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Liegewagen im CNL 472/473
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Patrick Rudin
2011-06-16 13:20:28 UTC
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Ich kenne zwar die Schlafwagen in den Doppelstock-CNL, aber bin seit den
frühen 80ern nie mehr Liegewagen gefahren.

Demnächst nun auf der Achse Basel-Flensburg-Kopenhagen. Was wird da für
Rollmaterial (4er und 6er-Liegen) verwendet? Wie annodamals? Fenster,
Klima, Zwangsklima, Lüftung? Eisbärenzüchtung, Sauna?

Gepäckraum irgendwo? Wie sieht die Gepäck-Situation im Abteil aus?
Wertsachen? Knastpritschen oder eher Wasserbettfeeling? Wunschwecken,
Zwangsweckung mit allen oder gar kein Wecken?

Wieviele Waschräume/Klos pro Wagen?

Sammelt der Betreuer die Ausweise ein oder spürt man um sechs Uhr
morgens hinter Flensburg die geplante dänische Schengenumsetzung?

Und ja, ich hab die CNL-Broschüre gelesen. Die ist nur mittelmässig
erhellend, und danke CNL-Schlafwagenerfahrung weiss ich auch dass alle
Theorie grau ist...


Grüsse

Patrick
Bodo G. Meier
2011-06-16 13:56:13 UTC
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Post by Patrick Rudin
Ich kenne zwar die Schlafwagen in den Doppelstock-CNL, aber bin seit den
frühen 80ern nie mehr Liegewagen gefahren.
Demnächst nun auf der Achse Basel-Flensburg-Kopenhagen. Was wird da für
Rollmaterial (4er und 6er-Liegen) verwendet? Wie annodamals? Fenster,
Klima, Zwangsklima, Lüftung? Eisbärenzüchtung, Sauna?
Gepäckraum irgendwo? Wie sieht die Gepäck-Situation im Abteil aus?
Wertsachen? Knastpritschen oder eher Wasserbettfeeling? Wunschwecken,
Zwangsweckung mit allen oder gar kein Wecken?
Wieviele Waschräume/Klos pro Wagen?
Sammelt der Betreuer die Ausweise ein oder spürt man um sechs Uhr
morgens hinter Flensburg die geplante dänische Schengenumsetzung?
Und ja, ich hab die CNL-Broschüre gelesen. Die ist nur mittelmässig
erhellend, und danke CNL-Schlafwagenerfahrung weiss ich auch dass alle
Theorie grau ist...
Ich bin im Mai letzten Jahres von Kopenhagen nach Freiburg im
4er-Liegewagenabteil gefahren. Obwohl ich eher Schlafwagen Single-Fan
bin, war die Fahrt weitaus angenehmer als befürchtet.
Die Liege war auch nicht härter als das untere Bett in den
Doppeldecker-Kaninchenställen. Ich kann mich nicht erinnern, es als
unangenehm warm empfunden zu haben (normalerweise sind alle Schlafwagen
zu warm, finde ich).
Ausweispapiere wurden durch den Betreuer nicht eingesammelt. In
Flensdorf ging Bundespolizei durch den Zug und überprüfte die Identität
der "üblichen Verdächtigen".
Ich kann mich gar nicht erinnern, dass überhaupt ein Betreuer in
Erscheinung getreten ist, aber da das Abteil erst nach Flensburg in
Nachtstellung gebracht wurde, muss wohl einer da gewesen sein...
Oder doch, ich glaube, er hat mir noch erklärt, dass die obere Liege
(eigentlich die mittlere, aber die obere ist ja bei 4er-Belegung ganz
weggeklappt) nicht mehr in die höhere Stellung gebracht werden dürfe,
weil da schon Unfälle passiert seien. Was ich schade fand, weil man dann
auf der unteren Liege mehr Kopffreiheit hätte.

An Waschräume erinnere ich mich von der Fahrt gar nicht. Aber 2007 sind
wir im 4er von Hamburg nach Freiburg gefahren und da war die
Waschgelegenheit ein Witz. Ein winziges Kabuff mit Tür zum Seitengang.
Ich habe mir als soziale Tat abends die Füsse im Waschbecken gewaschen
und dabei den Durchgang komplett blockiert. Nervig! :-(

Ich meine, es gibt normalerweise an jedem Wagenende 1 Toilette und 1
Waschgelegenheit. Kann mich aber auch irren bzw. es könnte ja
Bauartunterschiede geben. Mein Abteil war in dem Wagen mit
Fahrradstellplätzen.

Gruss
Bodo
--
Bodo G. Meier * dr. rer. nat. * Trondheim * Norway
http://home.broadpark.no/~bodogm/
Ralph A. Schmid, dk5ras
2011-06-16 16:44:22 UTC
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Post by Bodo G. Meier
Ich bin im Mai letzten Jahres von Kopenhagen nach Freiburg im
4er-Liegewagenabteil gefahren. Obwohl ich eher Schlafwagen Single-Fan
bin, war die Fahrt weitaus angenehmer als befürchtet.
Schlafwagenerfahrung habe ich bisher nur aus der Bergenbahn, woran ich
durch Dein andere Posting eben erinnert wurde :) Da waren meine Frau
und ich im Zweier, es war eng, aber eigentlich angenehm und
erträglich...


-ras
--
Ralph A. Schmid

http://www.dk5ras.de/ http://www.db0fue.de/
http://www.bclog.de/
Martin Bienwald
2011-06-17 08:43:26 UTC
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Post by Patrick Rudin
Demnächst nun auf der Achse Basel-Flensburg-Kopenhagen. Was wird da für
Rollmaterial (4er und 6er-Liegen) verwendet? Wie annodamals? Fenster,
Klima, Zwangsklima, Lüftung? Eisbärenzüchtung, Sauna?
Auf der Strecke bin ich vor zwei Wochen im Liegewagen gefahren. Für 4er-
und 6er-Belegung werden dieselben Wagen benutzt, ein Abteil wird je nach
Bedarf zum 4er oder 6er erklärt.

Die Liegewagen sind (anscheinend) solche von "annodamals", allerdings
umgebaut/modernisiert. Fenster sind verschlossen, (Zwangs-)Klimaanlage
vorhanden. Die Temperatur kannst du für dein Abteil selber regeln
(Regler unter dem Fenster, funktioniert auch). Du mußt dich also "nur"
mit deinen Mitreisenden einigen, ob ihr lieber Eisbären oder Sauna-
besucher seid.
Post by Patrick Rudin
Gepäckraum irgendwo?
Falls du den Wagen mit Fahrradabteil erwischst, kannst du da neben den
Fahrrädern vermutlich auch ein paar größere Gepäckstücke unterbringen.

Sonst gibts keinen.
Post by Patrick Rudin
Wie sieht die Gepäck-Situation im Abteil aus?
Der Raum über dem Seitengang ist als Gepäckablage hergerichtet und
vom Abteil zugänglich (also ganz wie annodamals). Außerdem kann Gepäck
unter den unteren Liegen liegen.
Post by Patrick Rudin
Wertsachen?
Kann man wohl beim Betreuer abgeben (?) oder mit ins Bett nehmen. Neben
jeder Liege gibt es eine netzartige Vorrichtung, in die man kleineren
Kram stecken kann.

Das Abteil kann von innen verriegelt werden.
Post by Patrick Rudin
Knastpritschen oder eher Wasserbettfeeling?
Eher hart, aber erträglich.
Post by Patrick Rudin
Wunschwecken, Zwangsweckung mit allen oder gar kein Wecken?
Wunschwecken, bei größerer Verspätung wird entsprechend später geweckt
(laut Aussage des Betreuers, ich konnte das bei 2 bzw. 4 Minuten Verspätung
nicht wirklich überprüfen).
Post by Patrick Rudin
Wieviele Waschräume/Klos pro Wagen?
Drei Waschräume und zwei Klos. Der Wagen mit Fahrradabteil hat weniger,
ich weiß aber nicht mehr wie viele.
Post by Patrick Rudin
Sammelt der Betreuer die Ausweise ein oder spürt man um sechs Uhr
morgens hinter Flensburg die geplante dänische Schengenumsetzung?
Die Ausweise behält man. Auf dem Weg nach Kopenhagen kamen irgendwo
vor Flensburg leicht unausgeschlafene, aber ansonsten freundliche
Bundespolizisten durch und wollten Ausweise sehen. Auf dem Rückweg
hat niemand danach gefragt.

... Martin
Bodo G. Meier
2011-06-17 09:23:11 UTC
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Post by Martin Bienwald
Post by Patrick Rudin
Demnächst nun auf der Achse Basel-Flensburg-Kopenhagen. Was wird da für
Rollmaterial (4er und 6er-Liegen) verwendet? Wie annodamals? Fenster,
Klima, Zwangsklima, Lüftung? Eisbärenzüchtung, Sauna?
Auf der Strecke bin ich vor zwei Wochen im Liegewagen gefahren. Für 4er-
und 6er-Belegung werden dieselben Wagen benutzt, ein Abteil wird je nach
Bedarf zum 4er oder 6er erklärt.
[...]
Post by Martin Bienwald
Post by Patrick Rudin
Sammelt der Betreuer die Ausweise ein oder spürt man um sechs Uhr
morgens hinter Flensburg die geplante dänische Schengenumsetzung?
Die Ausweise behält man. Auf dem Weg nach Kopenhagen kamen irgendwo
vor Flensburg leicht unausgeschlafene, aber ansonsten freundliche
Bundespolizisten durch und wollten Ausweise sehen.
Ich erlebe seit Jahren im grenzüberschreitenden Zugverkehr nach/von
Dänemark, dass regelmässig deutsche Beamte die Ausweise kontrollieren.
Entweder BuPo in Flensburg oder der "Greiftrupp in Zivil" des Zoll
zwischen Lübeck und Puttgarden.
Also genau das, was Dänemark jetzt auf seiner Seite einführen will.

Gruss,
Bodo
--
Bodo G. Meier * dr. rer. nat. * Trondheim * Norway
http://home.broadpark.no/~bodogm/
Holger Metschulat
2011-06-17 10:03:12 UTC
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Am 2011-06-17 11:23, schrieb Bodo G. Meier:
Hallo,
Post by Bodo G. Meier
Ich erlebe seit Jahren im grenzüberschreitenden Zugverkehr nach/von
Dänemark, dass regelmässig deutsche Beamte die Ausweise kontrollieren.
Entweder BuPo in Flensburg oder der "Greiftrupp in Zivil" des Zoll
zwischen Lübeck und Puttgarden.
Also genau das, was Dänemark jetzt auf seiner Seite einführen will.
Das kann ich leider bestätigen. Am Komfort des Nachreisezugverkehrs hat
sich seitens der Bahn einiges geändert, aber Zoll/BuPo sorgen immer noch
dafür, daß man nachts geweckt wird. Wer schlecht wieder einschlafen
kann, hat Pech gehabt.

Bin letztens innerdeutsch nach München gefahren (Zug kam aus Amsterdam),
hinter Stuttgart kam der Zoll in Zivil durch und hat im ganzen Wagen
eine Razzia gemacht (in jedem Abteil alle Leute raus auf den Gang (so,
wie man im Bett gelegen hat, nix mit was überziehen), jeder einzeln
rein, sein Bett und sein Gepäck auspacken). Natürlich alles ohne
Entschuldigung oder Nennung eines Grundes. Auf dem Rückweg das gleiche.
Ich weiß nicht, was das soll. Die Akzeptanz des Nachtzugverkehrs wird
dadurch nicht unbedingt gesteigert.

Zum Thema Ausweise kontrollieren, früher konnte man die beim
Schlafwagenbetreuer abgeben, und man wurde nachts nicht gestört. Das
scheint heute auch nicht mehr zu funktionieren.
--
Gruss * Holger Metschulat
Holger * e-mail: ***@stellwerke.de, http://home.arcor.de/estw
"Internet-Nutzung ist ein Privileg und kein Recht."
(Rechnerraum-Ordnung an der Uni von 1994)
Valentin Brückel
2011-06-17 10:14:08 UTC
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Post by Holger Metschulat
Zum Thema Ausweise kontrollieren, früher konnte man die beim
Schlafwagenbetreuer abgeben, und man wurde nachts nicht gestört. Das
scheint heute auch nicht mehr zu funktionieren.
Das geht doch in Zeiten des internationalen Terrorismus auf gar keinen Fall
niemals nicht mehr! So einen bösen Terroristen, Islamisten oder
Raubmordkopierer kann doch nur ein geschulter Polizist erkennen, der ihm
Auge in Auge gegenübersteht!

Warum darf man eigentlich immer noch Flüssigkeiten in Zügen mitnehmen? Und
wo sind die Sprengstoffhunde?

Meinjanur,

Val, es lebe die Terrorpanik!
Frank Hucklenbroich
2011-06-17 12:04:12 UTC
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Post by Holger Metschulat
Bin letztens innerdeutsch nach München gefahren (Zug kam aus Amsterdam),
hinter Stuttgart kam der Zoll in Zivil durch und hat im ganzen Wagen
eine Razzia gemacht (in jedem Abteil alle Leute raus auf den Gang (so,
wie man im Bett gelegen hat, nix mit was überziehen), jeder einzeln
rein, sein Bett und sein Gepäck auspacken). Natürlich alles ohne
Entschuldigung oder Nennung eines Grundes. Auf dem Rückweg das gleiche.
Ich weiß nicht, was das soll.
Du schriebst doch, daß der Zug aus Amsterdam kam. Das war der Koks-Express
für die Münchner Schickeria ;-)
Post by Holger Metschulat
Die Akzeptanz des Nachtzugverkehrs wird
dadurch nicht unbedingt gesteigert.
Was interessiert das den Zoll? Die wären vermutlich froh, wenn sie nachts
keine Züge kontrollieren müßten.
Post by Holger Metschulat
Zum Thema Ausweise kontrollieren, früher konnte man die beim
Schlafwagenbetreuer abgeben, und man wurde nachts nicht gestört. Das
scheint heute auch nicht mehr zu funktionieren.
Macht ja auch wenig Sinn, da kannst Du dann auch den Ausweis Deines Kumpels
abgeben und ungestört die Grenze passieren, wenn Du gerade auf der Flucht
bist. Oder hat der Schlafwagenbetreuer früher ernsthaft die Fotos im
Ausweis mit den Gesichtern der Reisenden verglichen?

Grüße,

Frank
Ralph A. Schmid, dk5ras
2011-06-17 13:02:28 UTC
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Post by Holger Metschulat
Bin letztens innerdeutsch nach München gefahren (Zug kam aus Amsterdam),
hinter Stuttgart kam der Zoll in Zivil durch und hat im ganzen Wagen
eine Razzia gemacht (in jedem Abteil alle Leute raus auf den Gang (so,
wie man im Bett gelegen hat, nix mit was überziehen),
Also quasi ggf. nackig im Gang stehen. Was es alles gibt...


-ras
--
Ralph A. Schmid

http://www.dk5ras.de/ http://www.db0fue.de/
http://www.bclog.de/
Bodo G. Meier
2011-06-17 14:27:28 UTC
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Post by Ralph A. Schmid, dk5ras
Post by Holger Metschulat
Bin letztens innerdeutsch nach München gefahren (Zug kam aus Amsterdam),
hinter Stuttgart kam der Zoll in Zivil durch und hat im ganzen Wagen
eine Razzia gemacht (in jedem Abteil alle Leute raus auf den Gang (so,
wie man im Bett gelegen hat, nix mit was überziehen),
Also quasi ggf. nackig im Gang stehen. Was es alles gibt...
Fragt sich, ob das mit Gefahr im Verzug bzw. Verdunkelungsgefahr
gerechtfertigt werden kann?

Gruss,
Bodo
--
Bodo G. Meier * dr. rer. nat. * Trondheim * Norway
http://home.broadpark.no/~bodogm/
Ralph A. Schmid, dk5ras
2011-06-17 17:11:57 UTC
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Post by Bodo G. Meier
Fragt sich, ob das mit Gefahr im Verzug bzw. Verdunkelungsgefahr
gerechtfertigt werden kann?
Sich ein Handtuch oder die Bettdecke umzubinden sollte drin sein.
Andernfalls würde ich eine Beschwerde in Betracht ziehen...


-ras
--
Ralph A. Schmid

http://www.dk5ras.de/ http://www.db0fue.de/
http://www.bclog.de/
Fa.lk S.ch.a.de
2011-06-17 17:57:16 UTC
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Post by Ralph A. Schmid, dk5ras
Post by Bodo G. Meier
Fragt sich, ob das mit Gefahr im Verzug bzw. Verdunkelungsgefahr
gerechtfertigt werden kann?
Sich ein Handtuch oder die Bettdecke umzubinden sollte drin sein.
Andernfalls würde ich eine Beschwerde in Betracht ziehen...
Hinterher darf man sich selbstverständlich beschweren. Das entsprechende
YouTube Video kann man dann gleich als Beweis heranziehen.
Martin Hoffmann
2011-06-23 06:12:26 UTC
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Post by Holger Metschulat
Hallo,
Post by Bodo G. Meier
Ich erlebe seit Jahren im grenzüberschreitenden Zugverkehr nach/von
Dänemark, dass regelmässig deutsche Beamte die Ausweise kontrollieren.
Entweder BuPo in Flensburg oder der "Greiftrupp in Zivil" des Zoll
zwischen Lübeck und Puttgarden.
Also genau das, was Dänemark jetzt auf seiner Seite einführen will.
Das kann ich leider bestätigen. Am Komfort des Nachreisezugverkehrs hat
sich seitens der Bahn einiges geändert, aber Zoll/BuPo sorgen immer noch
dafür, daß man nachts geweckt wird. Wer schlecht wieder einschlafen
kann, hat Pech gehabt.
Falls jemand die zuständige Stelle bei der EU kennt, bei der man sich
über diese und andere dauernde Verstösse gegen das Schengener Abkommen
beklagen kann, wäre ich dankbar. Was ernsthaftes kann man dagegen
vermutlich nicht unternehmen, obwohl ich arg Lust dazu hätte.
Post by Holger Metschulat
Zum Thema Ausweise kontrollieren, früher konnte man die beim
Schlafwagenbetreuer abgeben, und man wurde nachts nicht gestört. Das
scheint heute auch nicht mehr zu funktionieren.
Theoretisch braucht man das ja an einer Innengrenze des Schengengebiets
auch gar nicht. Da waren die Bahnunternehmen wohl ein wenig gutgläubig.

Gruss,
Martin
Bodo G. Meier
2011-06-23 07:12:08 UTC
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Post by Martin Hoffmann
Post by Holger Metschulat
Hallo,
Post by Bodo G. Meier
Ich erlebe seit Jahren im grenzüberschreitenden Zugverkehr nach/von
Dänemark, dass regelmässig deutsche Beamte die Ausweise kontrollieren.
Entweder BuPo in Flensburg oder der "Greiftrupp in Zivil" des Zoll
zwischen Lübeck und Puttgarden.
Also genau das, was Dänemark jetzt auf seiner Seite einführen will.
Das kann ich leider bestätigen. Am Komfort des Nachreisezugverkehrs hat
sich seitens der Bahn einiges geändert, aber Zoll/BuPo sorgen immer noch
dafür, daß man nachts geweckt wird. Wer schlecht wieder einschlafen
kann, hat Pech gehabt.
Falls jemand die zuständige Stelle bei der EU kennt, bei der man sich
über diese und andere dauernde Verstösse gegen das Schengener Abkommen
beklagen kann, wäre ich dankbar. Was ernsthaftes kann man dagegen
vermutlich nicht unternehmen, obwohl ich arg Lust dazu hätte.
Dazu müsste man wohl über einen definierten Zeitraum alle Züge
beobachten, die die deutsch-dänische Grenze passieren und eine Statistik
führen. Wenn nur in einem Fall /nicht/ kontrolliert wird, dient das
bestimmt als Argument, dass es sich nur um gelegentliche Stichproben
handelt.
Post by Martin Hoffmann
Post by Holger Metschulat
Zum Thema Ausweise kontrollieren, früher konnte man die beim
Schlafwagenbetreuer abgeben, und man wurde nachts nicht gestört. Das
scheint heute auch nicht mehr zu funktionieren.
Theoretisch braucht man das ja an einer Innengrenze des Schengengebiets
auch gar nicht. Da waren die Bahnunternehmen wohl ein wenig gutgläubig.
Ich fürchte, dass das Schengenabkommen von den Exekutivorganen längst
dahingehend interpretiert wird, dass Personenkontrollen an den Grenzen
nicht zwingend sind, aber dort wie auch überall im Binnenland jederzeit
vorgenommen werden können. Eine Begründung (Stichprobe, Gefahrenlage
usw.) lässt sich immer finden. :-(

Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass der Europagedanke im
Absterben begriffen ist. Die Generation, die die Schrecken des 2.
Weltkrieges noch unmittelbar am eigenen Leib erfahren und den Gedanken
an ein geeintes, friedliches Europa entwickelt hat, stirbt aus. Heute
regieren die Technokraten und Fondsverwalter. Für ein geeintes Europa
reicht es eben *nicht* aus, die EU möglichst rasch zu erweitern.
Wenn sich Europa nicht /zusammenreisst/, kauft China in einigen
Jahrzehnten die Reste auf dem Flohmarkt auf.

Gruss,
Bodo
--
Bodo G. Meier * dr. rer. nat. * Trondheim * Norway
http://home.broadpark.no/~bodogm/
Stefan+ (Stefan Froehlich)
2011-06-23 09:25:19 UTC
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Post by Bodo G. Meier
Post by Martin Hoffmann
Post by Holger Metschulat
Post by Bodo G. Meier
Ich erlebe seit Jahren im grenzüberschreitenden Zugverkehr
nach/von Dänemark, dass regelmässig deutsche Beamte die
Ausweise kontrollieren.
Ist an der oesterreichisch/deutschen Grenze auch nicht grossartig
anders.
Post by Bodo G. Meier
Post by Martin Hoffmann
Post by Holger Metschulat
Das kann ich leider bestätigen. Am Komfort des
Nachreisezugverkehrs hat sich seitens der Bahn einiges
geändert, aber Zoll/BuPo sorgen immer noch dafür, daß man
nachts geweckt wird. Wer schlecht wieder einschlafen kann, hat
Pech gehabt.
Falls jemand die zuständige Stelle bei der EU kennt, bei der man
sich über diese und andere dauernde Verstösse gegen das
Schengener Abkommen beklagen kann, wäre ich dankbar. Was
ernsthaftes kann man dagegen vermutlich nicht unternehmen,
obwohl ich arg Lust dazu hätte.
Dazu müsste man wohl über einen definierten Zeitraum alle Züge
beobachten, die die deutsch-dänische Grenze passieren und eine
Statistik führen. Wenn nur in einem Fall /nicht/ kontrolliert
wird, dient das bestimmt als Argument, dass es sich nur um
gelegentliche Stichproben handelt.
Zumindestens bei at/de _wird_ nur stichprobenartig kontrolliert,
allerdings hat sich die Zahl der Stichproben seit dem
Schengen-Beitritt Oesterreichs merklich erhoeht. Was frueher eine
Grenzkontrolle war, ist nun halt eine Schleierfahndung. Und ja, die
kontrollieren gnadenlos auch im Liege- und Schlafwagen, teilweise
sogar mit telefonischer Durchgabe der Personendaten an die Zentrale.

Ich habe mich einmal bei einem der Beamten ueber die Haeufigkeit der
Kontrollen beschwert, da meinte er "wenn Sie wuessten, was wir da
alles herausfischen, waeren sei froh darueber". Alleine, mir fehlt
da irgendwie der Glaube.
Post by Bodo G. Meier
Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass der Europagedanke
im Absterben begriffen ist. Die Generation, die die Schrecken des
2. Weltkrieges noch unmittelbar am eigenen Leib erfahren und den
Gedanken an ein geeintes, friedliches Europa entwickelt hat,
stirbt aus.
Das greift in meinen Augen genauso zu kurz, wie die Idee, binnen
einer Generation ein vereintes Europa schaffen zu koennen. Selbst
die USA haben mehrere Jahrhunderte dafuer benoetigt, und die hatten
deutlich weniger emotionale Altlasten mit sich herumzuschleppen, als
Europa.

Servus,
Stefan
--
http://kontaktinser.at/ - die kostenlose Kontaktboerse fuer Oesterreich
Offizieller Erstbesucher(TM) von mmeike

Stefan. Für ölige Magen in murkligen Galaxien!
(Sloganizer)
Holger Koetting
2011-06-23 18:33:47 UTC
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Post by Stefan+ (Stefan Froehlich)
Ist an der oesterreichisch/deutschen Grenze auch nicht grossartig
anders.
Da habe ich in den letzten Jahren gar keine Kontrolle mehr
erlebt, außer den Gesichtskontrollen der bayrischen Grenzpolizei.
Oder daß gelegentlich ganz unauffällige Personen mit Laptop durch
den ICE marschieren.
Letzte Woche im Nachtzug nach Wien tauchten hinter Linz allerdings
ein paar zivile österreichische Kontrolleure auf und haben eine
Vollkontrolle veranstaltet.
Post by Stefan+ (Stefan Froehlich)
Ich habe mich einmal bei einem der Beamten ueber die Haeufigkeit der
Kontrollen beschwert, da meinte er "wenn Sie wuessten, was wir da
alles herausfischen, waeren sei froh darueber". Alleine, mir fehlt
da irgendwie der Glaube.
Naja, Rausfischen heißt ja nicht, daß das auch ein Erfolgstreffer
ist. :-(

Gruß,

Holger K. aus D.
--
Streckenstillegung? Nein, es wird nur nichts bestellt!

E-Mail: ***@gmx.de
Homepage: http://www.student.informatik.tu-darmstadt.de/~koetting
Martin Hoffmann
2011-06-23 15:56:27 UTC
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Permalink
Post by Bodo G. Meier
Post by Martin Hoffmann
Falls jemand die zuständige Stelle bei der EU kennt, bei der man sich
über diese und andere dauernde Verstösse gegen das Schengener Abkommen
beklagen kann, wäre ich dankbar. Was ernsthaftes kann man dagegen
vermutlich nicht unternehmen, obwohl ich arg Lust dazu hätte.
Dazu müsste man wohl über einen definierten Zeitraum alle Züge
beobachten, die die deutsch-dänische Grenze passieren und eine Statistik
führen. Wenn nur in einem Fall /nicht/ kontrolliert wird, dient das
bestimmt als Argument, dass es sich nur um gelegentliche Stichproben
handelt.
Meine Beschwerde beträfe im wesentlichen Norwegen, das regelmässig
sämtliche Passagiere eines in Gardermoen ankommenden Flugzeugs einer
Passkontrolle direkt an der Jetway unterzieht und zudem auf dem
Landgrenze Zollkontrollen durchführt, bei denen nur Fahrzeuge mit
ausländischen Kennzeichen angehalten werden und in deren Verlauf
keinerlei Fragen zu den mitgeführten Gegenständen gestellt werden
sondern ausschliesslich solche nach dem Grund für den Aufenthalt in
Norwegen (wobei auch versucht wurde, die Telefonnummern von Kollegen zu
verifizieren).
Post by Bodo G. Meier
Post by Martin Hoffmann
Post by Holger Metschulat
Zum Thema Ausweise kontrollieren, früher konnte man die beim
Schlafwagenbetreuer abgeben, und man wurde nachts nicht gestört. Das
scheint heute auch nicht mehr zu funktionieren.
Theoretisch braucht man das ja an einer Innengrenze des Schengengebiets
auch gar nicht. Da waren die Bahnunternehmen wohl ein wenig gutgläubig.
Ich fürchte, dass das Schengenabkommen von den Exekutivorganen längst
dahingehend interpretiert wird, dass Personenkontrollen an den Grenzen
nicht zwingend sind, aber dort wie auch überall im Binnenland jederzeit
vorgenommen werden können. Eine Begründung (Stichprobe, Gefahrenlage
usw.) lässt sich immer finden. :-(
Sie sind an den Grenzen nicht nur nicht zwingend, sie haben nicht
stattzufinden. Auch Zollkontrollen an den Grenzen zu Schengenstaaten,
die nicht Teil der Zollunion sind, dürfen nur stichprobenartig
durchgeführt werden und nicht in einer Art, die geeignet ist, den freien
Grenzübertritt zu behindern. Eine halbe Stunde aufgehalten zu werden,
dürfte das verletzen, zumal anhand der Pässe klar ist, dass es sich bei
den Einreisenden um Unionsbürger handelt und nicht um irgendwen, der ins
grossartige Norwegen will, um dort Sozialleistungen zu schnorren. (Sowas
macht man bekanntlich schliesslich in der Schweiz.)
Post by Bodo G. Meier
Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass der Europagedanke im
Absterben begriffen ist. Die Generation, die die Schrecken des 2.
Weltkrieges noch unmittelbar am eigenen Leib erfahren und den Gedanken
an ein geeintes, friedliches Europa entwickelt hat, stirbt aus. Heute
regieren die Technokraten und Fondsverwalter.
Es sind nicht die Technokraten und Fondsverwalter, die den
Europagedanken ruinieren, sondern die Populisten aller Coleur, für die
Europa ein dankenswerter Sündenbock für alles ist. Es ist halt schade,
dass die EU so jämmerlich darin versagt, sich und ihre Leistungen
zu verkaufen.

Gruss,
Martin
Moritz Kipp
2011-06-23 16:15:32 UTC
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Permalink
Post by Martin Hoffmann
Sie sind an den Grenzen nicht nur nicht zwingend, sie haben nicht
stattzufinden.
Deshalb werden diese Kontrollen auch auf dem Weg zur Grenze
durchgeführt, hier werden regelmäßig durch Beamte in Zivil Personen
kontrolliert, die einen Anfangsverdacht begründen.

Dies erlebte ich aber nicht nur im Nachtzugverkehr, auch im
innerdeutschen Regional- und Fernverkehr gibt es solche Kontrollen. Das
sind die logischen Auswirkungen fehlender Grenzkontrollen.

Gruß
MK
Bodo G. Meier
2011-06-23 17:28:41 UTC
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Post by Martin Hoffmann
Post by Bodo G. Meier
Post by Martin Hoffmann
Falls jemand die zuständige Stelle bei der EU kennt, bei der man
sich über diese und andere dauernde Verstösse gegen das
Schengener Abkommen beklagen kann, wäre ich dankbar. Was
ernsthaftes kann man dagegen vermutlich nicht unternehmen, obwohl
ich arg Lust dazu hätte.
Dazu müsste man wohl über einen definierten Zeitraum alle Züge
beobachten, die die deutsch-dänische Grenze passieren und eine
Statistik führen. Wenn nur in einem Fall /nicht/ kontrolliert wird,
dient das bestimmt als Argument, dass es sich nur um gelegentliche
Stichproben handelt.
Meine Beschwerde beträfe im wesentlichen Norwegen, das regelmässig
sämtliche Passagiere eines in Gardermoen ankommenden Flugzeugs einer
Passkontrolle direkt an der Jetway unterzieht und zudem auf dem
Landgrenze Zollkontrollen durchführt, bei denen nur Fahrzeuge mit
ausländischen Kennzeichen angehalten werden und in deren Verlauf
keinerlei Fragen zu den mitgeführten Gegenständen gestellt werden
sondern ausschliesslich solche nach dem Grund für den Aufenthalt in
Norwegen (wobei auch versucht wurde, die Telefonnummern von Kollegen
zu verifizieren).
Die Öl- und Lachswi^H^H^H^H^Hproduzenten hier, die so stolz darauf sind,
nicht in der EU und was besseres zu sein, hätte ich gar nicht mit ins
Schengengebiet genommen. :-P
Im Januar und April bin ich jeweils über Oslo Hjortneskai als
Fusspassagier eingereist, mit nicht wenig Gepäck. Da ich dann sowieso
immer bis 14:15 Uhr auf den nächsten Zug nach Trondheim warten muss,
habe ich durchaus Lust, mir die Zeit mit ein bisschen troublemaking zu
verkürzen. Aber bisher haben mich die Schnüffler in ihrer Abseite trotz
meines frechen Grinsens nie rausgepickt. ;->>

Im Oktober stellte die "schwarze Gang" den Nabotog von Kopperå bis
Trondheim S auf den Kopf. Offenbar suchten die gezielt nach herrenlosem
Gepäck, hehe. Nachdem ich den grossen Koffer als meinen angegeben und
mich mit meinem Pass als deutscher EU-Bürger mit Wohnsitz in Norwegen
ausgewiesen hatte, bat ich darum, die deutsche Botschaft zu
verständigen, falls sie mich einer Straftat verdächtigen würden.
Selbstverständlich auf Englisch. Man liess mich sofort in Ruhe. :->

Im Dezember winkte die mobile Zollkontrolleinheit der Norweger in
Storlien tatsächlich mal den Einkaufsbus auf der Rückfahrt nach
Trondheim raus. Und dann "Alle raus!" mit Taschen, Tüten und Rucksäcken
in einer Halle aufstellen und auf Aufforderung an einen langen Tisch
vortreten. Das löste bei mir doch bestimmte Bilder im Kopf aus...
Die hatten zwar nicht mal einen Schnüffelhund dabei, um illegale Drogen
zu finden, haben aber Leute sogar die Mützen abnehmen lassen und in
Manteltaschen gewühlt, bloss um evtl. eine Dose Schnupftabak <ekel>
zuviel zu finden! :-(((
Die aggressiv-gehemmten Norgis haben das alles wie die berühmte
Schafherde über sich ergehen lassen.
Ich hatte nicht zuviel Allohol und Zigaretten sowieso keine eingekauft
und habe spasseshalber mal auf Deutsch hörbar rumgenörgelt und wurde
dann von einem jungen Beamten zur Seite gebeten. Dem habe ich meine
Quittungen und meinen seit 2 Jahren abgelaufenen Perso unter die Nase
gehalten und wieder den Spruch mit der Botschaft gebracht. Ich durfte
sofort gehen und wieder in den Bus einsteigen.
Post by Martin Hoffmann
Auch Zollkontrollen an den Grenzen zu Schengenstaaten, die nicht Teil
der Zollunion sind, dürfen nur stichprobenartig durchgeführt werden
und nicht in einer Art, die geeignet ist, den freien Grenzübertritt
zu behindern. Eine halbe Stunde aufgehalten zu werden, dürfte das
verletzen, zumal anhand der Pässe klar ist, dass es sich bei den
Einreisenden um Unionsbürger handelt und nicht um irgendwen, der ins
grossartige Norwegen will, um dort Sozialleistungen zu schnorren.
Bruhaha! :->>
Ich gebe zu, als Deutscher hat man noch sehr gut lachen, wenn man sich
mit den richtigen armen Schweinen vergleicht... :-(

Gruss,
Bodo
--
Bodo G. Meier * dr. rer. nat. * Trondheim * Norway
http://home.broadpark.no/~bodogm/
Martin Hoffmann
2011-06-23 19:35:33 UTC
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Post by Bodo G. Meier
Die Öl- und Lachswi^H^H^H^H^Hproduzenten hier, die so stolz darauf sind,
nicht in der EU und was besseres zu sein, hätte ich gar nicht mit ins
Schengengebiet genommen. :-P
Wollte ja auch niemand. Aber dann hätten sie ja ihre Passunion mit
Schweden aufgeben müssen und wer hätte dann in Oslo kellnern sollen?
Post by Bodo G. Meier
Im Januar und April bin ich jeweils über Oslo Hjortneskai als
Fusspassagier eingereist, mit nicht wenig Gepäck. Da ich dann sowieso
immer bis 14:15 Uhr auf den nächsten Zug nach Trondheim warten muss,
Solltest du ab nächste Woche machen. Da darfst du dann nach Lillestrøm
laufen, weil der grösste Teil von Oslo S nebst den wichtigen
Zulaufstrecken für sechs Wochen zugemacht wird. Wochenends dann auch
noch die T-Bane zwischen Jernbanetorget und Majorstua, nur, damit es
richtig Spass macht.

Ist ja richtig, dass die Infrastruktur die Vollreparatur dringendst
nötig hat, alle Norweger ohnehin på hytta sind und sich nur noch ein
paar verwirrte Touristen in Oslo rumtreiben, aber geht das nicht
vielleicht doch anders? Allerdings sind wohl deutsche Firmen beteiligt
und da ist solcherlei ja in letzter Zeit auch zur beliebten Unsitte
geworden.

Gruss,
Mar"Rant over"tin
Bodo G. Meier
2011-06-23 19:42:41 UTC
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Post by Martin Hoffmann
Post by Bodo G. Meier
Im Januar und April bin ich jeweils über Oslo Hjortneskai als
Fusspassagier eingereist, mit nicht wenig Gepäck. Da ich dann sowieso
immer bis 14:15 Uhr auf den nächsten Zug nach Trondheim warten muss,
Solltest du ab nächste Woche machen. Da darfst du dann nach Lillestrøm
laufen, weil der grösste Teil von Oslo S nebst den wichtigen
Zulaufstrecken für sechs Wochen zugemacht wird.
Ja, ich weiss. Ich wollte ggf. mein Fahrrad von Trondheim mit nach
Deutschland nehmen.
D.h. in Lillestrøm morgens um 6 aus dem Nachtzug fallen, in einen
Lokalzug nach Bryn umsteigen, vom Bhf. Bryn zur T-bane-stasjon
Brynsbakken laufen, dort in einen T-bane-Zug nach Nationaltheatret
(wieso eigentlich nicht Nasjonalteatret...?). :-((
Von Bryn aus könnte man ja locker mit dem Rad fahren, wenn man nicht
einen nicht leichten Rucksack auf dem Buckel hätte...

Gruss,
Bodo
--
Bodo G. Meier * dr. rer. nat. * Trondheim * Norway
http://home.broadpark.no/~bodogm/
Martin Hoffmann
2011-06-23 19:44:46 UTC
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Post by Bodo G. Meier
Post by Martin Hoffmann
Post by Bodo G. Meier
Im Januar und April bin ich jeweils über Oslo Hjortneskai als
Fusspassagier eingereist, mit nicht wenig Gepäck. Da ich dann sowieso
immer bis 14:15 Uhr auf den nächsten Zug nach Trondheim warten muss,
Solltest du ab nächste Woche machen. Da darfst du dann nach Lillestrøm
laufen, weil der grösste Teil von Oslo S nebst den wichtigen
Zulaufstrecken für sechs Wochen zugemacht wird.
Ja, ich weiss. Ich wollte ggf. mein Fahrrad von Trondheim mit nach
Deutschland nehmen.
D.h. in Lillestrøm morgens um 6 aus dem Nachtzug fallen, in einen
Lokalzug nach Bryn umsteigen, vom Bhf. Bryn zur T-bane-stasjon
Brynsbakken laufen, dort in einen T-bane-Zug nach Nationaltheatret
(wieso eigentlich nicht Nasjonalteatret...?). :-((
Von Bryn aus könnte man ja locker mit dem Rad fahren, wenn man nicht
einen nicht leichten Rucksack auf dem Buckel hätte...
Und ich beklage mich, dass ich beim Flytoget in Lillestrøm in einen Bus
direkt nach Skøyen umsteigen muss ;)

Gruss,
Martin
Oliver Schnell
2011-06-24 07:33:09 UTC
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Post by Bodo G. Meier
Die Öl- und Lachswi^H^H^H^H^Hproduzenten hier, die so stolz darauf sind,
nicht in der EU und was besseres zu sein, hätte ich gar nicht mit ins
Schengengebiet genommen. :-P
Ich bin mir nicht sicher, aber kann das nicht daran gelegeen haben, dass
die skandinavischen Staaten bereits deutlich vor Schengen, ein
vergleichbares Abkommen untereinander hatten und da man dieses mit
der Einführung von Schengen nicht aufgeben wollte, deshalb die
Norweger gleich mitnahm?


Oliver Schnell
Martin Hoffmann
2011-06-24 16:26:09 UTC
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Post by Oliver Schnell
Post by Bodo G. Meier
Die Öl- und Lachswi^H^H^H^H^Hproduzenten hier, die so stolz darauf sind,
nicht in der EU und was besseres zu sein, hätte ich gar nicht mit ins
Schengengebiet genommen. :-P
Ich bin mir nicht sicher, aber kann das nicht daran gelegeen haben, dass
die skandinavischen Staaten bereits deutlich vor Schengen, ein
vergleichbares Abkommen untereinander hatten und da man dieses mit
der Einführung von Schengen nicht aufgeben wollte, deshalb die
Norweger gleich mitnahm?
Korrekt. Aus dem gleichen Grund ist auch Island Teil von Schengen.

Zum Erstlesen: http://de.wikipedia.org/wiki/Nordische_Passunion (wobei
die englische Fassung etwas umfangreicher ist).

Gruss,
Martin
U***@web.de
2020-07-24 16:09:26 UTC
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Falls jemand die zustï¿œndige Stelle bei der EU kennt, bei der man
sich ï¿œber diese und andere dauernde Verstï¿œsse gegen das
Schengener Abkommen beklagen kann, wï¿œre ich dankbar. Was
ernsthaftes kann man dagegen vermutlich nicht unternehmen, obwohl
ich arg Lust dazu hï¿œtte.
Dazu mï¿œsste man wohl ï¿œber einen definierten Zeitraum alle Zï¿œge
beobachten, die die deutsch-dï¿œnische Grenze passieren und eine
Statistik fï¿œhren. Wenn nur in einem Fall /nicht/ kontrolliert wird,
dient das bestimmt als Argument, dass es sich nur um gelegentliche
Stichproben handelt.
Meine Beschwerde betrï¿œfe im wesentlichen Norwegen, das regelmï¿œssig
sï¿œmtliche Passagiere eines in Gardermoen ankommenden Flugzeugs einer
Passkontrolle direkt an der Jetway unterzieht und zudem auf dem
Landgrenze Zollkontrollen durchfï¿œhrt, bei denen nur Fahrzeuge mit
auslï¿œndischen Kennzeichen angehalten werden und in deren Verlauf
keinerlei Fragen zu den mitgefï¿œhrten Gegenstï¿œnden gestellt werden
sondern ausschliesslich solche nach dem Grund fï¿œr den Aufenthalt in
Norwegen (wobei auch versucht wurde, die Telefonnummern von Kollegen
zu verifizieren).
Die ï¿œl- und Lachswi^H^H^H^H^Hproduzenten hier, die so stolz darauf sind,
nicht in der EU und was besseres zu sein, hï¿œtte ich gar nicht mit ins
Schengengebiet genommen. :-P
Im Januar und April bin ich jeweils ï¿œber Oslo Hjortneskai als
Fusspassagier eingereist, mit nicht wenig Gepï¿œck. Da ich dann sowieso
immer bis 14:15 Uhr auf den nï¿œchsten Zug nach Trondheim warten muss,
habe ich durchaus Lust, mir die Zeit mit ein bisschen troublemaking zu
verkï¿œrzen. Aber bisher haben mich die Schnï¿œffler in ihrer Abseite trotz
meines frechen Grinsens nie rausgepickt. ;->>
Im Oktober stellte die "schwarze Gang" den Nabotog von Kopperᅵ bis
Trondheim S auf den Kopf. Offenbar suchten die gezielt nach herrenlosem
Gepï¿œck, hehe. Nachdem ich den grossen Koffer als meinen angegeben und
mich mit meinem Pass als deutscher EU-Bï¿œrger mit Wohnsitz in Norwegen
ausgewiesen hatte, bat ich darum, die deutsche Botschaft zu
verstï¿œndigen, falls sie mich einer Straftat verdï¿œchtigen wï¿œrden.
Selbstverstï¿œndlich auf Englisch. Man liess mich sofort in Ruhe. :->
Im Dezember winkte die mobile Zollkontrolleinheit der Norweger in
Storlien tatsï¿œchlich mal den Einkaufsbus auf der Rï¿œckfahrt nach
Trondheim raus. Und dann "Alle raus!" mit Taschen, Tï¿œten und Rucksï¿œcken
in einer Halle aufstellen und auf Aufforderung an einen langen Tisch
vortreten. Das lï¿œste bei mir doch bestimmte Bilder im Kopf aus...
Die hatten zwar nicht mal einen Schnï¿œffelhund dabei, um illegale Drogen
zu finden, haben aber Leute sogar die Mï¿œtzen abnehmen lassen und in
Manteltaschen gewï¿œhlt, bloss um evtl. eine Dose Schnupftabak <ekel>
zuviel zu finden! :-(((
Die aggressiv-gehemmten Norgis haben das alles wie die berï¿œhmte
Schafherde ï¿œber sich ergehen lassen.
Ich hatte nicht zuviel Allohol und Zigaretten sowieso keine eingekauft
und habe spasseshalber mal auf Deutsch hï¿œrbar rumgenï¿œrgelt und wurde
dann von einem jungen Beamten zur Seite gebeten. Dem habe ich meine
Quittungen und meinen seit 2 Jahren abgelaufenen Perso unter die Nase
gehalten und wieder den Spruch mit der Botschaft gebracht. Ich durfte
sofort gehen und wieder in den Bus einsteigen.
In D und F werden internationale Linienbusse gerade fernab der
Grenzen gerne einmal zur Vollkomplettkontrolle herausgewunken.

Da ist es mit einer halben Stunde nicht getan.

Ein weiterer Grund, solche Fuhren zu meiden,
denn nervtötend ist es auch für die Reisenden,
bei denen alles in bester Ordnung ist.

Gruß, ULF

Frank Hucklenbroich
2011-06-24 12:53:54 UTC
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Post by Martin Hoffmann
Post by Holger Metschulat
Zum Thema Ausweise kontrollieren, früher konnte man die beim
Schlafwagenbetreuer abgeben, und man wurde nachts nicht gestört. Das
scheint heute auch nicht mehr zu funktionieren.
Theoretisch braucht man das ja an einer Innengrenze des Schengengebiets
auch gar nicht. Da waren die Bahnunternehmen wohl ein wenig gutgläubig.
Nicht nur bei der Bahn, auch bei Auto-Grenzübergängen wird trotz Schengen
durchaus noch munter kontrolliert. Ich bin vor zwei Jahren mal von Köln aus
zum Europa-Park in Rust gefahren, und mein Navi schlug mir eine Route vor,
die ein paar Kilometer über Landstraße durch Frankreich führt. Die bin ich
dann gefahren und ahne nichts böses, als plötzlich an einem winzigen
Grenzübergang im Wald ein Franzose in blauem "Kampfanzug" (so eine Ding wie
die Polizisten bei uns auf Demos tragen) am Wegrand steht und mein Auto
anhält und die Ausweise sehen will. Da ich damit nicht gerechnet habe, muß
ich erst mal in den Taschen wühlen, dann kontrolliert der die Ausweise
genau, fragt nach dem Ziel unserer Reise und läßt uns nach Gallien
einreisen. Ein paar Minuten später bin ich zurück in Deutschland, hier gibt
es nicht mal ein Schild an der Straße, daß auf einen Grenzübergang
hinweist.
Ein ähnliches Spielchen letzten Sommer bei der Einreise von Frankreich in
die Schweiz (die ja mittlerweile eigentlich auch bei Schengen mitmacht), an
einem winzigen Dorf-Grenzübergang. Da war ich schon fast an dem kleinen,
unscheinbaren Häuschen vorbei, als mir ein Schweizer Grenzposten
hinterhergerufen hat, ich möge doch mal anhalten. Auch hier genaue
Befragung, woher und wohin ich unterwegs sei.
So selten scheint mir das also nicht zu sein, daß die auch an
Schengen-Grenzen kontrollieren.

Grüße,

Frank
Johann Mayerwieser
2011-06-24 15:13:30 UTC
Antworten
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Post by Frank Hucklenbroich
Ein ähnliches Spielchen letzten Sommer bei der Einreise von Frankreich
in die Schweiz (die ja mittlerweile eigentlich auch bei Schengen
mitmacht), an einem winzigen Dorf-Grenzübergang. Da war ich schon fast
an dem kleinen, unscheinbaren Häuschen vorbei, als mir ein Schweizer
Grenzposten hinterhergerufen hat, ich möge doch mal anhalten. Auch hier
genaue Befragung, woher und wohin ich unterwegs sei. So selten scheint
mir das also nicht zu sein, daß die auch an Schengen-Grenzen
kontrollieren.
In der Schweiz finden immer noch Zollkontrollen statt, da sie zwar zu
SChengen gehören, aber keine Zollunion mit der EU haben.

Hannes
--
Für persönliche Nachricht Reply-Adresse verwenden und "usenet" im Betreff
einfügen.
Inge Müller
2011-06-26 21:00:53 UTC
Antworten
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... auch bei Auto-Grenzübergängen wird trotz Schengen
durchaus noch munter kontrolliert.
So selten scheint mir das also nicht zu sein, daß die auch an
Schengen-Grenzen kontrollieren.
Ich scheine in einem anderen "Schengen" zu leben. Im letzten halben Jahr
war ich jeweils mehrfach in Frankreich, Österreich und der Schweiz
(immer mit dem Auto, größtenteils aber nicht ausschließlich kleine
Grenzübergänge). Einmal musste ich anhalten und wurde übers "woher,
wohin" befragt, aber keine Passkontrolle. Wie ich hinterher erfuhr, fand
an dem Tag in der Region aber eine gemeinsame (D und CH)
Katastrophenschutzübung statt, so dass das damit zusammengehängt haben
konnte. Alle anderen Grenzübergänge fanden statt, ohne dass ich auch nur
einen Grenzer zu Gesicht bekommen hätte.

Gruß,
INge
Helmut Barth
2011-06-28 17:28:41 UTC
Antworten
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Salut!
Post by Inge Müller
Einmal musste ich anhalten und wurde übers "woher,
wohin" befragt, aber keine Passkontrolle.
Das kann einem so auch bei einer normalen Verkehrskontrolle passieren.
Wenn man Lust auf einen längeren Aufenthalt hat oder Spaß beim Umgang
mit polizeilichen Amtsinhabern gibt es auf so schlaue Fragen übrigens
die passenden Antworten:

"Wo kommen sie her?" beantwortet man mit einem Fingerzeig über die
Schulter und dem Hinweis "von da". "Und wo wollen sie hin?" beantwortet
man mit einem Fingerzeig durch die Windschutzscheibe und den Worten
"nach da". Anschließend sollte man die Kontrolle allerdings möglichst
relaxed ertragen, bekommt dafür aber vielleicht noch Bonusgelegenheiten
für schlaue Sprüche.

Es kann dann aber auch ganz dumm laufen und man wird einfach mit einem
"dann fahrense mal vorsichtig weiter nach da, gute Nacht"
weitergeschickt. Ich war untröstlich, war ich doch in so guter Stimmung
bis mir dämmerte dass man solche Späße vielleicht am besten nicht in den
Dienstklamotten machen sollte...

Grüßle, Helmut
Bodo G. Meier
2011-06-28 17:33:05 UTC
Antworten
Permalink
Post by Helmut Barth
Salut!
Post by Inge Müller
Einmal musste ich anhalten und wurde übers "woher,
wohin" befragt, aber keine Passkontrolle.
Das kann einem so auch bei einer normalen Verkehrskontrolle passieren.
Wenn man Lust auf einen längeren Aufenthalt hat oder Spaß beim Umgang
mit polizeilichen Amtsinhabern gibt es auf so schlaue Fragen übrigens
"Wo kommen sie her?" beantwortet man mit einem Fingerzeig über die
Schulter und dem Hinweis "von da". "Und wo wollen sie hin?" beantwortet
man mit einem Fingerzeig durch die Windschutzscheibe und den Worten
"nach da". Anschließend sollte man die Kontrolle allerdings möglichst
relaxed ertragen, bekommt dafür aber vielleicht noch Bonusgelegenheiten
für schlaue Sprüche.
Och, dem norwegischen Zollbeamten, der mich im Oktober fragte, wo ich
her käme, habe ich einfach "from Emmendingen" geantwortet. Das war die
Wahrheit! :-D)

Gruss,
Bodo
--
Bodo G. Meier * dr. rer. nat. * Trondheim * Norway
http://home.broadpark.no/~bodogm/
Ralph A. Schmid, dk5ras
2011-06-28 17:50:56 UTC
Antworten
Permalink
Post by Bodo G. Meier
Och, dem norwegischen Zollbeamten, der mich im Oktober fragte, wo ich
her käme, habe ich einfach "from Emmendingen" geantwortet. Das war die
Wahrheit! :-D)
Wie bei der Klassenfahrt nach Berlin, "woher kommste denn?" - "Aus
Kötz!" - "Ahso, ja, klar...".

Logisch, kennt jeder. Oder? :)


-ras
--
Ralph A. Schmid

http://www.dk5ras.de/ http://www.db0fue.de/
http://www.bclog.de/
Martin Bienwald
2011-06-29 07:17:25 UTC
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Post by Bodo G. Meier
Och, dem norwegischen Zollbeamten, der mich im Oktober fragte, wo ich
her käme, habe ich einfach "from Emmendingen" geantwortet. Das war die
Wahrheit! :-D)
Gibt es ein norwegisches Wort, das so ähnlich wie "Emmendingen" klingt
und irgendeine, äh, spezielle Bedeutung hat?

Oder hast du ihn nur dadurch verwirrt, daß du einen ihm unbekannten Ort
nanntest?

... Martin
Bodo G. Meier
2011-06-29 07:30:51 UTC
Antworten
Permalink
Post by Martin Bienwald
Post by Bodo G. Meier
Och, dem norwegischen Zollbeamten, der mich im Oktober fragte, wo ich
her käme, habe ich einfach "from Emmendingen" geantwortet. Das war die
Wahrheit! :-D)
Gibt es ein norwegisches Wort, das so ähnlich wie "Emmendingen" klingt
und irgendeine, äh, spezielle Bedeutung hat?
Mir nicht bekannt. Aber bei den 4,8 Mio Dialekten hierzulande möchte ich
das auch nicht kategorisch ausschliessen.
Post by Martin Bienwald
Oder hast du ihn nur dadurch verwirrt, daß du einen ihm unbekannten Ort
nanntest?
Ich denke, das. Obwohl: so verwirrt war der gar nicht, WIMRE. Mit
solchen Antworten müssen die doch rechnen. Ich habe ihm dann selbständig
meinen deutschen Europapass unter die Nase gehalten, in dem Trondheim
offiziell als Wohnort eingetragen ist, und mein Sprüchlein mit der
Botschaft aufgesagt. Und hatte dann Ruhe. :-)

Gruss,
Bodo
--
Bodo G. Meier * dr. rer. nat. * Trondheim * Norway
http://home.broadpark.no/~bodogm/
Ralph A. Schmid, dk5ras
2011-06-28 17:49:55 UTC
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Post by Helmut Barth
"Wo kommen sie her?" beantwortet man mit einem Fingerzeig über die
Schulter und dem Hinweis "von da". "Und wo wollen sie hin?" beantwortet
man mit einem Fingerzeig durch die Windschutzscheibe und den Worten
"nach da". Anschließend sollte man die Kontrolle allerdings möglichst
relaxed ertragen, bekommt dafür aber vielleicht noch Bonusgelegenheiten
für schlaue Sprüche.
Abends nach ca. 100km heimgekommen, gerade eingeparkt, meine Frau ist
gefahren, wir wollen aussteigen - Taschenlampe geht draußen an, grünes
Männl pocht an die Tür, allgemeine Verkehrskontrolle. Fragt der doch
die Manu, "haben Sie was getrunken?". Ich denke noch so, nein, bitte,
sag es nicht, halt' die Klappe, doch wie aus der Pistole geschossen,
"Klar, es heißt doch, man soll mindestens 2l am Tag trinken?!". Da
habe ich dann eingeworfen, "Na, was denken 'se, warum meine Frau
fährt, die Flasche Rotwein habe _ich_ gekillt". "Naajaa, wir meinen ja
Alkohol...ach, was ist denn das für ein Funkgerät, sieht ja aus wie
unsere!". Dann mußte _ich_ bissl frech werden, "Nein, ist viel
moderner als euer Zeugs!", die haben sich auf mich konzentriert,
Ausweis, Genehmigungsurkunde vorgezeigt, dann war die Sache erledigt.
Zum Glück blieben die locker, man kennt auch andere Berichte von
sowas.


-ras
--
Ralph A. Schmid

http://www.dk5ras.de/ http://www.db0fue.de/
http://www.bclog.de/
Alice Müller
2011-06-29 17:10:06 UTC
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Aloha Helmut Barth,
Post by Helmut Barth
Wenn man Lust auf einen längeren Aufenthalt hat oder Spaß beim
Umgang mit polizeilichen Amtsinhabern gibt es auf so schlaue Fragen
"Wo kommen sie her?" beantwortet man mit einem Fingerzeig über die
Schulter und dem Hinweis "von da". "Und wo wollen sie hin?"
beantwortet man mit einem Fingerzeig durch die Windschutzscheibe und
den Worten "nach da".
Das habe ich mal gemacht und wurde von der Trachtengruppe blöd
angemacht, dann haben wir etwas diskutiert und er meinte dann, ich
müßte das ja nicht beantworten und ich frage dann warum sie dann
überhaupt fragen. Dann standen wir spät Abends auf der Straße (war
eh' nix los) und haben über das Grundgesetz diskutiert... war lustig.
Sie waren froh mich wieder meines Weges zu lassen.
--
Virtuelle Bahnmodelle:
http://www.3d-train-model.alices-world.de/index.html
Stephan Hellwig
2011-06-30 21:28:00 UTC
Antworten
Permalink
Moinsen,
Post by Martin Hoffmann
Post by Holger Metschulat
Zum Thema Ausweise kontrollieren, früher konnte man die beim
Schlafwagenbetreuer abgeben, und man wurde nachts nicht gestört. Das
scheint heute auch nicht mehr zu funktionieren.
Theoretisch braucht man das ja an einer Innengrenze des Schengengebiets
auch gar nicht. Da waren die Bahnunternehmen wohl ein wenig gutgläubig.
Was mich jetzt noch interessiert: Wenn schon kontrolliert wird, wird dann
eigentlich auch das Bahnpersonal kontrolliert? Inkl. Lokführer?
Reinhard Greulich
2011-06-30 22:02:28 UTC
Antworten
Permalink
Post by Stephan Hellwig
Wenn schon kontrolliert wird, wird dann
eigentlich auch das Bahnpersonal kontrolliert? Inkl. Lokführer?
Bestimmt wird gleich jemand sagen können, wie es aktuell geht, ich
greife mal etwas in die Vergangenheit zurück. Lange vor dem
Schengen-Abkommen galt für grenzüberschreitend tätiges Bahnpersonal
(Schlafwagen- und Liegewagenpersonal z.B.) die Gleichstellung mit
Einwohnern von Zollgrenzbezirken, im Wesentlichen also, dass die
damals zwar geringen, aber durchaus vorhandenen Zollfreimengen nicht
galten. Im Ergebnis durfte über die angebrochene einzelne
Zigarettenpackung hinaus nichts zollfrei eingeführt werden, was schon
gelegentlich zur genauen Kontrolle des Dienstabteiles führen konnte,
wenn der Zug beispielsweise aus Richtung Italien zurückkam (wo
selbstverständlich niemalsnienicht etwas gefunden wurde). Personalien
interessierten nach meiner Wahrnehmung hingegen nur am Rande;
Vergleiche mit Fahndungsbüchern etc. habe ich jedenfalls nie erlebt.

Gruß - Reinhard.
--
70086

~=@=~ www.debx.de ~=@=~
Alp Grüm 2011: www.debx.de/2011
U***@web.de
2020-07-24 16:05:26 UTC
Antworten
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Post by Reinhard Greulich
Post by Stephan Hellwig
Wenn schon kontrolliert wird, wird dann
eigentlich auch das Bahnpersonal kontrolliert? Inkl. Lokführer?
Bestimmt wird gleich jemand sagen können, wie es aktuell geht, ich
greife mal etwas in die Vergangenheit zurück. Lange vor dem
Schengen-Abkommen galt für grenzüberschreitend tätiges Bahnpersonal
(Schlafwagen- und Liegewagenpersonal z.B.) die Gleichstellung mit
Einwohnern von Zollgrenzbezirken, im Wesentlichen also, dass die
damals zwar geringen, aber durchaus vorhandenen Zollfreimengen nicht
galten. Im Ergebnis durfte über die angebrochene einzelne
Zigarettenpackung hinaus nichts zollfrei eingeführt werden, was schon
gelegentlich zur genauen Kontrolle des Dienstabteiles führen konnte,
wenn der Zug beispielsweise aus Richtung Italien zurückkam (wo
selbstverständlich niemalsnienicht etwas gefunden wurde). Personalien
interessierten nach meiner Wahrnehmung hingegen nur am Rande;
Vergleiche mit Fahndungsbüchern etc. habe ich jedenfalls nie erlebt.
Hm, deutsche Wagenbegleitschaffner einreisend im deutschen Fahndungsbuch?

Eher selten, und wenn, dann sind sie ja erstmal im Lande
und können auch da noch angegangen werden.

Zwischenzeitlich las ich, daß DDR-Grenzer die Kontrolle
von Mitropa-Speisewagenpersonalen *Richtung Ungarn* auch
eher locker handhabten, sich dafür aber auch mal einen
genehmigten.
Daniel Steil
2011-06-17 17:56:02 UTC
Antworten
Permalink
[..]
Post by Martin Bienwald
Die Ausweise behält man. Auf dem Weg nach Kopenhagen kamen irgendwo
vor Flensburg leicht unausgeschlafene, aber ansonsten freundliche
Bundespolizisten durch und wollten Ausweise sehen. Auf dem Rückweg
hat niemand danach gefragt.
... Martin
Gibt es da eine neue Handlungsanweisung... ich bin in 2006-2009 relativ
häufig (mehr als einmal pro Jahr) auf der Strecke Mannheim-Kopenhagen
unterwegs gewesen und da wurde der Ausweis eigentlich immer eingesammelt
und ich konnte in Ruhe schlafen. Ich wurde auch persönlich nie
kontrolliert (auch wenn schon die Polizei in ca 50% der Fälle für mich
ersichtlich da war).

Ansonsten bleibt mir nur zu sagen, daß für große Menschen die Liegewägen
natürlich nur begrenzt komfortabel sind.

Daniel
Ralph A. Schmid, dk5ras
2011-06-18 05:39:08 UTC
Antworten
Permalink
Post by Daniel Steil
Gibt es da eine neue Handlungsanweisung... ich bin in 2006-2009 relativ
häufig (mehr als einmal pro Jahr) auf der Strecke Mannheim-Kopenhagen
unterwegs gewesen und da wurde der Ausweis eigentlich immer eingesammelt
und ich konnte in Ruhe schlafen. Ich wurde auch persönlich nie
kontrolliert (auch wenn schon die Polizei in ca 50% der Fälle für mich
ersichtlich da war).
Ausweis einsammeln...geht das überhaupt so ohne Weiteres? Ich würde
das Ding ungern aus der Hand geben, erst recht nicht, wenn es die neue
elektronische Variante ist.

Damals in Griechenland im Hotel wollten die auch die Ausweise, aber
auf den Hinweis, daß wir die brauchen, um im Sicherheitsbereich des
Flughafens arbeiten zu dürfen, ging es dann auch plötzlich ohne
Hinterlegung. Was soll diese Unsitte, die Ausweise einzusammeln?


-ras
--
Ralph A. Schmid

http://www.dk5ras.de/ http://www.db0fue.de/
http://www.bclog.de/
Kai Garlipp
2011-06-18 07:32:39 UTC
Antworten
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Post by Ralph A. Schmid, dk5ras
Post by Daniel Steil
Gibt es da eine neue Handlungsanweisung... ich bin in 2006-2009 relativ
häufig (mehr als einmal pro Jahr) auf der Strecke Mannheim-Kopenhagen
unterwegs gewesen und da wurde der Ausweis eigentlich immer eingesammelt
und ich konnte in Ruhe schlafen. Ich wurde auch persönlich nie
kontrolliert (auch wenn schon die Polizei in ca 50% der Fälle für mich
ersichtlich da war).
Ausweis einsammeln...geht das überhaupt so ohne Weiteres?
Solange du es freiwillig machst ...

Wobei dann die nächste Frage ist was passiert wenn du es nicht machst. Also im
Falle des Nachtzuges wird dich dann die Polizei an der Grenze wecken. Oder als
Minderjähriger wirst du dann vielleicht nicht auf eine Party kommen die unter
18jährige vor einer gewissen Zeit verlassen müssen. Im ersteren Fall wirst du
jetzt vielleicht sagen "so what?" aber wenn ein Teenie dann nicht auf die
angesagteste Party der Umgebung darf ...
Post by Ralph A. Schmid, dk5ras
Ich würde
das Ding ungern aus der Hand geben, erst recht nicht, wenn es die neue
elektronische Variante ist.
Viele Leute sind halt vielleicht auch zu naiv was man alles mit einem
Personaldokument anstellen kann man es für eine kurze unbeobachtete Zeit aus der
Hand gibt (ein Scanner arbeitet manchmal auch schnell) oder irgendwelche
unbekannte potentielle "Geschäftsparter" aus dem Internet einen Scan davon haben
wollen. Das Stichwort ist Identitätsdiebstahl und mit einem schönen Scan eines
Ausweises kann man dann wieder anderen Leuten klar machen, man sei jemand Drittes.
Post by Ralph A. Schmid, dk5ras
Damals in Griechenland im Hotel wollten die auch die Ausweise, aber
auf den Hinweis, daß wir die brauchen, um im Sicherheitsbereich des
Flughafens arbeiten zu dürfen, ging es dann auch plötzlich ohne
Hinterlegung. Was soll diese Unsitte, die Ausweise einzusammeln?
In dem Fall sicherlich Bequemlichkeit gegenüber der lokalen
Polizei/Ausländerkontrollbehörde wenn die alle Jubeljahre mal vorbei kommt und
wissen will, wer im Hotel ist.

Bye Kai
Valentin Brückel
2011-06-18 08:18:05 UTC
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Post by Kai Garlipp
Post by Ralph A. Schmid, dk5ras
Ausweis einsammeln...geht das überhaupt so ohne Weiteres?
Solange du es freiwillig machst ...
SWIW sind im Zusammenhang mit der Einführung des nPA einige einschlägige
Vorschriften verschärft worden, um das Teil vor unberechtigter Nutzung zu
schützen. Insbesonder dürfen wegen der vorne aufgedruckten Zugangsnummer
wohl keine Fotokopien mehr angefertigt werden. Insofern wäre ich mir nicht
einmal sicher, ob man mit der freiwilligen Herausgabe nicht schon die
Sorgfaltspflichten verletzt.

Gruß,

Val
Kai Garlipp
2011-06-18 09:02:33 UTC
Antworten
Permalink
Post by Valentin Brückel
Post by Kai Garlipp
Post by Ralph A. Schmid, dk5ras
Ausweis einsammeln...geht das überhaupt so ohne Weiteres?
Solange du es freiwillig machst ...
da muß ich mich wohl gleich berichtigen.
Post by Valentin Brückel
SWIW sind im Zusammenhang mit der Einführung des nPA einige einschlägige
Vorschriften verschärft worden, um das Teil vor unberechtigter Nutzung zu
schützen.
Wurden sie auch. Ein kurzen Überblick darüber findet man z.B. in
http://heise.de/-1133588

Was aber fehlt - auch auf den Seiten des BMI wie
http://www.personalausweisportal.de/ - ist die Sensibilisierung der Bevölkerung
für dieses Thema. Also das man den Bürgen knallhart sagt, der Ausweis darf nicht
mehr als Pfand im Fitness-Studio, beim Werksschutz während der
Fabrikbesichtigung, beim Schlafwagenschaffner, Hotel usw. hinterlegt werden.
Also gebt ihn nicht mehr aus der Hand und macht auch keine Fotokopien oder Scans
davon.
Post by Valentin Brückel
Insbesonder dürfen wegen der vorne aufgedruckten Zugangsnummer
wohl keine Fotokopien mehr angefertigt werden. Insofern wäre ich mir nicht
einmal sicher, ob man mit der freiwilligen Herausgabe nicht schon die
Sorgfaltspflichten verletzt.
Das wird im Zweifel der Richter zu entscheiden haben. Aber es würde mich nicht
wundern wenn er sich dann deiner Meinung anschließt.

Bye Kai
Marc Haber
2011-06-18 15:56:15 UTC
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Post by Kai Garlipp
Was aber fehlt - auch auf den Seiten des BMI wie
http://www.personalausweisportal.de/ - ist die Sensibilisierung der Bevölkerung
für dieses Thema. Also das man den Bürgen knallhart sagt, der Ausweis darf nicht
mehr als Pfand im Fitness-Studio, beim Werksschutz während der
Fabrikbesichtigung, beim Schlafwagenschaffner, Hotel usw. hinterlegt werden.
Also gebt ihn nicht mehr aus der Hand und macht auch keine Fotokopien oder Scans
davon.
Da bin ich sowieso gespannt, ob sich die Praxis, dass jede kleine
Klitsche eine Kopie vom Ausweis macht, überhaupt ändern wird. Ich gehe
davon aus, dass ich nach Ablauf meines alten Ausweises kein Auto mehr
mieten, keinen Mobilfunkvertrag mehr im Laden abschließen und kein
Bankkonto mehr eröffnen kann.

Grüße
Marc
--
-------------------------------------- !! No courtesy copies, please !! -----
Marc Haber | " Questions are the | Mailadresse im Header
Mannheim, Germany | Beginning of Wisdom " | http://www.zugschlus.de/
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Kai Garlipp
2011-06-18 20:14:55 UTC
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Post by Marc Haber
Da bin ich sowieso gespannt, ob sich die Praxis, dass jede kleine
Klitsche eine Kopie vom Ausweis macht, überhaupt ändern wird. Ich gehe
davon aus, dass ich nach Ablauf meines alten Ausweises kein Auto mehr
mieten, keinen Mobilfunkvertrag mehr im Laden abschließen und kein
Bankkonto mehr eröffnen kann.
Aber für diese ganzen Funktionen gibt es doch die elektronische Funktion des
neuen Personalausweis (wenn sie dann irgendwann mal funktioniert und jemand in
der privaten Wirtschaft diese Dienste auch nutzen will).

Aber darum mache ich mir in ca. 9,5 Jahren Gedanken. Denn so lange gilt noch
mein alter Personalausweis mit Ausstellungsdatum im Oktober '10 (normalerweise
hätte ich erst im März '11 einen neuen gebraucht).

Bye Kai
Frank Hucklenbroich
2011-06-20 08:39:30 UTC
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Post by Kai Garlipp
Was aber fehlt - auch auf den Seiten des BMI wie
http://www.personalausweisportal.de/ - ist die Sensibilisierung der Bevölkerung
für dieses Thema. Also das man den Bürgen knallhart sagt, der Ausweis darf nicht
mehr als Pfand im Fitness-Studio, beim Werksschutz während der
Fabrikbesichtigung, beim Schlafwagenschaffner, Hotel usw. hinterlegt werden.
Also gebt ihn nicht mehr aus der Hand und macht auch keine Fotokopien oder Scans
davon.
Als ich vor einem halben Jahr mal beruflich in einer Bundeswehr-Kaserne zu
tun hatte, mußte ich den Ausweis noch an der Pforte abgeben. Ich habe aber
noch den alten BPA und gehe auch nicht davon aus, daß der BW-Wachdienst da
Unfug mit macht.

Grüße,

Frank
Benedikt Spranger
2011-06-20 19:39:59 UTC
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Am Mon, 20 Jun 2011 10:39:30 +0200
Post by Frank Hucklenbroich
Als ich vor einem halben Jahr mal beruflich in einer
Bundeswehr-Kaserne zu tun hatte, mußte ich den Ausweis noch an der
Pforte abgeben. Ich habe aber noch den alten BPA und gehe auch nicht
davon aus, daß der BW-Wachdienst da Unfug mit macht.
Och, gerade da macht es doch Spaß auf geltende Gesetzlage
bzw. höchst amtliche Ratschläge hinzuweisen... BTDT

Aber um mal die Kurve zur Eisenbahn zu bekommen:
Hätten wir diesen neumodischen elektronischen Fummel nicht, könnte man
wie seit Jahrzehnten verfahren. Das würde das Leben nicht nur im
Liegewagen vereinfachen.

Bis denne
Bene
Michael Zink
2011-06-21 07:03:03 UTC
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Post by Kai Garlipp
Was aber fehlt - auch auf den Seiten des BMI wie
http://www.personalausweisportal.de/ - ist die Sensibilisierung der Bevölkerung
für dieses Thema. Also das man den Bürgen knallhart sagt, der Ausweis darf nicht
mehr als Pfand im Fitness-Studio, beim Werksschutz während der
Fabrikbesichtigung, beim Schlafwagenschaffner, Hotel usw. hinterlegt werden.
Also gebt ihn nicht mehr aus der Hand und macht auch keine Fotokopien oder Scans
davon.
Bei so einer Warnung könnte ja der Verdacht aufkommen, der neue
Superausweis sei unsicher ...

Auf Wiederlesen

Michael
Ralph A. Schmid, dk5ras
2011-06-18 08:42:30 UTC
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Post by Kai Garlipp
Wobei dann die nächste Frage ist was passiert wenn du es nicht machst. Also im
Falle des Nachtzuges wird dich dann die Polizei an der Grenze wecken. Oder als
Das ist klar.
Post by Kai Garlipp
Minderjähriger wirst du dann vielleicht nicht auf eine Party kommen die unter
18jährige vor einer gewissen Zeit verlassen müssen. Im ersteren Fall wirst du
jetzt vielleicht sagen "so what?" aber wenn ein Teenie dann nicht auf die
angesagteste Party der Umgebung darf ...
Abgeben ist was Anderes als vorzeigen. ICh meine, es gibt sogar eine
Vorschrift, daß man das Ding nicht hinterlegen darf bzw. daß dies
nicht verlangt werden darf, finde das aber auf die schnelle nicht und
mag da irren.
Post by Kai Garlipp
In dem Fall sicherlich Bequemlichkeit gegenüber der lokalen
Polizei/Ausländerkontrollbehörde wenn die alle Jubeljahre mal vorbei kommt und
wissen will, wer im Hotel ist.
Ja, irgendsowas.
Post by Kai Garlipp
Bye Kai
-ras
--
Ralph A. Schmid

http://www.dk5ras.de/ http://www.db0fue.de/
http://www.bclog.de/
Valentin Brückel
2011-06-18 09:23:19 UTC
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Post by Ralph A. Schmid, dk5ras
Abgeben ist was Anderes als vorzeigen. ICh meine, es gibt sogar eine
Vorschrift, daß man das Ding nicht hinterlegen darf bzw. daß dies
nicht verlangt werden darf, finde das aber auf die schnelle nicht und
mag da irren.
http://bundesrecht.juris.de/pauswg/__1.html
Absatz 1, dritter Satz.

HTH,

Val
Michael Zink
2011-06-21 07:03:55 UTC
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Post by Valentin Brückel
Post by Ralph A. Schmid, dk5ras
Abgeben ist was Anderes als vorzeigen. ICh meine, es gibt sogar eine
Vorschrift, daß man das Ding nicht hinterlegen darf bzw. daß dies
nicht verlangt werden darf, finde das aber auf die schnelle nicht und
mag da irren.
http://bundesrecht.juris.de/pauswg/__1.html
Absatz 1, dritter Satz.
Da steht, daß man es nicht verlangen darf. Aber steht auch wo, was
passiert, wenn man es doch verlangt?

Auf Wiederlesen

Michael
Hauke Heidtmann
2011-06-18 09:27:05 UTC
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Post by Ralph A. Schmid, dk5ras
Post by Kai Garlipp
Wobei dann die nächste Frage ist was passiert wenn du es nicht
machst. Also im Falle des Nachtzuges wird dich dann die Polizei an der
Grenze wecken. Oder als
Das ist klar.
Post by Kai Garlipp
Minderjähriger wirst du dann vielleicht nicht auf eine Party kommen
die unter 18jährige vor einer gewissen Zeit verlassen müssen. Im
ersteren Fall wirst du jetzt vielleicht sagen "so what?" aber wenn ein
Teenie dann nicht auf die angesagteste Party der Umgebung darf ...
Abgeben ist was Anderes als vorzeigen. ICh meine, es gibt sogar eine
Vorschrift, daß man das Ding nicht hinterlegen darf bzw. daß dies
nicht verlangt werden darf, finde das aber auf die schnelle nicht und
mag da irren.
PAuswG §1 (1) -> <http://bundesrecht.juris.de/pauswg/__1.html>

Hauke
Lutz Petersen
2011-06-18 09:24:33 UTC
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Post by Kai Garlipp
Post by Ralph A. Schmid, dk5ras
Ausweis einsammeln...geht das überhaupt so ohne Weiteres?
Solange du es freiwillig machst ...
In alten Filmen sieht man solches gelegentlich. Rein aus Neugierde habe ich danach
gegurgelt - bin aber nur bedingt schlauer geworden. Aus einem Infoblatt der DEHOGA
an ihre Mitglieder in BaWue:

"1. Alle Hotelgäste in Baden-Württemberg müssen einen Meldeschein nach amtlichem Vordruck
ausfüllen und unterschreiben."

Andere Quellen weisen darauf hin dass unrichtiges Ausfüllen ein Verstoss gegen die
amtliche Meldepflicht darstellt. Theoretisch also belangt werden könnte.

"2. Stammgast-Regelung: Wurde von dem Gast im gleichen Hotel in den vergangenen drei
Jahren ein Meldeschein handschriftlich ausgefüllt, so genügt es, wenn er einen mit den
erforderlichen Angaben anderweitig (z.B. von der Rezeption oder über EDV) ausgefüllten
Meldeschein nur noch eigenhändig unterschreibt. Allerdings muss ein handschriftlich
ausgefüllter Meldeschein dieser Person bei Kontrollen bereitgehalten werden, § 23 Abs.
2 MeldeG."

"6. Hat sich der Gast auf dem Meldeschein als Ausländer eingetragen, so muss er sich
gegenüber dem Hotel mit seinem Personalausweis oder Reisepass ausweisen."

"7. Die ausgefüllten Meldescheine sind von der Beherbergungsstätte aufzubewahren und den
berechtigten Behörden auf Verlangen zur Einsichtnahme vorzulegen. Sie sind auf Verlangen
dem Polizeivollzugsdienst zu übermitteln. Nach Rechtsauffassung des Regierungspräsidiums
Stuttgart (Stand April 2006) kann eine tagesaktuelle Meldescheinübermittlung von den
Beherbergungsbetrieben nicht grundsätzlich verlangt werden."

Heisst, im Einzelfall dann doch..

"9. Sobald der Aufenthalt der Gäste die Dauer von zwei Monaten überschreitet, haben sie
sich innerhalb einer Woche bei der Meldebehörde anzumelden, bzw. sind vom Hotel anzumelden."


Wie viele Fälle es von Hardcore Bahnfans gibt die 2 Monate durchgehend im CNL verbringen
entzieht sich meiner Kenntnis ;-)

Der Berghoff sollte sich doch eigentlich in diesen Dingen auskennen.. ?
Marc Haber
2011-06-18 15:58:06 UTC
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Post by Lutz Petersen
"2. Stammgast-Regelung: Wurde von dem Gast im gleichen Hotel in den vergangenen drei
Jahren ein Meldeschein handschriftlich ausgefüllt, so genügt es, wenn er einen mit den
erforderlichen Angaben anderweitig (z.B. von der Rezeption oder über EDV) ausgefüllten
Meldeschein nur noch eigenhändig unterschreibt. Allerdings muss ein handschriftlich
ausgefüllter Meldeschein dieser Person bei Kontrollen bereitgehalten werden, § 23 Abs.
2 MeldeG."
Handschriftlich? in welchem Jahrtausend leben wir denn?

Grüße
Marc
--
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Marc Haber | " Questions are the | Mailadresse im Header
Mannheim, Germany | Beginning of Wisdom " | http://www.zugschlus.de/
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Ralph A. Schmid, dk5ras
2011-06-18 17:38:16 UTC
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Post by Marc Haber
Handschriftlich? in welchem Jahrtausend leben wir denn?
Deswegen auch der Quatsch, daß man da teilweise einen Meldezette
kriegt, wo der Namen eingedruckt ist und man den Rest selber ausfüllen
muß. Habe mich scohn gewundert, was das soll, da die ja alle Daten von
der Reservierung her haben. Ist aber nicht überall so, da das ja eh
nicht einehitlich geregelt ist.


-ras
--
Ralph A. Schmid

http://www.dk5ras.de/ http://www.db0fue.de/
http://www.bclog.de/
Bodo G. Meier
2011-06-18 19:21:04 UTC
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Post by Ralph A. Schmid, dk5ras
Post by Marc Haber
Handschriftlich? in welchem Jahrtausend leben wir denn?
Deswegen auch der Quatsch, daß man da teilweise einen Meldezette
kriegt, wo der Namen eingedruckt ist und man den Rest selber ausfüllen
muß. Habe mich scohn gewundert, was das soll, da die ja alle Daten von
der Reservierung her haben. Ist aber nicht überall so, da das ja eh
nicht einehitlich geregelt ist.
Keine Speichelprobe? Kein Iris-Scan?
Kommt noch...

Gruss,
Bodo
--
Bodo G. Meier * dr. rer. nat. * Trondheim * Norway
http://home.broadpark.no/~bodogm/
Ralph A. Schmid, dk5ras
2011-06-19 17:04:00 UTC
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Post by Bodo G. Meier
Keine Speichelprobe? Kein Iris-Scan?
Die Meldezettel scheinen primär für die Städte wichtig zu sein, zur
Erfassung der Besucher der Stadt, ggf. Kurtaxe, solche Sachen...
Post by Bodo G. Meier
Kommt noch...
Mal sehen :)


-ras
--
Ralph A. Schmid

http://www.dk5ras.de/ http://www.db0fue.de/
http://www.bclog.de/
Frank Hucklenbroich
2011-06-20 08:41:40 UTC
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Post by Bodo G. Meier
Post by Ralph A. Schmid, dk5ras
Post by Marc Haber
Handschriftlich? in welchem Jahrtausend leben wir denn?
Deswegen auch der Quatsch, daß man da teilweise einen Meldezette
kriegt, wo der Namen eingedruckt ist und man den Rest selber ausfüllen
muß. Habe mich scohn gewundert, was das soll, da die ja alle Daten von
der Reservierung her haben. Ist aber nicht überall so, da das ja eh
nicht einehitlich geregelt ist.
Keine Speichelprobe? Kein Iris-Scan?
Kommt noch...
...in der Türkei wollten sie wissen, wann ich geheiratet habe ;-)

Stand da original so auf dem Meldeformular drauf.

3. oder 4.-Frauen konnte man aber keine angeben...

Grüße,

Frank
Martin Bienwald
2011-06-20 09:27:14 UTC
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Post by Marc Haber
Post by Lutz Petersen
"2. Stammgast-Regelung: Wurde von dem Gast im gleichen Hotel in den vergangenen drei
Jahren ein Meldeschein handschriftlich ausgefüllt, so genügt es, wenn er einen mit den
erforderlichen Angaben anderweitig (z.B. von der Rezeption oder über EDV) ausgefüllten
Meldeschein nur noch eigenhändig unterschreibt. Allerdings muss ein handschriftlich
ausgefüllter Meldeschein dieser Person bei Kontrollen bereitgehalten werden, § 23 Abs.
2 MeldeG."
Handschriftlich? in welchem Jahrtausend leben wir denn?
Vielleicht glauben sie ja, sie könnten per Handschriftenanalyse potentielle
Verbrecher herausfinden? ;-)

Im Ernst: vermutlich hofft man, anhand eines Handschriftenvergleichs ggf.
feststellen zu können, ob wirklich die Person mit dem angegebenen Namen
dort übernachtet hat.

... Martin
Fa.lk S.ch.a.de
2011-06-20 10:08:15 UTC
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Post by Martin Bienwald
Im Ernst: vermutlich hofft man, anhand eines Handschriftenvergleichs ggf.
feststellen zu können, ob wirklich die Person mit dem angegebenen Namen
dort übernachtet hat.
vermutlich spielt auch das eine nicht unerhebliche Rolle
Ralph A. Schmid, dk5ras
2011-06-21 07:54:36 UTC
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Permalink
Post by Martin Bienwald
Vielleicht glauben sie ja, sie könnten per Handschriftenanalyse potentielle
Verbrecher herausfinden? ;-)
Nein, die wollen einfach nur, daß das der Gast _selber_ einträgt,
nicht ein Dritter, womöglich der Rezeptionist irgendwelche fake-Daten.


-ras
--
Ralph A. Schmid

http://www.dk5ras.de/ http://www.db0fue.de/
http://www.bclog.de/
Frank Hucklenbroich
2011-06-20 08:37:22 UTC
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Post by Kai Garlipp
Viele Leute sind halt vielleicht auch zu naiv was man alles mit einem
Personaldokument anstellen kann man es für eine kurze unbeobachtete Zeit aus der
Hand gibt (ein Scanner arbeitet manchmal auch schnell) oder irgendwelche
unbekannte potentielle "Geschäftsparter" aus dem Internet einen Scan davon haben
wollen. Das Stichwort ist Identitätsdiebstahl und mit einem schönen Scan eines
Ausweises kann man dann wieder anderen Leuten klar machen, man sei jemand Drittes.
Früher[tm] war es auch üblich, den Personalausweis als Pfand zu
hinterlegen. Ich erinnere mich da noch an Getränkeläden, bei denen man den
Ausweis als Pfand fürs Bierfaß hinterlegen konnte, wenn man eine Party
machte ;-)

Grüße,

Frank
Gernot Griese
2011-06-18 08:23:04 UTC
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Post by Ralph A. Schmid, dk5ras
Post by Daniel Steil
Gibt es da eine neue Handlungsanweisung... ich bin in 2006-2009 relativ
häufig (mehr als einmal pro Jahr) auf der Strecke Mannheim-Kopenhagen
unterwegs gewesen und da wurde der Ausweis eigentlich immer eingesammelt
und ich konnte in Ruhe schlafen. Ich wurde auch persönlich nie
kontrolliert (auch wenn schon die Polizei in ca 50% der Fälle für mich
ersichtlich da war).
Ausweis einsammeln...geht das überhaupt so ohne Weiteres? Ich würde
das Ding ungern aus der Hand geben, erst recht nicht, wenn es die neue
elektronische Variante ist.
Letzteren darfst du, zumindest dafür, überhaupt nicht aus der Hand geben.

Gernot
Frank Hucklenbroich
2011-06-20 08:35:03 UTC
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Post by Ralph A. Schmid, dk5ras
Post by Daniel Steil
Gibt es da eine neue Handlungsanweisung... ich bin in 2006-2009 relativ
häufig (mehr als einmal pro Jahr) auf der Strecke Mannheim-Kopenhagen
unterwegs gewesen und da wurde der Ausweis eigentlich immer eingesammelt
und ich konnte in Ruhe schlafen. Ich wurde auch persönlich nie
kontrolliert (auch wenn schon die Polizei in ca 50% der Fälle für mich
ersichtlich da war).
Ausweis einsammeln...geht das überhaupt so ohne Weiteres? Ich würde
das Ding ungern aus der Hand geben, erst recht nicht, wenn es die neue
elektronische Variante ist.
Damals in Griechenland im Hotel wollten die auch die Ausweise, aber
auf den Hinweis, daß wir die brauchen, um im Sicherheitsbereich des
Flughafens arbeiten zu dürfen, ging es dann auch plötzlich ohne
Hinterlegung. Was soll diese Unsitte, die Ausweise einzusammeln?
In einigen Ländern ist das Vorschrift, da werden die Pässe vom Hotel
eingesammelt und das Hotel muß die Gäste samt Paßnummern dann bei der
örtlichen Polizei melden. Das war vor ca. 15 Jahren in Ägypten so, als wir
eine Nilkreuzfahrt machten - der Paß blieb da die gesamte Reise über an der
Rezeption von dem Dampfer. Wobei ich da bei den Landgängen auch keinen Paß
gebraucht hätte.
Ich meine mich zu erinnern, daß das mit den Pässen früher auch in Spanien
und Frankreich Usus war. Im Zweifel nehme ich dann Reisepaß und Ausweis
mit, dann habe ich wenigstens noch ein Dokument "am Mann".

Grüße,

Frank
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