Discussion:
Oh Taigatrommel, wie hast Du Dich veraendert!
(zu alt für eine Antwort)
Hans-Joachim Zierke
2007-10-24 09:52:35 UTC
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Ja ja, das sind polnische ST44, ernsthaft.


Hans-Joachim
--
Großer FF-Gottesdienst jeden Sonntag 15 Uhr im Gemeindehaus am Roten
Fuchsstieg 2.0. Nächstes Predigtthema: "Ein Affe ist kein Fuchs. Oder:
Wie man gefährliche Sekten erkennt, die uns nicht zum Heil führen."
Thorsten Weisert
Richie Kafka
2007-10-24 17:21:34 UTC
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Post by Hans-Joachim Zierke
http://www.gmfk.pl/cpg144/albums/userpics/10074/311D-03%201%20350kb.jpg
http://www.gmfk.pl/cpg144/albums/userpics/10074/311D-03%202%20350kb.jpg
Ja ja, das sind polnische ST44, ernsthaft.
Jo, am Fahrgestell erkennt man den Sergej ganz deutlich.
Extrem stylish sehen die Teile jetzt schon aus.
Allerdings frage ich mich durchaus, was es bringt, HoodUnits aus den Dingern
zu machen.

Hmmm...
Wenn's schee macht...
--
Gruß
Richie
tobias b koehler
2007-10-24 17:36:23 UTC
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Post by Richie Kafka
Jo, am Fahrgestell erkennt man den Sergej ganz deutlich.
Extrem stylish sehen die Teile jetzt schon aus.
Gibt es auch in zurückhaltendem grau:

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(auf der TRAKO in Gdansk)
Post by Richie Kafka
Allerdings frage ich mich durchaus, was es bringt, HoodUnits aus den Dingern
zu machen.
Einfachere verwendung von teilen aus dem GE-baukasten.
Klaus Mueller
2007-10-25 01:25:39 UTC
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Post by tobias b koehler
Post by Richie Kafka
Jo, am Fahrgestell erkennt man den Sergej ganz deutlich.
Extrem stylish sehen die Teile jetzt schon aus.
http://railfaneurope.net/pix/pl/private/misc/311D-04_2007_10_11_01.jpg
http://railfaneurope.net/pix/pl/private/misc/311D-04_2007_10_11_02.jpg
(auf der TRAKO in Gdansk)
Post by Richie Kafka
Allerdings frage ich mich durchaus, was es bringt, HoodUnits aus den Dingern
zu machen.
Einfachere verwendung von teilen aus dem GE-baukasten.
Irgendwo habe ich neulich offline Bilder von einer asiatischen
Umbauvariante gesehen, auch mit Ausrüstung aus Amiland. Da hat man
allerdings die Original-Führerkabine belassen und den Aufbau
dahintergestellt.

Klaus
Richie Kafka
2007-10-25 20:47:36 UTC
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Post by tobias b koehler
Post by Richie Kafka
Jo, am Fahrgestell erkennt man den Sergej ganz deutlich.
Extrem stylish sehen die Teile jetzt schon aus.
http://railfaneurope.net/pix/pl/private/misc/311D-04_2007_10_11_01.jpg
http://railfaneurope.net/pix/pl/private/misc/311D-04_2007_10_11_02.jpg
(auf der TRAKO in Gdansk)
Post by Richie Kafka
Allerdings frage ich mich durchaus, was es bringt, HoodUnits aus den
Dingern zu machen.
Einfachere verwendung von teilen aus dem GE-baukasten.
Ach, die ist von General Electrics getunt worden? Also ich weiß nicht so
recht. An einen original Sergej würde ich immer wieder original
Russentechnik dranbauen. Auf Lokomotiven bezogen kann "Russentechnik"
übrigens gar nicht abwertend gemeint sein -- jeder weiß, was beispielsweise
Ludmillas drauf haben.

Ich hab's inzwischen in der Nachbarschaft gelesen -- die laufen nicht mehr
mit dem 2000 PS U-Boot-Zweitakt-Diesel mit seiner genialen Hebeltechnik.
Naja -- wenn man schon eine sechsachsige Lok umrüstet. Ich meine -- sechs
Achsen sind sechs Achsen. Ich weiß zwar nicht, ob dreiachsige Drehgestelle
wirklich soo schlimm sind, kann mir aber auch vorstellen, warum die einem
Gleis nicht unbedingt gut bekommen. Da muß man schon anständig Leistung
draufpacken.
Gut, ich kann mir auch dreiachsige Drehgestelle vorstellen, wo eine Achse
dem Gleis auch nicht mehr tut als an zweiachsigen Drehgestellen. Mir
scheint's auch nicht wesentlich komplizierter als normal, sondern nur
geringfügig.
Ich hab' mir einfach nur viel angeguckt, was rumfuhr, diverse Bücher
gelesen und bin auf dem Stand von Haigermosers Skript. Oh S**t, ich hab'
grad im Netz nachgeguckt -- das ist verschlossen? Boah, ist ja Hammer -- das
ist nicht mehr frei im Netz... Kann es ein Übermaß an Interesse an einem
doch sehr guten und sogar populäringenieurwissenschaftlichen Ansprüchen
genügenden Vorlesungsskript geben? Eh, ich meine, der Mann ist Professor,
und die Uni eine Bildungsstätte. Die müssen das doch machen, weil die gerne
lehren, und nicht ... ich weiß nicht. Warum kann jemand sowas aus der
Öffentlichkeit nehmen wollen? Mir fällt kein Grund ein. Was motiviert die,
das rauszunehmen? Das ging doch echt gut runter, sowas muß doch öffentlich
sein. Das ist ja alles andere als schön, das ist ja eher sehr unschön.
Oouuu, da schiebt's mich ja gleich übelst.
Hmm. Komisch. Ganz ganz komisch. Leider nicht lustig.
Naja, jedenfalls bin ich aber nur auf dem Stand, weil ich's in meinem
verschlüsselten home-Verzeichnis rumliegen habe und weiß, wo ich nachgucken
muß. Bei einer Prüfung würde ich verlieren, weil ich die Information nicht
frei und schnell genug zugänglich und ausführbar parat hätte. Für mich
gilt -- programmier' es, lies es nach, oder vergiß es. Ich kann mir nicht
alles merken, was die an einer Uni von einem wissen wollen. Ich bin auch
nicht schnell genug mit dem Rechnen fertig. Im Abi bin ich nach 3/4 der
Zeit raus, weil ich keinen Fehler mehr gefunden habe -- von zwei
Formpunkten hat einer mir die Eins gerettet. Einen Punkt Schlampigkeit
Abzug, zwei Punkte Ordnung Bonus, und komplett auf Anschlag war nicht drin.
Und an der Uni war alles auf einmal ganz anders. Da war's laut in den
Hörsäälen, irgendwie kam ich auch mit einigem nicht klar. Was mich zum
Beispiel auch echt gestört hat, war, daß man einfach nie seine Ruhe hatte
und Bauklötzer aneinanderstecken konnte. Es ging einfach nicht. Immer war
irgend ein Geräusch zuviel. Ich weiß nicht, wann und wie man als Affe in so
einem großen Käfig mit so vielen anderen Affen seine Ruhe finden soll,
während jeder Affe andere Faxen macht. Bin ich halt Handwerker. An der Uni
mußte man beispielsweise auch viel schneller sein und sich viel mehr
merken -- Mann, 'n alter Mann ist kein D-Zug! Ja, und bei der
Informatik-Fakultät wollte ich erfahren, wie ich meine Skillz und Stylez
vollende, aber die wollten irgendwie, daß ich ganz andere Skillz und Stylez
übe. Am liebsten hätte ich zu dem Mann da vorne gesagt: "Eh Du Affe, ich
bin ein Affe, mach's vor, ich mach's nach, das ist artgerecht. Und dann laß
mich in dem Zeug klettern und mit dem Zeug spielen. Bauklötze
aneinanderstecken, selber Bauklötze formen, Maschinen bauen und sie
berechnen, all that dirty hot shit."
Und genau das ist es auch, was mich an der Bahn begeistert. Sie ist 'n
richtig schönes Spielzeug, man kann einfach mal hingehen und sich
reinsetzen, und, wenn man beim Monopoly Erfolg hat, kann man auch Kisten
drauf laden und durch die Gegend fahren.
Und -- sie fährt auf der Schiene. Kein Rad ist so rund und keine Fahrbahn
so glatt, kein Antrieb so leise und sauber. Kein anderes Verkehrsmittel ist
so derart angenehm. Nirgendwo sieht es so geordnet und raumschiffmäßig aus
wie auf einem frisch sanierten oder gebauten Bahnhof. Nichts sonst fährt
so, wie nur die Eisenbahn fährt, nichts sonst kann das bieten. Und deswegen
ist alles andere so abgrundtief grottenschlecht, nur, weil es den Vergleich
mit der Bahn gibt. Was will ich mit einem "Opel-DSA-Sicherheitsfahrwerk"
wie auf Schienen fahren? Das ist doch Schrott! Ich will auf Schienen
fahren, 'n Görlitz-VIII unter'm Allerwertesten. Entweder richtig fahren --
oder gar nicht. Wenn ich Gummibälle treten will, dann geh' ich zur
Gymnastik. 'N Rad, Mann, wie hat das auszusehen? Richtig. Glatt, aus Stahl
und richtig rund. Und auf Stahlbändern hat das zu laufen, damit Geraden
richtige Geraden, Kreisbögen richtige Kreisbögen und Übergangsbögen
richtige Übergangsbögen sind. Und damit das auch alles wirklich so ist, muß
das durch eine Rechenmaschine gemahlen werden, und ich bin ein Müller, der
an einer Rechenmaschine Datensäcke abfüllt und die Maschine am Laufen hält
und neue Zahnräder dranbaut, damit man andere Daten anders mahlen kann.
Ein Herr Doktor -- nein, kein Arzt -- sagte neulich zu mir, als ich ihm eine
Vorstufe zur Objektorientierung, die bereits in Ansi C schon enthalten ist,
vorführte: "Wir denken da nicht so kompliziert." Das ist auch nicht weiter
schlimm. Dafür denke ich in anderen Dimensionen flacher. Das mit den
Funktionszeigern in den Structures ist schon ein trickey Ding, und im
Linux-Kernel braucht man es für jeden Gerätetreiber. Ich bin einer von
denen, die es sich im Programmieren richtig komliziert machen, damit ich
und auch andere Leute es einfacher haben. Ich bin der Module-Verticker. Ich
baue und verticke Module. Ich bin der Affe, der die Bauklötze baut.

Auf jeden Fall kann ich mir eine Bahn, die die Fläche erschließt, durchaus
vorstellen, und die trotzdem eine richtige echte Eisenbahn ist. Ich kann
mir vorstellen, daß man Gleise zu den Kosten normaler Straßen baut und da
drüber jeden Supermarkt beliefert und jeder damit fährt. Ich habe schon ein
Land voller Radwege gesehen -- wunderschön, aber mit Rasengleis statt
Straße noch schöner. Ich habe mir beispielsweise schonmal das Railtaxi
erklären lassen, und, naja, bis auf daß ich nicht alle Annahmen für 100%
realistisch angesetzt halte, ist daran nichts auszusetzen. Wenn es nur ein
Zehntel so gut ist, wie versprochen, ist es immernoch mindestens anderthalb
mal so gut wie das Auto. Man hat auch schon versucht, verschiedenen Leuten
die Bahndroschke zu erklären, da sieht man auf den ersten Blick, wie und
daß die funktioniert. Und selbst, wenn sie nur halb so gut ist, wie
versprochen, ist sie immernoch doppelt so gut wie der Lastwagen.

Keine Chance, leider. Gegen nichts davon gibt es wirkliche Gründe, aber jede
Menge Vorwände. Nichts davon hat eine Chance. Man wird sich auch weiterhin
auf Autobahnen wie in einem Schmuddel-Science-Fiction vorkommen. Die Leute
wollen kein Wurmloch, denen reicht Warp 5. Ich weiß einfach nicht, wieso.
Die wollen keine RailMail. E-Mail wollen die Leute doch auch. Und Usenet.
Wieso will niemand RailMail?

Wie auch immer -- optisch sehr sehr stylisch gelungen, die getunten Sergejs.
Aber technisch sind's leider keine Eurorunner geworden, und auch eine
anständige Ludmilla ist sicher das zornigere Gerät. DB-modifiziert ist der
Sound der Ludmillas nichtmal übel -- so stylish wie eine von den
Russendiesels im verkehrsroten DB-Lack wird keine andere Maschine der Welt
je werden.
--
Gruß
Richie
Ulf Kutzner
2020-11-28 09:55:46 UTC
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Post by Richie Kafka
Post by tobias b koehler
Post by Richie Kafka
Jo, am Fahrgestell erkennt man den Sergej ganz deutlich.
Extrem stylish sehen die Teile jetzt schon aus.
http://railfaneurope.net/pix/pl/private/misc/311D-04_2007_10_11_01.jpg
http://railfaneurope.net/pix/pl/private/misc/311D-04_2007_10_11_02.jpg
(auf der TRAKO in Gdansk)
Post by Richie Kafka
Allerdings frage ich mich durchaus, was es bringt, HoodUnits aus den
Dingern zu machen.
Einfachere verwendung von teilen aus dem GE-baukasten.
Ach, die ist von General Electrics getunt worden? Also ich weiß nicht so
recht. An einen original Sergej würde ich immer wieder original
Russentechnik dranbauen. Auf Lokomotiven bezogen kann "Russentechnik"
übrigens gar nicht abwertend gemeint sein -- jeder weiß, was beispielsweise
Ludmillas drauf haben.
Ich hab's inzwischen in der Nachbarschaft gelesen -- die laufen nicht mehr
mit dem 2000 PS U-Boot-Zweitakt-Diesel mit seiner genialen Hebeltechnik.
Naja -- wenn man schon eine sechsachsige Lok umrüstet. Ich meine -- sechs
Achsen sind sechs Achsen. Ich weiß zwar nicht, ob dreiachsige Drehgestelle
wirklich soo schlimm sind, kann mir aber auch vorstellen, warum die einem
Gleis nicht unbedingt gut bekommen. Da muß man schon anständig Leistung
draufpacken.
Habe Zweifel, ob das dann besser ist für das Gleis.

Man kann auch mehr Loks odere Loksektionen verwenden.
http://www.parovoz.com/newgallery/?ID=649283&LNG=RU#picture
Gut, das war jetzt umlaufbedingt (Rückleistung aus Gz zusätzlich
zur Zuglok).
Post by Richie Kafka
Ich habe schon ein
Land voller Radwege gesehen -- wunderschön, aber mit Rasengleis statt
Straße noch schöner.
Sogar Trommel mit schwerem Gz gibt es auf Rasengleis.
http://www.parovoz.com/newgallery/?ID=576291&LNG=RU#picture
Raps soll da drin sein, und der Zug wird eher langsam fahren.

Besonderheit ist die Normalspur bis irgendwo bei Kowel, wenn wohl
auch nicht mehr zu den Bahnsteigen; auf dem Breitspurgleis ist die Begrünung
noch nicht so weit vorangeschritten.

Gruß, ULF

Hans-Joachim Zierke
2007-10-24 21:03:20 UTC
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Post by Richie Kafka
Allerdings frage ich mich durchaus, was es bringt, HoodUnits aus den Dingern
zu machen.
Ob GE überhaupt weiß, daß man Lokomotiven auch irgendwie anders bauen
kann?



Übrigens haben die Taigatrommeln jetzt gut 2000 kW. Falls sie auch
Drehstrommotoren und GE Antislip bekommen haben, sollten sie jetzt den
litauischen ER-20
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gleichwertig sein.


Hans-Joachim
--
Großer FF-Gottesdienst jeden Sonntag 15 Uhr im Gemeindehaus am Roten
Fuchsstieg 2.0. Nächstes Predigtthema: "Ein Affe ist kein Fuchs. Oder:
Wie man gefährliche Sekten erkennt, die uns nicht zum Heil führen."
Thorsten Weisert
tobias b koehler
2007-10-24 23:47:39 UTC
Permalink
Post by Hans-Joachim Zierke
Ob GE überhaupt weiß, daß man Lokomotiven auch irgendwie anders bauen
kann?
Auf bestellung schon, wie die (allerdings zusammen mit der damaligen
Krupp-verkehrstechnik entwickelten) selbsttragenden kästen der
Genesis-loks der Amtrak und VIA zeigen.

Die neuen loks für Kasachstan sollen einen kasten voller breite und zwei
führerkabinen haben (wenn auch das design offenbar noch nicht
veröffentlicht wurde).

gruß, tobias
Arnd Hellinger
2007-10-24 19:11:21 UTC
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Post by Hans-Joachim Zierke
http://www.gmfk.pl/cpg144/albums/userpics/10074/311D-03%201%20350kb.jpg
http://www.gmfk.pl/cpg144/albums/userpics/10074/311D-03%202%20350kb.jpg
Ja ja, das sind polnische ST44, ernsthaft.
Irgendwann in zeitlicher Nähe zur Bahnreform I gab es vom
Werk Cottbus ein Konzept, die 234 (einseitig?) mit den
seinerzeit ja ganz neuen GFK-Kopfmodulen der Bdimzf
auszustatten und für 160 km/h zu ertüchtigen. Was Polen
da zeigt, hätte es alsi in DB-Land fast auch gegeben...

Ein ehemaliger AEG-Sanierer hatte jedoch damals schon
Probleme mit Investitionen in den FV auf "drahtlosen"
Strecken.

Viele Grüße
Arnd
--
Mag. Arnd Hellinger - http://de.geocities.com/bahnarnd/
Lothringer Straße 47
D-44805 Bochum, Germany
mailto:***@hotmail.com
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