Discussion:
Wo bleiben die Leute?
(zu alt für eine Antwort)
Herbert Albrecht
2016-05-06 07:28:18 UTC
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Hallo,

gestern habe ich einen Tagesausflug mit der Bahn gemacht und wieder war
es morgens knallvoll und abends total leer.

Kennt ihr das auch, ist das normal? Und wo bleiben die vielen Leute, die
morgens hingefahren sind, danach?

Klar, einige bleiben da, für ein paar Tage oder für länger. Wer morgens
hingefahren ist, kann auch morgens wieder zurückfahren, aber es müsste
doch auch einige Leute geben, die abends hin- und zurückfahren. Am Ende
müsste es sich ziemlich gut ausgleichen.

Tut es aber nicht und das ist merkwürdig. So reich, dass die Hälfte der
Reisenden sich am Zielort spontan ein Auto kauft und damit zurückfährt,
weil es im Zug so voll war, sind wir doch nicht, oder?

Herbert
Stephan Bumberger
2016-05-06 07:35:58 UTC
Permalink
Post by Herbert Albrecht
gestern habe ich einen Tagesausflug mit der Bahn gemacht und wieder war
es morgens knallvoll und abends total leer.
Kennt ihr das auch, ist das normal? Und wo bleiben die vielen Leute, die
morgens hingefahren sind, danach?
Klar, einige bleiben da, für ein paar Tage oder für länger. Wer morgens
hingefahren ist, kann auch morgens wieder zurückfahren, aber es müsste
doch auch einige Leute geben, die abends hin- und zurückfahren. Am Ende
müsste es sich ziemlich gut ausgleichen.
Tut es aber nicht und das ist merkwürdig. So reich, dass die Hälfte der
Reisenden sich am Zielort spontan ein Auto kauft und damit zurückfährt,
weil es im Zug so voll war, sind wir doch nicht, oder?
Morgens knubbelt es sich, insbesondere wenn die alle Tickets haben, die
erst ab 9 Uhr gelten (oder wie gestern zwar schon früher, man aber
halbwegs ausschlafen will), dann wollen die alle fast zur selben Zeit
fahren. Die Rückfahrt verteilt sich dann aber zwischen 14 Uhr und 23 Uhr
auf viele Züge. Oma Erna will nach dem Mittagessen schon wieder nach
Hause, Tante Hannelore nach dem Nachmittagskaffee und wieder andere
fahren so, dass sie gerade noch den letzten möglichen Zug bekommen.
--
Stephan
Frank Hucklenbroich
2016-05-06 11:51:30 UTC
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Post by Herbert Albrecht
Hallo,
gestern habe ich einen Tagesausflug mit der Bahn gemacht und wieder war
es morgens knallvoll und abends total leer.
In einigen Bundesländern war gestern Cristi Himmelfahrt, also ein
gesetzlicher Feiertag. Da dürften nicht wenige Leute für ein langes
Wochenende wegfahren. Sonntag Abend sind die Züge dann vermutlich wieder
voll.
Post by Herbert Albrecht
Kennt ihr das auch, ist das normal? Und wo bleiben die vielen Leute, die
morgens hingefahren sind, danach?
Das verteilt sich stärker. Gerade bei Berufspendlern - Arbeitsbeginn ist in
Deutschland immer noch bei den meisten Leuten zwischen 8 und 9 Uhr morgens,
da knubbelt es sich dann. Zum Feierabend hin entzerrt sich das deutlich, so
mancher geht nach der Arbeit noch einkaufen/in die Kneipe/Freunde besuchen,
und fährt es später am Abend mit dem Zug nach Hause.

Und der eine hat pünktlich um 17 Uhr Feierabend, während der andere
Worcoholic erst um 22 Uhr aus dem Büro stolpert.

Grüße,

Frank
Klaus von der Heyde
2016-05-06 16:48:09 UTC
Permalink
Post by Frank Hucklenbroich
In einigen Bundesländern war gestern Cristi Himmelfahrt, also ein
gesetzlicher Feiertag.
Das ist in allen Bundesländern ein Feiertag.
Post by Frank Hucklenbroich
Da dürften nicht wenige Leute für ein langes
Wochenende wegfahren. Sonntag Abend sind die Züge dann vermutlich
wieder voll.
Dasselbe Phänomen sollte man also an jedem Wochenende beobachten
können, wenn auch in abgeschwächter Form.

-- Klaus
Arne Johannessen
2016-05-06 17:40:13 UTC
Permalink
Post by Klaus von der Heyde
Post by Frank Hucklenbroich
Da dürften nicht wenige Leute für ein langes
Wochenende wegfahren. Sonntag Abend sind die Züge dann vermutlich
wieder voll.
Dasselbe Phänomen sollte man also an jedem Wochenende beobachten
können, wenn auch in abgeschwächter Form.
Die Bahn selbst sagte vor einigen Jahren, an Christi Himmelfahrt sei
die Auslastung um rund ein Drittel erhöht auf durchschnittlich etwa 66
% bei einer Steherquote von 40 %. Einer der verkehrsstärksten Tage im
Jahr.

http://www.welt.de/wirtschaft/article106381146/Mit-diesen-Tricks-umgehen-Sie-rappelvolle-Zuege.html
--
Arne Johannessen
Marc Haber
2016-05-06 20:14:15 UTC
Permalink
Post by Arne Johannessen
Post by Klaus von der Heyde
Post by Frank Hucklenbroich
Da dürften nicht wenige Leute für ein langes
Wochenende wegfahren. Sonntag Abend sind die Züge dann vermutlich
wieder voll.
Dasselbe Phänomen sollte man also an jedem Wochenende beobachten
können, wenn auch in abgeschwächter Form.
Die Bahn selbst sagte vor einigen Jahren, an Christi Himmelfahrt sei
die Auslastung um rund ein Drittel erhöht auf durchschnittlich etwa 66
% bei einer Steherquote von 40 %. Einer der verkehrsstärksten Tage im
Jahr.
Christi Himmelfahrt selbst oder der Mittwoch davor?

Grüße
Marc
--
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Arne Johannessen
2016-05-06 21:40:24 UTC
Permalink
Post by Marc Haber
Einer der verkehrsstärksten Tage im Jahr.
Christi Himmelfahrt selbst oder der Mittwoch davor?
Ich hätte das Wort "Ereignis" oder "Woche" wählen sollen, denn die
genaue Formulierung habe ich nicht mehr im Kopf, sie auch beim
Überfliegen des Artikels jetzt nicht gefunden und die Auflösung des
veröffentlichten Graphen reicht nicht für eine tagesgenaue Festlegung.
Vermutlich habe ich das aus einer anderen Zeitung; das ging ja damals
quer durch die Medien, meine ich mich zu erinnern.
--
Arne Johannessen
Fa.lk.Sc.H.a.de
2016-05-07 17:53:36 UTC
Permalink
Post by Arne Johannessen
Post by Marc Haber
Einer der verkehrsstärksten Tage im Jahr.
Christi Himmelfahrt selbst oder der Mittwoch davor?
Ich hätte das Wort "Ereignis" oder "Woche" wählen sollen, denn die
genaue Formulierung habe ich nicht mehr im Kopf, sie auch beim
Überfliegen des Artikels jetzt nicht gefunden und die Auflösung des
veröffentlichten Graphen reicht nicht für eine tagesgenaue Festlegung.
Vermutlich habe ich das aus einer anderen Zeitung; das ging ja damals
quer durch die Medien, meine ich mich zu erinnern.
Also für den Morgen des Feiertages kann ich einen teilgeräumten ICE
bezeugen.
Arne Johannessen
2016-05-07 19:07:41 UTC
Permalink
Also für den Morgen des Feiertages kann ich einen teilgeräumten ICE bezeugen.
Ich schätze, es wird auch vom Reiseziel abhängen: Wer am Mittwoch los
will, bräuchte ab einer gewissen Entfernung entweder Nachtzüge oder
aber einen früheren Feierabend. Deshalb wäre durchaus plausibel, wenn
am Feiertag noch mehr los ist als am Abend zuvor.
--
Arne Johannessen
Fa.lk.Sc.H.a.de
2016-05-07 20:11:26 UTC
Permalink
Post by Arne Johannessen
Also für den Morgen des Feiertages kann ich einen teilgeräumten ICE bezeugen.
Ich schätze, es wird auch vom Reiseziel abhängen: Wer am Mittwoch los
will, bräuchte ab einer gewissen Entfernung entweder Nachtzüge oder aber
einen früheren Feierabend. Deshalb wäre durchaus plausibel, wenn am
Feiertag noch mehr los ist als am Abend zuvor.
1537 ab FF absolut zu voll, weil ausreserviert und Reisende ohne
Reservierungen. Auch Reisende mit Sparpreisen aber ohne Reservierung für
den Zug.
Ralph A. Schmid, dk5ras
2016-05-10 06:25:42 UTC
Permalink
Post by Fa.lk.Sc.H.a.de
1537 ab FF absolut zu voll, weil ausreserviert und Reisende ohne
Reservierungen. Auch Reisende mit Sparpreisen aber ohne Reservierung für
den Zug.
Der ICE 22 am Donnerstag war auch mit 100% ungewohnt voll, so kenne
ich das sonst nicht. Und das Erstaunen der Leute ohne Reservierung :)
Ist ja auch sooo ungewöhnlich, daß an einem Feiertag mit Brückentag
doch tatsächlich mehr Menschen als sonst verreisen...

Die Rückfahrt am Samstag war dann fast wie immer, wäre in Wien ohne
Reservierung gar kein Problem gewesen. Also der gleiche Effekt, die
Heimfahrt verteilt sich eher...


-ras
--
Ralph A. Schmid
http://www.schmid.xxx/ http://www.db0fue.de/
http://www.bclog.de/ http://www.kabuliyan.de/
Till Kinstler
2016-05-10 07:14:00 UTC
Permalink
Post by Ralph A. Schmid, dk5ras
Die Rückfahrt am Samstag war dann fast wie immer, wäre in Wien ohne
Reservierung gar kein Problem gewesen. Also der gleiche Effekt, die
Heimfahrt verteilt sich eher...
Der ICE 26 war bei Ankunft in Wien Meidling am Sonntag schon über 100%
besetzt. Und kaum Aussteiger in Österreich. In dem Zugteil, der in
Passau dazu kam, hätte es dort wohl noch Plätze gegeben, es wurde
trotzdem immer voller. In Würzburg fuhr ICE 1166 nach Hamburg, in den
ich dort umsteigen wollte, dann wegen Überfüllung erstmal nicht weiter.
Im kurz danach folgenden IC 1284 nach Flensburg (der trotz der
Bauarbeiten zwischen Kassel und Hannover im Gegensatz zu vielen anderen
Zusatzzügen fuhr), den ich dann nahm, gab es noch einzelne Plätze, bis
die Leute vom ICE 1166 dorthin geschickt wurden (keine Ahnung, ob eine
"Umsteige-Belohnung" versprochen wurde oder die Drohung reichte, dass
der Zug nicht abfährt, solange er nicht leerer wird). Der IC 1284 fuhr
dann auch deutlich über 100% besetzt vor dem ICE 1166 los und war in
Kassel wieder pünktlich, während der ICE 1166 wohl erst mit 50 Minuten
Verspätung in Würzburg abfuhr.
Ich kann nicht einschätzen, wir groß der Einfluss der fehlenden
Wochenend-Zusatzzüge wegen der Sperrung zwischen Kassel und Hannover an
dem Wochenende auf die (Über-)füllung der anderen Züge war. Ich denke
aber schon, dass es auch deswegen so voll wurde...

Grüße,
Till
Ralph A. Schmid, dk5ras
2016-05-10 07:15:18 UTC
Permalink
Post by Till Kinstler
Der ICE 26 war bei Ankunft in Wien Meidling am Sonntag schon über 100%
besetzt. Und kaum Aussteiger in Österreich. In dem Zugteil, der in
Ja, Sonntag ist nochmal Großkampftag. Da hattest Du also auch ne
spannende Fahrt :)



-ras
--
Ralph A. Schmid
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U***@web.de
2018-12-22 19:55:54 UTC
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Post by Till Kinstler
Der ICE 26 war bei Ankunft in Wien Meidling
Das soll ab jetzt bis etwa Jahresende 2018 provisorischer Wendebahnhof
der ICE-Linie 91 werden. Grund: Folgen einer wohl brüchigen Weiche,
wie in at.verkehr.bahn beschrieben.

Gruß, ULF
Reinhard Greulich
2016-05-10 11:38:25 UTC
Permalink
Post by Ralph A. Schmid, dk5ras
Die Rückfahrt am Samstag war dann fast wie immer, wäre in Wien ohne
Reservierung gar kein Problem gewesen. Also der gleiche Effekt, die
Heimfahrt verteilt sich eher...
Sonntag Nachmittag aus Wien mit ICE90 war dann mit Stehplätzen in der
ersten Klasse (man einigte sich auf einen Sitzplatz im Bordrestaurant
und Freigetränke, bis dann die erste Reservierung auslief).

Gruß - Reinhard.
--
70086
~=@=~
Stephan Bumberger
2016-05-11 13:53:30 UTC
Permalink
Post by Ralph A. Schmid, dk5ras
Die Rückfahrt am Samstag war dann fast wie immer, wäre in Wien ohne
Reservierung gar kein Problem gewesen. Also der gleiche Effekt, die
Heimfahrt verteilt sich eher...
Das gleiche Phänomen gibt es im übrigen auch andersrum. Nach dem Ende
einer Großveranstaltung wollen alle gleichzeitig weg. Da sind sehr volle
Züge dann noch das Harmloseste. Ich habe schon 3 Stunden auf einem
Parkplatz gestanden, nachdem das Spiel FC Köln:Bayern München beendet
war. Nie wieder fahre ich da mit dem Auto hin.
--
Stephan
Ralph A. Schmid, dk5ras
2016-05-11 14:23:20 UTC
Permalink
Post by Stephan Bumberger
Das gleiche Phänomen gibt es im übrigen auch andersrum. Nach dem Ende
einer Großveranstaltung wollen alle gleichzeitig weg. Da sind sehr volle
Züge dann noch das Harmloseste. Ich habe schon 3 Stunden auf einem
Parkplatz gestanden, nachdem das Spiel FC Köln:Bayern München beendet
war. Nie wieder fahre ich da mit dem Auto hin.
Oh ja - wenn man nach dem Konzert an der Straßenbahnhaltestelle steht,
die Bahnen kommen quasi in Folge und unterbrechungslos, und dennoch
findet man erst in der dritten Bahn Platz.


-ras
--
Ralph A. Schmid
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http://www.bclog.de/ http://www.kabuliyan.de/
Paul Muster
2016-05-11 17:49:07 UTC
Permalink
Post by Stephan Bumberger
Post by Ralph A. Schmid, dk5ras
Die Rückfahrt am Samstag war dann fast wie immer, wäre in Wien ohne
Reservierung gar kein Problem gewesen. Also der gleiche Effekt, die
Heimfahrt verteilt sich eher...
Das gleiche Phänomen gibt es im übrigen auch andersrum. Nach dem Ende
einer Großveranstaltung wollen alle gleichzeitig weg. Da sind sehr volle
Züge dann noch das Harmloseste.
*Volle* Bahnen sind ja schonmal was. Die S-Bahn Rhein-Main hat nach dem
*einen* Eintracht-Spiel, das ich je besuchte, direkt mal
"Oberleitungsstörung" gespielt und - fuhr gar nicht.


mfG Paul
Stephan Bumberger
2016-05-11 19:06:45 UTC
Permalink
Post by Paul Muster
Post by Stephan Bumberger
Post by Ralph A. Schmid, dk5ras
Die Rückfahrt am Samstag war dann fast wie immer, wäre in Wien ohne
Reservierung gar kein Problem gewesen. Also der gleiche Effekt, die
Heimfahrt verteilt sich eher...
Das gleiche Phänomen gibt es im übrigen auch andersrum. Nach dem Ende
einer Großveranstaltung wollen alle gleichzeitig weg. Da sind sehr volle
Züge dann noch das Harmloseste.
*Volle* Bahnen sind ja schonmal was. Die S-Bahn Rhein-Main hat nach dem
*einen* Eintracht-Spiel, das ich je besuchte, direkt mal
"Oberleitungsstörung" gespielt und - fuhr gar nicht.
Das ist natürlich dann der Super-GAU. IIRC haben beim letzten Bahnstreik
die S-Bahnen die Haltestelle "Frankfurt am Main STADION" planmäßig
ausgelassen, trotz Ligaspiels. Muss wohl lustig gewesen sein.
--
Stephan
Herbert Albrecht
2016-05-12 08:33:30 UTC
Permalink
Post by Stephan Bumberger
Post by Paul Muster
Post by Stephan Bumberger
Post by Ralph A. Schmid, dk5ras
Die Rückfahrt am Samstag war dann fast wie immer, wäre in Wien ohne
Reservierung gar kein Problem gewesen. Also der gleiche Effekt, die
Heimfahrt verteilt sich eher...
Das gleiche Phänomen gibt es im übrigen auch andersrum. Nach dem Ende
einer Großveranstaltung wollen alle gleichzeitig weg. Da sind sehr volle
Züge dann noch das Harmloseste.
*Volle* Bahnen sind ja schonmal was. Die S-Bahn Rhein-Main hat nach dem
*einen* Eintracht-Spiel, das ich je besuchte, direkt mal
"Oberleitungsstörung" gespielt und - fuhr gar nicht.
Das ist natürlich dann der Super-GAU. IIRC haben beim letzten Bahnstreik
die S-Bahnen die Haltestelle "Frankfurt am Main STADION" planmäßig
ausgelassen, trotz Ligaspiels. Muss wohl lustig gewesen sein.
Da haben wieder ein paar tausend Leute gelernt, dass man sich auf den
ÖPV eben nicht verlassen kann und doch besser mit dem Auto fährt.

Herbert
Wolfgang Kynast
2016-05-12 09:26:44 UTC
Permalink
Post by Herbert Albrecht
Post by Stephan Bumberger
Post by Paul Muster
Post by Stephan Bumberger
Post by Ralph A. Schmid, dk5ras
Die Rückfahrt am Samstag war dann fast wie immer, wäre in Wien ohne
Reservierung gar kein Problem gewesen. Also der gleiche Effekt, die
Heimfahrt verteilt sich eher...
Das gleiche Phänomen gibt es im übrigen auch andersrum. Nach dem Ende
einer Großveranstaltung wollen alle gleichzeitig weg. Da sind sehr volle
Züge dann noch das Harmloseste.
*Volle* Bahnen sind ja schonmal was. Die S-Bahn Rhein-Main hat nach dem
*einen* Eintracht-Spiel, das ich je besuchte, direkt mal
"Oberleitungsstörung" gespielt und - fuhr gar nicht.
Das ist natürlich dann der Super-GAU. IIRC haben beim letzten Bahnstreik
die S-Bahnen die Haltestelle "Frankfurt am Main STADION" planmäßig
ausgelassen, trotz Ligaspiels. Muss wohl lustig gewesen sein.
Da haben wieder ein paar tausend Leute gelernt, dass man sich auf den
ÖPV eben nicht verlassen kann und doch besser mit dem Auto fährt.
Macht ja in HH auch so viel Spaß. Also mach mal.
--
Schöne Grüße,
Wolfgang
Marc Haber
2016-05-12 10:05:49 UTC
Permalink
Post by Herbert Albrecht
Da haben wieder ein paar tausend Leute gelernt, dass man sich auf den
ÖPV eben nicht verlassen kann und doch besser mit dem Auto fährt.
Macht einfach. Dann ist das Bahnreisen noch stressfreier, weil die
ganzen Idioten fehlen.

Grüße
Marc
--
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Peter Middelhauve
2016-05-12 11:00:59 UTC
Permalink
Post by Marc Haber
Post by Herbert Albrecht
Da haben wieder ein paar tausend Leute gelernt, dass man sich auf den
ÖPV eben nicht verlassen kann und doch besser mit dem Auto fährt.
Macht einfach. Dann ist das Bahnreisen noch stressfreier, weil die
ganzen Idioten fehlen.
Vielleicht solltest Du über solche Sätze mal nachdenken. Ohne Kunden
funktioniert die Bahn, wie viele andere System auch, am besten. Aber
leider nicht sehr lang.

Diejenigen, die die Bahn benutzen möchten, nur weil sich ein paar der
"Fans" nicht benehmen können, pauschal als "Idioten" abzustempel ist
sicher nicht zielführend. Es ist kein Problem der Bahn, sondern ein
gesellschaftliches Problem.

Hier ging es ganz allein darum, das die Leute gelernt haben, das der
soviel gepriesene ÖPNV ebend doch nicht funktioniert wenn man ihn
braucht (im Gegensatz zum eigenen Auto). Wenn die Bahn nicht dort
funktioniert, wo sie ihre Stärken im Mobilitäts-Mix ausspielen kann,
dann sitzen die Idioten woanders, aber nicht im Zug.

Gruß
Peter
Wolfgang Kynast
2016-05-12 11:28:54 UTC
Permalink
Post by Peter Middelhauve
Hier ging es ganz allein darum, das die Leute gelernt haben, das der
soviel gepriesene ÖPNV ebend doch nicht funktioniert wenn man ihn
braucht (im Gegensatz zum eigenen Auto).
Du bist offenbar noch nie mit dem Auto von einer Großveranstaltung
rausgefahren. Beispiel: Hockenheimring - nach Ende sind die
umliegenden Autobahnen einige Zeit unbenutzbar.
--
Schöne Grüße,
Wolfgang
Peter Middelhauve
2016-05-12 12:09:00 UTC
Permalink
Post by Wolfgang Kynast
Post by Peter Middelhauve
Hier ging es ganz allein darum, das die Leute gelernt haben, das der
soviel gepriesene ÖPNV ebend doch nicht funktioniert wenn man ihn
braucht (im Gegensatz zum eigenen Auto).
Du bist offenbar noch nie mit dem Auto von einer Großveranstaltung
rausgefahren. Beispiel: Hockenheimring - nach Ende sind die
umliegenden Autobahnen einige Zeit unbenutzbar.
Zugegeben, ich fahre dann lieber Bahn. Wenn aber gar kein Zug kommt, und
darum ging es weiter oben, stellt man sich ebend hinten an die Schlange
an. Kein ÖPNV -> MIV. Beachte bitte dabei, das die Hürde ins Auto zu
wechsel in D ziemlich niedrig ist, egal wie lang der Stau ist.

Gruß
Peter
Herbert Albrecht
2016-05-12 13:58:22 UTC
Permalink
Post by Peter Middelhauve
Post by Wolfgang Kynast
Post by Peter Middelhauve
Hier ging es ganz allein darum, das die Leute gelernt haben, das der
soviel gepriesene ÖPNV ebend doch nicht funktioniert wenn man ihn
braucht (im Gegensatz zum eigenen Auto).
Du bist offenbar noch nie mit dem Auto von einer Großveranstaltung
rausgefahren. Beispiel: Hockenheimring - nach Ende sind die
umliegenden Autobahnen einige Zeit unbenutzbar.
Zugegeben, ich fahre dann lieber Bahn. Wenn aber gar kein Zug kommt, und
darum ging es weiter oben, stellt man sich ebend hinten an die Schlange
an. Kein ÖPNV -> MIV. Beachte bitte dabei, das die Hürde ins Auto zu
wechsel in D ziemlich niedrig ist, egal wie lang der Stau ist.
So wie ich den Vorposter verstanden hatte, fuhren die Züge zwar, hielten
aber nicht an der Station, wo die vielen Fahrgäste warteten (aber
möglicherweise vorher/nachher, wo nur wenige Fahrgäste warteten). War
wohl eine missglückte Streikaktion.

Dass man sich als ÖPV-Nutzer dabei absolut verarscht fühlt, ist
verständlich. Und dass man Leute, die daraus den naheliegenden Schluss
ziehen, den ÖPV zu meiden, als Idioten abqualifiziert, ist völlig
kontraproduktiv.

Herbert
Stephan Bumberger
2016-05-12 15:26:03 UTC
Permalink
Post by Herbert Albrecht
So wie ich den Vorposter verstanden hatte, fuhren die Züge zwar, hielten
aber nicht an der Station, wo die vielen Fahrgäste warteten (aber
möglicherweise vorher/nachher, wo nur wenige Fahrgäste warteten). War
wohl eine missglückte Streikaktion.
So war es ja auch. Da IIRC nur eine S-Bahn pro Stunde während des
Streiks fahren konnte hat man in den Fahrplan reingeschrieben, dass die
Haltestelle Stadion entfällt. Der eine Zug pro Stunde hätte aber sowieso
an einem Spieltag nichts genutzt, dann kann man es auch gleich ganz sein
lassen und die Linie wenigstens für die übrigen Haltestellen halbwegs
benutzbar halten.
Post by Herbert Albrecht
Dass man sich als ÖPV-Nutzer dabei absolut verarscht fühlt, ist
verständlich. Und dass man Leute, die daraus den naheliegenden Schluss
ziehen, den ÖPV zu meiden, als Idioten abqualifiziert, ist völlig
kontraproduktiv.
Zur Commerzbank-Arena fährt auch noch eine Straßenbahn, die wurde an dem
Tag wohl erheblich verstärkt, es muss trotzdem ein unglaubliches Chaos
gewesen sein.

Nur gerade mit dem Auto macht es nicht viel besser, mein Rekord liegt
wie bereits geschrieben bei fast 3 Stunden, um überhaupt wieder vom
Parkplatz auf die Hauptstraße zu kommen. Die Kölner haben da nämlich
einen mit 2000 Plätzen direkt an der Hauptstraße, aber ohne Ampel, da
kommen dann 2-5 Fahrzeuge pro Minute überhaupt nur raus. Ähnlich toll
ist es in der Lanxess-Arena. Da gibt es zwar Ampeln, aber eine Stunde,
um aus dem Parkhaus zu kommen kannst Du locker einkalkulieren.
--
Stephan
Frank Hucklenbroich
2016-05-13 07:20:57 UTC
Permalink
Post by Stephan Bumberger
Nur gerade mit dem Auto macht es nicht viel besser, mein Rekord liegt
wie bereits geschrieben bei fast 3 Stunden, um überhaupt wieder vom
Parkplatz auf die Hauptstraße zu kommen. Die Kölner haben da nämlich
einen mit 2000 Plätzen direkt an der Hauptstraße, aber ohne Ampel, da
kommen dann 2-5 Fahrzeuge pro Minute überhaupt nur raus.
Ja, den kenne ich, und aus genau diesem Grund meide ich den. Früher, so vor
10 Jahren, konnte man rund ums Stadion noch in den Wohnvierteln parken, da
kam man dann relativ gut wieder weg, aber das ist seit der WM 2006 vorbei,
seitdem gibt es Schranken und die Wohngebiete werden abgeriegelt.

Aber gut, wenn ich mal ins Kölner Stadion will, kann ich das bequem mit dem
Fahrrad machen und direkt vor der Südtribüne "parken". Sind für mich gerade
mal 20 Minuten mit dem Rad durch den Grüngürtel.
Post by Stephan Bumberger
Ähnlich toll
ist es in der Lanxess-Arena. Da gibt es zwar Ampeln, aber eine Stunde,
um aus dem Parkhaus zu kommen kannst Du locker einkalkulieren.
Da fahre ich mit der (Straßen-)Bahn hin, da kommt man auch prima wieder
weg. Für Auswärtige dann eben via Bahnhof Deutz, die ist eigentlich ganz
gut angebunden.

Grüße,

Frank
Stephan Bumberger
2016-05-13 09:18:47 UTC
Permalink
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Stephan Bumberger
Nur gerade mit dem Auto macht es nicht viel besser, mein Rekord liegt
wie bereits geschrieben bei fast 3 Stunden, um überhaupt wieder vom
Parkplatz auf die Hauptstraße zu kommen. Die Kölner haben da nämlich
einen mit 2000 Plätzen direkt an der Hauptstraße, aber ohne Ampel, da
kommen dann 2-5 Fahrzeuge pro Minute überhaupt nur raus.
Ja, den kenne ich, und aus genau diesem Grund meide ich den.
Ich seitdem auch. ;)
Post by Frank Hucklenbroich
Aber gut, wenn ich mal ins Kölner Stadion will, kann ich das bequem mit dem
Fahrrad machen und direkt vor der Südtribüne "parken". Sind für mich gerade
mal 20 Minuten mit dem Rad durch den Grüngürtel.
Mich zieht es da nicht so oft hin, weil ich kein FC-Fan bin, aber die
KVB-Linie 1 hält ja nun direkt vor dem Eingang und die Eintrittskarte
zum Spiel ist auch Fahrausweis im VRS. Dann kann einem das Fahrrad auch
nicht beschädigt oder geklaut werden.

Auto und Stadion (egal welches) habe ich seither nie wieder gemacht.
Einzig in Leverkusen ginge es halbwegs schmerzfrei, aber dahin ist die
Bahn schneller und die Eintrittskarten sind sogar Fahrausweis im VRS und
VRR.
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Stephan Bumberger
Ähnlich toll
ist es in der Lanxess-Arena. Da gibt es zwar Ampeln, aber eine Stunde,
um aus dem Parkhaus zu kommen kannst Du locker einkalkulieren.
Da fahre ich mit der (Straßen-)Bahn hin, da kommt man auch prima wieder
weg. Für Auswärtige dann eben via Bahnhof Deutz, die ist eigentlich ganz
gut angebunden.
Bestens angebunden sogar. Ich muss aber von Siegburg oder Hennef dann
noch 4 Stationen mit dem Bus weiter und der fährt Samstags abends nur im
Stundentakt und der ist so super auf die Bahn abgestimmt, dass man
fahrplanmäßig ziemlich genau 58 Minuten auf den nächsten Bus warten
kann. Nachdem aber eine Stunde im Parkhaus warten auch nicht besser ist
fahre ich da in der Regel mit der S-Bahn, bzw. dem RE9 hin.
--
Stephan
U***@web.de
2020-09-20 12:49:49 UTC
Permalink
Post by Stephan Bumberger
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Stephan Bumberger
Nur gerade mit dem Auto macht es nicht viel besser, mein Rekord liegt
wie bereits geschrieben bei fast 3 Stunden, um überhaupt wieder vom
Parkplatz auf die Hauptstraße zu kommen. Die Kölner haben da nämlich
einen mit 2000 Plätzen direkt an der Hauptstraße, aber ohne Ampel, da
kommen dann 2-5 Fahrzeuge pro Minute überhaupt nur raus.
Ja, den kenne ich, und aus genau diesem Grund meide ich den.
Ich seitdem auch. ;)
Hertie-Parkhaus in Mainz nach abendlichem Weihnachtsmarktschluß.
Begrenzer waren die Auslaßschranken, 20 Minuten dicht an dicht,
bald Millimeterarbeit, will ich nie wieder haben.

Ähnlich soll es in der Rathaustiefgarage sein, wenn in der
Rheingoldhalle Veranstaltungen geendet haben; als Sahnehäubchen
gerne aber mit CO-Alarm.
Post by Stephan Bumberger
Post by Frank Hucklenbroich
Aber gut, wenn ich mal ins Kölner Stadion will, kann ich das bequem mit dem
Fahrrad machen und direkt vor der Südtribüne "parken". Sind für mich gerade
mal 20 Minuten mit dem Rad durch den Grüngürtel.
Mich zieht es da nicht so oft hin, weil ich kein FC-Fan bin, aber die
KVB-Linie 1 hält ja nun direkt vor dem Eingang und die Eintrittskarte
zum Spiel ist auch Fahrausweis im VRS. Dann kann einem das Fahrrad auch
nicht beschädigt oder geklaut werden.
Auto und Stadion (egal welches) habe ich seither nie wieder gemacht.
Einzig in Leverkusen ginge es halbwegs schmerzfrei, aber dahin ist die
Bahn schneller und die Eintrittskarten sind sogar Fahrausweis im VRS und
VRR.
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Stephan Bumberger
Ähnlich toll
ist es in der Lanxess-Arena. Da gibt es zwar Ampeln, aber eine Stunde,
um aus dem Parkhaus zu kommen kannst Du locker einkalkulieren.
Da fahre ich mit der (Straßen-)Bahn hin, da kommt man auch prima wieder
weg. Für Auswärtige dann eben via Bahnhof Deutz, die ist eigentlich ganz
gut angebunden.
Bestens angebunden sogar. Ich muss aber von Siegburg oder Hennef dann
noch 4 Stationen mit dem Bus weiter und der fährt Samstags abends nur im
Stundentakt und der ist so super auf die Bahn abgestimmt, dass man
fahrplanmäßig ziemlich genau 58 Minuten auf den nächsten Bus warten
kann. Nachdem aber eine Stunde im Parkhaus warten auch nicht besser ist
fahre ich da in der Regel mit der S-Bahn, bzw. dem RE9 hin.
Und läßt Dich dann auf der Rückfahrt von der Bahnstation abholen?

Mit dem RE9, wie ich eben in debb einstellte, soll es
künftig (Sachstand jetzt) das Problem geben, daß einige
Züge zwischen Horrem und Troisdorf ersatzlos entfallen
sollen, weil andere Bahnunternehmen etwa gleichzeitig
mit dem RE9 von Aachen nachKöln fahren wollen.

Das wird noch sehr interessant.

Wolfgang Kynast
2016-05-12 14:00:24 UTC
Permalink
Post by Peter Middelhauve
Post by Wolfgang Kynast
Post by Peter Middelhauve
Hier ging es ganz allein darum, das die Leute gelernt haben, das der
soviel gepriesene ÖPNV ebend doch nicht funktioniert wenn man ihn
braucht (im Gegensatz zum eigenen Auto).
Du bist offenbar noch nie mit dem Auto von einer Großveranstaltung
rausgefahren. Beispiel: Hockenheimring - nach Ende sind die
umliegenden Autobahnen einige Zeit unbenutzbar.
Zugegeben, ich fahre dann lieber Bahn. Wenn aber gar kein Zug kommt, und
darum ging es weiter oben, stellt man sich ebend hinten an die Schlange
an. Kein ÖPNV -> MIV. Beachte bitte dabei, das die Hürde ins Auto zu
wechsel in D ziemlich niedrig ist, egal wie lang der Stau ist.
Du bist also mit mir der Meinung, dass Autofahrer in D selten
rationales Verhalten an den Tag legen?
Peter Middelhauve
2016-05-12 14:07:55 UTC
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Post by Wolfgang Kynast
Post by Peter Middelhauve
Post by Wolfgang Kynast
Post by Peter Middelhauve
Hier ging es ganz allein darum, das die Leute gelernt haben, das der
soviel gepriesene ÖPNV ebend doch nicht funktioniert wenn man ihn
braucht (im Gegensatz zum eigenen Auto).
Du bist offenbar noch nie mit dem Auto von einer Großveranstaltung
rausgefahren. Beispiel: Hockenheimring - nach Ende sind die
umliegenden Autobahnen einige Zeit unbenutzbar.
Zugegeben, ich fahre dann lieber Bahn. Wenn aber gar kein Zug kommt, und
darum ging es weiter oben, stellt man sich ebend hinten an die Schlange
an. Kein ÖPNV -> MIV. Beachte bitte dabei, das die Hürde ins Auto zu
wechsel in D ziemlich niedrig ist, egal wie lang der Stau ist.
Du bist also mit mir der Meinung, dass Autofahrer in D selten
rationales Verhalten an den Tag legen?
Ja. Wenn man seine Mobilität rational bewerten würde, würde hier vieles
anders laufen.

Gruß
Peter
Marc Haber
2016-05-12 16:11:44 UTC
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Post by Peter Middelhauve
Hier ging es ganz allein darum, das die Leute gelernt haben, das der
soviel gepriesene ÖPNV ebend doch nicht funktioniert wenn man ihn
braucht (im Gegensatz zum eigenen Auto). Wenn die Bahn nicht dort
funktioniert, wo sie ihre Stärken im Mobilitäts-Mix ausspielen kann,
dann sitzen die Idioten woanders, aber nicht im Zug.
Ich qualifiziere die Leute, die während eines Streiks erwarten, dass
das bestreikte Verkehrsmittel funktionier wie immer, als Idioten ab,
ja.

Mehrere Zehntausend Leute fährt man halt auch dann wenn alle Leute
arbeiten nicht stressfrei mit dem Zug weg.

Man hat sich hier halt entschlossen, dort zu streiken, wo es dem
Arbeitgeber ganz besonders nachhaltig schadet: Bei einer
Veranstaltung, bei der auch zahlreiche eingefleischte Autofahrer mit
der Bahn fahren, und die sich durch den Streik in ihrer vorgefassten
Meinung "ÖPV scheiße" bestärkt sehen.

Aus der gleichen Kiste kam auch die glorreiche Aktion dieses Jahr, den
ÖPNV in HANNOVER während der HANNOVER MESSE INDUSTRIE einen KOMPLETTEN
TAG zu bestreiken. Da fehlen mir die Worte.

Grüße
Marc
--
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Marc Haber | " Questions are the | Mailadresse im Header
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Reinhard Greulich
2016-05-12 17:40:14 UTC
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Post by Marc Haber
Aus der gleichen Kiste kam auch die glorreiche Aktion dieses Jahr, den
ÖPNV in HANNOVER während der HANNOVER MESSE INDUSTRIE einen KOMPLETTEN
TAG zu bestreiken. Da fehlen mir die Worte.
Wobei einerseits die Messe selbst schon vor einigen Jahren entschieden
hat, den Gästen lieber kein ÖPNV-Ticket zu inkludieren als dies dem
örtlichen Verkehrsverbund angemessen zu vergüten.

Andererseits die Besucher schon am Vortag Gelegenheit hatten, eigene
Strategien zu entwickeln, da die Sperrungen wegen der Eröffnung eben
dieser Messe durch den amerikanischen Präsidenten nicht nur den ÖPNV,
sondern jeglichen Verkehr nicht nur im südlichen Stadtgebiet, aondern
gleich im gesamten (da der Präsident nördlich von Hannover zu
übernachten gedacht hatte) zum Erliegen gebracht hatten.

Da kann der ÖPNV so wichtig nicht gewesen sein.

Gruß - Reinhard.
--
70086
~=@=~
Marc Haber
2016-05-12 17:51:30 UTC
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Post by Reinhard Greulich
Post by Marc Haber
Aus der gleichen Kiste kam auch die glorreiche Aktion dieses Jahr, den
ÖPNV in HANNOVER während der HANNOVER MESSE INDUSTRIE einen KOMPLETTEN
TAG zu bestreiken. Da fehlen mir die Worte.
Wobei einerseits die Messe selbst schon vor einigen Jahren entschieden
hat, den Gästen lieber kein ÖPNV-Ticket zu inkludieren als dies dem
örtlichen Verkehrsverbund angemessen zu vergüten.
Andererseits die Besucher schon am Vortag Gelegenheit hatten, eigene
Strategien zu entwickeln, da die Sperrungen wegen der Eröffnung eben
dieser Messe durch den amerikanischen Präsidenten nicht nur den ÖPNV,
sondern jeglichen Verkehr nicht nur im südlichen Stadtgebiet, aondern
gleich im gesamten (da der Präsident nördlich von Hannover zu
übernachten gedacht hatte) zum Erliegen gebracht hatten.
Da kann der ÖPNV so wichtig nicht gewesen sein.
Interessant, _das_ hat man in den Medien nicht so deutlich zu sehen
bekommen. Haben die Leute auf ihren Messeständen übernachtet?

Und, wo hat Obama übernachtet?

Grüße
Marc
--
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Reinhard Greulich
2016-05-12 19:28:59 UTC
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Post by Marc Haber
Interessant, _das_ hat man in den Medien nicht so deutlich zu sehen
bekommen. Haben die Leute auf ihren Messeständen übernachtet?
Das war recht vielschichtig. Generell gesperrt wurde nirgends was,
aber eben bedarfsweise und aus Sicherheitsgründen, wie aus
eingeweihten Kreisen zu erfahren war, ohne lange Vorankündigung, was
bis hin zur Polizei ging, Verkehrsbetrieb bekam dann ein paar Minuten
vorher eine Anweisung und dann wartete man halt. Immer dann also, wenn
der Präsident unterwegs war, wurde frühzeitig vorher die Route
dichtgemacht, teilweise konsequent, teilweise nur die Straße, aber
nicht Radfahrer und Fußgänger.

Meine Arbeitsstelle war davon auch betroffen, sie liegt gegenüber dem
Ort, wo es diesen Wirtschaftsgipfel gab, IIRC USA, Deutschland,
Frankreich, Italien, Großbritannien. Geflogen werden durfte nicht, da
der Kommunikationshubschrauber, der die Verbindung zur
Satellitenstrecke ins Pentagon jederzeit für den Präsidenten
sicherstellt (so dass auch der "rote Knopf" jederzeit funktioniert)
immer über dem jeweiligen Standort des Präsidenten in geschätzt 250
Meter Höhe kreiste. Jedenfalls reisten die auch alle auf der Straße an
mit dem Ergebnis, dass da im Stadtteil zwischen 8 Uhr und dem frühen
Nachmittag gar nichts mehr ging. Als zusätzliche Schikane durchfuhren
die planmäßigen Stadtbahnen die zugehörige Haltestelle sowie die
benachbarte ohne Halt. Wer von uns Mitarbeitern unbedingt ins Büro
wollte, wurde von einem Punkt außerhalb des Sperrgebietes mit einem
Busshuttle nach Personenkontrolle ins Büro gebracht und nach
Feierabend wieder zurück. Verlassen des Gebäudes zwischendurch nicht
gestattet, am Fenster stehen war nicht verboten, es wurde jedoch
ersucht, es nicht zu tun. Eigener Pkw durfte nicht mal in der
Tiefgarage stehen, wäre von dort abgeschleppt worden.

Ich habe es den Tag vorgezogen, zuerst im Homeoffice zu arbeiten, dann
zwei Außentermine in sicherem Abstand zu den Sperrzonen wahrzunehmen
und dann in den überraschenderweise auf die Minute pünktlichen ICE
nach Berlin zu einer Tagung für den Rest der Woche abzurauschen.

Ich gehen davon aus, dass das für die Messeangestellten ähnlich lief.
Also frühzeitig hinfahren und die Zeit zwischen 8.30 und 16 Uhr
meiden.
Post by Marc Haber
Und, wo hat Obama übernachtet?
Auf dem Lande, in Isernhagen in einem durchaus gediegenen, aber nicht
überkandidelten Landgasthof. Vermutlich hielt man den für besser zu
bewachen als irgendwas in der Stadt. Die Wege da hin und zurück waren
bis auf den Autoverkehr nicht mal besonders abgesperrt, vermutlich
vertraute man da einfach der Panzerung des eigens eingeflogenen
Präsidentenautos (bzw. waren immer deren zwei unterwegs). An seiner
Stelle hätte ich mich da überhaupt nicht reingesetzt, sondern ein Taxi
genommen.

Ich will mal sagen: der hiesige Verkehrsbetrieb ist ja bekannt dafür,
auch plötzliche Herausforderungen souverän zu stemmen. Von daher
hatten die wenig Probleme mit der geforderten Spontaneität.

Grüße - Reinhard.
--
70086
~=@=~
Martin Bienwald
2016-05-13 06:52:42 UTC
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Post by Marc Haber
Man hat sich hier halt entschlossen, dort zu streiken, wo es dem
Arbeitgeber ganz besonders nachhaltig schadet: Bei einer
Veranstaltung, bei der auch zahlreiche eingefleischte Autofahrer mit
der Bahn fahren, und die sich durch den Streik in ihrer vorgefassten
Meinung "ÖPV scheiße" bestärkt sehen.
Je nun - wie kommst du auf das schmale Brett, ein Streik sei nur dann
legitim, wenn er dem Arbeitgeber nicht schadet?
Post by Marc Haber
Aus der gleichen Kiste kam auch die glorreiche Aktion dieses Jahr, den
ÖPNV in HANNOVER während der HANNOVER MESSE INDUSTRIE einen KOMPLETTEN
TAG zu bestreiken. Da fehlen mir die Worte.
Zu gescheiterten Tarifverhandlungen gehören immer zwei Seiten. Bevor
die Gewerkschaft sich zu einer so überdeutlichen Aktion entscheidet,
ist meist eine ebenso deutliche (nur weniger in der Öffentlichkeit
wahrgenommene) der Arbeitgeber vorausgegangen.

... Martin
Marc Haber
2016-05-13 12:01:06 UTC
Permalink
Post by Martin Bienwald
Post by Marc Haber
Man hat sich hier halt entschlossen, dort zu streiken, wo es dem
Arbeitgeber ganz besonders nachhaltig schadet: Bei einer
Veranstaltung, bei der auch zahlreiche eingefleischte Autofahrer mit
der Bahn fahren, und die sich durch den Streik in ihrer vorgefassten
Meinung "ÖPV scheiße" bestärkt sehen.
Je nun - wie kommst du auf das schmale Brett, ein Streik sei nur dann
legitim, wenn er dem Arbeitgeber nicht schadet?
Ich habe ja eine relativ klare Meinung dazu, ob Infrastruktur
bestreikt gehört oder nicht.
Post by Martin Bienwald
Post by Marc Haber
Aus der gleichen Kiste kam auch die glorreiche Aktion dieses Jahr, den
ÖPNV in HANNOVER während der HANNOVER MESSE INDUSTRIE einen KOMPLETTEN
TAG zu bestreiken. Da fehlen mir die Worte.
Zu gescheiterten Tarifverhandlungen gehören immer zwei Seiten. Bevor
die Gewerkschaft sich zu einer so überdeutlichen Aktion entscheidet,
ist meist eine ebenso deutliche (nur weniger in der Öffentlichkeit
wahrgenommene) der Arbeitgeber vorausgegangen.
Es gibt Streiks und es gibt bösartige Streiks. In welche Kategorie ich
das Bestreiken der wichtigsten Industriemesse Europas einsortiere,
bleibt dem geneigten Leser als Übung überlassen.

Bei _mir_ entstehen dadurch keine Sympathien.

Grüße
Marc
--
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Ralph A. Schmid, dk5ras
2016-05-13 12:08:24 UTC
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Post by Marc Haber
Bei _mir_ entstehen dadurch keine Sympathien.
So schaut's aus.


-ras
--
Ralph A. Schmid
http://www.schmid.xxx/ http://www.db0fue.de/
http://www.bclog.de/ http://www.kabuliyan.de/
Stephan Bumberger
2016-05-13 14:27:04 UTC
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Post by Martin Bienwald
Post by Marc Haber
Man hat sich hier halt entschlossen, dort zu streiken, wo es dem
Arbeitgeber ganz besonders nachhaltig schadet: Bei einer
Veranstaltung, bei der auch zahlreiche eingefleischte Autofahrer mit
der Bahn fahren, und die sich durch den Streik in ihrer vorgefassten
Meinung "ÖPV scheiße" bestärkt sehen.
Je nun - wie kommst du auf das schmale Brett, ein Streik sei nur dann
legitim, wenn er dem Arbeitgeber nicht schadet?
Das blöde an den Bahnstreiks ist ja, dass sie dem Arbeitgeber im
Nahverkehr gar nicht schaden. Die Leute, die da fahren haben zu 90 %
Zeitkarten und da gilt sowas als höhere Gewalt und da wird dann nichts
entschädigt. Die 10 Leute, die sich Einzelfahrscheine gekauft hätten
kannst Du getrost vergessen.

Das weiß natürlich auch die Gewerkschaft, aber trotzdem haben die auch
da gestreikt und das nenne ich dann boshaft, denn jeder der Kombattanten
weiß, dass es nur auf dem Rücken der Kundschaft ausgetragen wird.
--
Stephan
Marc Haber
2016-05-13 14:33:32 UTC
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Post by Stephan Bumberger
Post by Martin Bienwald
Post by Marc Haber
Man hat sich hier halt entschlossen, dort zu streiken, wo es dem
Arbeitgeber ganz besonders nachhaltig schadet: Bei einer
Veranstaltung, bei der auch zahlreiche eingefleischte Autofahrer mit
der Bahn fahren, und die sich durch den Streik in ihrer vorgefassten
Meinung "ÖPV scheiße" bestärkt sehen.
Je nun - wie kommst du auf das schmale Brett, ein Streik sei nur dann
legitim, wenn er dem Arbeitgeber nicht schadet?
Das blöde an den Bahnstreiks ist ja, dass sie dem Arbeitgeber im
Nahverkehr gar nicht schaden.
Doch, natürlich, siehe oben. Der Schaden ist nachhaltig und dauerhaft.
Mit der oben zitierten Aktion wurde eine Stadionfüllung voller Leute
in ihrer Meinung, dass ÖPNV Scheiße und unzuverlässig wäre, gestärkt.
Die fahren sicher in Zukunft auch nicht mehr mit der Bahn.

Grüße
Marc
--
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Klaus von der Heyde
2016-05-13 16:47:00 UTC
Permalink
Martin Bienwald wrote:

[ÖPNV in Hannover während Messe bestreikt]
Post by Martin Bienwald
Zu gescheiterten Tarifverhandlungen gehören immer zwei Seiten. Bevor
die Gewerkschaft sich zu einer so überdeutlichen Aktion entscheidet,
ist meist eine ebenso deutliche (nur weniger in der Öffentlichkeit
wahrgenommene) der Arbeitgeber vorausgegangen.
Es gab eine Aussperrung?

-- K.
Michael Zink
2016-05-17 07:32:44 UTC
Permalink
Post by Martin Bienwald
Je nun - wie kommst du auf das schmale Brett, ein Streik sei nur dann
legitim, wenn er dem Arbeitgeber nicht schadet?
Leider habe ich manchmal das Gefühl, daß in "geeigneten" Branchen die
Schädigung des Arbeitgebers nur ein Nebeneffekt ist. Das Hauptziel
scheint manchmal zu sein, das Bewußtsein in der Bevölkerung für die
eigene Wichtigkeit zu stärken. Oder so.

Geht es nur mir so?

Auf Wiederlesen

Michael
--
Das Internet darf kein GRUNDrechtsfreier Raum werden!
Ralph A. Schmid, dk5ras
2016-05-17 09:56:18 UTC
Permalink
Post by Michael Zink
Geht es nur mir so?
Ähm, nein, Man wird ob dieser Meinung dann zwar gerne angefeindet,
aber damit kann ich leben.


-ras
--
Ralph A. Schmid
http://www.schmid.xxx/ http://www.db0fue.de/
http://www.bclog.de/ http://www.kabuliyan.de/
Wolfgang Kynast
2016-05-12 09:26:02 UTC
Permalink
Post by Paul Muster
Post by Stephan Bumberger
Post by Ralph A. Schmid, dk5ras
Die Rückfahrt am Samstag war dann fast wie immer, wäre in Wien ohne
Reservierung gar kein Problem gewesen. Also der gleiche Effekt, die
Heimfahrt verteilt sich eher...
Das gleiche Phänomen gibt es im übrigen auch andersrum. Nach dem Ende
einer Großveranstaltung wollen alle gleichzeitig weg. Da sind sehr volle
Züge dann noch das Harmloseste.
*Volle* Bahnen sind ja schonmal was. Die S-Bahn Rhein-Main hat nach dem
*einen* Eintracht-Spiel, das ich je besuchte, direkt mal
"Oberleitungsstörung" gespielt und - fuhr gar nicht.
SIE haben dich erkannt :-)
--
Schöne Grüße,
Wolfgang
Herbert Albrecht
2016-05-08 09:38:05 UTC
Permalink
Post by Fa.lk.Sc.H.a.de
Post by Arne Johannessen
Post by Marc Haber
Einer der verkehrsstärksten Tage im Jahr.
Christi Himmelfahrt selbst oder der Mittwoch davor?
Ich hätte das Wort "Ereignis" oder "Woche" wählen sollen, denn die
genaue Formulierung habe ich nicht mehr im Kopf, sie auch beim
Überfliegen des Artikels jetzt nicht gefunden und die Auflösung des
veröffentlichten Graphen reicht nicht für eine tagesgenaue Festlegung.
Vermutlich habe ich das aus einer anderen Zeitung; das ging ja damals
quer durch die Medien, meine ich mich zu erinnern.
Also für den Morgen des Feiertages kann ich einen teilgeräumten ICE
bezeugen.
Ich bin am 5.5. nach Rostock gefahren, 10:17 ab Hamburg Hbf. hin und
19:07 am Rostock Hbf. zurück und ich hatte ein Sparticket. Der ICE kam
also nicht in Frage.

Bei der Hinfahrt ging nur der 10.17er, vorher wäre mir zu früh gewesen,
später hätte es sich nicht mehr gelohnt. Dass es dort voll war, hat mich
nicht überrascht - Feiertag, für manchen mit Brückentag für einen
mehrtägigen Ausflug geeignet, dazu der erste richtige Sonnentag nach
einem langen grauen kalten Winter. Wenns da nicht voll wird, wann dann?

Bei der Rückfahrt war ich nicht festgelegt, wenn mir Rostock nicht
gefallen hätte, wäre ich 17:07 zurückgefahren, sonst um 19:07 und wenns
länger gedauert hätte, wäre auch 21:07 ok gewesen. Es kam da aber ganz
gut mit 19:07 hin.

Und da begann mein Erstaunen. Klar, die einen fahren früher, die anderen
später. Aber der Fall von vollbesetzt (hin) auf höchstens 1/4 besetzt
(zurück) zu einer Zeit, die für mich einen guten Kompromiss von
ausreichend Zeit am Ziel und rechtzeiter Rückkehr nach Hause war? Wer
später gefahren wäre (21:07, an HH 23:51), hätte schon Schwierigkeiten
mit den Anschlüssen vom Hbf nach Hause bekommen.

Herbert
Martin Bienwald
2016-05-09 09:21:16 UTC
Permalink
Post by Herbert Albrecht
Und da begann mein Erstaunen. Klar, die einen fahren früher, die anderen
später. Aber der Fall von vollbesetzt (hin) auf höchstens 1/4 besetzt
(zurück) zu einer Zeit, die für mich einen guten Kompromiss von
ausreichend Zeit am Ziel und rechtzeiter Rückkehr nach Hause war? Wer
später gefahren wäre (21:07, an HH 23:51), hätte schon Schwierigkeiten
mit den Anschlüssen vom Hbf nach Hause bekommen.
Kommt darauf an, wo er zuhause ist. Die meisten Ziele in Hamburg
selbst kann man kurz nach Mitternacht ab Hbf noch ganz gut erreichen,
und im Fall größerer Verspätung hat Hamburg den Vorteil, Nachtbusse zu
haben, mit denen man wenigstens irgendwie noch heimkommt.

... Martin
Frank Hucklenbroich
2016-05-09 09:06:22 UTC
Permalink
Post by Arne Johannessen
Post by Klaus von der Heyde
Post by Frank Hucklenbroich
Da dürften nicht wenige Leute für ein langes
Wochenende wegfahren. Sonntag Abend sind die Züge dann vermutlich
wieder voll.
Dasselbe Phänomen sollte man also an jedem Wochenende beobachten
können, wenn auch in abgeschwächter Form.
Die Bahn selbst sagte vor einigen Jahren, an Christi Himmelfahrt sei
die Auslastung um rund ein Drittel erhöht auf durchschnittlich etwa 66
% bei einer Steherquote von 40 %. Einer der verkehrsstärksten Tage im
Jahr.
http://www.welt.de/wirtschaft/article106381146/Mit-diesen-Tricks-umgehen-Sie-rappelvolle-Zuege.html
Da wird ja auch noch der Vatertag gefeiert, es dürften also so manche
Herrengrüppchen in den Zügen unterwegs sein, die raus ins Grüne zum Wandern
fahren, komplett mit Bollerwagen und Bierkisten.

Bei uns in Köln sind das in der Regel die Züge in Richtung Eifel, die
gerade an Wochenende gerne von dieser Klientel frequentiert werden.

Grüße,

Frank
HC Ahlmann
2016-05-06 12:24:15 UTC
Permalink
Post by Herbert Albrecht
gestern habe ich einen Tagesausflug mit der Bahn gemacht und wieder war
es morgens knallvoll und abends total leer.
Kennt ihr das auch, ist das normal? Und wo bleiben die vielen Leute, die
morgens hingefahren sind, danach?
Klar, einige bleiben da, für ein paar Tage oder für länger. Wer morgens
hingefahren ist, kann auch morgens wieder zurückfahren, aber es müsste
doch auch einige Leute geben, die abends hin- und zurückfahren. Am Ende
müsste es sich ziemlich gut ausgleichen.
Tut es aber nicht und das ist merkwürdig. So reich, dass die Hälfte der
Reisenden sich am Zielort spontan ein Auto kauft und damit zurückfährt,
weil es im Zug so voll war, sind wir doch nicht, oder?
Ohne Anspruch auf Vollständigkeit, Wahrhaftigkeit oder Belegbarkeit:
• Einige fahren morgens mit der Bahn weg, meist nach dem Frühstück, was
die Zeitspanne des "allgemeinen Aufbruchs" auf ein bis zwei Stunden
begrenzt.
• Einige fahren mit der Bahn weg, kehren per Rad oder zu Fuß zurück an
demselben Tag oder drauffolgenden Sonntag zurück.
• Und diejenigen, die an demselben Tag mit der Bahn zurückfahren, tun
das irgendwann zwischen Mittag und Abend, was in den einzelnen Zügen und
Kursen nicht weiter auffällt.
--
Munterbleiben
HC

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