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[SNCB] Reisenotiz Eupen Louvain-la-Neuve
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Michael Platen
2013-12-28 16:41:10 UTC
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Moin Zusammen,

die SNCB hat eine Spezialaktion, "Christmal Deal" genannt, aufgelegt: Hin-
und Rückfahrt an einem Tag für 10 €.

Diesen nutzte ich gestern für eine Fahrt zum Hergé-Museum in Louvain-la-
Neuve von Eupen aus.

Da ich nicht zu "unchristlicher Zeit" aufstehen wollte, erfolgte die Anreise
von Düren aus per Euregio-Maas-Rhein-Ticket, das inzwischen nur noch einen
Euro teurer ist als die mit BC25 rabattierte Rückfahrkarte nach Welkenraedt,
dafür aber mehr als nur zweistündliche Verbindung nach Belgien ermöglicht.

In Eupen wurde dann erstmal eine Fahrkarte für 10 € gelöst, der IC nach
Oostende um 10:15 bestand überraschenderweise aus 2 18-II Loks und M6-Dosto-
Wagen. Dieser wurde bis nach Lüttich benutzt, dort dann auf den IC nach
Brüssel via Namur umgestiegen. Dieser bestand aus einer revovierten AM80-
Einheit, die in Namur mit einer weiteren Einheit gekoppelt wurde.

In Ottignies wurde dann in den zubringenden L-Zug, bestehend aus einem AM08-
Desiro, verbunden mit Treppenkletterei umgestiegen, der nach kurzer
Fahrtzeit dann das Endziel erreichte.

Louvain-la-Neuve ist eine Retortenstadt aus den 1970er Jahren, der
Autoverkehr ist überwiegend in den Keller verlegt und zwischen den Häusern,
die überwiegend den wallonischen Teil der Katholischen Universität (der
flämische Teil befindet sich in Leuven) darstellen, befinden sich nur
Fußwege.

Das Hergé-Museum <http://www.museeherge.com/> liegt wenige Gehminuten vom
Bahnhof entfernt und ist für Freunde des gepflegten belgischen Comics
sicherlich ein Highlight, für optimalen Genuss sollte man allerdings
francophon sein ;-).

Für die Rückfahrt entschied ich mich dann für den Weg via Brüssel-Nord,
zuerst der direkte IR via Brüssel, dann der IC nach Eupen.

Nach Brüssel fuhr der IR dann wieder als 18er mit M6-Doppelstockwagen. In
Brüssel Nord war dann etwas Zeit den Bahnhof zu erkunden. Etwa 15 Minuten
vor der geplanten Abfahrtzeit wurde dann bekannt, das der IC (Abfahrt 17:06)
wegen eines technischen Defekts ausfiel, nächste Fahrmöglichkeiten nach
Leuven und Lüttich wurden gleich mitangesgt.

Damit war klar, das ich eine Stunde "Verspätung" auf der Rückfahrt bekommen
würde.

Benutzt wurde dann der P-Zug, der aus einer 18er Lok und M4-Wagen bestand,
nach Welkenraedt um 17:23, der zwischen Leuven und Lüttich über die
Altstrecke fährt und nur 2 zusätzliche Halte hat.

Ankunft in Lüttich war um 18:36 und die Entscheidung, den Zug um 19:33 nach
Aachen zu nehmen, gefallen.

Nach einer kleinen Erkundung des Bahnhofs unterhalb der Bahnsteige wurde
dann von einer der Galerien ein bischen Trainspotting betrieben.

Dabei fielen auf:
eine AM80-Garnitur nach Maastricht (bisher habe ich da nur AM73er gesehen),
der mit Lok vor Steuerwagen eintreffende ausgefallene IC, bestehend aus 18er
und I11-Wagen, der dann auf Gleis 3 für seine planmäßige Leistung um 20:00
nach Brüssel verblieb und für einige Gleisänderungen sorgte,
der verspätete nächste IC nach Eupen wieder als 18er-Doppel mit M6-DoSto-
Wagen, das laute Bremsgeräusch des ICE3 (alle anderen Züge bremsten leiser
;-)), das akustische Chaos in dem Bahnhof, das Chaos, da für die Fahrt nach
Aachen eine nicht D-Fähige AM73-Garnitur am Gleis stand und für einen
kurzfristigen Umzug der Passagiere auf einen anderen Bahnsteig sorgte, auf
der dann die passende AM66er-Garnitur bereitstand und wenige Miuten
verspätet abfuhr.

Sonst fiel noch auf, das alle Züge mit Schaffner besetzt waren, das der
abgebrochene Vorplatz in Verviers für ungewohnte Perspektiven aus dem Zug
sorgt und das im IC von Lüttich nach Ottignies es nur Ansagen in Namur gab,
in beiden IR wurden keine Ansagen gemacht
--
Viele Grüße

Michael Platen
Bodo G. Meier
2013-12-29 19:03:51 UTC
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Post by Michael Platen
Moin Zusammen,
die SNCB hat eine Spezialaktion, "Christmal Deal" genannt, aufgelegt: Hin-
und Rückfahrt an einem Tag für 10 €.
Diesen nutzte ich gestern für eine Fahrt zum Hergé-Museum in Louvain-la-
Neuve von Eupen aus. [...]
Danke für diese Notizen aus einem mir völlig unbekannten Land.

Gruss,
Bodo
U***@web.de
2020-11-12 10:25:54 UTC
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Auch moin,
Post by Michael Platen
In Ottignies wurde dann in den zubringenden L-Zug, bestehend aus einem AM08-
Desiro, verbunden mit Treppenkletterei umgestiegen, der nach kurzer
Fahrtzeit dann das Endziel erreichte.
Louvain-la-Neuve ist eine Retortenstadt aus den 1970er Jahren, der
Autoverkehr ist überwiegend in den Keller verlegt und zwischen den Häusern,
die überwiegend den wallonischen Teil der Katholischen Universität (der
flämische Teil befindet sich in Leuven) darstellen, befinden sich nur
Fußwege.
Das Hergé-Museum <http://www.museeherge.com/> liegt wenige Gehminuten vom
Bahnhof entfernt
Dennoch die Frage, da ich in der Ansiedlung sowas von
ortsunkundig bin: Wie löst man das da mit dem städtischen
Nahverkehr?

Gruß, ULF

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