Discussion:
Pilotprojekt: Anschlusszug per Smartphone selbst vormelden
(zu alt für eine Antwort)
Jan Marco Funke
2018-02-09 16:15:28 UTC
Permalink
Die Idee ist so gut, dass man sich fragt, warum da niemand eher drauf
gekommen ist. Hoffentlich wird das schnell bundesweit eingeführt!

Es folgt eine Pressemitteilung der Deutschen Bahn:


-------------------------------------------schnipp-------------------------------------------

Innovatives Pilotprojekt: Testkunden in Bayern können nun selbst ihren
Anschlusszug per Smartphone anmelden

DB - Pressestelle
09.02.2018 München

Bayerische Eisenbahngesellschaft, Südostbayernbahn, Gäubodenbahn, agilis
und DB Regio Bayern testen neuen digitalen Service

Welcher Bahnreisende kennt das nicht: Der Zug hat Verspätung und der
Anschlusszug fährt einem vor der Nase weg. Abhilfe schaffen könnte eine
neue Funktion für Fahrplan-Apps, die nun mit Hilfe der DB
Streckenagenten App getestet wird. DB Regio Bayern und die Bayerische
Eisenbahngesellschaft (BEG), die den Schienenpersonennahverkehr in
Bayern plant, finanziert und kontrolliert, haben gemeinsam mit der
Südostbayernbahn, der Gäubodenbahn, der agilis Eisenbahngesellschaft mbH
& Co. KG und der agilis Verkehrsgesellschaft mbH & Co. KG ein
Pilotprojekt gestartet, bei dem ausgewählte Fahrgäste die Möglichkeit
haben, die jeweilige Leitstelle über den von ihnen benötigten
Anschlusszug zu informieren. Hierzu wurde die DB Streckenagent-App
erweitert und für die Testphase mit einer zusätzlichen Funktion
ausgestattet. In der Leitstelle entscheidet dann der zuständige
Disponent, ob der angemeldete Zug warten kann oder nicht. Der Kunde
erhält eine entsprechende Rückmeldung über die App auf sein Smartphone.

„Neben der Pünktlichkeit ist die Anschlusssicherung das wichtigste
Qualitätsmerkmal im Schienenpersonennahverkehr. Verpasste Anschlüsse
zählen deshalb zurecht zu den häufigsten Kritikpunkten der Fahrgäste.
Mit dieser neuen Funktion möchten wir jedem Reisenden die Möglichkeit
geben, ihren Anschluss für alle Regionalzüge selbst bei der Leitstelle
vorzumelden“, so Johann Niggl, Sprecher der Geschäftsführung der BEG.

„Wir arbeiten stetig daran, den Service für unsere Kunden zu verbessern.
Dazu setzen wir auch auf innovative Produkte und die Möglichkeiten der
Digitalisierung. Die neue Funktion könnte für unsere Kunden eine echte
Verbesserung bedeuten, da sie erfahren, ob ihr Anschlusszug warten kann
oder nicht, und ihre Weiterreise entsprechend planen können“, so Patrick
Pönisch, Regionalleiter Marketing von DB Regio Bayern.

„Mit diesem digitalen Projekt erkunden wir eine neue Möglichkeit,
unseren Fahrgästen ein direkt auf sie zugeschnittenes Serviceangebot zur
Verfügung zu stellen. Dabei sehen wir uns erst am Anfang einer
Entwicklung, die noch erhebliches Potenzial für ‚agile Mobilität‘
verspricht“, so Markus Schiefer, Geschäftsführer von agilis.

Bisher können Anschlusszüge nur über die Zugbegleiter angemeldet werden.
Die neue Funktion ermöglicht den Testkunden, selbst aktiv zu werden und
ihren Anschluss anzumelden. Das Pilotprojekt wird gemeinsam von DB Regio
und der BEG finanziert und beschränkt sich derzeit auf zwei
Umsteigebahnhöfe in Bayern: Hof Hbf und Neufahrn in Niederbayern. An
diesen beiden Knotenpunkten werden die Anschlusszüge der
Eisenbahnverkehrsunternehmen agilis, Südostbayernbahn, Gäubodenbahn und
DB Regio Bayern während des Tests in den Blick genommen.

Die neue Funktion wird mit ausgewählten Fahrgästen drei Monate lang
getestet. Dann wird entschieden, ob eine Ausweitung des Testgebietes auf
andere Bahnhöfe möglich ist.

Weitere Informationen gibt es unter:

www.bahn.de/anschluss-zug-voranmelden

https://inside.bahn.de/anschlusszug-wartet-nicht/

-------------------------------------------schnapp-------------------------------------------


http://www.deutschebahn.com/presse/muenchen/de/aktuell/presseinformationen/16915800/02_09_Pilotprojekt_Anschlusssicherung.html
--
Dieses Schreiben wurde maschinell erstellt und ist ohne Unterschrift gültig.
Thorsten Klein
2018-02-09 18:09:24 UTC
Permalink
Post by Jan Marco Funke
Die Idee ist so gut, dass man sich fragt, warum da niemand eher drauf
gekommen ist. Hoffentlich wird das schnell bundesweit eingeführt!
Das ist nicht gut, das ist scheisse, da diskriminierend!
David Seppi
2018-02-09 19:34:40 UTC
Permalink
Post by Thorsten Klein
Das ist nicht gut, das ist scheisse, da diskriminierend!
Warum ist das diskriminierend?
--
David Seppi
1220 Wien
alfons
2018-02-10 07:25:59 UTC
Permalink
Post by David Seppi
Warum ist das diskriminierend?
Also wenn man kein Smartphone hat, ist der Anschlusszug weg.
Das ist diskriminierend, zudem sollte das Zugpersonal so "fleißig"
sein, sich zumindest einmal zwischen zwei Halten sehen zu lassen,
besonders wenn der Zug Verspätung hat.
Und ob ein Zug wartet, liegt nicht in den Händen der Personen
die sich im Zug befinden (Zugpersonal & Reisende) sondern das
entscheidet die Transportleitung.
--
Mit freundlichen Gruessen, Alfons
_____
\ / | oo| ..:.
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/________|-|______|
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Jan Marco Funke
2018-02-10 08:42:16 UTC
Permalink
Post by alfons
Post by David Seppi
Warum ist das diskriminierend?
Also wenn man kein Smartphone hat, ist der Anschlusszug weg.
Ein früherer Bahnchef sprach in solchen Situationen von bedauerlichen
Einzelfällen.
Post by alfons
Das ist diskriminierend, zudem sollte das Zugpersonal so "fleißig"
sein, sich zumindest einmal zwischen zwei Halten sehen zu lassen,
besonders wenn der Zug Verspätung hat.
Ihr habt aber schon gelesen, dass es beim Pilotprojekt um den Nahverkehr
geht? In vielen Zügen gibt es keinen Zugbegleiter mehr und wenn doch,
ist das doch überhaupt nicht zu schaffen, in einem 5 oder 6 Dosto Zug
regelmäßig durch alle Wagen durch zu gehen.
Post by alfons
Und ob ein Zug wartet, liegt nicht in den Händen der Personen
die sich im Zug befinden (Zugpersonal & Reisende) sondern das
entscheidet die Transportleitung.
Das ist klar. Aber damit sinnvolle Entscheidungen getroffen werden
können, müssen sie überhaupt erstmal wissen, wie viele Leute wohin
umsteigen möchten. Im Fernverkehr mag das mit der Vormeldung durch die
Zub ja vielleicht noch ganz gut klappen, aber im Nahverkehr wird das
doch eher die Ausnahme sein, dass überhaupt irgendwas vorgemeldet wird.
--
Dieses Schreiben wurde maschinell erstellt und ist ohne Unterschrift gültig.
U***@web.de
2018-02-10 09:05:13 UTC
Permalink
Moin,
Post by Jan Marco Funke
Post by alfons
Das ist diskriminierend, zudem sollte das Zugpersonal so "fleißig"
sein, sich zumindest einmal zwischen zwei Halten sehen zu lassen,
besonders wenn der Zug Verspätung hat.
Ihr habt aber schon gelesen, dass es beim Pilotprojekt um den Nahverkehr
geht? In vielen Zügen gibt es keinen Zugbegleiter mehr und wenn doch,
ist das doch überhaupt nicht zu schaffen, in einem 5 oder 6 Dosto Zug
regelmäßig durch alle Wagen durch zu gehen.
Post by alfons
Und ob ein Zug wartet, liegt nicht in den Händen der Personen
die sich im Zug befinden (Zugpersonal & Reisende) sondern das
entscheidet die Transportleitung.
Das ist klar. Aber damit sinnvolle Entscheidungen getroffen werden
können, müssen sie überhaupt erstmal wissen, wie viele Leute wohin
umsteigen möchten.
Daß man das per Default auf Null setzt, ist
schon eine der größeren Kundenfeindlichkeiten.

Bald schafft man es, den Zugang zur Nutzung
linienmäßigen Nichtbedarfsverkehrs ähnlich
abschreckend wie bei Anrufverkehren zu
gestalten.

Als nächstes vielleicht die Aufforderung an Kunden,
vor Besteigen des ersten Zuges der Reisekette irgendwelche
Kommunikationsvorgänge vom dafür zu beschaffenden
Endgerät loszutreten, weil die Bahn bei Fahrzeug-
oder Personalmangel ja nicht wissen könne,
auf welcher der Touren Leute hätten mitfahren wollen.

Gruß, ULF
Gerald Gruner
2018-02-10 12:18:33 UTC
Permalink
Post by Thorsten Klein
Post by Jan Marco Funke
Die Idee ist so gut, dass man sich fragt, warum da niemand eher drauf
gekommen ist. Hoffentlich wird das schnell bundesweit eingeführt!
Das ist nicht gut, das ist scheisse, da diskriminierend!
Wenn man keine echten Gegenargumente hat, dann sucht man sich halt
irgendwas.
Das ist Deutschland. :-(

MfG
Gerald
--
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a large number of electrons were terribly inconvenienced.
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