daß
die das kurioserweise ähnlich entspannt sehen wie ich, die paar
Minuten Verspätung jucken nicht im Vergleich zum Autobahnchaos, und
wenn mal der Anschluß platzt, gibt es derweil halt einen Kaffee oder
eine Bratwurst im Bahnhof.
Na ja, so es dort denn ein Catering gibt! Es gibt auch Haltepunkte in
der Pampa mit z. B. Busanschlüssen, die platzen können: und dann
stehst Du im Freien ohne Kaffee oder Bratwursct ...

Meint ja nur

Reinhard
Till Kinstler
2018-11-26 10:09:50 UTC
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Post by Marc Haber
wenn eine von 24 Türen oder eine von 10 Toiletten defekt ist, hätte
ich lieber dass der Zug fährt und Fahrgäste transportiert und nicht in
der Werkstatt steht.
Soweit ich die Berichterstattung um den Kontraste-Beitrag vernommen
habe, wurde da nirgends behauptet, dass die Züge nicht mit solchen
Mängeln im Einsatz wären, im Gegenteil. Natürlich ist das für die
Reisenden besser. Aber die hohe Quote an Mängeln selbst nach einem
Auftenthalt in der Wartung ist ein Anzeichen für Probleme, vielleicht
doch tiefere als "Wachstumsschmerzen". Probleme bestreitet ja auch
niemand mehr. Der Aufsichtsrat scheint bei seiner Sitzung in der
vergangenen Woche ja nicht erfreut gewesen zu sein über den Zustand des
Unternehmens DB.

Grüße,
Till
Marc Haber
2018-11-26 10:53:40 UTC
Antworten
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Post by Till Kinstler
Post by Marc Haber
wenn eine von 24 Türen oder eine von 10 Toiletten defekt ist, hätte
ich lieber dass der Zug fährt und Fahrgäste transportiert und nicht in
der Werkstatt steht.
Soweit ich die Berichterstattung um den Kontraste-Beitrag vernommen
habe, wurde da nirgends behauptet, dass die Züge nicht mit solchen
Mängeln im Einsatz wären, im Gegenteil. Natürlich ist das für die
Reisenden besser. Aber die hohe Quote an Mängeln selbst nach einem
Auftenthalt in der Wartung ist ein Anzeichen für Probleme,
Wenn der Zug in zehn Minuten wieder raus soll, und die Reparatur der
defekten Tür 4L in Wagen 4 eine halbe Stunde dauert, finde ich es sehr
gut, den Zug mit defekter Tür rauszuschicken und dafür zu sorgen, dass
beim nächsten Einrückein in die Werkstatt direkt jemand anfängt mit
der Reparatur.

Daraus ein "vier von fünf Zügen sind irgendwie kaputt" zu machen ist
ziemlich unseriös.

Grüße
Marc
--
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Mannheim, Germany | Beginning of Wisdom " |
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Ralph A. Schmid, dk5ras
2018-11-26 11:11:34 UTC
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Post by Marc Haber
Daraus ein "vier von fünf Zügen sind irgendwie kaputt" zu machen ist
ziemlich unseriös.
Zumindest ist es sehr einfach gedacht und unreflektiert.


-ras
--
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Wolfgang Kynast
2018-11-26 11:21:24 UTC
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Post by Ralph A. Schmid, dk5ras
Post by Marc Haber
Daraus ein "vier von fünf Zügen sind irgendwie kaputt" zu machen ist
ziemlich unseriös.
Zumindest ist es sehr einfach gedacht und unreflektiert.
Zumal selbst defekte Kaffeemaschine als Mangel gezählt wird, wenn ich
das richtig verstanden habe.
--
Schöne Grüße,
Wolfgang
Ralph A. Schmid, dk5ras
2018-11-26 12:31:12 UTC
Antworten
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Post by Wolfgang Kynast
Zumal selbst defekte Kaffeemaschine als Mangel gezählt wird, wenn ich
das richtig verstanden habe.
Ja, klar, alles halt, was auf der Liste steht, selbst reine
Schönheitsprobleme wie eine fehlende Zierleiste oder ausgefallene
Leuchttoffröhre.


-ras
--
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U***@web.de
2018-11-27 09:18:59 UTC
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Post by Wolfgang Kynast
Post by Ralph A. Schmid, dk5ras
Post by Marc Haber
Daraus ein "vier von fünf Zügen sind irgendwie kaputt" zu machen ist
ziemlich unseriös.
Zumindest ist es sehr einfach gedacht und unreflektiert.
Zumal selbst defekte Kaffeemaschine als Mangel gezählt wird, wenn ich
das richtig verstanden habe.
Kaffeetrinker im Zug werten das durchaus als Mangel.

Auch wenn es aus ähnlichen Gründen nichts Warmes zu essen gibt.
Till Kinstler
2018-11-26 13:51:42 UTC
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Post by Marc Haber
Wenn der Zug in zehn Minuten wieder raus soll,
Genau das ist ein Synmptom der Probleme. Man schafft es bei 80% der Züge
nicht sie fehlerfrei zu warten, weil es an vielem mangelt: an
Fahrzeugen, Werkstattkapazitäten, Mitarbeitern... Darunter leidet die
Wartung. Nur 20% der Fahrzeuge ohne Mängel, wenn sie aus der Wartung
kommen, ist doch hoffentlich nicht das Ziel. Was ist das sonst als ein
Problem?
Post by Marc Haber
Daraus ein "vier von fünf Zügen sind irgendwie kaputt" zu machen ist
ziemlich unseriös.
Das hat niemand behauptet. Auf der Seite zum Beitrag bei Kontraste
steht: "[...] nur einer von fünf ICE-Zügen fährt ohne Mängel durch das
Land" und "Danach sind nur "20 Prozent der Züge vollständig
funktionsfähig"."
(<https://www.rbb-online.de/kontraste/archiv/kontraste-vom-22-11-2018/bahn-krise.html>).
Von anderer Berichterstattung habe ich ähnliche Formulierungen in
Erinnerung.
Die Bahn selbst wollte keine Stellungnahme in dem Bericht abgeben
("Leider wollte die Bahn keine unserer Nachfragen dazu beantworten.").
Im Gegensatz zu Herrn Weselsky, der dann natürlich seine Sicht der Dinge
darlegte.
Ziel des Beitrags war es wohl, anlässlich der Sondersitzung des
Aufsichtsrates der Bahn auf ernste Probleme bei Bahnens öffentlich
aufmerksam zu machen. Er zeigt dabei auch Zusammenhänge und die
Komplexität der Probleme auf. Ich finde, es gibt deutlich schlechteren
Journalismus. Uns dass es ernste Probleme gibt, wirst gerade du doch
nicht bestreiten.
Wie gesagt: Ich schreibe mittlerweile fast einen Fahrgastrechteantrag
pro Woche, in 2017 war es vielleicht einer pro Monat. Ich hoffe mal, das
wird nicht wirklich bis 2025 so weiter gehen.

Grüße,
Till
U***@web.de
2018-11-27 09:17:05 UTC
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Post by Marc Haber
Post by Till Kinstler
Post by Marc Haber
wenn eine von 24 Türen oder eine von 10 Toiletten defekt ist, hätte
ich lieber dass der Zug fährt und Fahrgäste transportiert und nicht in
der Werkstatt steht.
Soweit ich die Berichterstattung um den Kontraste-Beitrag vernommen
habe, wurde da nirgends behauptet, dass die Züge nicht mit solchen
Mängeln im Einsatz wären, im Gegenteil. Natürlich ist das für die
Reisenden besser. Aber die hohe Quote an Mängeln selbst nach einem
Auftenthalt in der Wartung ist ein Anzeichen für Probleme,
Wenn der Zug in zehn Minuten wieder raus soll, und die Reparatur der
defekten Tür 4L in Wagen 4 eine halbe Stunde dauert, finde ich es sehr
gut, den Zug mit defekter Tür rauszuschicken und dafür zu sorgen, dass
beim nächsten Einrückein in die Werkstatt direkt jemand anfängt mit
der Reparatur.
Daraus ein "vier von fünf Zügen sind irgendwie kaputt" zu machen ist
ziemlich unseriös.
Oder das nächste Einrücken in die Werkstatt zieht sich.
Ralph A. Schmid, dk5ras
2018-11-26 11:11:07 UTC
Antworten
Permalink
Post by Till Kinstler
Soweit ich die Berichterstattung um den Kontraste-Beitrag vernommen
habe, wurde da nirgends behauptet, dass die Züge nicht mit solchen
Mängeln im Einsatz wären, im Gegenteil. Natürlich ist das für die
Reisenden besser. Aber die hohe Quote an Mängeln selbst nach einem
Auftenthalt in der Wartung ist ein Anzeichen für Probleme, vielleicht
doch tiefere als "Wachstumsschmerzen".
Die Probleme erstehen aus der Überlastung der Wartungswerke, nicht
zuletzt durch den ICE 4, die dafür sorgen, daß kleinere Mängel aus
Zeitmangel nicht erledigt werden.


-ras
--
Ralph A. Schmid +49-171-3631223 +49-911-21650056
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Martin Ebert
2018-11-26 20:27:27 UTC
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Post by Ralph A. Schmid, dk5ras
Die Probleme erstehen aus der Überlastung der Wartungswerke, nicht
zuletzt durch den ICE 4, die dafür sorgen, daß kleinere Mängel aus
Zeitmangel nicht erledigt werden.
Da haben wir den Dieb: Haltet den ICE-4!

Nein Ralph.
Das Problem sind zu geringe Werkstattkapazitäten, wohl gepaart
mit zu kurzen Werkstattzeiten.

Mt
Ralph A. Schmid, dk5ras
2018-11-26 07:14:09 UTC
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Post by Helmut Springer
Post by Jens Nattbock
... und Werke stehen auch nicht beliebig zur Verfügung, Arbeit in
drei Schichten ist teuer und die Belegschaften dafür fallen auch
nicht vom Himmel.
Und ueberhaupt stoeren solchen Aenderungen nur den planmaessigen
Betrieb, wen kuemmern schon Verkehr oder Kunden. Genau.
Moppern kann man leicht. Aber mach doch mal konstruktive Vorschläge,
wie man mal eben in einer sozialen Marktwirtschaft
Produktionskapazitäten für eine Kleinserie sehr großer und
komplizierter Geräte schafft und danach auch ggf. wieder einstampft.


-ras
--
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Tim Landscheidt
2018-11-26 16:45:00 UTC
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Post by Ralph A. Schmid, dk5ras
Post by Helmut Springer
Post by Jens Nattbock
... und Werke stehen auch nicht beliebig zur Verfügung, Arbeit in
drei Schichten ist teuer und die Belegschaften dafür fallen auch
nicht vom Himmel.
Und ueberhaupt stoeren solchen Aenderungen nur den planmaessigen
Betrieb, wen kuemmern schon Verkehr oder Kunden. Genau.
Moppern kann man leicht. Aber mach doch mal konstruktive Vorschläge,
wie man mal eben in einer sozialen Marktwirtschaft
Produktionskapazitäten für eine Kleinserie sehr großer und
komplizierter Geräte schafft und danach auch ggf. wieder einstampft.
„Kleinserie“ hört sich nach jemanden an, der bei Etsy hand-
gefertigte Häkeleien verkauft. Bei Bahnprodukten ist wahr-
scheinlich für jede Schraube das Drehmoment vorgegeben, und
der Elektriker entscheidet auch nicht spontan, wo er die
Leitungen entlang legt. Mithin wäre die Belegschaft wohl das
geringste Problem (Siemens beispielsweise könnte auch ein-
fach darauf verzichten, Stellen abzubauen).

Und bei den Werken wird es bestimmt noch einiges an Luft ge-
ben, wie in praktisch jedem anderen produzierenden Gewerbe
auch. Wird da wirklich jetzt schon 24 h/d gearbeitet? Steht
da jetzt schon genügend Personal zu Verfügung, um jeden Ar-
beitsschritt in der kürzestmöglichen Zeit zu absolvieren?

Tim
Marc Haber
2018-11-26 17:57:50 UTC
Antworten
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Post by Tim Landscheidt
„Kleinserie“ hört sich nach jemanden an, der bei Etsy hand-
gefertigte Häkeleien verkauft. Bei Bahnprodukten ist wahr-
scheinlich für jede Schraube das Drehmoment vorgegeben, und
der Elektriker entscheidet auch nicht spontan, wo er die
Leitungen entlang legt.
Nichtsdestotrotz durfte ich mich neulich mit jemandem unterhalten, der
Doppelstockwagen mit WLAN nachrüstet. Da gibt es wohl wirklich kaum
zwei Fahrzeuge, die in jeder Hinsicht identisch sind.
Post by Tim Landscheidt
Mithin wäre die Belegschaft wohl das
geringste Problem (Siemens beispielsweise könnte auch ein-
fach darauf verzichten, Stellen abzubauen).
Und neue Hallen bauen ohne dass ihnen jemand sagt, ob die Investition,
die nach Fiskus-Richtlinien über 50 jahre abzuschreiben ist, in fünf
Jahren noch gebraucht wird?
Post by Tim Landscheidt
Und bei den Werken wird es bestimmt noch einiges an Luft ge-
ben, wie in praktisch jedem anderen produzierenden Gewerbe
auch. Wird da wirklich jetzt schon 24 h/d gearbeitet? Steht
da jetzt schon genügend Personal zu Verfügung, um jeden Ar-
beitsschritt in der kürzestmöglichen Zeit zu absolvieren?
Die Bahnindustrie verzichtet sicherlich freiwillig auf Umsatz.

Grüße
Marc
--
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Paul Muster
2018-11-26 18:05:50 UTC
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Post by Marc Haber
Post by Tim Landscheidt
„Kleinserie“ hört sich nach jemanden an, der bei Etsy hand-
gefertigte Häkeleien verkauft. Bei Bahnprodukten ist wahr-
scheinlich für jede Schraube das Drehmoment vorgegeben, und
der Elektriker entscheidet auch nicht spontan, wo er die
Leitungen entlang legt.
Nichtsdestotrotz durfte ich mich neulich mit jemandem unterhalten, der
Doppelstockwagen mit WLAN nachrüstet. Da gibt es wohl wirklich kaum
zwei Fahrzeuge, die in jeder Hinsicht identisch sind.
Das ist ja komisch. Wieso bekommen denn die Autobauer das hin? Und wie
ist es bei Flugzeugen?


mfG Paul
Marc Haber
2018-11-26 20:24:47 UTC
Antworten
Permalink
Post by Paul Muster
Post by Marc Haber
Post by Tim Landscheidt
„Kleinserie“ hört sich nach jemanden an, der bei Etsy hand-
gefertigte Häkeleien verkauft. Bei Bahnprodukten ist wahr-
scheinlich für jede Schraube das Drehmoment vorgegeben, und
der Elektriker entscheidet auch nicht spontan, wo er die
Leitungen entlang legt.
Nichtsdestotrotz durfte ich mich neulich mit jemandem unterhalten, der
Doppelstockwagen mit WLAN nachrüstet. Da gibt es wohl wirklich kaum
zwei Fahrzeuge, die in jeder Hinsicht identisch sind.
Das ist ja komisch. Wieso bekommen denn die Autobauer das hin?
Hunderfache Stückzahl.
Post by Paul Muster
Und wie ist es bei Flugzeugen?
Zehnfacher Preis.

Grüße
Marc
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Andreas Barth
2018-11-26 22:26:19 UTC
Antworten
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Post by Marc Haber
[ keine identischen Fahrzeuge ]
Und wie ist es bei Flugzeugen?
Zehnfacher Preis.
Selbst da gibt es genug Serien, bei denen jedes Flugzeug ein Unikat
ist. Obwohl die Zulassungsbehörde weitaus empfindlicher ist.


Viele Grüße,
Andi
Martin Ebert
2018-11-26 20:30:01 UTC
Antworten
Permalink
Post by Marc Haber
Und neue Hallen bauen ohne dass ihnen jemand sagt, ob die Investition,
die nach Fiskus-Richtlinien über 50 jahre abzuschreiben ist, in fünf
Jahren noch gebraucht wird?
Die Sache wäre recht einfach zu haben:
Die Bahn baut und vermietet die Halle.

Mt
Marc Haber
2018-11-27 08:20:22 UTC
Antworten
Permalink
Post by Martin Ebert
Post by Marc Haber
Und neue Hallen bauen ohne dass ihnen jemand sagt, ob die Investition,
die nach Fiskus-Richtlinien über 50 jahre abzuschreiben ist, in fünf
Jahren noch gebraucht wird?
Die Bahn baut und vermietet die Halle.
Dazu braucht es politischen Willen. Die Fahrzeug nicht mehr selbst zu
konstruieren (und vor der Serienvergabe ausgiebigst zu testen) sondern
sich auf "Produkte" der Industrie zu konzentrieren, ist eine
Entscheidung der frühen 90er.

Grüße
Marc
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Andreas Barth
2018-11-26 22:24:50 UTC
Antworten
Permalink
Post by Ralph A. Schmid, dk5ras
Moppern kann man leicht. Aber mach doch mal konstruktive Vorschläge,
wie man mal eben in einer sozialen Marktwirtschaft
Produktionskapazitäten für eine Kleinserie sehr großer und
komplizierter Geräte schafft und danach auch ggf. wieder einstampft.
Ich kenn das so einen staatlichen Elektroboot-Betreiber, der schon
seit Jahrzehnten sein Personal in der Saison fast durchgehend Boot
fahren lässt, und die gleichen Leute außerhalb selbiger die Boote
reparieren läßt. Eine gewisse Flexibilität mag helfen - und
beispielsweise läßt sich die Arbeit "identifizieren was genau defekt
ist" und "Arbeit dokumentieren" auch mit weniger Fachkenntnis
erledigen als der Tausch. Aber ich stimme zu, einfach ist das nicht -
und ich hätte kein Erwartung, dass die DB (oder irgendeine andere
hinreichend große Organisation) hinbekommt.


Viele Grüße,
Andi
U***@web.de
2018-11-22 12:43:55 UTC
Antworten
Permalink
Post by Till Kinstler
"Von einem wichtigen Ziel verabschiedete sich die Bahn angesichts der
Vielzahl der Probleme offenbar. Die erwünschte Pünktlichkeitsquote von
82 Prozent aller Fahrten
Wobei, das kann nicht oft genug betont werden, diese
Art von "Pünktlichkeit" für Anschlußbrüche durchaus ausreicht.

Gruß, ULF
Marc Haber
2018-11-22 08:33:18 UTC
Antworten
Permalink
Post by Paul Muster
| Was Bahnfahrer tagtäglich spüren, belegen auch interne Dokumente des
| Unternehmens, die dem ARD-Magazin Kontraste vorliegen. Demnach sind
| nur magere 20 Prozent der ICE "vollständig funktionsfähig". Diese
| frappierende Zahl findet sich in Aufsichtsratsunterlagen der DB-
| Tochter Fernverkehr vom Juni 2018.
Wobei ein Zug schon bei einem einzigen kaputten Klo nicht mehr als
"voll funktiongsfähig" ist. Mich persönlich würde das überhaupt nicht
stören.

Grüße
Marc
--
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Ralph A. Schmid, dk5ras
2018-11-22 09:13:16 UTC
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Permalink
Post by Marc Haber
Wobei ein Zug schon bei einem einzigen kaputten Klo nicht mehr als
"voll funktiongsfähig" ist. Mich persönlich würde das überhaupt nicht
stören.
Ja, das ist ein Punkt. Allerdings machen aktuell die Kinderkrankheiten
des ICE 4 bissl Ärger, nix Schlimmes mehr, aber sie verdödeln viel
Zeit in den Werkstätten, die man bräuchte für den Regelbetrieb. Da
wird gerade ein wenig zwischen den Werken die Zuständigkeit jongliert
und auch erweitert, also richtig physisch drangebaut. Soll also ein
wenig besser werden.


-ras
--
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Peter & Helga Meier
2018-11-26 21:39:24 UTC
Antworten
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Post by Marc Haber
Wobei ein Zug schon bei einem einzigen kaputten Klo nicht mehr als
"voll funktiongsfähig" ist. Mich persönlich würde das überhaupt nicht
stören.
Wo gehst Du denn dann pinkeln, wenn Du mal mußt?
Jens Nattbock
2018-11-26 21:48:48 UTC
Antworten
Permalink
Post by Peter & Helga Meier
Post by Marc Haber
Wobei ein Zug schon bei einem einzigen kaputten Klo nicht mehr als
"voll funktiongsfähig" ist. Mich persönlich würde das überhaupt nicht
stören.
Wo gehst Du denn dann pinkeln, wenn Du mal mußt?
Beim Lokführer? Der hat bestimmt eine alte Kanne ...
... oder einfach auf einer der anderen Toiletten im IC(E)?
Richtig blöd ist das ja nur in Zügen mit knapp bemessener Anzahl von nur
n Toiletten (Tipp: n < 2).
J
Marc Haber
2018-11-27 08:24:19 UTC
Antworten
Permalink
Post by Jens Nattbock
Richtig blöd ist das ja nur in Zügen mit knapp bemessener Anzahl von nur
n Toiletten (Tipp: n < 2).
da wir ja hier vom ICE sprechen, kommt n < 2 nicht vor.

Grüße
Marc
--
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Reinhard Greulich
2018-11-26 22:33:22 UTC
Antworten
Permalink
Post by Peter & Helga Meier
Wo gehst Du denn dann pinkeln, wenn Du mal mußt?
Hättest du jemals mal einen Zug von innen gesehen, würdest du nicht so
dusselig fragen.

- R.
--
70086
~=@=~
Marc Haber
2018-11-27 08:23:51 UTC
Antworten
Permalink
Post by Peter & Helga Meier
Post by Marc Haber
Wobei ein Zug schon bei einem einzigen kaputten Klo nicht mehr als
"voll funktiongsfähig" ist. Mich persönlich würde das überhaupt nicht
stören.
Wo gehst Du denn dann pinkeln, wenn Du mal mußt?
ggf. im Nachbarwagen.
--
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Wolfgang Kynast
2018-11-27 08:52:01 UTC
Antworten
Permalink
Post by Peter & Helga Meier
Post by Marc Haber
Wobei ein Zug schon bei einem einzigen kaputten Klo nicht mehr als
"voll funktiongsfähig" ist. Mich persönlich würde das überhaupt nicht
stören.
Wo gehst Du denn dann pinkeln, wenn Du mal mußt?
Stellst du dich blöd? Eher nicht, gelle.
Jan Marco Funke
2018-11-23 14:21:13 UTC
Antworten
Permalink
Der Beitrag in der Sendung Kontraste ist durchaus sehenswert:

https://www.ardmediathek.de/tv/Kontraste/So-gro%C3%9F-ist-die-Krise-im-Fernverkehr-wir/Das-Erste/Video?bcastId=431796&documentId=57987330

Unter anderem kommt auch GDL-Chef Weselsky zu Wort und bringt die
Probleme gut auf den Punkt: "Wir haben es damit zu tun, dass ein System,
dass über Jahrzehnte auf Sparen getrimmt worden ist, nunmehr kollabiert.
Wir haben heute zu wenig Schlosser, zu wenig Wagenmeister, wir
rationalisieren Bordtechniker weg, wir haben zu wenig Lokführer und zu
wenig Zugbegleiter."


Persönliche Anmerkung von mir: In seiner Position darf er das
wahrscheinlich nicht öffentlich sagen, aber dass wir seit Jahren stets
absolut unfähige Verkehrsminister haben, trägt IMHO ebenfalls seinen
Teil dazu bei. Niemand von denen hat es angegangen, die Fehler der
Bahnreform zu korrigieren. Wahrscheinlich, weil sie sie mangels
Interesse auch überhaupt nicht erkannt haben. Aber auch dem Bahnvorstand
in der Ära Grube würde ich eine Mitschuld geben, dass er Mehdorns
langfristig falsche Weichenstellungen nicht konsequent genug benannt und
korrigiert hat.
--
Dieses Schreiben wurde maschinell erstellt und ist ohne Unterschrift gültig.
U***@web.de
2018-11-23 15:33:48 UTC
Antworten
Permalink
Post by Jan Marco Funke
https://www.ardmediathek.de/tv/Kontraste/So-gro%C3%9F-ist-die-Krise-im-Fernverkehr-wir/Das-Erste/Video?bcastId=431796&documentId=57987330
Unter anderem kommt auch GDL-Chef Weselsky zu Wort und bringt die
Probleme gut auf den Punkt: "Wir haben es damit zu tun, dass ein System,
dass über Jahrzehnte auf Sparen getrimmt worden ist, nunmehr kollabiert.
Wir haben heute zu wenig Schlosser, zu wenig Wagenmeister, wir
rationalisieren Bordtechniker weg, wir haben zu wenig Lokführer und zu
wenig Zugbegleiter."
13400 P eingeplant, um 10900 P zu niedrig gelegen,
oder so ähnlich?
Post by Jan Marco Funke
Persönliche Anmerkung von mir: In seiner Position darf er das
wahrscheinlich nicht öffentlich sagen,
Er dürfte es wohl sagen, aber eigentlich gibt es dafür
Oppositionsparteien.

Gruß, ULF
Ralph A. Schmid, dk5ras
2018-11-26 07:22:12 UTC
Antworten
Permalink
Post by Jan Marco Funke
Aber auch dem Bahnvorstand
in der Ära Grube würde ich eine Mitschuld geben, dass er Mehdorns
langfristig falsche Weichenstellungen nicht konsequent genug benannt und
korrigiert hat.
Ich habe die Ära Grube ein paar Jahre teilweise eng begleitet -
benannt haben die sehr wohl, und ich würde es durchaus auch Grube und
Pofalla zusprechen, bei der Politik ein langsames Umdenken bewirkt zu
haben. Seit ca. drei Jahren läuft das deutlich besser mit der
Bewilligung von Mitteln und Maßnahmen durch den Eigentümer. Leider
mekrt man das erst viel, viel später.


-ras
--
Ralph A. Schmid +49-171-3631223 +49-911-21650056
http://www.schmid.xxx/ http://www.db0fue.de/
http://www.bclog.de/ http://www.kabuliyan.de/
Jan Marco Funke
2018-11-26 16:29:49 UTC
Antworten
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Post by Ralph A. Schmid, dk5ras
Post by Jan Marco Funke
Aber auch dem Bahnvorstand
in der Ära Grube würde ich eine Mitschuld geben, dass er Mehdorns
langfristig falsche Weichenstellungen nicht konsequent genug benannt und
korrigiert hat.
Ich habe die Ära Grube ein paar Jahre teilweise eng begleitet -
benannt haben die sehr wohl, und ich würde es durchaus auch Grube und
Pofalla zusprechen, bei der Politik ein langsames Umdenken bewirkt zu
haben. Seit ca. drei Jahren läuft das deutlich besser mit der
Bewilligung von Mitteln und Maßnahmen durch den Eigentümer. Leider
mekrt man das erst viel, viel später.
Würde ich dir ja gerne glauben, aber hier liest sich das deutlich
weniger euphorisch:

https://www.lok-report.de/news/deutschland/verkehr/item/8243-buendnis-90-die-gruenen-scheuer-setzt-gescheiterte-strassenbaupolitik-fort-neue-eisenbahnstrecken-braucht-das-land.html

Auch die ICneu Ausschreibung der DB lässt erstaunlich lange auf sich
warten, wenn man bedenkt, wie groß der Fahrzeugmangel momentan ist und
wie alt die Flotte der IC-Wagen.
--
Dieses Schreiben wurde maschinell erstellt und ist ohne Unterschrift gültig.
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